Bitcoin als Eichmaß unserer Währungen!
(25.09.26) Geld erfüllt traditionell drei zentrale Funktionen: Es dient als Zahlungsmittel, als Recheneinheit und als Wertaufbewahrungsmittel. Während Euro und US-Dollar im Alltag als Zahlungsmittel und Recheneinheit funktionieren, ist ihre langfristige Wertaufbewahrungsfunktion durch Inflation begrenzt.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, woran wir den Wert unseres Geldes eigentlich messen? Ein Meter bleibt ein Meter, ein Kilogramm bleibt ein Kilogramm. Der Wert eines Euro verändert sich dagegen fortlaufend – abhängig von Geldpolitik, Güterpreisen, Zinsen, Produktivität, Verschuldung und Vertrauen.
Seit dem Ende des Goldstandards besitzt unser Geld keinen festen materiellen Bezugspunkt mehr. Euro, US-Dollar, Schweizer Franken und andere Fiat-Währungen stehen in flexiblen Wechselkursen zueinander. Sie messen sich gegenseitig – obwohl sich jeder dieser Maßstäbe selbst verändert.
Geld ohne festen Maßstab
Der US-Dollar ist zwar die wichtigste internationale Reserve-, Handels- und Finanzierungswährung. Er bildet jedoch nicht die eigentliche Messgröße des Euro. Der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar ist vielmehr ein relativer Preis, der ausdrückt, wie viele Einheiten der einen Währung für eine Einheit der anderen gezahlt werden.
Wenn der Euro gegenüber dem Dollar steigt, kann dies an einem stärkeren Euro, einem schwächeren Dollar oder an beidem liegen. Über die langfristige Kaufkraft beider Währungen sagt der Wechselkurs allein wenig aus. Zwei schmelzende Eiswürfel können schließlich ebenfalls ihre Größe miteinander vergleichen – ohne dadurch stabil zu werden.
Im täglichen Leben erkennen Sie die Veränderung des Geldwertes deshalb besser an seiner Kaufkraft. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Euro auf Ihrem Konto stehen, sondern welche Menge an Waren, Dienstleistungen, Energie, Wohnraum oder Arbeitsleistung Sie damit erwerben können.
Jedes Fieberthermometer wird geprüft – unser Geld nicht
In Deutschland regeln heute nicht mehr einfach ein „Eichgesetz“, sondern insbesondere das Mess- und Eichgesetz sowie die Mess- und Eichverordnung, welche Messgeräte im geschäftlichen und amtlichen Verkehr verwendet werden dürfen. Die Vorgaben sollen verlässliche Messergebnisse, fairen Wettbewerb und Verbraucherschutz gewährleisten.
Waagen, Zapfsäulen, Wasser-, Gas-, Wärme- und Stromzähler, Taxameter und zahlreiche medizinische Messgeräte müssen festgelegte Anforderungen erfüllen. Wenn Sie ein Kilogramm Ware bezahlen, sollen Sie darauf vertrauen können, tatsächlich ein Kilogramm zu erhalten.
Unser Geld besitzt hingegen keinen vergleichbaren, unveränderlichen Referenzwert. Diese Aussage ist allerdings als ökonomische Metapher zu verstehen: Währungen sind keine Messgeräte im Sinne des Mess- und Eichrechts und können deshalb nicht amtlich „geeicht“ werden. Dennoch bleibt die entscheidende Frage bestehen: Wie sinnvoll ist eine Recheneinheit, deren Kaufkraft politisch beeinflusst wird und langfristig sinken kann?
Vom Urmeter zur Naturkonstante
Die Suche nach verlässlichen Maßeinheiten hat eine lange Geschichte. Im Jahr 1791 beschloss die französische Nationalversammlung, eine universelle Längeneinheit auf Grundlage der Erdvermessung zu schaffen. Daraus entwickelte sich der Meter.
1889 wurde der internationale Meterprototyp eingeführt: ein Stab aus einer Legierung von 90 Prozent Platin und 10 Prozent Iridium. Nationale Kopien dieses Prototyps dienten den Mitgliedstaaten als verbindliche Referenzen.
1960 wurde der Meter nicht durch eine „Atomberechnung“, sondern durch eine Definition auf Basis einer bestimmten Strahlungswellenlänge des Krypton-Isotops 86 ersetzt. Seit 1983 wird der Meter über die Lichtgeschwindigkeit bestimmt: Ein Meter entspricht der Strecke, die Licht im Vakuum während des 299.792.458sten Teils einer Sekunde zurücklegt. Der Maßstab wurde damit von einem physischen Gegenstand auf eine reproduzierbare Naturkonstante übertragen.
Bitcoin als Urmeter des Geldes
Bitcoin eröffnet erstmals die Möglichkeit, eine digitale monetäre Einheit mit transparenten und im Protokoll festgelegten Knappheitsregeln zu verwenden. Jeder kann anhand der öffentlich einsehbaren Blockchain überprüfen, welche Transaktionen stattgefunden haben und wie viele Bitcoin bislang durch das Mining erzeugt wurden.
Die maximale Geldmenge ist nach den gegenwärtigen Konsensregeln auf knapp 21 Millionen Bitcoin begrenzt. Die Ausgabe neuer Einheiten folgt einem vorhersehbaren Zeitplan. Ungefähr alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Blocksubvention, bis die Ausgabe neuer Bitcoin voraussichtlich um das Jahr 2140 weitgehend abgeschlossen sein wird.
Diese Obergrenze ist keine Naturkonstante wie die Lichtgeschwindigkeit. Sie ist eine Software- und Konsensregel, die theoretisch geändert werden könnte. Eine Aufweichung der Begrenzung würde jedoch die Zustimmung wesentlicher Teile des Netzwerks erfordern und gerade jene Eigenschaft beschädigen, aus der Bitcoin einen großen Teil seines Wertes bezieht. Ökonomisch erzeugt dies einen starken Anreiz, die Knappheitsregel beizubehalten.
Warum Gold allein nicht ausreicht
Gold besitzt viele Eigenschaften eines langfristigen Wertspeichers: Es ist knapp, haltbar, international handelbar und kann nicht beliebig durch eine Zentralbank geschaffen werden. Seine weltweit vorhandene Menge lässt sich jedoch nur schätzen. Auch zukünftige Fördermengen, neue Lagerstätten, Recyclingquoten und technologische Fortschritte im Bergbau sind nicht exakt vorhersehbar.
Bei Bitcoin sind Bestand und Neuschöpfung wesentlich transparenter. Ein vollständiger Bitcoin-Knoten kann die Einhaltung der Regeln selbstständig überprüfen. Vertrauen in eine Zentralbank, Regierung, Mine, Depotbank oder Statistikbehörde ist dafür grundsätzlich nicht erforderlich.
Gold bleibt dennoch ein bewährter Sachwert und Bitcoin ein vergleichsweise junges, technologisches Geldsystem. Beide können sich im Vermögensschutz ergänzen. Gold bietet jahrtausendelange Akzeptanz und geringe technologische Abhängigkeit; Bitcoin bietet globale Übertragbarkeit, Teilbarkeit, überprüfbare Knappheit und die Möglichkeit zur eigenverantwortlichen Verwahrung.
So nutzen Sie Bitcoin als persönlichen Vergleichsmaßstab
Sie müssen Ihre Rechnungen nicht in Bitcoin bezahlen, um Bitcoin als monetäres Eichmaß zu verwenden. Beginnen Sie damit, die Entwicklung Ihres Vermögens nicht nur in Euro, sondern zusätzlich in Schweizer Franken, Gold und Bitcoin zu beobachten. Dadurch erkennen Sie, ob Ihr Vermögen lediglich nominal wächst oder auch gegenüber knappen Alternativen an Wert gewinnt.
Berechnen Sie beispielsweise einmal jährlich, wie viele Gramm Gold und wie viele Bitcoin beziehungsweise Satoshis Ihrem liquiden Nettovermögen entsprechen. Steigt Ihr Vermögen in Euro, fällt aber gleichzeitig deutlich in Gold- und Bitcoin-Einheiten, ist Ihr realer Vermögensfortschritt möglicherweise geringer, als Ihnen der Euro-Kontostand vermittelt.
Bitcoin eignet sich dabei nicht als alleiniger Maßstab für kurzfristige Kaufkraft. Aufgrund seiner erheblichen Kursschwankungen kann sein Preis innerhalb weniger Monate stark steigen oder fallen. Aussagekräftiger ist eine langfristige Betrachtung über mehrere Jahre und verschiedene Währungs- und Sachwertmaßstäbe hinweg.
Knappheit schützt nicht vor Kursverlusten
Die Begrenzung auf knapp 21 Millionen Einheiten garantiert weder einen steigenden Preis noch den dauerhaften Erfolg von Bitcoin. Knappheit erzeugt nur dann einen Wert, wenn dauerhaft Nachfrage besteht. Technologische Risiken, politische Eingriffe, regulatorische Beschränkungen, Fehler bei der Verwahrung und gesellschaftliche Akzeptanz bleiben wichtige Risikofaktoren.
Auch die Transparenz der Blockchain schützt Sie nicht vor eigenen Fehlern. Wer seine Zugangsdaten verliert, auf Betrüger hereinfällt oder Bitcoin an eine falsche Adresse überträgt, kann regelmäßig keine Bank und keine zentrale Stelle um Rückabwicklung bitten. Eigenverantwortung ist bei Bitcoin keine Werbefloskel, sondern eine praktische Voraussetzung.
Investieren Sie deshalb nicht unvorbereitet. Kaufen Sie schrittweise, vermeiden Sie eine kreditfinanzierte Spekulation und begrenzen Sie den Bitcoin-Anteil auf eine Größenordnung, bei der Sie auch starke zwischenzeitliche Kursverluste finanziell und emotional aushalten können. Für größere Bestände sollten Sie ein nachvollziehbares Verwahrungs-, Sicherungs- und Nachlasskonzept entwickeln.
Mein Fazit: Bitcoin als Kapitalschutz-Investment
Bitcoin ist kein amtlich geeichtes Geld und keine wissenschaftliche Maßeinheit. Er besitzt jedoch Eigenschaften, die ihn zu einem neuartigen monetären Referenzwert machen: transparente Knappheit, vorhersehbare Ausgabe, globale Handelbarkeit, hohe Teilbarkeit und eine von einzelnen Staaten unabhängige Überprüfbarkeit.
Damit hat Bitcoin das Potenzial, zu einer Art „Urmeter des Geldes“ zu werden. Nicht weil alle Preise künftig zwingend in Bitcoin ausgewiesen werden, sondern weil sich Fiat-Währungen erstmals an einem digitalen Gut messen lassen, dessen Geldmenge nicht laufend an politische Bedürfnisse angepasst werden kann.
Für mich liegt darin ein stärkeres langfristiges Argument als in kurzfristigen Kursprognosen, Bitcoin-ETFs oder einzelnen technischen Neuerungen. Richtig dosiert und sicher verwahrt ist Bitcoin deshalb kein Ersatz für jede andere Vermögensanlage – aber ein sinnvoller Baustein für monetäre Unabhängigkeit und Kapitalschutz.
Mein Fazit: Bitcoin ist ein Kapitalschutz-Investment!
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Das stärkste Bargeld!
(11.12.24) Bargeld spielt trotz der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs weiterhin eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem. Besonders in Regionen mit instabilen Währungen oder begrenztem Zugang zu digitalen Zahlungsmöglichkeiten bleibt Bargeld unverzichtbar. Doch nicht alle Geldscheine sind gleich – einige Banknoten stechen durch ihren hohen Nennwert hervor, sei es aus praktischen, kulturellen oder historischen Gründen.
Hochwertbanknoten, also Geldscheine mit einem besonders hohen Nennwert, erfüllen spezielle Funktionen. Sie werden häufig für große Bargeldtransaktionen genutzt, insbesondere in Ländern, in denen der Zahlungsverkehr durch hohe Summen in physischer Form abgewickelt wird. Gleichzeitig stehen diese Banknoten oft im Fokus von Diskussionen über Geldwäsche und Steuerhinterziehung, weshalb einige Länder die Ausgabe solcher Scheine reduziert oder eingestellt haben.
Die größten Banknoten der Welt spiegeln nicht nur den wirtschaftlichen Kontext ihrer Herkunftsländer wider, sondern auch die globalen Trends in der Bargeldnutzung. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist der 500-Euro-Schein, der seit 2019 nicht mehr neu ausgegeben wird, aber weiterhin als Zahlungsmittel gültig bleibt. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in Singapur umgesetzt, wo der 10.000-Dollar-Schein mittlerweile außer Umlauf ist. Auch Kanada geht diesen Weg.
Neue Bargeldobergrenze und digitale Währungen: Entwicklungen in der EU
Die Europäische Union hat im Mai 2024 eine einheitliche Bargeldobergrenze von 10.000 Euro für Zahlungen beschlossen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Diese Regelung tritt voraussichtlich im Sommer 2027 in Kraft, drei Jahre nach ihrem Inkrafttreten. Zusätzlich plant die EU die Einrichtung der "Anti-Money Laundering Authority" (AMLA) in Frankfurt, die ab Mitte 2025 den Betrieb aufnehmen soll, um die Einhaltung der neuen Vorschriften zu überwachen.
Parallel zu diesen Entwicklungen gewinnen Stablecoins immer stärker an Bedeutung. Dahinter stehen blockchainbasierte Kryptowährungen, die an gesetzliche Landeswährungen gekoppelt sind. Als nächste Evolutionsstufe nach den privatwirtschaftlichen Stablecoins werden staatliche Kryptowährungen folgen, die sogenannten Central Bank Digital Currencies (CBDCs). Mit dieser hochinteressanten Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Kapitalschutz-Podcast, den Sie auf unserem YouTube-Kanal finden.
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Datenbanken statt Bankensterben!
(08.09.24) Das Bankensterben ist ein Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Traditionelle Banken stehen vor großen Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung, den Aufstieg von FinTech-Unternehmen und das veränderte Kundenverhalten. Immer mehr Menschen bevorzugen digitale Angebote für ihre Bankgeschäfte, was den Druck auf klassische Filialbanken erheblich erhöht. Auch die Anzahl der Geldautomaten befindet sich auf dem Rückzug.
Gleichzeitig belasten wirtschaftliche Unsicherheiten, wie rückläufige Margen im Zinsgeschäft und die wachsende Konkurrenz durch Online-Banken, die Branche. Viele Institute müssen Filialen schließen oder fusionieren, um Kosten zu sparen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Besonders kleinere und regional verwurzelte Banken geraten zunehmend unter Druck und verschwinden teils ganz vom Markt.
Künstliche Intelligenz (KI) wird das Bankwesen der Zukunft grundlegend verändern
Automatisierte Prozesse und personalisierte Finanzdienstleistungen steigern die Effizienz und senken die Kosten. Zudem ermöglicht KI durch Echtzeit-Datenanalysen ein verbessertes Risikomanagement, was zu besseren Entscheidungen bei Kreditvergaben und Investitionen führt. Doch der Wandel in der Bankenlandschaft birgt nicht nur Risiken, sondern auch große Chancen für Innovation. Bankfilialen und Geldautomaten werden zunehmend durch mobile Apps ersetzt werden, die den Kunden mehr Flexibilität und Komfort bieten und für Banken gleichzeitig kostengünstiger sind.
Die Zukunft des Bankensektors wird entscheidend davon abhängen, wie gut sich die Institute auf diese neuen Entwicklungen einstellen und Innovationen integrieren. Besonders spannend ist die Rolle der Blockchain-Technologie. Banken, die frühzeitig auf Blockchain setzen und Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum in ihre Geschäftsmodelle integrieren, werden zu den Gewinnern dieses tiefgreifenden Transformationsprozesses zählen. Unser Geld, Vermögenswerte und sogar Kredite stehen nicht nur vor der vollständigen Digitalisierung, sondern zunehmend auch vor der Tokenisierung. Mehr dazu in meinem aktuellen Podcast von "Millers-Kryptowoche" auf unserem YouTube-Channel.
Der Blick auf das Sterben der Bankfilialen
Der deutsche Bankenmarkt ist der größte in Europa und beherbergt etwa so viele Banken wie Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zusammen. Doch die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Durch neue digitale Technologien und den Aufstieg junger Fintech-Unternehmen gibt es zunehmend mehr Onlineangebote, was sich auf die Anzahl der Bankfilialen in Deutschland auswirkt. Laut einer Statista-Infografik auf Basis von Daten der Bundesbank gab es 2013 noch über 36.000 Filialen, doch bis 2023 sank diese Zahl auf nur noch 19.501. Auch die Anzahl der Kreditinstitute schrumpft: Waren es 2013 noch rund 2.000 Banken, so sind es zehn Jahre später nur noch etwas mehr als 1.400.
Öffentlich-rechtliche Institute, wie die Sparkassen und Landesbanken, zählen gemessen am Geschäftsvolumen zu den bedeutendsten Bankengruppen Deutschlands. Sie befinden sich ganz oder größtenteils im Besitz der öffentlichen Hand. Nach der Bilanzsumme ist die Deutsche Bank das größte Kreditinstitut des Landes und gehört zur Gruppe der privaten Geschäfts- bzw. Kreditbanken. Im Jahr 2021 wies die Deutsche Bank eine Bilanzsumme von rund 1,51 Billionen US-Dollar auf und zählte damit zu den 25 führenden Banken weltweit.

Wer braucht noch eine Bankfiliale?
Vor einem Jahrzehnt gab es in Deutschland noch über 36.000 Bankfilialen. Im vergangenen Jahr waren davon nur noch 19.501 übrig, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Mehrheit der Verbraucher ihre Bankgeschäfte inzwischen online oder über mobile Apps erledigt.
Laut Statista Consumer Insights gaben zuletzt lediglich 32 Prozent der befragten Erwachsenen in Deutschland an, Bankgeschäfte wie Überweisungen in einer Filiale zu erledigen. Selbst in Italien, wo der Anteil der Filialnutzer am höchsten ist, liegt er bei weniger als 50 Prozent. In den Niederlanden hingegen besuchen nur noch sechs Prozent der Befragten eine Bankfiliale, was sich auch in der dort niedrigen Bankendichte widerspiegelt.

Deutsche forcieren Online- und Mobile Banking!
Online-Banking ist eine Form des Bankgeschäfts, bei der Kunden über das Internet auf ihre Bankkonten zugreifen und verschiedene Finanztransaktionen durchführen können. Dazu gehören das Überprüfen des Kontostands, Überweisungen, Daueraufträge, das Verwalten von Einlagen und das Durchführen von Investitionen, ohne eine physische Bankfiliale aufsuchen zu müssen.
Mobile Banking ist eine spezielle Form des Online-Bankings, die über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets durchgeführt wird. Es bietet ähnliche Funktionen wie das Online-Banking, jedoch in einer für mobile Endgeräte optimierten Benutzeroberfläche. Mobile Banking ermöglicht es den Nutzern, ihre Bankgeschäfte jederzeit und von überall aus zu erledigen, was Flexibilität und Bequemlichkeit erhöht.
Der Trend zum Online-Banking ist ungebrochen!
Die Zahl der Menschen in Deutschland, die ihre Bankgeschäfte auch über Online- und Mobile-Banking abwickeln, nimmt seit Jahren stetig zu. Laut einer Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken nutzen inzwischen 84 % diese digitalen Dienste. Im Jahr 2018 traf dies lediglich auf die Hälfte der Befragten zu. Besonders stark ist der Anstieg in den letzten Jahren bei den über 60-Jährigen: Während 2018 nur 23 % dieser Altersgruppe Online- oder Mobile-Banking nutzten, sind es 2024 bereits 72 %.
Nach Angaben des Bankenverbands gehören Kontostandabfragen und Überweisungen zu den am häufigsten genutzten Online-Bankdienstleistungen. 82 beziehungsweise 78 % der Befragten geben an, diese Funktionen „oft“ oder „sehr oft“ zu nutzen. Aktien- und Wertpapiergeschäfte werden immerhin von 21 % der Befragten (sehr) oft und von weiteren 27 % gelegentlich online durchgeführt.
Der Großteil der Deutschen empfindet Online-Banking laut Bankenverband als sicher. Das Vertrauen in die Sicherheit des Verfahrens hat im Vergleich zu 2022 weiter zugenommen. Mittlerweile sind 81 % der Befragten der Meinung, dass Online-Banking „sicher“ (59 %) oder „sehr sicher“ (22 %) ist.

Meine Empfehlung: Setzen Sie auf die Geldsysteme der Zukunft!
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft, Wirtschaft und unseres Geldes sind bereits seit vielen Jahren wesentliche Themenfelder meiner regelmäßigen Rubrik „Geldsysteme der Zukunft“, im Rahmen meines Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz vertraulich“. Dabei zeige ich Ihnen praxisnahe Mittel und Wege, sowohl für Ihre täglichen Anwendungen, als auch für Ihre gezielten Investments in die Digitalisierung unseres Geld- und Bankensystems.
Banken sind Datenbanken!
im Mai 2024 wurde die Studie „Zukunft Daten – Wenn die Bank wüsste, was die Bank weiß“ von Cofinpro in Zusammenarbeit mit der VÖB-Service GmbH, einer Tochtergesellschaft des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), durchgeführt. 401 Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche nahmen an der Umfrage teil. Die nachfolgenden, hochinteressanten Ergebnisse wurden Anfang September 2024 veröffentlicht.
Digitalisierungskompetenz der Banken nimmt zu – Datenstrategie fehlt
Kreditinstitute entwickeln zunehmend ihre Fähigkeiten im Umgang mit Daten weiter. Bereits 40 Prozent der Banken geben an, das Potenzial ihrer Daten gut bis sehr gut auszuschöpfen – eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 21 Prozent waren. Diese Umfrageergebnisse bestätigen den langfristigen Trend hin zu mehr Digitalisierungskompetenz. Dennoch fehlt es vielen Instituten weiterhin an einer umfassenden, übergeordneten Datenstrategie.
Das Thema Daten ist im Finanzalltag angekommen. 96 Prozent der befragten Bankexperten bestätigen, dass Daten in ihrem Unternehmen eine hohe Priorität genießen. Allerdings schöpfen erst 40 Prozent der Institute ihr Datenpotenzial gut bis sehr gut aus. Der Trend sei zwar positiv, doch es gebe noch Potenzial nach oben. Die Relevanz ist erkannt, jetzt muss das Potenzial breiter ausgeschöpft werden, so eine wesentliche Forderung der Cofinpro-Analysten.
Eine umfassende, unternehmensweite Datenstrategie ist jedoch nur bei wenigen Instituten verankert. Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, dass eine konsequente Datennutzung durch das Management als eines der obersten Unternehmensziele verfolgt wird. Lediglich 14 Prozent der Teilnehmer stimmten der Aussage zu, dass ihre Daten konsequent im Vertrieb genutzt werden.
Technische Herausforderungen bremsen die Banken
Auf die Frage nach den größten Herausforderungen nannten 58 Prozent der Befragten ungeeignete Systeme oder Schwierigkeiten bei der Integration bestehender Systeme. Zudem sind fehlende personelle Ressourcen (50 Prozent) und die Priorisierung anderer Themen (45 Prozent) weitere Hürden, die eine volle Ausschöpfung des Datenpotenzials verhindern. In Bezug auf finanzielle Ressourcen und Datenverfügbarkeit sind die Banken gut aufgestellt. Dies deutet darauf hin, dass die Herausforderungen mit einer zielgerichteten Datenstrategie bewältigt werden können.
Die Qualität der Daten stellt ein weiteres Problem dar. 59 Prozent der Befragten bemängelten, dass trotz der Vielzahl gesammelter Daten entscheidende Informationen fehlen. 54 Prozent bewerteten die Datenqualität als unzureichend. Darüber hinaus sehen 65 Prozent der Befragten regulatorische Vorgaben als zu restriktiv an. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Banken auf dem richtigen Weg sind. Es fehlt jedoch noch an der vollständigen Integration der Datenstrategie in die gesamte Unternehmensstrategie. Besonders in der Produktentwicklung und -optimierung wird das Potenzial noch nicht vollständig genutzt: Nur 57 Prozent der Banken verfolgen hier eine klare Datenstrategie, obwohl gerade in diesem Bereich hohe Wertschöpfungspotenziale liegen.
Mein Fazit: Daten sind die Währungen und Datenbanken die Goldminen des 21. Jahrhunderts!
Daten sind wertvolle Währungen und gleichzeitig die Goldminen des 21. Jahrhunderts. Die Zukunft des Bankensektors wird entscheidend davon abhängen, wie gut sich die Institute auf diese neuen Entwicklungen einstellen, ihre Datenschätze heben und Innovationen integrieren. Besonders spannend ist die Rolle der Blockchain-Technologie. Banken, die frühzeitig auf Blockchain setzen und Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum in ihre Geschäftsmodelle integrieren, werden zu den Gewinnern dieses tiefgreifenden Transformationsprozesses zählen.
Unser Geld, Vermögenswerte und sogar Kredite stehen nicht nur vor der vollständigen Digitalisierung, sondern zunehmend auch vor der Tokenisierung. Im Rahmen von „Kapitalschutz vertraulich“ befasse ich mich bereits seit Jahren in meiner Rubrik „Geldsystem der Zukunft“ mit diesen Zukunftstrends. Ebenso im Rahmen meines Themen-Portals: KRYPTO-X.BIZ
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Sicheres Geld aus Arabien!
(12.02.23) In meiner Januar-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ bin ich auf die Rekordinflation bei staatlichen Kontoabrufen eingegangen. Seit 2017 haben Finanzämter einen direkten Zugriff auf Kontodaten bei Banken in Deutschland. Dieser gravierende Vorgang ist eine Erweiterung des sogenannten Kontenscreenings, das bereits vor rund 15 Jahren als staatliche Überwachungsmaßnahme geschaffen wurde, um gezielte, heimliche Kontenabrufe durch eine Vielzahl von Behörden zu ermöglichen.
Deutsche Banken müssen seither auch die Steuer-ID des Kontoinhabers in eine vernetzte Datenbank eintragen. Der Staat weitet mittlerweile seine Überwachungsmaßnahmen weit über Banken hinaus aus. Seit dem 01.01.2023 sind Betreiber digitaler Plattformen dazu verpflichtet, dem Bundeszentralamt für Steuern regelmäßig Daten über ihre Kunden zu melden.
Amazon, eBay oder Airbnb werden zum Handlanger des Staates!
Grundlage für diese Meldepflicht und den damit verbundenen automatischen Austausch von Informationen meldender Plattformbetreiber in Steuersachen ist das Plattformen-Steuertransparenzgesetz PStTG. Hiervon betroffen sind zum Beispiel Dienstleister wie Amazon, eBay, oder Airbnb. Diese ermöglichen es, dass dritte Anbieter als Kunden über ihre Plattformen Waren verkaufen oder Ferienunterkünfte zur Miete anbieten.
Auch Umsätze kleinerer Händler oder Dienstleister müssen gemeldet werden. Die Freigrenzen sind äußerst niedrig: Nur wenn einzelne Anbieter von Waren oder Dienstleistungen weniger als 30 Transaktionen mit einem Gesamtvergütungsvolumen von weniger als 2.000 Euro erzielen, kann auf die Meldung dieser einzelnen Kunden seitens der Plattformbetreiber verzichtet werden. Die gemeldeten Daten werden vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) an die zuständigen Finanzämter weitergegeben.
Digitale Selbstverteidigung: Nehmen Sie das Heft des Handelns selbst in die Hand!
Die staatlichen Überwachungsmaßnahmen werden immer stärker ausgeweitet und untereinander vernetzt. Der Staat schafft mit dem PStTG ein weiteres Bürokratiemonster, das einen enormen Aufwand mit hohen Kosten für kleinere Plattformbetreiber mit sich bringt. Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich nicht auf die längst nicht mehr vorhandenen Schutzfunktionen des Staates verlassen, sondern das Heft des Handelns auch im Bereich „Datenschutz und Privatsphäre“ selbst in die Hand nehmen.
3.744 Euro neue Schulden pro Sekunde!

Die Ausweitung der staatlichen Überwachungsmaßnahmen verfolgen das Ziel, das Steueraufkommen zu erhöhen. Das ist mit Blick auf die Staatsschuldenuhr 2023 (Bild) auch dringend erforderlich. Die Staatsverschuldung in Deutschland wird sich dieses Jahr um schätzungsweise 118 Milliarden Euro erhöhen – 107 Milliarden Euro auf Bundesebene, 9 Milliarden bei den Ländern und 2 Milliarden auf Kommunalebene. Das entspricht einem sekündlichen Schuldenzuwachs von 3.744 Euro auf der Schuldenuhr Deutschlands, die der Bund der Steuerzahler (BdSt) Mitte Januar umgestellt hat.
Rund 90% des Schuldenzuwachses verantwortet allein der Bund: Er wird mit 107 Milliarden Euro Netto-Neuverschuldung beim Schuldenuhr-Tempo 2023 berücksichtigt. Konkret: Neben der – im Bundeshaushalt ausgewiesenen – Netto-Kreditaufnahme in Höhe von 45,6 Milliarden Euro im Rahmen der Regel-Schuldenbremse berücksichtigt der BdSt weitere Kreditaufnahmen des Bundes, die nicht unmittelbar aus dem Haushaltsplan ersichtlich sind.
Dazu gehören Kreditmittel zur Finanzierung der Rücklagen-Entnahme oder zur Finanzierung verschiedener Sondervermögen – zum Beispiel des Klima- und Transformationsfonds und des Bundeswehr-Sondervermögens. Diese ausgelagerten Haushalte verfügen teilweise sogar über eigene Kreditermächtigungen – unabhängig vom Bundeshaushalt – und werden die Staatsverschuldung kräftig weiter steigen lassen. Aufgrund der gestiegenen Zinsen werden sich die Zinslasten für den Bund und für die 16 Länder gegenüber 2021 mehr als vervierfachen. Isoliert betrachtet steigen die Belastungen durch Zinsen für den Bund um den Faktor 11!
Staat und Länder betreiben gefährliche Bilanzkosmetik: Schulden werden zu Sondervermögen!
Nicht nur der Bund, sondern auch viele Bundesländer verschleiern das tatsächliche Ausmaß ihrer Verschuldung, zum Beispiel durch die Gründung von schuldenfinanzierten Fonds zur Transformation der Wirtschaft, zur Entschuldung von Kommunen oder zur Bewältigung der Klima- und Energiekrise. Die dubiose Kreativität zur Umgehung der Schuldenbremse nimmt immer neue Ausmaße an.
Wladimir Putin bezeichnet seinen Angriffskrieg verharmlosend als Sonderoperation. Das ist verwerflich und dieser inakzeptable Sprachgebrauch wird zu Recht kritisiert. Aber auch hierzulande sollten wir kritisch auf die Verwendung von Begriffen unserer - eigentlich sehr klaren - deutschen Sprache blicken.
Mein Fazit: Schuldentöpfe als Sondervermögen zu deklarieren ist eine Farce gegenüber Bürgern und Steuerzahlern!
Euro-Alternativen: Sicheres Geld aus Arabien!

Staaten besitzen ein Währungsmonopol und können auf dieser Grundlage in ihrem eigenen Hoheitsgebiet gesetzliche Zahlungsmittel einführen. Der Wert der Währung eines Landes ist hierfür ein Indikator und Spiegelbild des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Status quo. Zentralbanken steuern dazu die Höhe der Zinsen und die Geldmengen. Durch die Zinspolitik legen sie die Grundlage dafür, dass die Geschäftsbanken neues Giralgeld schöpfen und Papiergeld in Umlauf bringen, basierend auf Schulden.
Vor diesem Hintergrund widme ich mich in meiner aktuellen März-Ausgabe von "Kapitalschutz vertraulich" einem ebenso attraktiven wie polarisierenden Themenbereich, dem alternativen Finanzsystem des „Islamic Banking“. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass ich mich in meinen Ausführungen und Empfehlungen rein von rationalen Aspekten leiten lasse. Nicht von politischen, ideologischen oder gar religiösen Sichtweisen. Es ist eine Tatsache, dass das islamische Wirtschaftssystem von der US-Immobilienkrise des Jahres 2008 und der anschließenden Weltfinanzkrise kaum betroffen war. Schon allein deshalb ist es interessant.
Das Zinsverbot unterscheidet die westliche und islamische Finanzwelt
Der Grund dieser Krisenresistenz liegt im Verbot spekulativer Anlageformen für islamische Finanzinstitute, die aufgrund der Vorgaben des „Islamic Banking“ rein in die reale Wirtschaft investieren dürfen. Auch im alten und neuen Testament der Bibel ist im Übrigen ein Zinsverbot beschrieben, das über lange Zeit auch im Christentum seine Wirkung entfaltete, im Laufe der Jahrhunderte allerdings immer weiter abgeschwächt und am Ende aufgehoben wurde.
Heute stellt das im Koran festgeschriebene Zinsverbot das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen der westlichen und der islamischen Finanzwelt dar. In der islamischen Lehre wird der Zins als ein wirtschaftliches Übel betrachtet, der einen nachteiligen Einfluss auf das Wirtschafts- und Sozialleben der gesamten Gesellschaft ausübt.
Nicht nur muslimische Glaubensführer und Gelehrte vertreten die Sichtweise, dass Zinssysteme mit zahlreichen Mängeln behaftet sind. Schon Aristoteles bezeichnete den Zins als widernatürlich. Auch zahlreiche westliche Wirtschaftsexperten bewerten unser zinsbasiertes Geldwesen als Ursache für die großen Probleme in der Welt. Große Ökonomen des zwanzigsten Jahrhunderts wie John Maynard Keynes oder Friedrich August von Hayek zeigten in fundierten Analysen die mit dem Zins verbundenen Gefahren auf und befürworteten ein Nebeneinander von regionalen Währungssystemen. Deswegen beleuchte ich aktuell vier regionale Fremdwährungen aus der arabischen Welt und die möglichen Vorteile, die sie bieten.
Solide Fremdwährungen optimieren Ihre Euro-Geldreserven
Was regionale Währungssysteme betrifft, so wurde in EU-Europa mit der Einführung des Euros als Gemeinschaftswährung genau das Gegenteil umgesetzt. Länder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen wurden in ein starres Korsett gepresst. Berechtigterweise sorgen sich viele Bürger und Kapitalanleger um die Stabilität des Währungssystems, vor allem mit Blick auf unsere fragile Gemeinschaftswährung, den Euro.
Die auch aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus weiter ausufernden Staatsverschuldungen und das Schreckgespenst der Inflation nähren die Angst vor einem Währungsverfall bis hin zu einer möglichen Währungsreform. Neben Investments in reale Werte wie Aktien, Gold, Silber oder Diamanten sind viele Kapitalanleger deshalb verstärkt auf der Suche nach Euro-Alternativen.
Meine Empfehlung: 4 attraktive Fremdwährungen aus Arabien
Die politische Stabilität, vor allem in Bezug auf die Rechtssicherheit, wird für Sie als Kapitalanleger bei Investments in Auslandswährungen in Zukunft noch stärker zu einem der wichtigsten Entscheidungskriterien werden. Deswegen zählen der Schweizer Franken (CHF), der Kanadische Dollar (CAD) oder die Norwegische Krone (NOK) zu den soliden Auslandswährungen, die ich Ihnen bereits seit Jahren zur Optimierung Ihrer Euro-Goldreserven empfehle.
Darüber hinaus lohnt sich aber auch ein Blick in die an Energierohstoffen so reiche arabische Währungswelt, die über solide Devisen attraktive Diversifikationseffekte mit sich bringt. Ich zeige Ihnen in meiner März-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ 4 attraktive und solide Fremdwährungen aus Arabien!
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Basel 3 wertet Gold auf!
(22.07.2021) Häufig muss ich über Regel- und Gesetzesänderungen sowie neue regulatorische Vorschriften und Gesetze informieren, die nachteilig sind für Sie als Bürger und Kapitalanleger. Deswegen freut es mich stets sehr, wenn ich auch über positive Entwicklungen in diesen Bereichen berichten kann. Das ist heute wieder einmal der Fall, dabei geht es um die sogenannten Vorschriften von Basel 3, die in erster Linie für Banken sehr wichtig sind, infolgedessen aber auch gravierende Auswirkungen für Sie als Bankkunden haben. Basel 3 ist im Bankwesen die Abkürzung für Eigenkapitalvorschriften, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht mit Sitz in Basel im Dezember 2010 veröffentlicht und seither weiter ergänzt wurden. Vorgänger der aktuellen Vorschriften waren somit Basel 1 und Basel 2.
Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision, BCBS) wurde 1974 von den Präsidenten der G10-Notenbanken gegründet. Heute gehören dem Baseler Ausschuss hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden aus 28 Jurisdiktionen an. Deutschland wird von Herrn Prof. Dr. Wuermeling für die Bundesbank und Herrn Röseler für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vertreten. Der Baseler Ausschuss tritt in der Regel bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel zusammen, wo sich auch sein ständiges Sekretariat befindet.
Gold wird den Währungen bewertungstechnisch gleichgestellt
Am 28.06.21 sind die neuen Regelungen zur Hinterlegung von Sicherheiten für europäische Banken in Kraft getreten. Ein sehr interessanter Punkt sind dabei die neuen Bewertungsmaßstäbe für das Edelmetall Gold. Basel 3 legt fest, dass Banken Gold in physischer Form als sogenanntes Null-Risiko-Asset bewerten dürfen. Dadurch wird Gold in Form von Münzen oder Barren von der bisher risikoreichen Anlageklasse 3 in die Anlageklasse 1 aufgewertet. Hier finden sich beispielsweise auch Sorten in Form von Bargeldern oder Devisen, also Fremdwährungen als Buchgeld.
Interessant ist dabei, dass diese Regelung rein auf sogenanntes alloziertes (zugewiesenes) Gold zutrifft, nicht auf Papiergold, das rein auf Zahlungsversprechen basiert und nicht physisch und zugewiesen hinterlegt ist. Bei allozierten Gold wird den Bankkunden ein bestimmter Barren oder eine Münze mit direktem Eigentumsübergang zugewiesen. Aus kosten- und ertragsgründen setzen viele Banken bislang auf nicht zugewiesenes Gold in ihren Handelsaktivitäten. Derartige Geschäfte müssen jetzt zusätzlich zu 85% mit Kernkapital hinterlegt werden, was sehr teuer wird. Deswegen wird physisches Gold zukünftig auch innerhalb des Bankensystem weit stärker gefragt sein.
Mein Fazit: Physisches bzw. alloziertes Gold muss ein Basis-Baustein Ihrer Kapitalschutz-Strategie sein. Ich zeige Ihnen dafür entsprechende Mittel, Wege und Strategien in meinem Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.
Die gesetzliche Rente ist unsicher!
Anlagealternativen wie beispielsweise Gold gewinnen auch deswegen weiter an Bedeutung, weil unsere konventionellen Geld- und Rentensysteme weiter erodieren und vor großen Herausforderungen stehen. Das deutsche Rentensystem gerät beispielsweise zunehmend unter Druck. Derzeit stehen einem Altersrentner rund zwei Beitragszahler gegenüber. Anfang der 1960er Jahre war das Verhältnis noch solider: hier kamen auf einen Altersrentner sechs aktiv versicherte Erwerbspersonen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung.
Laut Quelle ist an dieser Entwicklung bemerkenswert, dass die Zahl der Beitragszahler im Trend kontinuierlich zugenommen hat und es 2019 mit 39,1 Millionen aktiv Versicherten so viele Beitragszahler gab wie nie zuvor. Gleichzeitig ist die Zahl der Rentenempfänger aber noch stärker gewachsen und betrug 2019 rund 18,4 Millionen Altersrentner. Der demografische Wandel ist in Deutschland also in vollem Gang. Gleichzeit muss klar ausgesprochen werden, nicht nur im Hinblick auf die Kaufkraftstabilität: Die gesetzliche Rente ist unsicher!

Das Realzins-Radar zeigt die Realzinsfalle!
Nicht nur die zinsbasierte, gesetzliche Rente kann zur Falle werden, sondern die auch die grundlegende Realzinsentwicklung. Der Wertverlust für deutsche Sparer hat einen neuen Höchststand erreicht: Über 22 Milliarden Euro haben die Spareinlagen der Deutschen im ersten Halbjahr 2021 an Wert verloren: Pro Kopf sind das 269 Euro. Dies ist das Ergebnis des quartalsweise erscheinenden comdirect Realzins-Radars, der gemeinsam mit Barkow Consulting ermittelt wird.
Der comdirect Realzins-Radar wird viermal im Jahr jeweils für das abgelaufene Quartal erhoben. Er untersucht, wie hoch der Wertverlust durch Geldeinlagen ist, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate liegt. Daten für das Volumen und die Zinssätze von Geldanlagen (Tagesgeld, Termin- & Spareinlagen) entstammen dem Credit-Benchmark-Model® von Barkow Consulting.
Die Zinssätze entsprechen dem Durchschnitt des Bestandes. Als Basis werden Rohdaten der Deutschen Bundesbank, von destatis sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) verwendet. Die Realverzinsung errechnet sich aus dem Nominalzins der einzelnen Geldanlagen abzüglich der Inflationsrate. Von der Berücksichtigung einer etwaigen Besteuerung der Zinserträge wird abgesehen. Zur Ermittlung des absoluten Realzinsverlustes bzw. -gewinnes wird der jeweilige Realzinssatz von Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeldern auf die entsprechenden Bestände angewendet.

Realzins im zweiten Quartal mit minus 2,19 Prozent auf historischem Tief
Allein im zweiten Quartal 2021 beträgt der Wertverlust 14,3 Milliarden Euro. Das entspricht pro Bundes-bürger durchschnittlich 173 Euro. Der Grund ist die nach Ende der Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 stark gestiegene Inflationsrate. Im zweiten Quartal lag diese durchschnittlich bei 2,29%. Das ist der höchste Inflationswert seit mehr als zehn Jahren.
Gleichzeitig liegen die Zinssätze für Tages- und Festgelder, Girokonten und Spareinlagen bei 0,10% und damit im Vergleich zu den beiden Vorquartalen unverändert auf historischem Tiefstand. Daraus ergibt sich ein Realzins von minus 2,19%. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2003. Der Realzins ist der Zins nach Abzug der Inflation, also der Zins, den die Sparer unter Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes erzielen.
Seit 2010 haben Deutsche einen Realverlust von mehr als 2.000 Euro erlitten
Schon seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Sparzinsen auf niedrigem Niveau. Die Deutschen versuchen dennoch weiterhin gegen die niedrigen Zinsen anzusparen. Die Pandemie hat die Sparneigung zumindest vorübergehend noch verstärkt. Durch den Kaufkraftverlust schmelzen die Ersparnisse aber dahin, anstatt sich zu vermehren, so das Fazit der comdirect.
Deutlich wird dies insbesondere bei langfristiger Betrachtung: Seit Ende 2010 hat jeder Deutsche im Schnitt 2.019 Euro durch Niedrigzins und Inflation verloren. Dennoch setzen sie weiter auf Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen. Das Volumen dieser Anlagen ist in den vergangenen 12 Monaten sogar um einen neuen Rekordwert gestiegen: Weitere 164 Milliarden Euro haben die Sparer hierzulande auf die hohe Kante gelegt.
Durch eine wahrscheinlich weiter ansteigende Inflationsrate werden Sparer im zweiten Halbjahr sogar noch höhere Verluste erleiden.
Andreas Lipkow, der Marktexperte der Comdirect appelliert daher an die Bundesbürger endlich umzudenken: „Die Zeiten, in denen man über Zinserträge sein Vermögen wachsen lassen konnte, sind lange vorbei. Für den langfristigen Vermögensaufbau führt an Wertpapieren heute kein Weg mehr vorbei.“ So stellten beispielsweise Wertpapiersparpläne auch für Anfänger mit schmalem Budget eine gute Wahl da. Mit monatlichen Sparbeträgen ab 25 Euro lasse sich so über die Zeit ein Vermögen aufbauen.
Fazit: Investieren mit Sachwerten statt sparen mit Geldwerten!
Dieser Einschätzung schließe ich mich uneingeschränkt an. Intelligent in Sachwerte investieren, statt einfach in Geldwerte zu sparen muss weiterhin die Maxime der Stunde sein! Von Edelmetallen wie Gold und Silber bis hin zu Aktien. Ich zeige Ihnen dafür im Rahmen von Kapitalschutz vertraulich wirkungsvolle Mittel und praxisnahe Wege! Von zukunftsfähigen und kostengünstigen ETF-Sparplänen die bereits ab 50 Euro investierbar sind, bis hin zu professionellen Anlagekonzepten und Vermögensverwaltungen im Fürstentum Liechtenstein, die ab 300.000 Euro beginnen. Ebenso bieten Investments in die Digitalisierung große Chancen und reduzieren gleichzeitig auch Risiken, die in unseren konventionellen Systemen liegen.
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Risiko-Barometer: 6 globale Gefahren!
(19.08.20) Spanien und Italien sind früh und hart von der Corona-Pandemie getroffen worden. Die Folgen für die Volkwirtschaft waren gravierend. Der Weg zur wirtschaftlichen Erholung in Spanien und Italien wird trotz Steuerstundungen und Liquiditätsgarantien lang und beschwerlich so eine aktuelle Analyse des Kreditversicherers Coface. Die Coface-Analysten prognostizieren für Spanien einen Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 12,8 Prozent und für Italien um 13,6 Prozent. Die Unternehmensinsolvenzen werden in Spanien bis 2021 voraussichtlich um 22 Prozent und in Italien um 37 Prozent gegenüber 2019 zunehmen.
Für 2021 erwartet Coface, dass das BIP Spaniens und Italiens um 10,2 Prozent bzw. 8,9 Prozent steigen wird, so dass die Volkswirtschaften dann noch 3,9 Prozent bzw. 5,9 Prozent unter dem Niveau von 2019 bleiben werden. Die aktuelle Finanzlage der Unternehmen in Spanien und Italien ist gesünder als am Vorabend der globalen Finanzkrise von 2008. Seitdem ist es den spanischen Unternehmen gelungen, ihre Schulden um 20 Prozentpunkte deutlich zu reduzieren und im dritten Quartal 2019 auf eine Quote von 37 Prozent ihres Vermögens zu drücken.
50 Prozent Verschuldungsquote bei Unternehmen in Italien
Auch italienische Unternehmen haben ihre finanzielle Situation seit dem 59-Prozent-Höchststand im 4. Quartal 2011 verbessert, wenn auch in geringerem Maße. Mit einer Verschuldungsquote von 50 Prozent sind die Unternehmen in Italien nun die am höchsten verschuldeten unter den großen europäischen Volkswirtschaften. Coface geht davon aus, dass die Anfälligkeit der Unternehmen je nach Sektor und Größe unterschiedlich sein wird, nicht nur in Bezug auf die Intensität der Schocks, sondern auch angesichts der Fragilität ihrer Bilanzen.
Die großen Automobilhersteller könnten aufgrund ihrer Gewohnheit, wenig Liquidität zu halten, in noch größere Schwierigkeiten geraten: Ende 2018 betrugen die Barreserven in Prozent des Umsatzes nur 2,7 Prozent in Italien und 0,5 Prozent in Spanien. Auch der Einzelhandel und das Baugewerbe beider Länder sind, wie auch die kleinen Textilhersteller Italiens, aufgrund ihrer hohen Verschuldung und der voraussichtlich niedrigen Zinsdeckungsrate besonders anfällig.
Land unter in Italien und Spanien
Ohne weitere Hilfen der Europäischen Union sieht es für die großen Volkswirtschaften in Italien und Spanien mehr als düster aus. Frei nach Hilmer Kopper, dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank, erscheinen die Probleme in Griechenland vor diesen Entwicklungen fast schon wie Peanuts. Durch die Corona-Krise haben zahlreiche Länder weltweit neue Schulden aufgenommen.
Eine aktuelle Auswertung von Credit Suisse auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt, wie sich die Verschuldung der Staaten im Verhältnis zum BIP entwickelt hat. Besonders Italien und die USA haben durch die Pandemie hohe neue Schulden aufgenommen. In Deutschland hält sich die Staatsverschuldung durch Corona dagegen noch in Grenzen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Bürger und Steuerzahler Deutschlands - über die EU- und Euro-Systeme - längst für Italien und Spanien bürgen und mithaften!

Achtung Systemdefekt: Stabilitätsfaktoren außer Kraft!
Mit der Verabschiedung des EU-Maßnahmenpaketes in Höhe von 1,8 Billionen Euro zur Linderung der dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie, nimmt die EU erstmals in ihrer Geschichte gemeinschaftlich Kredite auf. Einer der wesentlichsten Bestandteile der Stabilitätsbedingungen in den Verträgen von Maastricht ist damit - erneut - gebrochen: nämlich, dass kein EU-Staat für die Schulden anderer Länder haftet. Fatal ist: Die Belastungen Deutschlands sind am höchsten, obwohl die Bürger bereits die höchsten Steuern und fast die geringsten Rentenniveaus und Durchschnittsvermögen in der gesamten EU haben.
Darüber hinaus sind weitere Stabilitätsfaktoren mittlerweile außer Kraft gesetzt. Im Zusammenhang mit den Rettungsmaßnahmen für Griechenland wurden - sinnvollerweise - einschneidende Strukturreformen von Griechenland eingefordert, damit die Hilfsgelder nicht einfach wieder im ineffizienten System Griechenlands versickern. Jetzt fließen die EU-Hilfsgelder ohne große Forderungen oder gar Bedingungen für Reformen an Problemstaaten wie Italien, Spanien und Frankreich. Ein Beispiel für die Europäische Union der Ungleichheit zeigt der Blick auf die Lebensarbeitszeiten der Bürger.
Arbeitsleben: Massive Diskrepanz zwischen Deutschland, Italien und Spanien
Laut einer Prognose von Eurostat liegt die durchschnittliche Dauer des Berufslebens in der EU bei 35,2 Jahren. Die Vorhersage basiert dabei auf der Population von Erwachsenen, die 2019 fünfzehn oder älter waren. Die Zahlen rangieren innerhalb der Europäischen Union zwischen 32 Jahren in Italien und 42 Jahren in Schweden. In Deutschland erwarten eine Person schätzungsweise 39 Jahre auf dem europäischen Arbeitsmarkt.
Im Schnitt arbeiten die Einwohner der EU etwa 3,6 Jahre länger als sie es vor 20 Jahren taten. Den höchsten Anstieg seit 2000 verzeichnet der Inselstaat Malta – das Berufsleben dauert für die Malteser durchschnittlich 7,6 Jahre länger als zuvor. Auch zu Staaten außerhalb der EU hat Eurostat Daten erhoben. In der Türkei ist das Arbeitsleben mit 29,3 Jahren vergleichsweise kurz, in Island hingegen mit 45,8 Jahren von allen Ländern am längsten.

Fazit: Die Leidtragenden der strukturellen Systemdefekte von EU und Euro sind am Ende die Bürger und Steuerzahler der - isoliert betrachtet - solide wirtschaftenden Länder wie Deutschland.
Risiko-Weltkarte: Das Ende der sicheren Blue-Chip-Länder!
COVID 19 hat zwar andere Risiken aus den Schlagzeilen verdrängt, diese sind aber nicht verschwunden. Vielmehr wirkt die Pandemie in vieler Hinsicht als Brandbeschleuniger, der vorhandene Risiken verstärkt. Das zeigt die aktuelle Ausgabe der Aon Risk Maps. Diese Übersichten werden seit mehr als zwei Jahrzehnten von dem Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon gemeinsam mit den internationalen Experten der Risk Advisory Group und Continuum Economics zusammengestellt.

In diesem Jahr sehen die Experten wachsende Gefahren vor allem in sechs Bereichen:
+ Rechtsextremer Terror
+ Angriffe mit Drohnen auf den Flugverkehr
+ Unruhen
+ Sanktionen
+ Enteignungen
+ Währungsschwankungen
Das Risiko von Unruhen steigt auch in entwickelten Volkswirtschaften massiv an
Viele dieser Risiken betreffen dabei entwickelte Industriestaaten wie Drittweltländer gleichermaßen. Die Autoren der Risk Maps erwarten zum Beispiel, dass drei von fünf entwickelten Volkswirtschaften mit Streiks und zivilen Unruhen konfrontiert sein werden. Nach Einschätzung der Experten wird COVID-19 diese Gefahr als Brennglas-Effekt noch verstärken, dabei werde keines von den genannten Risiken verschont. Unter anderem wird vermutet, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China durch Corona einen globalen Kollaps verursachen könnte.
Instabile Länder können Brandherde werden und auf derzeit noch sichere Staaten übergreifen
Ohnehin instabile Länder könnten Brandherde für neue Konflikte und Unruhen werden. Durch Rechtsterrorismus hervorgerufene Risiken sind nach Meinung der Experten besonders für die USA und Deutschland relevant. Es gibt keine sicheren Blue-Chip-Länder mehr. Nicht nur die COVID-19-Pandemie verändert die globale Risikolandschaft massiv.
Die Risk Maps 2020 zeigen, dass als sicher geltende Strukturen grundlegend erschüttert wurden und werden. Unternehmen sind - ebenso wie Bürger und Privatanleger - gut beraten, über maßgeschneiderte Konzepte zur Absicherung nachzudenken. Diese sind am Markt auch verfügbar. Ebenso muss uns bewusst sein: Jedes Risiko ist gleichzeitig eine Chance!
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Wie sicher sind EU-Bankschließfächer?
(15.06.2018) Investments in Gold und Silber stehen nach wie vor auf der Liste des Vorsorge-Pakets zahlreicher Kapitalanleger und Bankkunden. Vollkommen zu Recht. Wie sicher ist mein Bankschließfach? Diese Frage versuchte gerade die Sparkasse Allgäu für ihre Kunden zu beantworten, durch eine Stellungnahme die für mich eine reine „Beschwichtigung“ und Scheinsicherheit gegenüber den offensichtlich besorgten Schließfachkunden der Sparkasse Allgäu darstellt.
Die Sparkasse Allgäu veröffentlichte hierzu folgende Aussagen, die ich Ihnen nachfolgend im Original zitiere:
„Liebe Leserinnen und Leser,
ein Bankschließfach empfiehlt sich für die sichere Aufbewahrung von Wertgegenständen. Edelmetalle, Schmuck, Bargeld, Versicherungspolice, Familienstammbuch, Testament oder IT-Backup sind übliche Gegenstände im Banktresor. Nun bat ein Kunde um Klärung, welche Auswirkungen eine angenommene Banken-Insolvenz für sein Bankschließfach und die darin eingelegten Werte bei der Sparkasse Allgäu haben würde.
Turbulenzen Könnte ein Beben am Finanzmarkt mit der Folge einer Bankeninsolvenz Auswirkungen auf den Inhalt meines Bankschließfachs haben? Müssen hier besondere Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden? Die Klärung dieser Fragen lässt den einen oder anderen hoffentlich wieder ruhiger schlafen.
Sicherheit für Ihre eingelegten Werte im Bankschließfach
Der Bankkunde, der ein Schließfach gemietet hat, kann über den Inhalt verfügen, da dieser sein Eigentum ist. Werden im Falle einer Insolvenz die Schalter der betreffenden Bank von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geschlossen, kann es zwar sein, dass der Kunde einen Termin zum Öffnen des Schließfachs vereinbaren muss, um seinen Inhalt zu entnehmen. Die eingelegten Werte im Bankschließfach des Kunden bleiben bei einer Banken-Insolvenz auf jeden Fall unangetastet. Institutssicherung der Sparkasse verhindert Banken-Insolvenz Unabhängig davon gilt Folgendes: Im Bedarfsfall trägt bei uns neben der gesetzlichen Einlagensicherung die freiwillige Institutssicherung der Sparkassen dafür Sorge, die Stabilität eines Instituts der Sparkassen-Finanzgruppe wiederherzustellen und verhindert so den sogenannten „Sicherungsfall“. Damit wird eine Insolvenz vorzeitig abgewendet. Einzelheiten können Sie im Einlagensicherungsgesetz nachlesen.
Die Sparkasse Allgäu ist dem Sicherungssystem der deutschen Sparkassen angeschlossen. Seit der Gründung des Sicherungssystems in den 1970er-Jahren ist es bei keinem Mitgliedsinstitut in der Sparkassen-Finanzgruppe zu einer Leistungsstörung gekommen. Kein Kunde hat Einlagen oder Zinsen verloren und noch nie mussten Einleger entschädigt werden. Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel zur Klärung offener Fragen beitragen.
Ihre Inge Schneider

Qualitätsteam“ (Zitat Ende)
Notfallreserven wie Edelmetalle oder Bargelder aber auch Hardware-Wallets gehören NICHT in EU-Bankschließfächer!
Die zunehmenden Bargeld- und Bargoldeinschränkungen und weitere, gravierende Entwicklungen in der EU aus der jüngeren Vergangenheit – wie beispielsweise die Kontrolle und Sperrung von privaten Schließfächern bei griechischen Banken – zeigen eines deutlich: Edelmetalle, Bargelder, aber auch digitale Vermögensewerte in Form von Hardware-Wallets gehören nicht in Bankschließfächer! Zumindest nicht bei Banken innerhalb der EU-Bankenunion.
Am Tag als in Griechenland die Banken geschlossen wurden, wurde auch der Zugang zu den Schließfächern gesperrt. Führen Sie sich diese Vorgänge der jüngeren Geschichte als Warnung oder zumindest als Sensibilisierung stets vor Augen, wenn Sie euphemistische Beschwichtigungen von Banken lesen, wie am vorliegenden Beispiel der Sparkasse Allgäu.
Vieles ist in der Vergangenheit noch nie passiert, was heute auf einmal doch geschieht. Vom Abstieg des HSV über das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei einer WM-Vorrunde bis hin zur Pleite von Lehman Brothers. Die Vergangenheit war noch nie eine Garantie für die Zukunft, sehr häufig war die Geschichte aber eine Warnung. Deswegen empfehle ich Ihnen, auf bankenunabhängige Schließfach-Anbieter außerhalb des EU-Raumes zu setzen.
Wo die Deutschen ihr Bargeld verstecken
Die Deutschen lieben ihr Bargeld – laut aktuellen Daten der EZB haben sie EU-weit die meisten Scheine und Münzen dabei. Im Durchschnitt heben die Bundesbürger bei jedem Gang zum Bankautomaten 248 Euro ab. Doch wohin damit, wenn die Summe für das Portemonnaie zu groß ist?
Eine aktuelle Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt: Mehr als jeder Dritte bewahrt zuhause größere Mengen Bargeld auf. Der Tresor ist dabei das beliebteste „Versteck“. Aber auch unauffälligere Orte sind beliebt. Allen voran der Briefumschlag, aber auch Kleiderschrank und Bücherregal werden zur Privatbank. Was für Bargeld gilt, gilt häufig auch für Schmuck oder Edelmetalle.

Setzen Sie auf bankenunabhängige Schließfächer und Tresore im Fürstentum Liechtentstein oder in der Schweiz!
Das Netz des automatischen Informationsaustauschs AIA (Grafik) wird im Hinblick auf Ihre persönlichen Bankdaten immer weitreichender und engmaschiger. Gleichzeitig wird die Anonymität von Bargeld zunehmend eingeschränkt, und zwar durch gesetzliche Barzahlungsbegrenzungen in immer mehr EU-Ländern bis hin zu möglichen Bargeldverboten.
Bankschließfächern wahren als einzige das Bankgeheimnis – noch
Inhalte von Bankschließfächern sind bislang noch geheim. Das wird sich aber nach meiner festen Überzeugung ebenfalls bald ändern. Der Staat plant bereits eine zentrale Abrufstelle als Sammeldatenbank für Bankschließfächer. Ebenso hat Griechenland deutlich vor Augen geführt, wie schnell Schließfächer bei Banken blockiert werden können.
An dem Tag, an dem in Griechenland die Bankkonten und Abhebungen eingefroren wurden, wurde auch der Zugang zu den Bankschließfächern gesperrt. Ihnen muss bewusst sein, dass Sie sich auch mit Ihrem privaten Schließfach bei einer Bank in Deutschland oder innerhalb der Europäischen Union im EU-Bankensystem befinden. Edelmetalle gehören nicht in EU-Bankschließfächer! Die Private-Keys und Recovery-Seeds von Bitcoins und anderen Cryptocoins bzw. digitalen Assets aber selbstverständlich auch nicht!

Notfallreserven wie Edelmetalle, Diamanten oder Bargelder gehören in bankenunabhängige Schließfächer und Tresore – Außerhalb der EU-Systeme!
Die Vereinbarungen zwischen der Schweiz, Liechtenstein und anderen Ländern bezüglich des automatischen Informationsaustausches beziehen sich auf Kontoinformationen. Nicht auf die Gegenstände in Ihren Schließfächern. Das Problem ist allerdings, dass Sie bei den Banken in der Schweiz und in Liechtenstein meist ein Konto benötigen – oder gar ein Wertpapierdepot verbunden mit einer Mindestanlagesumme – um überhaupt ein Schließfach anmieten zu können. Deswegen empfehle ich Ihnen, auf bankenunabhängige Schließfach- und Tresor-Anbieter außerhalb des EU-Raumes zu setzen.
Von einem meiner Leser habe ich eine Aufgabe gestellt bekommen, für die er bislang keine Lösung gefunden hat:
Er suchte ein Schließfach in der Schweiz oder in Liechtenstein, zu dem er im Bedarfsfall rund um die Uhr Zugang hat. Es sollte bankenunabhängig sein, kein zusätzliches Konto sollte für die Anmietung notwendig sein und es sollte auch ein Versicherungsschutz beinhaltet sein, ohne dass dieser selbst abgeschlossen werden muss. Erfreulicherweise bin ich fündig geworden – Kapitalschutz vertraulich.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com











