Schulden und Reserven!
(24.06.22) Erinnern Sie sich noch an die Stabilitätskriterien von Maastricht? Die Politik ganz offensichtlich nicht, weil der Vertrag von Maastricht mittlerweile hundertfach gebrochen wurde! Der Vertrag von Maastricht wurde am 7. Februar 1992 im niederländischen Maastricht vom Europäischen Rat unterzeichnet. Darin wurden die Stabilitätskriterien für die Europäische Währungsunion und somit auch die Stabilität des Euro festgelegt.
Darin definierte Bedingungen legen beispielsweise fest, dass das Haushaltsdefizit eines Staates bzw. eines EU-Beitrittskandidaten nicht mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen darf und die gesamtstaatliche Verschuldung 60 Prozent des BIP nicht übersteigen sollte. Die Inflationsrate darf sich nicht weiter als 1,5 Prozentpunkte vom Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder entfernen und die langfristigen Zinssätze dürfen nicht mehr als zwei Prozentpunkte über dem Niveau der drei EU-Länder mit den niedrigsten Zinsen liegen. Die Währung muss sich mindestens zwei Jahre lang innerhalb der „normalen Bandbreiten“ des Europäischen Wechselkurssystems ohne Abwertung bewegt haben.
Ein EU-Beitritt der Ukraine wäre ein ökonomischer Wahnsinn!
All diese Stabilitätskriterien sind längst Schall und Rauch. Der Vertrag von Maastricht ist das Papier nicht wert, auf das er geschrieben wurde. Aufgrund der gravierenden Folgen der Corona-Pandemie hat die EU den Stabilitätspakt im Frühjahr 2020 bereits ausgesetzt. Wegen des Ukraine-Krieges wurde diese Regelung mittlerweile bis ins Jahr 2024 verlängert. Für zahlreiche Länder wird diese Maßnahme ein Freibrief für neue Kreditaufnahmen sein. EU-Europa wird weiter in Schulden versinken und die Stabilität des Euro mit zunehmender Dynamik erodieren.
Die Ukraine soll in einem beschleunigten Verfahren in die EU aufgenommen werden. Ich will das nicht politisch werten. Wirtschaftlich wird die Aufnahme eine Katastrophe für die Europäische Union. Die Ukraine ist von den Stabilitätskriterien von Maastricht so weit entfernt, wie die Erde vom Mond. Die Zeche dafür wird einfach auf die Bürger und Steuerzahler EU-Europas umgelegt werden.
Staatsschulden: die USA liegen zwischen Portugal und Italien

Die obige Grafik zeigt die prozentuale Staatsverschuldung in ausgewählten Ländern EU-Europas, in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes für das 4. Quartal 2021. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine werden somit erst in den kommenden Auswertungen zum Tragen kommen und die Staatsschuldenquoten weiter ansteigen lassen. Wie weit mittlerweile das einstige Maastricht-Stabilitätskriterium von 60 Prozent verlassen wurde, zeigt der Blick auf Griechenland, Italien und Portugal.
Mit Deutschland kann selbst das einstige Musterland der EU die Verschuldungsgrenze nicht mehr einhalten. Interessant ist auch, dass die durchschnittliche Verschuldungsquote der Euro-Länder mit 95,6 Prozent mittlerweile höher ist als die Verschuldungsquote aller EU-Staaten mit 88,2 Prozent. Mit einer Verschuldungsquote von 18,1 Prozent ist Estland das solideste EU-Land.
Die vereinigten EU-Staaten sind eine Haftungs- und Umverteilungsunion!
In den letzten Wochen habe ich in den Medien wiederholt das Argument gelesen, dass Zinserhöhungen in den USA weit einfacher umsetzbar sind. Weil steigende Zinsen in Europa die hochverschuldeten Südländer ansonsten in die Staatspleite treiben könnten. Hierzu ist anzumerken, dass die Länder EU-Europas längst eine Haftungsgemeinschaft sind. Dadurch würden vor Eintritt der Staatspleite eines einzelnen Landes schlicht Umverteilungen zur Rettung erfolgen, was wiederum gravierende Auswirkungen auf die Geldwertstabilität des Euro haben würde. Mit einer Staatsschuldenquote von 134 Prozent liegen die USA im Übrigen zwischen Portugal und Italien. Die USA stehen selbst vor dem latenten Geld-Systemkollaps!
Fazit: Die Verschuldungsquoten der großen Volkswirtschaften sind bereits erschreckend genug. Dennoch muss beachtet werden, dass die EU-Länder über die gemeinsam aufgenommenen Schulden der Europäischen Union noch deutlich höher verschuldet sind, als es die offiziellen Zahlen belegen
Staatsreserven: Russland und die Schweiz verfügen über die höchsten Goldquoten

Am 24. Mai 2022 wurde der diesjährige – mittlerweile 16. – In Gold We Trust-Report im Rahmen einer internationalen und live im Internet übertragenen Pressekonferenz präsentiert. Der fast 400 Seiten starke In Gold We Trust-Report ist weltweit renommiert und wurde vom Wall Street Journal zum „Goldstandard aller Goldstudien“ geadelt. Die letztjährige Ausgabe wurde insgesamt mehr als 2 Millionen Mal heruntergeladen und geteilt.
Im aktuellen Report finden sich wieder zahlreiche hochinteressante Analysen. Beispielsweise der Aspekt, dass die nominelle Gesamtverschuldung aller Wirtschaftssektoren im Jahr 2021 noch weiter angestiegen ist. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde im vergangenen Jahr die Marke von 300 Billionen US-Dollar durchbrochen.
Frankreich ist die größte Gefahr für die Stabilität von EU und Euro!
Mit Blick auf die Staatsschuldenquoten in der EU ist wichtig, dass für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes nicht rein die Staatsschulden relevant sind, sondern auch die Verschuldungsquote des Unternehmenssektors und der privaten Haushalte. Ordnet man die EU-Staaten nach der gesellschaftlichen Gesamtverschuldung zeigt sich das wahre Problemland und die größte Gefahr für die Stabilität Europas und den Euro sehr deutlich: Frankreich!
Für die Eurozone und die Interpretation der Geldpolitik der EZB nicht unwesentlich ist der Umstand, dass Frankreich den höchsten gesamtgesellschaftlichen Verschuldungsgrad aufweist, insbesondere aufgrund der hohen Verschuldung des Unternehmenssektors. Das oft gescholtene Italien steht in dieser Gesamtbetrachtung relativ gut da, und weist sogar eine geringere Verschuldung als Schweden oder die Schweiz auf.
Neben dem Blick auf die Staatsschuldenquoten ist auch die Analyse der Goldquoten bzw. der Goldreserven sehr interessant. Mit rund 8 Prozent Goldanteil in Relation zum BIP sind hier Russland und die Schweiz führend, wie die obige Grafik verdeutlicht.
Geld- bzw. Notreserven: Viele Bürger haben kaum Rücklagen!
Ich bin ein gebürtiger Schwabe, deswegen ist der Satz „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ vergleichbar mit einem Gebot. Der Zugriff auf einen Notgroschen beruhigt gerade in Krisenzeiten. Vor den aktuellen Rahmenbedingungen massiv steigender Preise sind Rücklagen sehr wichtig. Auch an der Börse ist es stets hilfreich, einen gewissen Teil seines Pulvers (Liquidität) trocken in der Hinterhand als Reserve zu halten, um in fallenden Märkten einsteigen oder nachkaufen zu können. Umso bedenklicher stimmt deswegen das aktuelle „TeamBank-Liquiditätsbarometer“. Viele Menschen können an Investments überhaupt nicht denken und haben kaum nennenswerte Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben bzw. Preissteigerungen.
Geldreserven: 43% der Deutschen haben weniger als 1.000 Euro zur Verfügung!

43% der Deutschen haben weniger als 1.000 Euro als Reserve für unvorhersehbare Ausgaben auf der hohen Kante. Bei jedem Fünften sind es sogar weniger als 500 Euro, die im Fall der Fälle zur Verfügung stehen würden. Das sind die Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie „TeamBank-Liquiditätsbarometer“, für die mehr als 3.000 Bundesbürger befragt wurden.
Insgesamt gaben neun Prozent an, gar keine Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben zu haben. Die Hälfte der Deutschen kennt den zur Verfügung stehenden Betrag ganz genau, während 40% ihn zumindest ungefähr kennen. Knapp 70% der Bundesbürger finden es sinnvoll, wenn Händler die Option Kauf auf Raten anbieten. Die „Strategie“ vieler Privatpersonen ist somit zwangsläufig Schulden aufzunehmen, anstatt auf einen Notgroschen zurückgreifen zu können.
Anlagenotstand? Vielen Bürgern droht die Schuldenfalle!
Die Niedrigzinsphase der letzten Jahre hat den Begriff vom „Anlagenotstand“ geprägt. Fakt ist allerdings, dass viele Bürger in Deutschland dieses „Luxusproblem“ überhaupt nicht haben, weil Sie bereits in der Schuldenfalle sitzen, da Sie bei einem Geldbedarf auf teure Kredite zurückgreifen müssen. Diese große Bevölkerungsgruppe zählt zu den großen Krisenverlieren. Im Gegensatz zu einem Kapitalanleger bieten sich hier kaum Handlungsalternativen. Kapitalanleger können hingegen auf intelligente und wirkungsvolle Kapitalschutz-Strategien setzen.
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Kanada statt Arabien!
(24.03.22) Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat aktuell eine Reihe neuer Berichte veröffentlicht. Im Blickpunkt stand dabei die neue Energiestudie, die mit ihren faktenbasierten Informationen vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine einmal mehr einen aktuellen Beitrag zur Einschätzung der globalen Energiesituation liefert. So verdeutlicht die Studie u.a. die hohe Importabhängigkeit Deutschlands bei der Energieversorgung, vor allem von Erdgas aus Russland.
Während die Fördermenge aller mineralischen Rohstoffe leicht stieg, ging die Produktion heimischer Energierohstoffe zurück. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Die Nachfrage nach Energie hält weiter an. Auch trotz Corona-Krise und Krieg. Nach dem zwischenzeitlichen Einbruch der Weltwirtschaft im Jahr 2020 - mit einem Rückgang des Energieverbrauchs um mehr als 4% - stieg die Nachfrage seither.
Deutschland ist auf Kies und Sand gebaut!
Wenn Sie nach den bedeutendsten deutschen Rohstoffen gefragt werden, dann fallen Ihnen vermutlich derzeit Ressourcen wie Öl, Gas, Kohle oder Weizen ein. Vielleicht auch noch Wasser, Stahl oder Holz. Der Bericht der BGR zur Rohstoffsituation in Deutschland verdeutlicht hingegen, dass erstmals nicht nur mengenmäßig, sondern auch vom Wert her Kies und Sand sowie gebrochene Natursteine die bedeutendsten deutschen Rohstoffe sind. Deutschland ist eines der führenden Industrieländer der Erde und daher auch Großverbraucher mineralischer Rohstoffe.
Ein Großteil der jährlich in Deutschland benötigten Rohstoffe, insbesondere die Steine- und Erden-Rohstoffe, werden aus heimischen Lagerstätten gewonnen. Damit ist die Eigenversorgung mit diesen Rohstoffen ganz oder zumindest anteilig sichergestellt. Hingegen ist die Bedarfsdeckung bei Metallen, einzelnen Industriemineralen und den Energierohstoffen, mit Ausnahme der Braunkohle, sehr stark von Importen abhängig.
Fazit: Mit Kies und Sand lässt sich die Energieversorgung Deutschlands nicht sicherstellen. Alternativen zu Russland sind gefragt!
Deutschland benötigt strategische Partnerschaften mit rohstoffreichen Staaten!
Die weltweit größten Öl- und Gasreserven befinden sich mit 304 Mrd. Barrel in Venezuela. Das entspricht 18 Prozent der globalen Reserven. Ähnlich viel vom "schwarzen Gold" besitzt Saudi-Arabien (298), gefolgt von Kanada (168), dem Iran (158) und dem Irak (145). Gestern hat Russlands unter Führung seines Präsidenten Wladimir Putin beschlossen, dass Erdgaslieferungen aus Russland zukünftig in Rubel zu bezahlen sind. Russland wird keine Zahlungen in US-Dollar oder Euro mehr akzeptieren. Von der Maßnahme betroffen sind die von Russland auf einer schwarzen Liste festgehaltenen „unfreundlichen Staaten“. Dazu gehören alle EU-Staaten, aber auch die Schweiz, die USA, Kanada oder Großbritannien.

Geopolitik: Die De-Dollarisierung ist in vollem Gange!
Dieser gravierende Schritt wird zu einer weiteren De-Dollarisierung führen und Währungsalternativen noch attraktiver machen, wie ich Ihnen diese in meiner aktuellen Sonderausgabe „Sichere Häfen“ empfohlen habe. Auch meine erste Sonderausgabe aus diesem Jahr mit dem Titel „Rohstoffe“ hat nichts an Aktualität verloren, im Gegenteil.
Von Russland zu Arabien bedeutet vom Regen in die Traufe!
Für Deutschland geht es in nächster Zeit um die Mammutaufgabe, die Rohstoff-Abhängigkeit von Russland im Bereich Öl und Gas zu reduzieren. Der deutsche Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck bereiste zuletzt arabische Staaten wie Katar, um diese Länder für Energiepartnerschaften zu gewinnen.
Ich bewerte diesen Anbiederung an Araber als schwerwiegenden strategischen Fehler. Ich würde es hingen sehr begrüßen, wenn eine strategische Rohstoff-Partnerschaft mit einem soliden Land wie Kanada weit stärker priorisiert werden würde, als neue Abhängigkeiten von dubiosen Staaten im arabischen Raum zu schaffen!
Kanada verfolgt erfolgreich das Konzept der sozialen Marktwirtschaft
Kanada ist die elftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Der zweitgrößte Flächenstaat der Erde hat dabei die drittgrößten Erdölreserven der Welt sowie 20% der weltweit zur Verfügung stehenden Frischwasserreserven. Die Holzvorräte sind ebenfalls beeindruckend: 46% der Landfläche Kanadas sind von Wald bedeckt. Das entspricht einem Anteil von 10% der weltweiten Waldflächen. Dieser Reichtum an natürlichen Ressourcen ist eine der Grundlagen für die hohe Attraktivität des liberalen nordamerikanischen Landes.
Kanada gilt als eine soziale Marktwirtschaft, der wirtschaftliche Spielraum für Aktivitäten ist dennoch sehr groß. Nach meiner Einschätzung ist Kanada heute weit näher an den Werten Ludwig Erhards, dem einstigen Vater der sozialen Marktwirtschaft und des deutschen Wirtschaftswunders, als die planwirtschaftliche Politik in der EU, der sich auch die Bundesrepublik Deutschland immer stärker beugen muss – aus meiner Sicht ist diese Entwicklung auch genauso gewollt. Kanada verfügt zudem über ein stabiles politisches System mit großer Rechtssicherheit.
Kanada ist ein führender Produzent landwirtschaftlicher Erzeugnisse
Kanada ist ein großer Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die fünf größten Segmente sind dabei Getreide, Ölsaaten, Fleischprodukte, Lebendvieh und die Fischereiwirtschaft. In Bezug auf die großen Rohstoffvorkommen ist der Bergbau der wichtigste Sektor für den kanadischen Staat. Kanada ist beispielsweise der größte Produzent der
Welt von Kalium, Nickel, Cadmium, Schwefel, Zink und Uran. Beim Abbau von Aluminium, Titan, Kobalt, Molybdän, Gold und Blei erscheint das Land an dritter Stelle. Über 80% der geförderten Ressourcen werden exportiert, überwiegend in die USA.
Die kanadische Währung war lange an das Britische Pfund Sterling gekoppelt. Ab 1792 erfolgten mit Duldung der britischen Regierung erste Bankgründungen im heutigen Kanada. Mit steigendem Einfluss der US-Wirtschaft fand eine zunehmende Orientierung zum US-Dollar statt. 1858 wurde der Kanadische Dollar eingeführt, er galt aber erst ab 1871 in allen kanadischen Provinzen als gesetzliches Zahlungsmittel. Bis 1933 war die Währung mit Gold gedeckt. Heute nimmt der Kanadische Dollar mit dem internationalen Währungscode CAD auf der Rangliste der international wichtigsten Währungen den sechsten Platz ein.
Fazit: Deutschland und Europa sollten sich strategisch Kanada zuwenden und nicht Arabien!
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Muss Russland Gold verkaufen?
(04.03.22) Die dramatischen Entwicklungen in der Ukraine beschäftigennicht nur Kapitalanleger, sondern große Teile der Bevölkerung. Die Situation verschärft sich aktuell mehr als dynamisch: Rollende Panzer, Videos von Raketeneinschlägen, Rauchsäulen über Kiew und weiteren Metropolen in der Ukraine, Bilder von massiven Zerstörungen, verängstigte Menschen und leidende Kinder. In den Medien, gerade auch in den Sozialen Medien, herrscht eine regelrechte Nachrichtenflut. Die Schlagzeilen haben selbst die anhaltende Corona-Pandemie medial in den Hintergrund gerückt.
Für viele Menschen ist der Spagat im Umgang mit diesen Informationen kein leichter: Einerseits besteht das Gefühl, sich stets informieren zu müssen, andererseits kann schnell ein Zustand von Hilflosigkeit und Überforderung in Konfrontation mit den Inhalten aufkommen. Ich schreibe derzeit an meinen beiden kommenden Ausgaben von Kapitalschutz vertraulich. Hier werde ich mit einer Sonderausgabe "Sichere Häfen" auf die aktuellen Entwicklungen eingehen. Mir ist es wichtig Ihnen eine Orientierung zu geben im Hinblick auf die ökonomischen Auswirkungen und die technologischen Folgen.
Beispielsweise im Hinblick auf den Ausbruch des Cyberkrieges, der bislang noch im Hintergrund steht. Auch der ausgebrochene Finanzkrieg wird massive Folgen haben: Die Sanktionen gegen russische Banken zeigen zusehends Wirkung im Zahlungsverkehr des Landes. So gibt es bereits massive Probleme beim Abheben von Bargeld und mit Kartenzahlungen. In Moskau, St. Petersburg und anderen Städten erhielten Menschen laut dpa teils kein Geld mehr an Automaten von Banken, die auf der Sanktionsliste stehen. Auch zahlreiche Wertpapiere mit Russland-Bezug sind eingefroren und nicht mehr handelbar. Anleger flüchten verstärkt in Gold, aber auch in dezentrale Kryptowährungen wie den Bitcoin.
Der Blick auf die Devisenreserven Russlands
Ob Russlands Präsidenten Wladimir Putin die Landesfinanzen schon seit geraumer Zeit auf den Kriegsfall vorbereitet, ist nicht bekannt. Ganz sicher aber zeigen die Daten der Zentralbank der Russischen Föderation, dass die Gold- und Devisenreserven des Landes seit geraumer Zeit zunehmen. Unter dem Begriff „Devisen“ werden auf fremde Währung lautende ausländische Zahlungsmittel verstanden.
Im eigentlichen Sinn beschränkt sich der Begriff auf in fremde Währung lautende Guthaben (bei ausländischen Kreditinstituten) sowie auf Schecks und Wechsel, die auf ausländische Währungen lauten und im Ausland zahlbar sind. Hier wird auch eine wichtige Frage sein, wie sich die massiven Sanktionen gegen die Banken in Russland auswirken.
Russland hat große Rücklagen aufgebaut
Beliefen sich die Devisenreserven Anfang 2018 auf fast 448 Milliarden US-Dollar, sind es aktuell rund 630 Milliarden US-Dollar - das entspricht einem Wachstum von 41 Prozent. Das würde reichen, um für ein Jahr alle Importe zu bezahlen, ohne dass Russland etwas exportieren müsste", so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einem von tageschau.de zitierten Artikel der Süddeutschen Zeitung.
Krämer ist nicht der einzige Experte, der skeptisch ist, ob Wirtschaftssanktionen kurzfristig ernsthafte Auswirkungen haben können. In diesem Zusammenhang sagte der Russland-Kenner Vasily Astrov dem Handelsblatt, dass Russland sei kaum auf Gelder aus dem Ausland angewiesen sei. Das Land habe eine extrem niedrige Staatsverschuldung und könne sich Geld von den eigenen Banken leihen. Eine weitere Frage ist in diesem Zusammenhang ebenso, was Russland mit seinen gigantischen Goldreserven macht. Müssen diese eventuell zur Finanzierung der Kriegsfolgen – zumindest in Teilen – verkauft werden?

Der prozentuale Gold-Anteil an den Devisenreserven Russlands beträgt nur 21,5%
Für Notenbanken stellt das Edelmetall Gold traditionell einen wesentlichen Bestandteil der offiziellen Währungsreserven dar. Der Zweck nationaler Goldreserven bestand früher zumeist in der Deckung von Währungen (Goldstandard). Heutzutage dient die Aufbewahrung von Gold als nationale Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich für Schwankungen des US-Dollars (Kurs des Goldes fällt bei steigendem Dollarkurs und umgekehrt), da Gold in Dollar gehandelt wird. Russland verfügt über sehr große Goldreserven in Höhe von rund 2.300 Tonnen. Die Goldreserven betragen dabei rund 21,5% der Devisenreserven Russlands. Der prozentuale Gold-Anteil an den Devisenreserven ist dabei deutlich niedriger als in den USA und Deutschland mit rund 66% und liegt auch hinter Italien (63%) und Frankreich (58%).
Russlands Krieg in der Ukraine, in Kombination mit den massiven Sanktionen, belastet den russischen Staatshaushalt exorbitant. Da die russischen Währungsreserven in Teilen eingefroren sind stellt sich die Frage, ob Russland nicht früher oder später dazu gezwungen sein wird, sein Staatsgold zu verkaufen. Das könnte negativ auf den Goldpreis wirken, ist aber unter den aktuellen Rahmenbedingungen kein Grund, um auf Gold als essenziellen Kapitalschutz-Baustein zu verzichten. Ganz im Gegenteil!
Russland und der Rotterdam-Effekt!
Deutschland ist für Russland der drittgrößte Exportmarkt. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der World Integrated Trade Solution (WITS), einer Handelssoftware der Weltbank. Der mit Abstand wichtigste Exportpartner Russlands ist dagegen China mit einem Anteil von 13,4 Prozent an allen Exporten. Auf dem zweiten Rang folgen die Niederlande.
Dies liegt mutmaßlich am so genannten Rotterdam-Effekt. So erscheint etwa Rotterdam als größter europäischer Hafen in vielen ausländischen Statistiken als Zielort, selbst wenn die Ware dort lediglich umgeladen wird und dann den Rhein hinauf nach Deutschland oder über den Ärmelkanal nach England weiterbefördert wird.

Deutschland ist abhängig von Erdöl und Erdgas aus Russland
Russland exportierte zuletzt vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro nach Deutschland – das entspricht einem Anteil von 59% an allen deutschen Einfuhren aus Russland. Außerdem lieferte Russland Metalle, Mineralöl- und Kokereierzeugnisse und Kohle nach Deutschland.
Weitere wichtige Exportmärkte Russlands sind Weißrussland, die Türkei, Südkorea, Italien und Kasachstan. Der Anteil der russischen Exporte ins Vereinigte Königreich und in die USA liegt dagegen nur bei 3,1 Prozent. Ein Handelsstopp mit Erdgas hätte für Russland ebenso die schwerwiegendsten Auswirkungen.
Wirtschaftskrise: Deutschland und Russland sind tief vernetzt!
Die Wirksamkeit von Handelssanktionen gegen Russland lässt sich derzeit nur schwer einschätzen. Fest steht allerdings, dass sie sich auch auf Deutschland massiv auswirken würden bzw. werden. Die Frage ist dabei: Wie stark werden die Sanktionen gegen Russland auch Unternehmen in Deutschland treffen? Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts zeigt, hat sich der Handel zwischen beiden Ländern gegenüber dem Beginn des Jahrtausends intensiviert, hierbei spielen die Energiepreise eine große Rolle.
Insgesamt liegt der Anteil Russlands am deutschen Außenhandel bei 2,3 Prozent. Der Anteil der Exporte Russlands nach Deutschland ist dabei höher: er liegt bei 6,6 Prozent an den gesamten russischen Exporten des Jahres 2019. Außerhalb der Europäischen Union war Russland für Deutschland zuletzt der viertwichtigste Importpartner sowie der fünftwichtigste Abnehmer deutscher Waren. Zum Vergleich: Den größten Teil ihres Handels außerhalb der EU treibt die Bundesrepublik mit der Volksrepublik China (9,5 %) gefolgt von den USA (7,5 %).

Was passiert mit den Rohstofflieferungen aus Russland?
Deutschland exportiert hauptsächlich Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile und chemische Erzeugnisse nach Russland. Deutschland importierte 2021 vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro – das entspricht einem Anteil von 59% an allen Einfuhren aus Russland. Außerdem lieferte Russland Metalle, Mineralöl- und Kokereierzeugnisse und Kohle nach Deutschland.
Die Verbindungen zwischen deutschen und russischen Unternehmen sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf einem ähnlichen Niveau wie der Außenhandel: 1,9 % des Umsatzes aller auslandskontrollierten Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten Unternehmen mit Hauptsitz in Russland.
Zum Vergleich: Auf Unternehmen mit Hauptsitz in den USA entfielen 17,9 % des Umsatzes. 164 russisch geführte Unternehmen gab es 2019 in Deutschland. Sie beschäftigten gut 8 100 Menschen und erwirtschafteten dabei einen Umsatz in Höhe von 31,6 Milliarden Euro.
Rohstoffe: Deutschlands Gasreserven schrumpfen!
der russische Angriff auf die Ukraine wird weitere EU-Sanktionen zur Folge haben. Was bisher beschlossen wurde lässt sich auf der Seite des Europarats nachlesen. Aktuelle Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel) zeigen, mit welchen Handelssanktionen der Westen die russische Wirtschaft am härtesten treffen würde. Demnach hätte ein Handelsstopp mit Erdgas die schwerwiegendsten Auswirkungen. Die Folgen eines solche Embargos beziffert das IfW Kiel auf rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ein Handelsstopp mit Öl würde die Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent schrumpfen lassen.
Für die Berechnung des Instituts "wurde ein völliger Stopp aller Importe und Exporte für die jeweilige Produktgruppe durch die westlichen Verbündeten" simuliert. Während die Folgen eines Gas- und Öl-Embargos für Russland schmerzhaft sein könnten, gehen die Analysten für Deutschland und die EU nur relativ überschaubaren negativen Effekten aus. Mit Blick auf die Gasreserven Deutschland zeigen sich dennoch die zunehmenden Risiken.
Droht ein weiterer Anstieg der Gaspreise?
Aktuell beläuft sich der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland laut Gas Infrastructure Europe auf rund 30 Prozent. Anfang des Jahres waren es noch über 50 Prozent. Seitdem sind die Reserven laufend geschrumpft, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Sollten die Erdgaslieferungen aus Russland stocken oder eingestellt werden, droht zumindest ein Anstieg der Gaspreise.
Derzeit bezieht Deutschland mehr als 50 Prozent seines Erdgases von Russland. Beispielsweise geht der Oldenburger Energieversorger EWE laut NDR in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine von deutlich höheren Gas- und Strompreisen aus. Dagegen geht ein vor kurzem veröffentlichter Artikel auf Spiegel Online davon aus, dass die EU dank Flüssiggas und mildem Winter ohne russisches GAs durch den Restwinter kommt.

Rohstoffe bergen hohe Risiken und bieten große Chancen!
Die Russland-Krise verstärkt den geopolitischen Kampf um Zugangswege zu strategischen Rohstoffen. Im Segment der Rohstoffe liegen für 2022 große Beschaffungsrisiken, die wiederum hohe Investitionschancen mit sich bringen. Gerade auch im Segment der Energierohstoffe. Deswegen habe ich dieser wichtigen Thematik „Rohstoffe“ bereits - weit vor Ausbruch des Krieges - meine erste Sonderausgabe von Kapitalschutz vertraulich für das Jahr 2022 gewidmet.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die Kriegs-Analyse!
(24.02.22) Unter diktatorischer Führung von Wladimir Putin hat sich in dieser Woche die Krise zwischen Russland und der Ukraine nicht nur massiv verschärft, sondern ist zwischenzeitlich durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eskaliert. Der Präsident Russlands hat in einer in weiten Teilen grotesken Ansprache der Ukraine die Daseinsberechtigung abgesprochen und die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk als unabhängige Volksrepubliken anerkannt.
Am heutigen Morgen sprach Putin in einer Fernsehansprache unter anderem von „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine. Allein diese Wortwahl zeigt, wie irrational Russlands Präsident denkt und handelt. Das in Artikel 2 Absatz 4 der Uno-Charta verankerte generelle Gewaltverbot untersagt Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines anderen Staates. Auf diese Eskalation werden die Vereinigten Staaten und die Europäische Union jetzt mit massiven Sanktionen reagieren müssen.
Die Vorgehensweise Wladimir Putins gleicht dabei seiner Strategie aus dem Jahr 2008, als Georgien nach einem kurzen Krieg mit Russland die Regionen Abchasien und Südossetien abtreten musste. Im aktuellen Konflikt ist das Ziel Putins - wie damals - die Verhinderung der Aufnahme eines Landes in die NATO. Weil aus Putins Sicht eine NATO-Aufnahme der Ukraine die Sicherheit Russlands bedroht. Dazu verletzt Russland erneut die territoriale Unversehrtheit und Souveränität eines Staates. Mit Bezug auf die Ukraine ist auch dieser Weg nicht neu, weil bereits im Jahr 2014 die Annexion der geostrategisch wichtigen Halbinsel Krim auf ähnliche Art und Weise erfolgte. Auch hier kam es zu einem kurzzeitigen, bewaffneten Konflikt.
Die EU-Kommission erwartete für den Fall eines Krieges in der Ukraine eine Million Flüchtlinge. Auch diese Folge des Krieges wird Europa und vor allem Deutschland erneut vor gigantische Herausforderungen stellen. Die Ukraine ist weit näher als Syrien!
Hinweis: Die Analyse ist ein Auszug aus meinem Wirtschaftsdienst "Kapitalschutz vertraulich"
ANALYSE I: Die Geopolitik um das Imperium Russlands
Die US-Botschafterin Thomas-Greenfield warf dem russischen Präsidenten im UN-Sicherheitsrat am vergangenen Montag vor, er träume von einem russischen Großreich. Der Präsident habe behauptet, dass Russland heute einen rechtmäßigen Anspruch auf alle Gebiete des russischen Imperiums habe, die in den Grenzen des ehemaligen russischen Reichs vor der Sowjetunion liegen würden.
Die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, welche Ausdehnung dieses Russische Reich im Jahr 1914 hatte. In dieses Reich fielen die heutigen Staaten Ukraine, Weißrussland, Finnland, Georgien, Moldawien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Estland, Lettland und Litauen. Außerdem gehörten Teile Polens (inkl. Warschau) und der heutigen Türkei zum Russischen Reich. In der Karte sind die betreffenden Länder und Gebiete rot schraffiert. Die in der Grafik gezeigten Grenzen des Russischen Reiches basieren dabei auf einer Darstellung aus dem Großen Historischen Weltatlas, welche die politische Landkarte der Welt um 1914 aufzeigt.

Plant Wladimir Putin ein neues großrussisches Reich?
Der deutsche Osteuropahistoriker Karl Schlögel bestätigt in einem Interview mit T-Online diese Einschätzung der US-Botschafterin indirekt. Putin wolle Schlögel zufolge zurück zur Großmacht, zu einer Neuauflage des Ostblocks und zur Vorherrschaft über Europa. Zugleich weist Schlögel daraufhin, dass der Fokus auf geostrategische Ziele Russlands zu eng gesteckt sei:
„Es wäre gut, etwas mehr in Soziologie und Herrschaftsanalyse zu investieren, nicht nur in Geografie, vielleicht auch mehr in konkrete Kenntnis vor Ort als in historische Analogien und Zukunftsspekulationen.“ Statt sich der anstrengenden Modernisierung zu stellen, setze Putin zur Ablenkung auf einen kleinen erfolgreichen Krieg.
Russland ist ein wichtiger Öl- und Gaslieferant für die Europäische Union, was die aktuelle Krisen-Situation noch komplexer macht. Der Handelsüberschuss der Europäischen Union brach angesichts der steigenden Energiepreise in den letzten Monaten zusammen, als die Energieimporte um mehr als 70 Prozent auf 381 Milliarden Euro im Jahr 2021 anstiegen.
Laut Eurostat stieg das Handelsdefizit der EU beim Handel mit Russland von 15,7 auf 69,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, da die Energieimporte aus der Russischen Föderation von 60 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 99 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen sind. Die Russland-Krise verstärkt den geopolitischen Kampf um Zugangswege zu strategischen Rohstoffen aber auch neuen Technologien.
Hinweis: Die Analyse ist ein Auszug aus meinem Wirtschaftsdienst "Kapitalschutz vertraulich"
Erstes Fazit: Russland isoliert sich und schadet seiner Volkswirtschaft!
Bei aller Dramatik ist bemerkenswert, dass selbst China als wichtigster Partner Russlands, nicht an der Seite des größten und rohstoffreichen Flächenstaates steht. Das Reich der Mitte kritisiert die Vorgehensweise Russlands ebenso wie Japan und selbst die Türkei. Die weltweite Staatengemeinschaft fordert weitestgehend geschlossen eine Rückkehr zur Diplomatie und zum Völkerrecht. Russland hat sich selbst isoliert.
An der Börse in Moskau ist der russische Aktienindex RTS auf US-Dollar-Basis um mehr als ein Drittel regelrecht eingebrochen. Hier zeigt sich die Angst der Investoren vor massiven Sanktionen des Westens gegen die Volkswirtschaft Russlands. Die jetzt kommenden Sanktionen werden nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Zugang russischer Banken zu den europäischen Finanzmärkten abschneiden. Darüber hinaus sollen russische Vermögenswerte in der EU eingefroren werden, und wichtigen Sektoren der russischen Wirtschaft soll der Zugang zu Schlüsseltechnologien und Märkten verwehrt werden. Für das die bereits mehr als marode Volkswirtschaft Russlands könne sich diese Maßnahmen zu einem regelrechten Todesstoß entwickeln.
Speziell die Aktien von Banken, Öl-, Gas- und Rohstoff-Werten sind – trotz neuen Rekordständen bei den Ölpreisen – geradezu implodiert. Lukoil, Gazprom, Norilsk und Rosneft gehören mit Verlusten von bis zu 50 Prozent zu den größten Verlierern an der russischen Börse. Der Russische Rubel bricht ebenfalls zusammen, verbunden mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung.
Neben den Ukrainern sind deswegen die Russen selbst die größten Verlierer der Eskalation!
ANALYSE II: Krieg ist immer ein Konjunkturprogramm
Ich bin mir sehr bewusst und auch dankbar dafür, dass ich einer Generation angehöre, die noch keinen Krieg direkt erlebt hat. Deswegen ist es mir wichtig, dass meine nachfolgenden Ausführungen nicht als Verharmlosung der aktuellen Eskalation und den dramatischen Folgen für die Menschen in der Ukraine zu sehen sind, sondern als rationale Betrachtung ökonomischer Entwicklungen in der Vergangenheit. Kriege sind dabei in ihren Folgen temporär begrenzt und haben relativ zeitnah enorm positive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das Deutsche Wirtschaftswunder nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges und dem Untergang des 3. Reiches und der dadurch entstehende Wohlstand ist dabei der beste Beleg.
Der US-Aktienindex reagierte seit dem Jahr 1940 auf einen Kriegsausbruch insgesamt nur insgesamt fünf Mal mit einem zweistelligen prozentualen Kursverlust. Ich will auch hier den Kriegsausbruch in der Ukraine und die damit verbundenen Leiden der betroffenen Menschen nicht verharmlosen, aber es steht außer Frage, dass wir in der Vergangenheit bei deartigen Kurseinbrüchen weit schlimmere Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen hatten. Die Anschläge des 11. September 2001 sind darüber hinaus nicht als konventioneller Krieg zu werten, da hier der Angriff ja nicht von einem Staat und mittels Soldaten erfolgte.
Die 5 großen Kriegs-Kurseinbrüche des Dow Jones seit dem Jahr 1940
| Jahr | Kurseinbruch in Tagen | Kurseinbruch in % | Entwicklung 6 Monate nach Kurstief | |
| Deutscher Einmarsch in Frankreich | 1940 | 13 | -17% | +7% |
| Koreakrieg | 1950 | 20 | -12% | +19% |
| US-Angriff auf Kambodscha | 1970 | 27 | -14% | +21% |
| Irakische Invasion in Kuwait | 1990 | 21 | -13% | +16% |
| Anschläge des 11. September | 2001 | 5 | -16% | +30% |
Zweites Fazit: „Kaufen wenn die Kanonen donnern“ hat sich bewährt!
Die historischen Entwicklungen belegen, dass Aktienmärkte auf einen ausbrechenden Krieg häufig nicht so negativ reagieren, wie das in den Zeiten der Angst und Panik erwartet wird. Kriege sind stets auch ein Konjunkturprogramm und gleichzeitig bauen sich große Nachholeffekte auf, die dann zu starken Wachstumsimpulsen führen. Dann, wenn sich der Rauch wieder verzogen hat. Auch diese Tage werden kommen!
Deswegen gilt es für Sie jetzt vor allem die Ruhe und Rationalität zu bewahren und nicht in Angst, Panik und damit verbundenen Aktionismus zu verfallen!
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Einkommen und Kapital: 10% besitzen 83%!
(25.10.19) In meinem heutigen Beitrag werfe ich den Blick auf ebenso interessante wie auch nachdenklich machende Zahlen und Statistiken. Beginnen wir zunächst mit der Einkommensverteilung in Europa. Die Europäerinnen und Europäer verfügen im Jahr 2019 über ein Nettoeinkommen von gut 14.700 Euro, wie eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung GfK zeigt, für die 42 Länder untersucht wurden.
Demnach ist die Kaufkraft im Fürstentum Liechtenstein mit 67.550 Euro am höchsten, in der Ukraine mit 1,830 Euro am geringsten. Deutschland liegt mit rund 23.800 Euro auf dem achten Rang, aber auch deutlich über dem Durchschnitt. Etwa im europäischen Durchschnitt liegt das Nettoreinkommen in Spanien, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Kapital und Vermögen: Die Welt ist mehr als ungleich verteilt
Kommen wir nun von den Einkommensverhältnissen in Europa zum Blick auf die Vermögensverteilung in unserer Welt. 83 Prozent des weltweiten Vermögens liegt in den Händen der reichsten zehn Prozent. Das zeigt der aktuelle Global Wealth Report 2019 der Schweizer Großbank Credit Suisse. Demnach besitzen knapp 57 Prozent der Menschen weltweit ein Vermögen von weniger als 10.000 US-Dollar.
Das Vermögen von der Hälfte der Weltbevölkerung macht lediglich einen Anteil von 1,8 Prozent des weltweiten Privatvermögens aus, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt. Das reichste Prozent hält hingegen 43,9 Prozent. In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Million US-Dollar - im Jahr 2010 lag diese Zahl noch bei gut 600.000.

Die finanzielle Ungleichheit nimmt auch in Deutschland weiter zu
Die Ungleichheit in Deutschland nimmt laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung auch in Deutschland weiter zu. Die Zahl der armen Haushalte nimmt nicht nur zu, auch die Entfernung zur Armutsgrenze vergrößert sich demnach. Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, ist die Armutsquote im Westen des Landes zwischen 2005 und 2016 deutlich gestiegen.
Im Osten lag sie ohnehin höher und stieg seitdem leicht. Der Anteil der Personen oberhalb der Reichtumsquote nahm in den östlichen Bundesländern leicht zu auf 4,8 Prozent, in den westlichen Bundesländern sank sie leicht von 8,2 auf 7,8 Prozent.

Steigende Altersarmut: Immer mehr ältere Bundesbürger sind von einer Privatinsolvenz betroffen
Auf Basis von klaren Zahlen zeigt sich eine weitere, sehr bedenkliche Entwicklung in Deutschland. Grundlegend ist es erfreulich, dass die Privatinsolvenzen in Deutschland nach wie vor rückläufig sind. Aber hier ist zu bedenken, dass wir seit Jahren eine boomende Konjunktur haben. Was passiert, wenn Deutschland in eine immer wahrscheinlichere Rezession schlittert? Im 1. Halbjahr 2019 mussten 42.235 Verbraucher eine Insolvenz anmelden - so wenig wie seit 2004 nicht mehr. Die Zahl der Privatpleiten verringerte sich damit um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2018: 42.846).
Zu diesem Ergebnis kommt der Informationsdienstleister CRIFBÜRGEL in der neuen Studie "Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2019". Für das gesamte Jahr 2019 rechnet CRIFBÜRGEL derzeit mit bis zu 88.000 Privatinsolvenzen in Deutschland und damit auf Jahressicht mit dem neunten Rückgang in Folge (Jahr 2018: 88.995). Die Analysten von CRIFBÜRGEL sehen bereits eine Trendumkehr und erwarten bereits für das Jahr 2020 wieder mehr private Insolvenzen in Deutschland, da die konjunkturelle Schwächephase am Arbeitsmarkt bereits Spuren hinterlässt. Bedenklich ist ebenso, dass immer mehr ältere Bundesbürger von einer Privatinsolvenz betroffen sind.
Privatinsolvenzen: Die grundlegende Ursache ist Einkommensarmut
Zu den Gründen für eine Privatinsolvenz gehören Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, unwirtschaftliche Haushaltsführung, Veränderungen in der familiären Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem Schulden bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften.
In drei Altersgruppen steigen die Privatinsolvenzen bereits an. So mussten in der Altersgruppe der 31-bis 40-Jährigen 11.308 und damit 2,3 Prozent mehr Bundesbürger als vor einem Jahr eine private Insolvenz anmelden (1. Halbjahr 2018: 11.057). Nach zwei Jahren sinkender Fallzahlen steigen auch die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 61 Jahre und älter wieder an. So stiegen die Privatpleiten bei den älteren Bundesbürgern um 2,2 Prozent auf 4.795 Fälle (Anteil am Insolvenzgeschehen: 11,4 Prozent).
Was sind die Ursachen für eine Privatinsolvenz im Alter?
Ursachen für eine Privatinsolvenz im Alter resultieren aus dem problematischen Arbeitsmarkt in der Vergangenheit und dem Wandel der Erwerbsformen. Dazu zählt beispielsweise die Zunahme von Niedriglohnbeschäftigung und in der Folge eine entsprechend geringe Altersrente. Dass die Renten nicht ausreichen, beruht in vielen Fällen auch auf einer Erwerbsbilanz mit Unterbrechungen. Das Risiko einer Privatinsolvenz im Alter wird zudem durch hohe Kosten im Krankheitsfall erhöht. Zu den Betroffenen von Privatinsolvenzen in der Altersgruppe "61 Jahre und älter" zählen auch ehemals Selbstständige, da bei ihnen die Altersvorsorge aufgrund der fehlenden Pflicht häufig auf der Strecke bleibt.
Diese Entwicklungen in Verbindung mit dem demografischen Wandel werden dazu führen, dass künftig eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe vor finanziellen Problemen im Alter stehen wird. Überraschend angestiegen sind auch die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe der 51 bis 60-Jährigen. Auch in dieser Gruppe stiegen die Fallzahlen um 2,2 Prozent auf 8.555 Privatinsolvenzen. In der Summe machen die beiden ältesten Altersgruppen 31,6 Prozent (13.350 Privatinsolvenzen absolut) am Insolvenzgeschehen in Deutschland aus, wie nachfolgende Grafik verdeutlicht.

Fazit: Diese Zahlen sind ein Armutszeugnis für Deutschland!
Die obigen Zahlen belegen, dass nahezu jede dritte Privatinsolvenz in Deutschland von einem Bundesbürger angemeldet wird, der mindestens 51 Jahre alt ist. Das ist ein Armutszeugnis für Deutschland.
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Geopolitik 2019: Die größten Risiken!
(04.01.2019) Das von Ian Bremmer gegründete Analysehaus Eurasia Group mit Sitz in New York hat aktuell seinen renommierten Global Risk Report 2019 veröffentlicht. Dieser zeichnet ein sehr düsteres Bild. Das grundlegende Fazit ist: Der Erosionsprozess der geopolitischen Ordnung wie wir diese seit Jahrzehnten kennen, ist aktuell auf der ganzen Welt in vollem Gange.
Nachfolgend habe ich für Sie die 10 größten, geopolitischen Risiken aus dem aktuellen Global Risk Report 2019 übersichtlich zusammengefasst:
1. Gefährliche Saat
Die geopolitischen Gefahren die auf der ganzen Welt Gestalt annehmen, werden in den kommenden Jahren Früchte tragen.
2. USA-China
In den Beziehungen zwischen Washington und Peking ist etwas Grundlegendes gebrochen, das nicht wieder zusammengefügt werden kann. Unabhängig davon, was zukünftig mit den wirtschaftlichen Verbindungen beider Länder geschieht.
3. Cyberkriminalität
Hacker sind raffinierter geworden, Gesellschaften sind stark von digitalen Diensten abhängig. Die Bemühungen, sich auf grundlegende Regeln für den Cyberkrieg zu einigen sind im Nirvana verlaufen.
4. Europäischer Populismus
2019 wird zeigen, dass Populisten und Protestbewegungen in Europa stärker sind als je zuvor.
5. Politische Spannungen in den USA
Während die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump angeklagt und aus seinem Amt entfernt wird äußerst gering ist, wird die politische Volatilität außergewöhnlich hoch sein.
6. Stagnation des Fortschritts (Innovation Winter)
Wir sind auf dem Weg zu einem globalen Innovationswinter, einer politisch bedingten Reduktion des Finanz- und Humankapitals. Dieses wichtige Investitionskapital steht für die nächste Generation aufstrebender Technologien damit weniger stark zur Verfügung.
7. Koalition der Unwilligen
Die von den USA geführte Weltordnung erodiert seit einigen Jahrzehnten. Wir sehen jetzt die wachsenden Reihen einer Koalition von Weltführern, die nicht bereit sind, die globale liberale Ordnung aufrechtzuerhalten. Einige sind sogar entschlossen, sie zu Fall zu bringen.
8. Mexico
Der neue Präsident des Landes – Andres Manuel Lopez Obrador – beginnt seine Amtszeit mit einem gewissen Maß an Macht und Kontrolle über das politische System, das in Mexiko seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr zu sehen war.
9. Ukraine
Der Zusammenstoß in der Kertsch-Straße im November 2018 war ein Vorgeschmack auf die kommenden Spannungen. Putin betrachtet die Ukraine weiterhin als wesentlich für den Einflussbereich Russlands.
10. Nigeria
Nigeria steht vor den härtesten umkämpften Wahlen, seit dem Übergang zur Demokratie im Jahr 1999.

Schatzkammer Fürstentum Liechtenstein: Die Top-12-Erlebnisse
Jedes Risiko ist gleichzeitig auch mit einer Chance verbunden. Deswegen möchte Ihnen zusätzlich zu den obigen, 10 tendenziell negativen Entwicklungen auch einmal postive Rahmenbedingungen hervorheben. Hierzu widme ich mich wieder einmal dem Fürstentum Liechtenstein, heute aber mit einem Blick auf eine ganz andere Seite. Das Fürstentum Liechtenstein ist der viertkleinste Staat in Europa.
Mit einer Landesfläche von lediglich 160 Quadratkilometern Fläche liegt das Fürstentum in der Liste der kleinsten Staaten der Welt auf dem sechsten Platz. Mit seinen 38.000 Einwohnern ist Liechtenstein vergleichbar mit einer deutschen Kleinstadt. Die Hauptstadt Vaduz ist mit seinen rund 5.500 Einwohnern eher vergleichbar mit einem Dorf. Unter den rund 4.500 im Fürstentum domizilierten Unternehmen finden sich allerdings auch weltbekannte Namen.
Beispielsweise der Bautechnologiekonzern Hilti, der Automobilzulieferer thyssenkrupp Presta, oder der Industriekonzern Oerlikon Balzers. Liechtenstein ist der wahre Exportweltmeister, da fast alle produzierten Güter für den Export bestimmt sind. Waren im Wert von rund 3 Milliarden Schweizer Franken werden Jahr für Jahr ausgeführt. Die Güter, die in die Schweiz gehen sind dabei gar nicht mitgezählt, da zwischen beiden Ländern bereits seit 1923 eine Zoll- und Währungsunion besteht.
Neben zahlreichen Fragen zu empfehlenswerten Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltern oder Edelmetallhändlern und Zollfreilagern aus Liechtenstein erhalte ich auch immer wieder Fragen in Bezug auf Sehenswürdigkeiten in Liechtenstein. Da ich kein Tourismus-Experte bin orientiere ich mich hier sehr gerne an den Empfehlungen des Tourismus-Verbandes „Liechtenstein Marketing“, die ich Ihnen nachfolgend zusammengefasst habe.
1. Aussichtsterrasse auf Sareis
Hoch über dem Malbuntal finden Sie auf 2000 Meter Höhe die Aussichtsterrasse Sareiserjoch. Sie bietet einen herrlichen Ausblick auf die Liechtensteiner Bergwelt.
2. Burg Gutenberg
Die Burg Gutenberg ist eine gut sichtbare hochmittelalterliche Burg in der südlichsten Gemeinde des Landes, in Balzers.
3. Eislaufen in Malbun
Der Eisplatz “Schlucher-Treff” lädt zum gemächlichen Eislaufen, zu Eisstockschiessen oder Eishockey ein. Der Eisplatz befindet sich am Ortseingang von Malbun.
4. Historischer Höhenweg
Der Historische Höhenweg von Bendern nach Schellenberg führt an der Wiege des Landes Liechtenstein vorbei, leicht ansteigend erreichen wir die prähistorischen Siedlungsplätze Lutzengütle und Malanser.
5. Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein
Die Fürstliche Hofkellerei in Vaduz bietet sowohl einen guten Überblick wie auch önologische Raritäten, die verkostet und erworben werden können.
6. Lama- und Alpaka-Trekking
Es gibt fast nichts Entspannteres als eine Wanderung mit Lamas und Alpakas. Speziell Kinder haben ihren Spass daran.
7. Liechtensteinisches Landesmuseum
Das Gebäude des Liechtensteinischen Landesmuseums hat eine bewegte Geschichte, die Ursprünge der Grundsubstanz gehen aufgrund dendrochronologischer Untersuchungen auf das Jahr 1438 zurück.
8. Ruggeller Riet
Das Naturschutzgebiet Ruggeller Riet ist ein Kleinod in der Talebene Liechtensteins.
9. Sammlung der Hilti Art Foundation
Direkt neben dem Kunstmuseum Liechtenstein befindet sich als Erweiterung das Ausstellungsgebäude der Hilti Art Foundation.
10. Schatzkammer Liechtenstein
Das im Alpenraum einzigartige Museum “Schatzkammer Liechtenstein” in Vaduz zeigt einmalige Objekte, die eng mit Liechtenstein verbunden und nirgendwo sonst in dieser Form und Zusammenstellung zu finden sind.
11. Schloss Vaduz
Das Schloss Vaduz thront rund 120 Meter über der Hauptstadt Vaduz. Es ist das Wahrzeichen der Hauptstadt Liechtensteins und schon von weit her sichtbar.
12. Städtle Vaduz
Vaduz ist Hauptort des Fürstentums Liechtenstein, Sitz der Behörden und des Landtags und seit 1939 auch fürstliche Residenz. Das Städtle ist das Zentrum von Vaduz.
Schaffen Sie sich jetzt ein zweites Standbein außerhalb der EURO- und EU-Systeme!
Ich bin seit vielen Jahren aufgrund der politischen Stabilität, verbunden mit dem hohen Schutz der Eigentums-, Bürger- und Freiheitsrechte, ein großer Freund von Banken mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Kanada. Ich zeige Ihnen fortlaufend solide Banken aus diesen Ländern, zur sicheren Optimierung Ihrer Liquiditätsreserven und Vermögenswerte, außerhalb der EU-Systeme.
Weil die Risiken der EU-Bankenunion längst auch Ihr Konto und Wertpapierdepot bei einer EU-Bank bedrohen. Ich zeige Ihnen beispielsweise etablierte Anbieter-Empfehlungen für das Fürstentum Liechtenstein vom Edelmetallhändler über Zollfreilager bis hin zu Banken und bankenunabhängigen Vermögensverwaltern. Für ein solides und sicheres Standbein Ihres Geldes, außerhalb der EURO- und EU-Systeme.
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Big Mac und Marlboro: Die Kaufkraft-Idikatoren!
(01.09.2018) Wie sehr sich die Kaufkraft weltweit unterscheidet, lässt sich anhand verschiedener Kriterien ermitteln. Sie kennen sicherlich den mittlerweile vielbeachteten Big-Mac-Index. Der Big Mac ist längst ein Klassiker und feiert im Jahr 2018 seinen 50. Geburtstag. Der Big Mac ist ein mehrfach belegter Burger, der in allen McDonald’s Restaurants weltweit in standardisierter Größe bestellbar ist. Zuletzt kam im Jahr 2018 mit Kasachstan ein weiteres Land hinzu, in dem McDonalds ein Restaurant eröffnete und den Big Mac verkauft. Damit wird der Big Mac weltweit in 121 Ländern angeboten.
Die britische Wochenzeitung „The Economist“ nutzte 1986 erstmals den Big-Mac-Burger als Indikator, um die Kaufkraft verschiedener Währungen zu vergleichen. Der Big-Mac-Index ermöglicht einen leicht verständlichen Währungsvergleich und verdeutlicht die Über- und Unterbewertungen einzelner Währungen. Kostet der Big Mac etwa in der Schweiz umgerechnet 6,76 US-Dollar, sind es in den USA nur 5,28. In Deutschland sind es mit 4,77 Euro noch einmal weniger. Am günstigsten ist der Burger allerdings in der Ukraine: Hungrige müssen hier lediglich 1,64 US-Dollar zahlen. Der Big Mac zeigt uns also, in welchem Land unser Geld mehr oder auch weniger wert ist

Der Blick auf den Marlboro-Index: Bis zu 1.800 Prozent Preisunterschied für eine Schachtel Zigaretten
Weit weniger bekannt als der Big Mac-Index ist der Marlboro-Index. Numbeo ist eine globale Datenbank basierend auf Crowdsourcing aus gemeldeten Verbraucherpreisen, wahrgenommenen Kriminalitätsraten, Qualität der Gesundheitsversorgung und anderen Statistiken. Ich finde derartige „Bürgerstatistiken“ bzw. Datenanalysen auf Basis von realen Verbraucherdaten stets hochinteressant. Dieser Marlboro-Index ist somit mindestens genauso interessant wie der Big Mac-Index.
Raucher in Australien müssen für Zigaretten schon länger tief in die Tasche greifen. Ende August 2018 wurde die Tabaksteuer noch einmal erhöht. Der Preis für eine Packung Marlboro-Zigaretten mit 20 Stück klettert damit auf astronomische 16,78 Euro. Deutschland liegt im aktuellen Länder-Ranking von Numbeo hingegen lediglich auf Platz 16, wie die nachfolgende Statista-Grafik eindrucksvoll verdeutlicht.
Preiswert sind Zigaretten – wie auch der Big Mac – unter anderem in der Ukraine, hier liegt der Preis noch unter einem Euro. Die Diskrepanz zwischen den 0,91 Euro für eine Packung Marlboro-Zigaretten mit 20 Stück in der Ukraine und Australien beträgt somit fast schon unglaubliche 1.800 Prozent. Oder anders ausgedrückt, eine identische Schachtel Marlboro ist in der Ukraine um rund 95 Prozent billiger als in Australien.

Mein Fazit: Hilfreiche Sensibilisierung
Der Blick auf derartige Praxis-Indikatoren wie den Big Max-Index oder den Marlboro-Index – im Segment der Verbraucherpreise, aber auch der Steuersätze – ist für mich stets eine wichtige und hilfreiche Sensibilisierung, sowie eine fundierte Ergänzung zu den konventionellen, volkswirtschaftlichen Indikatoren und Parametern.
Der Big Mac-Index ist aber weit aussagekräftiger, weil es beim Marlboro-Index zu einer massiven Verzerrung durch die Steuererhebung kommt.
Dennoch ist dieser gerade auch deswegen interessant im Hinblick auf die Vergleichsmöglichkeit der massiv differierenden Steuersätze. Ein Coca Cola-Index wäre hier vermutlich besser geeignet, wobei auch hier bereits Verzerrungen aufreten in einigen Ländern, die Zuckersteuern eingeführt haben.
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