DigiCent und Shrinkflation!
(31.08.23) Hiermit melde ich mich wieder zurück aus meinem Sommerurlaub in Asien. Ich hatte gemeinsam mit meiner Frau und meinen beiden Kindern wieder einmal eine fantastische Zeit in Thailand und bin immer wieder aufs Neue fasziniert von diesem traumhaften Land. Die Freundlichkeit, der Optimismus der Menschen, das Essen, die Flora und Fauna, aber auch der hohe Grand der Digitalisierung begeistern mich immer wieder. Bei meinen zahlreichen Ausflügen bin ich beispielsweise auf den abgelegensten Inseln gelandet und hatte ein weit besseres Internet zur Verfügung als "zuhause" in Bayern auf dem Land, bei meiner Mama.
Im Gegensatz zum "Digitalen Entwicklungsland" Deutschland gibt es in Thailand ebenso interessante wie innovative Entwicklungen die ich als richtungsweisend bewerte, die in zahlreichen Medien im deutschsprachigen Raum jedoch negativ eingestuft werden.
Thailand: Digitalgeld mit Verfallsdatum und regionaler Gültigkeit!

Die Pheu-Thai-Partei hat angekündigt, eine Digitalwährung mit einem Ablaufdatum von 6 Monaten einzuführen. Diese Währung soll in Form von Digitalen-Gutscheinen via Smartphone im Wert von 10.000 Baht (263 Euro) an die Bevölkerung übermittelt werden und kann nur in einem regionalen Umkreis von 4 Kilometern vom Wohnort der Bürger ausgegeben werden. Ich bewerte das innovative Konzept als hervorragend, weil durch dieses zeitlich begrenzte Anreizsystem ganz gezielt eine regionale Wirtschaftsförderung umgesetzt werden kann!
Es ist wichtig, auf die Risiken der Digitalisierung - auch mit Blick auf unser (Bar)Geld - hinzuweisen. Angstmachereich und pauschale Ablehnung jeglicher Innovation und Veränderung gehören jedoch nicht dazu! Programmierbares Geld bietet große Vorteile. Beispielsweise könnten staatliche Zuwendungen in Form von Transferleistungen dadurch weit gezielter gesteuert und kontrolliert werden, wodurch dem Sozialbetrug weit besser Einhalt geboten werden könnte.
In Deutschland steigt die Sorge vor einem gravierenden Wohlstandsverlust
Was mich in Thailand immer ganz besonders beeindruckt, ist die Lebensfreude und der Optimismus der Thailänder. Obwohl die Mehrheit nicht in Wohlstand lebt und mit den täglichen Herausforderungen des Lebens zu kämpfen hat, strahlen die Thailänder eine große Lebensfreude aus. In meinen vielen Gesprächen mit Einheimischen fällt mir auch auf, dass nie über den durchaus als fragwürdig zu bezeichnenden König oder die Politik negativ gesprochen wird.
In Deutschland oder Österreich ist hingegen die Unzufriedenheit der Menschen mit den politischen Rahmenbedingungen in zahlreichen Bereichen zu spüren. Das ist für mich deswegen nicht überraschend, weil viele Bürger jetzt erstmals seit Jahrzehnten den realen oder zumindest drohenden Wohlstandsverlust spüren. Dafür sind nach meiner Einschätzung politische Fehlsteuerungen verantwortlich und diesem Unmut wird zunehmend Luft gemacht. Ein wesentlicher Grund dafür sind natürlich die enormen Preissteigerungen. Der Begriff der Inflation ist dabei in aller Munde, was alle Verbraucher in diesem Zusammenhang zu spüren bekommen ist die sogenannte Shrinkflation.

Die Shrinkflation hat bedenkliche Ausmaße angenommen
Mit dem Begriff „Shrinkflation“ wird das Verkleinern der Portionierungsgrößen von Verbrauchsgütern oder das Abfüllen einer geringeren Menge beschrieben, um die Auswirkungen der Inflation zu kaschieren und zu verbergen. Die „Shrinkflation“ ist ein sogenanntes Kofferwort, das sich aus dem englischen Wort „shrink“ für „schrumpfen“ und dem Fachbegriff der Inflation zusammensetzt. Die Verbraucherzentralen haben diesen Trick mittlerweile in ihrer Berichterstattung aufgegriffen und veröffentlichen wie die Verbraucherzentrale Hamburg regelmäßig die „Mogelpackung des Monats“.
Der Inhalt schrumpft, der Preis nicht: Immer häufiger verteuern Anbieter Produkte, indem sie in weitgehend gewohnter Verpackung weniger Inhalt verkaufen. Beispiele der Verbraucherzentrale Hamburg und der Stiftung Warentest zeigen, wie stark diese Masche Produkte verteuert. Im ersten Halbjahr 2023 verzeichneten wir einen neuen Rekord an Beschwerden über Shrinkflation, so die Verbraucherzentrale Hamburg, die das Phänomen seit Jahren systematisch untersucht.
Die Mogelpackung des Monats verdeutlicht den Trick mit der Shrinkflation
Das Kakaopulver Suchard Express schrumpft beispielsweise von 500 auf 400 Gramm – und ist damit 25 Prozent teurer. Beim Eis am Stiel von Milka und Oreo finden sich nicht nur ein Stück weniger im Karton, sondern bei jedem ist auch noch das Gewicht geschrumpft. Das bedeutet: 48 Prozent bzw. 63 Prozent Preissteigerung. Das Duschgel Duschdas Sport hat weniger Inhalt und wird gleichzeitig teurer – plus 22 Prozent. Und die aktuelle „Mogelpackung des Monats“ September der Verbraucherzentrale Hamburg, die Mundspülung Listerine von Johnson & Johnson, ist ebenfalls eine doppelte Preiserhöhung und um mehr als 33 Prozent teurer geworden.
Die meisten der gezeigten Beispiele übertreffen bei weitem die Inflationsrate, so das Fazit der Stiftung Warentest. Die Inflation lag für Lebensmittel im Juli 2023 bei 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Laut Verbraucherzentrale Hamburg hat der Trend bereits 2022 begonnen: Vom ersten auf das zweite Halbjahr hatten sich die bestätigten Fälle fast verdoppelt. Fiel das Phänomen früher überwiegend bei klassischen Marken auf, sind inzwischen öfter auch Discounter- und Biomarken betroffen. Illegal ist die Praxis der Hersteller in der Regel zwar nicht, aber äußerst intransparent. Die Inhaltsänderung wird oft versteckt oder verschleiert, teils wird sie auch kommuniziert – aber so, als wäre es ein Vorteil: „New Size“ heißt es dann oder „Neue Form für feineren Genuss“.

Herausforderung Inflation – Antwort: Kapitalschutz-Strategien!
Die Inflation und die Vielzahl der damit verbundenen Auswirkungen - zu der auch die Shrinkflation zählt - sind für Bürger, Steuerzahler und Kapitalanleger die größten Herausforderungen unserer Zeit. Deswegen ist die Umsetzung intelligenter und vielschichtiger Kapitalschutz-Strategien die Maxime der Stunde! Praxisempfehlungen hierzu finden Sie in meinem Premium-Magazin "Kapitalschutz vertraulich". Ein Konzept, dass ich mir dabei für eine Strategie-Umsetzung zum Vorbild nehme, nennt sich DigiCent.
Vorbild DigiCent als Investment- und Sparplan-Strategie!
Prof. Dr. Christian Rieck betreut den Lehrstuhl Finance und Wirtschaftstheorie an der Hochschule der Frankfurt University of Applied Sciences. Der renommierte Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler hat aktuell mit DigiCent ein revolutionäres Konzept vorgestellt, das eine neue Form des Sparens mit sich bringen würde. Er schlägt dabei vor, Sparbeiträge nicht wie bisher an das Einkommen zu koppeln, sondern an den Konsum. Sein Modell sieht vor, dass ein Sparbetrag in Höhe von einem Prozent in Form des DigiCent bei jeder Konsumausgabe in Aktien investiert wird.
Dieser DigiCent sollte analog der Mehrwertsteuer direkt mit den Endpreisen von Waren und Dienstleistungen ausgewiesen und in einem automatisierten Verfahren auf eigens dafür geschaffene Aktien-Depots der Bürger abgeführt werden. Die Steuer-ID, die jeder Bürger von der Wiege bis zur Bahre besitzt, soll dazu die Identifikation sicherstellen, so dass keine dritte Person Zugriff auf das – im Gegensatz zum Sammeltopf der gesetzlichen Renten – eingezahlte Sondervermögen erlangen kann.
Der Faktor Arbeit wird in Zukunft an Bedeutung verlieren
Prof. Rieck hält es für wichtig, die althergebrachte Koppelung von Vermögensaufbau und Arbeitseinkommen voneinander zu trennen, weil in der Wechselwirkung von Arbeit und Kapital der Faktor Arbeit immer unwichtiger wird. Das liegt daran, dass Automatisierung, Digitalisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz die menschliche Arbeit in naher Zukunft in fast allen Bereichen zurückdrängen werden. Indem die individuelle Altersvorsorge an die Konsumausgaben gekoppelt wird, kann der damit verbundene Sparvorgang über das Konzept des DigiCent im täglichen Leben so einfach erfolgen wie die Abführung der Umsatzsteuer, ohne dass dieser Vorgang als Belastung wahrgenommen wird.
Das DigiCent-System soll das bestehende Rentensystem nicht ablösen, sondern ergänzen. Da selbst Empfänger von Transferleistungen dadurch eine Altersvorsorge aufbauen könnten, fordert Prof. Rieck eine verpflichtende Teilnahme. Das jährliche Gesamtaufkommen dieser neuen Art des Rentensparens würde in Deutschland schätzungsweise 15 bis 19 Milliarden Euro betragen. Auf diese Art und Weise könnte jede einzelne Person bis zum Ende seiner der Erwerbstätigkeit rund drei Jahresgehälter ansparen und produktiv wie renditestark an den Aktienmärkten investieren.
Das Grundprinzip des DigiCent basiert somit auf einer Art Payback-System, wie es zahlreiche Unternehmen seit vielen Jahren zur Kundenbindung umsetzen. Beim DigiCent fließt das Geld dann eben in die Rente. Ich finde das DigiCent-Konzept richtungsweisend für die Zukunft, erwarte aber keine schnelle Umsetzung durch die Politik. Sie können jedoch heute schon nach diesem Vorbild eine Altersvorsorge mit integriertem Bonusprogramm umsetzen, das auf Ihren Konsumausgaben basiert.
Die Einführung des Digital-Euro wäre ein Turbo für den DigiCent!

Die Einführung eines digitalen Euros (Grafik: EZB) würde die Abwicklung des DigiCent-Konzeptes zusätzlich vereinfachen. Dass der digitale Euro kommt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Ich informiere Sie in meiner aktuellen September-Ausgabe von "Kapitalschutz vertraulich" über die aktuellen Entwicklungen des E-Euro und zeige Ihnen einen alternativen Rentenbaustein nach dem Vorbild des DigiCent-Konzeptes.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Zeiten der Angst!
(05.09.22) Ich melde mich mit diesem Beitrag wieder zurück aus meinem diesjährigen Sommerurlaub, den ich mit meiner Familie in Thailand, im wunderschönen Khao Lak, verbracht habe. Ich habe in den mehr als drei Wochen meiner Auszeit sehr viel unternommen und war mit meiner Frau und meinen beiden Kindern täglich mehrmals hervorragend essen.
Dennoch waren meine Ausgaben überschaubar, weil das Preisniveau in Thailand sehr niedrig ist. Die Mentalität, die Freundlichkeit und der Optimismus der Thailänder hinterlassen bei mir jedes Mal einen bleibenden Eindruck. Obwohl die Menschen hier nicht viel haben und aufgrund Corona große Einbußen zu verzeichnen hatten - ohne dass große staatliche Hilfen, Sonderzahlungen und Rettungsprogramme zur Verfügung standen - spüre ich hier weit mehr Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Zufriedenheit und Zukunftsoptimismus als in EU-Europa.
Von dieser Zuversicht habe ich mich auch diesmal wieder anstecken lassen, vor allem wenn ich abends und frühmorgens - am wunderschönen Strand in Khao Lak unter Palmen (Bild: Markus Miller) - die überwiegend massiv negativen Nachrichten aus der Welt, Europa und vor allem aus Deutschland gelesen habe. Dabei ist wieder einmal der Effekt der "German Angst" zu beobachten. Mit dem Stereotypen der "German Angst" wird eine als charakteristisch empfundene, gesellschaftliche und politische, kollektive Verhaltensweise der Deutschen bezeichnet. Diese kommt gerade in Krisenzeiten bzw. Zeiten großer Herausforderungen stets zum Ausdruck. Bei den Thailändern habe ich derartige Ausprägungen überhaupt nicht wahrgenommen, trotzdem die Menschen auch hier vor großen Herausforderungen stehen und das Wohlstandsniveau weit geringer ist als in Deutschland.

Sonderausgabe: Attraktives Thailand!
Deswegen hatte ich auch Kontakt mit einer deutschsprachigen Anwaltskanzlei mit Sitz in Bangkok, die sich auf die thailändischen Auswanderungs- und Ansiedlungsprogramme spezialisiert hat. Das Königreich Thailand lockt weiterhin Ausländer an. Ab dem 1. September startet das neue Programm Long Term Resident (LTR). In diesem Zusammenhang können 10-Jahres-Visas (Aufenthaltsgenehmigungen) so günstig beantragt werden, wie nie zuvor.
Speziell Rentner sind in Thailand gerne gesehen und erhalten ein Visum beim Nachweis einer Mindestrente. Auch für Freiberufler und Selbständige bieten sich attraktive Möglichkeiten. Auf diese Thematik gehe ich in einer kommenden Monatsausgabe meines Wirtschaftsmagazins KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ausführlich ein. Nun zu den weniger erfreulichen Entwicklungen.
German Angst: Von der Immigration zur Inflation!
Inflation und steigende Lebenskosten sind laut einer Umfrage im Rahmen des Statista Global Consumer Surveys die größten Probleme mit denen Deutschland momentan konfrontiert ist. Etwa die Hälfte aller in der Bundesrepublik befragten Personen haben die aktuellen Teuerungen als schwierigste Hürde für das Land identifiziert.
In ihren Augen haben diese sogar mehr Gewicht als zum Beispiel der Mangel an bezahlbarem Wohnraum (40 Prozent) sowie dem Klimawandel (39 Prozent). Die beiden Herausforderungen standen im vergangenen Jahr noch über dem Kostenanstieg, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt.

Deutsche Ängste: Preissteigerungen und Kaukraftstabilität des Euro
2019, noch vor der Pandemie und Energiekrise, empfanden mit 49 Prozent die meisten der Befragten das Thema Immigration als größtes Problem. Im Angesicht der darauffolgenden Krisen hat die Zuwanderung jedoch deutlich an Gewicht verloren – im Jahr 2022 sehen nur noch 32 Prozent Immigration als Hauptproblem Deutschlands. Ebenfalls stark gesunken ist der Anteil der Umfrageteilnehmer, der Terrorismus für ein bedeutendes Problem halten. Seit 2019 ist der Anteil derer von 29 auf 15 Prozent gesunken.
Dass Deutschland ein Problem mit den gültigen Zivilrechten hat, hat in der Wahrnehmung der Befragten hingegen an Stellenwert gewonnen. Heute denken rund 20 Prozent, dass die Rechte der Bürger in Gefahr sind - fünf Prozentpunkte mehr als 2019. Verantwortlich dafür sind vermutlich die Restriktionen im Zusammenhand mit der Coronakrise, die bei vielen Deutschen für großen Unmut sorgten. Dass die Inflationsangst einen derart starken Anstieg erfahren hat ist nicht verwunderlich, dazu reicht allein der Blick auf bestimmte Lebensmittelpreise.
Luxusgut Lebensmittel!
Zahlreiche Lebensmittel sind zuletzt deutlich teurer geworden. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Insbesondere für Sonnenblumen- oder Rapsöl müssen Verbraucher jetzt tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr (+102,6%). Auch andere Produkte wie Quark, Butter, Weizenmehl oder Sahne legen im Preis zu.

Dominoeffekte verteuern die Lebensmittelpreise
Laut Einschätzung der Verbraucherzentrale gibt es eine Reihe von Ursachen für die steigenden Lebensmittelpreise. So seien die Kosten für Energie, Düngemittel und Futtermittel stark gestiegen, zusätzlich verteuerten Arbeitskräftemangel und Mindestlohn die Personalkosten. Bereits im Juli 2021 hat der erste Preisschub bei Lebensmitteln eingesetzt, der sich im laufenden Jahr Monat für Monat fortsetzt.
Sozialverbände und Ernährungsexperten warnen vor den sozialen und gesundheitlichen Folgen des starken Preisanstiegs für gesunde Lebensmittel. "Obst und Gemüse werden für Geringverdiener und Menschen in Grundsicherung durch die Preissteigerungen endgültig zum Luxusgut, das sie sich nicht mehr leisten können", sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, dem "Tagesspiegel".
Lebensmittel, selbst Grundnahrungsmittel werden dadurch selbst für breitere Gesellschaftsschichten zunehmend zu einem regelrechten Luxusgut. Dennoch bewerte ich es auch nicht als verwerflich, gezielt in Agrarrohstoffe zu investieren, weil die Landwirtschaft die Grundlage unserer Nahrungsmittelversorgung darstellt.
Mein Fazit: Ausgesuchte Rohstoff-Investments gehören in jedes Wertpapierdepot!
Rohstoffe begleiten die Entwicklungsgeschichte der Menschheit von Beginn an. Organische Rohstoffe sind als Energielieferant die Basis jeglichen Lebens auf der Erde. Von den Jägern und Sammlern haben wir uns über Jahrtausende zu Produzenten und Händlern von immer fortschrittlicheren Gütern entwickelt, deren Grundlage stets Rohstoffe sind. Mit der Stein-, Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit sind die frühen Epochen unserer Evolution nach Rohstoffen benannt.
Heute leben wir in der Erdneuzeit, die man auch als „Hochtechnologiezeit“ oder „Digitalzeit“ bezeichnen könnte. Dieses Zeitalter ist geprägt von einer stark wachsenden Weltbevölkerung und einem gigantischen Ressourcenverbrauch an Rohstoffen, der in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert ist. Ausgesuchte Rohstoff-Investments - von Agrarrohstoffen über Holz, Wasser und Wasserstoff bis hin zu strategischen Metallen und seltenen Erden - gehören deswegen in jedes Wertpapierdepot! Auch hierzu gibt es bereits entsprechende Rohstoff-Sonderausgaben meines Wirtschaftsmagazins KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.
Wie wird versucht die Inflation zu bekämpfen? Durch noch mehr Staatswirtschaft!
Dem verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl wird das Zitat zugeschrieben: „Bei einer Staatsquote von 50 Prozent beginnt der Sozialismus". EU-Europa ist hier angekommen!
Die Staatsausgaben im Euroraum lagen im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 52,4 Prozent. Wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, sind die Staatsausgaben in den meisten Ländern der Europäischen Union und dem Euroraum innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich gestiegen.

Über die Staatsquoten in die EU-Planwirtschaft
Besonders hoch ist der Wert zum Beispiel in Frankreich. Der französische Staat hat im vergangenen Jahr rund 59,2 Prozent seines Bruttoinlandproduktes ausgegeben - aber auch schon 2021 gehörte das Land zu den Euro-Mitgliedern mit der höchsten Staatsquote.
Deutschland liegt bei den Staatsausgaben in Relation zur Wirtschaftsleistung im europäischen Durchschnitt. Seit 2001 ist die Staatsquote laut Eurostat-Daten um 4,1 Prozentpunkte auf 51,2 Prozent angestiegen.
Deutlich stärker war der Anstieg in Ländern, die in der Vergangenheit größere wirtschaftliche Krisen durchlebt haben. So beispielsweise in Griechenland, wo die Staatsausgaben 2001 noch 46 Prozent des BIP entsprachen - mittlerweile steht die Quote bei 56,9 Prozent. In Spanien ist diese im selben Zeitraum sogar um 12,2 Prozentpunkte angestiegen.
Nur wenige Länder in Europa konnten ihre Staatsquote gegenüber 2001 reduzieren. Nur für Dänemark, Schweden, Kroatien, Polen und Irland verringerte sich der Anteil der Staatsausgaben am BIP. Irland reduzierte diese um ganze 7,3 Prozentpunkte und besitzt seit je her eine deutlich niedrigere Quote als der Rest Europas.
Mein Fazit: EU-Europa ist in der Planwirtschaft angekommen. In allen Euro-Ländern stellt die soziale Sicherung den bedeutendsten Ausgabenbereich dar. Die Schutzfunktionen der Staaten kommen an ihre Grenzen, Umverteilungen werden unumgänglich. Die Umsetzung wirkungsvoller Kapitalschutz-Strategien ist deswegen die Maxime der Stunde!
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com




