1.142.926 Kontenabrufe bei Banken!

(24.07.23) In Deutschland ist der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen laut Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) 3,6 Prozentpunkte höher als vor Beginn der Corona-Pandemie. Das bedeutet, dass sich 2022 rund 22% der Menschen in Deutschland in mindestens einer der folgenden drei Situationen befanden:

1. Sie waren nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht (Einkommensarmut)

2. Sie litten unter erheblicher materieller Deprivation (Mangel)

3. Sie lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit

Auch in Österreich ist der Armenanteil gestiegen, wie der Blick auf die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Aber immerhin nicht in dem Ausmaß, wie in Deutschland oder in Frankreich (+2.2% im Vergleich zu 2019) der Fall ist. Insgesamt ist die Armutsquote 2022 im Vergleich zu 2019 in acht EU-Ländern gestiegen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: In 18 Ländern ist der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen zurückgegangen.

Bürger und Steuerzahler bezahlen die Zeche der politischen Fehlentscheidungen!

Mein Fazit: Diese Statistik veranschaulicht sehr gut die Entwicklung, dass Deutschland, seine Bürger und Steuerzahler die Zeche der politischen Fehlsteuerungen und ökonomischen Fehlentwicklungen von Euro und EU-Europa überproportional stark bezahlen müssen!

Eigentum kann enteignet werden!

Nach dem Eilantrag eines CDU-Bundestagsabgeordneten ist die Abstimmung über den Gesetzentwurf zum sogenannten Gebäudeenergiegesetz durch das Bundesverfassungsgericht vorerst gestoppt worden und mittlerweile in ein totales politisches, wirtschaftliches und auch gesellschaftliches Chaos übergegangen. Vor dem Hintergrund des medialen Rauschens dieses für die Ampel-Koalition und Wirtschaftsminister Robert Habeck peinlichen Vorgangs ist eine weitere Entwicklung im Zusammenhang mit Immobilienbesitz in Deutschland leider weitestgehend untergegangen.

Ende Juni hat die Expertenkommission zur Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne ihren Bericht vorgelegt mit einem Ergebnis, dass bei jedem Immobilienbesitzer und Vermögensinhaber die Alarmglocken laut klingeln lassen muss. Immobilienkonzerne wie die Deutsche Wohnen können nämlich in Berlin vergesellschaftet werden. Rechtlich gebe es keine Bedenken, heißt es im Papier der Expertenkommission zum Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“.

Geprüft wurde unter anderem, ob sich der Vergesellschaftungsartikel 15 des Grundgesetzes auf „die anvisierten Immobilien“ beziehen lässt. Die Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass es rechtlich machbar ist, wenn „die gemeinnützige Bewirtschaftung für die Zukunft gesetzlich gesichert“ sei.

Die Aussagen von Aysel Osmanoglu sind eine Farce für den Investitionsstandort Deutschland!

Dieses Gesetz wurde bislang noch nie angewendet, aber allein die Tatsache, dass eine derartige Möglichkeit besteht und eine Nutzung in Erwägung gezogen wird, bewerte ich als katastrophal für Deutschland, nicht nur mit Blick auf Immobilieneigentümer. Was mich regelrecht fassungslos macht, möchte ich am Beispiel von Aysel Osmanoglu (Foto: Aysel Osmanoglu - Bild: Patrick Tiedtke/GLS Bank) beschreiben. Vermutlich haben Sie diesen Namen noch nie gehört. Frau Osmanoglu ist nicht etwa eine linke Politikerin, sondern Vorstandssprecherin der GLS Bank und Mitglied in der Expertenkommission zur Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne.

Sie befürwortet ausdrücklich die Enteignungsmöglichkeit als „großen Schritt“ und begründet diesen mit „sozialen Aspekten“. Sie ist der Ansicht, dass die Spekulation mit Wohnimmobilien aus sozialen Gründen untersagt werden muss. Die GLS Bank ist jetzt nicht nur irgendeine unbedeutende Regionalbank, sondern als Genossenschaftsbank die größte und nach eigener Darstellung erste sozial-ökologische Bank Deutschlands.

Ich würde niemals mehr ein Konto bei der GLS Bank eröffnen oder gar dort Geld anlegen. Diese Entwicklungen, die Entscheidung der Expertenkommission und die stellvertretenden Aussagen von Aysel Osmanoglu sind für mich eine Farce für den Investitionsstandort und die Rechtssicherheit in Deutschland. Auch das Bankgeheimnis ist in Deutschland längst nicht nur ausgehöhlt, sondern Banken sind zu offenen Datenbanken und "Meldestellen" geworden.

Mein Fazit: Im Gegensatz zur Abhängigkeit von Ihrer Regierung können Sie als Anleger das Heft des Handelns - selbstbestimmt und eigenverantwortlich - selbst in die Hand nehmen.

Kontenscreening: Die Inflation der behördlichen Kontenabrufe

Banken pflegen die Stammdaten ihrer Kunden nicht nur in ihren eigenen Datenbanken, sondern auch in eine zentrale Datenbank ein. Dies geschieht zugunsten behördlicher Datenabrufe, die trotz Bankgeheimnis möglich sind. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 58.000 behördliche Kontenabfragen verzeichnet. Im vergangenen Jahr wurden bereits mehr als vierundzwanzig Mal so viele Kontenabfragen registriert.

Von den 1.142.926 Behördenabfragen stammen 294.000 von den Finanzämtern aufgrund steuerlicher Verdachtsmomente. Der Trend geht kontinuierlich steil nach oben. Werden wir alle gläsern? Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. (LoHi) hat zu dieser wichtigen Thematik aktuell eine hervorragende Analyse veröffentlicht, in welchen Fällen das Finanzamt aktiv werden darf.

Wann darf das Finanzamt in Ihr Konto schauen?

Eine Kontenabfrage ist erlaubt, wenn es um die Überprüfung von Angaben in der Steuererklärung geht, mit dem Ziel, eine Steuerstraftat aufzuklären. Denn Steuerzahlende sind verpflichtet, dem Finanzamt gegenüber wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Nur wenn alle gemäß ihrer Finanzkraft gleichmäßig Steuern zahlen, kann es in Deutschland eine gewisse Steuergerechtigkeit geben. Um diese sicherzustellen und Steuerhinterziehung aufzudecken, wurde das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit im Jahr 2003 geschaffen. Es regelt, in welchen Fällen und durch welche Organe ein Kontenabruf zu Kontrollzwecken vorgenommen werden darf.

Versäumt es ein Steuerpflichtiger, dem Finanzamt seine Einkommensverhältnisse vollumfänglich oder plausibel mitzuteilen, wird er im Rahmen eines Steuerermittlungsverfahrens aufgefordert, die notwendigen Auskünfte zu erteilen. Wird die entsprechende Auskunft unterlassen, führt das Bundeszentralamt für Steuern im Auftrag des jeweiligen Finanzamtes oder der Steuerfahndung einen Kontenabruf durch. Ob der Kontenabruf gerechtfertigt ist, prüft die anfragende Behörde übrigens selbst. Sofern es für die Ermittlungen nicht hinderlich ist, muss der Steuerpflichtige aber hinterher über den Datenabruf informiert werden. Die Banken selbst erlangen keine Kenntnis davon, wann und wie oft und zu welchem Zweck auf die Daten zugegriffen wird.

Welche Daten können eingesehen werden?

Im ersten Schritt dürfen die sogenannten Stammdaten elektronisch abgerufen werden. Diese umfassen bei allen inländischen Bankkonten und Werpapierdepots die Kontonummer, den Nach- und Vornamen, das Geburtsdatum des Kontoinhabers, Verfügungsberechtigte und wirtschaftlich Berechtigte, deren Adresse sowie das Eröffnungs- und gegebenenfalls Auflösungsdatum des Kontos. Auf diese Art und Weise lässt sich leicht und schnell überprüfen, wie viele Konten und Depots eine steuerpflichtige Person bei welchen Banken besitzt.

Kontostand und einzelne Umsätze auf den Konten sind in den Stammdaten nicht erfasst und bleiben vorerst geheim. Es sei denn, das Finanzamt wurde fündig und sein Verdacht bestätigt. In der Hälfte aller Fälle werden nämlich verschwiegene Kapitaleinkünfte erfolgreich aufgedeckt. Verweigert der Steuerpflichtige weiterhin die Kooperation mit den Finanzbehörden und klärt falsche oder fehlende Angaben nicht auf, dann dürfen auch die Kontoauszüge samt Kontoständen und -bewegungen bei der Bank im Rahmen eines Einzelauskunftsersuchens erfragt werden.

Die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise zur Beweiserhebung wurde durch das Bundesverfassungsgericht bereits mehrfach geprüft und im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz bestätigt. Weitere Auskunftsberechtigte sind u.a. die Jobcenter, Sozialämter, Bafög-Ämter, Unterhaltsvorschussstellen, Gerichtsvollzieher, Staatsanwälte, Polizei und Zoll. Im Gegensatz zu behördlichen Kontenabfragen stellt ist das Zinsgeschäft eine der grundlegendsten Geschäftsbereiche einer Bank. Hier ist derzeit zu beobachten, dass Banken die gestiegenen Zinsen nicht adäquat an ihre Anlagekunden weitergeben.  

Die besten Strategien für die neue Zinswelt!

Für die Mehrheit der Sparer war der Zinseszinseffekt in den letzten Jahren aufgrund der Notenbankeingriffe weitestgehend außer Kraft gesetzt. Geld wird in unserem schuldenbasierten Finanzsystem hingegen täglich mehr, was durch den Zinseszinseffekt ganz automatisch geschieht. Darüber hinaus trägt auch die massive Ausweitung der weltweiten Geldmengen durch die steigenden Staatsverschuldungen und die expansive Zentralbankpolitik des Gelddruckens zur Erosion unseres Geldes bei.

Über Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Edelmetalle oder Rohstoffe finden sich in den Medien weit mehr Berichte als zur Anlageklasse der Geldwerte. Auch ich gebe Ihnen fortlaufend Empfehlungen aus der Welt der konventionellen wie auch alternativen Sachwerte an die Hand. Das ebenso bewusste wie professionelle Management von Geldwerten wird jedoch nach wie vor von vielen Bürgern und Anlegern unterschätzt. Dadurch werden Klumpenrisiken gebildet und Chancen verschenkt. Die Bedeutung von Geldwerten in Ihrem privaten Vermögens- und Risikomanagement hat jetzt aufgrund der massiv gestiegenen Zinsen signifikant an Bedeutung gewonnen.

Lassen Sie sich von Ihrer Bank nicht abspeisen – nutzen Sie die Zinswende!

Nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine und der damit verbundenen Zeitenwende wechselten die großen Notenbanken wie die Federal Reserve in den USA und die Europäische Zentralbank EZB innerhalb eines historisch kurzen Zeitraumes von einer Nullzins- in eine Normalzinsphase, die vielen Anlegern allerdings wie eine Hochzinsphase vorkommt. Für Kreditkunden wurden die Zinskonditionen seitens der Banken parallel zu diesen Entwicklungen umgehend erhöht. Allerdings geben zahlreiche Banken und Versicherer nur einen Bruchteil der Zinserhöhungen auch an ihre Anlagekunden weiter.

Dadurch frisst die weiterhin hohe Inflation die Nominalzinsen auf, und die Realzinsen verharren weiterhin im negativen Bereich. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Sie von den gestiegenen Zinsen auch profitieren, indem Sie Ihre kurz- bis mittelfristig veranlagten Gelder optimiert verwalten. Nach über zehn Jahren gibt es jetzt endlich wieder einen risikolosen Zins in angemessener Höhe – eine Trendwende, die Sie proaktiv nutzen sollten. Ich zeige Ihnen mit dieser Sonderausgabe zinsstarke Alternativen zu unverzinsten Girokonten und schlechtverzinsten Bankprodukten wie Tages- und Festgeldern – oder dem klassischen Sparbuch.

Setzen Sie auf solide Auslandsbanken!

Mein Fazit: Bei Banken außerhalb Deutschlands sind automatisierte Kontenabrufe nicht möglich. In meiner brandaktuellen Sonderausgabe „Zins-Strategien" meines Wirtschaftsmagazins "Kapitalschutz vertraulich" zeige ich Ihnen auch vor diesem Hintergrund attraktive Anbieter, beispielsweise aus dem Fürstentum Liechtenstein.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Basel 3 wertet Gold auf!

(22.07.2021) Häufig muss ich über Regel- und Gesetzesänderungen sowie neue regulatorische Vorschriften und Gesetze informieren, die nachteilig sind für Sie als Bürger und Kapitalanleger. Deswegen freut es mich stets sehr, wenn ich auch über positive Entwicklungen in diesen Bereichen berichten kann. Das ist heute wieder einmal der Fall, dabei geht es um die sogenannten Vorschriften von Basel 3, die in erster Linie für Banken sehr wichtig sind, infolgedessen aber auch gravierende Auswirkungen für Sie als Bankkunden haben. Basel 3 ist im Bankwesen die Abkürzung für Eigenkapitalvorschriften, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht mit Sitz in Basel im Dezember 2010 veröffentlicht und seither weiter ergänzt wurden. Vorgänger der aktuellen Vorschriften waren somit Basel 1 und Basel 2.

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision, BCBS) wurde 1974 von den Präsidenten der G10-Notenbanken gegründet. Heute gehören dem Baseler Ausschuss hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden aus 28 Jurisdiktionen an. Deutschland wird von Herrn Prof. Dr. Wuermeling für die Bundesbank und Herrn Röseler für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vertreten. Der Baseler Ausschuss tritt in der Regel bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel zusammen, wo sich auch sein ständiges Sekretariat befindet.

Gold wird den Währungen bewertungstechnisch gleichgestellt

Am 28.06.21 sind die neuen Regelungen zur Hinterlegung von Sicherheiten für europäische Banken in Kraft getreten. Ein sehr interessanter Punkt sind dabei die neuen Bewertungsmaßstäbe für das Edelmetall Gold. Basel 3 legt fest, dass Banken Gold in physischer Form als sogenanntes Null-Risiko-Asset bewerten dürfen. Dadurch wird Gold in Form von Münzen oder Barren von der bisher risikoreichen Anlageklasse 3 in die Anlageklasse 1 aufgewertet. Hier finden sich beispielsweise auch Sorten in Form von Bargeldern oder Devisen, also Fremdwährungen als Buchgeld.

Interessant ist dabei, dass diese Regelung rein auf sogenanntes alloziertes (zugewiesenes) Gold zutrifft, nicht auf Papiergold, das rein auf Zahlungsversprechen basiert und nicht physisch und zugewiesen hinterlegt ist. Bei allozierten Gold wird den Bankkunden ein bestimmter Barren oder eine Münze mit direktem Eigentumsübergang zugewiesen. Aus kosten- und ertragsgründen setzen viele Banken bislang auf nicht zugewiesenes Gold in ihren Handelsaktivitäten. Derartige Geschäfte müssen jetzt zusätzlich zu 85% mit Kernkapital hinterlegt werden, was sehr teuer wird. Deswegen wird physisches Gold zukünftig auch innerhalb des Bankensystem weit stärker gefragt sein.

Mein Fazit: Physisches bzw. alloziertes Gold muss ein Basis-Baustein Ihrer Kapitalschutz-Strategie sein. Ich zeige Ihnen dafür entsprechende Mittel, Wege und Strategien in meinem Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.

Die gesetzliche Rente ist unsicher!

Anlagealternativen wie beispielsweise Gold gewinnen auch deswegen weiter an Bedeutung, weil unsere konventionellen Geld- und Rentensysteme weiter erodieren und vor großen Herausforderungen stehen. Das deutsche Rentensystem gerät beispielsweise zunehmend unter Druck. Derzeit stehen einem Altersrentner rund zwei Beitragszahler gegenüber. Anfang der 1960er Jahre war das Verhältnis noch solider: hier kamen auf einen Altersrentner sechs aktiv versicherte Erwerbspersonen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung.

Laut Quelle ist an dieser Entwicklung bemerkenswert, dass die Zahl der Beitragszahler im Trend kontinuierlich zugenommen hat und es 2019 mit 39,1 Millionen aktiv Versicherten so viele Beitragszahler gab wie nie zuvor. Gleichzeitig ist die Zahl der Rentenempfänger aber noch stärker gewachsen und betrug 2019 rund 18,4 Millionen Altersrentner. Der demografische Wandel ist in Deutschland also in vollem Gang. Gleichzeit muss klar ausgesprochen werden, nicht nur im Hinblick auf die Kaufkraftstabilität: Die gesetzliche Rente ist unsicher!

Das Realzins-Radar zeigt die Realzinsfalle!

Nicht nur die zinsbasierte, gesetzliche Rente kann zur Falle werden, sondern die auch die grundlegende Realzinsentwicklung. Der Wertverlust für deutsche Sparer hat einen neuen Höchststand erreicht: Über 22 Milliarden Euro haben die Spareinlagen der Deutschen im ersten Halbjahr 2021 an Wert verloren: Pro Kopf sind das 269 Euro. Dies ist das Ergebnis des quartalsweise erscheinenden comdirect Realzins-Radars, der gemeinsam mit Barkow Consulting ermittelt wird.

Der comdirect Realzins-Radar wird viermal im Jahr jeweils für das abgelaufene Quartal erhoben. Er untersucht, wie hoch der Wertverlust durch Geldeinlagen ist, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate liegt. Daten für das Volumen und die Zinssätze von Geldanlagen (Tagesgeld, Termin- & Spareinlagen) entstammen dem Credit-Benchmark-Model® von Barkow Consulting.

Die Zinssätze entsprechen dem Durchschnitt des Bestandes. Als Basis werden Rohdaten der Deutschen Bundesbank, von destatis sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) verwendet. Die Realverzinsung errechnet sich aus dem Nominalzins der einzelnen Geldanlagen abzüglich der Inflationsrate. Von der Berücksichtigung einer etwaigen Besteuerung der Zinserträge wird abgesehen. Zur Ermittlung des absoluten Realzinsverlustes bzw. -gewinnes wird der jeweilige Realzinssatz von Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeldern auf die entsprechenden Bestände angewendet.

Realzinsverlust in Mrd. Euro

Realzins im zweiten Quartal mit minus 2,19 Prozent auf historischem Tief

Allein im zweiten Quartal 2021 beträgt der Wertverlust 14,3 Milliarden Euro. Das entspricht pro Bundes-bürger durchschnittlich 173 Euro. Der Grund ist die nach Ende der Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 stark gestiegene Inflationsrate. Im zweiten Quartal lag diese durchschnittlich bei 2,29%. Das ist der höchste Inflationswert seit mehr als zehn Jahren.

Gleichzeitig liegen die Zinssätze für Tages- und Festgelder, Girokonten und Spareinlagen bei 0,10% und damit im Vergleich zu den beiden Vorquartalen unverändert auf historischem Tiefstand. Daraus ergibt sich ein Realzins von minus 2,19%. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2003. Der Realzins ist der Zins nach Abzug der Inflation, also der Zins, den die Sparer unter Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes erzielen.

Seit 2010 haben Deutsche einen Realverlust von mehr als 2.000 Euro erlitten

Schon seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Sparzinsen auf niedrigem Niveau. Die Deutschen versuchen dennoch weiterhin gegen die niedrigen Zinsen anzusparen. Die Pandemie hat die Sparneigung zumindest vorübergehend noch verstärkt. Durch den Kaufkraftverlust schmelzen die Ersparnisse aber dahin, anstatt sich zu vermehren, so das Fazit der comdirect.

Deutlich wird dies insbesondere bei langfristiger Betrachtung: Seit Ende 2010 hat jeder Deutsche im Schnitt 2.019 Euro durch Niedrigzins und Inflation verloren. Dennoch setzen sie weiter auf Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen. Das Volumen dieser Anlagen ist in den vergangenen 12 Monaten sogar um einen neuen Rekordwert gestiegen: Weitere 164 Milliarden Euro haben die Sparer hierzulande auf die hohe Kante gelegt.

Durch eine wahrscheinlich weiter ansteigende Inflationsrate werden Sparer im zweiten Halbjahr sogar noch höhere Verluste erleiden.

Andreas Lipkow, der Marktexperte der Comdirect appelliert daher an die Bundesbürger endlich umzudenken: „Die Zeiten, in denen man über Zinserträge sein Vermögen wachsen lassen konnte, sind lange vorbei. Für den langfristigen Vermögensaufbau führt an Wertpapieren heute kein Weg mehr vorbei.“ So stellten beispielsweise Wertpapiersparpläne auch für Anfänger mit schmalem Budget eine gute Wahl da. Mit monatlichen Sparbeträgen ab 25 Euro lasse sich so über die Zeit ein Vermögen aufbauen.

Fazit: Investieren mit Sachwerten statt sparen mit Geldwerten!

Dieser Einschätzung schließe ich mich uneingeschränkt an. Intelligent in Sachwerte investieren, statt einfach in Geldwerte zu sparen muss weiterhin die Maxime der Stunde sein! Von Edelmetallen wie Gold und Silber bis hin zu Aktien. Ich zeige Ihnen dafür im Rahmen von Kapitalschutz vertraulich wirkungsvolle Mittel und praxisnahe Wege! Von zukunftsfähigen und kostengünstigen ETF-Sparplänen die bereits ab 50 Euro investierbar sind, bis hin zu professionellen Anlagekonzepten und Vermögensverwaltungen im Fürstentum Liechtenstein, die ab 300.000 Euro beginnen. Ebenso bieten Investments in die Digitalisierung große Chancen und reduzieren gleichzeitig auch Risiken, die in unseren konventionellen Systemen liegen.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Die Welt im Jahr 2024!

(27.07.20) Der Bundeshaushalt hat sich vorerst von ihr verabschiedet, aber bei den eigenen Finanzen gilt die "schwarze Null" den Deutschen weiterhin als erstrebenswert: Grundsätzlich sehen sie das Schuldenmachen skeptisch. Aber vielen Verbrauchern ist gar nicht klar, dass es sich bei der einen oder anderen Bezahlform überhaupt um Schulden handelt.

Die Deutschen mögen keine Schulden

In einer repräsentativen Umfrage wurden Verbraucher in 13 europäischen Ländern zu ihren Einstellungen und ihrem Verhalten rund um das Thema Schulden (ohne Hypothekenschulden) befragt. Dabei zeigte sich, dass verschiedene Aspekte von Schulden in Deutschland kritischer gesehen werden als anderswo. Umgekehrt sind Konsumenten hierzulande aber stärker als in anderen europäischen Ländern der Auffassung, dass es sich bei diversen kreditbasierten Zahlungsmethoden wie beispielsweise der Verwendung von Kreditkarten gar nicht um Schulden handelt. Weitere Ergebnisse der Umfrage:

Der "klassische" Kredit von einer Bank oder öffentlichen Institution ist die am weitesten verbreitete Art von Schulden. Europaweit nutzen rund 31 Prozent der Befragten ein solches Finanzprodukt (Deutschland: 23 Prozent). An zweiter Stelle steht mit 21 (17) Prozent der Überziehungskredit auf dem Girokonto. Deutsche Verbraucher sind insgesamt überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Schuldensituation. 65 Prozent (europaweit: 55 Prozent) geben an, dass sie sich mit dem Stand ihrer Schulden in einer komfortablen finanziellen Lage befinden oder das sogar noch mit einem höheren Schuldenstand der Fall wäre.

Auch den disziplinierten Deutschen geht ab und zu das Geld am Monatsende aus. 48 Prozent der Befragten hierzulande passiert das "manchmal", "üblicherweise" oder "immer", leicht unter dem europäischen Durchschnitt von 52 Prozent. Immerhin 28 Prozent der Deutschen (europaweit: 23 Prozent) geben aber auch an, dass das bei ihnen nie vorkommt. Dieser Wert liegt vor allem in süd- und osteuropäischen Ländern niedriger.

Fazit: Grundlegend gilt es den Blick nicht nur auf die nationale oder regionale Gegenwart der Schulden und somit der Risiken zu richten, sondern auf die globalen bzw. geopolitischen Entwicklungen, im Hinblick auf die Chancen für Ihr Geld.

Die Welt im Jahr 2024: Wirtschaftsmacht Asien!

Asiatische Länder werden 2024 die oberen Ränge des Weltwirtschaftsrankings einnehmen – das prognostizieren die Experten der World Bank und des IMF. Mit Indien und Indonesien werden sich neben China und Japan noch zwei weitere asiatische Länder in die Top fünf der größten Ökonomien einreihen. Folglich werden vor allem europäische Länder im Ranking fallen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt.

Der Demografische Wandel wird für die westliche Welt zur großen Herausforderung

Chinas Bruttoinlandsprodukt wächst seit den 1990ern steil an – selbst während der aktuellen Corona-Krise meldet die Volksrepublik nach kurzem Einbruch wieder ein rasantes Wirtschaftswachstum. Zudem tragen Chinas multinationale Konzerne wie Huawei und Alibaba zur starken Wirtschaft bei. Laut Angaben des World Economic Forum ist das Wachstumspotenzial in den Südostasiatischen Staaten groß - sie erwarten in den nächsten Jahren eine deutliche Vergrößerung des Arbeitsmarktes in Indonesien, Malaysia und den Philippinen.

Europäische Volkswirtschaften leiden vor allem am demographischen Wandel. Die alternde Gesellschaft belastet die Sozialkassen und schmälert die Arbeitskraft auf dem Markt. Aus diesen Gründen ist beispielsweise Deutschland in vier Jahren nur noch die siebtgrößte Volkswirtschaft weltweit.

Fazit: Für Sie als Privatanleger bedeuten diese Rahmenbedingungen und Herausforderungen: Globalisieren und Digitalisieren Sie Ihre Vermögenswerte! Diese Maxime vernachlässigen zu viele Deutsche bzw. Europäer, wie die nachfolgenden Zahlen belegen.

Deutsche sitzen auf einem Berg von Geld!

Die Deutschen halten mehr Geld als je zuvor auf dem Girokonto. Mit mehr als einer Billion Euro erreicht das Girovolumen im April 2020 hierzulande ein historisches Rekordhoch und hat sich damit seit dem Jahr 2013 verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuell erschienene Analyse des Fintech-Unternehmens Deposit Solutions. Mindestens 42 Prozent des Gesamt-Geldvolumens auf deutschen Konten – über 14.000 Euro pro Bundesbürger – bleiben damit unverzinst.

Ein großer Teil der Ersparnisse der Deutschen bleibt somit unverzinst auf dem Girokonto liegen, statt zinsbringend auf Tages- oder Festgeldkonten angelegt zu werden. Damit entgehen den Sparern Jahr für Jahr Erträge – auch in Zeiten von Niedrigzinsen oder gar Negativzinsen. Klar im Vorteil sind Kunden, deren Bank es ihnen ermöglicht, höher verzinste Tages- und Festgeldprodukte anderer Institute ganz einfach über das bestehende Konto zu nutzen. In Deutschland bieten unter anderem Institute wie Deutsche Bank, Hamburger Sparkasse und zahlreiche genossenschaftliche Banken ihren Kunden eine solche Lösung an.

Heterogener Einlagenmarkt zum Nachteil von Banken und Sparern

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seinem Giro-Anteil im Mittelfeld. Während Niederländer und Franzosen mit 17 bzw. 33 Prozent wesentlich weniger Geld auf Girokonten halten, ist der Giroanteil in Italien und Spanien mit 67 bzw. 80 Prozent am höchsten. Auch bei der Nutzung von Sicht- gegenüber Termineinlagen lassen sich zwei Lager in Europa unterscheiden: Deutsche, Italiener und Briten tendieren dazu, ihr Geld flexibel auf Giro- oder Tagesgeldkonten zu halten.

Nur rund ein Drittel ihres Geldes liegt an Fristen gebunden auf Festgeld- oder Sparkonten. Franzosen dagegen legen zwei Drittel ihres Geldes fest an und halten nur ein Drittel flexibel abrufbar auf Giro- oder Tagesgeldkonten. Die Analyse von Deposit Solutions zeigt, dass die Verteilung der Ersparnisse zwischen verzinslichen und unverzinslichen Konten in den einzelnen Ländern stabil bleibt, im Vergleich von Land zu Land jedoch stark variiert. Unterschiedliche Sparpräferenzen wirken sich dabei auch auf die Einlagenfinanzierung der Banken in Europa aus.

Für Banken aus Ländern, in denen die Menschen nicht von sich aus auf Sparkonten setzen, ist die Finanzierung über Einlagen teurer als sie sein müsste. Um diese Herausforderung zu lösen, treibt Deposit Solutions die Entwicklung hin zu einem europäischen Einlagenmarkt weiter voran – damit Banken Kundeneinlagen über Ländergrenzen hinweg einsammeln und Sparer über ihre heimische Hausbank europaweit Zinsangebote nutzen können. Als neue Infrastruktur für einen offenen Einlagenmarkt verbindet die Plattform schon heute mehr als 150 Banken aus 20 europäischen Ländern.

Fazit: Meine favorisierten Banken im Bereich von Tagesgeld- und Festgeldkonten kommen dabei aus dem Königreich Norwegen.

Generation Rentenangst: Deutsche um 40 Jahre!

zwei Meldungen zur Rente sorgen derzeit für Schlagzeilen: Seit Anfang des Monats bekommen die Ruheständler in Deutschland mehr Geld, und der Bundesfinanzhof könnte noch in diesem Jahr die Steuerpflicht für Rentner kippen. Gute Nachrichten für die ängstlichen Deutschen: Denn mehr als die Hälfte der Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter glaubt, im Rentenalter Abstriche machen zu müssen.

Das ergab eine Umfrage des digitalen Versicherungsmanagers CLARK zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov. Besonders pessimistisch blicken Menschen zwischen 35 und 44 Jahren in die Zukunft: Jede/r zweite Befragte dieser Altersgruppe fürchtet, über den Renteneintritt hinaus arbeiten zu müssen.

Besonders alarmierend: Über alle Altersgruppen hinweg hält es jede/r vierte Befragte für wahrscheinlich, dass das Rentensystem in Deutschland zusammenbricht. Vor allem die 35- bis 44-Jährigen sowie die 25- bis 34-Jährigen gehen von dieser Prognose aus: In diesen Altersgruppen glauben mehr als vier von zehn Befragten, dass der Staat ihnen später keine Rente mehr zahlen kann. Zum Vergleich: Menschen über 55 gehen mehrheitlich davon aus, eine Rente zu erhalten (56 Prozent).

Private Vorsorge mit Luft nach oben

Trotz dieser Ängste planen die Deutschen ihre Altersvorsorge nur zögerlich: Durchschnittlich jeder fünfte Befragte der CLARK-Studie gibt an, sich noch nicht um seine Altersvorsorge gekümmert zu haben. Immerhin: Ebenso viele Befragte verfügen über eine betriebliche Altersvorsorge. Rund ein Drittel der Befragten hat eine klassische private Rentenversicherung abgeschlossen.

Die Riester-Rente dagegen ist bei den Deutschen nicht besonders beliebt: Nur 18 Prozent der Befragten "riestern" noch. Die gesetzliche Rente reicht für viele nicht aus, um ihren gewohnten Lebensstandard zu halten. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Altersvorsorge hilft langfristig, den Lebensabend finanziell realistisch zu planen.

Junge Menschen träumen von Betongold statt Bitcoin

Der Immobilienboom der vergangenen Jahre hat offenbar dazu beigetragen, dass die Deutschen den Besitz einer Wohnung oder eines Hauses mit Blick auf das Alter als erstrebenswert erachten. Zwar nennen lediglich 16 Prozent eine Immobilie zur Altersvorsorge ihr Eigen. Aber 27 Prozent halten Immobilienbesitz für den besten Ansatz, um eine drohende Rentenlücke zu schließen.

Besonders die Jüngeren neigen zu dieser Einstellung: Bei rund einem Drittel aller Befragten zwischen 18 und 44 stehen Immobilien besonders hoch im Kurs. Auf den ersten Blick ist das Eigenheim ein guter Grundstein für die Absicherung im Alter. Aber aufgrund laufender Kosten, zum Beispiel für die Instandhaltung, und der Abhängigkeit vom Immobilienmarkt sollten sich Verbraucher im Alter nicht ausschließlich auf ihr Eigenheim verlassen. Es ist daher ratsam auf mehrere verschiedene Altersvorsorgeprodukte zu setzen.

Fazit: Hier bieten Ihnen Digitale Immobilien-Investments eine attraktive wie intelligente Alternative bzw. Ergänzung!

Apropos Kurs: Das vergleichsweise aggressive Marketing von Bitcoin-Anbietern prallt an den Deutschen bislang ab. Nur 2 Prozent der Befragten hält Bitcoin für ein geeignetes Instrument der Altersvorsorge so die Studie!

Fazit: Darin sehe ich persönlich gerade eine große Chance rund um Bitcoin, Cryptocoins, FinTech & Co.

Bedrohlicher Gender-Gap

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage betrifft Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 40 Prozent der Frauen können oder wollen keine Aussage darüber machen, wie sich Rentenlücken am besten schließen lassen. Bei den Männern sind es 28 Prozent. Ähnlich groß ist der Gender-Gap bei der Frage, ob nach Renteneintritt ein Job notwendig werden könnte: 39 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer gehen davon aus.

Außerdem scheuen Frauen eher als Männer vor Vorsorgestrategien zurück, die potenziell mit höheren Risiken einhergehen. Halb so viele Frauen wie Männer nutzen für die Altersvorsorge beispielsweise Aktien (13 Prozent), fondsgebundene Rentenversicherungen (7 Prozent) oder ETFs (6 Prozent).

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Die Deutschen und ihre Geldanlagen!

(05.02.2019) Knapp jeder zehnte Deutsche (9 Prozent) denkt sich offensichtlich „nur Bares ist Wahres“ und hortet das Ersparte sinnbildlich unter dem Kopfkissen. Jeder Dritte parkt sein Geld auf Tagesgeldkonten (31 Prozent), und immerhin 24 Prozent der Deutschen halten trotz Mini-Zinsen weiterhin am Sparbuch fest.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von YouGov im Auftrag von Fidelity International. Nachfolgend die Ergebnisse auf einen Blick: Ranking: Die Geldanlagen der Deutschen:

1. Tagesgeldkonto (31%)

2. Sparbuch (24%)

3. Immobilien (19%)

4. Fonds (17%)

5. Aktien (16%)

6. Bargeld (9%)

7. ETFs (börsengehandelte Indexfonds) (9%)

Die Bayern: nicht nur Deutscher Meister im Fußball sondern auch bei Aktien

Dagegen bevorzugen nur 16 Prozent der Befragten Aktien als Geldanlage und 17 Prozent Fonds. Bundesweite Spitzenreiter beim Aktienbesitz sind die Bayern (20 Prozent). Männer (23 Prozent) legen weitaus häufiger in Aktien an als Frauen (9 Prozent). Fidelity Investments kommt als große Kapitalanlagegesellschaft folgerichtig und verständlicherweise zu Schlussfolgerung, dass mit Mythen rund um Aktien und Fonds aufgeräumt werden muss.

Wertpapiere seien keine Geldanlage nur für Reiche, sondern für jedermann. Mit einem Sparplan investieren Anleger beispielsweise regelmäßig kleinere Beträge in einen Fonds und sorgen so auch ohne Startkapital für die eigene Zukunft vor. Das ginge schon ab 25 Euro im Monat. Ja das ist alles richtig, die Frage ist nur ob man dafür einen Investmentfonds nehmen sollte, oder nicht besser einen börsengehandelten Indexfonds, also einen kostengünstigen ETF. Weiter ist in der Studie zu lesen, dass zwar 27 Prozent der Deutschen angeben, Finanzangelegenheiten komplex und herausfordernd zu finden, doch immerhin jeder fünfte Befragte (19 Prozent) findet Finanzthemen spannend.

Hier Kommt Fidelity zur Schlussfolgerung, dass an dieser Stelle angesetzt werden muss und mehr Begeisterung für Wertpapiere geschaffen werden sollte. Helfen können beispielsweise Angebote wie eine digitale Vermögensverwaltung. Damit lässt sich das Ersparte in wenigen Schritten anlegen – ganz einfach und leicht verständlich. Ja diese Einschätzung teile ich auch. Deswegen steht auch ROBO-X kurz vor der Tür!

Die Nullzinsphase ist der ideale Nährboden für Anlagebetrüger

Neben meinen makroökonomischen Analysen und Empfehlungen von Anlagestrategien und Gestaltungskonzepten widme ich mich auch regelmäßig der Warnung vor Angeboten bzw. Anbietern, die nach meiner Einschätzung als dubios einzustufen sind. Hierfür arbeite ich intensiv mit renommierten Anwaltskanzleien zusammen. Daneben beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema Falschberatung bei Banken, Vermögensberatern, Vermögensverwaltern und Anlagevermittlern.

Zahlreiche klassische Kapitalanlagen sind aufgrund der fortwährenden Niedrigzinsphase unattraktiv. Viele Anleger wollen sich damit nicht abfinden und setzen deshalb auf Investments, die deutlich mehr Gewinn versprechen. Für Kapitalanlagebetrüger ist diese Ausgangssituation geradezu ideal, um Anleger mit hohen Zinsversprechen zu locken.

Jahr für Jahr investieren private Kapitalanleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz Milliarden in die unterschiedlichen Kapitalanlagen. Fachleute schätzen, dass durch Anlagebetrug sowie durch Falschberatungen jedes Jahr ebenfalls Milliarden Euro verloren gehen.

Die Fälle von Wirtschaftskriminalität und Kapitalanlagebetrug sind explodiert

Wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, gab es beispielsweise 2016 allein in Deutschland 7.815 polizeilich erfasste Fälle im Bereich des Kapitalanlagebetruges. Im Jahr 2017 ist diese Zahl geradezu explodiert auf 27.564 Fälle. Da zahlreiche Betroffene bei einem Anlagebetrug weder eine Anzeige bei der Polizei erstatten noch juristische Hilfe in Anspruch nehmen, dürfte die Dunkelziffer der Betrugsfälle noch weitaus höher sein.

Sollten Sie den Eindruck haben, dass Sie bei einer Kapitalanlage falsch beraten wurden oder gar zum Opfer eines Anlagebetrugs geworden sein, ist das Wichtigste, rasch zu handeln. Ich stelle leider immer wieder fest, dass viele Anleger viel zu schnell resignieren, vor allem in Fällen, in denen Gelder an dubiose Firmen aus dem Ausland überwiesen wurden. Selbst hier besteht vielfach die Möglichkeit, Konten einzufrieren und verlorenes Geld nach einem Anlagebetrug zurückzuholen.

Falschberatung? Beschreiten Sie bei gescheiterten Kapitalanlagen stets 2 Wege:

1. Der Gang zum Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht für den Schadensersatz und

2. Der Weg zum Fachanwalt für Steuerrecht für die steuerliche Geltendmachung und Anerkennung des erlittenen Verlustes.

Mein Empfehlung: Lassen Sie sich von Fachanwälten aus unserem Experten-Netzwerk professionell helfen!

Kapitalanlagen sind für Anleger immer mit Risiken verbunden. Die Anlageberater der vermittelnden Banken, Vermögensberater, Vermögensverwalter, Versicherungsberater oder sonstige Anlagevermittler sind verpflichtet, den Anleger über diese Risiken und auch über Provisionen aufzuklären.

Wird diese Aufklärungspflicht verletzt, haben Sie als Anleger die Möglichkeit, Ihren Anspruch auf Schadensersatz geltend machen. Hierzu empfehle ich Ihnen ausgesuchte, auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Anwaltskanzleien aus meinem Experten-Netzwerk.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com