Cybercrime: 915 Fälle pro Tag!

(28.09.26) 333.922 Cybercrime-Fälle mit Deutschlandbezug registrierte die Polizei im Jahr 2025. Das sind rechnerisch rund 915 Fälle pro Tag. Erfasst wurden Straftaten wie das Ausspähen von Daten oder Angriffe auf IT-Systeme. Gegenüber 2024 stieg die Gesamtzahl nur leicht um 0,2 Prozent – die Belastung bleibt damit auf hohem Niveau.

126.034 Fälle ordnete das Bundeskriminalamt (BKA) einem Tatort in Deutschland zu. In weiteren 207.888 Fällen lag der Tatort im Ausland oder war unbekannt; der Schaden oder Taterfolg trat in Deutschland ein. Das erschwert häufig die Ermittlung und Strafverfolgung. Ein unbekannter Tatort bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Täter im Ausland sitzen.

Diese Zahlen zeigen nur das polizeilich bekannte Hellfeld. Nicht jeder Betrug und nicht jeder Angriff wird erkannt oder angezeigt. Die tatsächliche Belastung dürfte deshalb höher sein. Für 2026 rechne ich mit einem weiteren deutlichen Anstieg: Künstliche Intelligenz erleichtert es Tätern, täuschend echte Nachrichten, Stimmen und Bilder zu erstellen und Betrugsversuche in großer Zahl zu verbreiten. Ob sich das auch in den polizeilich erfassten Fällen niederschlägt, werden erst die Zahlen für 2026 zeigen.

Für Sie persönlich ist entscheidend: Hinter einer Statistik können ein übernommenes E-Mail-Konto, gestohlene Zugangsdaten oder verlorene Familienfotos stehen.

Ransomware: Daten als Druckmittel

Eine besonders folgenreiche Angriffsform ist Ransomware. Dabei sperren Kriminelle den Zugriff auf einen Computer oder verschlüsseln Dateien und verlangen Geld für deren Freigabe. 2025 wurden in Deutschland 1.041 solcher Angriffe angezeigt – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die erfassten Opfer waren überwiegend Unternehmen und Einrichtungen; etwa 90 Prozent der Angriffe richteten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen.

Häufig kopieren die Täter Daten, bevor sie diese verschlüsseln. Danach drohen sie zusätzlich mit einer Veröffentlichung. Das BKA ordnete rund 76 Prozent der erfassten Angriffe dieser doppelten Erpressung zu. Eine Datensicherung kann verschlüsselte Dateien wiederherstellen – bereits gestohlene Informationen holt sie jedoch nicht zurück.

Nur sieben Prozent der Geschädigten zahlten nach den vorliegenden Angaben Lösegeld, gegenüber neun Prozent im Vorjahr. Wo eine Zahlung bekannt war, lag sie im Durchschnitt bei rund 456.335 US-Dollar. Dieser Betrag ist kein Durchschnitt über alle 1.041 Angriffe, sondern bezieht sich auf die erfassten Zahlungen. Lösegeld zu zahlen ist zudem keine verlässliche Garantie, dass Täter Dateien freigeben oder kopierte Daten löschen.

Was Sie privat sofort tun können

Schützen Sie zuerst Ihr E-Mail-Konto. Wer dort Zugriff erhält, kann oft auch Passwörter anderer Dienste zurücksetzen. Verwenden Sie für jedes wichtige Konto ein eigenes, langes Passwort; ein Passwortmanager hilft Ihnen dabei. Aktivieren Sie zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung, vor allem für E-Mail, Banking, Cloud-Speicher und Konten bei Kryptobörsen. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht aus.

Sichern Sie persönliche Dateien regelmäßig auf einem zusätzlichen Datenträger oder in einem geeigneten Cloud-Speicher. Besonders wichtige Dokumente und Fotos sollten nicht nur auf einem einzigen Gerät liegen. Prüfen Sie gelegentlich, ob Sie die Sicherung tatsächlich öffnen und Dateien daraus zurückholen können. Halten Sie außerdem Betriebssystem, Browser und Apps aktuell: Updates schließen häufig bekannte Sicherheitslücken. Das BSI empfiehlt regelmäßige Datensicherungen und die Vorbereitung auf Sicherheitsvorfälle.

Seien Sie misstrauisch, wenn eine Nachricht Sie unter Zeitdruck setzt: „Konto gesperrt“, „Paket kann nicht zugestellt werden“ oder „sofortige Verifizierung erforderlich“. Öffnen Sie den betreffenden Dienst lieber selbst über Ihre gespeicherte App oder eine bekannte Webadresse. Falls Sie bereits Zugangsdaten eingegeben haben, ändern Sie das Passwort umgehend über den echten Dienst, prüfen Sie angemeldete Geräte und kontaktieren Sie bei Finanzkonten sofort den Anbieter.

Mein Fazit: Datenschutz ist Kapitalschutz!

Die BKA-Zahlen betreffen nicht nur IT-Abteilungen. Auch Ihr E-Mail-Postfach, Ihre Fotos und Ihre Finanzkonten sind schützenswerte Ziele. Beginnen Sie mit drei Dingen: Schalten Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr E-Mail-Konto ein, verwenden Sie einzigartige Passwörter und testen Sie eine Sicherung Ihrer wichtigsten Dateien.

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Haben Sie eine Versorgungslücke?

(20.11.25) Statistische Daten zeigen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Haushaltstypen. Besonders hoch ist die Armutsgefährdungsquote bei Alleinlebenden mit 30,9 Prozent sowie bei Menschen in Alleinerziehenden-Haushalten mit 28,7 Prozent. Diese Gruppen verfügen häufig nur über eine Einkommensquelle und sind deshalb besonders anfällig für Einkommensausfälle, steigende Fixkosten und unerwartete Belastungen.

 

Mehrpersonenhaushalte mit mehreren Erwerbstätigen liegen dagegen deutlich seltener unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Das zeigt, wie stark finanzielle Stabilität von der jeweiligen Haushaltsstruktur abhängt.

 

Wer besonders gefährdet ist

 

Arbeitslose weisen mit 64,9 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Auch andere Nichterwerbstätige erreichen mit 33,8 Prozent überdurchschnittlich hohe Werte. Selbst im Ruhestand liegt die Quote mit 19,1 Prozent noch oberhalb vieler Erwartungen.

 

Diese Zahlen verdeutlichen, dass fehlende oder reduzierte Erwerbseinkommen ein zentraler Treiber finanzieller Unsicherheit sind. Zugleich zeigen sie, dass selbst der Übergang in den Ruhestand für viele Menschen längst kein verlässlicher Schutz vor wirtschaftlichen Problemen mehr ist.

 

Armut und soziale Ausgrenzung nehmen zu

 

Im Jahr 2025 waren rund 17,6 Millionen Menschen in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das entspricht 21,2 Prozent der Bevölkerung und liegt damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Nach europäischer Definition gilt eine Person bereits dann als betroffen, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist: ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze, erhebliche materielle und soziale Entbehrung oder eine sehr geringe Erwerbsbeteiligung im Haushalt.

 

Gerade in Zeiten anhaltender Kostensteigerungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsender struktureller Belastungen spricht vieles dafür, dass sich diese Entwicklung in absehbarer Zeit kaum grundlegend verbessern wird.

 

Wenn steigende Kosten zur Gefahr werden

 

„So viele Deutsche wie nie sind pleite“ lautete in dieser Woche eine Schlagzeile der BILD. Ein wesentlicher Grund dafür sind die massiv gestiegenen Energie-, Sprit- und Lebenshaltungskosten. Auch das Deutsche Institut für Altersvorsorge weist in einer aktuellen Analyse darauf hin, dass die Armutsgefährdung in Deutschland auf 16,1 Prozent gestiegen ist.

 

Diese Entwicklung lässt sich nur im Zusammenspiel von Einkommen, Haushaltsstruktur und gesellschaftlicher Teilhabe richtig einordnen. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts galten zuletzt rund 13,3 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Im Vorjahr lag die Armutsgefährdungsquote noch bei 15,5 Prozent. Das verdeutlicht, dass trotz einer insgesamt stabilen Beschäftigungslage ein erheblicher Teil der Bevölkerung über Einkommen verfügt, die deutlich unter dem gesellschaftlichen Mittelniveau liegen.

 

Was die Armutsgefährdungsgrenze bedeutet

 

Grundlage der Berechnungen ist das mittlere Äquivalenzeinkommen. Nach Definition der Europäischen Union gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr weniger als 60 Prozent dieses Medianeinkommens zur Verfügung stehen. Für das Jahr 2025 lag diese Schwelle bei 1.446 Euro netto im Monat für eine alleinlebende Person, nach 1.381 Euro im Jahr zuvor. Für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren ergab sich ein Schwellenwert von 3.036 Euro monatlich, gegenüber 2.900 Euro im Vorjahr.

 

Diese Werte zeigen: Die Armutsgefährdungsgrenze steigt dynamisch mit der allgemeinen Einkommensentwicklung. Höhere Schwellenwerte bedeuten jedoch nicht automatisch mehr Wohlstand. Vielmehr machen sie sichtbar, wie stark der finanzielle Druck in Deutschland inzwischen zugenommen hat.

 

Warum das Thema für Ihre Vorsorge wichtig ist

 

Für viele Betroffene ist das keine abstrakte Statistik, sondern gelebter Alltag. Die finanzielle Belastung wächst spürbar – und mit ihr die Sorge vor sozialem Abstieg, eingeschränkter Lebensqualität und einer wachsenden Versorgungslücke.

 

Genau hier liegt der entscheidende Punkt für Ihre persönliche Vorsorge: Entscheidend ist nicht nur, was Sie heute verdienen oder später als Rente erhalten, sondern auch, welche laufenden Ausgaben Sie tatsächlich haben werden. Wer seine künftigen Belastungen unterschätzt, riskiert im Alter deutliche finanzielle Einschnitte.

 

Mein Fazit: Checken Sie Ihre Altersvorsorge!

 

Der „Vorsorgekompass 2026“ zeigt, dass der Finanzbedarf im Ruhestand stark vom individuellen Lebensstil abhängt. Vor allem bei aktiven Ruheständlern fallen die Ausgaben deutlich höher aus. Reisefreudige oder kulturell aktive Senioren zwischen 70 und 79 Jahren geben monatlich 1.000 bis 1.500 Euro mehr aus als stärker wohnorientierte Haushalte.

 

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihnen eine Versorgungslücke droht, sollten Sie Ihre persönliche Situation möglichst konkret durchrechnen. Entscheidend sind dabei nicht Durchschnittswerte, sondern Ihre tatsächlichen Lebenshaltungskosten, Ihre Wohnsituation, Ihr Gesundheitszustand und Ihre gewünschten Freiräume im Ruhestand. Je früher Sie diese Punkte realistisch analysieren, desto besser können Sie gegensteuern.

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Stiften statt verarmen!

(04.02.23) Das Statistische Bundesamt (DESTATIS) hat aktuell Zahlen in zwei Bereichen veröffentlicht, die mehr als nachdenklich stimmen. Zum einen ist der Anteil der erwerbstätigen 55- bis 64-Jährigen in Deutschland um zehn Prozentpunkte auf 72% im Jahr 2021 gestiegen. Der EU-Schnitt liegt lediglich bei 60%. Damit sind in Deutschland die 55- bis 64-Jährigen deutlich häufiger erwerbstätig als im EU-Durchschnitt. Zum anderen hat sich auch jenseits der 64 Jahre der Anteil der Erwerbstätigen in kurzer Zeit deutlich erhöht.

2012 arbeiteten in Deutschland noch 11% der 65- bis 69-Jährigen. Im Jahr 2021 lag der Anteil bei 17% – und damit ebenfalls über dem EU-Durchschnitt von 13%. Ein Grund für den Anstieg in Deutschland ist die stufenweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Interessanterweise ist auch das Bildungsniveau ein wesentlicher Grund für den Verbleib älterer Menschen im Arbeitsmarkt: Höhere Bildungsabschlüsse gehen oft mit einer längeren Erwerbstätigkeit einher. In der Generation 65plus waren unter den Hochqualifizierten hierzulande 2021 noch 13% erwerbstätig, unter den Geringqualifizierten waren es lediglich 4,5%.

647.515 Rentner in Deutschland sind abhängig von der Grundsicherung

Damit einhergehend sind immer mehr Menschen im Alter auf die sogenannte Grundsicherung, also eine staatliche Sozialhilfe, angewiesen. Das Thema Altersarmut wird dadurch weiter an Dynamik gewinnen. Allein in den drei Monaten von Juni bis September 2022 hat sich die Zahl der Rentner in Grundsicherung von 628.570 auf 647.515 erhöht, mit weiter steigender Tendenz. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl um 68.420 „staatlich abhängige“ Rentner erhöht.

Die hohe Zahl der bedürftigen Rentner ist eine Schande für Deutschland!

Die Zahlen der Rentner in Altersarmut sind eine Schande. Deutschland hat nach wie vor den Status, ein reiches und wohlhabendes Land zu sein. Gleichzeitig dreht der Staat jetzt zunehmend an der Erbschaftssteuer, um vermögende Rentner zu schröpfen. Dieser wichtigen Entwicklung widme ich mich in meiner kommenden März-Ausgabe von "Kapitalschutz vertraulich" im Hinblick auf das Thema „Stiftungen“.

Die Zahlen zur Kinder- und Jugendarmut sind ebenfalls eine Farce

Nicht nur die Altersarmut ist ein stark zunehmendes Problem in Deutschland, sondern auch die Kinder- und Jugendarmut. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass mehr als jedes fünfte Kind und jeder vierte junge Erwachsene in Deutschland als armutsgefährdet gelten. Alleinerziehende sowie Familien mit drei und mehr Kindern sind besonders betroffen. Die aktuellen Daten zeigen, dass sich die Lage nicht gebessert hat. In absoluten Zahlen bedeutet das: Knapp 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche sowie 1,55 Millionen junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren galten 2021 als armutsgefährdet.

Aufgrund der sich seither eintrübenden wirtschaftlichen Lage und der explodierenden Inflation ist für das Jahr 2023 mit einer weiteren Verschärfung der Situation zu rechnen. Vertiefende Erkenntnisse zur Armutsgefährdung liefern die amtlichen Daten zu Kindern und Jugendlichen, die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II erhalten.

Demnach lebten im Sommer 2022 rund 1,9 Millionen junge Menschen unter 18 Jahren in Haushalten, die Sozialleistungen beziehen. Die Quote von Kindern und Jugendlichen im SGB II-Bezug betrug in Westdeutschland 13,4% und in Ostdeutschland 16%. Ein Blick auf die kommunale Ebene zeigt gravierende Unterschiede: Die Spannbreite lag zwischen 3% im bayerischen Roth und 42% in Gelsenkirchen in NRW. Damit sich an dem strukturellen Problem der Kinder- und Jugendarmut endlich etwas ändert, sollte die Bundesregierung nach Ansicht der Studienautoren die Kindergrundsicherung schnell und entschlossen auf den Weg bringen.

Die Quoten der Armutsgefahr in Deutschland sind viel zu hoch

Auch viele junge Erwachsene sind mit Armut konfrontiert. Laut der Bertelsmann Stiftung (Grafik) weisen 18- bis 25-Jährige mit 25,5 Prozent sogar das höchste Armutsrisiko aller Altersgruppen auf. Frauen sind dabei stärker betroffen als Männer, junge Menschen in Ostdeutschland häufiger als die in Westdeutschland. SGB II-Leistungen beziehen allerdings nur 7 Prozent dieser Altersgruppe, was auf den ersten Blick überrascht. Das liegt hauptsächlich daran, dass junge Erwachsene für gewöhnlich eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren und viele zum ersten Mal in eine eigene Wohnung ziehen.

Hier greifen andere sozialstaatliche Maßnahmen, wie BAföG oder Wohngeld. Die hohe Armutsbetroffenheit junger Erwachsener weist jedoch darauf hin, dass die verschiedenen Systeme nicht gut zusammenwirken. Ohne Unterstützung durch ihre Eltern wäre es vielen nicht möglich, ihre Existenz zu sichern. Damit hängen die Chancen junger Menschen weiterhin zu stark vom Elternhaus ab. Ich bin kein Politiker und habe keine Lösung, wie das große Problem der Kinder- aber auch der Altersarmut nachhaltig gelöst werden kann. Ein Schlüssel zum Erfolg liegt in einem intelligenteren
Vermögensaufbau und dem ganzheitlichen Schutz des Familienvermögens.

Soziale Marktwirtschaft versus Sozialstaat und Sozialismus

Als Familienvater kann ich es nur begrüßen, dass arme Kinder und Jugendliche unterstützt werden, ebenso wie pflegebedürftige Personen und deren Angehörige. Gleiches gilt auch für Rentner. Allerdings müssen all diese Maßnahmen gegenfinanziert werden und auch diese Lasten werden somit auf Steuerzahler und Vermögensinhaber umgelegt und umverteilt! Die "schützende" Hand des Staates für die "Armen" und "Schwachen" sowie die "Unwilligen" ist somit immer auch die "nehmende" Hand für Leistungsstarke, Steuerzahler und Vermögende.

Das ist selbstverständlich nicht verwerflich, aber das Maß muss stimmen und diese Ausgewogenheit (Stichwort: Soziale Marktwirtschaft versus Sozialistaat bzw. Sozialismus) gerät nach meiner Einschätzung in Deutschland zunehmend aus dem Lot. Nicht mit isoliertem Blick auf die Superreichen, sondern im Zusammenhang mit den weiter zunehmenden Lasten für Mittelstand und Mittelschicht und somit den Wohlstand in Deutschland!

Pflegebedürftigkeit: Das unterschätzte Zukunftsrisiko

In Deutschland gibt es einen weiteren Bereich an Bedürftigen, die immer mehr werden: 4,96 Millionen Menschen in Deutschland waren laut Statistischem Bundesamt Ende 2021 pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Die starke Zunahme um 830.000 Pflegebedürftige (+20 %) ist – wie auch die großen Sprünge in den Jahren 2017 und 2019 – überwiegend auf die Einführung eines neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 01.01.2017 zurückzuführen.

84% der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, wie nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht. Die übrigen 16% werden in Pflegeheimen vollstationär betreut. 79% der Betroffenen sind 65 Jahre und älter. Die Mehrheit (62%) der Pflegebedürftigen ist weiblich.

Eine private Pflegeversicherung ist ein wichtiger Kapitalschutz-Baustein!

Ein Platz in einem Pflegeheim ist sehr teuer. Die realistischen Kosten belaufen sich auf rund 3.000 bis 5.000 Euro im Monat Die gesetzliche Pflegeversicherung ist dafür nicht ausreichend, so dass eine nicht unerhebliche Deckungslücke entsteht, die aus dem eigenen Vermögen bedient werden muss. Die Pflegebedürftigkeit ist nach wie vor ein völlig unterbewertetes Risiko, gerade auch im Zusammenhang mit einer Auswanderung.

Meine Nr. 1 für den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung für meine Leser von "Kapitalschutz vertraulich" ist dabei umfassend, flexibel und für jeden Geldbeutel geeignet. Und sie leistet weltweit, ohne Wenn und Aber, auch im Ausland für den Fall einer Wohnsitzverlagerung bzw. Auswanderung. Wichtig: Auch bzw. gerade Pflegeschutz = Kapitalschutz!

Mein Fazit & Ausblick: Stiftungen schützen Vermögen

Mit dem Jahreswechsel hat sich gesetzlich einiges geändert. Der Bundestag hat zahlreiche Steueränderungen verabschiedet. Unter anderem könnten Erbschaft-, Schenkung- und Grundsteuer in Zukunft deutlich höher ausfallen. Das betrifft auch das Familien- und Erbrecht.

Wer seinen Nachlass nicht überlegt regelt, verursacht - wenn auch ungewollt - möglicherweise langjährige Streitigkeiten unter den Erben. Auch wegen diesen bedenklichen Entwicklungen befasse ich mich aktuell sehr intensiv mit dem Stiftungsrecht. Die Erbersatzsteuer in Deutschland ist mit einer Familienstiftung gestaltbar und sorgt so auch für den Schutz des Vermögens. Mit einer Familienstiftung sind auch grenzüberschreitende Strukturen möglich. Liechtenstein ist beispielsweise ein beliebter Standort für Familienstiftungen. Hier gibt es keine Erbersatzsteuer. Mehr dazu in meiner kommenden März-Ausgabe 2023 von "Kapitalschutz vertraulich"!

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Muss Russland Gold verkaufen?

(04.03.22) Die dramatischen Entwicklungen in der Ukraine beschäftigennicht nur Kapitalanleger, sondern große Teile der Bevölkerung. Die Situation verschärft sich aktuell mehr als dynamisch: Rollende Panzer, Videos von Raketeneinschlägen, Rauchsäulen über Kiew und weiteren Metropolen in der Ukraine, Bilder von massiven Zerstörungen, verängstigte Menschen und leidende Kinder. In den Medien, gerade auch in den Sozialen Medien, herrscht eine regelrechte Nachrichtenflut. Die Schlagzeilen haben selbst die anhaltende Corona-Pandemie medial in den Hintergrund gerückt.

Für viele Menschen ist der Spagat im Umgang mit diesen Informationen kein leichter: Einerseits besteht das Gefühl, sich stets informieren zu müssen, andererseits kann schnell ein Zustand von Hilflosigkeit und Überforderung in Konfrontation mit den Inhalten aufkommen. Ich schreibe derzeit an meinen beiden kommenden Ausgaben von Kapitalschutz vertraulich. Hier werde ich mit einer Sonderausgabe "Sichere Häfen" auf die aktuellen Entwicklungen eingehen. Mir ist es wichtig Ihnen eine Orientierung zu geben im Hinblick auf die ökonomischen Auswirkungen und die technologischen Folgen.

Beispielsweise im Hinblick auf den Ausbruch des Cyberkrieges, der bislang noch im Hintergrund steht. Auch der ausgebrochene Finanzkrieg wird massive Folgen haben: Die Sanktionen gegen russische Banken zeigen zusehends Wirkung im Zahlungsverkehr des Landes. So gibt es bereits massive Probleme beim Abheben von Bargeld und mit Kartenzahlungen. In Moskau, St. Petersburg und anderen Städten erhielten Menschen laut dpa teils kein Geld mehr an Automaten von Banken, die auf der Sanktionsliste stehen. Auch zahlreiche Wertpapiere mit Russland-Bezug sind eingefroren und nicht mehr handelbar. Anleger flüchten verstärkt in Gold, aber auch in dezentrale Kryptowährungen wie den Bitcoin.

Der Blick auf die Devisenreserven Russlands

Ob Russlands Präsidenten Wladimir Putin die Landesfinanzen schon seit geraumer Zeit auf den Kriegsfall vorbereitet, ist nicht bekannt. Ganz sicher aber zeigen die Daten der Zentralbank der Russischen Föderation, dass die Gold- und Devisenreserven des Landes seit geraumer Zeit zunehmen. Unter dem Begriff „Devisen“ werden auf fremde Währung lautende ausländische Zahlungsmittel verstanden.

Im eigentlichen Sinn beschränkt sich der Begriff auf in fremde Währung lautende Guthaben (bei ausländischen Kreditinstituten) sowie auf Schecks und Wechsel, die auf ausländische Währungen lauten und im Ausland zahlbar sind. Hier wird auch eine wichtige Frage sein, wie sich die massiven Sanktionen gegen die Banken in Russland auswirken.

Russland hat große Rücklagen aufgebaut

Beliefen sich die Devisenreserven Anfang 2018 auf fast 448 Milliarden US-Dollar, sind es aktuell rund 630 Milliarden US-Dollar - das entspricht einem Wachstum von 41 Prozent. Das würde reichen, um für ein Jahr alle Importe zu bezahlen, ohne dass Russland etwas exportieren müsste", so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einem von tageschau.de zitierten Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Krämer ist nicht der einzige Experte, der skeptisch ist, ob Wirtschaftssanktionen kurzfristig ernsthafte Auswirkungen haben können. In diesem Zusammenhang sagte der Russland-Kenner Vasily Astrov dem Handelsblatt, dass Russland sei kaum auf Gelder aus dem Ausland angewiesen sei. Das Land habe eine extrem niedrige Staatsverschuldung und könne sich Geld von den eigenen Banken leihen. Eine weitere Frage ist in diesem Zusammenhang ebenso, was Russland mit seinen gigantischen Goldreserven macht. Müssen diese eventuell zur Finanzierung der Kriegsfolgen – zumindest in Teilen – verkauft werden?

Der prozentuale Gold-Anteil an den Devisenreserven Russlands beträgt nur 21,5%

Für Notenbanken stellt das Edelmetall Gold traditionell einen wesentlichen Bestandteil der offiziellen Währungsreserven dar. Der Zweck nationaler Goldreserven bestand früher zumeist in der Deckung von Währungen (Goldstandard). Heutzutage dient die Aufbewahrung von Gold als nationale Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich für Schwankungen des US-Dollars (Kurs des Goldes fällt bei steigendem Dollarkurs und umgekehrt), da Gold in Dollar gehandelt wird. Russland verfügt über sehr große Goldreserven in Höhe von rund 2.300 Tonnen. Die Goldreserven betragen dabei rund 21,5% der Devisenreserven Russlands. Der prozentuale Gold-Anteil an den Devisenreserven ist dabei deutlich niedriger als in den USA und Deutschland mit rund 66% und liegt auch hinter Italien (63%) und Frankreich (58%). 

Russlands Krieg in der Ukraine, in Kombination mit den massiven Sanktionen, belastet den russischen Staatshaushalt exorbitant. Da die russischen Währungsreserven in Teilen eingefroren sind stellt sich die Frage, ob Russland nicht früher oder später dazu gezwungen sein wird, sein Staatsgold zu verkaufen. Das könnte negativ auf den Goldpreis wirken, ist aber unter den aktuellen Rahmenbedingungen kein Grund, um auf Gold als essenziellen Kapitalschutz-Baustein zu verzichten. Ganz im Gegenteil! 

Russland und der Rotterdam-Effekt!

Deutschland ist für Russland der drittgrößte Exportmarkt. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der World Integrated Trade Solution (WITS), einer Handelssoftware der Weltbank. Der mit Abstand wichtigste Exportpartner Russlands ist dagegen China mit einem Anteil von 13,4 Prozent an allen Exporten. Auf dem zweiten Rang folgen die Niederlande.

Dies liegt mutmaßlich am so genannten Rotterdam-Effekt. So erscheint etwa Rotterdam als größter europäischer Hafen in vielen ausländischen Statistiken als Zielort, selbst wenn die Ware dort lediglich umgeladen wird und dann den Rhein hinauf nach Deutschland oder über den Ärmelkanal nach England weiterbefördert wird.

Deutschland ist abhängig von Erdöl und Erdgas aus Russland

Russland exportierte zuletzt vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro nach Deutschland – das entspricht einem Anteil von 59% an allen deutschen Einfuhren aus Russland. Außerdem lieferte Russland Metalle, Mineralöl- und Kokereierzeugnisse und Kohle nach Deutschland.

Weitere wichtige Exportmärkte Russlands sind Weißrussland, die Türkei, Südkorea, Italien und Kasachstan. Der Anteil der russischen Exporte ins Vereinigte Königreich und in die USA liegt dagegen nur bei 3,1 Prozent. Ein Handelsstopp mit Erdgas hätte für Russland ebenso die schwerwiegendsten Auswirkungen.

Wirtschaftskrise: Deutschland und Russland sind tief vernetzt!

Die Wirksamkeit von Handelssanktionen gegen Russland lässt sich derzeit nur schwer einschätzen. Fest steht allerdings, dass sie sich auch auf Deutschland massiv auswirken würden bzw. werden. Die Frage ist dabei: Wie stark werden die Sanktionen gegen Russland auch Unternehmen in Deutschland treffen? Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts zeigt, hat sich der Handel zwischen beiden Ländern gegenüber dem Beginn des Jahrtausends intensiviert, hierbei spielen die Energiepreise eine große Rolle.

Insgesamt liegt der Anteil Russlands am deutschen Außenhandel bei 2,3 Prozent. Der Anteil der Exporte Russlands nach Deutschland ist dabei höher: er liegt bei 6,6 Prozent an den gesamten russischen Exporten des Jahres 2019. Außerhalb der Europäischen Union war Russland für Deutschland zuletzt der viertwichtigste Importpartner sowie der fünftwichtigste Abnehmer deutscher Waren. Zum Vergleich: Den größten Teil ihres Handels außerhalb der EU treibt die Bundesrepublik mit der Volksrepublik China (9,5 %) gefolgt von den USA (7,5 %).

Was passiert mit den Rohstofflieferungen aus Russland?

Deutschland exportiert hauptsächlich Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile und chemische Erzeugnisse nach Russland. Deutschland importierte 2021 vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro – das entspricht einem Anteil von 59% an allen Einfuhren aus Russland. Außerdem lieferte Russland Metalle, Mineralöl- und Kokereierzeugnisse und Kohle nach Deutschland.

Die Verbindungen zwischen deutschen und russischen Unternehmen sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf einem ähnlichen Niveau wie der Außenhandel: 1,9 % des Umsatzes aller auslandskontrollierten Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten Unternehmen mit Hauptsitz in Russland.

Zum Vergleich: Auf Unternehmen mit Hauptsitz in den USA entfielen 17,9 % des Umsatzes. 164 russisch geführte Unternehmen gab es 2019 in Deutschland. Sie beschäftigten gut 8 100 Menschen und erwirtschafteten dabei einen Umsatz in Höhe von 31,6 Milliarden Euro.

Rohstoffe: Deutschlands Gasreserven schrumpfen!

der russische Angriff auf die Ukraine wird weitere EU-Sanktionen zur Folge haben. Was bisher beschlossen wurde lässt sich auf der Seite des Europarats nachlesen. Aktuelle Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel) zeigen, mit welchen Handelssanktionen der Westen die russische Wirtschaft am härtesten treffen würde. Demnach hätte ein Handelsstopp mit Erdgas die schwerwiegendsten Auswirkungen. Die Folgen eines solche Embargos beziffert das IfW Kiel auf rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ein Handelsstopp mit Öl würde die Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent schrumpfen lassen.

Für die Berechnung des Instituts "wurde ein völliger Stopp aller Importe und Exporte für die jeweilige Produktgruppe durch die westlichen Verbündeten" simuliert. Während die Folgen eines Gas- und Öl-Embargos für Russland schmerzhaft sein könnten, gehen die Analysten für Deutschland und die EU nur relativ überschaubaren negativen Effekten aus. Mit Blick auf die Gasreserven Deutschland zeigen sich dennoch die zunehmenden Risiken.

Droht ein weiterer Anstieg der Gaspreise?

Aktuell beläuft sich der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland laut Gas Infrastructure Europe auf rund 30 Prozent. Anfang des Jahres waren es noch über 50 Prozent. Seitdem sind die Reserven laufend geschrumpft, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Sollten die Erdgaslieferungen aus Russland stocken oder eingestellt werden, droht zumindest ein Anstieg der Gaspreise.

Derzeit bezieht Deutschland mehr als 50 Prozent seines Erdgases von Russland. Beispielsweise geht der Oldenburger Energieversorger EWE laut NDR in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine von deutlich höheren Gas- und Strompreisen aus. Dagegen geht ein vor kurzem veröffentlichter Artikel auf Spiegel Online davon aus, dass die EU dank Flüssiggas und mildem Winter ohne russisches GAs durch den Restwinter kommt.

Rohstoffe bergen hohe Risiken und bieten große Chancen!

Die Russland-Krise verstärkt den geopolitischen Kampf um Zugangswege zu strategischen Rohstoffen. Im Segment der Rohstoffe liegen für 2022 große Beschaffungsrisiken, die wiederum hohe Investitionschancen mit sich bringen. Gerade auch im Segment der Energierohstoffe. Deswegen habe ich dieser wichtigen Thematik „Rohstoffe“ bereits - weit vor Ausbruch des Krieges - meine erste Sonderausgabe von Kapitalschutz vertraulich für das Jahr 2022 gewidmet.

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Die Realität versinkt in Schulden!

(11.12.19) Die Staatsverschuldung hat in den meisten Ländern mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die auf konventionellen Wegen der Ökonomie nicht mehr gelöst werden kann: Die Steuereinnahmen auf Einkommen von Privatpersonen und Unternehmen werden niemals dafür ausreichen, die Staatsschulden wieder auf ein erträgliches Maß zu führen. Im Gegenteil steigen die Staatsschulden weiter dynamisch an. Aber auch die Unternehmensschulden und die Schulden der Privaten Haushalte.

Breits jetzt beläuft sich die Staatsverschuldung der USA auf mehr als 20 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Die Verbindlichkeiten der Bundesrepublik haben derzeit ein Gesamtvolumen von umgerechnet rund 2,1 Billionen US-Dollar. Während die deutschen Schulden auf den ersten und naiven Blick eher rückläufig sind, verschuldet sich Donald Trumps Amerika immer mehr.

Laut einer aktuellen Schätzung des Internationalen Währungsfonds wird sich die US-Schuldenlast im laufenden Jahr um 1,3 Billionen US-Dollar erhöhen. Bis 2024 wird Washington demnach mit fast 30 Billionen US-Dollar in der Kreide stehen. Mein favorisiertes Land, das ich Ihnen als Investitions- und Vermögensverwaltungsstandort ans Herz lege, ist hingegen faktisch frei von Staatsschulden und somit eine Schuldenfreiheitsoase!

Schwellen- und Entwicklungsländer: Die Staatsverschuldung ist explodiert

Die Staatsverschuldung der Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer ist in den vergangenen zehn Jahren ebenfalls deutlich angestiegen. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds zeigt, verharrt der Schuldenberg der Industrieländer in Relation zum BIP seit 2011 über der 100-Prozent-Marke. Im vergangenen Jahr lag er bei 102 Prozent - das sind 31 Prozent mehr als im Jahr 2008.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer kommen auf rund 51 Prozent. Das sind knapp 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2008. Ein solider Staatshaushalt ist in wirtschaftlich schwachen Zeiten umso wichtiger, denn hohe Schulden schränken den Handlungsspielraum von Regierungen ein. Daher richten viele Finanzexperten den Blick derzeit auf die Staatsschulden der Länder. Zu den größten Schuldnern weltweit gehören Japan, die USA und Italien. Unter den G7-Ländern hat nur Deutschland in den vergangenen zehn Jahren Schulden abgebaut.

Hinweis zu Deutschland: Schulden reduziert - Haftungsrisiken erhöht!

Deutschland hat zwar Schulden abgebaut, dafür aber die Haftungs- und Umverteilungsrisiken für andere, schwache EU-Länder massiv ausgeweitet! Nach dem Blick auf die Staatschulden nun nachfolgend der Focus auf die Unternehmen und Privaten Haushalte.

Steigendes Insolvenzrisiko: 310.258 deutsche Unternehmen sind finanzschwach!

Über 310.000 Unternehmen in Deutschland werden mit finanziellen Problemen in das Jahr 2020 starten. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Informationsdienstleisters Crifbürgel zum Insolvenzrisiko von Firmen in Deutschland. Die Anzahl der finanzschwachen Unternehmen steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent. Demnach haben derzeit 310.258 Unternehmen bzw. 8,7 Prozent der Firmen in Deutschland ein erhöhtes Insolvenzrisiko.

Die Grundverfassung der guten deutschen Wirtschaft beginnt zu bröckeln

Die Grundverfassung der Wirtschaft in Deutschland ist weiterhin gut. Angetrieben durch die Binnenkonjunktur und den privaten Konsum haben sich die Unternehmen in den letzten Jahren einen Puffer gegen Krisen aufgebaut. Diese Widerstandsfähigkeit beginnt jedoch zu bröckeln. Die Unternehmen stehen weiter unter dem Einfluss von Unsicherheiten und Risiken durch außenwirtschaftliche Faktoren, wie die offenen politischen Entscheidungen in den USA und in Großbritannien.

Hinzu kommt die steigende Anzahl an Großinsolvenzen im Jahr 2019. In vielen Fällen sorgen so Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz ziehen. In knapp jedem fünften Betrieb ist das die Ursache für die eigene Insolvenz. Zudem halten die derzeitigen Niedrigzinsen Unternehmen am Markt, die unter normalen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wären. Über diesen Unternehmen schwebt das Damoklesschwert einer möglichen Zinswende.

Die zuletzt positiven Insolvenzstatistiken sind lediglich ein Blick in den Rückspiegel

Da in den Insolvenzstatistiken vor allem die Vergangenheit abgebildet wird, sie gewissermaßen ein Blick in den Rückspiegel sind, nehmen die genannten Risiken und Faktoren erst mit einer zeitlichen Verzögerung Einfluss auf das Insolvenzgesehen. Für das Jahr 2020 gehen die Experten von Crifbürgel daher von steigenden Firmeninsolvenzen aus. Für 2019 zeichnen sich einmal mehr, nämlich das zehnte Mal in Folge, eine sinkende Anzahl von Firmeninsolvenzen ab. Auf Jahressicht rechnet Crifbürgel mit 19.300 Firmenpleiten.

Beim Blick auf die regionale Verteilung der Firmen mit hohem Zahlungsausfall- bzw. Insolvenzrisiko zeigen sich jedoch große Unterschiede. In absoluten Zahlen stehen Nordrhein-Westfalen (67.144), Bayern (39.876), Baden-Württemberg (31.391) und Niedersachsen (26.898) an der Spitze der Statistik der Bundesländer mit den meisten finanzschwachen Unternehmen. In Bremen (2.490) und im Saarland (2.996) gibt es absolut vergleichsweise wenig Firmen mit einem erhöhten Zahlungsausfallrisiko. Bezogen auf die Firmendichte geht die höchste Insolvenzgefahr derzeit von Unternehmen in Sachsen-Anhalt aus.

In Sachsen und Sachsen-Anhalt sind über 12 Prozent der Unternehmen in finanzieller Schieflage

Aktuell sind 12,2 Prozent der Unternehmen in Sachsen-Anhalt in einer finanziellen Schieflage und somit von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit betroffen. Aber auch in Sachsen (12,1 Prozent) Berlin (10,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent) ist mehr als jedes zehnte Unternehmen von einer Insolvenz bedroht. Prozentual betrachtet geht ein geringeres Risiko von Unternehmen in Bayern aus. Hier gelten nur 6,4 Prozent der Unternehmen als bonitätsschwach.

Auch in Baden-Württemberg (6,9 Prozent), Hessen (7,5 Prozent) und Schleswig-Holstein (7,8 Prozent) ist die Quote insolvenzgefährdeter Unternehmen geringer als im Bundesdurchschnitt (8,7 Prozent). In neun Bundesländern ist die Zahl finanzschwacher Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen. Die größten Zuwächse an finanzschwachen Unternehmen gab es in Hessen (plus 6,5 Prozent), Sachsen (6,0 Prozent), Hamburg und Sachsen-Anhalt (je 4,6 Prozent). In Brandenburg hingegen gibt es acht Prozent weniger insolvenzgefährdete Unternehmen als noch vor einem Jahr.

Branchen mit dem höchsten Insolvenzrisiko: Logistik und Gastgewerbe

Je nach Branchenzugehörigkeit der untersuchten Unternehmen zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich der finanziellen Schwäche. Am stärksten von möglichen Zahlungsausfällen betroffen sind Unternehmen aus der Logistik (Insolvenzrisiko liegt bei 13,5 Prozent) und aus dem Gastgewerbe (11,3 Prozent).

13,8 Prozent der Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt) droht eine Insolvenz. Damit nimmt die UG den schlechtesten Wert aller Rechtsformen ein. Aber auch bei den Gewerbebetrieben (9,1 Prozent) und der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (8,8 Prozent) liegt der Anteil insolvenzgefährdeter Unternehmen über dem Durchschnitt. Ein geringes Insolvenzrisiko bergen Aktiengesellschaften. Nur 3,5 Prozent aller AGs gelten als finanzschwach und sind von einer Pleite bedroht.

Schuldneratlas 2019: 6,9 Millionen Bürger sind überschuldet!

Nun zu den Privaten Haushalten. Creditreform ist Deutschlands führender Anbieter von Wirtschaftsinformationen, Marketingdaten und Lösungen zum Forderungsmanagement. Aktuell hat das Unternehmen den neuen Schuldneratlas 2019 veröffentlicht. Die Zahl überschuldeter Privatpersonen in Deutschland ist erstmals seit 2013 leicht zurückgegangen. Auch die Überschuldungsquote, also der Anteil überschuldeter Personen im Verhältnis zu allen Erwachsenen in Deutschland, sinkt geringfügig.

Ein Grund dafür ist das Wachsen der Bevölkerung durch Zuwanderung. Zum Stichtag 1. Oktober 2019 betrug die Überschuldungsquote bundesweit exakt 10 Prozent. Damit sind weiterhin über 6,9 Millionen Bürger überschuldet und weisen „nachhaltige Zahlungsstörungen“ auf. Das sind rund 10.000 Personen weniger als im vergangenen Jahr (minus 0,1 Prozent)

„Harte“ vs. „weiche“ Überschuldung

Die Daten zur Überschuldungsintensität bestätigen den Grundtrend des Vorjahrs: Die Überschuldungsfälle mit juristisch relevanten Sachverhalten reduzierten sich deutlich um rund 125.000 Fälle (minus 3 Prozent). Fälle mit geringer Überschuldungsintensität stiegen hingegen um ca. 115.000 Fälle (plus 4,1 Prozent). Deutschlandweit bleiben rund vier Millionen Menschen in einer harten und damit tieferen Überschuldungsspirale gefangen. Von 2006 bis 2019 stieg die Zahl der Überschuldungsfälle insgesamt um 611.000 (plus 18 Prozent).

Osten verbessert sich, Westen stagniert

In den alten Bundesländern sind derzeit rund 5,8 Millionen Bürger überschuldet, in den neuen Bundesländern gut 1,1 Millionen. Zwar liegt die Überschuldungsquote im Osten mit rund 10,3 Prozent zum achten Mal in Folge über dem Vergleichswert im Westen (9,9 Prozent), trotzdem hat sich die Lage im Osten der Republik über die Jahre kontinuierlich verbessert. Abwanderungsbewegungen, ein Rückgang der Einwohnerzahl verhindert dort ein sichtbares Absinken der Überschuldungsquote.

Die Zahl der absoluten Überschuldungsfälle ging im Osten aktuell zurück (minus 11.000), im Westen stieg sie um 1.000 Fälle an. Auch ist der Rückgang der harten Überschuldung im Westen (minus 2,9 Prozent; 2018: minus 1,9 Prozent) schwächer ausgeprägt als im Osten (minus 3,3 Prozent; 2018: minus 2,9 Prozent). Der Anstieg der weichen Überschuldung dagegen liegt im Westen (plus 4,4 Prozent; 2018; plus 4,1 Prozent) höher als im Osten (plus 2,7 Prozent; 2018: plus 2,9 Prozent).

Ländertrend ohne Veränderung: Solides Süddeutschland

Die leicht positive, aber uneinheitliche Entwicklung spiegelt sich auch im Vergleich der Überschuldungszahlen nach Bundesländern: Zehn Bundesländer verzeichnen einen Rückgang der Überschuldungsquote. Bayern (7,31 Prozent) und Baden-Württemberg (8,23 Prozent) führen weiterhin das Ranking der Bundesländer mit der geringsten Überschuldung an. Thüringen (9,21 Prozent) folgt auf Rang drei vor Sachsen (9,81 Prozent). Die Schlusslichter bilden wie in den Vorjahren Bremen (14,02 Prozent), Sachsen-Anhalt (12,71 Prozent) und Berlin (12,31 Prozent).

Alarmsignal: Die Altersarmut explodiert!

7,65 Prozent der Frauen über 18 Jahre gelten als überschuldet und nachhaltig zahlungsgestört, bei den Männern sind es aktuell rund 12,5 Prozent. Die Überschuldungsfälle nahmen bei den Frauen in 2019 weiter zu (2,7 Millionen; plus 6.000 Fälle), bei den Männern nahmen sie weiter ab (4,2 Millionen; minus 16.000 Fälle). Der Faktor „Altersüberschuldung“ gewinnt weiter an Bedeutung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der verschuldeten Rentner über 70 Jahre mit zusätzlichen 118.000 Fällen auf insgesamt 381.000 Menschen um fast die Hälfte angestiegen (plus 45 Prozent).

Die Überschuldungsquote (2,95 Prozent) bleibt allerdings weiterhin deutlich unter den Vergleichswerten anderer Altersgruppen. Im Langzeitvergleich 2013 / 2019 wird die überdurchschnittliche Zunahme mit einem Anstieg von 243 Prozent deutlich. Ganz anders ist die Entwicklung von Überschuldungszahl und -quote bei den Jüngeren: Hier waren 12,13 Prozent (minus 1,34 Punkte) oder 1,42 Millionen junge Menschen in Deutschland unter 30 Jahre überschuldet (minus 167.000 Fälle).

Der Konjunkturboom kommt bei vielen Menschen nicht an

Vertiefende Sonderauswertungen belegen, dass die Zunahme von Überschuldungszahlen und -quoten in den vergangenen 15 Jahren mit der Entwicklung der Armutsgefährdung, aber auch mit der Entwicklung der Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland korrespondiert. Sie zeigen allerdings auch, dass Überschuldung in nicht von Armut betroffenen Schichten und Milieus anzutreffen ist.

Der langjährige Konjunkturboom in Deutschland hat offensichtlich nicht dazu beigetragen, dass die Armutsgefährdungs- und Überschuldungsquoten zurückgegangen sind. Angesichts eingetrübter konjunktureller Rahmenbedingungen ist wohl nicht mit einer nachhaltigen Entspannung der privaten Überschuldungslage in Deutschland zu rechnen.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Cybercrime und Cybersecurity!

(17.11.19) Ob Fitnesstracker, smartes Auto oder vollautomatisierte Produktion: Die Digitalisierung schreitet mit großer Dynamik voran und erfasst alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Doch der Fortschritt hat auch Schattenseiten: Die steigende Anzahl digitaler Geräte bietet Cyberkriminellen (Internet-Kriminellen) immer neue potenzielle Ziele. Dementsprechend stieg die Anzahl der Cyberangriffe in Deutschland auch im Jahr 2018 weiter an.

Rund 87.000 Fälle von Cybercrime wurden von der Polizei erfasst, ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Anstieg von rund fünf Prozent (271.864 Fälle) war auch bei der Zahl der Straftaten zu verzeichnen, bei denen 2018 das Internet als Tatmittel genutzt wurde. Das geht aus dem aktuell veröffentlichten Lagebild „Cybercrime“ des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Nachfolgend eine Statista-Grafik zu dieser Thematik:

 

Erfolg: Das Bundeskriminalamt nimmt „Webstresser“ vom Netz

Die Vielfalt der digitalen Angriffsziele sorgt dafür, dass auch das Gesamtaufkommen der festgestellten Schadsoftware immer weiter steigt. Cyberkriminelle müssen diese Schadsoftware nicht zwangsläufig selbst erstellen. Auf Marktplätzen im Clearnet, Deepweb und im Darknet werden gegen Bezahlung eine Vielzahl illegaler Angebote gemacht, um beispielsweise Angriffe auf Firmennetzwerke und Webseiten durchzuführen oder Viren programmieren zu lassen. „Crime-as-a-Service“ nennt sich dieses Geschäftsmodell, bei dem neben Schadsoftware auch gestohlene Daten oder Anonymisierungsdienste verkauft werden.

Einer dieser Marktplätze war „Webstresser“, eine Plattform, die sich darauf spezialisiert hatte, im Auftrag ihrer Kunden so genannte DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) auf Webseiten durchzuführen. DDoS-Attacken zielen darauf ab, Webpräsenzen, Server und Netzwerke so zu überlasten, das sie nicht mehr erreichbar sind. Mithilfe von „Webstresser“ konnten auch Laien diese Angriffe ausführen.

Im April 2018 wurde die Seite, die unter anderem in Frankfurt am Main gehostet worden war, im Rahmen einer international koordinierten Maßnahme mehrerer Strafverfolgungsbehörden, an der auch das BKA beteiligt war, vom Netz genommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war „Webstresser“ für über vier Millionen DDoS-Attacken weltweit eingesetzt worden. Der Administrator der Seite wurde festgenommen und Ermittlungen gegen 250 Nutzer der Plattform aufgenommen. Jeder zweite Internetnutzer ist im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität geworden, wie die nachfoglende Statista-Grafik verdeutlicht.

 

Firmen sind ein beliebtes Angriffsziel von Hackern

Cybercrime verursachte 2018 einen Schaden in Höhe von über 60 Millionen Euro, ein Rückgang um rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2017: 71,4 Millionen Euro). Die Zahl bildet jedoch nur ab, was der Polizei bekannt geworden ist. Tatsächlich dürfte sich der Schaden für Unternehmen auf über 100 Milliarden Euro belaufen, wie Schätzungen aus der Wirtschaft im Betrachtungszeitraum 2018/2019 zeigen. Die enorme Differenz erklärt sich auch durch das hohe Dunkelfeld in diesem Phänomenbereich.

Insbesondere Unternehmen zeigen Fälle von Cybercrime und damit verbundene materielle Schäden nach wie vor vergleichsweise selten an. Die Furcht vor einem Vertrauensverlust bei Partnern und Kunden steht dabei dem Interesse, die Tat strafrechtlich verfolgen zu lassen, entgegen. Dabei sind Firmen ein bevorzugtes Angriffsziel für Hacker, wobei Kriminelle nicht nur daran interessiert sind, an das Geld der Unternehmen zu gelangen. Auch das Ausspähen technologischen Wissens ist für sie von Bedeutung.

Wurden Sie bereits zum Cybercrime-Opfer? Erstatten Sie Anzeige!

Das BKA rät sowohl Firmen als auch Privatpersonen, jeden Fall von Cybercrime zur Anzeige zu bringen. Zudem sollten präventive Sicherheitsmaßnahmen für Geräte und Prozesse ergriffen werden. Dass dies einen positiven Effekt hat, zeigt sich am Beispiel des Phishings im Online-Banking: 2018 wurden 723 Fälle zum Phänomen Phishing gemeldet, was einem Rückgang von nahezu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die rückläufigen Zahlen sind darauf zurückzuführen, dass die Banken ihre TAN-Verfahren weiterentwickelt und Sicherheitslücken geschlossen haben.

Insgesamt geht das BKA jedoch auch für die kommenden Jahre von weiter steigenden Fallzahlen im Bereich Cybercrime aus. Um dieser Herausforderung adäquat zu begegnen, arbeitet das BKA derzeit am Aufbau einer Abteilung „Cybercrime“. Damit sollen komplexe Ermittlungen und die Bearbeitung herausragender Cybervorfälle gestärkt werden.

Internet: 9 Bedrohungen und 6 Schutzmaßnahmen!

Bestohlen, betrogen oder beleidigt: Die überwiegende Mehrheit der Internetnutzer fühlt sich von Cyberkriminalität bedroht. Die nachfolgenden Vorfälle fürchten sie auf Basis einer aktuellen Bitkom-Analyse am meisten. Der Bitkom ist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. als Branchenverband für die deutsche Informations- und Telekommunikationsbranche.

1. Schadprogramme

Bösartige Programme auf dem Computer oder Smartphone wie Viren oder Trojaner – für acht von zehn Internetnutzern (79 Prozent) ist dieses Szenario eine Bedrohung.

2. Datenmissbrauch

Der Datenschutz wird nicht eingehalten, persönliche Daten unerlaubt weitergegeben und z.B. für Werbung missbraucht: Sieben von zehn Onlinern (70 Prozent) fühlen sich dadurch bedroht.

3. Passwort- und Kontoklau

Cyberkriminelle können zu schwache Passwörter ausnutzen und fremde Online-Konten übernehmen. Für mehr als jeden zweiten Internetnutzer (54 Prozent) ist diese Vorstellung bedrohlich.

4. Datenspionage

Wenn der Staat mitliest: Geheimdienste greifen auf verschlüsselte oder persönliche Kommunikation zu – 45 Prozent der Onliner haben Sorge davor.

5. Online-Banking-Betrug

Fremder Zugriff auf die eigenen Finanzen: Betrug beim Online-Banking sehen drei von zehn (30 Prozent) als Bedrohung.

6. Online-Shopping-Schwindel

Die Ware ist bestellt oder ersteigert worden, das Geld ist überwiesen, doch die Lieferung kommt niemals an: Davor fürchten sich ebenfalls 30 Prozent der Internetnutzer.

7. Beleidigungen und Mobbing

Diskussionen in sozialen Netzwerken oder Online-Foren lassen zuweilen einen guten Ton vermissen. Nicht selten sind Onliner auch mit Beleidigungen oder gar gezieltem Mobbing konfrontiert. Mehr als jeder Sechste (17 Prozent) empfindet dies als bedrohlich.

8. Sexuelle Belästigungen

Gezieltes Ansprechen von Personen, um sexuelle Kontakte anzubahnen – das sogenannte Cyber-Grooming ist nur eine Form von sexueller Belästigung im Internet. 17 Prozent der Onliner fühlen sich dadurch bedroht.

9. Hassrede

Hassbotschaften und Volksverhetzung sind auch im Internet ein Problem. Jeder neunte Onliner (11 Prozent) sieht darin für sich eine Bedrohung. In nachfolgender Grafik finden Sie die Bitkom-Ergebnisse auf einen Blick visualisiert:

Wie sich Internet-Nutzer vor Cyberkriminellen schützen können, hat der Bitkom darüber hinaus in den nachfolgenden 6 Empfehlungen zusammengestellt:

1. Komplexe Passwörter nutzen

Das Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und sowohl Groß- und Kleinbuchstaben als auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Das Passwort sollte kein Begriff sein, der sich im Wörterbuch finden lässt. Außerdem sollte es keinen Bezug zum beruflichen oder privaten Umfeld haben: Weder Geburtsdaten, noch Lieblingsromane oder Namen der Kinder sind sichere Passwörter.

2. Passwort-Manager als Kennwort-Tresor einsetzen

Für unterschiedliche Dienste sollte man auch unterschiedliche Passwörter nutzen. Passwort-Manager generieren komplexe Passwörter und heben diese sicher auf. Merken muss man sich nur noch ein Generalpasswort.

3. Mehr-Faktor-Authentifizierung nutzen

Wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, sollte man sie nutzen: Beim Einloggen gibt man sein Passwort ein. Daraufhin bekommt man eine TAN per SMS. Nur wenn sowohl das Passwort als auch die TAN stimmen, wird man eingeloggt.

4. Regelmäßig Updates fahren

Sicherheitslücken sind meist Programmierfehler, durch die sich Viren und Schadsoftware Zugang zu den Daten verschaffen. Sicherheitsupdates schließen diese Lücken. Deshalb sollte man sie schnellstmöglich installieren. Wenn Programme Updates automatisch einspielen können, sollte man das in den Einstellungen aktivieren.

5. Vorsicht bei dubiosen Mails und Anfragen

Oberstes Gebot: den gesunden Menschenverstand nutzen. Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind am besten sofort zu löschen. Das Gleiche gilt für E-Mails mit unbekanntem Dateianhang oder verdächtigen Anfragen in sozialen Netzwerken.

6. Informationen ernst nehmen und handeln

Wenn über Sicherheitslücken, Hacks oder ähnliche Vorfälle berichtet wird, sollten Nutzer handeln. Um an Informationen zu kommen, können Nutzer beispielsweise Apps wie das Sicherheitsbarometer von DSIN einsetzen. Wichtig ist: aktiv werden! Sicherheit lebt vom Mitwirken aller.

Die Basis gegen Cybercrime und für Cybersecurity ist Datenschutz!

Ich rate Ihnen: Nehmen Sie Ihre Internet-Sicherheit jetzt selbst in die Hand! In meinem aktuellen Buch "Finanzielle Selbstverteidigung" zeige ich Ihnen wie Sie sich über ausgesuchten Datenschutz-Strategien wirkungsvoll vor staatlichen oder unternehmerischen Datenschnüfflern oder kriminellen Hackern schützen.

Beispielsweise durch ein E-Mail-Konto oder einen Datensafe in der Schweiz, eine Anti-Spionage-Software die Sie einfach nur in Ihren PC oder Laptop über einen USB-Stick anschließen können, oder wirkungsvolle Blocker und Schutzmaßnahmen für Ihren gechipten Personalausweis, Reisepass sowie Ihre Bank- und Kreditkarten!

 

Investieren Sie jetzt in den Zukunfts- und Megatrend der Cybersecurity!

Die steigenden Kosten der Cyberkriminalität (Statista-Grafik oben) führen ebenso zu massiven Investitionen in die Online-Sicherheit. Deswegen empfehle ich Ihnen, jetzt in Aktien von ausgesuchten Cybersecurity-Unternehmen zu investieren. Kostengünstige ETF-Sparpläne auf Zukunfts- und Megatrends sind speziell für Jugendliche und junge Erwachsene ideale Vermögensaufbaukonzepte.

Aber auch in der Vermögensverwaltung sind Megatrend-Investments wichtige Renditebringer. Neue Indexkonzepte auf Basis börsengehandelter Indexfonds (ETFs) ermöglichen es Ihnen dabei, gezielt in einzelne Megatrends als zusätzliche Bausteine für Ihre Altersvorsorge zu investieren.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Einkommen und Kapital: 10% besitzen 83%!

(25.10.19) In meinem heutigen Beitrag werfe ich den Blick auf ebenso interessante wie auch nachdenklich machende Zahlen und Statistiken. Beginnen wir zunächst mit der Einkommensverteilung in Europa. Die Europäerinnen und Europäer verfügen im Jahr 2019 über ein Nettoeinkommen von gut 14.700 Euro, wie eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung GfK zeigt, für die 42 Länder untersucht wurden.

Demnach ist die Kaufkraft im Fürstentum Liechtenstein mit 67.550 Euro am höchsten, in der Ukraine mit 1,830 Euro am geringsten. Deutschland liegt mit rund 23.800 Euro auf dem achten Rang, aber auch deutlich über dem Durchschnitt. Etwa im europäischen Durchschnitt liegt das Nettoreinkommen in Spanien, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Kapital und Vermögen: Die Welt ist mehr als ungleich verteilt

Kommen wir nun von den Einkommensverhältnissen in Europa zum Blick auf die Vermögensverteilung in unserer Welt. 83 Prozent des weltweiten Vermögens liegt in den Händen der reichsten zehn Prozent. Das zeigt der aktuelle Global Wealth Report 2019 der Schweizer Großbank Credit Suisse. Demnach besitzen knapp 57 Prozent der Menschen weltweit ein Vermögen von weniger als 10.000 US-Dollar.

Das Vermögen von der Hälfte der Weltbevölkerung macht lediglich einen Anteil von 1,8 Prozent des weltweiten Privatvermögens aus, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt. Das reichste Prozent hält hingegen 43,9 Prozent. In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Million US-Dollar - im Jahr 2010 lag diese Zahl noch bei gut 600.000.

Die finanzielle Ungleichheit nimmt auch in Deutschland weiter zu

Die Ungleichheit in Deutschland nimmt laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung auch in Deutschland weiter zu. Die Zahl der armen Haushalte nimmt nicht nur zu, auch die Entfernung zur Armutsgrenze vergrößert sich demnach. Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, ist die Armutsquote im Westen des Landes zwischen 2005 und 2016 deutlich gestiegen.

Im Osten lag sie ohnehin höher und stieg seitdem leicht. Der Anteil der Personen oberhalb der Reichtumsquote nahm in den östlichen Bundesländern leicht zu auf 4,8 Prozent, in den westlichen Bundesländern sank sie leicht von 8,2 auf 7,8 Prozent.

Steigende Altersarmut: Immer mehr ältere Bundesbürger sind von einer Privatinsolvenz betroffen

Auf Basis von klaren Zahlen zeigt sich eine weitere, sehr bedenkliche Entwicklung in Deutschland. Grundlegend ist es erfreulich, dass die Privatinsolvenzen in Deutschland nach wie vor rückläufig sind. Aber hier ist zu bedenken, dass wir seit Jahren eine boomende Konjunktur haben. Was passiert, wenn Deutschland in eine immer wahrscheinlichere Rezession schlittert? Im 1. Halbjahr 2019 mussten 42.235 Verbraucher eine Insolvenz anmelden - so wenig wie seit 2004 nicht mehr. Die Zahl der Privatpleiten verringerte sich damit um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2018: 42.846).

Zu diesem Ergebnis kommt der Informationsdienstleister CRIFBÜRGEL in der neuen Studie "Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2019". Für das gesamte Jahr 2019 rechnet CRIFBÜRGEL derzeit mit bis zu 88.000 Privatinsolvenzen in Deutschland und damit auf Jahressicht mit dem neunten Rückgang in Folge (Jahr 2018: 88.995). Die Analysten von CRIFBÜRGEL sehen bereits eine Trendumkehr und erwarten bereits für das Jahr 2020 wieder mehr private Insolvenzen in Deutschland, da die konjunkturelle Schwächephase am Arbeitsmarkt bereits Spuren hinterlässt. Bedenklich ist ebenso, dass immer mehr ältere Bundesbürger von einer Privatinsolvenz betroffen sind.

Privatinsolvenzen: Die grundlegende Ursache ist Einkommensarmut

Zu den Gründen für eine Privatinsolvenz gehören Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, unwirtschaftliche Haushaltsführung, Veränderungen in der familiären Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem Schulden bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften.

In drei Altersgruppen steigen die Privatinsolvenzen bereits an. So mussten in der Altersgruppe der 31-bis 40-Jährigen 11.308 und damit 2,3 Prozent mehr Bundesbürger als vor einem Jahr eine private Insolvenz anmelden (1. Halbjahr 2018: 11.057). Nach zwei Jahren sinkender Fallzahlen steigen auch die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 61 Jahre und älter wieder an. So stiegen die Privatpleiten bei den älteren Bundesbürgern um 2,2 Prozent auf 4.795 Fälle (Anteil am Insolvenzgeschehen: 11,4 Prozent).

Was sind die Ursachen für eine Privatinsolvenz im Alter?

Ursachen für eine Privatinsolvenz im Alter resultieren aus dem problematischen Arbeitsmarkt in der Vergangenheit und dem Wandel der Erwerbsformen. Dazu zählt beispielsweise die Zunahme von Niedriglohnbeschäftigung und in der Folge eine entsprechend geringe Altersrente. Dass die Renten nicht ausreichen, beruht in vielen Fällen auch auf einer Erwerbsbilanz mit Unterbrechungen. Das Risiko einer Privatinsolvenz im Alter wird zudem durch hohe Kosten im Krankheitsfall erhöht. Zu den Betroffenen von Privatinsolvenzen in der Altersgruppe "61 Jahre und älter" zählen auch ehemals Selbstständige, da bei ihnen die Altersvorsorge aufgrund der fehlenden Pflicht häufig auf der Strecke bleibt.

Diese Entwicklungen in Verbindung mit dem demografischen Wandel werden dazu führen, dass künftig eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe vor finanziellen Problemen im Alter stehen wird. Überraschend angestiegen sind auch die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe der 51 bis 60-Jährigen. Auch in dieser Gruppe stiegen die Fallzahlen um 2,2 Prozent auf 8.555 Privatinsolvenzen. In der Summe machen die beiden ältesten Altersgruppen 31,6 Prozent (13.350 Privatinsolvenzen absolut) am Insolvenzgeschehen in Deutschland aus, wie nachfolgende Grafik verdeutlicht.

Fazit: Diese Zahlen sind ein Armutszeugnis für Deutschland!

Die obigen Zahlen belegen, dass nahezu jede dritte Privatinsolvenz in Deutschland von einem Bundesbürger angemeldet wird, der mindestens 51 Jahre alt ist. Das ist ein Armutszeugnis für Deutschland.

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Deutschland zwischen Arm und Reich!

(13.10.19) In Deutschland gibt es bei den Einkommen nach wie vor sehr große, regionale Unterschiede. Aus Basis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt sich das auch in den fünfzehn größten Städten Deutschlands. Wenig überraschend ist das Einkommen der privaten Haushalte in München am höchsten. Im Jahr 2016 lag es bei rund 30.000 Euro je Einwohner.

Auch in Stuttgart und Düsseldorf sind die Bürger relativ reich. In Ostdeutschland und im Ruhrgebiet sieht es dagegen anders aus, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Die letzten Plätze beim Einkommens-Städteranking der privaten Haushalte belegen Dresden, Leipzig und Duisburg.

Die Schere bei den verfügbaren Einkommen hat sich in Deutschland weiter geöffnet, die Einkommensungleichheit befindet sich trotz der über Jahre guten wirtschaftlichen Entwicklung auf einem historischen Höchststand. Das zeigen übereinstimmend Berechnungen mit unterschiedlichen statistischen Maßen zur Einkommensverteilung. So lag der Gini-Koeffizient, das gebräuchlichste Maß für Ungleichheit, Ende 2016 sogar noch um zwei Prozent höher als 2005 – dem Jahr, das unter Forschern nach einem drastischen Anstieg der Einkommensspreizung seit Ende der 1990er Jahre als besonders „ungleich“ gilt.

Zwei Faktoren haben die materielle Ungleichheit in den vergangenen Jahren vor allem wachsen lassen: Hohe Einkommensgruppen haben von sprudelnden Kapital- und Unternehmenseinkommen profitiert und dadurch die große Mehrheit der Haushalte in Deutschland beim verfügbaren Einkommen deutlich hinter sich gelassen. Gleichzeitig sind die 40 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen zurückgefallen – auch gegenüber der Mitte, deren Einkommen wiederum durch die gute Arbeitsmarktlage und spürbare Lohnsteigerungen real solide zunahm.

Dementsprechend liegt die Armutsquote ebenfalls auf hohem Niveau. Und die Armutslücke, sie beschreibt das Jahreseinkommen, das armen Haushalten rechnerisch fehlt, um die Armutsgrenze von 60 Prozent des mittleren Einkommens zu überschreiten, ist zwischen 2011 und 2016 preisbereinigt um 29 Prozent gewachsen: Um 779 Euro auf mehr als 3400 Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Mittelschicht erodiert: Deutschland ist weiter auf dem Weg der Polarisierung

Die aktuellen Daten zeigen, dass all jene Politiker und Ökonomen falsch liegen, die Entwarnung geben wollten, weil sich der rasante Anstieg der Einkommensspreizung nach 2005 zunächst nicht fortgesetzt hat. Richtig ist: Die Ungleichheit wächst aktuell deutlich langsamer, und die Entwicklung unterminiert nicht mehr so stark die Position der Haushalte mit mittleren Einkommen wie vor anderthalb Jahrzehnten: Wer eine feste, reguläre Arbeitsstelle hat, der hat zuletzt auch nach Abzug der Inflation spürbar mehr Einkommen zur Verfügung, insbesondere, wenn sie oder er nach Tarif bezahlt wird. Trotz dieses positiven Trends geht die Polarisierung in Deutschland weiter.

Denn die Ränder der Einkommensverteilung streben auseinander: Der Niedriglohnsektor ist weiterhin sehr groß und ärmere Haushalte fallen zurück, während sich reiche weiter absetzen. Und dabei sind Deutschlands Superreiche, also Multimillionäre und Milliardäre, die vom langjährigen Boom bei Aktien und Immobilien besonders stark profitiert haben dürften, im SOEP nur schwach erfasst. Alles in allem haben wir den riskanten Weg zu größerer Ungleichheit immer noch nicht verlassen: Ausufernde soziale Spaltungen verstärken den Verteilungskampf, reduzieren soziale und politische Teilhabe und gefährden das Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft. Ein weiterer Beleg dafür ist die Entwicklung der Tafeln in Deutschland.

Die Zahl der Tafeln in Deutschland nimmt weiter zu. Wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, gibt es gegenwärtig 941 dieser Einrichtungen zur Unterstützung von Bedürftigen in Deutschland. Damit haben sich die Tafeln in den vergangenen Jahrzehnten zur größten sozialen Bewegung der heutigen Zeit entwickelt, die Lebensmittel rettet und an sozial Schwache weitergibt. Die erste deutsche Tafel wurde im Jahr 1993 von der Initiativgruppe Berliner Frauen e.V. in Berlin gegründet. Deutschlandweit engagieren sich heute ca. 60.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Tafeln.

Die Schere bei den Einkommen geht ebenfalls wieder auseinander

Der verbreitetste Indikator zur Einkommensverteilung ist der Gini-Koeffizient. Je nach Grad der Ungleichheit nimmt er Werte zwischen Null (alle Haushalte haben das gleiche Einkommen) und eins (ein einziger Haushalt bezieht das komplette Einkommen im Land an. Ende 2016 lag der Gini-Koeffizient der verfügbaren Haushalteinkommen, bereits bereinigt um Effekte unterschiedlicher Haushaltsgrößen, in Deutschland bei 0,295.

Damit zeigte er im aktuellsten Jahr, für das SOEP-Daten vorliegen, einen um rund 19 Prozent höheren Ungleichheits-Wert an als noch Ende der 1990er Jahre. Damals lag der Gini knapp unter 0,25. Sehr schnell angestiegen ist die Ungleichheit in Deutschland Ende der 1990er und in der ersten Hälfte der 2000er Jahre – auf 0,289 im Jahr 2005. Laut der Industrieländerorganisation OECD nahm sie damals stärker zu als in den meisten anderen ihrer 30 Mitgliedsländer. War die Bundesrepublik zuvor ein Land mit relativ ausgeglichener Einkommensverteilung, rutschte sie ins Mittelfeld von EU und OECD ab.

Diskussion unter Fachleuten: Was ist nach 2005 passiert?

Einige Ökonomen kommen auch in jüngeren Studien zu dem Fazit, die Ungleichheit sei seit dem Jahr 2005 stabil geblieben oder sogar wieder leicht gesunken. Der WSI-Verteilungsbericht macht aber auf Basis der neuesten SOEP-Zahlen deutlich, dass es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme gehandelt hat. Denn nach einem leichten Rückgang auf 0,279 im Jahr 2009, der wesentlich darauf beruhte, dass in der Finanz- und Wirtschaftskrise die zuvor florierenden Kapitaleinkommen kurzfristig einbrachen, geht der Gini-Wert seit 2011 wieder nach oben.

Die so gemessene Ungleichheit wuchs zwar langsamer als zuvor, aber fast stetig auf den neuen Höchststand. Dabei entwickeln sich die Einkommen in Ostdeutschland deutlich schneller auseinander als im Westen. Noch ist die Spreizung in den neuen Ländern spürbar geringer als in den alten, doch der Abstand zwischen Ost und West wird kleiner, wie nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht.

Palma- und Theil-Index: Die Armut in Deutschland nimmt zu

Dass sich die Schere bei den Einkommen öffnet, belegt auch der Blick auf zwei weitere Verteilungsmaße. Der Palma-Index vergleicht den Anteil des wohlhabendsten Zehntels der Haushalte an den gesamten Einkommen mit dem Part der unteren 40 Prozent. Dadurch reagiert er statistisch besonders sensibel auf Veränderungen am oberen Ende der Einkommensverteilung. Dagegen ist der Theil-Index ein feiner Indikator für Entwicklungen in den „unteren“ Gruppen, die ein niedriges Einkommen haben. An beiden Indizes lässt sich seit 2005 ein ganz ähnlicher Trend ablesen wie beim Gini-Koeffizienten: Nach einem Rückgang am Ende des vergangenen Jahrzehnts sind sie wieder deutlich angestiegen. Die Veränderungen fallen jedoch ausgeprägter aus – ein Hinweis darauf, dass es die Ränder sind, an denen die entscheidenden Entwicklungen stattfinden

Das gilt nach vertiefter Analyse der Verteilungsforscher insbesondere im unteren Bereich der Einkommensverteilung. So ist der Anteil der Haushalte, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben und deshalb nach gängiger wissenschaftlicher Definition als arm gelten, in den Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs spürbar gewachsen – von 14,2 Prozent 2010 auf 16,7 Prozent 2016. Gleichzeitig wurde auch die so genannte „Armutslücke“ beträchtlich größer. Sie zeigt an, welches jährliche Einkommen einem durchschnittlichen armen Haushalt fehlt, um es über die 60-Prozent-Hürde zu schaffen: Lag der Fehlbetrag inflationsbereinigt 2005 bei 2873 und 2011 bei 2673 Euro, stieg der Rückstand bis 2016 wieder stark an auf 3452 Euro. Der Abstand zur Armutsgrenze wuchs also um rund 29 Prozent.

Dass die Lücke so viel größer wurde, hat nach Analyse der Verteilungs-Experten und Expertinnen auch damit zu tun, dass im aktuellen Aufschwung – anders als in den 2000er-Jahren – nicht nur die oberen, sondern auch die mittleren Einkommen stärker zugelegt haben. Ein positiver Trend, von dem im unteren Bereich der Einkommensverteilung aber wenig bis nichts ankam: Das unterste Dezil hat zwischen 2010 und 2016 nach Abzug der Inflation sogar Einkommen verloren. Im 2., 3. und 4. Dezil waren die Zuwächse unterdurchschnittlich.

Armutsfallen: Alleinerziehung und Erwerbslosigkeit

Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte in Deutschland hat, gilt hierzulande als armutsgefährdet. Wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, ist die Armutsgefährdungsquote mit 22,7 Prozent in Bremen am höchsten. Am geringsten ist das Armutsrisiko in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern, gefolgt von Brandenburg und Schleswig-Holstein, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt. Bei Erwerbslosen und Alleinerziehenden ist das Risiko, von Armut betroffen zu sein am größten. Außerdem sind die neuen Bundesländer tendenziell stärker betroffen als das frühere Bundesgebiet. Auch hier bestätigen sich die bereits beschriebenen Entwicklungen im Hinblick auf die Städterankings.

Fazit von Dr. Dorothee Spannagel : Wachstum allein reicht nicht, um Ungleichheit zu reduzieren

Die Entwicklung der vergangenen Jahre macht deutlich, dass eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht ausreiche, um Ungleichheit und Armut zu reduzieren, resümiert für die Studie verantwortliche Verteilungsexpertin Dr. Dorothee Spannagel. Zumal, wenn politische Weichenstellungen nachwirkten, welche einen Anstieg der Einkommensungleichheit begünstigt haben.

Dazu zählt die Wissenschaftlerin auch die Steuerpolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte: Während reiche Haushalte von der Senkung des Spitzensteuersatzes, der pauschalen Abgeltungssteuer oder der Reform der Erbschaftsteuer mit ihren zahlreichen Ausnahmen für Betriebsvermögen profitierten, wurden ärmere Haushalte durch höhere indirekte Steuern zusätzlich belastet. Wachsende Ungleichheit ist kein Schicksal, schreibt die Wissenschaftlerin deshalb. Die Politik habe wirksame Möglichkeiten, gegenzusteuern.

Zu den wichtigsten Ansätzen für die Politik zählt Dr. Spannagel:

1. Reduzierung der Lohnungleichheit durch eine Stärkung der Tarifbindung

Ein wichtiger Beitrag, um auch im Niedriglohnsektor bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen, sei es, die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen zu vereinfachen.

2. Erhöhung des Mindestlohns

Parallel empfiehlt die Forscherin eine Erhöhung des Mindestlohns. Zudem müsse besser verhindert werden, dass Arbeitgeber den Mindestlohn umgehen.

3. Stärkere Besteuerung von Spitzeneinkommen

Um den weiteren Anstieg der Ungleichheit zu bremsen, sei es auch wichtig, „die wachsende Konzentration der Einkommen am oberen Ende zu dämpfen“, schreibt Frau Dr. Spannagel. Dazu sollten sehr hohe Erbschaften stärker besteuert und Ausnahmen bei der Erbschaftsteuer konsequent abgebaut werden. Zudem sollte der Spitzensteuersatz der Einkommensteuer angehoben werden. Kapitalerträge müssten wieder in die Einkommenssteuer eingegliedert werden und somit progressiv besteuert werden. Auch die Wiederaufnahme der Vermögensteuer sei relevant, argumentiert die Forscherin.

4. Deutliche Anhebung bei Hartz IV

Eine deutliche Anhebung der Regelsätze im Arbeitslosengeld II („Hartz IV“). Diese lägen häufig weit unter der Armutsgrenze.

5. Massive Förderung von Beratungs- und Hilfsangeboten

Als wichtige Hilfe zur Selbsthilfe hätten sich unbürokratische soziale Beratungs- und Hilfsangebote erwiesen, die ausgebaut werden müssten, um den realen Bedarf abdecken zu können. Dazu zählt die Expertin psychosoziale Beratung, etwa bei Schulden oder Sucht, ausreichend Deutschkurse für Migranten, aber auch passgenaue Umschulungen oder Weiterbildungen für Langzeitarbeitslose.

Fazit von Markus Miller:

1. Millionäre und Superreiche können und werden verstärkt auswandern (Migration der Millionäre)

2. Enteignung und Umverteilung für die Mittelschicht und den Mittelstand Deutschlands voraus! (Finanzielle Selbstverteidigung)

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Auslaufmodell Bargeld!

(28.09.19) Die Deutschen hängen an ihren Scheinen und Münzen und nutzen sie auch deutlich häufiger als ihre europäischen Nachbarn. Eine repräsentative Umfrage der ING aber zeigt: Die Bargeldnutzung jüngerer Altersgruppen liegt über alle Ausgabenarten hinweg deutlich niedriger als die der älteren. Und rund ein Viertel der 18 bis 34-jährigen würden eine Bargeldabschaffung begrüßen. Bei ihnen ist die Nutzung und Nutzungsbereitschaft für mobiles Zahlen mit Smartphone oder kontaktlos mit einer Karte bereits weit verbreitet.

Sonderweg: Die Deutschen und ihr Bargeld

Mit ihrem Hang zum Bargeld beschreiten die Deutschen einen Sonderweg unter den in der Studie berücksichtigten 13 europäischen Ländern. Bei alltäglichen Ausgaben liegen die Deutschen mit ihrer Bargeldnutzung meist weit über dem Durchschnitt. Zwischen 9 und 34 Prozentpunkte beträgt die Differenz zum europäischen Durchschnitt für Ausgaben im Restaurant, Supermarkt oder für die Taxifahrt.

Während vor allem die älteren Deutschen auf Bargeld setzen, zeigt sich in der Altersgruppe der 25 bis 34-jährigen der niedrigste Anteil an Barzahlern. Die Werte für alltägliche Barzahlungen in dieser Altersgruppe liegen auch teilweise deutlich unter denen, die in der ersten derartigen Befragung im Jahre 2017 erhoben wurden. Auch wenn sich in keinem der Länder eine Mehrheit für die Abschaffung von Bargeld ausspricht, zeigt sich in dieser Generation der größte Anteil an Befürwortern einer bargeldlosen Zukunft.

Kontaktlos Bezahlen per Smartphone oder Karte ist (noch) Geschmackssache

Smartphone-Zahlungen stehen die Deutschen in der Mehrheit noch verhalten gegenüber. Mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt ein derartiges Verfahren noch nicht oder könnte es sich zumindest nicht vorstellen. Schon etwas länger gibt es die Möglichkeit, auch Bank- oder Kreditkarten kontaktlos zu nutzen.

Dabei hat diese Form des kontaktlosen Bezahlens in vergleichsweise kurzer Zeit eine hohe Akzeptanz erreicht: Von denen, die über wenigstens eine solche Karte verfügen, gibt über die Hälfte an, die kontaktlose Zahlungsmöglichkeit bei mindestens jedem zweiten Bezahlvorgang zu nutzen – vorausgesetzt, der jeweilige Händler bietet es an. Nur rund jeder Fünfte verzichtet grundsätzlich darauf.

Mobile Payment: Mehrheit der Deutschen möchte bargeldlos bezahlen

An der Kasse stehen und nicht bezahlen können, weil das Geschäft nur Bargeld akzeptiert – eine Situation, die immer weniger Deutsche akzeptieren mögen. Laut einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Befragten ab 16 Jahren ärgern sich 66 Prozent, weil sie nicht überall elektronisch bezahlen können. Im Vorjahr waren es erst 53 Prozent der Befragten gewesen, wie die Statista-Grafik zeigt. 62 Prozent der Befragten wünschen sich sogar ein Gesetz, dass alle Geschäfte dazu verpflichtet, mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit wie EC-Karte, Kreditkarte oder per Smartphone anzubieten.

Zukunft Digitalisierung: Die Bargeld-Kasse ist ein Auslaufmodell!

Ob neue Schuhe für den Winter, das Lieblingsparfum für die Frau oder ein Ersatzteil für das Auto. Zahlreiche Verbraucher bestellen Produkte mittlerweile im Internet oder fahren in große Einkaufszentren außerhalb der Städte. In den Fußgängerzonen klagen Einzelhändler dagegen über sinkende Kundenzahlen und Ladenflächen stehen zunehmend leer. Der Handel in Deutschland sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert – und die Digitalisierung ist eine der größten.

Mehr als 7 von 10 deutschen Handelsunternehmen (73 Prozent) halten sich beim Thema Digitalisierung für Nachzügler und nur 23 Prozent für Vorreiter und Gestalter. 65 Prozent der Unternehmen geben an, die Digitalisierung sei generell eine große Herausforderung für sie – und 71 Prozent haben große Probleme, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland ergeben. Demnach sehen trotz der wahrgenommenen Hindernisse immerhin 72 Prozent der Händler in der Digitalisierung grundsätzlich eine Chance für ihr Unternehmen.

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Handelslandschaft massiv, sie verändert auch die Bedürfnisse der Verbraucher. Jeder Verbraucher kann mit seinem Smartphone einkaufen was er will, wann er will und wo er will, mobil bezahlen und sich die Waren kostenlos nach Hause liefern lassen. Der Handel muss sich auf diese Bedürfnisse einstellen. Doch das gelingt noch nicht allen. Verbraucher, die heute noch auf Bargeld setzen und sich diesen Entwicklungen verschließen müssen sich ebenso verändern! Gleichzeitig haben Sie als Privatanleger die Möglichkeit, in die Digitalisierung zu investieren. Beispielsweise über das einfache, effiziente und kostengünstige Investment in einen Digitalisierungs-ETF.

Zukunftsausblick des Handels: Verkaufsroboter, Lieferdrohnen und Mobile Payment

Die aktuelle Bitkom-Umfrage liefert weitere, sehr interessante Informationen. Jedes vierte, befragte Handelsunternehmen in Deutschland handelt ausschließlich noch offline. Das wird sich weiter massiv verändern. Wer nicht online ist, verpasst nicht nur den Anschluss, sondern er verzichtet auch auf zusätzliche Einnahmen. Im stationären Einzelhandel ist hingegen das bargeldlose Bezahlen mit Karte mit 98 Prozent fast überall möglich.

7 von 10 Geschäften (70 Prozent) bieten außerdem WLAN für die Kunden an. 22 Prozent haben eine App mit einem Bonusprogramm, weitere 20 Prozent informieren über Tablet-PCs in ihrem Laden über Produkte und Sonderangebote. Kaum verbreitet sind hingegen - noch - Virtual-Reality-Brillen (1 Prozent). Allerdings planen oder diskutieren 4 Prozent deren Anschaffung, 3 Prozent der stationären Händler denken außerdem über die Einführung von Service-Robotern nach. Online wie offline wollen viele Handelsunternehmen weiter in die Digitalisierung investieren.

Der Handel in Deutschland schaut insgesamt optimistisch in die digitale Zukunft und sieht zahlreiche Innovationen kommen. So glauben 19 Prozent, dass im Jahr 2030 Verkaufsroboter durch Geschäfte führen werden. 39 Prozent halten dann Warenlieferungen per Drohne für verbreitet und jeder Zweite (50 Prozent) geht davon aus, dass Geschäfte 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche geöffnet haben. Fast 8 von 10 Händlern (77 Prozent) sehen den Abschied von der Kasse gekommen: Sie gehen davon aus, dass das Bezahlen in vielen Geschäften automatisch abläuft. Ich teile diese Sichtweise, Mobile Payments gehört die Zukunft.

Achtung Schwarzmaler: Stellen Sie sich nicht gegen die Digitalisierung!

Die Art und Weise, wie wir unser Geld bewegen, hat sich in den letzten Jahren bereits massiv verändert. Die Dynamik wird weitergehen. Es steht für mich außer Frage, dass die Kombination von technologischem Fortschritt, wirtschaftlichen Bedürfnissen und staatlichen Restriktionen längst den Weg zu einer bargeldlosen Gesellschaft und einem weitestgehend digitalen Geldsystem in der nahen Zukunft geebnet haben. Weiterführende Informationen zu dieser Thematik finden Sie auf unserem Themen-Portal www.krypto-x.biz.

Ich lese auch fortlaufend Berichte, wie „kritische Autoren“ vor Entwicklungen der Abschaffung unseres Bargelds pauschal warnen oder empfehlen, auf digitale Angebote zu verzichten. Lassen Sie sich nicht ständig Angst machen von diesen chronischen Schwarzmalern und Schwarzsehern. Es ist keine besonders gute Idee, sich gegen die Digitalisierung zu stellen. Ebenso ist es sehr gefährlich richtig zu liegen, wenn Ihr Staat falsch liegt!

Sie haben auch keinen direkten Einfluss auf den Gesetzgeber, der über seine restriktive Ordnungspolitik immer stärker in Ihre Bürgerrechte und Ihre Privatsphäre eingreift. Setzen Sie auf das was in Ihrem Einflussbereich liegt, den Sie selbstbestimmt gestalten können. Sorgen Sie eigenverantwortlich vor. Innovative Geldkarten bzw. elektronische Wallets bieten Ihnen hier beispielsweise Schutzfunktionen und geldwerte Vorteile in einem.

Nutzen Sie die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung zu Ihrem Vorteil!

Fazit: Die Digitalisierung und das Smartphone-Banking (Mobile Payments) werden in Meilenstiefeln weiter voranschreiten, auch in Deutschland! Aktuell habe ich eine neue Sonderausgabe für mein Magazin Kapitalschutz vertraulich fertiggestellt, zu dem hochinteressanten Thema „Geldkarten“, von Gold- bis Bitcoin-Karten.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com