Deutschlands Goldschatz wächst!
(26.09.26) Das Goldvermögen der deutschen Privathaushalte hat nach der Reisebank-Goldstudie 2026 einen Rekordwert erreicht: Barren, Münzen, Schmuck und goldbezogene Wertpapiere summieren sich auf mehr als 1,4 Billionen Euro. Gegenüber der Erhebung von 2024 hat sich der geschätzte Wert mehr als verdoppelt. Hinter dieser Zahl steckt allerdings vor allem ein stark gestiegener Goldpreis. Sie bedeutet nicht, dass die Deutschen ihre Goldmenge verdoppelt hätten.
Insgesamt schätzt die Studie den physischen Goldbestand der Privathaushalte auf 9.173 Tonnen. Davon entfallen 5.464 Tonnen auf Barren und Münzen und 3.709 Tonnen auf Schmuck. Schon die privaten Bestände an Barren und Münzen übersteigen damit die Goldreserven der Deutschen Bundesbank deutlich. Für Anleger ist diese Trennung wichtig: Schmuck kann einen Materialwert besitzen, ist wegen Verarbeitungskosten und Handelsspannen aber etwas anderes als ein Anlagebarren.
Für ihre Bewertung legte die Studie einen Goldpreis von 4.457,35 Euro je Feinunze zugrunde. Eine Feinunze entspricht rund 31,1 Gramm. Steigt der Preis, wächst der in Euro ausgedrückte Wert vorhandener Bestände auch ohne einen einzigen zusätzlichen Kauf. So erhöhte sich der geschätzte Goldanteil am gesamten Vermögen der Privathaushalte von 2,8 Prozent im Jahr 2024 auf 6,1 Prozent im Jahr 2026. Diese Prozentzahl beschreibt den Wertanteil am Vermögen, nicht den Anteil der Menschen, die Gold besitzen.
Barren und Münzen bilden das Fundament
Den Wert von Barren und Münzen beziffert die Studie auf rund 783 Milliarden Euro, den von Goldschmuck auf etwa 532 Milliarden Euro. Weitere 124 Milliarden Euro entfallen auf goldbezogene Wertpapiere. Wer über das Anlagevermögen in Gold spricht, sollte deshalb Schmuck und Wertpapiere nicht unbesehen mit physischem Anlagegold gleichsetzen: Die Produkte unterscheiden sich bei Besitz, Zugriff, Kosten und Risiken.
Gold ist zugleich in vielen Haushalten verbreitet. Laut der Befragung besitzen 55 Prozent der Bundesbürger Gold in irgendeiner Form, also beispielsweise als Schmuck, Barren, Münzen oder über Wertpapiere. Zu den wichtigsten genannten Kaufmotiven gehören die langfristige Wertaufbewahrung und der Schutz vor Inflation. Diese Motive sind nachvollziehbar: Gold lässt sich nicht beliebig vermehren und ist keiner einzelnen Währung zugeordnet.
Ein verlässlicher Schutz vor jedem kurzfristigen Kaufkraftverlust ist es dennoch nicht. Der Goldpreis kann erheblich schwanken, und für einen Anleger im Euroraum zählt der Preis in Euro. Wer Gold als Reserve hält, sollte daher einen längeren Zeitraum im Blick haben und Geld für absehbare Ausgaben nicht allein vom nächsten Goldverkauf abhängig machen.
Junge Menschen halten überraschend hohe Anteile
Besonders auffällig sind die Angaben zum Goldanteil am Vermögen jüngerer Befragter. Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt er der Studie zufolge durchschnittlich bei rund 21 Prozent, bei den 25- bis 34-Jährigen bei 19 Prozent. Für die 45- bis 54-Jährigen nennt die Studie zwölf Prozent und für Menschen ab 65 Jahren neun Prozent.
Diese Werte sollten nicht als Empfehlung für die eigene Goldquote verstanden werden. Gerade bei jungen Menschen kann ein kleineres Gesamtvermögen dazu führen, dass bereits ein überschaubarer Goldbestand prozentual stark ins Gewicht fällt. Außerdem zeigen Durchschnittswerte nicht, wie unterschiedlich die einzelnen Haushalte aufgestellt sind. Für Ihre persönliche Aufteilung zählen unter anderem Liquiditätsbedarf, übrige Anlagen und Ihre Bereitschaft, Preisschwankungen auszuhalten.
In den vergangenen zwölf Monaten kauften laut Studie rund 15 Prozent der Befragten Gold; in der vorherigen Erhebung waren es 17 Prozent. Die investierten Beträge fielen zugleich höher aus. Auch hier lohnt die Unterscheidung: Ein höherer Eurobetrag bedeutet bei einem höheren Goldpreis nicht automatisch, dass entsprechend mehr Gramm erworben wurden.
Besitz ist nur ein Teil der Vorsorge
Die meisten Goldbesitzer hielten an ihren Beständen fest: 87 Prozent verkauften in den vergangenen zwölf Monaten kein Gold. Zugleich äußerten sich 92 Prozent der Goldkäufer zufrieden mit ihrer Entscheidung. Das zeigt eine starke Bindung an das Edelmetall, sagt für sich genommen aber nichts über die künftige Preisentwicklung aus.
Beim Kauf von physischem Gold sollten Sie auf den Abstand zwischen Kauf- und Rückkaufpreis achten. Besonders bei kleinen Stückelungen kann dieser Abstand hoch sein. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den beworbenen Verkaufspreis eines Händlers, sondern auch, welchen Betrag Sie bei einem späteren Verkauf voraussichtlich erhalten würden.
Ebenso wichtig ist die Verwahrung. Ein heimischer Tresor bietet schnellen Zugriff, wirft aber Fragen zu Diebstahlschutz und Versicherung auf. Ein Bankschließfach oder eine externe Lagerung kann andere Vorteile und Kosten haben. Prüfen Sie, wem das Gold rechtlich zugeordnet ist, welche Schäden versichert sind und wie Erben im Ernstfall vom Bestand erfahren und darauf zugreifen können.
Die Steuerregel wird oft missverstanden
Die Studie zeigt deutliche Wissenslücken bei der Besteuerung. Für in Deutschland steuerpflichtige Privatpersonen gilt beim Verkauf von privat gehaltenem physischem Gold grundsätzlich: Liegen zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als zwölf Monate, fällt ein Veräußerungsgewinn in der Regel nicht unter die Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte. Bei einem Verkauf innerhalb eines Jahres kann der Gewinn steuerpflichtig sein; dabei ist auch die gesetzliche Freigrenze für den gesamten Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften des Kalenderjahres zu beachten.
Diese Regel sollten Sie nicht automatisch auf jedes goldbezogene Wertpapier übertragen. Dessen steuerliche Behandlung hängt von seiner rechtlichen Ausgestaltung ab. Auch für jemanden mit steuerlichem Wohnsitz außerhalb Deutschlands ist die deutsche Einjahresregel keine pauschale Auskunft zur Besteuerung am eigenen Wohnsitz.
In der Praxis hilft eine einfache Dokumentation: Bewahren Sie zu jedem Kauf Rechnung, Datum, Menge, Stückelung und Kaufpreis auf. Halten Sie Verkäufe ebenso fest. Bei mehreren Käufen zu unterschiedlichen Zeitpunkten lässt sich sonst später nur schwer nachvollziehen, für welche Stücke die Haltedauer bereits abgelaufen ist.
Mein Fazit: Gold ist eine Reserve, kein Gesamtplan
Die Reisebank-Goldstudie unterstreicht, wie fest Gold in der Vermögensplanung vieler Deutscher verankert ist. Der Rekordwert von mehr als 1,4 Billionen Euro zeigt vor allem, wie stark der Preis vorhandener Bestände gestiegen ist. Für den eigenen Vermögensschutz ist die entscheidende Frage deshalb nicht, ob Sie dem Rekordwert hinterherkaufen sollten, sondern welche Aufgabe Gold in Ihrem Vermögen erfüllen soll.
Als langfristige Reserve kann physisches Gold sinnvoll sein. Es zahlt jedoch weder Zinsen noch Dividenden, sein Preis schwankt und sichere Verwahrung kostet Geld. Prüfen Sie Ihre Goldquote im Zusammenhang mit Liquidität, Wertpapieren, Immobilien und anderen Vermögenswerten. So wird aus dem Besitz von Gold eine bewusste Entscheidung statt einer Reaktion auf den nächsten Höchststand.
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US-Schuldenfalle: Die Zinslast wird zum Risiko!
(15.08.26) Die Vereinigten Staaten haben eine historische Marke erreicht: Die US-Staatsverschuldung hat im August 2026 erstmals die Schwelle von 40 Billionen US-Dollar überschritten. Davon entfallen rund 32,3 Billionen Dollar auf öffentlich gehaltene Schulden, der Rest sind vor allem Verbindlichkeiten innerhalb staatlicher Systeme. Noch vor wenigen Jahren erschien die Marke von 40 Billionen Dollar weit entfernt – inzwischen ist sie Realität.
Der reine Schuldenstand ist allerdings nur ein Teil des Problems. Entscheidend ist zunehmend, was diese Schulden kosten. Die Nettozinsausgaben des US-Bundes dürften im laufenden Fiskaljahr 2026 bei rund 1 Billion US-Dollar liegen. Damit fließen inzwischen etwa 14 Prozent der gesamten Bundesausgaben allein in Zinszahlungen. Nach Berechnungen auf Basis der aktuellen CBO-Projektionen könnten die Nettozinsausgaben bis 2036 sogar auf rund 2,1 Billionen Dollar pro Jahr steigen.
Das bedeutet vereinfacht: Der amerikanische Staat gibt inzwischen mehr Geld für Zinsen aus als für zahlreiche zentrale staatliche Aufgaben. Bereits 2025 überschritten die Nettozinszahlungen erstmals die Marke von einer Billion Dollar und lagen damit sogar über den Verteidigungsausgaben. Zinsen schaffen jedoch keine neue Infrastruktur, keine Produktivität und keine staatlichen Leistungen – sie sind der Preis für Schulden, die in der Vergangenheit aufgenommen wurden.
Aus dem Schuldenproblem wird ein Zinsproblem
Besonders kritisch wird die Situation durch die laufende Refinanzierung bestehender Staatsschulden. Staatsanleihen haben feste Laufzeiten. Werden beispielsweise zehnjährige US-Staatsanleihen fällig, muss das Finanzministerium das Geld an die Anleger zurückzahlen. Da die USA regelmäßig hohe Haushaltsdefizite aufweisen, geschieht das in der Praxis häufig durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen.
Genau hier liegt das Problem: Ein erheblicher Teil der auslaufenden Schulden wurde in Zeiten aufgenommen, als die Zinsen wesentlich niedriger lagen. Wird beispielsweise eine ältere Anleihe mit einem Zinssatz von 1,5 oder 2 Prozent durch eine neue Anleihe mit 4 oder 5 Prozent ersetzt, steigt die jährliche Zinsbelastung – selbst wenn der Schuldenstand zunächst überhaupt nicht wachsen würde.
Tatsächlich wächst der Schuldenstand aber zusätzlich weiter. Damit wirken zwei Effekte gleichzeitig: mehr Schulden und höhere Finanzierungskosten. Daraus kann sich ein gefährlicher Kreislauf entwickeln: Höhere Zinsausgaben vergrößern das Haushaltsdefizit, das Defizit zwingt den Staat zu zusätzlichen Kreditaufnahmen und diese neuen Schulden verursachen wiederum zusätzliche Zinszahlungen.
5 Prozent für 30 Jahre sind ein Warnsignal
Wie stark sich die Situation verändert hat, zeigt der Markt für langfristige US-Staatsanleihen. Die Rendite 30-jähriger Treasuries erreichte Ende Juli bereits 5,27 Prozent und stieg im August zeitweise sogar über 5,3 Prozent. Das sind Niveaus, die seit fast zwei Jahrzehnten kaum mehr zu beobachten waren.
Eine Rendite von mehr als 5 Prozent klingt für Anleger zunächst attraktiv. Für den größten Schuldner der Welt bedeutet sie allerdings etwas anderes: Neu aufgenommene langfristige Schulden werden erheblich teurer. Bei einer Billion Dollar zusätzlicher Schulden entspricht bereits ein Zinsniveau von 5 Prozent rechnerisch 50 Milliarden Dollar Zinskosten pro Jahr.
Hinzu kommt ein wichtiger psychologischer Faktor. Anleger verlangen für sehr lange Laufzeiten zunehmend einen höheren Risikoaufschlag. Schließlich müssen sie einschätzen, welche Inflation, Staatsverschuldung und Haushaltspolitik die USA in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren aufweisen werden. Je größer diese Unsicherheit wird, desto höhere Renditen können Investoren verlangen.
Warum Washington die Renditen nicht ignorieren kann
Die Entwicklung ist inzwischen so relevant, dass selbst das US-Finanzministerium reagiert. Im August kündigte das Treasury an, die Rückkäufe bestimmter langlaufender Staatsanleihen zu verdoppeln, um die Liquidität im Markt zu unterstützen. Solche Maßnahmen können kurzfristig helfen, ändern aber nichts an den grundlegenden Ursachen aus Defiziten, Verschuldung und steigender Zinslast.
Das ist deshalb wichtig, weil die USA auf einen funktionierenden Treasury-Markt angewiesen sind. Jahr für Jahr müssen nicht nur neue Haushaltsdefizite finanziert, sondern zusätzlich gewaltige Mengen bestehender Anleihen refinanziert werden. Dafür braucht Washington dauerhaft Käufer – amerikanische Banken und Fonds ebenso wie Versicherungen, Pensionskassen, ausländische Zentralbanken und internationale Investoren.
Je weniger Anleger bereit sind, US-Staatsanleihen zu niedrigen Renditen zu kaufen, desto höher muss der angebotene Zins werden. Damit wird aus einem politischen Haushaltsproblem zunehmend ein Kapitalmarktproblem.
Hohe Treasury-Renditen treffen die gesamte Wirtschaft
Für Sie als Anleger ist entscheidend, dass sich dieser Effekt nicht auf Washington beschränkt. US-Staatsanleihen bilden einen zentralen Referenzzins für das weltweite Finanzsystem. Steigen deren Renditen, steigen häufig auch Finanzierungskosten für Unternehmen, Immobilienkäufer und Verbraucher. Reuters verweist aktuell unter anderem auf höhere Belastungen bei Hypotheken, Autokrediten und Unternehmensfinanzierungen.
Auch Aktienbewertungen reagieren darauf. Vereinfacht gesagt konkurriert eine Aktie immer mit der risikofreien beziehungsweise vergleichsweise risikoarmen Rendite von Staatsanleihen. Wenn Anleger mit US-Staatsanleihen plötzlich 5 Prozent erzielen können, müssen hoch bewertete Aktien deutlich attraktivere Renditechancen bieten, um dieses zusätzliche Risiko zu rechtfertigen.
Besonders empfindlich sind Unternehmen, deren Bewertung stark auf zukünftigen Gewinnen basiert. Deshalb können hohe langfristige Zinsen insbesondere wachstumsorientierte Technologieaktien belasten. Gleichzeitig geraten Unternehmen mit hohen Schulden und regelmäßigem Refinanzierungsbedarf stärker unter Druck.
Auch Anleihen sind nicht automatisch sicher
Ein weiterer wichtiger Punkt wird häufig unterschätzt: Steigende Zinsen können auch bei bestehenden Anleihen erhebliche Kursverluste verursachen. Das gilt besonders für lange Laufzeiten. Wer eine 30-jährige Anleihe mit niedrigem Kupon hält und plötzlich konkurrieren neue Papiere mit deutlich höheren Renditen, muss bei einem vorzeitigen Verkauf unter Umständen deutliche Kursabschläge akzeptieren.
Das bedeutet nicht, dass Anleger langlaufende Staatsanleihen grundsätzlich meiden sollten. Aber Sie sollten sich bewusst machen, dass Bonität und Kursrisiko zwei unterschiedliche Dinge sind. Selbst wenn die USA ihre Verpflichtungen vollständig bedienen, kann eine langfristige Treasury-Anleihe zwischenzeitlich erhebliche Kursbewegungen aufweisen.
Kurze Laufzeiten reagieren deutlich weniger empfindlich auf Zinsänderungen. Deshalb kann es in einem unsicheren Zinsumfeld sinnvoll sein, bei defensiven Anlagen stärker auf eine Staffelung verschiedener Laufzeiten zu achten, anstatt das gesamte Kapital langfristig zu binden.
Was Sie für Ihr Vermögen daraus ableiten können
Die amerikanische Schuldenentwicklung ist für Ihren Vermögensaufbau deshalb kein abstraktes volkswirtschaftliches Thema. Sie beeinflusst Zinsen, Aktienbewertungen, Immobilienmärkte, Währungen und letztlich auch die globale Liquidität. Die USA stellen noch immer den mit Abstand wichtigsten Kapitalmarkt der Welt.
Für Ihr Portfolio spricht dieses Umfeld deshalb vor allem für Diversifikation und Qualität. Unternehmen mit hohen freien Cashflows, soliden Bilanzen und begrenztem Refinanzierungsbedarf sind weniger abhängig von ständig verfügbarem billigem Kapital. Gleichzeitig können Liquiditätsreserven und kurzlaufende Zinspapiere wieder eine echte Renditekomponente darstellen.
Auch Sachwerte verdienen in diesem Zusammenhang Aufmerksamkeit. Gold, produktive Unternehmen, ausgewählte Immobilien und in begrenzter Beimischung auch digitale knappe Vermögenswerte wie Bitcoin können unterschiedliche Funktionen innerhalb einer langfristigen Vermögensstrategie übernehmen. Entscheidend ist dabei nicht die Wette auf einen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Dollars – ein solches Szenario lässt sich seriös nicht prognostizieren –, sondern die Streuung staatlicher, geldpolitischer und währungspolitischer Risiken.
Der gefährliche Punkt ist nicht die Marke von 40 Billionen
Die Zahl von 40 Billionen Dollar erzeugt Aufmerksamkeit, sie ist wirtschaftlich aber nicht die entscheidende Grenze. Staaten funktionieren anders als Privathaushalte. Die USA verfügen über eine eigene Währung, einen riesigen Kapitalmarkt und mit dem US-Dollar weiterhin über die wichtigste internationale Reservewährung.
Problematisch wird Verschuldung vielmehr dann, wenn Zinskosten dauerhaft schneller wachsen als Staatseinnahmen und Wirtschaftsleistung. Genau darauf sollten Anleger achten. Die aktuelle CBO-Projektion zeigt, dass die Zinsausgaben von rund 14 Prozent der Bundesausgaben 2026 auf fast 19 Prozent im Jahr 2036 steigen könnten, wenn sich die grundlegenden Rahmenbedingungen nicht ändern.
Damit nimmt der finanzielle Spielraum Washingtons ab. Jeder zusätzliche Dollar für Zinsen steht nicht für Infrastruktur, Verteidigung, Sozialleistungen, Forschung oder Steuersenkungen zur Verfügung. Irgendwann bleiben politisch nur unangenehme Möglichkeiten: höhere Steuern, niedrigere Ausgaben, dauerhaft hohe Defizite oder eine Geldpolitik, die zumindest indirekt versucht, die reale Schuldenlast zu reduzieren.
Mein Fazit: Amerikas Zinsfalle wird zum Anlegerrisiko
Die USA haben inzwischen nicht mehr nur ein Schuldenproblem, sondern zunehmend ein Zins- und Refinanzierungsproblem. Die Marke von 40 Billionen Dollar ist dabei vor allem ein Symbol. Entscheidender ist, dass immer größere Schuldenberge zu deutlich höheren Zinssätzen finanziert werden müssen.
Solange Anleger bereit sind, amerikanische Staatsanleihen problemlos zu kaufen, ist das kein akuter Zusammenbruchmechanismus. Aber der Preis dieser Finanzierung steigt – und genau dieser Preis schlägt über höhere Kapitalmarktzinsen auf praktisch alle Anlageklassen durch.
Für Sie bedeutet das: Setzen Sie beim Vermögensaufbau stärker auf Diversifikation, solide Bilanzen, ausreichende Liquidität und unterschiedliche Anlageklassen. Vermeiden Sie eine einseitige Abhängigkeit von dauerhaft niedrigen Zinsen. Denn die eigentliche Gefahr der amerikanischen Schuldenfalle besteht möglicherweise nicht darin, dass Washington seine Schulden plötzlich nicht mehr bedienen kann – sondern darin, dass die Finanzierung dieser Schulden über Jahre hinweg immer größere Teile des Staatshaushalts und des weltweiten Kapitalmarktes beansprucht.
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Mythos Goldverbot!
(19.12.24) Verbote des privaten Goldbesitzes sind keine Erfindung der Moderne. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert griffen Regierungen in Krisenzeiten immer wieder auf Goldverbote zurück, um wirtschaftliche Stabilität zu sichern oder staatliche Vorhaben zu finanzieren. In Ägypten war Gold den Pharaonen vorbehalten, während in Sparta und Rom Besitzbeschränkungen für Edelmetalle zur Kontrolle der Wirtschaft eingeführt wurden. Auch in China unter der Yuan-Dynastie wurde der Goldbesitz verboten, um die Einführung von Papiergeld zu fördern.
Im 20. Jahrhundert fanden Goldverbote in Demokratien wie den USA und Großbritannien statt. Präsident Roosevelt verbot 1933 den Goldbesitz in den USA, um die Banken zu stabilisieren. Ähnliche Maßnahmen ergriffen Frankreich 1936 und Indien 1963. Mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems in den 1970er Jahren wurden die meisten Restriktionen aufgehoben.
Aktuelle Entwicklungen und Regulierungen
In der EU sorgen verschärfte Geldwäscherichtlinien für niedrigere Anonymitätsgrenzen bei Edelmetallkäufen. Seit 2020 liegt diese Grenze bei nur noch 1.999,99 Euro. Die geplante Einführung einer EU-weiten Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ab 2027 deutet darauf hin, dass Restriktionen zunehmen könnten. Historische Beispiele zeigen, dass in wirtschaftlich angespannten Zeiten ein Goldverbot durchaus realistisch ist, besonders wenn Regierungen nach alternativen Finanzierungsquellen suchen.
Mit dieser ebenso hochinteressanten wie geschichtsträchtigen und zu jeder Zeit wichtigen Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Kapitalschutz-Podcast, den Sie auf unserem YouTube-Kanal „Markus Miller“ finden.
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Gold und Silber: Attraktive Minenwerte!
(14.07.22) Vor dem Hintergrund weiter massiv steigender unlimitierter Geldmengen und hoher Inflationsraten sind die Edelmetalle Gold und Silber derzeit äußerst attraktiv bewertet. Gold und Silber sind Elemente, die nicht unter natürlichen, auf der Erde herrschenden Bedingungen entstehen. Die durch die Natur begrenzten Vorkommen sowie die chemischen und physikalischen Eigenschaften machen Edelmetalle wertvoll und weltweit begehrt. In physische Edelmetalle zu investieren ist der Basis-Baustein Ihrer Kapitalschutz-Strategie. Minenaktien sind darüber hinaus eine lukrative Beimischung.
Es gibt eine altbewährte Faustregel, die besagt, dass die Aktien von Goldminen um rund 2,5 bis 3% ansteigen, wenn der Goldpreis um 1% zulegt. Sie können mit Goldminen also 2,5- bis 3-mal so viel verdienen. In die andere Richtung wirkt dieser Hebeleffekt selbstverständlich auch. Das liegt daran, dass sich Kurssteigerungen bei den Edelmetallen - bei gleichbleibenden Förderkosten - überproportional stark auf die Gewinnentwicklung bei Goldminen auswirken.

Minenwerte bieten einen Hebeleffekt auf die Edelmetallpreise
Beim letzten starken Goldboom stieg der Goldpreis von rund 250 US-Dollar im Jahr 2001 auf rund 1.900 US-Dollar nach der Finanzkrise des Jahres 2008. In der Spitze entspricht diese Kurssteigerung einer Verachtfachung. Der viel beachtete Goldaktien-Index HUI explodierte im gleichen Zeitraum von 30 auf 600 Punkte, was einer Verzwanzigfachung entspricht.
Der HUI-Index repräsentiert ein Portfolio von 16 Aktien von Minengesellschaften internationaler Goldproduzenten. Aktuell steht der HUI bei lediglich 218 Punkten und hat bei steigenden Goldpreisen - von denen ich langfristig ausgehe - somit noch deutliches Kurspotenzial.

Gold ist die Mutter aller Sachwerte
Die lethargischen bzw. zuletzt rückläufigen Preise bei den Edelmetallen führen zunehmend zu einer Verunsicherung und konservativen Anlegern. Zahlreiche Leser von „Kapitalschutz vertraulich“ haben mich in den letzten Wochen gefragt, ob Goldinvestments grundsätzlich noch Sinn machen im Hinblick auf die steigenden Zinsen. Ich bin davon überzeugt, dass Investments in Edelmetalle selbst - oder besser gesagt - gerade aufgrund der mittlerweile erfolgten Zinswende und den starken Zinsanstiegen ihre Schutzfunktionen entfalten werden. Vom Inflationsschutz bis hin zur Versicherung gegen die jetzt stark zunehmenden Systemrisiken.
Gold im Umfeld steigender Zinsen
Die Gefahren für die Wirtschaft, aber auch für das gesamte Finanz- und Währungssystem sind aufgrund der gestiegenen Zinsen in Kombination mit den weiterhin ungelösten Struktur- und Schuldenproblemen zahlreicher Volkswirtschaften mittlerweile geradezu explodiert. Gold ist die Mutter aller Sachwerte, für Staaten wie für Privatanleger. Seit einigen Jahren stocken viele Notenbanken ihre Goldbestände wieder auf. Zur Absicherung vor einem Systemkollaps.
Gold kann davon profitieren, was auch der Blick in den Rückspiegel bestätigt: Seit 1971 gab es elf Zyklen, in denen die Fed die Zinsen schrittweise angehoben hat. Die durchschnittlichen Kursgewinne bei Gold lagen während dieser Zyklen bei +26,9%. In sechs von elf dieser Zinserhöhungs-Zyklen stieg der Goldpreis sogar um durchschnittlich +61%.
Zahnloses G7-Goldembargo
Mit einem jährlichen Fördervolumen von 330 Tonnen war Russland im Jahr 2021 auf Basis der Daten des World Gold Council (WGC) der zweitgrößte Goldproduzent der Welt. Auf Russlands Goldminen entfällt somit ein Anteil von rund 9,5% der jährlichen Goldfördermenge. Lediglich China weist eine noch höhere Goldförderung auf. In den letzten Jahren hat Russland seine eigenen Goldbestände sukzessive ausgebaut, so dass lediglich ein geringer Anteil in den Westen exportiert wurde.
Deswegen sind die Erlöse, die Russland mit seinen Goldexporten in den Westen erzielte - in Relation zu seinen Exporten von Energierohstoffen wie Kohle, Öl und Gas - verschwindend gering. Auf Basis von Experten-Schätzungen dürfte Russland im Jahr 2022 rund 300 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Energierohstoffen erzielen. Die Einnahmen aus dem Export von Gold lagen hingegen im Jahr 2021 lediglich bei 14,7 Milliarden Euro.

Gewinner der Sanktionen gegen Russland sind Dubai und Shanghai
Darüber hinaus wurden die sechs großen russischen Goldraffinerien bereits Anfang März 2022 im Zuge der westlichen Sanktionspolitik vom Handel an der London Bullion Markt Association (LBMA) - dem weltweit wichtigsten Handelsplatz für Edelmetalle - ausgeschlossen. Die LBMA ist mit einem globalen Marktanteil von annähernd 90% der größte Importeur von Gold. Durch diese Maßnahme sind russische Goldexporte in den Westen bereits seit Monaten abgeschnitten, was einem Export- und Handelsverbot von Gold aus Russland gleichkommt.
Das auf dem G7-Gipfel diskutierte bzw. geplante Gold-Embargo gegenüber Russland ist deswegen ein vollkommen zahnloser Tiger und eine reine Symbolpolitik ohne jegliche Wirkung. Im Gegensatz zu den westlichen Staaten belegen China, Indien oder die arabischen Staaten Russland nicht mit Sanktionen. Deswegen wird Russland auch in Zukunft keine Probleme haben, Gold im Bedarfsfall über diese Länder zu verkaufen und an den Weltmärkten zu platzieren.
Fazit: Ein großer Verlierer der Gold-Sanktionen gegen Russland wird die LBMA sein, weil beispielsweise die Bedeutung von Shanghai und Dubai als globalen Gold-Umschlagsplätzen steigen wird.
Gold steht vor der Renaissance als Weltreservewährung!
immer mehr Bürger sind berechtigterweise in großer Sorge um die Stabilität unseres Geldes, dem Euro. Viele von Ihnen kaufen aus diesem Grund Gold und Silber, weil sie auch das Vertrauen in die Schutzfunktionen des Staates stark zunehmend verlieren. Diese selbstbestimmte Strategie ist richtig und wichtig, weil die Schulden und Haftungsrisiken der EU-Staaten steigen und immer weiter zunehmen. Physische Edelmetalle sind frei von Schulden und tragen kein Ausfallrisiko in sich. Dennoch führen auch die schwachen Edelmetallpreise der letzten Monate zu einer Verunsicherung. Dafür besteht kein Anlass!
Unser Fiat-Geldsystem krankt immer noch an den Nachwehen von Bretton Woods
Der Ferienort Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire war im Juli 1944 während des Zweiten Weltkriegs Schauplatz einer Konferenz, die unser Weltfinanzsystem über Jahrzehnte geprägt hat. An der Bretton-Woods-Konferenz im längst legendären Mount Washington Hotel nahmen einst Vertreter von 44 Staaten teil. Nach dem Krieg ist auch Deutschland im Jahr 1949 dem Bretton-Woods-System beigetreten. Dieses sah eine Bindung der Teilnehmerwährungen an den US-Dollar vor, der seinerseits durch Gold unterlegt war. 1971 begann das Bretton-Woods-System zu wanken, weil US-Präsident Richard Nixon die Bindung an Gold aufhob, 1973 scheiterte Bretton-Woods endgültig.
Die Spätfolgen der seither inflationären Währungen spüren wir aktuell aufgrund der explodierenden Geldmengen, Staatsschulden und dem damit einhergehenden Kaufkraftverlust durch die hohen Inflationsraten ganz massiv. Da die ungedeckten Währungen weiter erodieren werden, müssen Sie selbst Ihre Gold-Bindung herstellen, indem Sie in Edelmetalle investieren. Die zuletzt hohen Preissteigerungen und die gravierende Verfehlung der Inflationsziele der großen Notenbanken wird das Vertrauen in die staatlichen Reservewährungen wie den Euro oder den US-Dollar in den kommenden Jahren weiter untergraben. Dadurch wird Gold in vielen Ländern der Welt als Reservewährung weiter an Akzeptanz gewinnen und sich verstärkt als Vertrauens- und Kaufkraftanker etablieren. Gold steht mit großer Wahrscheinlichkeit vor der Renaissance als Weltreservewährung.
Sonderausgabe Minenwerte: Nutzen Sie jetzt das Potenzial der Werte, die in den Minen liegen!
Menschen holen seit Jahrtausenden unter großem Aufwand Edelmetalle aus dem Boden, schmelzen und formen es zu Kunstwerken, Münzen oder Barren, schmücken sich damit, nutzen es als Tausch- oder Zahlungsmittel oder lagern es in Hochsicherheitssafes unter der Erde. Daneben finden Edelmetalle wie Silber in zahlreichen Industrieprodukten Verwendung. Grundlage dafür ist die Förderung aus Minen. Nehmen Sie sich die Worte des britischen Wirtschaftswissenschaftlers David Ricardo (1772-1823) zum Vorbild! „Gold und Silber besitzen einen inneren Wert, der nicht willkürlich ist. Er hängt ab von deren Knappheit, der Menge an Arbeit, die deren Beschaffung gewidmet wird und er liegt im Wert des Kapitals, das in den Minen steckt, die sie hervorbringen“.
Ich zeige Ihnen in meiner brandaktuellen Sonderausgabe „Minenwerte“ meines Wirtschaftsmagazins "Kapitalschutz vertraulich" wirkungsvolle Mittel und Wege, wie Sie in das lukrative Anlagesegment der Minenaktien bestmöglich investieren. Nicht nur im Bereich der Goldminen, sondern auch in Silberminen. Nutzen Sie die Möglichkeit und testen Sie jetzt KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.
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Renaissance der Rohstoffe!
(27.01.22) In den ersten Wochen des neuen Jahres haben Sie vermutlich wieder unzählige Prognosen von Ökonomen, Banken und sonstigen „Experten“ gelesen, im Hinblick auf die Entwicklungen im Jahr 2022. Mit Bezug auf stichtagsbezogene Jahresendprognosen für Börsenkurse sind derartige Aussagen für mich ein Raten mit Zahlen und Kaffeesatzleserei. Auch im Zeitraum der 365 Tage des Jahres 2022 kann und wird wieder so viel passieren, was zeitpunktbezogene Prognosen schlicht innerhalb kürzester Zeit ad absurdum führt. Im Positiven wie im Negativen.
Unter all den zahlreichen Studien, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, möchte ich die Aussagen der Risikomanager von AON aus ihrem Aon Global Risk Management Survey hervorheben, die ich Ihnen nachfolgend zusammengefasst habe. Wichtig ist dabei, dass ein Risiko immer auch mit einer Chance verbunden ist. Risikomanagment - durch wirkungsvolle und breit gestreute Kapitalschutz-Strategien - ist deswegen stets auch ein Chancenmanagment.
Dominoeffekte verstärken Risiken wie Chancen!
Nicht nur die Welt, auch die Risiken werden immer vernetzter, so die Grundaussage von AON. COVID 19 hat gezeigt, dass eine Pandemie weitaus mehr ist als ein Gesundheitsrisiko. Mit Folgen wie Betriebsunterbrechungen, Rohstoffmangel oder Konjunkturflauten ist zu rechnen. Aus der Unvorhersehbarkeit von Ereignissen, die in ihren Auswirkungen kaum einzuschätzen sind, resultiert eine erhöhte Volatilität bei wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Pandemie hat den Umgang mit Risiken grundlegend verändert.
So ist das Bewusstsein für den Domino-Effekt zwischen einzelnen Risiken gestiegen. Beispielhaft dafür sind etwa Betriebsunterbrechungen, die im Rahmen der Pandemie gleichzeitig verschiedene Branchen und Unternehmen weltweit getroffen haben. Das Risiko einer Pandemie stieg von Platz 60 in der Unternehmens-Umfrage 2019 auf Platz 7 im Jahr 2021 und erreichte außer in Nordamerika in jeder Region die Top Ten.
Cyberrisiken und Datenmissbrauch werden nach wie vor in allen Branchen und Regionen der Welt für die größten Risiken gehalten. Danach folgen in der globalen Rangliste Betriebsunterbrechungen, schwächere Konjunktur sowie Rohstoff- und Materialknappheit.
Inflation: Preissteigerungen im Quintett!
In der deutschen Wirtschaft steigen die Preise in allen Bereichen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistisches Bundesamtes. Dies trifft unter anderem auf die Preise von importierten Waren zu. Der entsprechende Index liegt im Oktober 2021 um 16,5 Prozent höher als noch im Oktober 2019. Bei exportierten Waren stiegen die Preise im selben Zeitraum um 8,4 Prozent. Besonders stark gestiegen sind auch die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte. Sie sind im genannten Zweijahreszeitraum um 18,6 Prozent gestiegen.

Gestörte Lieferketten führen zu steigenden Rohstoffpreisen
Derart stark sind die Preise zuletzt in der ersten Ölkrise in den 1970er Jahren gestiegen. Grund sind unter anderem Materialengpasse und hohe Beschaffungskosten. So sind zahlreiche Lieferketten in Europa und den USA immer noch stark gestört. Bei den Verbraucherpreisen fällt der Anstieg mit 4,9 Prozent am geringsten aus. Hier gibt es aber Ausreißer wie Gemüse oder Heizöl, die deutlich teurer geworden sind.
Die Störungen der Lieferketten sind laut IWF zusammen mit den steigenden Rohstoffpreisen und den angesammelten Ersparnissen von Verbrauchern ein Grund für die steigenden Verbraucherpreise. Diese weltweite Inflation wird laut IWF Ende des Jahres 2021 ihren Höhepunkt erreichen und dann Mitte des Jahres 2022 in vielen Ländern wieder auf das Vorkrisenniveau zurückfallen. Ob diese positive Erwartung wirklich eintritt, ist stark zu bezweifeln. Auch das drohende Szenario einer nachhaltig hohen Inflation ist nicht unwahrscheinlich. Die Importpreise, Exportpreise, Großhandelsverkaufspreise, Verbraucherpreise und Erzeugerpreise steigen derzeit jedenfalls im Quintett
Inflation, Rohstoffpreise und Immobilien: Bauen verteuert sich massiv!
Auch die Baukosten für neue Wohngebäude in Deutschland sind zuletzt deutlich angestiegen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Insbesondere Zimmer- und Holzbauarbeiten haben sich deutlich verteuert - im Vergleich zum Vorjahresmonat um ganze 30 Prozent.
Auch Metallbauarbeiten, Entwässerungskanalarbeiten, Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten sowie Stahlbauarbeiten sind derzeit deutlich kostspieliger als noch vor einem Jahr. Vergleichsweise moderat ist da noch das Plus von 8,3 Prozent bei Fliesen- und Plattenarbeiten. Steigende Rohstoffpreise für Holz und Metalle zeigen somit auch im Immobilienbereich ihre gravierenden Auswirkungen.

Auch die Preise für Bauland steigen
Der starke Preisanstieg am Bau trifft Deutschland in einer Phase, in der Immobilien ohnehin schon teurer werden. Besonders in den Großstädten Deutschlands wie München oder Stuttgart sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zu den Städten mit den höchsten Kaufpreisen für Eigentumswohnungen gehören regelmäßig München, Freiburg im Breisgau sowie Stuttgart. Dadurch haben immer weniger jüngere Haushalte die Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben.
Auch die Baulandpreise steigen: in den vergangenen drei Jahrzehnten sind sie in Deutschland um über 360 Prozent nach oben geklettert. Kurz nach der Wiedervereinigung kostete ein Quadratmeter baureifes Land im Schnitt 43 Euro. Derzeit müssen Käufer dagegen rund 200 Euro pro Quadratmeter investieren. Am stärksten sind die Preise für Bauland in Berlin in die Höhe geschossen.
Gas gibt Gas: +549%!
Im Dezember kostete eine Million über Title Transfer Facility, einem virtuellen Handelspunkt im niederländischen Gasnetz, gehandelte British thermal units (entspricht etwa 26,4 Kubikmeter bzw. 0,3 Megawattstunde) Erdgas 38 US-Dollar - das entspricht einem Plus von rund 549 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Steigende Großhandelspreise bedeuten in vielen europäischen Ländern auch steigende Verbraucherpreise. Das gilt auch für Deutschland, wie der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas zeigt. Kostet die Kilowattstunde im Dezember 2020 5,59 Euro waren es ein Jahr später 8,21 Euro.
Damit trägt der Gaspreis zur steigenden Inflationsrate bei. Als einen wichtigen Grund für die Entwicklung sehen Experten eine steigende Nachfrage in Asien und Europa. Auch Russland, genauer gesagt Gazprom, wird eine Mitverantwortung nachgesagt. Das Land benutze den Rohstoff als politisches Druckmittel. Dafür gibt es durchaus Indizien. So stieg der Preis im Dezember 2021 unter anderem auch, weil Gazprom seine Lieferungen durch die Leitung Jamal–Europa, die über Belarus und Polen nach Deutschland führt, deutlich zurückgefahren hätte. 94 Prozent des hierzulande verbrauchten Erdgases müssen importiert werden - davon kommt über die Hälfte aus Russland. Der sich verschärfende Russland-Ukraine-Konflikt trägt dabei nicht zur Entspannung bei, im Gegenteil.

Rohstoff- und Materialknappheit zählen zu den größten Risiken 2022!
Rohstoffe begleiten die Entwicklungsgeschichte der Menschheit von Beginn an. Organische Rohstoffe sind als Energielieferant die Basis jeglichen Lebens auf der Erde. Von den Jägern und Sammlern haben wir uns über Jahrtausende zu Produzenten und Händlern von immer fortschrittlicheren Gütern entwickelt, deren Grundlage stets Rohstoffe sind. Mit der Stein-, Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit sind die frühen Epochen unserer Evolution nach Rohstoffen benannt. Heute leben wir in der Erdneuzeit, die man auch als „Hochtechnologiezeit“ oder „Digitalzeit“ bezeichnen könnte. Dieses Zeitalter ist geprägt von einer stark wachsenden Weltbevölkerung und einem gigantischen Ressourcenverbrauch an Rohstoffen, der in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert ist.
Die Corona-Pandemie hat zu deutlichen Verwerfungen an den internationalen Rohstoffmärkten geführt und die bereits bestehenden Risiken in der Rohstoffversorgung nochmals deutlich verstärkt. Die Vorkommen wichtiger Rohstoffe sind häufig auf wenige Länder konzentriert und werden nur durch eine sehr begrenzte Anzahl von Unternehmen abgebaut. Zahlreiche Länder, die große Vorkommen an Rohstoffen haben, sind darüber hinaus politisch und wirtschaftlich instabil. Gleichzeitig neigen diese Staaten dazu, ihren Reichtum an natürlichen Ressourcen geostrategisch zu instrumentalisieren.
China sichert sich die Rohstoffe des Kongo!
Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der World Integrated Trade Solution (WITS) zeigt, ist China der größte Abnehmer von Rohstoffexporten des zentralafrikanischen Staates: Im Jahr 2019 betrug der Wert der Exporte mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar.
Die Exporte in die USA oder nach Deutschland erscheinen dagegen mit 7,2 Millionen Euro (USA) bzw. 4,5 Millionen Euro (DE) äußerst gering. Gefördert werden in der Demokratischen Republik Kongo vor allem Diamanten, Gold, Kupfer, Coltan, Mangan, Blei, Zink und Zinn.

Der arme Kongo ist reich an natürlichen Ressourcen
Die Demokratische Republik Kongo ist das zweitgrößte Land Afrikas, mehr als sechsmal so groß wie Deutschland. Die Bevölkerung von aktuell rund 90 Millionen Menschen wird sich bis 2050 Schätzungen zufolge auf rund 200 Millionen mehr als verdoppeln. Durch seinen großen Rohstoffreichtum hat das Land laut Germany Trade & Invest allerdings das Potential, diesem Bevölkerungsdruck stand zu halten. Dazu müssten die Einnahmen aus dem Rohstoffexport in den Ausbau von Infrastruktur, Bildung, Industrie und Kreislaufwirtschaft sowie in nachhaltige Landwirtschaft und Tourismus investiert werden.
China hat sich dabei in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wichtigen Investitions-Partner etabliert. Im Zeitraum von Januar 2005 bis Dezember 2020 entfielen rund 303 Milliarden US-Dollar der chinesischen Direktinvestitionen auf Subsahara-Afrika. Diese Summe wird nur noch von den chinesischen Direktinvestitionen in Europa übertroffen (428 Milliarden US-Dollar). Die obige Grafik zeigt die Länder, die für mindestens 1 Million US-Dollar Rohstoffe aus der Demokratischen Republik Kongo importiert haben. Die WITS ist eine von der Weltbank bereitgestellte Handelssoftware, mit der Benutzer mehrere internationale Handelsdatenbanken abfragen können.
Rohstoff-Investments sind - auch - eine Inflationsversicherung!
Die Vergangenheit hat wiederholt gezeigt, dass die politischen und wirtschaftlichen Reaktionen auf ein sich veränderndes Angebot an Rohstoffen und die damit verbundene Rohstoffnachfrage stets äußerst träge erfolgen. Dadurch entstehen häufig sehr starke Konjunktur- und Rohstoffzyklen. Die weiter anwachsende Weltbevölkerung und das damit verbundene Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern werden die Rohstoffnachfrage auch in Zukunft antreiben.
Ebenso der Aspekt, dass zahlreiche mineralische Rohstoffe eine besondere Bedeutung für die Zukunftstechnologien haben, die im Zusammenhang mit der massiv zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung unserer Welt und unseres täglichen Lebens stehen. Ein Investment in Rohstoffe ist für mich nicht nur eine reine Spekulation auf steigende Kurse, sondern auch eine Absicherung vor den Inflationsrisiken, die gerade durch massive Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen angetrieben werden.
Die latent drohende Rohstoff- und Materialknappheit zählt somit gleichzeitig zu den größten Chancen für das Jahr 2022!
Fazit: Rohstoffe bergen hohe Risiken und bieten große Chancen!
Im Segment der Rohstoffe liegen für 2022 große Beschaffungsrisiken, die wiederum hohe Investitionschancen mit sich bringen. Gerade auch im Segment der Energierohstoffe. Deswegen habe ich dieser wichtigen Thematik der Rohstoffe meine erste Sonderausgabe von Kapitalschutz vertraulich für das Jahr 2022 gewidmet.
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Bestseller und Booster: Amazon und Manager Magazin!
(23.12.21) Eigentlich wollte ich heute unter dem Betreff "Vom Geldwäschegesetz in die Meldefalle!" meinen letzten BLOG im Jahr 2021 verfassen. Zur Thematik des Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetzes (TraFinG), das im kommenden Jahr gravierende Meldepflichten und Folgen mit sich bringt. Aber kurz vor Weihnachten war mir diese Thematik dann selbst eine zu harte und unpassende Kost. Deswegen heute ein paar Gedanken zu den aktuellen Rahmenbedingungen, einen Blick ins kommende Jahr 2022 und meine große Freude über eine Auszeichnung, die ich aktuell erhalten habe.
Die zwei Seiten der Inflation!
Ein mehr als herausforderndes Jahr 2021 neigt sich jetzt dem Ende in großen Schritten dem Ende entgegen. Überwiegte zum Jahreswechsel 2020 noch die große Hoffnung, dass die Corona-Pandemie in diesem Jahr überwunden werden kann, so ist diese Hoffnung längst den Realitäten gewichen. Man muss kein Mediziner oder gar Virologe sein um zu prognostizieren, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auch im Jahr 2022 stark von den Corona-Maßnahmen gegen belastet werden.
Die Thematik der steigenden Inflation ist für viele Deutsche noch sehr frisch und ein Umgang mit steigender Inflation deswegen nicht vertraut genug. Wichtig ist dabei zu beachten, dass eine Inflation stets zwei negative Entwicklungen mit sich bringt: steigende Lebenshaltungskosten und Kaufkraftverlust durch reale Geldentwertung. Betrachtet man die Ergebnisse unterschiedlicher Umfragen zum Thema Inflation, so lässt für mich daraus schließen, dass die hohe Inflationsrate bislang weit stärker mit steigenden Lebenshaltungskosten für Energie, Lebensmittel oder Mieten in Verbindung gebracht wird und weniger mit der realen Geldentwertung. 50.000 Euro Ersparnisse verlieren bei 5 Prozent Inflation nach nur einem Jahr bereits 2.500 Euro an Geldwert und somit an Kaufkraft.

Inflationsbremse oder Schuldenbremse?
Darüber hinaus drohen zusätzliche Belastungen, durch die sich verschärfende Negativzinspolitik bei zahlreichen Banken. Politiker wie Christian Lindner oder Markus Söder haben unlängst „Inflationsbremsen“ gefordert. Der neue Finanzminister in Form eines Ausgleichs durch Steuererleichterungen, wobei dann ein erneuter Nachtragshaushalt notwendig wäre was weiter zulasten der längst auf Rillen schleifenden Schuldenbremse gehen würde. Bayerns Ministerpräsident hat eine Inflationsbremse von 5 Prozent seitens der EZB ins Spiel gebracht. Für mich eine Farce, weil das ein massiver ordnungspolitischer Eingriff in die Unabhängigkeit der Notenbank wäre.
Mein Fazit: Sie müssen Ihre eigenen „Bremsen“ schaffen, durch diversifizierte Kapitalschutz-Strategien!
Digitalisierung und Tokenisierung: 2022 wird ein Booster-Jahr!
Ich bin mir sicher, dass Sie das Wort „Booster“ in den letzten Tagen und Wochen mehr als häufig gehört und gelesen haben. In der Medizin steht „boostern“ für eine Auffrischungsimpfung, um einen besseren Schutz vor einer Infektion mit dem Covid-19-Virus zu erzielen und im dennoch eintretenden Infektionsfall, die Wirkung eines milderen Krankheitsverlaufs zu erreichen. Leider hat sich der Booster-Begriff im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie längst zu einem Schlagwort entwickelt, das zu kontroversen Diskussionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft führt und diese bis in einzelne Familien hinein spaltet.
Das Wort Booster stammt allerdings nicht aus der Medizin, sondern steht grundlegend für einen Treiber, der eine beschleunigende Wirkung entfaltet. In der Pneumatik ist ein Booster ein Druckverstärker. In der Elektrotechnik steht ein Booster für einen Spannungs- und Leistungsverstärker. In der Raketentechnologie wird mit dem Begriff eines Boosters ein Antrieb bezeichnet, der für zusätzlichen Schub sorgt. Die Corona-Pandemie war - neben all ihren negativen Folgen für die Menschen - gleichzeitig ein massiver Treiber für die Digitalisierung.
Mein Fazit: Im Fahrwasser dieses gigantischen Transformationsprozesses wird im kommenden Jahr eine weitere Raketenstufe gezündet werden, mit Bezug auf die weiter voranschreitende Digitalisierung und die Tokenisierung: KRYPTO-X.BIZ

Amazon Bestseller und Manager Magazin Bestseller!
Vor diesen Entwicklungen und Rahmenbedingungen freue ich mich sehr, dass ich für meine beiden letzten Bücher vor kurzem eine hochwertige Auszeichnung (Bild) meines Verlages bekommen habe, als Manager Magazin Bestseller und Amazon Bestseller.
Ich wünsche Ihnen jetzt Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Nachfolgend der Hinweis auf meine beiden angesprochenen Bücher, falls Sie noch ein kurzfristiges Weihnachtsgeschenk - auch als EBook erhältlich - benötigen!
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Basel 3 wertet Gold auf!
(22.07.2021) Häufig muss ich über Regel- und Gesetzesänderungen sowie neue regulatorische Vorschriften und Gesetze informieren, die nachteilig sind für Sie als Bürger und Kapitalanleger. Deswegen freut es mich stets sehr, wenn ich auch über positive Entwicklungen in diesen Bereichen berichten kann. Das ist heute wieder einmal der Fall, dabei geht es um die sogenannten Vorschriften von Basel 3, die in erster Linie für Banken sehr wichtig sind, infolgedessen aber auch gravierende Auswirkungen für Sie als Bankkunden haben. Basel 3 ist im Bankwesen die Abkürzung für Eigenkapitalvorschriften, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht mit Sitz in Basel im Dezember 2010 veröffentlicht und seither weiter ergänzt wurden. Vorgänger der aktuellen Vorschriften waren somit Basel 1 und Basel 2.
Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision, BCBS) wurde 1974 von den Präsidenten der G10-Notenbanken gegründet. Heute gehören dem Baseler Ausschuss hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden aus 28 Jurisdiktionen an. Deutschland wird von Herrn Prof. Dr. Wuermeling für die Bundesbank und Herrn Röseler für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vertreten. Der Baseler Ausschuss tritt in der Regel bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel zusammen, wo sich auch sein ständiges Sekretariat befindet.
Gold wird den Währungen bewertungstechnisch gleichgestellt
Am 28.06.21 sind die neuen Regelungen zur Hinterlegung von Sicherheiten für europäische Banken in Kraft getreten. Ein sehr interessanter Punkt sind dabei die neuen Bewertungsmaßstäbe für das Edelmetall Gold. Basel 3 legt fest, dass Banken Gold in physischer Form als sogenanntes Null-Risiko-Asset bewerten dürfen. Dadurch wird Gold in Form von Münzen oder Barren von der bisher risikoreichen Anlageklasse 3 in die Anlageklasse 1 aufgewertet. Hier finden sich beispielsweise auch Sorten in Form von Bargeldern oder Devisen, also Fremdwährungen als Buchgeld.
Interessant ist dabei, dass diese Regelung rein auf sogenanntes alloziertes (zugewiesenes) Gold zutrifft, nicht auf Papiergold, das rein auf Zahlungsversprechen basiert und nicht physisch und zugewiesen hinterlegt ist. Bei allozierten Gold wird den Bankkunden ein bestimmter Barren oder eine Münze mit direktem Eigentumsübergang zugewiesen. Aus kosten- und ertragsgründen setzen viele Banken bislang auf nicht zugewiesenes Gold in ihren Handelsaktivitäten. Derartige Geschäfte müssen jetzt zusätzlich zu 85% mit Kernkapital hinterlegt werden, was sehr teuer wird. Deswegen wird physisches Gold zukünftig auch innerhalb des Bankensystem weit stärker gefragt sein.
Mein Fazit: Physisches bzw. alloziertes Gold muss ein Basis-Baustein Ihrer Kapitalschutz-Strategie sein. Ich zeige Ihnen dafür entsprechende Mittel, Wege und Strategien in meinem Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.
Die gesetzliche Rente ist unsicher!
Anlagealternativen wie beispielsweise Gold gewinnen auch deswegen weiter an Bedeutung, weil unsere konventionellen Geld- und Rentensysteme weiter erodieren und vor großen Herausforderungen stehen. Das deutsche Rentensystem gerät beispielsweise zunehmend unter Druck. Derzeit stehen einem Altersrentner rund zwei Beitragszahler gegenüber. Anfang der 1960er Jahre war das Verhältnis noch solider: hier kamen auf einen Altersrentner sechs aktiv versicherte Erwerbspersonen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung.
Laut Quelle ist an dieser Entwicklung bemerkenswert, dass die Zahl der Beitragszahler im Trend kontinuierlich zugenommen hat und es 2019 mit 39,1 Millionen aktiv Versicherten so viele Beitragszahler gab wie nie zuvor. Gleichzeitig ist die Zahl der Rentenempfänger aber noch stärker gewachsen und betrug 2019 rund 18,4 Millionen Altersrentner. Der demografische Wandel ist in Deutschland also in vollem Gang. Gleichzeit muss klar ausgesprochen werden, nicht nur im Hinblick auf die Kaufkraftstabilität: Die gesetzliche Rente ist unsicher!

Das Realzins-Radar zeigt die Realzinsfalle!
Nicht nur die zinsbasierte, gesetzliche Rente kann zur Falle werden, sondern die auch die grundlegende Realzinsentwicklung. Der Wertverlust für deutsche Sparer hat einen neuen Höchststand erreicht: Über 22 Milliarden Euro haben die Spareinlagen der Deutschen im ersten Halbjahr 2021 an Wert verloren: Pro Kopf sind das 269 Euro. Dies ist das Ergebnis des quartalsweise erscheinenden comdirect Realzins-Radars, der gemeinsam mit Barkow Consulting ermittelt wird.
Der comdirect Realzins-Radar wird viermal im Jahr jeweils für das abgelaufene Quartal erhoben. Er untersucht, wie hoch der Wertverlust durch Geldeinlagen ist, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate liegt. Daten für das Volumen und die Zinssätze von Geldanlagen (Tagesgeld, Termin- & Spareinlagen) entstammen dem Credit-Benchmark-Model® von Barkow Consulting.
Die Zinssätze entsprechen dem Durchschnitt des Bestandes. Als Basis werden Rohdaten der Deutschen Bundesbank, von destatis sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) verwendet. Die Realverzinsung errechnet sich aus dem Nominalzins der einzelnen Geldanlagen abzüglich der Inflationsrate. Von der Berücksichtigung einer etwaigen Besteuerung der Zinserträge wird abgesehen. Zur Ermittlung des absoluten Realzinsverlustes bzw. -gewinnes wird der jeweilige Realzinssatz von Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeldern auf die entsprechenden Bestände angewendet.

Realzins im zweiten Quartal mit minus 2,19 Prozent auf historischem Tief
Allein im zweiten Quartal 2021 beträgt der Wertverlust 14,3 Milliarden Euro. Das entspricht pro Bundes-bürger durchschnittlich 173 Euro. Der Grund ist die nach Ende der Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 stark gestiegene Inflationsrate. Im zweiten Quartal lag diese durchschnittlich bei 2,29%. Das ist der höchste Inflationswert seit mehr als zehn Jahren.
Gleichzeitig liegen die Zinssätze für Tages- und Festgelder, Girokonten und Spareinlagen bei 0,10% und damit im Vergleich zu den beiden Vorquartalen unverändert auf historischem Tiefstand. Daraus ergibt sich ein Realzins von minus 2,19%. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2003. Der Realzins ist der Zins nach Abzug der Inflation, also der Zins, den die Sparer unter Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes erzielen.
Seit 2010 haben Deutsche einen Realverlust von mehr als 2.000 Euro erlitten
Schon seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Sparzinsen auf niedrigem Niveau. Die Deutschen versuchen dennoch weiterhin gegen die niedrigen Zinsen anzusparen. Die Pandemie hat die Sparneigung zumindest vorübergehend noch verstärkt. Durch den Kaufkraftverlust schmelzen die Ersparnisse aber dahin, anstatt sich zu vermehren, so das Fazit der comdirect.
Deutlich wird dies insbesondere bei langfristiger Betrachtung: Seit Ende 2010 hat jeder Deutsche im Schnitt 2.019 Euro durch Niedrigzins und Inflation verloren. Dennoch setzen sie weiter auf Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen. Das Volumen dieser Anlagen ist in den vergangenen 12 Monaten sogar um einen neuen Rekordwert gestiegen: Weitere 164 Milliarden Euro haben die Sparer hierzulande auf die hohe Kante gelegt.
Durch eine wahrscheinlich weiter ansteigende Inflationsrate werden Sparer im zweiten Halbjahr sogar noch höhere Verluste erleiden.
Andreas Lipkow, der Marktexperte der Comdirect appelliert daher an die Bundesbürger endlich umzudenken: „Die Zeiten, in denen man über Zinserträge sein Vermögen wachsen lassen konnte, sind lange vorbei. Für den langfristigen Vermögensaufbau führt an Wertpapieren heute kein Weg mehr vorbei.“ So stellten beispielsweise Wertpapiersparpläne auch für Anfänger mit schmalem Budget eine gute Wahl da. Mit monatlichen Sparbeträgen ab 25 Euro lasse sich so über die Zeit ein Vermögen aufbauen.
Fazit: Investieren mit Sachwerten statt sparen mit Geldwerten!
Dieser Einschätzung schließe ich mich uneingeschränkt an. Intelligent in Sachwerte investieren, statt einfach in Geldwerte zu sparen muss weiterhin die Maxime der Stunde sein! Von Edelmetallen wie Gold und Silber bis hin zu Aktien. Ich zeige Ihnen dafür im Rahmen von Kapitalschutz vertraulich wirkungsvolle Mittel und praxisnahe Wege! Von zukunftsfähigen und kostengünstigen ETF-Sparplänen die bereits ab 50 Euro investierbar sind, bis hin zu professionellen Anlagekonzepten und Vermögensverwaltungen im Fürstentum Liechtenstein, die ab 300.000 Euro beginnen. Ebenso bieten Investments in die Digitalisierung große Chancen und reduzieren gleichzeitig auch Risiken, die in unseren konventionellen Systemen liegen.
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Echte Werte statt Euro!
(22.04.21) Seit dem Jahr 1999 haben im Zuge der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion mittlerweile 19 Mitgliedsstaaten ihre nationalen Landeswährungen aufgegeben und den Euro als gemeinschaftliche Währung übernommen. Dadurch ist der Euro heute das gesetzliche Zahlungsmittel für rund 340 Millionen Menschen. Bei allen Vorteilen die seitens der Politik und der Notenbanken stets im Hinblick auf die Einführung des Euro „propagandiert“ werden ist der Euro für mich eine Fehlkonstruktion. Weil der große Fehler begangenen wurde, eine Wirtschafts- und Währungsunion umzusetzen, ohne parallel dazu auch eine Steuer- und Sozialunion umzusetzen.
Die „Vereinigten Staaten von Europa“ wären in diesem Kontext aber auch kaum umsetzbar gewesen, aufgrund der massiven Unterschiede in den einzelnen Ländern. Deswegen sollten Strukturreformen auf den Weg gebracht werden, die aber noch nicht einmal annähernd umgesetzt wurden. Deutschlands Exportwirtschaft profitiert - ohne jeglichen Zweifel - stark vom Euro-Binnenmarkt. Für die ehemaligen Weichwährungsländer aus Südeuropa wie Italien, Portugal, Griechenland oder Spanien ist der Euro hingegen eine große Belastung, da er schlicht zu stark ist, im Hinblick auf die Produktivität der dortigen Volkswirtschaften und die Strukturen der Sozialsysteme.
Robert Mundell: Ein Vater des Euro ist verstorben
Politisch vermutlich kaum vermittelbar wäre es ökonomisch aus meiner Sicht intelligent gewesen - als Vorstufe der totalen Währungsunion - einen Nord- und einen Südeuro einzuführen. Somit hätten die wirtschaftlich starken Länder mit dem Nordeuro starten können und die Weichwährungsländer hätten ihre Hausaufgaben erledigen können, bis sie nach entsprechenden Strukturreformen in den Nordeuro aufgenommen werden.
Als „Vater des Euro“ ist überwiegend der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel bekannt. Der Euro hat aber mehrere Väter. Zu ihnen zählt beispielsweise auch der in Kanada geborene Ökonom Robert Mundell, der an Ostern im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Seine Forschungsarbeiten gelten als die theoretische Grundlage, für die länderübergreifende Einführung von Währungen.
Wie all seine Väter wird auch der Euro in seiner heutigen Konzeption sterben. Darauf müssen Sie sich heute schon vorbereiten, durch intelligente Kapitalschutz-Strategien!
Die Welt versinkt in Schulden
Die globale Staatsverschuldung ist im Jahr 2020 um 17,4% bzw. 9,3 Billionen US-Dollar auf einen neuen Rekordwert von 62,5 Billionen US-Dollar angestiegen. In Deutschland ist die Staatsverschuldung mit Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr von 57% auf 73% angestiegen. Im Jahr 2021 werden die staatlichen Corona-Rettungsmaßnahmen und Steuerausfälle weitere, massive Löcher in die globalen Staatshaushalte reißen. Die weltweite Pro-Kopf-Verschuldung beträgt mittlerweile 13.050 US-Dollar.
Auf Datenbasis des Janus Henderson Sovereign Debt Index nahmen 2020 Staaten weltweit Schulden auf, die einem Volumen von acht Jahren entsprechen, um die globale Pandemie zu bekämpfen. Gleichzeitig erhöhten ihre Schulden um mehr als ein Sechstel. Da acht von zehn Staaten im Index in eine Rezession rutschten, stockten die Regierungen ihre Haushaltskasse um 9,3 Billionen US-Dollar auf, was wiederum einem Siebtel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts entspricht. Dieser Wert ist deutlich höherer als jener, der zur Stützung der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise des Jahres 2008 erforderlich war.
Bereits seit Monaten ist mein Eindruck, dass die Pandemie das perfekte Alibi ist für die Politik, um viele Probleme einfach pauschal damit zu begründen: Corona ist schuld! Bereits vor der Pandemie hatten die Staaten der Welt in jedem der letzten 25 Jahre ein Defizit, da die Ausgaben höher waren als die Steuereinnahmen. In Deutschland haben sich die Schulden zwischen 1995 und 2020 verdoppelt: Von 1,4 Billionen auf 2,8 Billionen US-Dollar. Trotz der stark gestiegenen Verschuldung hat sich die Zinslast nicht erhöht. 2020 mussten die Staaten weltweit nur noch 2% Prozent für ihre Kredite zahlen, 1995 waren es noch 7,6%.
Digitalbildung: Wissenslücke Algorithmen
Nachhaltig steigende Zinsen würden somit zu einem Kollaps der Staatshaushalte und Währungen führen! Vor diesen Rahmenbedingungen werden alternative und limitierte Werte, die frei von Schulden sind, weiter attraktiv bleiben. Ebenso schuldenfreie Währungen die limitiert und zusätzlich unabhängig von der Zentralinstanz einer Notenbank sind, wie allen voran der Bitcoin! Falls Sie sich jetzt fragen, was denn ein Bitcoin mit einem echten Wert zu tun haben soll ist meine Antwort:
Unser Leben ist längst geprägt von Algorithmen. Hinter dem Bitcoin steht ein mächtiger und wertvoller Algorithmus, der immer mehr Anerkennung, Anwendung und Vertrauen findet. Das fehlende Verständnis für den Bitcoin liegt nach meiner Überzeugung auch dahingehend begründet, dass viele Bürger viel zu wenig über Algorithmen wissen. Diese mathematische wie digitale Bildungslücke gilt es zu schließen. Der Bitcoin kann scheitern, der Euro wird mit Sicherheit scheitern!

Wissen zu dieser Thematik rund um Bitcoin, Blockchain, FinTech und Co. finden Sie auf unserem Portal KRYPTO-X.BIZ.
Immobile Werte bleiben gefragt
Zahlreiche Kapitalanleger investieren aufgrund der Niedrigzinsen in Immobilien. Daher werden beispielsweise Eigentumswohnungen in Deutschland immer teurer. Diese Entwicklung hat auch die Corona-Krise nicht ausgebremst. Laut aktueller Daten des Forschungsinstituts Empirica lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen Ende 2020 bei 2963 Euro pro Quadratmeter.
Die Angaben beziehen sich auf unmöblierte Eigentumswohnungen aller Baujahre mit einer Größe von 60 bis 80 Quadratmeter und einer guten Ausstattung. Wie die Statista-Grafik zeigt, hat sich der Angebotspreis für Eigentumswohnungen somit in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Ende des Jahres 2010 lag er im Schnitt noch bei 1360 Euro pro Quadratmeter.

Mobile Werte: Der Blick auf die wertvollsten Diamanten
Uhren, Whiskey oder seltene Diamanten - wer sein Geld alternativ anlegen möchte, hat die Qual der Wahl. Regelmäßig empfehle ich meinen Lesern von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH attraktive Alternativ-Investments. Zuletzt in der Mai-Ausgabe beispielsweise zwei neue Rolex-Modelle. Ebenso zählen Investment-Empfehlungen in Diamanten oder Spirituosen seit Jahren zu meinen Basis-Empfehlungen in diesem Segment.
Das Auktionshaus Sotheby’s versteigerte 2020 den schwersten und teuersten geschliffenen Diamanten, der jemals bei einer ausschließlichen Online-Auktion angeboten wurde. Der 102 Karat schwere Edelstein ging für umgerechnet rund 15,7 Millionen US-Dollar an einen Bieter aus Japan, der den namenlosen Diamanten zu Ehren seiner Tochter “Maiko Star” nannte.
Der “Maiko Star” hält nun zwar den Rekord für Online-Auktionen von Diamanten, allerdings kommt er bei weitem nicht an die Summen heran, welche die teuersten jemals versteigerten Juwelen erzielen konnten. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis der Daten von Ritani zeigt, ist der “Pink Star” mit rund 71 Millionen US-Dollar der teuerste aller versteigerten Edelsteine. Auf Platz zwei und drei folgen der “Oppenheimer Blue Diamond” (57,5 Mio.) und der “Graff Pink Diamond” (46 Mio.).

Echte Werte: Die gefragtesten Alternativ-Investments
In einem aktuellen Report hat die britische Immobilienagentur Knight Frank die beliebtesten Luxusartikel bei Investoren weltweit für das Jahr 2020 ermittelt. Das Ergebnis: Ganz vorne lagen im vergangenen Jahr Investitionen in Gemälde und andere Kunstgegenstände, die häufig auf Auktionen, z. B. von Sotheby's, versteigert werden. Oldtimer und Uhren belegten den zweiten und dritten Rang weltweit. Für die Studie befragte Knight Frank über 600 Privatbankiers, Vermögensberater und Family Offices weltweit.
Die größte Wertsteigerung hat jedoch ein anderer Luxusartikel: Seltene Whiskeysorten haben Knight Frank zufolge eine Wertsteigerung von 478% innerhalb von zehn Jahren. Da können auch Weine nicht mithalten, wie die Statista-Grafik zeigt - dort liegt das Zehn-Jahres-Wachstum der Vermögenswerte bei lediglich 127%.

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Gold und die 7 Bargeld-Hamster!
(03.08.20) Vor den aktuellen Systemrisiken der explodierenden Staatsschulden betone ich stets die Wichtigkeit von realen Werten, die nicht mit Krediten hinterlegt sind, oder auf Zahlungsversprechen basieren, wie zum Beispiel Gold.
Das gilt auch angesichts der offensichtlich nie endenden Geldschwemme der Notenbanken. Die Bilanzsummen der vier großen Zentralbanken EZB, Fed, Bank of England und Bank of Japan sind jetzt auf insgesamt 20 Billionen US-Dollar angeschwollen. Damit haben sie sich gegenüber der Finanzkrise im Jahr 2008 verfünffacht! Das wird in der Zukunft massive Konsequenzen für die Stabilität der jeweiligen Währungen haben. Die Kaufkraft wird erodieren.
Gold ist mehr Unfallversicherung als Kapitalanlage
Bei den aktuellen, stark gestiegenen Goldpreisen bekomme ich sehr häufig die Frage gestellt, ob Gold denn nicht bereits zu teuer ist und ob es nicht riskant ist, jetzt noch Gold zu kaufen. Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern es gilt zu differenzieren, wie hoch der Goldanteil eines Anlegers bereits ist.
Wer - noch - kein Gold hat, oder einen Anteil der deutlich unter 5% an seinem Gesamtvermögen liegt, sollte Gold immer kaufen. Sie kennen vermutlich den Spruch mit dem Glas bzw. der Frage, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Das ist nicht wichtig, entscheidend ist, wem das Glas gehört. Gleiches gilt für Gold: Es ist nicht wichtig, wie hoch der Goldpreis steht, sondern dass Sie Gold besitzen! Als eine Art Unfallversicherung vor den gigantisch angestiegenen Systemrisiken.
Vermögensanlage: Goldpreis auf historischem Hoch
Der Goldpreis hat 2020 ein historisches Hoch erreicht. Im Jahresdurchschnitt kostete eine Unze Feingold (31,1 Gramm) etwas mehr als 1.680 US-Dollar - der bislang höchste Schlusskurs wurde am 27. Juli mit rund 1.958 US-Dollar erreicht. Ursache für den Preisanstieg ist die Corona-Pandemie. Aber auch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China gelten laut als Grund für die Stärke des Edelmetalls. Gold gilt unter AnlegerInnen traditionell als Krisenwährung:
Es ist selten und es lässt sich nicht beliebig vermehren – wie etwa Geld. Deswegen dient es Anlegern als Schutz vor möglicher Inflation. Da die Zeichen weder bei Corona noch in der Weltpolitik auf Entspannung stehen, dürfte der Goldpreis vorerst hoch bleiben. Marktbeobachter halten derzeit einen Anstieg auf über 2.000 US-Dollar für möglich.

Fazit: Das System als Risiko: Gold als Chance!
Ich teile diese Einschätzung in Bezug auf das weitere, große Kurspotential bei Gold bzw. auch dem kleinen Bruder Silber. Wichtig ist allerdings nicht nur dass Sie Gold kaufen, sondern auch wie Sie es kaufen und wo und in welchen Strukturen Sie es verwahren.
Selbstständige und Freiberufler hamstern in Deutschland am meisten Bargeld
Nun vom Gold zum Geld bzw. zu einem Blick in die Welt des Bargelds. Am 20. Juni 1948 trat in den Westzonen die Währungsreform in Kraft. Damit wurde die Deutsche Mark alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Die DM war als Grundlage für eine funktionsfähige Marktwirtschaft gedacht. Und tatsächlich wird die D-Mark bis heute als Symbol für den wirtschaftlichen Erfolg der Bundesrepublik wahrgenommen. Ein Symbol an dem viele bis heute hängen und das manch einer gerne zurück hätte. Und das obwohl der Euro - mit isoliertem und undifferenziertem Blick auf die rein offiziellen Inflationsdaten - stabiler ist.
In den 70er Jahren stieg die Inflation teilweise auf über fünf Prozent. Dagegen waren es im Euro-Raum seit der Bargeld-Einführung durchschnittlich laut Statistischem Bundesamt nur 1,4 Prozent. Als weiteren Hinweis für die anhaltenden Zuneigung zur Deutschen Mark darf durchaus gewertet werden, dass bis heute Münzen und Scheine im Wert von über zwölf Milliarden D-Mark im Umlauf sind.

Die 7 Bargeld-Hamster auf einen Blick
Allen Digitalisierungs-Trends zum Trotz gilt nach wie vor für viele Bürger: "Nur Bares ist Wahres". Selbstständige und Freiberufler horten bzw. hamstern in Deutschland am meisten Bargeld . Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der Deutschen Bundesbank. Demnach bewahrten Personen mit diesem beruflichen Status im Jahr 2018 durchschnittlich 2.129 Euro zu Hause oder in einem (Bank-)Schließfach auf. Erst an zweiter Stelle stehen die Rentner. Diese horten im Schnitt 1.930 Euro Bargeld, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Auszubildende und Beamte bewahren im Vergleich dazu nur wenig Geld zuhause auf.

Fazit: Strukturieren und diversifizieren statt hamstern!
Ein Notvorrat an Bargeld und Bargold beruhigt, keine Frage. Für mich steht allerdings außer Frage, dass das Bargeld-Zeitalter zu Ende geht aus zwei wesentlichen Gründen: Technologische Digitalisierung und staatliche Regulierung des Geldes. Darüber hinaus werden führer oder später gravierende Strukturreformen in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu Änderungen in unserem Geldsystem führen.
Je später dies geschieht, desto höher ist die Gefahr, dass diese Strukturreformen mit einer Währungsreform auf dem Rücken der Völker Europas einhergehen werden. In Europa gibt es vieles, das uns trennt. Von unterschiedlichen Sprachen und Mentalitäten der Bürger bis hin zu Steuern, Wirtschafts- und Vermögensverhältnissen.
Gold ist für mich daher kein Krisenmetall für die Zeit in einer Krise, sondern ein Transformationsmedium und Wertspeicher für die Zeit nach einer großen Krise, als Versicherung gegen einen System-Unfall. Dennoch spricht auch nichts dagegen, einen überschaubaren Bestand an Bargeld (Euro und ausgesuchte Fremdwährungen) sowie Bargold (Edelmetalle als Barren bzw. Münzen) im Eigenbesitz bzw. im unmittelbaren Direktzugriff selbst zu verwahren. Als Orientierung im Hinblick auf die Größenordnung: Die Lebenshaltungskosten für 3 bis 6 Monate.
Darüber hinaus rate ich dazu, strategische Investments in Edelmetalle außerhalb der Systeme der Europäischen Union zu verwahren und zu strukturieren. Allen voran im kleinen, feinen und soliden Fürstentum Liechtenstein. Die Strategie eines Eichhörnches (Diversifikation) macht somit für mich mehr Sinn als das Horten (Klumpenrisiken) eines Hamsters.
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Geld ist kein Guthaben!
(19.06.20) Die Europäische Union, unter Ursula von der Leyen, verfügt über keinerlei eigene Steuereinnahmen. Dennoch hat die EU ein „Wiederaufbau-Programm“ in Höhe von 750 Milliarden Euro ins Leben gerufen. 500 Milliarden Euro sind dabei als nicht zurückzahlbare „Geschenke“ vorgesehen. Zusätzliche 250 Milliarden Euro werden als Kredite vergeben, deren Rückzahlung ebenfalls in den Sternen steht. Italien und Spanien erhalten dadurch rund 300 Milliarden Euro. Deutschlands Steuerzahler werden hingegen mit 133 Milliarden Euro belastet.
Die erste Rückzahlung der Kredite soll im Jahr 2028 erfolgen. Frau Merkel oder Frau von der Leyen werden dann wohl nicht mehr im Amt sein. Die letzte Tranche der Rückzahlung soll 2058 erfolgen. Angela Merkel wäre dann 103, Ursula von der Leyen 99 Jahre alt. Beide Damen stehen stellvertretend für die offensichtliche Strategie der Politik: Nach uns die Sintflut, die Geldflut ist schon da!
Die Begriffe Recovery-Fund oder Wiederaufbau-Fonds, die für diese irrationale und verantwortungslose Geldverteilungs-Orgie gewählt wurden, hören sich sehr positiv an und wurden wohl auch bewusst so gewählt, um beim Volk das Gefühl der Solidarität zu erwecken. Weit passender aus Bürger-, Vermögensinhaber- und Steuerzahlersicht wären hingegen Begriffe wie Umverteilungs-Plan oder Sonderabgaben-Programm.

Welches Gut haben Sie denn auf Ihren Bankkonten?
Apropos Euro: Wenn wir von Geld auf Bankkonten sprechen, verwenden wir häufig den Begriff vom „Guthaben“. Dieses Wort kommt z. B. auch im Zusammenhang mit Prepaid-Handykarten und anderen Wertkarten vor. Wir haben dann also etwas Gutes, etwas von Wert. Das klingt erst einmal positiv. Dabei ist diese Assoziation beim Bankkonto aber längst überholt.
Denn das Guthaben auf unseren Bankkonten ist gar kein richtiges, materielles Gut. Es handelt sich um einen Kredit an die jeweilige Bank; Sie haben dort also etwas gut. Kredit kommt übrigens von lat. credere und bedeutet glauben oder vertrauen. In manchen Ländern Europas mussten Kunden dieses Vertrauen schon richtig teuer bezahlen. Aber auch in Deutschland ist dieses Vertrauen fehl am Platz, denn der Wert Ihres Geldes auf dem Bankkonto schmälert sich von Tag zu Tag.
Aufgrund der jahrelangen Geldschwemme, jetzt noch einmal angeheizt durch die Corona-Rettungsmaßnahmen, gibt es längst keine Zinsen mehr auf Guthaben. Inflation, Steuern und andere Zwangsabgaben sorgen deshalb dafür, dass der Wert Ihres Guthabens immer kleiner wird. Gut hat es Ihr Geld auf der Bank deshalb längst nicht mehr.
Geld- und Kreditschwemme: Investieren Sie in seltene Werte
Eine der wichtigsten Strategien gegen die ausufernde Geldschwemme und den damit verbundenen Kaufkraftverlust unserer Papiergeldwährungen sind gezielte Investments in Werte, die selten sind. Weil sie im Gegensatz zu Geld, das auf Schulden und Zahlungsversprechen basiert, limitiert sind. Nicht nur Edelmetalle wie Gold und Silber, Kritische Metalle wie Strategische Metalle und Seltene Erden, Diamanten oder Kryptowährungen wie der Bitcoin gehören zu seltenen Werten.
Es gibt auch noch andere alternative Investments, die heute kaum ein Anleger auf dem Schirm hat. Sie sind derzeit deshalb gut damit beraten, weiter in reale und limitierte Güter und Werte, die selten sind, zu investieren. Deswegen widme ich dieser wichtigen Thematik auch meine kommende Sonderausgabe „Seltene Werte“.
Auswandern und Ausflaggen: Kapitalschutz durch Verlagerung!
Die Verlagerung von Vermögenswerten in solide ausländische Staaten, Rechtsräume und Rechtsstrukturen ist für mich eine wichtige, langjährig bewährte Basis-Strategie für private Kapitalanleger. Die gezielte Diversifikation der Investments - beispielsweise durch die Nutzung von Auslandskonten und Wertpapierdepots in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein - führt zu einer Reduzierung der Klumpenrisiken und damit zu einem höheren Kapitalschutz. Die Risiken reichen dabei von der Politik über die Rechtsprechung bis hin zur Steuergesetzgebung und den demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Eine Auswanderung bzw. Sitzverlagerung war und ist dabei eine der wirkungsvollsten Kapitalschutz-Strategien.
Wer reich ist, kann sich in der Regel frei aussuchen, wo er leben möchte. Eine Studie der Marktforschungsgruppe New World Wealth zeigt die beliebtesten Länder bei HNWIs, also Personen, die mehr als eine Million US-Dollar besitzen. Das Ergebnis: 2918 zog es die meisten Millionäre nach Australien (rund 12.000) und in die USA (rund 10.000). Rund 4.000 HNWIs wanderten nach Kanada ein und rund 3.000 in die Schweiz. Auf Platz fünf stehen die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt von der Karibik, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. In der EU lockten - durchaus auf den ersten Blick sehr überraschend - Portugal, Griechenland und Spanien 2018 die meisten Millionäre an.

Coronavirus: Das perfekte Alibi für Steuern und Sonderabgaben!
Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie führen mittlerweile verstärkt zu Diskussionen im Hinblick auf die Finanzierung der Lasten. SPD-Parteichefin Saskia Esken und weitere führende Vertreter von SPD, Linken und Grünen haben bereits Steuererhöhungen für „Reiche“ gefordert. Heute noch abstrakte Begriffe wie Corona-Vermögensteuer, Corona-Sonderabgabe oder Reichen-Soli werden aus meiner Sicht schon sehr bald in entsprechende Maßnahmen übergehen.
Ich bewerte bereits die pauschalen, viel zu undifferenzierten Diskussion als fatal. Es könnte zu weiter steigenden Zahlen von Auswanderungen und Wohn- und Firmensitzverlagerungen der Leistungsstarken unserer Gesellschaft führen. Was wiederum die Stabilität der Systeme Deutschlands und somit Europas gefährdet. So oder so bin ich davon überzeugt, dass die Auswanderungszahlen aus Deutschland bzw. EU-Europa – nicht nur bei Millionären und Multimillionären – auf hohem Niveau bleiben, bzw. weiter ansteigen werden.
Ausflaggen: Schützen Sie Ihre Vermögen und Ihre persönliche Freiheit!
Im Jahr 1964 hat ein gewisser Harry D. Schultz ein Buch geschrieben mit dem Titel „How to Keep Your Money and Your Freedom“. Genau dieselbe Kernaussage verfolgt auch der Untertitel meines Wirtschaftsbriefes „Kapitalschutz vertraulich“: „So schützen Sie wirkungsvoll Ihr Vermögen und Ihre persönliche Freiheit“. Harry D. Schultz hat einst die sogenannte Flaggentheorie begründet auf der auch mehrere Kapitalschutz-Strategien von mir grundlegend basieren.
Der Begriff Auswandern ist jedem bekannt. Aus rechtlicher und steuerlicher Sicht geht es dabei um eine Wohnsitzverlagerung in einen neuen Rechtsraum mit attraktiveren Rahmenbedingungen. Das Wort Ausflaggen ist hingegen bei weitem nicht so geläufig, es sei denn, Sie haben einen maritimen Bezug, beispielsweise als Bootsbesitzer. In der Schifffahrt versteht man unter einer Ausflaggung den Wechsel der Nationalflagge, ohne dass sich die Eigentumsverhältnisse am Schiff verändern.
Große Kreuzfahrtschiffe wie AIDA Cruises mit Unternehmenssitz in Rostock fahren beispielsweise unter italienischer Flagge; die Schiffe von TUI Cruises (Mein Schiff) unter maltesischer Flagge. Es ist bezeichnend, dass kein einziges Kreuzfahrtschiff, das von deutschen Reedereien betrieben wird, die deutsche Flagge trägt!
Meine steuerrechtliche Leitplanke: Alles was legal ist, ist auch legitim!
Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die Ausflaggung von Schiffen liegt - neben der liberalen Regulierung der Betriebsgenehmigungen – in den niedrigen Steuersätzen der jeweiligen Staaten als Flaggengeber. Die Strategie des Ausflaggens ist heute nicht nur in der Seefahrt weit verbreitet, sondern auch bei einer Vielzahl von international tätigen Unternehmen, die steuerliche und rechtliche Vorteile durch Registrierungen bzw. Niederlassungen im Ausland nutzen.
Steuerwüsten, also Hochsteuerländern wie Deutschland, entgehen dadurch Jahr für Jahr Milliarden an Einnahmen. Ich denke, nur die wenigsten unter Ihnen werden diese Rahmenbedingungen begrüßen, dennoch sind sie geltendes Recht und Gesetz, für das in meinem rechtlichen Wertekompass grundlegend gilt: Alles was legal ist, ist auch legitim.
Setzen Sie auf die altbewährten Grundlagen der Flaggentheorie
Auch Sie haben somit das Recht, von der jeweils geltenden Gesetzgebung zu profitieren, z. B. durch die Nutzung der steuerrechtlichen Strategien des Auswanderns und Ausflaggens. Die Strategien der Flaggentheorie von Harry D. Schultz zur Steueroptimierung und der Erzielung einer damit verbundenen hohen Freiheit und Unabhängigkeit haben grundlegend nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Allerdings müssen Sie professionell an die heutige Zeit angepasst und rechtssicher umgesetzt werden.
Die wirkungsvollste Möglichkeit, sich vor negativen Entwicklungen in seinem Land oder seiner Region zu schützen, ist die Verlagerung des Wohnsitzes oder auch des Firmensitzes ins Ausland. Genauso sinnvoll kann es sein, als Vorstufe einer Auswanderung eine gesellschaftsrechtliche Struktur im Ausland zu schaffen, beispielsweise durch eine Firmengründung. Derartige Schritte müssen aber zwingend - rechtlich und steuerlich - professionell begleitet werden. Zum Abschluss heute ein Blick auf die wesentlichen Aussagen des "In Gold we Truts Reports 2020".

In Gold we Trust Report 2020: Die wichtigsten Analysen!
Ende Mai wurde mittlerweile zum 14. Mal der renommierte „In Gold wie Trust Report“ veröffentlicht unter Führung meines geschätzten „Kollegen“ Roland Peter Stöferle. Eine Kernaussage der 300 Seiten starken Studie ist die Feststellung, dass die geldpolitische Normalisierung, die nach der Bewältigung der Finanzkrise des Jahres 2008 angestrebt wurde, jetzt endgültig gescheitert ist. Geld wird in seiner Quantität immer mehr, in seiner Qualität in Bezug auf die Kaufkraft hingegen zunehmend schlechter.
Das Corona-Virus wirkt dabei als Brandbeschleuniger. Zentralbanken greifen auf immer extremere Mittel wie Helikoptergeld, eine Verschärfung der Strafzinspolitik und die Ausweitung der Wertpapierankaufprogramme zurück, um trotzdem ein steigendes Preisniveau zu erzwingen.
Neue Gold-Allzeithochs sind lediglich eine Frage der Zeit
Für die Autoren der aktuellen Gold-Studie lautet die Frage nicht, ob der Goldpreis in US-Dollar ein neues Allzeithoch erreichen wird, sondern lediglich, wie hoch dieses ausfallen wird. Das Bewertungsmodell weist bei konservativen Annahmen bis zum Jahr 2030 einen Goldpreis in Höhe von 4.800 US-Dollar aus. Sollte sich das Geldmengenwachstum ähnlich inflationär wie in den 1970er-Jahren entwickeln, ist bis zum Ende der Dekade sogar ein Goldpreis von rund 9.000 US-Dollar vorstellbar. Ich persönlich halte zwar relativ wenig von Kursprognosen auf derart lange Zeiträume, bewerte die Schlussfolgerungen aber als realistisch, weil durch die Corona-Krise in den meisten Ländern jegliche finanzpolitische Disziplin verlorengegangen ist.
Die Realzinsen werden dadurch auf sehr lange Sicht negativ bleiben, was für weitere Goldpreisanstiege ein hervorragendes Fundament bieten sollte. In einem mittelfristig inflationären Umfeld werden neben Gold auch Silber und Minenaktien vor weiteren Kursanstiegen stehen. Der „In Gold we Trust Report“ geht auch ausführlich auf die wichtigsten Entwicklungen der Angebots- und Nachfragesituation bei Silber ein und analysiert die wesentlichen zukünftigen Preistreiber. Die Einschätzung für den kleinen Bruder des Goldes ist: Einiges spricht dafür, dass Silber in Zukunft noch stärkere Preiszuwächse verbuchen kann als Gold.
Mein Fazit: Staatsanleihen werden aufgrund der ausufernden Schuldenorgien als sicherer Hafen zunehmend infrage gestellt werden. Gold könnte diese Rolle verstärkt einnehmen und zu einer staatenlosen Reservewährung werden. Gleiches gilt für das digitale Gold, den Bitcoin!
Deswegen kann und muss dem Leitsatz von JP Morgan „Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit“ auch weiterhin eine hohe Bedeutung zugemessen werden. Gold ist und bleibt ein wichtiges Basis-Investment Ihrer Kapitalschutz-Strategien.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Der Fall PIM Gold als Warnung!
(18.09.19) Gold als wichtigstes Edelmetall findet seit Jahrhunderten in Form von Goldmünzen und Barren Verwendung im Zahlungsverkehr und ist besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten eine beliebte Vermögensanlage, wie auch die nachfolgende Welt-Grafik verdeutlicht.
Im Jahr 2018 belief sich das weltweite Goldangebot auf rund 4.500 Tonnen, bei einer weltweiten Goldnachfrage von etwa 4.345 Tonnen. Dabei lässt sich der Verwendungszweck der Goldnachfrage in die Bereiche Schmuck, Technologie, Investment und Notenbanken aufteilen.

Aktuell gibt es in Deutschland einen sehr großen, mutmaßlichen Betrugsfall im Segment der Edelmetalle. Verbunden mit einem enormen Ausmaß im Hinblick auf die finanziellen Dimensionen des Schadens. Dabei handelt es sich um die Anbieter PIM Gold GmbH und Premium Gold Deutschland GmbH. Rund 2 Tonnen Gold im Wert von rund 90 Millionen Euro stehen dabei im Feuer. Tausende Privatanleger stehen vor einem Verlust ihrer als sicher geglaubten Edelmetall-Investments.
Ebenso stehen Hunderte - wenn nicht gar Tausende - Vermittler vor dem Verlust ihrer Haupteinkommensquelle in Kombination mit einem jetzt zusätzlich latent werdenden, massiven Haftungsrisiko. Für viele Vermittler geht es dabei längst um die nackte Existenz. Dazu später mehr.
FMA Österreich: Warnung vor Geldanlagen in Edelmetalle!
Aufgrund dieses aktuellen, mutmaßlichen Betrugs-Falles hat sich die Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) ganz offensichtlich am 12. September 2019 dazu entschlossen, eine Warnung vor dubiosen Geldanlagen in Gold und anderen Edelmetallen zu veröffentlichen. Das ist absolut angebracht, weil sich auch bei diesen, vermeintlich sicheren Geldanlagen, viele unseriöse oder gar betrügerische Anbieter tummeln. Speziell in Zeiten niedriger Zinsen und hoher Kursschwankungen an den Wertpapiermärkten steigt das Interesse an Gold bzw. Edelmetallen, da diese als sichere Wertanlage gelten.
Privatanleger und unerfahrene Investoren müssen allerdings auch bei Edelmetall-Investments eine große Sorgfalt und Vorsicht walten lassen. Deswegen finde ich die nachfolgende, grundlegende Warnung bzw. Sensibilisierung der österreichischen Finanzmarktaufsicht sehr gut, nicht nur für Anleger aus der Alpenrepublik.
Was muss ein Anleger beachten, der in Gold oder andere Edelmetalle investieren will?
Grundsätzlich stellt der Handel mit physischen Rohstoffen wie Gold und Edelmetallen als „Warenhandel“ keine konzessionspflichtige Finanzdienstleistung dar. Er ist daher weder reguliert noch beaufsichtigt. Dies trifft auch auf den Handel und die Veranlagung in Form von Barren oder Münzen zu. Ebenso trifft dies auf sogenannte Goldsparpläne oder Gold-Ansparpläne zu, bei denen dem Anleger nicht das physische Edelmetall ausgehändigt wird, sondern nur ein schuldrechtlicher Anspruch auf die physische Übergabe des Edelmetalls.
Wird das Gold – wie bei Ansparplänen üblich – dem Anleger nicht Zug um Zug gegen Bezahlung übergeben, so birgt auch die vermeintlich sichere Veranlagung hohe Risiken: Einerseits werden oft sehr hohe Nebenkosten für Verwaltung, Lagerung und Versicherung in Rechnung gestellt. Andererseits ist es kaum überprüfbar, ob für die geleistete Zahlung tatsächlich das Edelmetall erworben, sicher verwahrt und jederzeit aushändigbar ist. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Käufer seinerseits für die Vermittlung weiterer Anleger hohe Provisionen in Aussicht stellt. Dies ist ein starkes Indiz, das den Verdacht auf ein verbotenes Ketten- oder Pyramidenspiel (§ 168a StGB) oder gar den Verdacht auf Betrug (§ 168 StGB) begründen kann.
Fazit: Lassen Sie große Vorsicht walten bei Edelmetall-Investments!
Ich teile die Veröffentlichung der Finanzmarktaufsicht FMA aus Österreich - die ganz grundlegend 1 zu 1 auf Deutschland übertragbar ist - uneingeschränkt: Seit Ausbrauch der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 ist es gerade bei sogenannten Goldsparplänen oder Gold-Ansparplänen vermehrt zu Betrugsfällen gekommen! Empfehlung: Unterziehen Sie Edelmetallhändler und Sparplananbieter - im In- und Ausland - stets einer sorgfältigen Überprüfung!

Der Fall PIM-Gold: Ein realer Wirtschaftskrimi
Nun zum bereits angesprochenen, mutmaßlichen Betrugsfall im Bereich der Edelmetalle, der in seiner Dimension einen hohen Millionenschaden für betroffene Anleger zu befürchten lässt. Anfang September hat die zuständige Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung der Firmenzentrale von PIM Gold im hessischen Heusenstamm durchgeführt Aufgrund einer Verfügung des Amtsgerichts Darmstadt wurde mittlerweile über die Vermögenswerte der PIM Gold GmbH und der Premium Gold Deutschland GmbH ein Arrest angeordnet, die Geschäftstätigkeit wurde eingestellt, Konten eingefroren. Der Geschäftsführer Mesut Pazarci wurde verhaftet, gegen weitere Beteiligte laufen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. Nachfolgend ein aktueller Screenshot der Internetseite von PIM Gold:

Empfehlung für betroffene Anleger und Vermittler: Konsultieren Sie einen versierten Anwalt!
PIM Gold und seine verbundenen Unternehmen haben Edelmetalle und Gold-Sparpläne an Privatanleger verkauft. Der Vertrieb erfolgte dabei auf Basis eines Network-Marketingsystems, überwiegend über freie Vermittler bzw. Handelsvertreter, die für ihre Vermittlungsdienstleistungen hohe Provisionen erhalten haben. Diese freien Vermittler werden sich jetzt mit großer Sicherheit ebenfalls auf massive Schadensersatzforderungen und Klagen seitens ihrer Kunden einstellen müssen, weil aller Voraussicht nach bei PIM Gold kaum mehr etwas zu holen sein wird.
Die Anzahl der Kunden und die Höhe der Forderungen, die Eigentumsverhältnisse der sichergestellten Edelmetalle, sowie die Ausmaße des Schadens sind derzeit noch vollkommen unklar. Ich bin sehr gespannt, auf die weiteren Entwicklungen. Geschädigten Anlegern rate ich - ebenso wie betroffenen Vermittlern - zur umgehenden Konsultation eines versierten, weil spezialisierten Rechtsbeistandes!
Das Geschäftsmodell von PIM Gold war seit Jahren dubios!
Investitionen in Gold und Silber sind selbstverständlich sinnvoll. Bei seriösen Edelmetallhändlern mit direkter Eigentumsübertragung. Was PIM Gold allerdings offeriert hat, war seit jeher dubios. PIM Gold und seine zahlreichen Vermittler versprachen beispielsweise die Einlagerung von Edelmetallen mit festen Renditen. Das soll möglich sein, durch einen aktiven Goldhandel. Hier standen jedoch die versprochenen Renditen von 3% und mehr in keinerlei Relation zu den niedrigen Handelsmargen im professionellen Goldhandel. Das Risiko eines mutmaßlichen Schneeballsystems war hier bereits vorprogrammiert. Eine Frage muss aber hier - bei allem Respekt - in diesem Fall erlaubt sein, da seitens PIM Gold auch Sparpläne angeboten wurden:
Wo war eigentlich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin?
Es gibt mittlerweile mehrere – grundlegend seriöse - Edelmetallhändler, die sich von ihren Kunden Gold und weitere Edelmetalle leihen. Für den Aufbau und die Bereitstellung ihrer großen Handelsbestände benötigen sie Bankdarlehen, für die sie trotz der Niedrigzinsphase hohe Zinsen zahlen müssen. Sich stattdessen Gold bei ihren Kunden zu leihen, ist für Edelmetallhändler günstiger und damit attraktiver. Die Verwahrung von Gold bringt normalerweise keine Zinsen, sondern kostet Gebühren für die Einlagerung und Versicherung.
Als Verleiher (Goldleihe) können Anleger hingegen - neben der Wertentwicklung ihres Goldes - von einem zusätzlichen Ertrag profitieren. Gleichzeitig sind ihre Edelmetalle vor Diebstahl geschützt und versichert gelagert. Bei einem späteren Verkauf sind auch die Ankaufkurse attraktiv, da die aufwändige Prüfung der Waren auf Echtheit und Qualität entfällt. Dennoch ist es nicht empfehlenswert, Edelmetalle - im Hinblick auf eine attraktive, feste Rendite - scheinbar zu optimieren durch einen Verleih. Edelmetalle sind frei von Zahlungsversprechen Dritter. Es ist geradezu absurd und kontraproduktiv, gekaufte Edelmetalle einem Kreditrisiko auszusetzen.
Edelmetalle sind eine wichtige Versicherung gegen Systemrisiken!
Gold und andere Edelmetalle in physischer Form sind für mich eine strategische Versicherung. Diese sollten Sie bei Anbietern außerhalb der Europäischen Union lagern, vorzugsweise in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, die ein geschütztes Sondervermögen - mit direktem Eigentumsübergang - darstellen.
Verliehenes Gold geht hingegen in den Vermögens- bzw. Handelsbestand eines Dritten über. Es entsteht ein Rückzahlungsversprechen. Das birgt massive Risiken, die durch KEINE der beschriebenen Vorteile gerechtfertigt werden! Für mich gilt daher ganz klar als Fazit:
Edelmetalle verleiht man nicht!
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Wertvolle Rohstoffe: Wasser und Sand!
(01.08.19) Seit 1993 findet der Weltwassertag statt, bei dem in diesem Jahr die Wasser- und Sanitärversorgung für alle Menschen weltweit im Mittelpunkt stand. Wasser ist der am meisten verbrauchte Rohstoff der Welt. Sauberes Trinkwasser ist ein wertvoller Rohstoff, dessen sind wir uns viel zu wenig bewusst. Laut Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft verbrauchen die Deutschen durchschnittlich 123 Liter Wasser täglich.
Der Löwenanteil (44 Liter) davon fließt in Dusche, Badewanne und Waschbecken, weitere 33 Liter spülen die Bundesbürger die Toilette herunter. Weitaus weniger verbraucht der Einzelne für essen, trinken und Geschirr spülen, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Nachfrage: Der Verbrauch von Mineralwassser steigt
Trinken ist wichtig, vor allem bei dem heißen Sommerwetter. Laut einer aktuellen Erhebung des Statista Consumer Market Outlook (CMO) kaufen Verbraucher in Deutschland immer mehr Mineralwasser. Vor neun Jahren lag der Absatz im Schnitt bei 137,4 Litern Wasser pro Kopf. In diesem Jahr sind es voraussichtlich 163,4 Liter pro Kopf, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt – ein Anstieg von fast 19 Prozent. Bis zum Jahr 2021 prognostiziert der Statista CMO eine weitere Absatzsteigerung auf rund 165 Liter Mineralwasser pro Kopf.

Ressourcen: Sauberes Trinkwasser ist unfair verteilt
Wasser ist das grundlegendste Element zum Leben, sei es zum Durststillen, zur Hygiene oder zur Reinigung von Kleidung und Wohnung. Doch jeder dritte Mensch auf der Welt hat keinen Zugang zu sauberem, giftstofffreiem Trinkwasser, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef und die Weltgesundheitsbehörde WHO in einem aktuellen Bericht aufzeigen.
Vor allem in den Subsahara-Staaten und in Teilen Ozeaniens ist die Wasserversorgung oft mangelhaft. Hier haben viele Menschen nicht einmal Zugang zu einer Basis-Wasserversorgung - einer Quelle, zu der man es in einer halben Stunde zu Fuß hin und zurück schafft und die frei von gefährlichen Fäkalbakterien und anderen Giftstoffen ist. Viele Menschen trinken deshalb verunreinigtes Wasser aus Kanälen oder Flüssen und sterben dadurch an Hepatitis oder Durchfallerkrankungen.

Steigende Konflikte um Wasser
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Zwar ist der Anteil der Weltbevölkerung mit einer Basis-Trinkwasserversorgung seit dem Jahr 2000 insgesamt gestiegen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Trotzdem ist Wasser weiterhin unfair verteilt: Während in Europa und Nordamerika nahezu 100 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, sind es in den Subsahara-Staaten nur 61 Prozent, in Ozeanien sogar nur etwas mehr als die Hälfte der Menschen (55 Prozent).
Laut Unicef wäre es gar nicht so schwierig, die Trinkwassersituation zu verbessern. Allerdings würden Politiker in den betroffenen Ländern oft kein lohnendes Wahlkampfthema darin sehen. Im Zuge des Klimawandels wird sich das Problem des Wassermangels voraussichtlich noch weiter verschärfen.
Wertvoller Rohstoff: Der Preis für Sand steigt seit Jahren!
Wenn Sie an wertvolle Rohstoffe denken, fallen Ihnen mit Sicherheit zunächst einmal die Edelmetalle wie Gold und Silber ein, Diamanten oder auch flüssige Rohstoffe wie Öl und Wasser. Kies, Steine oder gar Sand hingegen wohl eher weniger. So ging es mir auch, bis mir zwei TV-Reportagen („Wenn der Welt der Sand ausgeht“ und „Sand stehlen und überleben“) aktuell die Augen geöffnet, bzw. die Bildung erweitert haben. Ich lebe auf Mallorca und habe somit täglich das Meer und den Sand am Strand vor Augen. Ebenso kennen Sie vermutlich den abwertenden Spruch, den wir sehr häufig verwenden: „Das gibt es wie Sand am Meer". Damit meinen wir in der Regel ein bestimmtes Gut, von dem es offensichtlich so viel gibt, dass es uninteressant ist, bzw. zu schein scheint.
Genau das trifft auf Sand selbst aber gar nicht zu. Sand ist ein immer knapper werdender, wertvoller Rohstoff! Deutschland ist beispielsweise der wichtigste Produzent von Kies und Sand in Europa. Dennoch gibt es auch in diesem Bereich selbstverständlich weit günstigere Fördermöglichkeiten in der Welt. Leider aber nicht zu den strengen Umweltstandards und vorteilhaften Arbeitsbedingungen, wie wir diese in Deutschland haben.
Beton besteht zu etwa 80 Prozent aus Kies und Sand
Im Fernsehen habe ich in der letzten Woche eine beeindruckende ARD-Reportage (Wenn der Welt der Sand ausgeht) gesehen über die fragwürdige Förderung von Sand aus Flüssen in Asien, zu Lasten der dortigen Bevölkerung. Eine andere Arte-Reportage befasste sich mit der Förderung von Vulkansand in Afrika. Mir war bislang überhaupt nicht bewusst, welch wertvoller Rohstoff Sand überhaupt ist.
Sand ist nach Wasser der meistverbrauchte Rohstoff der Erde
Durch Bevölkerungswachstum und wachsenden Wohlstand steigt der Bedarf immens. Doch die weltweiten Vorräte werden immer knapper. Wie die nachfolgende Infografik von Statista zeigt, ziehen dadurch die Sand-Preise an.
So stieg der Index, der die Preise für in Deutschland hergestellten Sand abbildet, in den letzten 17 Jahren um über 30 Prozent an und überholte dabei den Gesamtindex für alle Erzeugerpreise. Rund 95 Prozent der produzierten Kiese, Sande und gebrochenen Natursteine werden von der Bauindustrie verwendet, denn Beton besteht etwa zu 80 Prozent aus Kies und Sand. Daraus werden u. a. Pflaster- und Mauersteine und Kanalrohre hergestellt. Für den Bau eines durchschnittlichen Einfamilienhauses werden beispielsweise rund 200 Tonnen Sand benötigt. Weiterführende Informationen...

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