Bankfilialen und Gratiskonten sterben!

(25.08.20) Deutschlands Bankenbranche ist im Umbruch, das zeigt sich unter anderem an der sinkenden Zahl der Bankfilialen. Die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht - auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank - diese Entwicklung bzw. digitale Transformation sehr eindrucksvoll. So gab es im Jahr 1997 noch über 66.000 so genannte Bankstellen (Kopfstellen plus Zweigstellen). Heute sind es mit etwa 28.000 Bankstellen rund 38.000 weniger. Damit ist heute in etwa wieder das Niveau der 1950er Jahre erreicht (1957: 26.333).

Laut Bundesbank-Chef Joachim Wuermeling zeigt dies, "dass die Banken aktiv auf den harten Wettbewerb und das geänderte Kundenverhalten reagieren”. Besonders kräftig nahm die Zahl der Filialen bei den Sparkassen ab. Sie dünnten ihr Zweigstellennetz um 525 Filialen aus. Die Sparkassen besitzen jedoch mit einem Anteil von über 30 Prozent weiterhin die höchste Anzahl an Zweigstellen. Trotz der sich verschärfenden Coronavirus-Krise sieht Wuermeling den Bankbetrieb derzeit nicht gefährdet. “Auch wenn Banken einzelne Filialen temporär schließen, stehen den Kunden in Form von Selbstbedienungsterminals und Geldausgabeautomaten die Bankdienstleistungen weiter zur Verfügung.” Ebenso boomt das Online-Banking und Mobile Payments sind immer stärker im Kommen. Wir befinden uns in zahlreichen Bereichen unseres Lebens mitten in der digitalen Transformation.

Bundesweit sind jetzt nur noch 40 Girokonten kostenlos

Nicht nur Bankfilialen sterben, sondern auch das einst so stark verbreitete Gratis-Girokonto. Nach einer aktuellen Untersuchung des Verbraucherportals Biallo sind bundesweit noch 40 Girokonten kostenlos

Das zeigt eine Auswertung der Konten von knapp 1.300 Banken und Sparkassen. Verbraucher zahlen in diesem Fall keine monatliche Grundgebühr und müssen dafür auch keinen bestimmten Geldeingang vorweisen. Überweisungen und Girocard sind ebenfalls gratis. Diese Banken berechnen ihren Kunden auch nichts, wenn sie in Corona-Zeiten lieber mit der Girocard zahlen.

Anders ist das bei über 500 Geldhäusern: Sie verlangen bis zu 0,70 Euro je Zahlvorgang. Das betrifft vor allem Kunden, die ein Klassik- beziehungsweise Online-Kontomodell gewählt haben oder ein Basiskonto, das Verbraucher nicht überziehen können. Wer davon betroffen ist, sollte lieber bar zahlen so die Biallo-Verbraucherschützer. Aber auch hier heißt es aufpassen. Denn die Hälfte aller Banken und Sparkassen nimmt mittlerweile Gebühren, selbst wenn man bei der eigenen Bank oder im Bankenverbund Geld abhebt. Größere Summen auf einmal abheben, koste weniger als viele kleine Beträge.

Meine Empfehlung ist hingegen: Verfallen Sie nicht in eine Art irrationale, ideologische, nostalgische oder emotionale Wehmut nach Bargeld - auch der Geldautomat stirbt und ist in Zukunft eine Applikation auf Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch - sondern setzen Sie heute schon auf die Digitalisierung und die Geldsysteme der Zukunft!

Digitalisierung: Von der Baustelle zur Lebensqualität!

Deutschland belegt nur Platz 16 im Digital Quality of Life Index 2020 und zeigt damit abermals, dass die Digitalisierung hierzulande noch in den Kinderschuhen steckt. In dem von Surfshark erstellten Ranking schneidet die Bundesrepublik vor allem in den Kategorien “Digitale Infrastruktur” (23), “Internet Bezahlbarkeit” (24) und “Internet Qualität” (32) bestenfalls mittelmäßig ab. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen besteht in Deutschland dahingehend deutlicher Nachholbedarf, wie die Statista-Grafik zeigt.

Sogar einige osteuropäische Länder wie Polen, Rumänien und Tschechien fahren in puncto Verbindungsqualität und Geschwindigkeit des Internets stärkere Ergebnisse ein, trotz der unterlegenen Wirtschaftsleistung. Positiv sticht die digitale Verwaltung in Deutschland heraus, viele Online-Services der Behörden funktionieren einfach, barrierefrei und transparent – hier belegt die Bundesrepublik den siebten Rang.

Der Surfshark Digital Quality of Life Index misst die Qualität des digitalen Lebens in 85 verschiedenen Ländern weltweit und berücksichtigt dabei Faktoren wie Internet-Qualität und –Bezahlbarkeit sowie digitale Infrastruktur, Sicherheit und Verwaltung. Dabei werden die Faktoren in Relation zu wirtschaftlichen Indikatoren wie BIP, Durchschnittsgehalt und Preise für mobiles und Breitbandinternet gesetzt. Der errechnete Wert liegt zwischen 0 und 1 – dass kein Land einen Wert über 0,8 aufweisen kann, verdeutlicht, dass es auch in den weitentwickelten Staaten noch Luft nach oben gibt.

Der Blick auf den Digitalisierungsindex: DESI

Auf dem Weg zu einer digitalen Wirtschaft und Gesellschaft hat Deutschland noch ein Stück zu gehen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis des Digital Economy and Society Index ("DESI"), der von der EU-Kommission seit 2014 jährlich veröffentlicht wird. Er bewertet u.a. den Stand der Länder in Sachen Konnektivität, Internetnutzung und Integration digitaler Technologien. Deutschland liegt nur leicht über dem EU-Schnitt und erreicht nur eine verhältnismäßig schwache Bewertung bei der Digitalisierung von Unternehmen.

Das mittelmäßige Ergebnis Deutschlands kommt außerdem durch das schlechte Abschneiden in der Dimension „Öffentliche Dienste“ zustande. Hierbei wird der Fortschritt der Länder im Bereich auf E-Government und E-Health gemessen. In diesem Bereich liegt Deutschland auf den hinteren Rängen. Bei den weiteren Dimensionen (Ausbau des Breitbandinternets, der Internetnutzung und dem Digitalisierungsgrad der Wirtschaft) erreicht Deutschland jeweils mittelmäßige Ergebnisse.

Die Digitalisierung der Medien hinkt in Deutschland massiv zurück

31 Prozent des weltweiten Medien-Umsatzes werden Prognose des Statista Advertising & Media Outlook im laufenden Jahr digital generiert - das sind vier Prozentpunkte mehr als 2019. Ähnlich stark wachsen die digitalen Umsätze in Asien und Europa. In Deutschland wächst der Umsatzanteil 2020 dagegen nur von 14 auf 16 Prozent. Damit ist hinkt die hiesige Medienlandschaft bei der Monetarisierung von Online-Inhalten weit hinterher. Und auch der Blick in die unmittelbare Zukunft verheißt wenig Besserung.

 Für 2024 taxieren die Statista-Analysten den Umsatzanteil digitaler Medien auf 19 Prozent. In Asien sollen es im selben Jahr bereits 45 Prozent sein. Stellt sich die Frage: Warum zahlt sich "Digital" in Deutschland nicht aus? Aus meiner Sicht liegt das ganz grundlegend daran, dass der Digitalisierung - auch - seitens der Verlage in Deutschland ganz einfach viel zu wenig Focus gegeben wurde, in den vergangenen Jahren.

Digitale Transformationen: Investieren Sie in die Zukunftsmärkte der Digitalisierung!

Ich halte mich für einen sogenannten Konservativen. Konservativ bedeutet für mich: Was sich in der Vergangenheit bewährt hat, sollte man auch für die Zukunft beibehalten, wenn die entsprechenden Aussichten positiv erscheinen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, sich nicht nur auf Altbewährtes zu verlassen. Sie müssen stattdessen auch flexibel sein und - eigenverantwortlich und selbstbestimmt - die dynamischen Entwicklungen und gravierenden Veränderungen in unserer globalen Welt zu Ihrem Vorteil nutzen. Dadurch reduzieren Sie die steigenden Risiken und transformieren diese in Chancen. Ein wichtiger Baustein dafür sind nach meiner Überzeugung breit angelegte Investitionen in die aussichtsreichen Zukunftsmärkte der Digitalisierung.

Als Zukunftsmärkte bezeichne ich langfristige globale Entwicklungen, die für annähernd alle Bereiche in unserer Wirtschaft, Gesellschaft und somit für jeden einzelnen Menschen prägend sein werden. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ermöglichen Ihnen dabei eine breite Streuung in eine Vielzahl aussichtsreicher Aktien. Das reduziert Ihr Einzeltitelrisiko bei gleichzeitiger Optimierung Ihrer Chancen durch die breite Diversifikation. Darüber hinaus sind ETFs ein Sondervermögen, das außerhalb der fragwürdigen Haftungs- und Einlagensicherungssysteme der Banken steht. Gleichzeitig sind ETFs außerordentlich günstig. Ich zeige Ihnen Zukunfts-ETFs von Digitalisierung über Blockchain und Artificial Intelligence, die sowohl für Ihren langfristigen Vermögensaufbau via Sparplan-Strategien als auch für gezielte Einmalanlagen zur Diversifikation in der Vermögensverwaltung Ihrer Wertpapierdepots perfekt geeignet sind.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Risiko-Barometer: 6 globale Gefahren!

(19.08.20) Spanien und Italien sind früh und hart von der Corona-Pandemie getroffen worden. Die Folgen für die Volkwirtschaft waren gravierend. Der Weg zur wirtschaftlichen Erholung in Spanien und Italien wird trotz Steuerstundungen und Liquiditätsgarantien lang und beschwerlich so eine aktuelle Analyse des Kreditversicherers Coface. Die Coface-Analysten prognostizieren für Spanien einen Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 12,8 Prozent und für Italien um 13,6 Prozent. Die Unternehmensinsolvenzen werden in Spanien bis 2021 voraussichtlich um 22 Prozent und in Italien um 37 Prozent gegenüber 2019 zunehmen.

Für 2021 erwartet Coface, dass das BIP Spaniens und Italiens um 10,2 Prozent bzw. 8,9 Prozent steigen wird, so dass die Volkswirtschaften dann noch 3,9 Prozent bzw. 5,9 Prozent unter dem Niveau von 2019 bleiben werden. Die aktuelle Finanzlage der Unternehmen in Spanien und Italien ist gesünder als am Vorabend der globalen Finanzkrise von 2008. Seitdem ist es den spanischen Unternehmen gelungen, ihre Schulden um 20 Prozentpunkte deutlich zu reduzieren und im dritten Quartal 2019 auf eine Quote von 37 Prozent ihres Vermögens zu drücken.

50 Prozent Verschuldungsquote bei Unternehmen in Italien

Auch italienische Unternehmen haben ihre finanzielle Situation seit dem 59-Prozent-Höchststand im 4. Quartal 2011 verbessert, wenn auch in geringerem Maße. Mit einer Verschuldungsquote von 50 Prozent sind die Unternehmen in Italien nun die am höchsten verschuldeten unter den großen europäischen Volkswirtschaften. Coface geht davon aus, dass die Anfälligkeit der Unternehmen je nach Sektor und Größe unterschiedlich sein wird, nicht nur in Bezug auf die Intensität der Schocks, sondern auch angesichts der Fragilität ihrer Bilanzen.

Die großen Automobilhersteller könnten aufgrund ihrer Gewohnheit, wenig Liquidität zu halten, in noch größere Schwierigkeiten geraten: Ende 2018 betrugen die Barreserven in Prozent des Umsatzes nur 2,7 Prozent in Italien und 0,5 Prozent in Spanien. Auch der Einzelhandel und das Baugewerbe beider Länder sind, wie auch die kleinen Textilhersteller Italiens, aufgrund ihrer hohen Verschuldung und der voraussichtlich niedrigen Zinsdeckungsrate besonders anfällig.

Land unter in Italien und Spanien

Ohne weitere Hilfen der Europäischen Union sieht es für die großen Volkswirtschaften in Italien und Spanien mehr als düster aus. Frei nach Hilmer Kopper, dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank, erscheinen die Probleme in Griechenland vor diesen Entwicklungen fast schon wie Peanuts. Durch die Corona-Krise haben zahlreiche Länder weltweit neue Schulden aufgenommen.

Eine aktuelle Auswertung von Credit Suisse auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt, wie sich die Verschuldung der Staaten im Verhältnis zum BIP entwickelt hat. Besonders Italien und die USA haben durch die Pandemie hohe neue Schulden aufgenommen. In Deutschland hält sich die Staatsverschuldung durch Corona dagegen noch in Grenzen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Bürger und Steuerzahler Deutschlands - über die EU- und Euro-Systeme - längst für Italien und Spanien bürgen und mithaften!

Achtung Systemdefekt: Stabilitätsfaktoren außer Kraft!

Mit der Verabschiedung des EU-Maßnahmenpaketes in Höhe von 1,8 Billionen Euro zur Linderung der dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie, nimmt die EU erstmals in ihrer Geschichte gemeinschaftlich Kredite auf. Einer der wesentlichsten Bestandteile der Stabilitätsbedingungen in den Verträgen von Maastricht ist damit - erneut - gebrochen: nämlich, dass kein EU-Staat für die Schulden anderer Länder haftet. Fatal ist: Die Belastungen Deutschlands sind am höchsten, obwohl die Bürger bereits die höchsten Steuern und fast die geringsten Rentenniveaus und Durchschnittsvermögen in der gesamten EU haben.

Darüber hinaus sind weitere Stabilitätsfaktoren mittlerweile außer Kraft gesetzt. Im Zusammenhang mit den Rettungsmaßnahmen für Griechenland wurden - sinnvollerweise - einschneidende Strukturreformen von Griechenland eingefordert, damit die Hilfsgelder nicht einfach wieder im ineffizienten System Griechenlands versickern. Jetzt fließen die EU-Hilfsgelder ohne große Forderungen oder gar Bedingungen für Reformen an Problemstaaten wie Italien, Spanien und Frankreich. Ein Beispiel für die Europäische Union der Ungleichheit zeigt der Blick auf die Lebensarbeitszeiten der Bürger.

Arbeitsleben: Massive Diskrepanz zwischen Deutschland, Italien und Spanien

Laut einer Prognose von Eurostat liegt die durchschnittliche Dauer des Berufslebens in der EU bei 35,2 Jahren. Die Vorhersage basiert dabei auf der Population von Erwachsenen, die 2019 fünfzehn oder älter waren. Die Zahlen rangieren innerhalb der Europäischen Union zwischen 32 Jahren in Italien und 42 Jahren in Schweden. In Deutschland erwarten eine Person schätzungsweise 39 Jahre auf dem europäischen Arbeitsmarkt.

Im Schnitt arbeiten die Einwohner der EU etwa 3,6 Jahre länger als sie es vor 20 Jahren taten. Den höchsten Anstieg seit 2000 verzeichnet der Inselstaat Malta – das Berufsleben dauert für die Malteser durchschnittlich 7,6 Jahre länger als zuvor. Auch zu Staaten außerhalb der EU hat Eurostat Daten erhoben. In der Türkei ist das Arbeitsleben mit 29,3 Jahren vergleichsweise kurz, in Island hingegen mit 45,8 Jahren von allen Ländern am längsten.

Fazit: Die Leidtragenden der strukturellen Systemdefekte von EU und Euro sind am Ende die Bürger und Steuerzahler der - isoliert betrachtet - solide wirtschaftenden Länder wie Deutschland.

Risiko-Weltkarte: Das Ende der sicheren Blue-Chip-Länder!

COVID 19 hat zwar andere Risiken aus den Schlagzeilen verdrängt, diese sind aber nicht verschwunden. Vielmehr wirkt die Pandemie in vieler Hinsicht als Brandbeschleuniger, der vorhandene Risiken verstärkt. Das zeigt die aktuelle Ausgabe der Aon Risk Maps. Diese Übersichten werden seit mehr als zwei Jahrzehnten von dem Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon gemeinsam mit den internationalen Experten der Risk Advisory Group und Continuum Economics zusammengestellt.

In diesem Jahr sehen die Experten wachsende Gefahren vor allem in sechs Bereichen:

+ Rechtsextremer Terror

+ Angriffe mit Drohnen auf den Flugverkehr

+ Unruhen

+ Sanktionen

+ Enteignungen

+ Währungsschwankungen

Das Risiko von Unruhen steigt auch in entwickelten Volkswirtschaften massiv an

Viele dieser Risiken betreffen dabei entwickelte Industriestaaten wie Drittweltländer gleichermaßen. Die Autoren der Risk Maps erwarten zum Beispiel, dass drei von fünf entwickelten Volkswirtschaften mit Streiks und zivilen Unruhen konfrontiert sein werden. Nach Einschätzung der Experten wird COVID-19 diese Gefahr als Brennglas-Effekt noch verstärken, dabei werde keines von den genannten Risiken verschont. Unter anderem wird vermutet, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China durch Corona einen globalen Kollaps verursachen könnte.

Instabile Länder können Brandherde werden und auf derzeit noch sichere Staaten übergreifen

Ohnehin instabile Länder könnten Brandherde für neue Konflikte und Unruhen werden. Durch Rechtsterrorismus hervorgerufene Risiken sind nach Meinung der Experten besonders für die USA und Deutschland relevant. Es gibt keine sicheren Blue-Chip-Länder mehr. Nicht nur die COVID-19-Pandemie verändert die globale Risikolandschaft massiv.

Die Risk Maps 2020 zeigen, dass als sicher geltende Strukturen grundlegend erschüttert wurden und werden. Unternehmen sind - ebenso wie Bürger und Privatanleger - gut beraten, über maßgeschneiderte Konzepte zur Absicherung nachzudenken. Diese sind am Markt auch verfügbar. Ebenso muss uns bewusst sein: Jedes Risiko ist gleichzeitig eine Chance!

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Migration der Millionäre!

(03.10.19) Auf Basis der Definition des aktuellen Wealth-X-Reports gelten Menschen mit einem Vermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar als superreich bzw. ultrareich. In der Bundesrepublik leben davon 15.685 Personen. Damit liegt Deutschland im Ranking der Nationen auf Rang vier. Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, leben die meisten Superreichen in den USA, gefolgt von China.

Insgesamt kommen die superreichen Amerikaner auf ein Vermögen von 9,8 Billionen US-Dollar, die superreichen Chinesen auf 3,8 Billionen US-Dollar. Auf die Einwohnerzahl der Länder gerechnet, sieht die Rangliste allerdings wieder anders aus: Auf dem ersten Platz liegt dann Hongkong, gefolgt von kleineren, reichen Ländern, wie der Schweiz, Luxemburg und Singapur.

Millionärs-Migration: Australien zieht vermögende Bürger an!

Beim Thema Migration denken wir in Europa überwiegend an Flüchtlinge oder Einwanderung. Wir vergessen dabei, dass Jahr für Jahr Tausende Millionäre Deutschland, aber auch EU-Europa verlassen, durch eine Auswanderung, Wohnsitzverlagerung aber auch eine Firmensitzverlagerung. Das ist eine bedenkliche Entwicklung, weil dadurch ein signifikantes Stück Leistungsstärke und Steueraufkommen auswandert. Wer reich ist, kann sich in der Regel frei aussuchen, wo er leben möchte. Eine Studie der Marktforschungsgruppe New World Wealth zeigt die beliebtesten Länder bei HNWIs, also Personen, die mehr als eine Million US-Dollar besitzen.

Das Ergebnis: Im vergangenen Jahr 2018 zog es die meisten Millionäre nach Australien (rund 12.000) und in die USA (rund 10.000). Rund 4.000 HNWIs wanderten nach Kanada ein und rund 3.000 in die Schweiz. Auf Platz fünf stehen die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt von der Karibik, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. In der Europäischen Union lockten - durchaus überraschend - Portugal, Griechenland und Spanien 2018 die meisten Millionäre an.

Auswandern und Leben im Ausland: Die besten und schlechtesten Länder!

Die Verlagerung von Vermögenswerten in solide ausländische Staaten, Rechtsräume und Rechtsstrukturen ist für mich eine wichtige, langjährig bewährte Basis-Strategie für private Kapitalanleger. Die gezielte Diversifikation der Investments führt dabei zu einem höheren Kapitalschutz durch die Reduktion unterschiedlicher Klumpenrisiken. Von der Politik, der Rechtsprechung über die Steuergesetzgebung, die demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen bis hin zum Schutz vor Systemrisiken.

Die wirkungsvollste Möglichkeit, sich vor negativen Entwicklungen in seinem Land oder seiner Region zu schützen, ist die Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland. Frei nach Johann Wolfgang von Goethe der einst sagte: „Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, muss die Gegend verlassen in denen sie gelten“. Laut einem aktuellen Bericht der OECD leben derzeit rund 3,5 Millionen Deutsche im Ausland. Auch zahlreiche Millionäre haben dabei in den letzten Jahren ihre Heimat verlassen. Dieser Trend, der Auswanderung von Millionären und Leistungsstarken, setzt sich weiter fort.

Vor diesem Hintergrund sind nicht nur die internationalen Rahmenbedingungen für Millionäre einen Blick wert, sondern ganz grundlegend auch das Leben und Arbeiten im Ausland. Dazu nachfolgend die besten Länder im Hinblick auf die sogenannte Work-Life Balance, also dem bestmöglichen Zustand, indem das Arbeits- und Privatleben in einem Einklang stehen.

Die Niederlande sind die Nr. 1 in Bezug auf die Work-Life Balance

Die Niederländer bekommen es laut aktueller Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) besonders gut hin, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Auch die Italiener schneiden gut ab, wie der Better Life Index für 2019 zeigt. Für diesen hat die Organisation die Balance zwischen Arbeit und Freizeit in den 35 Mitgliedsländern plus Russland, Brasilien und Südafrika untersucht. Demnach schneidet auch Deutschland gut ab.

Der wichtigste Aspekt für eine gute Work-Life-Balance ist laut der Studie die Arbeitszeit. In den Niederlanden arbeiten nur 0,4 Prozent der Beschäftigten überlang (50 Stunden oder mehr pro Woche) – die drittniedrigste Rate in den OECD-Ländern (Durchschnitt: 11 Prozent). In Deutschland liegt der Wert bei vier Prozent. Die AutorInnen betonen, dass viele Hinweise darauf hindeuten, dass lange Arbeitszeiten die Gesundheit beeinträchtigen, die Sicherheit gefährden und den Stress erhöhen. Ebenfalls in die Untersuchung mit einbezogen werden Faktoren wie Freizeit, persönliche Zeit der einzelnen Person für sich selbst oder die Beschäftigungsquote von Müttern.

Kolumbien ist das Länder-Schlusslicht in der Work-Life Balance

Kolumbianer haben es laut aktueller Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) besonders schwer mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch die Mexikaner schneiden schlecht ab, wie der Better Life Index für 2019 zeigt. Demnach schneiden auch Länder wie die USA, UK, Neuseeland, Australien und Island nicht gut ab.

Migration: Unqualifizierte wandern ein – Leistungsstarke wandern aus!

Ich möchte nochmals auf das bereits angesprochene Thema der Migration zurückkommen. Die internationale Migration bringt große Auswirkungen und Herausforderungen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft mit sich. Ich will dabei auch überhaupt nicht um den heißen Brei herumschreiben, sondern Klartext publizieren:

Die globalen Flüchtlingszahlen sind zuletzt auf einen neuen Höchststand gestiegen wie nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht. Deutschland benötigt aufgrund seiner demografischen Struktur einer rückläufigen Bevölkerung zwingend Einwanderer, gleiches gilt für die Industrie und den Mittelstand. Vom Erfinder über den Entwickler bis hin zum Facharbeiter werden dringend qualifizierte Menschen benötigt. Deutschland braucht dabei qualifizierte Einwanderer in den Arbeitsmarkt, als Beitragszahler für die Renten- und Gesundheitssysteme.

Fakt ist: Deutschland verzeichnet eine überwiegend unkontrollierte, quantitativ zu Hohe Einwanderung von unqualifizierten Menschen in seine Sozialsysteme als Leistungsempfänger. Diese Entwicklung bewerte ich kritisch.

Fazit: Deutschland benötigt endlich ein Einwanderungsgesetz!

Die Millionärs-Migration steigt weiter an!

Der Anteil der Auswanderungsinteressierten, leistungsstarken und flexiblen Menschen wird nach meiner Überzeugung weiter zunehmen, wenn sich die Bürger der zunehmenden Risiken der EU-Haftungs- und Umverteilungsunion bewusst werden, in Kombination mit weiter steigenden finanziellen Belastungen wie Vermögenssteuern, sonstigen Abgaben und Benachteiligungen für Vermögensinhaber.

Die Schwachen werden mit Sicherheit nicht stärker, wenn die Starken gehen!

Auch aufgrund gesellschaftlicher Verwerfungen werden Vermögende auswandern, falls das Management der derzeit ungesteuerten Einwanderung nach Deutschland nicht gelingt. Eine Auswanderung ist darüber hinaus die konsequenteste Antwort auf Fehlentwicklungen im Inland.

Risiko: Umverteilung und Enteignung

Wandern die Reichen aus, müssen die zu tragenden Belastungen auf den Mittelstand und die Mittelschicht umverteilt werden!

Fazit: Gegensteuerung und Selbstverteidigung

Deutschland muss auch hier gegensteuern, damit die Bundesrepublik nicht nur für die Industrie und den Mittelstand attraktiv bleibt, sondern auch für Millionäre und Superreiche, so dass diese auch in Deutschland gut und gerne leben und Steuern zahlen. Selbstbestimmte und eigenverantwortliche Handlungsalternativen, Praxisempfehlungen und Maßnahmen der Gegensteuerung im Sinne einer Finanziellen Selbstverteidigung finden Sie in unserem Premium-Dienst: Kapitalschutz vertraulich.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Digitalisierung, Demografie und Migration!

(26.07.19) Jede freie Minute, die ich derzeit habe, schreibe ich an meinem neuen Buch „Finanzielle Selbstverteidigung“, dass gegen Ende des Jahres erscheinen wird. Warum habe ich diesen Titel gewählt? Weil ich mich neben den ökonomischen Fragen unserer Zeit - mit denen ich mich seit vielen Jahrzehnten befasse - zunehmend mit dem Begriff der Resilienz auseinandersetze, den auch Sie vermutlich in den letzten Jahren immer häufiger lesen.

Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist, mit einer Abschaffung gewohnter Dinge. Beispielsweise das Bargeld, oder das Bankensystem wie wir es derzeit noch kennen.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit: Digitalisierung, Demografie und Migration

Ein Buch zu schreiben bedeutet natürlich nicht nur Schreibarbeit, sondern vor allem viel zu lesen, zu recherchieren und zu analysieren. Ich habe dabei drei große Herausforderungen identifiziert, die jeden von uns in der nahen Zukunft massiv betreffen werden. Die Digitalisierung, die Demografie und die Migration. Die größten Risiken - aber auch Chancen - sehe ich im Bereich der Digitalisierung. Die digitale Bildung ist in Deutschland vor allem im Hinblick auf die älteren Generationen eine große Aufgabe.

Deutschland: Der älteren Generation fehlt die digitale Bildung!

Souverän mit den unterschiedlichen digitalen Services und Anwendungen umgehen zu können, ist im Zeitalter der Digitalisierung für alle Generationen eine notwendige Kompetenz. Digital souverän handeln zu können, bedeutet mehr als nur zu wissen, wie man eine App auf sein Smartphone herunterlädt oder Onlinebanking anwendet. Kann ich die Folgen meines eigenen Handelns im Netz richtig einschätzen? Weiß ich mit Aktualisierungen und Neuentwicklungen umzugehen?

Die repräsentative Bevölkerungsbefragung "Digitale Kompetenzen im Alter" des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Bertelsmann Stiftung geht der Frage nach, wie sicher sich die Menschen in Deutschland im Internet und beim Umgang mit Smartphone und Co. fühlen. Die Ergebnisse zeigen: In Sachen digitaler Kompetenzen besteht hoher Handlungsbedarf.

Insgesamt fühlen sich 63 Prozent der Befragten eher sicher bis sehr sicher im Umgang mit dem Internet. Differenziert nach Altersgruppen zeigt sich ein anderes Bild: Während 79 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sich eher sicher bis sehr sicher fühlen, gilt das nur für 41 Prozent der 60- bis 69-Jährigen. Und bei den über 70-Jährigen fühlt sich nur jeder Dritte (36 Prozent) eher sicher bis sehr sicher im Umgang mit dem Internet. Das heißt, bei den älteren Generationen besteht Nachholbedarf bei den digitalen Kompetenzen.

Digitale Services und Angebote als Chance der Generation "Silver Surfer"

Digitale Services und Anwendungen bieten gerade den älteren Generationen große Chancen: Sie können dazu beitragen, dass Ältere so lange wie möglich selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben können – unabhängig davon, ob sich dieses in der Stadt oder auf dem Land befindet. Zum Beispiel, weil sie die notwendigen Dinge des täglichen Lebens online bestellen, wenn sie nicht mehr mobil sind, oder mit der Familie und Freunden per Smartphone kommunizieren können.

Souverän mit digitalen Angeboten und Services umzugehen, ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Bei der Selbsteinschätzung der eigenen Kenntnisse im Bereich digitaler Technologien, Anwendungen und Gefahren zeigt sich: 64 Prozent der Befragten schätzen die eigenen Kenntnisse hier als eher gut bis sehr gut ein. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 89 Prozent, bei den 60- bis 69-Jährigen 50 Prozent und bei den über 70-Jährigen nur noch 36 Prozent.

Drei Viertel der Bevölkerung sind auf das Internet angewiesen

Fragt man die Bevölkerung, wie stark sie bereits heute auf das Internet und den Einsatz digitaler Technologien angewiesen ist, sagen 76 Prozent, dass sie bei der Suche nach Informationen eher stark bis sehr stark darauf angewiesen sind. 68 Prozent geben an, dass dies bei der Kommunikation mit Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern der Fall ist. Dagegen sind nur 27 Prozent bei behördlichen Angeboten, von denen es online bisher nur eine begrenzte Zahl gibt, eher stark bis sehr stark auf digitale Kanäle angewiesen.

Die Bevölkerung geht davon aus, dass das Internet und digitale Technologien in vielen Bereichen des täglichen Lebens zukünftig noch deutlich wichtiger werden. 78 beziehungsweise 74 Prozent erwarten, dass die Suche nach Informationen sowie die Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Familien in Zukunft verstärkt auf digitalem Weg stattfinden werden. Auffällig ist der Bedeutungsgewinn im Bereich behördlicher Angelegenheiten: 62 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich künftig mehr Behördengänge online erledigen lassen als heute.

Digitale Daseinsvorsorge für die älteren Generationen

Brigitte Mohn aus dem Vorstand der Bertelsmann Stiftung sieht einen besonderen Handlungsdruck, gerade den vielen älteren Menschen die immer dringender benötigten digitalen Kompetenzen zu vermitteln. Auch die ältere Generation benötigt digitale Kompetenzen, um sich im Alltag selbständig zurecht zu finden und möglichst lange autonom in der vertrauten Umgebung zu bleiben. Dazu müssten gerade Älteren niedrigschwellige Angebote vermittelt werden, um digitale Kompetenzen zu erwerben.

Hier sind auch die Kommunen gefordert, entsprechende Assistenzinfrastrukturen aufzubauen und zu unterstützen. Nur durch ein gemeinsames Engagement können Kommunen, Zivilgesellschaft und Bildungsinstitutionen die digitale Souveränität der Älteren stärken. Ich teile diese Einschätzungen und Forderungen von Brigitte Mohn uneingeschränkt. Ich für meinen Teil führe meine Leser - gerade auch die Älteren - schon seit langer Zeit durch ausgesuchte Empfehlungen in die digitale Zukunft. Digitale Bildungsdefizite finden sich in Deutschland jedeoch nicht nur bei den Silver Agern, sondern auch an den Schulen.

Bildungsauftrag: Deutsche Schulen haben einen digitalen Aufholbedarf

Die Digitalisierung an deutschen Schulen kommt nur langsam voran. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Verbands Bildung und Erziehung zeigt, haben nur etwas mehr als ein Drittel der in die Erhebung eingeflossenen Schulen in allen Klassen schnelles Internet und WLAN. Zudem gibt es an zwei Dritteln der Schulen keine Klassensätze mit Tablet-PCs und Smartphones.

Dies ist zwar weniger als vor fünf Jahren: hier waren noch 86 Prozent der Schulen ohne entsprechende Klassensätze ausgestattet. Der Fortschritt sei laut Verband Bildung und Erziehung jedoch zu langsam. In diesem Tempo würde es bis zum Jahr 2035 dauern, bis alle Schulen mit der notwendigen Technik ausgestattet seien.

Digitales Entwicklungsland Deutschland

Deutschland hat die Digitalisierung komplett verschlafen und ich bin mir nicht sicher, ob es gelingt, die seit Jahrzehnten angehäuften Defizite aufzuholen. Ein Beispiel, dass uns die dramatische, ökonomische Position und Zukunftsfähigkeit Deutschlands in der Welt vor Augen führt: Die beiden US-Digitalunternehmen Amazon und Microsoft haben mittlerweile einen höheren Börsenwert, als alle 763 börsennotierten Unternehmen aus Deutschland zusammen!

Keine Angst vor der Digitalisierung: Nutzen Sie die Vorteile!

Sie müssen müssen somit Eigenverantwortlich die Chancen der Digitalisierung selbst annehmen, aber gleichzeitig auch auf eine digitale Selbstverteidigung setzen. Ich bin mir bewusst, dass viele unter Ihnen die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Digitalisierung des Geldes auch mit großer Sorge betrachten. Bitte trennen Sie die politisch gewollte Bargeldabschaffung - und die damit verbundenen Gefahren - vom technologischen Fortschritt und den damit entstehenden Vorteilen.

Nutzen Sie digitale Angebote, wie ich Ihnen diese in meiner Rubrik „Geldsysteme der Zukunft“ vorstelle. Investieren Sie darüber hinaus in Unternehmen, die von der Digitalisierung profitieren, z.B. über den „Digitalisierungs-ETF“ aus meiner Sonderausgabe „Megatrend-Sparpläne“.

Migration: So viele Menschen sind auf der Flucht wie noch nie

Eine Herausforderung bzw. ein gigantisches Problem, weil ich gar nicht um den heißen Brei schreiben will, dass noch viel stärker polarisiert als die Digitalisierung ist die globale Migration. Die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, hat einen neuen Höchststand erreicht. Zuletzt registrierte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) 20,4 Millionen Flüchtlinge, 41,4 Millionen Binnenflüchtlinge (Personen, die innerhalb ihres Landes vertrieben werden) und 3,5 Millionen Asylbewerber.

Rechnet man andere Gruppen wie Staatenlose oder in ihre Heimatländer zurückgekehrte Flüchtlinge hinzu, sind das insgesamt 74,8 Millionen Menschen. Gegenüber 2017 ist das ein Plus von 4,7 Prozent. Die meisten Menschen fliehen aus Syrien (6,7 Mio.), Afghanistan (2,7 Mio.) und dem Südsudan (2,3 Mio.). Zu den Ländern, in denen die meisten Flüchtlinge aufgenommen werden, zählen die Türkei, Pakistan und Uganda.

EU-Europa: Wo leben die meisten Geflüchteten?

EU-weit leben in Schweden pro 1.000 Einwohner gerechnet die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber (28,1). Das zeigen neue Daten des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Es folgen die Länder Zypern, Malta, Österreich, Deutschland und Griechenland mit Werten zwischen 10 bis 24,9. In allen anderen Ländern liegt die Zahl unter 10.

Die Zahl der in Deutschland neu registrierten Flüchtlinge nimmt seit dem hohen Flüchtlingsaufkommen im Jahr 2015 wieder ab und lag zuletzt unter dem Niveau von 2014. Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge und Asylbewerber hat im vergangenen Jahr jedoch mit über 70 Millionen ein neues Allzeithoch erreicht.

Deutschland benötigt endlich ein Zuwanderungs- bzw. Einwanderungsgesetz!

Deutschland benötigt aufgrund seiner sehr schlechten demografischen Struktur und der damit verbundenen Überalterung der Gesellschaft in der Zukunft eine qualifizierte Zuwanderung von hochqualifizierten Menschen, ebenso wie leistungsstarke und leistungswillige Migranten in seine Arbeitsmärkte (z.B. Pflegeberufe), die gleichzeitig auch Beitragszahler in die Renten- und Gesundheitssysteme werden.

Fakt ist: Deutschland verzeichnet derzeit überwiegend eine vollkommen unkontrollierte Zuwanderung von mehrheitlich unqualifizierten Menschen als Leistungsempfänger in seine Sozialsysteme. Dieser Weg muss gestoppt werden, sonst wird Deutschland scheitern!

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com