Revolut will Schweizer Bank werden!
(30.09.26) Revolut hat bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA eine Schweizer Banklizenz beantragt. Das wäre ein bedeutender Schritt: Der Finanzdienstleister könnte sein bisheriges Angebot zu einer eigenständigen Schweizer Bank ausbauen. Die Lizenz ist bislang nicht erteilt. Laut Revolut wird der Antrag geprüft, der Ausgang des Verfahrens ist offen.
Revolut nennt bereits mehr als 1,3 Millionen Kunden in der Schweiz. Bisher werden sie nach Unternehmensangaben von der Revolut Bank UAB betreut, einer in Litauen lizenzierten Bank. Revolut unterhält zwar eine Vertretung in der Schweiz, besitzt dort aber noch keine eigene Banklizenz. Für Kunden ist diese Unterscheidung entscheidend: Der Sitz einer Vertretung sagt noch nicht, nach welchem System ihre Bankeinlagen geschützt sind.
Über die kommenden fünf Jahre will Revolut mehr als 150 Millionen Franken in der Schweiz investieren. Das Geld soll unter anderem in neue Produkte, Arbeitsplätze und den Aufbau einer eigenständigen Schweizer Bank fließen. Der Antrag zeigt damit, dass Revolut den hiesigen Markt langfristig erschließen möchte. Ob und wann daraus ein vollständiges Schweizer Bankangebot wird, hängt von der FINMA-Bewilligung und der anschließenden Umsetzung ab.
Was eine Schweizer Lizenz ändern könnte
Nach einer Bewilligung möchte Revolut unter anderem Lohnkonten, eBill und weitere lokale Zahlungsdienste anbieten. Auch der Zugang zur Schweizer Einlagensicherung wäre vorgesehen. Für Kunden könnte die App dadurch stärker zum Konto für den finanziellen Alltag werden – einschließlich Gehaltseingang und regelmäßiger Rechnungen.
Daneben nennt Revolut die Schweizer Altersvorsorge Säule 3a und den Bezahldienst TWINT als mögliche spätere Angebote. Beides ist derzeit eine Perspektive, keine zugesagte Funktion. Gerade bei einer Säule-3a-Lösung würden für Anleger neben der Bedienung auch Anlageangebot, Gebühren und Bedingungen zählen. Dazu liegen noch keine konkreten Produktdetails vor.
Eine Besonderheit sorgt schon heute für Verwirrung: Manche Schweizer Revolut-Kunden haben bereits eine virtuelle CH-IBAN. Laut Revolut ist bei dieser Lösung die litauische Revolut Bank UAB Kontoinhaberin; der Kunde wird als wirtschaftlich Berechtigter der Zahlung ausgewiesen. Eine CH-IBAN allein beweist also weder, dass Ihr Konto bei einer Schweizer Bank geführt wird, noch dass Ihre Einlagen unter die Schweizer Einlagensicherung fallen.
Welche Einlagensicherung gilt heute?
Wenn Ihr Konto bei der Revolut Bank UAB geführt wird, sind berechtigte Bankeinlagen nach Revoluts Angaben durch das litauische Einlagensicherungssystem bis 100.000 Euro geschützt. Welche Gelder als Einlagen gelten, ist dabei wichtig: Anlageprodukte sollten Sie nicht allein aufgrund ihrer Anzeige in derselben App mit einem geschützten Bankguthaben gleichsetzen.
Die Schweizer Einlagensicherung schützt berechtigte Guthaben bei teilnehmenden Banken grundsätzlich bis 100.000 Franken pro Kunde und Bank. Sie würde für eine künftige Schweizer Revolut-Bank erst relevant, wenn die entsprechende Bewilligung erteilt und das Angebot tatsächlich eingerichtet wäre. Die Beträge von 100.000 Euro und 100.000 Franken bezeichnen unterschiedliche nationale Systeme; sie sind keine zusätzliche, gleichzeitig verfügbare Deckung für dasselbe Guthaben.
Prüfen Sie deshalb bei Ihrem bestehenden Revolut-Konto, welche Rechtsperson Ihr Vertragspartner ist. Revolut erklärt, dass Sie diese Angabe in der App über Ihr Profilsymbol am Ende der Profilseite finden. Das ist aussagekräftiger als das Revolut-Logo, die Währung Ihres Guthabens oder eine CH-IBAN.
Was Kunden jetzt beachten sollten
Für bestehende Kunden ändert der Lizenzantrag allein zunächst nichts an der geltenden Einlagensicherung. Revolut stellt in Aussicht, Kunden bei einer Bewilligung auf die Schweizer Bank zu übertragen. Wie dieser Wechsel im Einzelnen abläuft und welche Bedingungen dann gelten, muss das Unternehmen zu gegebener Zeit mitteilen.
Wenn Sie Revolut als Gehalts- oder Hauptkonto nutzen möchten, prüfen Sie neben der künftigen Lizenz vor allem die Funktionen, die Sie tatsächlich brauchen: Gehaltseingang, Rechnungszahlung, Lastschriften, Kartenkosten, Wechselkurse und Erreichbarkeit des Kundendienstes. Ein attraktives Angebot für Reisen oder Fremdwährungen erfüllt nicht automatisch alle Anforderungen an ein Alltagskonto in der Schweiz.
Behalten Sie außerdem bei größeren Guthaben die Sicherungsgrenze im Blick. Die relevante Frage lautet nicht nur „Wie hoch ist die Einlagensicherung?“, sondern auch: Bei welcher Bank liegt das Geld, um welche Art von Guthaben handelt es sich und welches Land ist zuständig? Diese Prüfung gilt für Revolut ebenso wie für andere Banken und Finanz-Apps.
Mein Fazit: Positives Signal für den Wettbewerb auf dem Schweizer Bankenmarkt
Der Antrag ist ein positives Signal für den Wettbewerb auf dem Schweizer Bankenmarkt. Revolut hat bereits eine große Kundenbasis und kündigt erhebliche Investitionen an. Eine eigene Banklizenz könnte das Angebot für Schweizer Kunden deutlich alltagstauglicher machen.
Entscheidend bleibt die klare Trennung zwischen heutigem Status und künftiger Möglichkeit: Revolut ist derzeit für seine Schweizer Kunden keine eigenständige Schweizer Bank. Die virtuelle CH-IBAN ändert daran nichts. Erst eine erteilte Bewilligung und die tatsächliche Überführung der betreffenden Konten würden die Grundlage für ein Schweizer Bankangebot mit den angekündigten lokalen Funktionen schaffen.
Mein Rat: Begrüßen Sie den Schritt, aber richten Sie wichtige Zahlungen und größere Guthaben nach den heute gültigen Vertrags- und Sicherungsbedingungen aus. Sollte die FINMA die Lizenz erteilen, lohnt sich ein neuer Vergleich des konkreten Angebots mit Schweizer Banken – insbesondere bei Gebühren, Zahlungsverkehr und Einlagenschutz.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Das stärkste Bargeld!
(11.12.24) Bargeld spielt trotz der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs weiterhin eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem. Besonders in Regionen mit instabilen Währungen oder begrenztem Zugang zu digitalen Zahlungsmöglichkeiten bleibt Bargeld unverzichtbar. Doch nicht alle Geldscheine sind gleich – einige Banknoten stechen durch ihren hohen Nennwert hervor, sei es aus praktischen, kulturellen oder historischen Gründen.
Hochwertbanknoten, also Geldscheine mit einem besonders hohen Nennwert, erfüllen spezielle Funktionen. Sie werden häufig für große Bargeldtransaktionen genutzt, insbesondere in Ländern, in denen der Zahlungsverkehr durch hohe Summen in physischer Form abgewickelt wird. Gleichzeitig stehen diese Banknoten oft im Fokus von Diskussionen über Geldwäsche und Steuerhinterziehung, weshalb einige Länder die Ausgabe solcher Scheine reduziert oder eingestellt haben.
Die größten Banknoten der Welt spiegeln nicht nur den wirtschaftlichen Kontext ihrer Herkunftsländer wider, sondern auch die globalen Trends in der Bargeldnutzung. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist der 500-Euro-Schein, der seit 2019 nicht mehr neu ausgegeben wird, aber weiterhin als Zahlungsmittel gültig bleibt. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in Singapur umgesetzt, wo der 10.000-Dollar-Schein mittlerweile außer Umlauf ist. Auch Kanada geht diesen Weg.
Neue Bargeldobergrenze und digitale Währungen: Entwicklungen in der EU
Die Europäische Union hat im Mai 2024 eine einheitliche Bargeldobergrenze von 10.000 Euro für Zahlungen beschlossen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Diese Regelung tritt voraussichtlich im Sommer 2027 in Kraft, drei Jahre nach ihrem Inkrafttreten. Zusätzlich plant die EU die Einrichtung der "Anti-Money Laundering Authority" (AMLA) in Frankfurt, die ab Mitte 2025 den Betrieb aufnehmen soll, um die Einhaltung der neuen Vorschriften zu überwachen.
Parallel zu diesen Entwicklungen gewinnen Stablecoins immer stärker an Bedeutung. Dahinter stehen blockchainbasierte Kryptowährungen, die an gesetzliche Landeswährungen gekoppelt sind. Als nächste Evolutionsstufe nach den privatwirtschaftlichen Stablecoins werden staatliche Kryptowährungen folgen, die sogenannten Central Bank Digital Currencies (CBDCs). Mit dieser hochinteressanten Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Kapitalschutz-Podcast, den Sie auf unserem YouTube-Kanal finden.
KAPITALSCHUTZ FIRST - Make your Money Safe again!
Die besten Kapitalschutz-Strategien von Bitcoin bis Gold, Digitalisierung bis Tokenisierung und von der Schweiz bis zum Fürstentum Liechtenstein. Von Auswandern bis Ausflaggen, von Datenschutz bis Cybersecurity und von Recht bis Steuern! Jetzt KAPITALSCHUTZ FIRST bestellen, das aktuelle Buch von Markus Miller:

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Liechtenstein zwischen Bitcoin und IWF!
(31.05.23) In einer Welt der Diskontinuitäten ist das mit lediglich 39.000 Einwohnern so kleine und feine, weil solide und schuldenfreie Fürstentum Liechtenstein eine wohltuende Oase im Herzen eines mit großen Problemen behafteten (EU)Europas. Das Fürstentum Liechtenstein basiert auf einer konstitutionellen Erbmonarchie, auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage.
Die Staatsgewalt ist im Fürsten und im Volke verankert. Als moderner Wirtschaftsplatz steht Liechtenstein für Stabilität und Innovation. Die Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum EWR und der Zollvertrag mit der Schweiz bieten den in Liechtenstein ansässigen Unternehmen die exklusive Möglichkeit zum uneingeschränkten Zugang zu beiden Märkten.

Liechtenstein führt den Bitcoin als Bezahloption für staatliche Dienstleistungen ein!
Davon profitieren auch Sie als Privatanleger und Kunde von Banken, Versicherungsgesellschaften, Edelmetallhändlern oder Vermögensverwaltern in Liechtenstein. Aktuell kommen aus dem Fürstentum interessante News: Vor kurzem hat Liechtensteins Regierungschef Dr. Daniel Risch in einem Interview mit dem Handelsblatt bestätigt, dass das Fürstentum Liechtenstein den Bitcoin als Bezahloption für staatliche Dienstleistungen einführen wird. Dr. Risch, der gleichzeitig auch als Finanzminister fungiert, zeigte sich darüber hinaus auch offen dafür, zukünftig staatliche Gelder in Bitcoin als Währungsreserve zu investieren.
Derzeit belaufen sich die Haushaltsreserven Liechtensteins auf über 2 Mrd. CHF Schweizer Franken, was dem 2,5-fachen Wert des jährlichen Staatshaushalts entspricht. Von derartigen Relationen und Werten kann Deutschland mit seinen Defizitquoten und Staatsschulden nur träumen. Das Fürstentum ist mit Blick auf seine Staatsfinanzen grundsolide aufgestellt und der einzige schuldenfreie Staat der Welt, mit einem AAA-Rating. Aktuell hat die Ratingagentur S&P diesen Status erneut bestätigt.
Ratingagentur S&P bestätigt Liechtensteins Triple-A Rating
Im Rahmen der halbjährlich stattfindenden Überprüfung des Länderratings hat die internationale Ratingagentur S&P Global Ratings Liechtenstein erneut die Bestnote verliehen und das Triple-A (AAA-Rating) mit stabilem Ausblick bestätigt.
Gemäß aktuellem Bericht der Ratingagentur stützt sich die Beibehaltung des Höchstratings darauf, dass Liechtensteins starke Haushaltsposition, umfangreiche finanzielle Puffer sowie die hohe politische Effektivität und der umsichtige regulatorische Rahmen das Fürstentum vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der Verschärfung der globalen finanziellen Bedingungen schützen werden.
S&P Global Ratings geht davon aus, dass sich Liechtensteins Wirtschaft im Jahr 2023 allmählich erholen wird. Das langsame Wachstum in diesem Jahr spiegelt vor allem die indirekten Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, die schwächere Auslandsnachfrage, den Inflationsdruck, die Straffung der Geldpolitik sowie die Besorgnis über die jüngsten globalen Bankenturbulenzen wider. Außerdem hat Liechtenstein eine Gasreserve angelegt, die den Energiebedarf des Landes für zwei bis drei Wintermonate deckt und mindestens bis 2025 beibehalten wird. Obwohl sich die unmittelbare Energiesituation seit dem Sommer 2022 entspannt hat, ist die Energieversorgung Liechtensteins weiterhin abhängig von den Lieferungen aus Deutschland und Österreich.
Liechtenstein große Stärke ist seine schnelle Anpassungsfähigkeit!
Die Ratingagentur merkt an, dass sich Liechtensteins Wirtschaft in der Vergangenheit sehr schnell an wirtschaftliche Veränderungen anpassen konnte. Zudem ist Liechtenstein als kleine Volkswirtschaft gegenüber dem Wandel der internationalen Normen stärker ausgesetzt. Die Agentur geht jedoch weiterhin davon aus, dass die liechtensteinische Regierung ihre Erfolgsgeschichte der proaktiven und raschen Übernahme internationaler Standards und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fortsetzen wird. Des Weiteren begrüßt S&P Global Ratings die Bestrebungen Liechtensteins dem IWF beizutreten und erwartet sich dadurch zusätzliche statistische Grundlagendaten.
In einem weiterhin anspruchsvollen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld darf diese Bestnote für Liechtenstein nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Das Rating bestätige die Attraktivität Liechtensteins als sicherer und stabiler Wirtschaftsstandort und zeigt die Wichtigkeit des proaktiven Handelns und der Schaffung von guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft auf.
Mein Fazit: Sie als intelligenter Kapitalschutz-Investor sollten sich mindestens ein Standbein im Fürstentum Liechtenstein schaffen! Weiterführende Informationen und Empfehlungen in Form wirkungsvoller Mittel und Wege in diesem Bereich finden Sie in meinem Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ vertraulich

Das Fürstentum führt offizielle Beitrittsverhandlungen mit dem IWF
Der Landtag hatte die Regierung letzten Herbst beauftragt, die Beitrittsverhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) aufzunehmen. Nach zahlreichen Vorgesprächen auf technischer Ebene hat die Regierung nun offiziell Antrag auf Mitgliedschaft im IWF gestellt und damit den formellen Beitrittsprozess gestartet.
Das Exekutivdirektorium des IWF wird nun den Antrag prüfen und einen Mitgliedschaftsausschuss einsetzen. Im Rahmen der Beitrittsverhandlungen wird Liechtenstein in den nächsten Monaten von einer technischen Delegation des IWF besucht, um die erforderlichen Daten sowie Informationen zur Wirtschaft und Rechtsordnung des Landes zu sammeln.
Der Bericht dieses Ausschusses wird u.a. die vorgeschlagene Quote sowie weitere Bedingungen der Mitgliedschaft, die mit Liechtenstein im Detail diskutiert und abgestimmt werden, umfassen. Sobald Liechtenstein diesem Bericht zugestimmt hat, prüft das Exekutivdirektorium des IWF den Antrag und legt dem Gouverneursrat des IWF einen Beschlussentwurf zur Abstimmung vor. Nachdem der Gouverneursrat der Mitgliedschaft grundsätzlich zugestimmt hat, sind weitere rechtliche Schritte in Liechtenstein und insbesondere die Zustimmung des Landtags zum ausgehandelten Ergebnis notwendig, bevor ein Übereinkommen unterzeichnet werden kann. Der formelle Beitrittsprozess dauert in der Regel etwa ein Jahr.
Die IWF-Mitgliedschaft stärkt das Fürstentum für den Fall einer Finanzkrise
Die Zugehörigkeit zum Internationalen Währungsfonds ist aus Sicht der Regierung für Liechtenstein von großer Bedeutung. Die heutige weltweite Vernetzung bringt auf nationaler wie internationaler Ebene verstärkte Risiken für die Finanzstabilität mit sich, denen Liechtenstein als offene Volkswirtschaft stark ausgesetzt ist. Durch verschiedene Mechanismen bietet der IWF Schutz in Krisensituationen.
Ein schneller Zugang zu Finanzmitteln wäre für Liechtenstein beispielsweise bei einer großen Naturkatastrophe oder auch in einer Finanzkrise sehr wichtig. Mit seinen Interventionen im Zuge diverser Krisen hat der IWF in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt, dass er genau das zu leisten vermag. Der schnelle Zugang zu liquiden Mitteln ist in einer Krise entscheidend, um den Finanzsektor und letztlich die Realwirtschaft vor größeren Schäden zu bewahren.
Eine IWF-Mitgliedschaft bringt aber auch weitere Vorteile mit sich
So korrespondieren die Ziele des Internationalen Währungsfonds - darunter die Förderung eines ausgewogenen globalen Handelswachstums und der Stabilität der Wechselkurse - stark mit den Bedürfnissen einer kleinen, exportorientierten Volkswirtschaft. Auch die internationale Vernetzung, die Reputation und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und Finanzplatzes Liechtenstein werden durch einen Beitritt zum 190 Mitgliedsstaaten zählenden IWF gestärkt und die internationale Vergleichbarkeit und Visibilität erhöht.
Zudem würde die IWF-Mitgliedschaft eine weitere Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit mit der Schweiz in wirtschaftspolitischen Fragen mit sich bringen. Die Kosten für einen IWF-Beitritt belaufen sich gemäß Berechnungen der Regierung auf jährlich rund eine halbe Million Franken und bestehen ausschließlich aus administrativen Kosten, die durch die Mitarbeit im IWF entstehen.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die Schweiz sagt Nein zum EU-Diktat!
(10.06.21) Kennen Sie den Unterschied zwischen der Schweiz und Italien? In der Schweiz heißen die Berge Alpen, in Italien Schulden. Kleiner Witz am Rande, der aber selbstverständlich einen wahren Kern beinhaltet, zumindest mit Blick auf die Staatsschulden. Ebenso ist auch der Blick auf die Verschuldungsgrade der Unternehmen sehr aufschlussreich.
Die Staatsverschuldung in der Eropäischen Währungsunion ist durch nötige staatliche Unterstützungen für Unternehmen und Arbeitnehmer während der Corona-Pandemie deutlich angestiegen. Der Bruttoschuldenstand einiger Länder der Eurozone hat das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits überschritten. Beispielsweise in Griechenland, Italien, Zypern, Portugal, Spanien, Frankreich und Belgien. Doch nicht nur die Staatsschulden sind explodiert, auch die Schulden der Unternehmen sind im Zuge der Corona-Pandemie deutlich angestiegen.
Europameister und Weltmeister der Unternehmensschulden: Frankreich
Das verdeutlicht die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Daten reichen derzeit bis ins dritte Quartal 2020, aber schon hier zeigt sich der negative Trend deutlich. Auffällig dabei ist, dass die Schulden insbesondere in den Ländern am stärksten zunehmen, in denen die Unternehmensschulden bereits vor der Krise auf einem besonders hohen Niveau waren. In Deutschland fällt der Anstieg mit 4,5 Prozentpunkten vergleichsweise moderat aus.

Risiko China: Wie stabil ist das chinesische Bankensystem?
Der allgemein sehr hohe Schuldenstand in Frankreich resultiert daraus, dass viele große Unternehmen aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen viele Kredite aufnehmen. Medienberichten zufolge wurden sie teilweise zu höherer Verschuldung gezwungen, weil die Gewinnmargen längere Zeit wegen schwachen Wachstums sowie hoher Steuern und Sozialabgaben sanken. Auch in China sind die Unternehmensschulden hoch, seit 2007 sind sie deutlich angestiegen. Angesichts des großen BIP-Wachstums erscheint diese Entwicklung umso bedrohlicher. Die sehr hohe Verschuldung engt den Handlungsspielraum der chinesischen Unternehmen in der gegenwärtigen Krise ein.
Gleichwohl will Chinas Regierung Banken dazu verpflichten, Unternehmen noch mehr günstige Kredite zu vergeben - was zum einen deren Verschuldung weiter antreiben könnte und zum anderen den Bestand an Problemkrediten in den Büchern der Banken erhöhen könnte. Beobachter sehen daher die Stabilität des chinesischen Bankensystems in Gefahr.
Übrigens: In Schwellenländern wie Indien, Brasilien oder Indonesien sind die Unternehmensschulden auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, sie haben in den letzten in den vergangenen Jahren laut Daten der BIZ auch nicht signifikant zugenommen.
Fazit: in der großen Volkswirtschaft Frankreich liegt wie in Italien ein massives Risiko für die Stabilität von Euro und EU
Sowohl von den Staatsschulden als auch von den Unternehmensschulden gehen von Frankreich große Risiken für die Europäische Union und die Stabilität des Euro aus!
Die Welt der Steuerwüsten und Steueroasen
Die Spitzensätze der Einkommensteuer variieren weltweit stark. Vor allem in den OECD-Staaten müssen Großverdiener einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen an den Staat abgeben. Im Schnitt liegt der Spitzensteuersatz hier bei rund 42%. Wie die Statista-Grafik auf Basis der Daten von KPMG zeigt, besteuern die skandinavischen Länder das Einkommen besonders stark. In Finnland ist der Spitzensatz mit 56,95% weltweit am höchsten, gefolgt von Dänemark (56,5%), Japan (55,97%), Österreich (55%) und Schweden (52,85%). Auch Deutschland zählt zu den Hochsteuerländern - hierzulande liegt der Einkommensteuersatz in der Spitze bei 45% und steht damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 37,77%.
Steueroasen hingegen sind auf der arabischen Halbinsel und in der Karibik zu finden. In diesen Ländern existiert häufig keine individuelle Einkommensteuer. Inselstaaten wie die Bahamas, Bermuda und die Cayman Islands sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung über Steuerhinterziehung, da einige Spitzenverdiener ihr Geld auf Konten in diesen Ländern transferieren und somit am Fiskus vorbeischmuggeln. Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung dahingehend im Oman. Nach Jahren ohne individuelle Einkommensbesteuerung plant das Sultanat die Einführung für das Jahr 2022, um weniger von den Öl-Einnahmen abhängig zu sein und die Steuereinnahmen dann für soziale Projekte einsetzen zu können.

Die Schweiz sagt Nein zum EU-Diktat
Am 31.05.2021 hat mit Polen auch der letzte EU-Mitgliedstaat den sogenannten EU-Eigenmittelbeschlussratifiziert. Haben Sie davon in Zeitungen gelesen oder der Tagesschau gehört? Ich denke nicht, weil diese Meldung kaum beachtet wurde. Die Folgen dieser Zustimmung sind für alle EU-Bürger und Steuerzahler allerdings gravierend. Jetzt kann zusätzlich das bis zu 800 Milliarden Euro teure Programm mit dem schönen Titel „Next Generation EU“ starten.
Die Europäische Union und die EU-Politik bewerten diese Entwicklung als großen Erfolg für die Zukunft Europas. Dabei wird von einer Art „Wiederaufbau“ von Staaten gesprochen, die durch die Corona-Krise schwer getroffen wurden. Fakt ist allerdings, dass Länder wie Italien oder Griechenland schon vor Corona kurz vor dem finanziellen Kollaps standen.
Corona: Das perfekte Alibi für politische Eingriffe in Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Souveränität
Mit dem Argument „Corona“ fließen jetzt die Milliarden viel einfacher, und zwar ohne große Diskussionen oder Abstimmungen in den nationalen Parlamenten. Und auch die Bevölkerung wird nicht gefragt. In Deutschland wird beispielsweise die so stabilitätsrelevante Haushaltsautonomie des Deutschen Bundestags ausgehebelt, indem durch den EU-Eigenmittelbeschluss eine Gemeinschaftshaftung eingeführt wird. Für mich ist das ein Skandal. Verlierer sind die Demokratie, die Souveränität sowie die Vermögensinhaber und Steuerzahler der EU-Mitgliedsstaaten.
Im Bundestagswahlkampf 1998 warb die CDU für die Euro-Einführung mit einem Flyer, in dem stand: „Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein!“. Der Maastrichter Vertrag verbiete, dass EU-Staaten „für die Schulden eines Mitgliedstaates haften“. Was ist dieses Versprechen und dieser Vertrag heute noch wert? Nichts, er wurde mittlerweile hundertfach gebrochen! Die EU ist längst zur Umverteilungsunion mutiert und Deutschlands Bürger haften mit Milliardensummen für andere EU-Länder.
Auch aus der Schweiz kommt aktuell eine Entscheidung mit großer wirtschaftlicher und politischer Tragweite. Nach sieben Jahren zäher Gespräche ist das Rahmenabkommen mit der EU am 26.05.2021 geplatzt, weil die Schweizer Regierung die massiven EU-Eingriffe in die nationale Souveränität als inakzeptabel bewertet. Ich begrüße diesen Schritt ausdrücklich!
Der Blick auf die Steuern in der Schweiz: Steueroase oder Hochsteuerland?
Spitzenverdiener in der Schweiz zahlen je nach Wohnort rund 22 bis 46% Einkommensteuer. Dabei ist die Steuerbelastung gemessen an den Kantonshauptorten in Genf doppelt so hoch wie in Zug. Laut in der Neue Zürcher Zeitung veröffentlichten Daten liegt die Hälfte der Kantone unter dem Landesmittel von 33,8%. Innerschweizerische Steueroasen sind etwa Zug, Appenzell Innerrhoden und Obwalden – hier befindet sich der Spitzensteuersatz sogar unter 25%.
Bei der direkten Bundessteuer werden für Verheiratete Einkommensteile über 145.000 Franken mit dem Höchstsatz versteuert. In den verschiedenen Kantonen greift dieser teilweise erst ab 200.000 bis 300.000 Franken. Laut Pascal Hinny, Professor der Universität Freiburg, ist die Schweiz für Einkommen ab mehreren 100.000 Franken ein “Hochsteuerland”. Für Gutverdiener unter 200.000 Franken Jahreseinkommen hingegen ist die Alpenrepublik auch international attraktiv, dank flacher Progression der Steuersätze.
Die Einkommensteuer spülte zuletzt etwa 55 bis 57 Milliarden Franken pro Jahr in die Kassen von Bund, Kantonen und Gemeinden. Die Corona-Pandemie wird sich in den aktuellen Steuererträge allerdings bemerkbar machen. Mit allzu großen Einbußen ist jedoch nicht zu rechnen, da die Gutverdiener eher als Gewinner der Krise gesehen werden.

Meine Empfehlung: Setzen Sie auf Lösungen aus der Schweiz!
Innerhalb eines fragilen EU-Europas bleibt die schweizerische Eidgenossenschaft eine attraktive Haftungsschutzoase. Vor diesen Rahmenbedingungen widme ich mich aktuell zwei Geheimtipps aus der Schweiz: einer soliden und kundenorientierten Bank und einem neuen Immobilienkonzept.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die Welt im Jahr 2024!
(27.07.20) Der Bundeshaushalt hat sich vorerst von ihr verabschiedet, aber bei den eigenen Finanzen gilt die "schwarze Null" den Deutschen weiterhin als erstrebenswert: Grundsätzlich sehen sie das Schuldenmachen skeptisch. Aber vielen Verbrauchern ist gar nicht klar, dass es sich bei der einen oder anderen Bezahlform überhaupt um Schulden handelt.
Die Deutschen mögen keine Schulden
In einer repräsentativen Umfrage wurden Verbraucher in 13 europäischen Ländern zu ihren Einstellungen und ihrem Verhalten rund um das Thema Schulden (ohne Hypothekenschulden) befragt. Dabei zeigte sich, dass verschiedene Aspekte von Schulden in Deutschland kritischer gesehen werden als anderswo. Umgekehrt sind Konsumenten hierzulande aber stärker als in anderen europäischen Ländern der Auffassung, dass es sich bei diversen kreditbasierten Zahlungsmethoden wie beispielsweise der Verwendung von Kreditkarten gar nicht um Schulden handelt. Weitere Ergebnisse der Umfrage:
Der "klassische" Kredit von einer Bank oder öffentlichen Institution ist die am weitesten verbreitete Art von Schulden. Europaweit nutzen rund 31 Prozent der Befragten ein solches Finanzprodukt (Deutschland: 23 Prozent). An zweiter Stelle steht mit 21 (17) Prozent der Überziehungskredit auf dem Girokonto. Deutsche Verbraucher sind insgesamt überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Schuldensituation. 65 Prozent (europaweit: 55 Prozent) geben an, dass sie sich mit dem Stand ihrer Schulden in einer komfortablen finanziellen Lage befinden oder das sogar noch mit einem höheren Schuldenstand der Fall wäre.
Auch den disziplinierten Deutschen geht ab und zu das Geld am Monatsende aus. 48 Prozent der Befragten hierzulande passiert das "manchmal", "üblicherweise" oder "immer", leicht unter dem europäischen Durchschnitt von 52 Prozent. Immerhin 28 Prozent der Deutschen (europaweit: 23 Prozent) geben aber auch an, dass das bei ihnen nie vorkommt. Dieser Wert liegt vor allem in süd- und osteuropäischen Ländern niedriger.
Fazit: Grundlegend gilt es den Blick nicht nur auf die nationale oder regionale Gegenwart der Schulden und somit der Risiken zu richten, sondern auf die globalen bzw. geopolitischen Entwicklungen, im Hinblick auf die Chancen für Ihr Geld.
Die Welt im Jahr 2024: Wirtschaftsmacht Asien!
Asiatische Länder werden 2024 die oberen Ränge des Weltwirtschaftsrankings einnehmen – das prognostizieren die Experten der World Bank und des IMF. Mit Indien und Indonesien werden sich neben China und Japan noch zwei weitere asiatische Länder in die Top fünf der größten Ökonomien einreihen. Folglich werden vor allem europäische Länder im Ranking fallen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt.

Der Demografische Wandel wird für die westliche Welt zur großen Herausforderung
Chinas Bruttoinlandsprodukt wächst seit den 1990ern steil an – selbst während der aktuellen Corona-Krise meldet die Volksrepublik nach kurzem Einbruch wieder ein rasantes Wirtschaftswachstum. Zudem tragen Chinas multinationale Konzerne wie Huawei und Alibaba zur starken Wirtschaft bei. Laut Angaben des World Economic Forum ist das Wachstumspotenzial in den Südostasiatischen Staaten groß - sie erwarten in den nächsten Jahren eine deutliche Vergrößerung des Arbeitsmarktes in Indonesien, Malaysia und den Philippinen.
Europäische Volkswirtschaften leiden vor allem am demographischen Wandel. Die alternde Gesellschaft belastet die Sozialkassen und schmälert die Arbeitskraft auf dem Markt. Aus diesen Gründen ist beispielsweise Deutschland in vier Jahren nur noch die siebtgrößte Volkswirtschaft weltweit.
Fazit: Für Sie als Privatanleger bedeuten diese Rahmenbedingungen und Herausforderungen: Globalisieren und Digitalisieren Sie Ihre Vermögenswerte! Diese Maxime vernachlässigen zu viele Deutsche bzw. Europäer, wie die nachfolgenden Zahlen belegen.
Deutsche sitzen auf einem Berg von Geld!
Die Deutschen halten mehr Geld als je zuvor auf dem Girokonto. Mit mehr als einer Billion Euro erreicht das Girovolumen im April 2020 hierzulande ein historisches Rekordhoch und hat sich damit seit dem Jahr 2013 verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuell erschienene Analyse des Fintech-Unternehmens Deposit Solutions. Mindestens 42 Prozent des Gesamt-Geldvolumens auf deutschen Konten – über 14.000 Euro pro Bundesbürger – bleiben damit unverzinst.
Ein großer Teil der Ersparnisse der Deutschen bleibt somit unverzinst auf dem Girokonto liegen, statt zinsbringend auf Tages- oder Festgeldkonten angelegt zu werden. Damit entgehen den Sparern Jahr für Jahr Erträge – auch in Zeiten von Niedrigzinsen oder gar Negativzinsen. Klar im Vorteil sind Kunden, deren Bank es ihnen ermöglicht, höher verzinste Tages- und Festgeldprodukte anderer Institute ganz einfach über das bestehende Konto zu nutzen. In Deutschland bieten unter anderem Institute wie Deutsche Bank, Hamburger Sparkasse und zahlreiche genossenschaftliche Banken ihren Kunden eine solche Lösung an.

Heterogener Einlagenmarkt zum Nachteil von Banken und Sparern
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seinem Giro-Anteil im Mittelfeld. Während Niederländer und Franzosen mit 17 bzw. 33 Prozent wesentlich weniger Geld auf Girokonten halten, ist der Giroanteil in Italien und Spanien mit 67 bzw. 80 Prozent am höchsten. Auch bei der Nutzung von Sicht- gegenüber Termineinlagen lassen sich zwei Lager in Europa unterscheiden: Deutsche, Italiener und Briten tendieren dazu, ihr Geld flexibel auf Giro- oder Tagesgeldkonten zu halten.
Nur rund ein Drittel ihres Geldes liegt an Fristen gebunden auf Festgeld- oder Sparkonten. Franzosen dagegen legen zwei Drittel ihres Geldes fest an und halten nur ein Drittel flexibel abrufbar auf Giro- oder Tagesgeldkonten. Die Analyse von Deposit Solutions zeigt, dass die Verteilung der Ersparnisse zwischen verzinslichen und unverzinslichen Konten in den einzelnen Ländern stabil bleibt, im Vergleich von Land zu Land jedoch stark variiert. Unterschiedliche Sparpräferenzen wirken sich dabei auch auf die Einlagenfinanzierung der Banken in Europa aus.
Für Banken aus Ländern, in denen die Menschen nicht von sich aus auf Sparkonten setzen, ist die Finanzierung über Einlagen teurer als sie sein müsste. Um diese Herausforderung zu lösen, treibt Deposit Solutions die Entwicklung hin zu einem europäischen Einlagenmarkt weiter voran – damit Banken Kundeneinlagen über Ländergrenzen hinweg einsammeln und Sparer über ihre heimische Hausbank europaweit Zinsangebote nutzen können. Als neue Infrastruktur für einen offenen Einlagenmarkt verbindet die Plattform schon heute mehr als 150 Banken aus 20 europäischen Ländern.
Fazit: Meine favorisierten Banken im Bereich von Tagesgeld- und Festgeldkonten kommen dabei aus dem Königreich Norwegen.
Generation Rentenangst: Deutsche um 40 Jahre!
zwei Meldungen zur Rente sorgen derzeit für Schlagzeilen: Seit Anfang des Monats bekommen die Ruheständler in Deutschland mehr Geld, und der Bundesfinanzhof könnte noch in diesem Jahr die Steuerpflicht für Rentner kippen. Gute Nachrichten für die ängstlichen Deutschen: Denn mehr als die Hälfte der Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter glaubt, im Rentenalter Abstriche machen zu müssen.
Das ergab eine Umfrage des digitalen Versicherungsmanagers CLARK zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov. Besonders pessimistisch blicken Menschen zwischen 35 und 44 Jahren in die Zukunft: Jede/r zweite Befragte dieser Altersgruppe fürchtet, über den Renteneintritt hinaus arbeiten zu müssen.
Besonders alarmierend: Über alle Altersgruppen hinweg hält es jede/r vierte Befragte für wahrscheinlich, dass das Rentensystem in Deutschland zusammenbricht. Vor allem die 35- bis 44-Jährigen sowie die 25- bis 34-Jährigen gehen von dieser Prognose aus: In diesen Altersgruppen glauben mehr als vier von zehn Befragten, dass der Staat ihnen später keine Rente mehr zahlen kann. Zum Vergleich: Menschen über 55 gehen mehrheitlich davon aus, eine Rente zu erhalten (56 Prozent).
Private Vorsorge mit Luft nach oben
Trotz dieser Ängste planen die Deutschen ihre Altersvorsorge nur zögerlich: Durchschnittlich jeder fünfte Befragte der CLARK-Studie gibt an, sich noch nicht um seine Altersvorsorge gekümmert zu haben. Immerhin: Ebenso viele Befragte verfügen über eine betriebliche Altersvorsorge. Rund ein Drittel der Befragten hat eine klassische private Rentenversicherung abgeschlossen.
Die Riester-Rente dagegen ist bei den Deutschen nicht besonders beliebt: Nur 18 Prozent der Befragten "riestern" noch. Die gesetzliche Rente reicht für viele nicht aus, um ihren gewohnten Lebensstandard zu halten. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Altersvorsorge hilft langfristig, den Lebensabend finanziell realistisch zu planen.
Junge Menschen träumen von Betongold statt Bitcoin
Der Immobilienboom der vergangenen Jahre hat offenbar dazu beigetragen, dass die Deutschen den Besitz einer Wohnung oder eines Hauses mit Blick auf das Alter als erstrebenswert erachten. Zwar nennen lediglich 16 Prozent eine Immobilie zur Altersvorsorge ihr Eigen. Aber 27 Prozent halten Immobilienbesitz für den besten Ansatz, um eine drohende Rentenlücke zu schließen.
Besonders die Jüngeren neigen zu dieser Einstellung: Bei rund einem Drittel aller Befragten zwischen 18 und 44 stehen Immobilien besonders hoch im Kurs. Auf den ersten Blick ist das Eigenheim ein guter Grundstein für die Absicherung im Alter. Aber aufgrund laufender Kosten, zum Beispiel für die Instandhaltung, und der Abhängigkeit vom Immobilienmarkt sollten sich Verbraucher im Alter nicht ausschließlich auf ihr Eigenheim verlassen. Es ist daher ratsam auf mehrere verschiedene Altersvorsorgeprodukte zu setzen.
Fazit: Hier bieten Ihnen Digitale Immobilien-Investments eine attraktive wie intelligente Alternative bzw. Ergänzung!
Apropos Kurs: Das vergleichsweise aggressive Marketing von Bitcoin-Anbietern prallt an den Deutschen bislang ab. Nur 2 Prozent der Befragten hält Bitcoin für ein geeignetes Instrument der Altersvorsorge so die Studie!
Fazit: Darin sehe ich persönlich gerade eine große Chance rund um Bitcoin, Cryptocoins, FinTech & Co.
Bedrohlicher Gender-Gap
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage betrifft Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 40 Prozent der Frauen können oder wollen keine Aussage darüber machen, wie sich Rentenlücken am besten schließen lassen. Bei den Männern sind es 28 Prozent. Ähnlich groß ist der Gender-Gap bei der Frage, ob nach Renteneintritt ein Job notwendig werden könnte: 39 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer gehen davon aus.
Außerdem scheuen Frauen eher als Männer vor Vorsorgestrategien zurück, die potenziell mit höheren Risiken einhergehen. Halb so viele Frauen wie Männer nutzen für die Altersvorsorge beispielsweise Aktien (13 Prozent), fondsgebundene Rentenversicherungen (7 Prozent) oder ETFs (6 Prozent).
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die Schuldenfreiheitsoase Nr. 1!
(19.06.19) Heute wieder einmal ein aktueller und sehr intensiver Blick auf das Herz unseres derzeitigen Geldsystems: Die Geldschöpfung auf Basis von Kreditvergaben durch Notenbanken und Geschäftsbanken, die durch Staatsschulden "gedeckt" werden, für die Staatsbürger wiederum haften und in diesem Kontext in Erinnerung an Henry Ford:
„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh!“
Die drei großen Wirtschaftsblöcke USA, China und EU sind unterschiedlich stark verschuldet. Wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, sind die USA am Bruttoinlandsprodukt gemessen am höchsten verschuldet, mit zuletzt leicht rückläufiger Tendenz, dank der künstlichen FED-Niedrigzinspolitik. Chinas Verschuldung von zuletzt 50,5 Prozent erscheint moderat, allerdings ist die Verschuldung in den letzten zehn Jahren um rund 87 Prozent gestiegen, obwohl sich das Bruttoinlandsprodukt Chinas innerhalb der letzten zehn Jahre fast verdreifacht hat.
In der Europäischen Union ist die Verschuldung in Relation zum BIP seit 2015 ebenfalls rückläufig aufgrund der EZB-Negativzinspolitik, jedoch noch immer 20 Prozentpunkte über dem Niveau von 2008. Vor allem Griechenland, Italien, Portugal und Belgien mit Werten von über 100 Prozent treiben den Durchschnitt nach oben. Aber auch Frankreich, Spanien und Zypern haben eine hohe Verschuldung von jeweils über 90 Prozent.

EZB-Statistik: Das Sterben der Banken geht weiter!
Unser Geldsystem und die Geldschöpfung ist derzeit noch unmittelbar mit den Geschäftsbanken verbunden. Aber was passiert hier in der Todesspirale zwischen künstlicher Nullzinspolitik und voranschreitender Digitalisierung?
Die Europäische Zentralbank EZB hat aktuell eine sehr interessante Statistik veröffentlicht, die mich in meinen Aussagen und Empfehlungen mehr als bestätigt. Ich spreche vom größten Umbruch in der Geschichte der Bankenbranche, indem wir uns derzeit befinden. Banken müssen sich immer häufiger mit anderen Kreditinstituten zusammenschließen und ihr Filialnetz weiter reduzieren: Fusionieren um zu überleben!
Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der mit Meilenstiefeln voranschreitenden Digitalisierung der Finanzdienstleistungsindustrie. Deswegen habe ich für Sie bei Kapitalschutz vertraulich bereits vor Jahren die Rubrik „Geldsysteme der Zukunft“ eingeführt.
Allianz-Chef: Es ist alles wunderbar in Japan?
Nach Einschätzung von Andreas Utermann könnte die aktuelle Niedrigzinsphase noch 30 Jahre weiter andauern. Sie fragen sich jetzt vermutlich, wer ist eigentlich Andreas Utermann? Das ist immerhin der Chef des Vermögensverwalters und Fondsgiganten Allianz Global Investors. Sein Unternehmen verwaltet rund 535 Milliarden Euro für institutionelle wie private Anleger. Darunter selbstverständlich auch Versicherungsgelder des Mutterkonzernes der Allianz AG. Als Grund für die nachhaltig niedrigen Zinsen sieht Utermann die Rohstoffe, bei denen es seit der letzten Finanzkrise im Jahr 2008 keine Phase mit längerfristig hohen Preisen mehr gab.
Dadurch hätten sich die „Auf und Abs“ der Wirtschaft abgeschwächt, Inflation und Zinsen bleiben niedrig. Zudem hätten es die Notenbanken geschafft, die Inflation zu kontrollieren, weil sie unabhängiger von der Politik sind als früher. Utermann nennt ausgerechnet das demographisch überalterte und finanziell hochverschuldete Japan als Vorbild. Wörtlich sagt er in einem Interview mit der Zeitschrift „Capital“:
Originalzitat von Andreas Utermann gegenüber „Capital“:
"Ich bin oft in dem Land und kann sagen: Es ist alles wunderbar in Japan. Den Menschen geht es nicht schlecht, nur weil das Wachstum niedrig ist. Gleichzeitig ist die niedrige Inflation gut für die Mehrheit der Menschen, weil viele Bürger Geld vom Staat erhalten. Diese Leistungen werden in der Regel nicht erhöht, wenn die Inflation steigt. Wir wollen also eigentlich niedrige Inflation und die damit einhergehenden niedrigen Zinsen."
Fazit: Nullzinsen bis zum totalen Kaufkraftverlust oder der nächsten Währungsreform!
Für mich ist es wirklich erschreckend lesen zu müssen, dass der Chef eines so wichtigen deutschen Vermögensverwalters ein Land lobt, in dem mehr Windeln für Erwachsene verkauft werden als für Babys, und das mit einer Staatsverschuldung von 260% des Bruttoinlandsprodukts am ökonomischen Abgrund steht!
Schützen Sie sich vor diesen mittlerweile mehr als bedenklichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Verlassen Sie sich nicht auf den Staat, sondern setzen Sie jetzt eigenverantwortlich auf Ihre Finanzielle Selbstverteidigung.
BLOG: Vermögensverwaltung: Bankplatz Liechtenstein unter der Lupe!
Die Zahl der EU-Bankfilialen ist im Jahr 2018 um weitere -7,5% zurückgegangen
Auf Basis der aktuell veröffentlichten Zahlen der EZB ist die Zahl der Bankfilialen innerhalb der Euro-Zone im Jahr 2018 um durchschnittlich -7,5% zurückgegangen. Auch die Zahl der Bankangestellten ist mit -2,3% rückläufig. Auf Basis der EZB-Daten gab es Ende 2018 innerhalb der Europäischen Union noch etwas mehr als 135.000 Bankfilialen. 2017 waren es noch über 143.000 Bankfilialen. Noch deutlicher wird dieser Umbruch, wenn man einen Vergleich mit den Zahlen des Jahres 2014 anstellt.
Damals lag die Zahl der EU-Bankfilialen bei rund 160.000. Innerhalb von nicht einmal 5 Jahren wurden somit rund 25.000 Bankfilialen geschlossen. Die Entwicklungen im Hinblick auf das Bankensterben bzw. die Filialschließungen in Deutschland bewegen sich ziemlich genau im Durchschnitt. Zum Jahresende 2018 gab es in Deutschland noch 27.900 Bankfilialen. Das sind 2.100 weniger als im Jahr zuvor.

Die Bank der Zukunft ist eine App - der Berater ein Algorithmus!
Dieser Trend wird mit noch höherer Dynamik weitergehen, getreu meiner Prognose: Die Bankfiliale der Zukunft - die Sie auch heute schon nutzen können und sollten - ist eine mobile Anwendung, eine Applikation (App) auf Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch. Weiterführendes hierzu auf unserem Themen-Portal www.krypto-x.biz
Unser Weltfinanzsystem basiert auf ungedeckten Schulden und ist todkrank!
Banken sterben und Schulden explodieren. Das sind die Rahmenbedingungen in der Finanzwelt, in der wir aktuell leben. Unser derzeitiges Geldsystem ist todkrank.
Beispiel: Inzwischen sind die Renditen der fünfjährigen Griechenland-Anleihen auf 2,17 Prozent gefallen und damit unter die 2,29 Prozent, die US-Titel mit gleicher Laufzeit abwerfen. Fakt: Das total überschuldete Griechenland kann sich jetzt also günstiger verschulden, als die USA!
Schuldenexplosion: Weltweit gibt es jetzt nur noch 10 AAA-Länder!
Die Ratingagentur S&P Global hat das Fürstentum Liechtenstein aktuell erneut mit der Bestnote AAA - bei gleichzeitig stabilem Ausblick - bewertet. Damit gehört der feine Zwergstaat im Herzen Europas weiterhin zu den letzten zehn Ländern der Welt, die derzeit noch das höchste Rating AAA erhalten haben. Diese Entscheidung ist vollkommen berechtigt, weil das schuldenfreie Fürstentum, im Gegensatz zu Staaten wie Deutschland, keine Haftungsverpflichtungen für andere Länder hat. Liechtenstein ist kein Mitglied der fragilen Europäischen Union. Einer faktischen Haftungs- und Umverteilungsunion.
Auf Basis einer Medienmitteilung von S&P wurde die erneute Vergabe der Top-Ratingbewertung damit begründet, dass die Regierung mit positiven politischen wie wirtschaftlichen Ergebnissen und der guten Vermögenslage der öffentlichen Haushalte des Landes glänzt. Der Finanzplatz Liechtenstein setzt die internationalen Regulierungsanforderungen proaktiv um und arbeitet mit den internationalen Organisationen zusammen. Die Wirtschaft ist im Vergleich mit anderen Kleinstaaten sehr breit aufgestellt.
Liechtenstein: Der weltweit einzige AAA-Staat frei von Staatsschulden
Dank dem Europäischen Wirtschaftsraum EWR und der Währungs- und Zollunion mit der Schweiz verfügt das Fürstentum Liechtenstein sowohl über einen Zugang zum EU-Binnenmarkt als auch zum Schweizer Wirtschaftsraum. Die Politik agiert vorausschauend, solide, rechts- und planungssicher und somit sehr wirksam. Das AAA-Rating bestätigt die Attraktivität und die Stabilität Liechtensteins als Wirtschaftsstandort. Derzeit wird beispielsweise mit Hochdruck am neuen Blockchain-Gesetz gearbeitet.
Die solide und schlanke Regierung aus dem Fürstentum Liechtenstein zeigt auf, wie wichtig eine vorausschauende Politik und gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sind. Weltweit gibt es jetzt nur noch zehn Länder, welche die Bestnote AAA durch S&P Global erhalten haben. Darunter befinden sich beispielsweise Deutschland, die Schweiz oder Singapur. Der große Vorteil und Unterschied den Liechtenstein hier zu bieten hat lautet: Das Fürstentum ist der einzige AAA-Staat, der keine Staatsschulden hat. Fazit: Das Fürstentum Liechtenstein ist AAAA!
Die Schuldenfreiheitsoase Nr. 1!
auf Basis von Zahlen des Branchenverbands Institute of International Finance (IIF) ist der weltweite Schuldenberg im vergangenen Jahr 2018 um 3,3 Billionen US-Dollar auf den Rekordwert von 248 Billionen US-Dollar gestiegen. Das entspricht einem Wert von rund 317 Prozent der jährlichen Leistung der Weltwirtschaft, was in der Nähe des Rekordhochs liegt, trotz teilweiser „Entschuldung“ oder besser gesagt Enteignung der Bürger und Sparer durch Negativzinsen.
Das ist nicht nur eine gigantische Bürde, sondern ein Damoklesschwert für die Weltwirtschaft. Eine wohltuende Ausnahme stellt in diesem Schulden-Wahnsinn das kleine, feine und schuldenfreie Fürstentum Liechtenstein dar.
Das Fürstentum Liechtenstein verbuchte auch 2017 einen Haushaltsüberschuss
Im Jahr 2017 konnte der Staatssektor Liechtensteins einen finanziellen Überschuss in Höhe von knapp 189 Millionen Franken verbuchen. Dies entsprach in etwa 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts desselben Jahres. Im Jahr zuvor war der Haushaltsüberschuss leicht höher ausgefallen.
Der Finanzstatistik 2017 des Amts für Statistik (AS) zufolge hatte der Staatssektor Liechtensteins 2017 Einnahmen in Höhe von 1,712 Milliarden Franken verbucht. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 1,4 Prozent. Mit 51,1 Prozent machten Steuern 2017 den größten Teil der Staatseinnahmen aus.
Staat Liechtenstein: 8 Milliarden Schweizer Franken Reinvermögen!
Den Einnahmen des liechtensteinischen Staates standen im Berichtsjahr Ausgaben in Gesamthöhe von 1,523 Milliarden Franken gegenüber. Sie lagen damit um 2,0 Prozent über den Ausgaben im Jahr zuvor und leicht über dem Mittelwert der Jahre 2013 bis 2017. Unterm Strich verblieb 2017 ein positiver Finanzierungssaldo von 188,7 Millionen Franken.
Mit 490,3 Millionen Schweizer Franken (CHF) wurde 2017 knapp ein Drittel der Staatsausgaben für Sozialleistungen an private Haushalte aufgewendet. Im Jahr zuvor hatte Liechtenstein 476,7 Millionen Franken für Sozialleistungen ausgegeben. Im Mittel der Jahre 2013 bis 2017 beliefen sich die Aufwendungen für Sozialleistungen auf 470,3 Millionen Franken.
Das Reinvermögen des Staates belief sich Ende 2017 auf rund 7,8 Milliarden Franken. Es lag damit um 700 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Dabei konnten sowohl die Bilanzen der öffentlichen Sozialversicherungen als auch die der Gemeinden einen Vermögenszuwachs gegenüber 2016 verbuchen. Auch auf Landesebene stieg das Reinvermögen im Jahresvergleich an. Das sind Rahmenbedingungen, die sich sowohl Bürger als auch Investoren wünschen!
Deutschlands Bürger haften auch für die Fehlentwicklungen in Italien mit!
Ich lese darüber hinaus häufiger, dass die Verschuldungssituation in Deutschland ja gar nicht so schlimm ist, weil die Bundesrepublik sogar Schulden abbaut. Das ist aufgrund der künstlichen Negativzinspolitik auf dem Rücken der Bürger und Steuerzahler in der Tat so. Allerdings wird vergessen, dass Deutschland aufgrund des ESM für die Schuldenorgien anderer EU-Länder mithaftet, beispielsweise für Italien. Italien ist das wirtschaftliche Sorgenkind unter den EU-Ländern.

Die Regierung Italiens möchte u.a. die Rentenreform zurückbauen und die Steuern senken. Finanziell sind das schwierige Unterfangen - denn wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, hat die Staatsverschuldung in Relation zum BIP bereits im Jahr 2014 die 130-Prozent-Marke gerissen, Tendenz weiter steigend. EU-weit haben nur die Griechen eine höhere Verschuldung (rund 174 Prozent des BIP). Die Wirtschaft Italiens wächst auch zuletzt auch immer schwächer. Aktuellen Zahlen des IWF zufolge liegt das Wachstum nur noch bei 0,1 Prozent.
Fazit: Staatsbürger, Steuerzahler und Vermögensinhaber bürgen für Ihren Staat!
Am Ende des Tages, oder besser gesagt am Ende der weltweiten Schuldenorgien müssen sich die Bürger, Steuerzahler und Vermögensinhaber bewusst sein, dass sie die Zeche bezahlen werden. Staatsbürger heißen deswegen Staatsbürger, weil sie für den Staat bürgen. Das gilt grundlegend weltweit. Aber im Besonderen für die EU, hier haften Deutschlands Bürger auch für die griechischen oder italienischen Staatsschulden mit.
Haftungsschutzoasen: Schaffen Sie sich jetzt ein zweites Standbein außerhalb der EURO- und EU-Systeme!
Eine Kapitalanlage im Ausland hat nichts mit einer pauschalen Steuerhinterziehung gemein und ist nicht verboten, solange alle Erträge ordnungsgemäß deklariert werden. Ich empfehle keine Steueroasen, sondern Haftungsschutzoasen. Ich bin seit vielen Jahren aufgrund der politischen Stabilität, verbunden mit dem hohen Schutz der Eigentums-, Bürger- und Freiheitsrechte, ein großer Freund von Banken mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Kanada. Ich zeige Ihnen fortlaufend solide Banken aus diesen Ländern, zur sicheren Optimierung Ihrer Liquiditätsreserven und Vermögenswerte, außerhalb der EU-Systeme.
Weil die Risiken der EU-Bankenunion längst auch Ihr Konto und Wertpapierdepot bei einer EU-Bank bedrohen. Ich zeige Ihnen beispielsweise etablierte Anbieter-Empfehlungen für das Fürstentum Liechtenstein vom Edelmetallhändler über Zollfreilager bis hin zu Banken und bankenunabhängigen Vermögensverwaltern. Für ein solides und sicheres Standbein Ihres Geldes, außerhalb der EURO- und EU-Systeme.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Der Bargeld-Automat stirbt!
(20.08.2018) Vor über 50 Jahren wurde am 27. Mai 1968 der erste Geldautomat in Deutschland von der Kreissparkasse Tübingen der erste Geldautomat in Betrieb genommen. Die Sparkassen verfügen auch heute noch über das dichteste Netz an Geldautomaten, die – derzeit noch – mit Abstand beliebteste Bargeldquelle in Deutschland. 84 Prozent der Deutschen versorgen sich an Geldautomaten mit Bargeld. 14 Prozent der Bankkunden gehen dafür immer noch zum Bankschalter, allen voran um größere Geldbeträge abzuheben.
Die restlichen 2 Prozent nutzen für Bargeldtransaktionen die Funktion „Point of Sale“. Allen voran die Möglichkeit der Bargeldabhebung an der Kasse eines Supermarktes. Am Bankschalter werden durchschnittlich 447 Euro abgehoben, am Geldautomat 189 Euro und am Point of Sale derzeit lediglich 87 Euro.
Das Filialsterben und die Bargeldabschaffung werden auch zum Sterben der Geldautomaten führen!
EU-weit stehen die meisten Geldautomaten je Einwohner in Belgien mit 1.548 Stück je 1 Million Einwohner. Deutschland liegt auf Rang 7 mit 1.035 Geldautomaten. In den – im Hinblick auf die grundlegende Digitalisierung und die spezielle Digitalisierung des Geldes sehr fortschrittlichen – Ländern Skandinaviens sind Geldautomaten bereits seit Jahren stark rückläufig. Hier hat längst das Smartphone den Geldautomaten abgelöst.
Grundsätzlich ist der Trend, bzw. die Dynamik hin zu Geldautomaten mittlerweile stagnierend, oder in bestimmten Regionen rückläufig. Weil Banken immer mehr Filialen mit Menschen schließen und in diesem Zusammenhang auch Geldautomaten weiter abbauen. Zur 50-jährigen Geschichte der Geldautomaten werden mit Sicherheit keine weiteren 50 Jahre dazukommen. So wie das Filialsterben bei den Banken in vollem Gange ist, hat auch das Sterben der Geldautomaten längst begonnen.

Die Geldautomatenbranche steht vor einem massiven Umbruch – Diebold Nixdorf steht vor dem Aus
Aktuell gibt es ein sehr gutes Beispiel, dass diese Entwicklungen eindrucksvoll verdeutlicht. Der Geldautomatenhersteller Diebold Nixdorf (Bild) ist mittlerweile so stark angeschlagen, dass das Unternehmen zum Verkauf steht. Diebold Nixdorf ist nach NCR die Nr. 2 der Geldautomatenhersteller.
Die existenzbedrohende Lage wird deutlich am Aktienkurs des Unternehmens, der um über 85 Prozent eingebrochen ist. Bargeld hat keine Zukunft, Bargeld-Automaten haben somit auch keine Zukunft. Unternehmen wie Diebold Nixdorf müssen sich daher grundlegend wandeln. Von einem Geldautomatenhersteller zu einem Software- und Dienstleistungsanbieter.
Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, auf die Herstellung von Automaten für digitale Währungen zu konzentrieren. Diese boomen im Gegensatz zu den klassischen Bargeld-Automaten. Es gibt mittlerweile bereits über 5.000 Bitcoin-Geldautomaten (ATMs). Dennoch bin ich der Ansicht, dass Automaten grundlegend nur ein Zwischenschritt sind. Die Digitalisierung wird auch zahlreiche Automaten ersetzen, weil die Funktionalitäten schlicht direkt in Smartphones integriert werden können.
Die Banken und Geldautomaten der Zukunft sind Applikation (Apps) auf Ihrem Smartphone!
Wer in Deutschland Online-Banking auf dem Smartphone oder einem Tablet nutzt, verschafft sich dort – zumindest derzeit noch – vor allem einen Überblick über seinen Kontostand. Nur eine Minderheit nutzt bislang Mobilgeräte dazu, Geld zu überweisen, Wertpapiere zu kaufen oder gar einen Kredit zu beantragen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom vor kurzem durchgeführt hat. Dabei gaben 95 Prozent der Bundesbürger, die Online-Banking mit Smartphone oder Tablet nutzen, an, dass sie auf dem Gerät ihren Kontostand prüfen.
Zwei Drittel (69 Prozent) lassen sich auf das Mobilgerät Benachrichtigungen schicken, wenn etwa das Gehalt auf dem Konto eingegangen ist oder sie ihr Konto überzogen haben und Dispo-Zinsen fällig werden. Aber nur rund jeder Dritte führt Überweisungen mit Smartphone oder Tablet durch (34 Prozent) oder richtet Daueraufträge ein oder verändert sie (29 Prozent). Jeder Vierte (24 Prozent) kauft oder verkauft Wertpapiere, 15 Prozent nutzen Mobilgeräte um sich per Mail oder Live-Chat zu ihren persönlichen Finanzen beraten zu lassen.
Digitalisierung: Banking-Apps werden auch in Deutschland zunehmend beliebter
Aktuell nutzen drei von fünf Bundesbürgern (62 Prozent) Online-Banking. Mehr als jeder Dritte von ihnen (39 Prozent) setzt dafür auch Smartphones oder Tablets ein. Die Mehrheit hat dazu die App ihrer Bank installiert (55 Prozent). 7 Prozent setzen auf kostenpflichtige Apps von Drittanbietern, die meistens die Konten verschiedener Banken verwalten können und Zusatzfunktionen wie eine Übersicht der Finanztransaktionen nach Ein- und Ausgabearten anbieten. 2 Prozent nutzen kostenlose Apps von Drittanbietern.
Immerhin zwei von fünf Mobile-Bankern (39 Prozent) geben derzeit noch an, dass sie gar keine App benutzen, sondern die mobile Website ihrer Bank. Interessant ist vor mich vor allem die Schlussfolgerung der Bitkom-Studien-Ersteller, dass heute das Smartphone vor allem dazu genutzt wird, mal schnell den Kontostand zu checken. Morgen hingegen wird das Smartphone eine vollwertige, rund um die Uhr erreichbare Bankfiliale in der Hosentasche sein. Ich teile diese analytische Einschätzung zu 100 Prozent!
Mobile Banking bringt Ihnen als Verbraucher eine Menge Vorteile
Mit dem Smartphone lässt sich beispielsweise eine Rechnung abfotografieren und der fällige Betrag bequem überweisen, ohne eine einzige Eingabe erforderlich wird. Dank der biometrischen Sicherheitsfunktionen der heutigen Smartphones wie dem Fingerabdruckscanner ist das nicht nur bequem, sondern auch extremst sicher. Die von den klassischen, konventionellen Kreditinstituten gewohnten Dienstleistungen und teuren Gebühren werden stark zunehmend in den Schatten gestellt durch FinTechs. Apps, also Applikationen auf mobilen Endgeräten sind die Geld- bzw. Bankautomaten der Zukunft.
Diese stehen nicht mehr in Filialen, sondern befinden sich auf Ihrem Smartphone in Ihrer Hosentasche oder Ihrer Handtasche. Ich bin seit vielen Jahren aufgrund der politischen Stabilität, verbunden mit dem hohen Schutz der Eigentums-, Bürger- und Freiheitsrechte, ein großer Freund von Banken – außerhalb der Europäischen Union – mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Kanada. Deswegen werfe ich nachfolgend in diesem Kontext auch einmal einen detaillierten Blick auf die Rahmenbedingungen und Entwicklungen bei unseren eidgenössischen Nachbarn.
Bargeld: Die Entwicklungen in der Schweiz!
Es steht außer Frage, dass sich das Bargeld und damit einhergehend auch klassische Bankdienstleistungen und Bankfilialen auf dem Rückzug befinden. Die Diskussion um eine Abschaffung des Bargelds hat insgesamt deutlich an Fahrt gewonnen. Europäische Staaten wie Frankreich untermauern ihre gesetzlich festgelegte Barzahlungshöchstgrenze von nur noch 1.000 Euro mit dem Kampf gegen Steuerhinterziehung und Kriminalität. Der EZB-Rat hat bereits am 04. Mai 2016 beschlossen, die Ausgabe der größten Euro-Banknote – den 500 Euro-Schein – gegen Ende des Jahres 2018 komplett einzustellen.
Dänemark oder Schweden begründen die Abschaffung von Bargeld mit den hohen Produktions-, Zähl- und Bearbeitungskosten. In den nordischen Ländern Europas hat das elektronische Bezahlen das Zahlen mit Bargeld bereits weitestgehend verdrängt. Die Notenbank Dänemarks hat die Bargeldpflicht abgeschafft und druckt keine neuen Banknoten mehr. Heute werfe ich einen Blick auf die Entwicklungen in unserem Nachbarland, der Schweiz.
Die Schweizer Nationalbank hat – auf freiwilliger Basis – den Umgang der Bürger mit Zahlungsmitteln untersucht
Im Herbst 2017 führte die Schweizerische Nationalbank (SNB) erstmals eine Zahlungsmittelumfrage durch. Ziel der Umfrage ist es, repräsentative Informationen zum Zahlungsverhalten und zur Bargeldnutzung der privaten Haushalte n der Schweiz zu erhalten sowie die zugrundeliegenden Motive zu ermitteln. Im Rahmen der Umfrage gaben rund 2.000 Personen mit Wohnsitz in der Schweiz in einem Interview Auskunft zu ihrem Zahlungsverhalten im Allgemeinen und zur Bargeldnutzung im Besonderen.
Anschließend erfassten die Personen in einem Zahlungstagebuch die von ihnen an sieben aufeinanderfolgenden Tagen getätigten Zahlungen, wobei Betrag, Ort und Zahlungsmittel anzugeben waren. Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen wie Auslagen für Miete oder Versicherungsprämien waren im Tagebuch einmalig separat in aggregierter Form als monatlicher Gesamtbetrag zu notieren. Insgesamt wurden in den Tagebüchern über 22.500 Transaktionen festgehalten.
Die Zahlungsmittelnutzung in der Schweiz ist sehr vielfältig
Insgesamt gibt die Umfrage das Bild einer vielfältigen Zahlungsmittelnutzung durch die privaten Haushalte in der Schweiz wieder. Die Ergebnisse implizieren ein gut funktionierendes Nebeneinander von Bargeld und bargeldlosen Zahlungsmitteln sowie eine hohe Zufriedenheit der privaten Haushalte mit den bestehenden Zahlungsmöglichkeiten. Die an den meisten Zahlungsorten gebotene freie Zahlungsmittelwahl ermöglicht es der Bevölkerung, jeweils das aus individueller Perspektive optimale Zahlungsmittel zu wählen.
Damit ist ein bedeutender volkswirtschaftlicher Nutzen verbunden. Die Tatsache, dass das Publikum im Einzelfall meistens das jeweils bevorzugte Zahlungsmittel wählen kann, ist gleichzeitig Beleg dafür, dass die SNB die beiden gesetzlichen Aufgaben erfüllt, die Bargeldversorgung zu gewährleisten sowie das Funktionieren bargeldloser Zahlungssysteme zu erleichtern und zu sichern.
Im Detail kommt die Zahlungsmittelumfrage 2017 zu folgenden Erkenntnissen:
In der Schweiz wohnhafte Personen ab 15 Jahren nehmen pro Tag durchschnittlich 1,6 Zahlungen vor, wobei sich der Transaktionsbetrag im Durchschnitt auf 41 Franken beläuft. Bei einer Mehrheit der erfassten Transaktionen handelt es sich um Zahlungen unter 20 Franken, während lediglich 2 Prozent der Zahlungen einen Wert von mehr als 200 Franken aufweisen.
Bargeld stellt das von den privaten Haushalten in der Schweiz meistgenutzte Zahlungsmittel dar. Von den erfassten Zahlungen werden 7 Prozent bar abgewickelt. Am Wert gemessen werden demgegenüber 45 Prozent der Ausgaben mit Bargeld getätigt. Dieser Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass Bargeld gerade für die Bezahlung kleiner Beträge von besonders großer Bedeutung ist. Bargeld wird aber auch immer wieder für größere Beträge eingesetzt: 35 Prozent der nicht regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen von mehr als 1000 Franken werden bar beglichen.

Die 1.000 Schweizer Franken Banknote ist sehr beliebt
Die privaten Haushalte greifen für Zahlungszwecke sowohl auf die kleinen als auch die großen Notenstückelungen zurück. Namentlich die 10er- und 20er-Note werden dabei sehr häufig genutzt, aber auch die Beiden größten Stückelungen sind in der Schweiz verbreitet: 40 Prozent der Befragten geben an, innerhalb der vergangenen zwei Jahre mindestens eine 1000er-Note besessen zu haben, bei der 200er-Note beträgt dieser Anteil 66 Prozent.
Die beiden großen Noten sind in erster Linie für weniger oft anfallende, teurere Anschaffungen von Bedeutung – wie beispielsweise Autos, Elektroartikel oder Möbel – sowie für das Begleichen von Rechnungen am Postschalter Neben einem durchschnittlichen Bargeldbestand im Portemonnaie von 133 Franken besitzt die Schweizer Bevölkerung rund zwei verschiedene bargeldlose Zahlungsmittel.
Auch in der Schweiz sind Bezahl-Apps aktuell noch wenig verbreitet
Dabei dominieren die Debit- und die Kreditkarte. Neuartige Bezahlverfahren wie Bezahl-Apps sind im Vergleich dazu noch wenig verbreitet. Die Debitkarte (Maestro/EC-Karte, Postcard) ist in der Schweiz das mit Abstand meistgenutzte bargeldlose Zahlungsmittel. Von den erfassten Transaktionen werden 22 Prozent damit abgewickelt, während der entsprechende Anteil bei der Kreditkarte 5 Prozent beträgt.
Bei neuartigen Bezahlverfahren wie Bezahl-Apps oder kontaktlosen Kartenzahlungen bewegen sich die Nutzungszahlen dagegen auf sehr tiefem Niveau. Weil diese Bezahlverfahren vor allem für Kleinbeträge eingesetzt werden, könnten sie über die Zeit eine interessante Alternative zu Bargeld darstellen. Dem steht jedoch gegenüber, dass rund die Hälfte der Befragten in den nächsten Jahren weiterhin gleich oft bar zahlen will wie heute.
Zahlungsverkehr: Positive Beurteilung der Schweizer für Bargeld und Debitkarten
Dies könnte zur Folge haben, dass nicht Bargeldzahlungen, sondern vielmehr bestehende bargeldlose Zahlungsmittel durch die neuartigen Verfahren abgelöst werden. Die Eigenschaften von Bargeld und Debitkarten als Zahlungsmittel werden als gut bis sehr gut wahrgenommen. Konkret wird Bargeld insbesondere hinsichtlich Akzeptanz und Kosten geschätzt, während die Debitkarte bei der Sicherheit – in Bezug auf mögliche finanzielle Schäden bei Verlust oder Diebstahl – sehr gut abschneidet.
Beide Zahlungsmittel werden von den Befragten als ähnlich einfach und zeitsparend im Einsatz bewertet. Die Wahl des Zahlungsmittels wird zum einen vom Zahlungsbetrag beeinflusst. Bargeld und Bezahl-Apps werden namentlich für die Zahlung von kleinen und mittleren Beträgen eingesetzt, während Debitkarten für Beträge ab 50 Franken und Kreditkarten für Beträge ab 200 Franken vermehrt genutzt werden. Dies zeigt, dass sich die verschiedenen Zahlungsmittel gut ergänzen.

Der Zahlungsort ist ausschlaggebend für die Zahlungsart
Zum anderen unterscheidet sich das bevorzugt gewählte Zahlungsmittel je nach Zahlungsort. Faktoren wie Präferenzen für eine bestimmte Zahlungsweise (bar oder bargeldlos) oder die subjektive Bewertung der Einfachheit des Zahlungsvorgangs prägen die Zahlungsmittelwahl. Gerade die Bewertung der Einfachheit hängt wesentlich vom Zahlungsort ab. Je nach Ergebnis dieser Bewertung bevorzugen die privaten Haushalte daher bei den verschiedenen Zahlungsorten ein anderes Zahlungsmittel.
Dank der hohen Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmittel sowie der guten Verfügbarkeit von Bargeld können die privaten Haushalte in der Schweiz an den meisten Zahlungsorten auch tatsächlich ihr bevorzugtes Zahlungsmittel einsetzen. Die aus dem Ausland bekannten Unterschiede im Zahlungsverhalten zwischen Gruppen mit unterschiedlichen soziodemografischen Merkmalen zeigen sich auch in der Schweiz. Insbesondere die Merkmale Alter und Haushaltseinkommen sind von Bedeutung für Unterschiede in der Präferenz bestimmter Zahlungsmittel sowie für die Wahl des Zahlungsmittels in bestimmten Situationen.
Alter und Einkommen spielen eine große Rolle bei der Bargeldnutzung
Eine überdurchschnittliche Bargeldaffinität weisen besonders Personen ab 55 Jahren und Befragte aus Haushalten mit niedrigem Einkommen auf. Personen im Alter von 15 bis 34 Jahren und aus Haushalten mit hohem Einkommen setzen häufiger auf Kartenzahlungen. Als regionaler Unterschied innerhalb der Schweiz zeigt sich zudem eine höhere Bargeldneigung im Tessin.
Die Bevölkerung in der Schweiz weist insgesamt ein ähnliches Zahlungsverhalten auf wie die Bevölkerung der Eurozone im Durchschnitt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwischen den Ländern der Eurozone markante Unterschiede im Zahlungsverhalten zu beobachten sind. So weisen die deutschsprachigen und südeuropäischen Länder eine deutlich höhere Bargeldnutzung auf als die frankophonen und nördlichen Euroländer. Die Schweiz liegt im Vergleich dazu im Mittelfeld.
Die Schweizer haben Vertrauen in die Wertaufbewahrungsfunktion des Schweizer Franken
Bargeld erfüllt für die privaten Haushalte in der Schweiz neben seiner Funktion als Zahlungsmittel auch eine wichtige Rolle als Wertaufbewahrungsmittel. Es wird von 37 Prozent der Schweizer Haushalte zu diesem Zweck eingesetzt. Eine Mehrheit dieser Befragten gibt an, einen Betrag von unter 1000 Franken aufzubewahren und dabei vorwiegend auf die 100er-Note zurückzugreifen.
Als Motiv für den Einsatz von Bargeld zur Wertaufbewahrung steht die unmittelbare Verfügbarkeit bei Bedarf im Vordergrund. Eine eigentliche Krisenvorsorge oder das anhaltende Tiefzinsumfeld spielen demgegenüber als Motive gegenwärtig eine deutlich untergeordnete Rolle.
Fazit: Die Schweiz kombiniert die Tradition von Bargeld mit der Innovation von E-Geld!
Die Schweiz lässt den Bürgern die höchstmögliche Freiheit die Mittel und Wege zu nutzen, die sie möchten. Im Gegensatz zu zahlreichen EU-Ländern gibt es keine Tendenzen, die Landeswährung des Schweizer Frankens (CHF) aus politischen Gründen – gegen den Willen der Bürger – zu regulieren bzw. zu reglementieren. Die Schweiz hat klar bekräftigt, dass auch die 1000er Schweizer Franken Banknote weiterhin im Umlauf bleibt.
Dadurch haben die Schweizer Bürger auch weit weniger Sorge vor einer Bargeldabschaffung, wie ganz offensichtlich die Bundesbürger. Parallel dazu werden dennoch die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts im Zuge der Digitalisierung des Geldes gefördert. Für mich bietet die Schweiz – und auch das Fürstentum Liechtenstein in dem der Schweizer Franken ebenfalls die Landeswährung ist – somit auch in diesem Kontext ideale, begrüßenswerte Rahmenbedingungen. Auch für Personen die nicht in der Schweiz oder in Liechtenstein wohnen.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com











