Lebensträume brauchen finanzielle Freiheit!
(12.09.26) Eine Weltreise, das eigene Zuhause, eine Familie oder ein finanziell sorgenfreier Ruhestand: Die Lebensträume der Menschen sind so unterschiedlich wie ihre Lebenswege. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass ihre Verwirklichung meist nicht nur Mut, Zeit und Ausdauer, sondern auch finanzielle Handlungsspielräume erfordert.
Gesundheit lässt sich nicht kaufen. Finanzielle Sorgen können die Lebensqualität jedoch erheblich beeinträchtigen. Wer rechtzeitig Rücklagen bildet, Risiken absichert und Vermögen aufbaut, verschafft sich mehr Freiheit bei wichtigen Lebensentscheidungen.
Gesundheit, Reisen und finanzielle Unabhängigkeit
Eine im Januar 2024 veröffentlichte repräsentative Studie von Swiss Life Select untersuchte die Lebensträume und Vorsorgewünsche der Menschen in Deutschland. An der Spitze standen körperliche und psychische Gesundheit mit 44 Prozent, gefolgt von der Möglichkeit zu reisen mit 36 Prozent sowie finanzieller Selbstbestimmung und Unabhängigkeit mit 34 Prozent.
Der Traum vom Eigenheim erreichte 24 Prozent und lag damit praktisch gleichauf mit dem Wunsch nach einer dauerhaften Partnerschaft, den 23 Prozent nannten. Gegenüber der Vergleichserhebung aus dem Jahr 2022 verlor vor allem der Wunsch nach einer Lebenspartnerin oder einem Lebenspartner an Bedeutung: Damals hatte er noch bei 28 Prozent gelegen.
Die Ergebnisse zeigen: Klassische Ziele wie Partnerschaft und Wohneigentum bleiben wichtig. Gleichzeitig gewinnen Gesundheit, persönliche Freiheit und die Möglichkeit, das eigene Leben unabhängig gestalten zu können, an Gewicht.
Der Traum vom Eigenheim bleibt lebendig
Trotz zeitweise stark gestiegener Baukosten, Immobilienpreise und Finanzierungszinsen bleibt Wohneigentum für viele Menschen ein wichtiges Lebensziel. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei jüngeren Erwachsenen: 58 Prozent der 18- bis 34-jährigen Studienteilnehmer nannten den Immobilienerwerb als möglichen Anlass, professionelle Finanzberatung in Anspruch zu nehmen. Über alle Altersgruppen hinweg waren es lediglich 19 Prozent.
Ein Eigenheim kann Sicherheit, Lebensqualität und im Alter eine geringere Abhängigkeit von steigenden Mieten bieten. Es ist jedoch nicht automatisch eine gute Kapitalanlage. Kaufpreis, Eigenkapital, Finanzierungskosten, laufende Belastungen, Instandhaltungsrücklagen, Steuern und die langfristige persönliche Lebensplanung müssen zusammenpassen.
Wer für den Immobilienerwerb seine gesamten Rücklagen einsetzt und sich bis an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit verschuldet, gewinnt möglicherweise Wohneigentum, verliert aber finanzielle Flexibilität. Ein Eigenheim sollte deshalb Teil einer Gesamtstrategie sein – und nicht das gesamte Vermögen binden.
Lebensphasen ändern sich – Finanzpläne häufig nicht
Berufseinstieg, Selbstständigkeit, Heirat, Familiengründung, Immobilienkauf, Erbschaft, längere Arbeitsunfähigkeit oder Ruhestand verändern die finanzielle Situation grundlegend. Dennoch passen viele Menschen ihre Finanzplanung nur selten an neue Lebensumstände an.
Nach der Swiss-Life-Select-Studie überprüften lediglich zwölf Prozent der Befragten ihre Finanzen in einem Abstand von etwa ein bis drei Jahren und passten sie an ihre aktuelle Lebenssituation an. Diese geringe Quote ist problematisch. Versicherungen, Vollmachten, Sparraten, Anlagestrategien und die persönliche Risikotragfähigkeit sollten regelmäßig überprüft werden – und zusätzlich bei jedem bedeutenden Einschnitt im Leben.
Als Anlässe für eine Finanzberatung nannten die Befragten unter anderem den Eintritt in den Ruhestand mit 16 Prozent, eine Erbschaft oder die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit mit jeweils 15 Prozent, einen längerfristigen Arbeitsausfall mit zwölf Prozent sowie wirtschaftliche Veränderungen wie eine steigende Inflation mit zehn Prozent.
Frauen fokussieren die Altersvorsorge, Männer Investments
Wenn sich Menschen beraten lassen, steht die Altersvorsorge an erster Stelle. 38 Prozent wollten dieses Thema besprechen. Bei Frauen lag der Anteil mit 42 Prozent deutlich höher als bei Männern mit 34 Prozent.
Weitere wichtige Beratungsthemen waren selbst genutztes Wohneigentum mit 33 Prozent, Immobilien als Kapitalanlage mit 32 Prozent, die Ermittlung allgemeiner Sparpotenziale mit 27 Prozent, die Optimierung bestehender Sparpläne mit 26 Prozent, Versicherungen mit 25 Prozent und die finanzielle Vorsorge für Kinder mit 22 Prozent.
Auch bei Sachwerten zeigten sich Unterschiede: Für Immobilien als Kapitalanlage interessierten sich 35 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen. Über Sammlerstücke oder Kunstwerke als mögliche Vermögenswerte wollten 22 Prozent der Männer, aber nur elf Prozent der Frauen sprechen.
Solche Unterschiede beschreiben Durchschnittswerte und sagen nichts über den einzelnen Menschen aus. Entscheidend sind nicht Geschlecht oder Alter, sondern Einkommen, Vermögen, Lebensziele, Anlagehorizont und Risikobereitschaft.
Finanzberatung braucht Transparenz
Professioneller Rat kann sinnvoll sein – insbesondere bei komplexen Finanzierungen, Versicherungsfragen, steuerlichen Sachverhalten oder der Altersvorsorge. Anleger sollten jedoch genau unterscheiden, ob sie eine unabhängige, honorierte Beratung oder eine provisionsbasierte Vermittlung erhalten.
Vor einer Entscheidung sollten Interessenten deshalb klären:
- Wie wird der Berater vergütet?
- Welche Abschluss-, Verwaltungs- und laufenden Produktkosten entstehen?
- Welche Interessenkonflikte bestehen?
- Welche Alternativen wurden geprüft?
- Wie flexibel ist das Produkt?
- Welche Folgen hätte eine vorzeitige Kündigung?
- Passt die Empfehlung tatsächlich zur gesamten Vermögenssituation?
Eine Beratung ist nicht allein deshalb gut, weil sie professionell präsentiert wird. Entscheidend sind Nachvollziehbarkeit, Kostentransparenz und die Qualität der empfohlenen Lösung.
Kinder brauchen Zeit statt Girokonto
Besonders wertvoll ist ein langer Anlagehorizont bei der Vorsorge für Kinder. In der Studie vertraten 23 Prozent der Befragten die Auffassung, Eltern sollten für ihre minderjährigen Kinder vorsorgen. Dennoch legte jeder fünfte befragte Elternteil das Geld lediglich auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto zurück. Weitere 13 Prozent setzten auf Bargeld, während 17 Prozent selbst genutztes Wohneigentum als späteres Erbe für ihre Kinder betrachteten.
Girokonto, Tagesgeld und Bargeld eignen sich als Liquiditätsreserve. Für einen Anlagezeitraum von zehn, 15 oder 20 Jahren sind sie als alleinige Strategie jedoch problematisch. Inflation vermindert langfristig die Kaufkraft. Bereits bei einer durchschnittlichen Geldentwertung von zwei Prozent verliert ein unverzinster Betrag innerhalb von 20 Jahren rund ein Drittel seiner realen Kaufkraft.
Wer langfristig für Kinder vorsorgt, sollte deshalb Liquidität, Sicherheit und Renditechancen sinnvoll kombinieren. Breit gestreute und kostengünstige Wertpapieranlagen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend sind Diversifikation, niedrige Kosten, ein langer Anlagehorizont und die Bereitschaft, zwischenzeitliche Kursschwankungen auszuhalten.
Die gesetzliche Rente allein schafft selten Freiheit
Viele Menschen gehen zu Recht davon aus, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstandard vollständig zu erhalten. In der Swiss-Life-Select-Studie nannten die Befragten als zusätzliche Einkommensquellen für den Ruhestand vor allem die betriebliche Altersvorsorge mit 23 Prozent, eine private Zusatzrente mit 19 Prozent, Lebensversicherungen mit 16 Prozent sowie Vermögenserträge aus Zinsen oder Dividenden mit elf Prozent.
Gleichzeitig gab ein Viertel an, bislang über keine zusätzliche Einkommensquelle neben der gesetzlichen Rente zu verfügen. Gerade diese Abhängigkeit birgt ein erhebliches Risiko: Politische Reformen, demografische Veränderungen, Inflation und steigende Sozialabgaben können die reale Versorgung im Alter belasten.
Das jüngere Swiss-Life-Selbstbestimmungsbarometer 2025 unterstreicht die wachsende Unsicherheit. Nur noch 54 Prozent der Menschen in Deutschland fühlten sich grundsätzlich selbstbestimmt; im Vorjahr waren es 57 Prozent. Unter jungen Menschen war das Interesse an Finanz- und Vorsorgewissen besonders groß. Gleichzeitig vertraute nur knapp jeder Sechste darauf, bei finanziellen Engpässen ausreichende staatliche Hilfe zu erhalten.
Vom Lebenstraum zum Finanzplan
Ein Lebenstraum bleibt unverbindlich, solange er weder einen Zeitrahmen noch ein finanzielles Fundament besitzt. Wer seine Ziele verwirklichen will, sollte sie deshalb in konkrete Größen übersetzen:
- Was soll erreicht werden?
- Wann soll das Ziel verwirklicht sein?
- Welches Kapital wird dafür benötigt?
- Welche monatliche Sparrate ist realistisch?
- Welche Risiken könnten den Plan gefährden?
- Welche Rücklagen müssen jederzeit verfügbar bleiben?
- Welche Anlagen passen zum Zeithorizont?
Nicht jeder Traum lässt sich exakt berechnen. Doch ein unvollkommener Finanzplan ist meist wertvoller als gar keiner. Entscheidend ist, früh zu beginnen, regelmäßig nachzujustieren und sich nicht von kurzfristigen Moden oder vermeintlich sicheren Renditeversprechen ablenken zu lassen.
Kapitalschutz heißt selbstbestimmt handeln
Finanzielle Selbstbestimmung bedeutet nicht, vollständig auf staatliche Systeme zu verzichten. Sie bedeutet, die eigene Zukunft nicht ausschließlich von ihnen abhängig zu machen.
Bauen Sie liquide Rücklagen auf, sichern Sie existenzielle Risiken ab und verteilen Sie Ihr Vermögen auf unterschiedliche Anlageklassen, Anbieter, Rechtsräume und Verwahrstellen. Achten Sie auf Kosten, Steuern, Kaufkraft und jederzeitige Verfügbarkeit. Überprüfen Sie Ihre Strategie, sobald sich Ihre familiäre, berufliche oder finanzielle Situation verändert.
Lebensträume verwirklichen sich selten von allein. Wer frühzeitig vorsorgt und selbstbestimmt handelt, vergrößert jedoch die Chance, aus Wünschen konkrete Wirklichkeit werden zu lassen.
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Stabilitätsoase Skandinavien!
(28.04.22) Die Schere zwischen der wirtschaftlichen Stabilität, der Kaufkraft und der damit verbundenen Lebensqualität geht zwischen den Ländern Nord- und Südeuropas weiter auseinander.
In den skandinavischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden leben lediglich 26 Millionen Menschen, die sich überwiegend in den Ballungszentren der großen Metropolen niedergelassen haben. Damit leben lediglich 3 Prozent der Einwohner Europas in skandinavischen Ländern. Schweden ist mit rund 10 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Skandinaviens.
Skandinavien verbindet vor allem die kulturelle Einheit. Die Menschen dieser nordischen Länder haben ein ähnliches Wertesystem, vergleichbare Bräuche und Traditionen, eine gemeinsame Geschichte, sowie in Teilen auch eine ähnliche Sprache. Zu weiten Teilen sind die Länder Skandinaviens von Meer umgeben. Zwischen Finnland, Schweden und Dänemark liegt die Ostsee. Im Norden Norwegens befindet sich die Barentssee. Westlich von Norwegen liegt das Europäische Nordmeer. Und zwischen Dänemark und Norwegen ist die Nordsee.
Skandinavische Länder bieten weltweit mit die höchste Lebensqualität
Finnland, Norwegen und Dänemark teilen sich Landgrenzen. Die Verbindung zu Dänemark führt von Schweden über die Meerenge Öresund. Die Öresundbrücke ist mit 7.845 Metern die längste Schrägseilbrücke der Welt für kombinierten Eisenbahn- und Straßenverkehr. Im Süden grenzt Dänemark an das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein. Deutschland ist somit ein Nachbarland Skandinaviens.
Dänemark und Finnland sind Teil der EU. Finnland hat den Euro als Gemeinschaftswährungen eingeführt. Die Dänische Krone unterliegt dem Wechselkursmechanismus II und ist somit seit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 an diesen gebunden. Schweden hat seine Krone als Landeswährung beibehalten ebenso wie Norwegen das darüber hinaus der EU nicht beigetreten ist. Alle Länder Skandinaviens gehören zu den Ländern der Welt mit dem höchsten Lebensstandard. Aktuelle Wirtschaftsdaten belegen die hohe Widerstandsfähigkeit und Solidität Skandinaviens.
Skandinavien hat Corona sehr gut gemeistert
Dänemark hat die Corona-Pandemie aus wirtschaftlicher Sicht bislang am besten überstanden. Das geht aus einer Analyse von 19 Ländern durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, in die neben dem BIP auch Faktoren wie Arbeitslosenquote, Investitionen oder Schuldenstände eingeflossen sind. Wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, schnitten skandinavische Staaten in der IW-Studie besonders gut ab. Neben Dänemark, zusammen mit Südkorea das einzige Land der Topliste mit einem Rückgang in der Arbeitslosenquote zwischen dem vierten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2021, sind auch Schweden und Norwegen in den Top 6 vertreten.
Während Schweden sich diesen Platz vor allem durch die Zunahme an staatlichen Investitionen um 9,2 Prozent erarbeiten konnte, dürfte die Platzierung Norwegens dem um fast fünf Prozent gestiegenen Haushaltseinkommen und der Reduzierung des Schuldenstands geschuldet sein. Ersteres ist auch für den sechsten Platz der Schweiz verantwortlich, obwohl das Land hinsichtlich der restlichen Indikatoren eher im Mittelfeld der 19 untersuchten Nationen zu verorten ist.
Der wirtschaftliche Erfolg der skandinavischen Länder dürfte zum Teil auch mit den verhältnismäßig lockeren Infektionsschutzmaßnahmen zusammenhängen, wodurch das öffentliche Leben und damit auch der Konsum weniger stark beeinträchtigt wurde als in anderen europäischen Staaten. Dänemark hob beispielsweise schon im September 2021 alle Maßnahmen auf, nachdem die Maskenpflicht im Juni vergangenen Jahres obsolet wurde. Schweden verzichtete seit Beginn weitestgehend auf verpflichtende Pandemiemaßnahmen.

Analyse: Die 5 besten Rentensysteme der Welt
In Deutschland wurde die Rentenversicherung 1889 durch Bismarck eingeführt. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag damals bei 40 Jahren. 1968 wurde das Umlageverfahren eingeführt, auf Basis des Wirtschaftswunders und der Babyboomer. Dieses System passt heute längst nicht mehr und birgt für viele Bürger große finanzielle Risiken bzw. Versorgungslücken im Alter.
Das Umlageverfahren bedeutet, dass die Zahlungen der Beitragszahler direkt als Auszahlungen an die derzeitigen Rentner geleistet werden. Die Beitragszahler erhalten parallel zu Ihren Einzahlungen sogenannte Entgeltpunkte als zentrale Werteinheit in der gesetzlichen Rentenversicherung gutgeschrieben. Diese Systematik ist geläufig unter dem Begriff des Generationenvertrages, der die Basis für die reguläre Altersrente ist.
Die Allianz (Grafik) veröffentlicht regelmäßig eine interessante Studie der globalen Rentensysteme. Deutschland liegt hier nur auf Rang 26. Die Analyse folgt dabei der einfachen Logik, die mit den demografischen und steuerlichen Voraussetzungen beginnt und anschließend Rentensysteme der Länder entlang ihrer beiden entscheidenden Dimensionen untersucht:
Nachhaltigkeit und Angemessenheit
Auch hier zeigt sich die Solidität Skandinaviens: Schweden liegt auf Rang 1, Dänemark an zweiter Stelle und das Königreich Norwegen immerhin auf Rang 8.

Fazit I: Weder die Rente noch die Kaufkraft der Rentenzahlung sind sicher!
Es ist wichtig, dass die staatliche Rente bzw. das Rentenalter im Einklang stehen mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung. Das ist ein Schritt, den skandinavische Regierungen bereits unternommen haben. Denn nur so können die Kosten für öffentlich finanzierte Rentenleistungen gesenkt werden. In Deutschland sind aufgrund der demographischen Entwicklungen - weniger Kinder und Beitragszahler, eine massiv alternde Bevölkerung - weder die absolute Höhe der Rentenzahlung noch die Kaufkraft der Rente in der Zukunft sicher. Deswegen muss die private Vorsorge, fern staatlicher Systeme und geldwertbasierten Zahlungsversprechen, ein wichtiger Kapitalschutz-Bausteine sein!
Fazit II: Schaffen Sie jetzt Kapitalschutz-Strukturen im soliden Skandinavien!
Zu Norwegen habe ich bereits zahlreiche Empfehlungen im Rahmen meines Premium-Magazins Kapitalschutz vertraulich verfasst, allen voran 4 attraktive norwegische Banken. In meiner aktuellen April-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich finden Sie ein empfehlenswertes Tagesgeldkonto bei einer Bank aus Schweden. Mögliche Handlungsalternativen aus Dänemark stehen derzeit auf meiner Agenda. Weiterführende Informationen finden Sie hier: KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH
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Bankfilialen und Gratiskonten sterben!
(25.08.20) Deutschlands Bankenbranche ist im Umbruch, das zeigt sich unter anderem an der sinkenden Zahl der Bankfilialen. Die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht - auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank - diese Entwicklung bzw. digitale Transformation sehr eindrucksvoll. So gab es im Jahr 1997 noch über 66.000 so genannte Bankstellen (Kopfstellen plus Zweigstellen). Heute sind es mit etwa 28.000 Bankstellen rund 38.000 weniger. Damit ist heute in etwa wieder das Niveau der 1950er Jahre erreicht (1957: 26.333).
Laut Bundesbank-Chef Joachim Wuermeling zeigt dies, "dass die Banken aktiv auf den harten Wettbewerb und das geänderte Kundenverhalten reagieren”. Besonders kräftig nahm die Zahl der Filialen bei den Sparkassen ab. Sie dünnten ihr Zweigstellennetz um 525 Filialen aus. Die Sparkassen besitzen jedoch mit einem Anteil von über 30 Prozent weiterhin die höchste Anzahl an Zweigstellen. Trotz der sich verschärfenden Coronavirus-Krise sieht Wuermeling den Bankbetrieb derzeit nicht gefährdet. “Auch wenn Banken einzelne Filialen temporär schließen, stehen den Kunden in Form von Selbstbedienungsterminals und Geldausgabeautomaten die Bankdienstleistungen weiter zur Verfügung.” Ebenso boomt das Online-Banking und Mobile Payments sind immer stärker im Kommen. Wir befinden uns in zahlreichen Bereichen unseres Lebens mitten in der digitalen Transformation.

Bundesweit sind jetzt nur noch 40 Girokonten kostenlos
Nicht nur Bankfilialen sterben, sondern auch das einst so stark verbreitete Gratis-Girokonto. Nach einer aktuellen Untersuchung des Verbraucherportals Biallo sind bundesweit noch 40 Girokonten kostenlos
Das zeigt eine Auswertung der Konten von knapp 1.300 Banken und Sparkassen. Verbraucher zahlen in diesem Fall keine monatliche Grundgebühr und müssen dafür auch keinen bestimmten Geldeingang vorweisen. Überweisungen und Girocard sind ebenfalls gratis. Diese Banken berechnen ihren Kunden auch nichts, wenn sie in Corona-Zeiten lieber mit der Girocard zahlen.
Anders ist das bei über 500 Geldhäusern: Sie verlangen bis zu 0,70 Euro je Zahlvorgang. Das betrifft vor allem Kunden, die ein Klassik- beziehungsweise Online-Kontomodell gewählt haben oder ein Basiskonto, das Verbraucher nicht überziehen können. Wer davon betroffen ist, sollte lieber bar zahlen so die Biallo-Verbraucherschützer. Aber auch hier heißt es aufpassen. Denn die Hälfte aller Banken und Sparkassen nimmt mittlerweile Gebühren, selbst wenn man bei der eigenen Bank oder im Bankenverbund Geld abhebt. Größere Summen auf einmal abheben, koste weniger als viele kleine Beträge.
Meine Empfehlung ist hingegen: Verfallen Sie nicht in eine Art irrationale, ideologische, nostalgische oder emotionale Wehmut nach Bargeld - auch der Geldautomat stirbt und ist in Zukunft eine Applikation auf Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch - sondern setzen Sie heute schon auf die Digitalisierung und die Geldsysteme der Zukunft!
Digitalisierung: Von der Baustelle zur Lebensqualität!
Deutschland belegt nur Platz 16 im Digital Quality of Life Index 2020 und zeigt damit abermals, dass die Digitalisierung hierzulande noch in den Kinderschuhen steckt. In dem von Surfshark erstellten Ranking schneidet die Bundesrepublik vor allem in den Kategorien “Digitale Infrastruktur” (23), “Internet Bezahlbarkeit” (24) und “Internet Qualität” (32) bestenfalls mittelmäßig ab. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen besteht in Deutschland dahingehend deutlicher Nachholbedarf, wie die Statista-Grafik zeigt.
Sogar einige osteuropäische Länder wie Polen, Rumänien und Tschechien fahren in puncto Verbindungsqualität und Geschwindigkeit des Internets stärkere Ergebnisse ein, trotz der unterlegenen Wirtschaftsleistung. Positiv sticht die digitale Verwaltung in Deutschland heraus, viele Online-Services der Behörden funktionieren einfach, barrierefrei und transparent – hier belegt die Bundesrepublik den siebten Rang.
Der Surfshark Digital Quality of Life Index misst die Qualität des digitalen Lebens in 85 verschiedenen Ländern weltweit und berücksichtigt dabei Faktoren wie Internet-Qualität und –Bezahlbarkeit sowie digitale Infrastruktur, Sicherheit und Verwaltung. Dabei werden die Faktoren in Relation zu wirtschaftlichen Indikatoren wie BIP, Durchschnittsgehalt und Preise für mobiles und Breitbandinternet gesetzt. Der errechnete Wert liegt zwischen 0 und 1 – dass kein Land einen Wert über 0,8 aufweisen kann, verdeutlicht, dass es auch in den weitentwickelten Staaten noch Luft nach oben gibt.

Der Blick auf den Digitalisierungsindex: DESI
Auf dem Weg zu einer digitalen Wirtschaft und Gesellschaft hat Deutschland noch ein Stück zu gehen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis des Digital Economy and Society Index ("DESI"), der von der EU-Kommission seit 2014 jährlich veröffentlicht wird. Er bewertet u.a. den Stand der Länder in Sachen Konnektivität, Internetnutzung und Integration digitaler Technologien. Deutschland liegt nur leicht über dem EU-Schnitt und erreicht nur eine verhältnismäßig schwache Bewertung bei der Digitalisierung von Unternehmen.
Das mittelmäßige Ergebnis Deutschlands kommt außerdem durch das schlechte Abschneiden in der Dimension „Öffentliche Dienste“ zustande. Hierbei wird der Fortschritt der Länder im Bereich auf E-Government und E-Health gemessen. In diesem Bereich liegt Deutschland auf den hinteren Rängen. Bei den weiteren Dimensionen (Ausbau des Breitbandinternets, der Internetnutzung und dem Digitalisierungsgrad der Wirtschaft) erreicht Deutschland jeweils mittelmäßige Ergebnisse.

Die Digitalisierung der Medien hinkt in Deutschland massiv zurück
31 Prozent des weltweiten Medien-Umsatzes werden Prognose des Statista Advertising & Media Outlook im laufenden Jahr digital generiert - das sind vier Prozentpunkte mehr als 2019. Ähnlich stark wachsen die digitalen Umsätze in Asien und Europa. In Deutschland wächst der Umsatzanteil 2020 dagegen nur von 14 auf 16 Prozent. Damit ist hinkt die hiesige Medienlandschaft bei der Monetarisierung von Online-Inhalten weit hinterher. Und auch der Blick in die unmittelbare Zukunft verheißt wenig Besserung.
Für 2024 taxieren die Statista-Analysten den Umsatzanteil digitaler Medien auf 19 Prozent. In Asien sollen es im selben Jahr bereits 45 Prozent sein. Stellt sich die Frage: Warum zahlt sich "Digital" in Deutschland nicht aus? Aus meiner Sicht liegt das ganz grundlegend daran, dass der Digitalisierung - auch - seitens der Verlage in Deutschland ganz einfach viel zu wenig Focus gegeben wurde, in den vergangenen Jahren.

Digitale Transformationen: Investieren Sie in die Zukunftsmärkte der Digitalisierung!
Ich halte mich für einen sogenannten Konservativen. Konservativ bedeutet für mich: Was sich in der Vergangenheit bewährt hat, sollte man auch für die Zukunft beibehalten, wenn die entsprechenden Aussichten positiv erscheinen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, sich nicht nur auf Altbewährtes zu verlassen. Sie müssen stattdessen auch flexibel sein und - eigenverantwortlich und selbstbestimmt - die dynamischen Entwicklungen und gravierenden Veränderungen in unserer globalen Welt zu Ihrem Vorteil nutzen. Dadurch reduzieren Sie die steigenden Risiken und transformieren diese in Chancen. Ein wichtiger Baustein dafür sind nach meiner Überzeugung breit angelegte Investitionen in die aussichtsreichen Zukunftsmärkte der Digitalisierung.
Als Zukunftsmärkte bezeichne ich langfristige globale Entwicklungen, die für annähernd alle Bereiche in unserer Wirtschaft, Gesellschaft und somit für jeden einzelnen Menschen prägend sein werden. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ermöglichen Ihnen dabei eine breite Streuung in eine Vielzahl aussichtsreicher Aktien. Das reduziert Ihr Einzeltitelrisiko bei gleichzeitiger Optimierung Ihrer Chancen durch die breite Diversifikation. Darüber hinaus sind ETFs ein Sondervermögen, das außerhalb der fragwürdigen Haftungs- und Einlagensicherungssysteme der Banken steht. Gleichzeitig sind ETFs außerordentlich günstig. Ich zeige Ihnen Zukunfts-ETFs von Digitalisierung über Blockchain und Artificial Intelligence, die sowohl für Ihren langfristigen Vermögensaufbau via Sparplan-Strategien als auch für gezielte Einmalanlagen zur Diversifikation in der Vermögensverwaltung Ihrer Wertpapierdepots perfekt geeignet sind.
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Geld ist kein Guthaben!
(19.06.20) Die Europäische Union, unter Ursula von der Leyen, verfügt über keinerlei eigene Steuereinnahmen. Dennoch hat die EU ein „Wiederaufbau-Programm“ in Höhe von 750 Milliarden Euro ins Leben gerufen. 500 Milliarden Euro sind dabei als nicht zurückzahlbare „Geschenke“ vorgesehen. Zusätzliche 250 Milliarden Euro werden als Kredite vergeben, deren Rückzahlung ebenfalls in den Sternen steht. Italien und Spanien erhalten dadurch rund 300 Milliarden Euro. Deutschlands Steuerzahler werden hingegen mit 133 Milliarden Euro belastet.
Die erste Rückzahlung der Kredite soll im Jahr 2028 erfolgen. Frau Merkel oder Frau von der Leyen werden dann wohl nicht mehr im Amt sein. Die letzte Tranche der Rückzahlung soll 2058 erfolgen. Angela Merkel wäre dann 103, Ursula von der Leyen 99 Jahre alt. Beide Damen stehen stellvertretend für die offensichtliche Strategie der Politik: Nach uns die Sintflut, die Geldflut ist schon da!
Die Begriffe Recovery-Fund oder Wiederaufbau-Fonds, die für diese irrationale und verantwortungslose Geldverteilungs-Orgie gewählt wurden, hören sich sehr positiv an und wurden wohl auch bewusst so gewählt, um beim Volk das Gefühl der Solidarität zu erwecken. Weit passender aus Bürger-, Vermögensinhaber- und Steuerzahlersicht wären hingegen Begriffe wie Umverteilungs-Plan oder Sonderabgaben-Programm.

Welches Gut haben Sie denn auf Ihren Bankkonten?
Apropos Euro: Wenn wir von Geld auf Bankkonten sprechen, verwenden wir häufig den Begriff vom „Guthaben“. Dieses Wort kommt z. B. auch im Zusammenhang mit Prepaid-Handykarten und anderen Wertkarten vor. Wir haben dann also etwas Gutes, etwas von Wert. Das klingt erst einmal positiv. Dabei ist diese Assoziation beim Bankkonto aber längst überholt.
Denn das Guthaben auf unseren Bankkonten ist gar kein richtiges, materielles Gut. Es handelt sich um einen Kredit an die jeweilige Bank; Sie haben dort also etwas gut. Kredit kommt übrigens von lat. credere und bedeutet glauben oder vertrauen. In manchen Ländern Europas mussten Kunden dieses Vertrauen schon richtig teuer bezahlen. Aber auch in Deutschland ist dieses Vertrauen fehl am Platz, denn der Wert Ihres Geldes auf dem Bankkonto schmälert sich von Tag zu Tag.
Aufgrund der jahrelangen Geldschwemme, jetzt noch einmal angeheizt durch die Corona-Rettungsmaßnahmen, gibt es längst keine Zinsen mehr auf Guthaben. Inflation, Steuern und andere Zwangsabgaben sorgen deshalb dafür, dass der Wert Ihres Guthabens immer kleiner wird. Gut hat es Ihr Geld auf der Bank deshalb längst nicht mehr.
Geld- und Kreditschwemme: Investieren Sie in seltene Werte
Eine der wichtigsten Strategien gegen die ausufernde Geldschwemme und den damit verbundenen Kaufkraftverlust unserer Papiergeldwährungen sind gezielte Investments in Werte, die selten sind. Weil sie im Gegensatz zu Geld, das auf Schulden und Zahlungsversprechen basiert, limitiert sind. Nicht nur Edelmetalle wie Gold und Silber, Kritische Metalle wie Strategische Metalle und Seltene Erden, Diamanten oder Kryptowährungen wie der Bitcoin gehören zu seltenen Werten.
Es gibt auch noch andere alternative Investments, die heute kaum ein Anleger auf dem Schirm hat. Sie sind derzeit deshalb gut damit beraten, weiter in reale und limitierte Güter und Werte, die selten sind, zu investieren. Deswegen widme ich dieser wichtigen Thematik auch meine kommende Sonderausgabe „Seltene Werte“.
Auswandern und Ausflaggen: Kapitalschutz durch Verlagerung!
Die Verlagerung von Vermögenswerten in solide ausländische Staaten, Rechtsräume und Rechtsstrukturen ist für mich eine wichtige, langjährig bewährte Basis-Strategie für private Kapitalanleger. Die gezielte Diversifikation der Investments - beispielsweise durch die Nutzung von Auslandskonten und Wertpapierdepots in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein - führt zu einer Reduzierung der Klumpenrisiken und damit zu einem höheren Kapitalschutz. Die Risiken reichen dabei von der Politik über die Rechtsprechung bis hin zur Steuergesetzgebung und den demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Eine Auswanderung bzw. Sitzverlagerung war und ist dabei eine der wirkungsvollsten Kapitalschutz-Strategien.
Wer reich ist, kann sich in der Regel frei aussuchen, wo er leben möchte. Eine Studie der Marktforschungsgruppe New World Wealth zeigt die beliebtesten Länder bei HNWIs, also Personen, die mehr als eine Million US-Dollar besitzen. Das Ergebnis: 2918 zog es die meisten Millionäre nach Australien (rund 12.000) und in die USA (rund 10.000). Rund 4.000 HNWIs wanderten nach Kanada ein und rund 3.000 in die Schweiz. Auf Platz fünf stehen die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt von der Karibik, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. In der EU lockten - durchaus auf den ersten Blick sehr überraschend - Portugal, Griechenland und Spanien 2018 die meisten Millionäre an.

Coronavirus: Das perfekte Alibi für Steuern und Sonderabgaben!
Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie führen mittlerweile verstärkt zu Diskussionen im Hinblick auf die Finanzierung der Lasten. SPD-Parteichefin Saskia Esken und weitere führende Vertreter von SPD, Linken und Grünen haben bereits Steuererhöhungen für „Reiche“ gefordert. Heute noch abstrakte Begriffe wie Corona-Vermögensteuer, Corona-Sonderabgabe oder Reichen-Soli werden aus meiner Sicht schon sehr bald in entsprechende Maßnahmen übergehen.
Ich bewerte bereits die pauschalen, viel zu undifferenzierten Diskussion als fatal. Es könnte zu weiter steigenden Zahlen von Auswanderungen und Wohn- und Firmensitzverlagerungen der Leistungsstarken unserer Gesellschaft führen. Was wiederum die Stabilität der Systeme Deutschlands und somit Europas gefährdet. So oder so bin ich davon überzeugt, dass die Auswanderungszahlen aus Deutschland bzw. EU-Europa – nicht nur bei Millionären und Multimillionären – auf hohem Niveau bleiben, bzw. weiter ansteigen werden.
Ausflaggen: Schützen Sie Ihre Vermögen und Ihre persönliche Freiheit!
Im Jahr 1964 hat ein gewisser Harry D. Schultz ein Buch geschrieben mit dem Titel „How to Keep Your Money and Your Freedom“. Genau dieselbe Kernaussage verfolgt auch der Untertitel meines Wirtschaftsbriefes „Kapitalschutz vertraulich“: „So schützen Sie wirkungsvoll Ihr Vermögen und Ihre persönliche Freiheit“. Harry D. Schultz hat einst die sogenannte Flaggentheorie begründet auf der auch mehrere Kapitalschutz-Strategien von mir grundlegend basieren.
Der Begriff Auswandern ist jedem bekannt. Aus rechtlicher und steuerlicher Sicht geht es dabei um eine Wohnsitzverlagerung in einen neuen Rechtsraum mit attraktiveren Rahmenbedingungen. Das Wort Ausflaggen ist hingegen bei weitem nicht so geläufig, es sei denn, Sie haben einen maritimen Bezug, beispielsweise als Bootsbesitzer. In der Schifffahrt versteht man unter einer Ausflaggung den Wechsel der Nationalflagge, ohne dass sich die Eigentumsverhältnisse am Schiff verändern.
Große Kreuzfahrtschiffe wie AIDA Cruises mit Unternehmenssitz in Rostock fahren beispielsweise unter italienischer Flagge; die Schiffe von TUI Cruises (Mein Schiff) unter maltesischer Flagge. Es ist bezeichnend, dass kein einziges Kreuzfahrtschiff, das von deutschen Reedereien betrieben wird, die deutsche Flagge trägt!
Meine steuerrechtliche Leitplanke: Alles was legal ist, ist auch legitim!
Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die Ausflaggung von Schiffen liegt - neben der liberalen Regulierung der Betriebsgenehmigungen – in den niedrigen Steuersätzen der jeweiligen Staaten als Flaggengeber. Die Strategie des Ausflaggens ist heute nicht nur in der Seefahrt weit verbreitet, sondern auch bei einer Vielzahl von international tätigen Unternehmen, die steuerliche und rechtliche Vorteile durch Registrierungen bzw. Niederlassungen im Ausland nutzen.
Steuerwüsten, also Hochsteuerländern wie Deutschland, entgehen dadurch Jahr für Jahr Milliarden an Einnahmen. Ich denke, nur die wenigsten unter Ihnen werden diese Rahmenbedingungen begrüßen, dennoch sind sie geltendes Recht und Gesetz, für das in meinem rechtlichen Wertekompass grundlegend gilt: Alles was legal ist, ist auch legitim.
Setzen Sie auf die altbewährten Grundlagen der Flaggentheorie
Auch Sie haben somit das Recht, von der jeweils geltenden Gesetzgebung zu profitieren, z. B. durch die Nutzung der steuerrechtlichen Strategien des Auswanderns und Ausflaggens. Die Strategien der Flaggentheorie von Harry D. Schultz zur Steueroptimierung und der Erzielung einer damit verbundenen hohen Freiheit und Unabhängigkeit haben grundlegend nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Allerdings müssen Sie professionell an die heutige Zeit angepasst und rechtssicher umgesetzt werden.
Die wirkungsvollste Möglichkeit, sich vor negativen Entwicklungen in seinem Land oder seiner Region zu schützen, ist die Verlagerung des Wohnsitzes oder auch des Firmensitzes ins Ausland. Genauso sinnvoll kann es sein, als Vorstufe einer Auswanderung eine gesellschaftsrechtliche Struktur im Ausland zu schaffen, beispielsweise durch eine Firmengründung. Derartige Schritte müssen aber zwingend - rechtlich und steuerlich - professionell begleitet werden. Zum Abschluss heute ein Blick auf die wesentlichen Aussagen des "In Gold we Truts Reports 2020".

In Gold we Trust Report 2020: Die wichtigsten Analysen!
Ende Mai wurde mittlerweile zum 14. Mal der renommierte „In Gold wie Trust Report“ veröffentlicht unter Führung meines geschätzten „Kollegen“ Roland Peter Stöferle. Eine Kernaussage der 300 Seiten starken Studie ist die Feststellung, dass die geldpolitische Normalisierung, die nach der Bewältigung der Finanzkrise des Jahres 2008 angestrebt wurde, jetzt endgültig gescheitert ist. Geld wird in seiner Quantität immer mehr, in seiner Qualität in Bezug auf die Kaufkraft hingegen zunehmend schlechter.
Das Corona-Virus wirkt dabei als Brandbeschleuniger. Zentralbanken greifen auf immer extremere Mittel wie Helikoptergeld, eine Verschärfung der Strafzinspolitik und die Ausweitung der Wertpapierankaufprogramme zurück, um trotzdem ein steigendes Preisniveau zu erzwingen.
Neue Gold-Allzeithochs sind lediglich eine Frage der Zeit
Für die Autoren der aktuellen Gold-Studie lautet die Frage nicht, ob der Goldpreis in US-Dollar ein neues Allzeithoch erreichen wird, sondern lediglich, wie hoch dieses ausfallen wird. Das Bewertungsmodell weist bei konservativen Annahmen bis zum Jahr 2030 einen Goldpreis in Höhe von 4.800 US-Dollar aus. Sollte sich das Geldmengenwachstum ähnlich inflationär wie in den 1970er-Jahren entwickeln, ist bis zum Ende der Dekade sogar ein Goldpreis von rund 9.000 US-Dollar vorstellbar. Ich persönlich halte zwar relativ wenig von Kursprognosen auf derart lange Zeiträume, bewerte die Schlussfolgerungen aber als realistisch, weil durch die Corona-Krise in den meisten Ländern jegliche finanzpolitische Disziplin verlorengegangen ist.
Die Realzinsen werden dadurch auf sehr lange Sicht negativ bleiben, was für weitere Goldpreisanstiege ein hervorragendes Fundament bieten sollte. In einem mittelfristig inflationären Umfeld werden neben Gold auch Silber und Minenaktien vor weiteren Kursanstiegen stehen. Der „In Gold we Trust Report“ geht auch ausführlich auf die wichtigsten Entwicklungen der Angebots- und Nachfragesituation bei Silber ein und analysiert die wesentlichen zukünftigen Preistreiber. Die Einschätzung für den kleinen Bruder des Goldes ist: Einiges spricht dafür, dass Silber in Zukunft noch stärkere Preiszuwächse verbuchen kann als Gold.
Mein Fazit: Staatsanleihen werden aufgrund der ausufernden Schuldenorgien als sicherer Hafen zunehmend infrage gestellt werden. Gold könnte diese Rolle verstärkt einnehmen und zu einer staatenlosen Reservewährung werden. Gleiches gilt für das digitale Gold, den Bitcoin!
Deswegen kann und muss dem Leitsatz von JP Morgan „Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit“ auch weiterhin eine hohe Bedeutung zugemessen werden. Gold ist und bleibt ein wichtiges Basis-Investment Ihrer Kapitalschutz-Strategien.
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Welt und Rente sind nicht genug!
(08.08.19) Natürliche Ressourcen sind ein wesentlicher Produktionsfaktor und damit Grundlage für unseren Wohlstand. Zu den natürlichen Ressourcen gehören alle Bestandteile der Natur, z.B. Wasser, Boden, Luft, aber auch Lebewesen und nicht nachwachsende Rohstoffe wie Metalle oder Mineralien. Die Entnahme und Nutzung von Ressourcen haben einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt und auf den Menschen.
Deutschland hat - auch im internationalen Vergleich - einen sehr hohen Bedarf an Rohstoffen. Pro Jahr werden mehr als 44 Tonnen fossile Energieträger, Mineralien und Metalle sowie Biomasse pro Kopf genutzt – mit zum Teil erheblichen negativen Umwelteffekten. Deutlich vor Augen geführt wird uns dieser Verbrauch durch den jährlichen „Earth Overshoot Day“, der in diesem Jahr bereits am 29. Juli war.
Earth Overshoot Day: Wenn die Jahresressourcen erschöpft sind
Am 29. Juli hat die Menschheit ihr Budget an natürlichen Ressourcen für das Jahr 2019 aufgebraucht. Das jedenfalls geht aus den Berechnungen des Global Footprint Network hervor. Das Datum des Erdüberlastungstags ist in den letzten 20 Jahren um ganze zwei Monate vorgerückt, wie die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht.
Einigermaßen im Einklang standen Angebot und Nachfrage zuletzt Anfang der 70er. Schuld sind vor allem die westlichen Industrienationen. Würden alle Menschen so leben wie in den USA, bräuchten wir fünf Erden. Für den deutschen Lebensstil bräuchte es hochgerechnet drei Erden.

Ökologischer Fußabdruck: Die Welt ist nicht genug
Seit dem 29. Juli leben wir somit auf Pump. In diesem Fall nicht finanziell, sondern ökologisch. Damit fällt der so genannte Welterschöpfungstag ganze drei Tage früher als noch im Vorjahr (1. August). Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, sind es vor allem die Industrienationen, die die Welt bereits nach sieben Monaten an den Rand ihrer Ressourcen bringen.
Auf dem ersten Platz liegen die USA. Die Bevölkerung verbraucht jährlich so viele natürliche Ressourcen, dass alle 7,5 Milliarden Erdenbürger bei gleichem Lebensstil fünf Planeten wie die Erde bräuchten, um nachhaltig zu leben. Australien folgt mit 4,1 dahinter. Ein weltweiter Lebensstil wie in Deutschland würde drei Erden benötigen. Damit fiel der „Erdüberlastungstag“ hierzulande auf den 3. Mai.

Rentenüberlastungsjahre: Die Kaufkraft der Rente wird ebenfalls nicht genug sein!
Nicht nur die Ressourcen der Erde sind überlastet, auch die Rentensysteme sind nicht für den Demografischen Wandel ausgelegt. Für viele Menschen werden im Alter "Rentenüberlastungsjahre" die bittere Folge sein.
Die Franzosen genießen im Vergleich aller OECD-Länder die längste Zeit im Ruhestand: Bei den Frauen sind es 27,6 Jahre, bei den Männern waren es 2016 fast 24 Jahre, wie die aktuellsten verfügbaren Daten zeigen. Das könnte sich allerdings in den kommenden Jahren ändern: In Frankreich könnte das Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre steigen, so schlägt es zumindest der „Hochkommissar für die Rentenreform“ vor.
Doch selbst mit der Änderung würden die Franzosen trotzdem noch einen deutlich längeren Ruhestand genießen als die Einwohner vieler andere Länder, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Hierzulande steigt das gesetzliche Rentenalter aktuell von 65 auf 67 Jahre, der Prozess wird 2029 abgeschlossen sein. 2016 verbrachten deutsche Frauen durchschnittlich 22,6 Jahre im Ruhestand, bei den Männern waren es 19,5 Jahre.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter wird weiter steigen
Geringer ist die Zeit in den USA und Südkorea. Insgesamt verbringen Frauen in allen Ländern aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung mehr Zeit im Ruhestand als Männer. Die Berechnung der Rentendauer basiert auf dem durchschnittlichen Renteneintrittsalter - das weiter steigen wird - und der durchschnittlichen Lebenserwartung zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Arbeitsmarkt für jedes der untersuchten Länder.

Demographie: Die Menschen werden zunehmend älter
Möglichst lange leben – diesen Wunsch hegen viele. Die Lebenserwartung hierzulande steigt kontinuierlich und auch weltweit werden die Menschen immer älter. Dementsprechend steigt auch die Zahl der Menschen, die 100 Jahre und älter werden, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt. Die Anzahl der über 100-Jährigen ist in diesem Jahr auf einen neuen Höchstwert von rund 533.000 Personen weltweit gewachsen, für das kommende Jahr erwarten die Vereinten Nationen (UN) noch einmal 50.000 mehr.
Damit hat sich ihre Zahl seit der Jahrtausendwende fast vervierfacht, wie das Statistische Bundesamt bekannt gab. Im globalen Durchschnitt kamen im Jahr 2000 noch 25 Menschen über 100 Jahre auf eine Million Einwohner. Im Jahr 2019 sind es bereits 69. Knapp 80 Prozent davon sind Frauen. Es steht außer Frage, dass allein aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Menschen, auch das Renteneintrittsalter weiter steigen muss und wird.

Die Sorgen vor den finanziellen Herausforderungen im Alter steigen
Wird das Geld im Alter reichen? Wie lange werde ich arbeiten müssen? Wie wird es meinen Kindern dann gehen? Nicht jeder blickt optimistisch in die Zukunft und auf das Älterwerden. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeigt, wie sehr sich der Altersoptimismus weltweit unterscheidet.
In Indien sagen 73 Prozent der Befragten, dass sie sich auf ihre „goldenen Jahre“ freuen. In der Türkei sind es mit 67 Prozent ähnlich viele. Bei den Deutschen sieht es da schon etwas anders aus: Mit 31 Prozent sagt nur knapp jeder Dritte, dass ihn der Gedanke an das Alter positiv stimmt, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.
Damit sind die Menschen hierzulande in bester Gesellschaft: Von 30 untersuchten Ländern sieht in nur sechs Ländern eine Mehrheit dem letzten Lebensabschnitt positiv entgegen. Weltweit sind die Gründe, aus denen das Altern den Befragten Angst bereitet vor allem Altersarmut (30 Prozent), der Verlust von Mobilität (26 Prozent) und der Verlust des Gedächtnisses (24 Prozent).

Geld ist eine wichtige Basis für die Erhaltung der Lebensqualität im Alter
Die gesetzliche Rente ist - frei nach dem ehemaligen Bundesminister Norbert Blüm – sicher. Die Rentenhöhe reicht allerdings häufig nicht aus und die Kaufkraft der absoluten Rentenzahlung ist im Hinblick auf ihre Stabilität in der Zukunft mehr als unsicher. Die gesetzliche Rente wird für viele Menschen nicht das leisten, was an finanziellen Mitteln nach dem Berufsleben notwendig ist, um den gewohnten Lebensstandard und die damit einhergehende Lebensqualität im Alter aufrecht zu erhalten.
Deswegen sollten Sie sich so früh wie möglich mit einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Altersvorsorge beschäftigen, um mögliche Geldsorgen im Rentenalter zu verhindern. Eine private Zusatzrente, bzw. Erträge aus privaten Vermögenswerten können - ganz oder teilweise - die finanzielle Lücke zwischen dem letzten Einkommen und der monatlichen Rentenzahlung schließen.
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Jeder Fünfte will Deutschland für immer verlassen!
(20.11.2018) Mit einem Anteil von rund 55 Prozent würde gerne mehr als jeder zweite Deutsche, Brite und Franzose – zumindest temporär – für einige Zeit im Ausland leben. Mit 29 Prozent ist dabei fast ein Drittel der Bürger mittlerweile eher dazu bereit, als das noch vor zwei Jahren der Fall war. Diese Ergebnisse basieren auf einer Umfrage, die das FinTech-Unternehmen TransferWise mit Sitz in Großbritannien aktuell in Auftrag gegeben hat.
Im Rahmen der Studie wurden über 5.000 Personen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt. Die Analyse verdeutlicht ebenso die deutlich gestiegen Zahl der Bürger, die sich vorstellen können, dauerhaft auszuwandern. Jeder Fünfte möchte Deutschland für immer verlassen. Bei einer früheren Umfrage, die im Jahr 2016 durchgeführt wurde, war es mit einem Anteil von 13 Prozent nur rund jeder Achte.
Besonders bei jungen Menschen ist das Interesse im Ausland zu leben sehr groß. Mit einem Anteil von 67 Prozent würden zwei Drittel der 18- bis 24-Jährigen gerne für einige Zeit außerhalb Deutschlands leben. Dauerhaft auswandern möchte bislang aber nur gut jeder Zehnte. Bei den Älteren Bürgern stellt sich die Situation anders dar. Unter den über 55-Jährigen möchten insgesamt nur 53 Prozent im Ausland leben, allerdings würde mit einem Anteil von 25 Prozent ein Viertel dieser Altersgruppe sehr gerne dauerhaft auswandern.
Auswandern: Deutsche und Briten suchen Lebensqualität – Franzosen eine niedrigere Steuerbelastung
Interessant ist auch das Umfrageergebnis, dass in Deutschland der Wunsch dauerhaft auszuwandern deutlich größer ist als in Frankreich und in Großbritannien. Während jeder fünfte Deutsche das Land gern für immer verlassen würde, äußern diesen Wunsch lediglich 14 Prozent der Briten und nur 13 Prozent der Franzosen. Der Wunsch, einige Zeit im Ausland zu leben, ist auch unter den Deutschen mit 55 Prozent am größten. In Frankreich liegt der Anteil bei 52 Prozent, in Großbritannien bei 48 Prozent. Mit 38 Prozent ist die Hoffnung auf ein ruhigeres und weniger stressiges Leben für die Deutschen der wichtigste Grund für eine Auswanderung.
Auf den weiteren Plätzen folgen die höhere Lebensqualität mit 33 Prozent und das bessere Wetter sowie der Wunsch, einer gefühlt negativen Atmosphäre im Deutschland zu entkommen mit 31 Prozent. Für die erwachsenen Bürger Großbritanniens sind hingegen Lebensqualität und Wetter die größten Motivatoren, ins Ausland zu ziehen mit einem Anteil von jeweils 42 Prozent. Für die Franzosen ist es mit einem Anteil von 44 Prozent vor allem die Hoffnung auf eine niedrigere Steuerbelastung.
Dieser Anteil wird nach meiner Überzeugung auch in Deutschland weiter zunehmen, wenn sich die Bürger der zunehmenden Risiken der EU-Haftungs- und Umverteilungsunion bewusst werden. Ganz im Sinne der Empfehlung von Johann Wolfgang von Goethe:
“Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten”.
Der italienische Schneeball: Notenbank kauft immer mehr Staatsanleihen!
Italien ist dabei ein immer größer werdender Risikofaktor. Mit rund 133 Prozent des Bruttoinlandsprodukts BIP hat Italien nach Griechenland bereits die höchste Staatsverschuldung in Europa. Im Gegensatz zum kleinen und relativ unbedeutenden Griechenland, das dennoch bereits genug Probleme verursacht, gehört Italien zu den größten und wichtigsten Volkswirtschaften in Europa.
Eine Schieflage, eine Pleite oder gar ein Austritt Italiens aus der EU- und dem Euro hätte gravierende Folgen für die Europäische Union, allen voran für die Steuerzahler in Deutschland. Weil Deutschlands Bürger, Steuerzahler und Vermögensinhaber über die EU-Systeme für die Stabilität Italiens mithaften.

Die Notenbank Italiens ist jetzt der größte Gläubiger Italiens!
Die italienische Regierung aus Links- und Rechtspopulisten will die staatliche Neuverschuldung zusätzlich weiter ausweiten. Statt des vereinbarten Defizits von 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) plant die italienische Regierung für 2019 eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent des BIP. Das ist eine gravierende Zielabweichung in Höhe von 200 Prozent! Dieses Verhalten ist längst eine offene Rebellion der italienischen Regierung, gegenüber den Werten und Regeln der Europäischen Union.
Italiens Staatschulden belaufen sich mittlerweile auf rund 2 Billionen Euro. Das Vertrauen ausländischer Investoren in den italienischen Staat, die Banken und die Kapitalmärkte ist längst massiv eingebrochen. Das wird deutlich an den stark gestiegenen Risikoaufschlägen für italienische Staatsanleihen. Hier gibt es längst ein großes Klumpenrisiko in Italien. Rund 66 Prozent aller italienischen Staatsanleihen werden derzeit bereits von inländischen Investoren gehalten. Der größte Gläubiger des italienischen Staates ist mittlerweile die Banca d’Italia.
Die Notenbank Italiens hält italienische Staatsanleihen in der Größenordnung von rund 380 Milliarden Euro. Das sind rund 20 Prozent aller Staatsschulden, Tendenz weiter steigend. Interessant sind die Vergleichszahlen aus dem Jahr 2015. Hier lagen die Investitionen in italienische Staatsanleihen noch bei lediglich 108 Milliarden Euro. Eine Notenbank die ihren eigenen Staat in dieser Art und Weise – ganz offensichtlich – finanziert ist schlicht Teil eines Schneeballsystems!
Vorgeschlagene Zwangsanleihen für Italiener machen die Gefahren für alle Bürger Europas deutlich!
Karsten Wendorff hat zur Lösung der italienischen Schuldenkrise eine „Solidaritätsanleihe“ für die Bürger Italiens vorgeschlagen. Nicht in einer internen Sitzung oder einem geheimen Behördenschreiben, sondern in einem öffentlichen Gastbeitrag in der FAZ! Er nannte dabei einen „Solidaritätssatz“ von 20% bei einem Freibetrag von lediglich 50.000 Euro. Das verdeutlicht auch den Wert der angeblichen EU-Einlagensicherung von 100.000 Euro für Ihr EU-Bankkonto!
Karsten Wendorff ist Leiter der Abteilung für Öffentliche Finanzen bei der deutschen Bundesbank. Ich hatte von ihm bislang noch nie gehört, jetzt hat er sich allerdings schlagartig einen Namen gemacht. Dieser Vorschlag aus der Deutschen Bundesbank muss für Sie eine klare Warnung sein: Bevor man EU-Staaten oder die gesamte EU und den Euro kollabieren lässt, werden auch Sie als EU-Bürge(r) mittels Zwangsabgaben zur Kasse gebeten!
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