Finanzielle Freiheit wird immer wichtiger!
(08.09.26) Was bedeutet Freiheit in einer Zeit, die von geopolitischen Konflikten, wirtschaftlicher Unsicherheit und steigenden Lebenshaltungskosten geprägt ist? Der inzwischen fünfte Financial Freedom Report der Lebensversicherung von 1871 a. G. München, kurz LV 1871, liefert darauf eine bemerkenswerte Antwort: Für immer mehr Menschen gehört finanzielle Unabhängigkeit untrennbar zur persönlichen Freiheit.
Gemeinsam mit dem Meinungs- und Marktforschungsinstitut Civey und der Wirtschaftspsychologin Prof. Dr. Julia Pitters untersuchte die LV 1871 im August 2025 die Einstellungen von 2.500 volljährigen Menschen in Deutschland. Selbstbestimmtes Handeln steht mit 81,4 Prozent weiterhin an der Spitze des Freiheitsverständnisses, dicht gefolgt von der freien Meinungsäußerung mit 80,9 Prozent.
Direkt danach folgt bereits die finanzielle Unabhängigkeit: 67,8 Prozent zählen sie zu den drei wichtigsten Dimensionen von Freiheit. Im Vorjahr waren es lediglich 59,6 Prozent. Finanzielle Freiheit ist damit so bedeutend wie in keiner der bisherigen Erhebungen und rangiert inzwischen sogar knapp vor freien Wahlen, die von 67,7 Prozent genannt werden.
Finanzielle Unabhängigkeit wird zum Schutzraum
Der deutliche Anstieg ist kein Ausdruck grenzenlosen Wohlstands. Im Gegenteil: Finanzielle Unabhängigkeit wird zunehmend als Schutz vor wirtschaftlichen Krisen, steigenden Preisen und unsicheren Arbeitsmarktbedingungen verstanden. Der Traum vom schnellen Reichtum tritt in den Hintergrund. Wichtiger wird die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen selbst entscheiden zu können.

Für 64,5 Prozent der Befragten bedeutet finanzielle Freiheit vor allem, in allen Lebenslagen unabhängig zu sein. Lediglich 9,7 Prozent verbinden damit den Wunsch, nicht mehr arbeiten zu müssen. Weitere 9 Prozent möchten sich durch finanzielle Freiheit persönliche Träume erfüllen. Damit befindet sich die Bevölkerung weniger im „Träumermodus“ als vielmehr in einer defensiven Krisenhaltung.
Der Financial Freedom Index ist gegenüber dem Vorjahr zwar von 41,6 auf 43,8 Prozent gestiegen. Er liegt damit aber weiterhin lediglich im Bereich der sogenannten finanziellen „Normalität“. Nach der Systematik des Reports bedeutet dies: Es herrscht noch kein finanzielles Chaos, von dauerhafter Kontrolle oder echter finanzieller Freiheit sind viele Menschen jedoch weit entfernt. Der Index bildet dabei ein subjektives Stimmungsbild ab und ist kein objektiver Maßstab für Einkommen oder Vermögen.
Unzufriedenheit trotz wachsendem Freiheitsbedürfnis
Die Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation ist auf den niedrigsten Stand der vergangenen vier Jahre gefallen. Insgesamt 40 Prozent sind unzufrieden, weitere 15 Prozent sogar sehr unzufrieden. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bewertet die eigene finanzielle Lage somit negativ.
Auch emotional überwiegt die Unsicherheit: 52,5 Prozent verbinden mit den persönlichen Finanzen negative Gefühle. Nur 29,4 Prozent betrachten ihre finanzielle Situation positiv. Finanzielle Sorgen sind damit längst kein Randphänomen mehr, sondern für einen erheblichen Teil der Bevölkerung zu einer dauerhaften psychischen Belastung geworden.
Besonders stark betroffen sind die 18- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe fühlen sich 65,1 Prozent beim Gedanken an ihre Finanzen beunruhigt oder haben Zukunftsängste. Gleichzeitig sind 56 Prozent der jungen Erwachsenen mit ihrer finanziellen Situation unzufrieden. Bei den über 65-Jährigen zeigt sich ein anderes Bild: Von ihnen bewerten 62,9 Prozent ihre finanzielle Lage positiv.
Die Generation Z definiert Freiheit neu
Auch das Verständnis von finanzieller Freiheit wandelt sich. Für 48,8 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bedeutet sie, in allen Lebenslagen finanziell unabhängig zu sein. Auffällig ist jedoch, dass 20,7 Prozent nicht mehr von einem festen Gehalt und damit von einem einzelnen Arbeitgeber abhängig sein möchten.
Darin spiegelt sich ein Wertewandel im Arbeitsleben wider. Ortsunabhängigkeit, flexible Arbeitszeiten, Selbstständigkeit und mehrere Einkommensquellen gewinnen an Bedeutung. Die klassische Vorstellung, jahrzehntelang für denselben Arbeitgeber tätig zu sein und anschließend von der gesetzlichen Rente zu leben, verliert gerade bei jungen Menschen an Überzeugungskraft.
Dieser Wunsch nach Unabhängigkeit trifft allerdings auf eine hohe finanzielle Unsicherheit. Wer sich nicht dauerhaft an einen Arbeitgeber binden möchte, benötigt umso mehr Rücklagen, Finanzwissen, Einkommensalternativen und eine eigenständige Altersvorsorge. Freiheit von festen Strukturen funktioniert nur, wenn sie durch eine belastbare finanzielle Struktur abgesichert wird.
Krankheit ist ein unterschätztes Vermögensrisiko
Die größte Bedrohung für die finanzielle Unabhängigkeit ist nach Ansicht der Befragten eine schwere Erkrankung. Diesen Risikofaktor nennen 53,2 Prozent. Eine mögliche Berufsunfähigkeit folgt mit 37,4 Prozent. Dennoch glauben 45,2 Prozent, dass sie während ihres Erwerbslebens voraussichtlich nicht berufsunfähig werden. Nur 37,1 Prozent halten eine Berufsunfähigkeit für wahrscheinlich.
Diese Einschätzung steht in einem problematischen Verhältnis zur tatsächlichen finanziellen Widerstandsfähigkeit. Fast 44 Prozent würden bei einem längerfristigen Einkommensausfall zunächst auf ihre Ersparnisse zurückgreifen. Doch 52,4 Prozent könnten ohne laufendes Einkommen maximal sechs Monate überbrücken. Knapp ein Fünftel weiß überhaupt nicht, wie lange die vorhandenen Reserven reichen würden.
Gleichzeitig rechnen 53,6 Prozent im Ernstfall mit staatlicher Unterstützung. Dieses Vertrauen kann trügerisch sein, denn staatliche Leistungen sichern häufig nur eine Grundversorgung und nicht den gewohnten Lebensstandard. Besonders gefährlich ist ein Einkommensausfall für Menschen, deren Vermögensaufbau noch am Anfang steht und deren laufende Verpflichtungen hoch sind.
Ohne Finanzplan bleibt Freiheit eine Illusion
Eine ergänzende Civey-Umfrage der LV 1871 vom Januar 2026 zeigt das eigentliche Problem: Nur 25,1 Prozent der Menschen in Deutschland haben einen privaten Finanzplan für das Jahr 2026 erstellt. Im Vorjahr waren es noch 26,3 Prozent. Obwohl finanzielle Unabhängigkeit wichtiger wird, beschäftigt sich nur etwa jeder Vierte konkret und systematisch mit der eigenen finanziellen Zukunft.
Auch die Absicherung der Arbeitskraft wird häufig vernachlässigt. Nur 37,4 Prozent der Erwerbstätigen beziehen das Risiko einer Berufsunfähigkeit aktiv in ihre Finanzplanung ein. Dabei ist das eigene Arbeitseinkommen für die meisten Menschen der größte Vermögenswert – noch vor dem Wertpapierdepot oder einer Immobilie.
Ein tragfähiger Finanzplan sollte deshalb nicht ausschließlich aus Spar- und Anlageprodukten bestehen. Er benötigt mehrere Ebenen: eine ausreichende Liquiditätsreserve, die Absicherung existenzieller Risiken, den Abbau teurer Schulden, einen langfristigen Vermögensaufbau und eine breit gestreute Kapitalschutz-Strategie.
Mein Fazit: Freiheit braucht ein finanzielles Fundament
Der Financial Freedom Report 2025 verdeutlicht einen grundlegenden Wertewandel: Finanzielle Unabhängigkeit wird für immer mehr Menschen zu einem elementaren Bestandteil persönlicher Freiheit. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation – insbesondere bei der jungen Generation.
Der Wunsch nach Freiheit allein genügt jedoch nicht. Wer keine Reserven besitzt, seine Arbeitskraft nicht absichert und keinen langfristigen Finanzplan verfolgt, bleibt abhängig: vom Arbeitgeber, von Banken, von staatlichen Leistungen und von politischen Entscheidungen.
Finanzielle Freiheit beginnt deshalb nicht mit einem bestimmten Millionenbetrag. Sie beginnt mit Finanzwissen, klaren Zielen und einem belastbaren Plan. Konkrete Strategien für Vermögensaufbau, Risikostreuung und intelligenten Kapitalschutz finden Sie regelmäßig in meinem Wirtschaftsmagazin „Kapitalschutz vertraulich“. Denn nur wer sein finanzielles Fundament selbst stärkt, kann seine persönliche Freiheit dauerhaft bewahren.
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Im Nahen Osten nichts Neues!
(25.08.26) Ich widme mich heute einem Thema, das die Märkte seit Langem prägt, Menschen und Marktteilnehmer aber leider ganz offensichtlich abstumpfen lässt. Nicht Krieg, Leid und menschliche Tragödien stehen dabei im Mittelpunkt vieler Berichte, sondern vor allem die wirtschaftlichen Folgen, die ein solcher Konflikt mit sich bringt – steigende Energiepreise, neue Inflationssorgen, höhere Transportkosten und zunehmende Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Genau darin liegt etwas zutiefst Verstörendes. Während im Nahen Osten Menschen um ihr Leben fürchten und ganze Regionen von Krieg, Gewalt und Unsicherheit geprägt sind, scheint sich ein Teil der öffentlichen Wahrnehmung längst an diesen permanenten Krisenzustand gewöhnt zu haben. Die nächste Rakete, der nächste Luftangriff oder die nächste politische Drohung erzeugen häufig nur noch dann größere Aufmerksamkeit, wenn dadurch Ölpreise, Aktienmärkte oder Lieferketten unmittelbar betroffen sind.
Das eigentliche Drama droht damit zur bloßen Kulisse zu werden, während über Brent-Öl, Inflation, Gold und mögliche Börsenreaktionen diskutiert wird. Natürlich sind diese wirtschaftlichen Auswirkungen wichtig, weil sie auch Sie als Verbraucher, Sparer und Anleger direkt treffen können. Zugleich zeigt diese Entwicklung in bedrückender Weise, wie sehr Krieg und geopolitische Eskalation inzwischen Teil unseres vermeintlichen Normalzustands geworden sind.
Wenn das Unfassbare zum Alltag wird
Der Titel „Im Nahen Osten nichts Neues“ ist bewusst gewählt. Er lehnt sich an Erich Maria Remarques berühmten Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ an. Darin wird auf erschütternde Weise deutlich, wie selbst das Grauen des Krieges irgendwann Gefahr läuft, als alltäglicher Zustand wahrgenommen zu werden. Genau diese bedrückende Parallele drängt sich auch heute auf: Was eigentlich schockieren müsste, wird zur Dauerlage. Was aufrütteln sollte, wird zur Routine.
Doch hinter dieser vermeintlichen Routine verbirgt sich derzeit eine ausgesprochen gefährliche geopolitische Konstellation. Der Krieg zwischen den USA und Iran dauert inzwischen seit Monaten an. Gleichzeitig bleiben Israel, der Gazastreifen, der Libanon, Syrien und weitere Teile der Region von militärischen und politischen Spannungen geprägt. Selbst diplomatische Initiativen führen bislang immer wieder nur zu begrenzten Fortschritten oder scheitern an grundlegenden Gegensätzen. Mitte August blieben beispielsweise neue Gespräche über den Gaza-Konflikt ohne Durchbruch.
Gerade diese Mischung ist gefährlich: Es gibt nicht den einen isolierten Konflikt, sondern mehrere miteinander verbundene Krisenherde. Iran, Israel, die USA, die Golfstaaten sowie verschiedene staatliche und nichtstaatliche Akteure verfolgen jeweils eigene strategische Interessen. Dadurch kann eine lokale Eskalation vergleichsweise schnell Auswirkungen weit über die unmittelbare Region hinaus entfalten.
Die Straße von Hormus ist der neuralgische Punkt
Besonders deutlich zeigt sich das derzeit an der Straße von Hormus. Diese nur wenige Dutzend Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman gehört zu den wichtigsten Energieadern der Welt. Ein erheblicher Teil der internationalen Öl- und Flüssiggasexporte aus den Golfstaaten muss diesen Engpass passieren. Wer die Straße von Hormus kontrolliert oder deren Nutzung erheblich beeinträchtigt, verfügt deshalb über einen enormen geopolitischen Hebel.
Und genau dieser Hebel ist derzeit keine theoretische Gefahr mehr. Die Schifffahrt durch die Meerenge ist erheblich eingeschränkt. Nach Daten des Analyseunternehmens Kpler passierten am Wochenende des 22. und 23. August weniger als 20 relevante Frachtschiffe die Straße von Hormus. Reuters berichtet, dass der Verkehr zeitweise rund 90 Prozent unter dem Niveau vor dem Konflikt gelegen habe. Hinzu kommen Angriffe auf Schiffe und eine erhebliche Unsicherheit darüber, wie sicher und verlässlich die Route überhaupt genutzt werden kann.
Das hat unmittelbare wirtschaftliche Folgen. Der Brent-Ölpreis beendete den Handel am Freitag, 21. August, bei 94,39 US-Dollar je Barrel, der amerikanische WTI-Preis bei 87,06 US-Dollar. Am Montag gaben die Preise zunächst wieder nach. Genau diese Schwankungen zeigen jedoch, wie stark die Märkte derzeit auf jede diplomatische Äußerung, Sanktion oder militärische Drohung reagieren.
Es geht längst um mehr als den Ölpreis
Dabei wäre es ein Fehler, ausschließlich auf den Rohölpreis zu schauen. Die Probleme reichen inzwischen bis zu Raffinerien, Treibstoffen und internationalen Lieferketten. In Asien sind die Importe leichter und mittlerer Destillate im August nach Berechnungen von Reuters deutlich gegenüber dem Niveau vor dem Konflikt zurückgegangen. Besonders Diesel, Flugtreibstoff und andere raffinierte Produkte können dadurch zum Engpass werden.
Steigende Energiepreise wirken wie eine zusätzliche Steuer für Wirtschaft und Verbraucher. Unternehmen zahlen mehr für Produktion und Transport, Fluggesellschaften für Kerosin, Logistikkonzerne für Treibstoff und private Haushalte letztlich über zahlreiche Umwege ebenfalls höhere Preise. Dadurch kann ein geopolitischer Konflikt Tausende Kilometer entfernt plötzlich auf Ihrer persönlichen Rechnung an der Tankstelle, beim Einkauf oder bei den Heizkosten sichtbar werden.
Hinzu kommt ein zweiter Effekt, den Anleger nicht unterschätzen sollten: Inflation. Ein erneuter Energiepreisschock kann den Rückgang der Teuerungsraten abbremsen oder sogar umkehren. Genau das würde wiederum die Zentralbanken unter Druck setzen und könnte die Hoffnung auf niedrigere Zinsen enttäuschen. Geopolitik, Energiepreise, Inflation, Zinsen und Kapitalmärkte sind deshalb keine voneinander getrennten Themen, sondern eng miteinander verbunden.
Die Finanzmärkte haben sich an Krisen gewöhnt
Für Sie als Anleger liegt genau darin eine besondere Gefahr. Finanzmärkte besitzen eine erstaunliche Fähigkeit, selbst schwere geopolitische Krisen nach einiger Zeit auszublenden. Solange Unternehmen Gewinne erwirtschaften, Liquidität vorhanden ist und keine unmittelbare Störung der Weltwirtschaft droht, kehrt häufig erstaunlich schnell wieder Normalität ein.
Doch Gewöhnung bedeutet keineswegs, dass das Risiko verschwunden ist. Im Gegenteil: Gerade wenn Märkte eine Gefahr über längere Zeit ignorieren, kann die Reaktion auf ein überraschendes Ereignis umso heftiger ausfallen. Mitte August führten die erneuten Spannungen um Iran und Hormus beispielsweise nicht nur zu höheren Ölpreisen. Gleichzeitig gerieten Aktien unter Druck und die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte zeitweise mit mehr als 5,3 Prozent den höchsten Stand seit 2007.
Damit zeigt sich ein Mechanismus, den ich seit Langem hervorhebe: Geopolitische Krisen sind für Anleger keineswegs nur außenpolitische Ereignisse. Sie können über Energiepreise, Inflation, Zinsen, Währungen und Lieferketten unmittelbar auf nahezu sämtliche Anlageklassen durchschlagen.
Diplomatie bleibt fragil
Natürlich gibt es gleichzeitig diplomatische Bemühungen. Zwischen Syrien und Israel fanden am Wochenende unter amerikanischer Vermittlung neue Gespräche statt, die unter anderem eine Eindämmung militärischer Aktionen und perspektivisch eine Sicherheitsvereinbarung zum Ziel haben. Das ist grundsätzlich positiv. Gleichzeitig verdeutlicht allein die Notwendigkeit solcher Gespräche, wie fragil die Lage bleibt.
Auch gegenüber Iran wechseln sich diplomatische Signale und massive Drohungen ab. Washington bereitet neue Sanktionen vor, während Teheran wiederum mit Gegenmaßnahmen droht. Noch am 18. August erklärte US-Präsident Donald Trump, es gebe derzeit keine Gespräche mit Iran. Teheran wiederum machte eine dauerhafte Wiederöffnung der Straße von Hormus von politischen und sicherheitspolitischen Bedingungen abhängig.
Das ist genau jene Unberechenbarkeit, die den Nahen Osten für die Weltwirtschaft so gefährlich macht. Ein diplomatischer Fortschritt kann die Energiepreise innerhalb weniger Stunden fallen lassen. Eine neue militärische Eskalation kann genau das Gegenteil bewirken. Wer Vermögen verwaltet, sollte deshalb weder auf dauerhafte Entspannung wetten noch permanent vom schlimmsten Szenario ausgehen.
Was lässt sich daraus für Sie ableiten?
Ich persönlich konsumiere täglich zahlreiche internationale Medien und unterschiedliche Informationsquellen. Das gehört zu meiner Arbeit als Analyst. Dabei zeigt sich gerade beim Nahen Osten immer wieder, wie schwierig es ist, einzelne Schlagzeilen richtig einzuordnen. Auf eine vermeintliche Entspannung folgt nicht selten wenige Tage später die nächste Eskalation.
Deshalb rate ich Ihnen ausdrücklich davon ab, Ihr Depot aufgrund jeder neuen Schlagzeile umzubauen. Vermögensschutz bedeutet nicht, permanent auf Krisen zu reagieren. Vermögensschutz bedeutet vielmehr, bereits vor einer Krise so aufgestellt zu sein, dass einzelne politische oder wirtschaftliche Schocks Ihre finanzielle Stabilität nicht grundlegend gefährden.
Dazu gehören für mich eine breite Streuung über unterschiedliche Anlageklassen, Währungen und Rechtsräume sowie ausreichend Liquidität. Auch Sachwerte und ausgewählte Edelmetalle können als strategische Bestandteile eines diversifizierten Vermögens eine Rolle spielen. Gleichzeitig sollte Vermögensschutz niemals bedeuten, aus Angst sämtliche Chancen aufzugeben.
Mein Fazit: Bleiben Sie positiv – nutzen Sie Ihre Chancen für Vermögensaufbau und Vermögensschutz!
Gerade in einem solchen Umfeld ist es entscheidend, einen klaren Kopf zu bewahren. Märkte neigen dazu, Risiken phasenweise zu verdrängen oder sich an Krisen zu gewöhnen. Doch Gewöhnung bedeutet nicht Entwarnung. Die aktuelle Situation rund um Iran und die Straße von Hormus zeigt vielmehr sehr deutlich, wie schnell geopolitische Risiken zu handfesten wirtschaftlichen Problemen werden können.
Deshalb gilt gerade jetzt: Klarheit statt Panik! Ich halte nichts davon, aufgrund jeder neuen Eskalationsmeldung in einen Krisenmodus zu verfallen. Ebenso wenig halte ich es jedoch für sinnvoll, geopolitische Risiken zu ignorieren, nur weil wir uns inzwischen an immer neue Konfliktmeldungen gewöhnt haben.
Lassen Sie sich weder von Negativität, Destruktivität oder Panik treiben noch von einer vorschnellen Beruhigung einlullen. Entscheidend ist, Entwicklungen nüchtern einzuordnen und gleichzeitig den Blick auf die Chancen zu richten, die sich für Ihren Vermögensaufbau und Ihren Vermögensschutz ergeben.
Vorbereitung ist besser als Prognose
Niemand kann seriös vorhersagen, welche Rakete als Nächstes abgefeuert, welche Sanktion beschlossen oder welche diplomatische Vereinbarung geschlossen wird. Genau deshalb ist es für mich wichtiger, auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet zu sein, als den nächsten geopolitischen Schritt erraten zu wollen.
Denn auch in schwierigen Phasen entstehen Chancen für jene Anleger, die vorbereitet sind, Zusammenhänge verstehen und sich nicht von Schlagzeilen treiben lassen. Volatile Märkte eröffnen langfristig orientierten Investoren immer wieder attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Gleichzeitig erinnern Krisen daran, warum Liquidität, Diversifikation und Vermögensschutz keine langweiligen Nebenthemen sind.
Der Nahe Osten bleibt damit einer der bedeutendsten geopolitischen Krisenherde der Welt. Der zynisch anmutende Satz „Im Nahen Osten nichts Neues“ beschreibt leider ziemlich treffend die Gefahr unserer Gewöhnung an das eigentlich Unfassbare. Für Anleger sollte daraus jedoch nicht Gleichgültigkeit entstehen, sondern Aufmerksamkeit. Wer Risiken versteht, vorbereitet ist und gleichzeitig Chancen erkennt, schafft die beste Grundlage, sein Vermögen langfristig zu schützen und weiter aufzubauen.
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Make your Money Safe again - Bitcoin First!
08.06.24) Warum geht's in den nachfolgenden Videos: In diesem spannenden Vortrag von der Invest 2024 spricht Markus Miller (KRYPTO-X.BIZ) über spannende Themen unserer Zeit: Bitcoin, Gold, Inflation, geopolitische Entwicklungen und die Rolle der Staaten in der digitalen Welt. Erfahre, warum es entscheidend ist, Geld selbst zu schützen und welche intelligenten Strategien verfolgt werden sollten.
Markus Miller erläutert die De-Dollarisierung und die Bedeutung von Gold als sicheres Anlageinstrument. Zudem beleuchtet er die steigende Nachfrage nach digitalen Währungen und deren Einfluss auf die globale Finanzlandschaft.
Gold und Bitcoin haben zahlreiche Gemeinsamkeiten
Gold ist durch sein natürliches Vorkommen in der Erdkruste limitiert. Gleiches gilt für den Bitcoin, der mathematisch bzw. algorithmisch streng begrenzt ist. Dieses Effekts einer absoluten mathematischen Knappheit sind sich viele Konsumenten wie Investoren derzeit noch nicht bewusst. Die maximale Angebotsmenge des digitalen Goldes ist dabei auf 21 Millionen Bitcoin limitiert. Wie Gold ist daher auch der Bitcoin ein alternatives und schuldenfreies Ausgleichssystem.
Welch ein wertvoller Gegensatz zu unseren ungedeckten, schuldenbehafteten und unlimitierten Papiergeldwährungen wie dem US-Dollar oder dem Euro. Mit diesem hochinteressanten Themenbereich befasst sich Markus Miller - Gründer von KRYPTO-X.BIZ - in seinem Vortrag "BITCOIN FIRST" im Rahmen der Finanzmesse Invest 2024 in Stuttgart. Den ersten Teil des Vortrages finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart. Den zweiten Teil auf dem YouTube-Kanal von GEOPOLITICAL.BIZ - Markus Miller:
TEIL 1 finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart
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Kanada statt Arabien!
(24.03.22) Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat aktuell eine Reihe neuer Berichte veröffentlicht. Im Blickpunkt stand dabei die neue Energiestudie, die mit ihren faktenbasierten Informationen vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine einmal mehr einen aktuellen Beitrag zur Einschätzung der globalen Energiesituation liefert. So verdeutlicht die Studie u.a. die hohe Importabhängigkeit Deutschlands bei der Energieversorgung, vor allem von Erdgas aus Russland.
Während die Fördermenge aller mineralischen Rohstoffe leicht stieg, ging die Produktion heimischer Energierohstoffe zurück. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Die Nachfrage nach Energie hält weiter an. Auch trotz Corona-Krise und Krieg. Nach dem zwischenzeitlichen Einbruch der Weltwirtschaft im Jahr 2020 - mit einem Rückgang des Energieverbrauchs um mehr als 4% - stieg die Nachfrage seither.
Deutschland ist auf Kies und Sand gebaut!
Wenn Sie nach den bedeutendsten deutschen Rohstoffen gefragt werden, dann fallen Ihnen vermutlich derzeit Ressourcen wie Öl, Gas, Kohle oder Weizen ein. Vielleicht auch noch Wasser, Stahl oder Holz. Der Bericht der BGR zur Rohstoffsituation in Deutschland verdeutlicht hingegen, dass erstmals nicht nur mengenmäßig, sondern auch vom Wert her Kies und Sand sowie gebrochene Natursteine die bedeutendsten deutschen Rohstoffe sind. Deutschland ist eines der führenden Industrieländer der Erde und daher auch Großverbraucher mineralischer Rohstoffe.
Ein Großteil der jährlich in Deutschland benötigten Rohstoffe, insbesondere die Steine- und Erden-Rohstoffe, werden aus heimischen Lagerstätten gewonnen. Damit ist die Eigenversorgung mit diesen Rohstoffen ganz oder zumindest anteilig sichergestellt. Hingegen ist die Bedarfsdeckung bei Metallen, einzelnen Industriemineralen und den Energierohstoffen, mit Ausnahme der Braunkohle, sehr stark von Importen abhängig.
Fazit: Mit Kies und Sand lässt sich die Energieversorgung Deutschlands nicht sicherstellen. Alternativen zu Russland sind gefragt!
Deutschland benötigt strategische Partnerschaften mit rohstoffreichen Staaten!
Die weltweit größten Öl- und Gasreserven befinden sich mit 304 Mrd. Barrel in Venezuela. Das entspricht 18 Prozent der globalen Reserven. Ähnlich viel vom "schwarzen Gold" besitzt Saudi-Arabien (298), gefolgt von Kanada (168), dem Iran (158) und dem Irak (145). Gestern hat Russlands unter Führung seines Präsidenten Wladimir Putin beschlossen, dass Erdgaslieferungen aus Russland zukünftig in Rubel zu bezahlen sind. Russland wird keine Zahlungen in US-Dollar oder Euro mehr akzeptieren. Von der Maßnahme betroffen sind die von Russland auf einer schwarzen Liste festgehaltenen „unfreundlichen Staaten“. Dazu gehören alle EU-Staaten, aber auch die Schweiz, die USA, Kanada oder Großbritannien.

Geopolitik: Die De-Dollarisierung ist in vollem Gange!
Dieser gravierende Schritt wird zu einer weiteren De-Dollarisierung führen und Währungsalternativen noch attraktiver machen, wie ich Ihnen diese in meiner aktuellen Sonderausgabe „Sichere Häfen“ empfohlen habe. Auch meine erste Sonderausgabe aus diesem Jahr mit dem Titel „Rohstoffe“ hat nichts an Aktualität verloren, im Gegenteil.
Von Russland zu Arabien bedeutet vom Regen in die Traufe!
Für Deutschland geht es in nächster Zeit um die Mammutaufgabe, die Rohstoff-Abhängigkeit von Russland im Bereich Öl und Gas zu reduzieren. Der deutsche Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck bereiste zuletzt arabische Staaten wie Katar, um diese Länder für Energiepartnerschaften zu gewinnen.
Ich bewerte diesen Anbiederung an Araber als schwerwiegenden strategischen Fehler. Ich würde es hingen sehr begrüßen, wenn eine strategische Rohstoff-Partnerschaft mit einem soliden Land wie Kanada weit stärker priorisiert werden würde, als neue Abhängigkeiten von dubiosen Staaten im arabischen Raum zu schaffen!
Kanada verfolgt erfolgreich das Konzept der sozialen Marktwirtschaft
Kanada ist die elftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Der zweitgrößte Flächenstaat der Erde hat dabei die drittgrößten Erdölreserven der Welt sowie 20% der weltweit zur Verfügung stehenden Frischwasserreserven. Die Holzvorräte sind ebenfalls beeindruckend: 46% der Landfläche Kanadas sind von Wald bedeckt. Das entspricht einem Anteil von 10% der weltweiten Waldflächen. Dieser Reichtum an natürlichen Ressourcen ist eine der Grundlagen für die hohe Attraktivität des liberalen nordamerikanischen Landes.
Kanada gilt als eine soziale Marktwirtschaft, der wirtschaftliche Spielraum für Aktivitäten ist dennoch sehr groß. Nach meiner Einschätzung ist Kanada heute weit näher an den Werten Ludwig Erhards, dem einstigen Vater der sozialen Marktwirtschaft und des deutschen Wirtschaftswunders, als die planwirtschaftliche Politik in der EU, der sich auch die Bundesrepublik Deutschland immer stärker beugen muss – aus meiner Sicht ist diese Entwicklung auch genauso gewollt. Kanada verfügt zudem über ein stabiles politisches System mit großer Rechtssicherheit.
Kanada ist ein führender Produzent landwirtschaftlicher Erzeugnisse
Kanada ist ein großer Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die fünf größten Segmente sind dabei Getreide, Ölsaaten, Fleischprodukte, Lebendvieh und die Fischereiwirtschaft. In Bezug auf die großen Rohstoffvorkommen ist der Bergbau der wichtigste Sektor für den kanadischen Staat. Kanada ist beispielsweise der größte Produzent der
Welt von Kalium, Nickel, Cadmium, Schwefel, Zink und Uran. Beim Abbau von Aluminium, Titan, Kobalt, Molybdän, Gold und Blei erscheint das Land an dritter Stelle. Über 80% der geförderten Ressourcen werden exportiert, überwiegend in die USA.
Die kanadische Währung war lange an das Britische Pfund Sterling gekoppelt. Ab 1792 erfolgten mit Duldung der britischen Regierung erste Bankgründungen im heutigen Kanada. Mit steigendem Einfluss der US-Wirtschaft fand eine zunehmende Orientierung zum US-Dollar statt. 1858 wurde der Kanadische Dollar eingeführt, er galt aber erst ab 1871 in allen kanadischen Provinzen als gesetzliches Zahlungsmittel. Bis 1933 war die Währung mit Gold gedeckt. Heute nimmt der Kanadische Dollar mit dem internationalen Währungscode CAD auf der Rangliste der international wichtigsten Währungen den sechsten Platz ein.
Fazit: Deutschland und Europa sollten sich strategisch Kanada zuwenden und nicht Arabien!
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Die Kriegs-Analyse!
(24.02.22) Unter diktatorischer Führung von Wladimir Putin hat sich in dieser Woche die Krise zwischen Russland und der Ukraine nicht nur massiv verschärft, sondern ist zwischenzeitlich durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eskaliert. Der Präsident Russlands hat in einer in weiten Teilen grotesken Ansprache der Ukraine die Daseinsberechtigung abgesprochen und die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk als unabhängige Volksrepubliken anerkannt.
Am heutigen Morgen sprach Putin in einer Fernsehansprache unter anderem von „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine. Allein diese Wortwahl zeigt, wie irrational Russlands Präsident denkt und handelt. Das in Artikel 2 Absatz 4 der Uno-Charta verankerte generelle Gewaltverbot untersagt Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines anderen Staates. Auf diese Eskalation werden die Vereinigten Staaten und die Europäische Union jetzt mit massiven Sanktionen reagieren müssen.
Die Vorgehensweise Wladimir Putins gleicht dabei seiner Strategie aus dem Jahr 2008, als Georgien nach einem kurzen Krieg mit Russland die Regionen Abchasien und Südossetien abtreten musste. Im aktuellen Konflikt ist das Ziel Putins - wie damals - die Verhinderung der Aufnahme eines Landes in die NATO. Weil aus Putins Sicht eine NATO-Aufnahme der Ukraine die Sicherheit Russlands bedroht. Dazu verletzt Russland erneut die territoriale Unversehrtheit und Souveränität eines Staates. Mit Bezug auf die Ukraine ist auch dieser Weg nicht neu, weil bereits im Jahr 2014 die Annexion der geostrategisch wichtigen Halbinsel Krim auf ähnliche Art und Weise erfolgte. Auch hier kam es zu einem kurzzeitigen, bewaffneten Konflikt.
Die EU-Kommission erwartete für den Fall eines Krieges in der Ukraine eine Million Flüchtlinge. Auch diese Folge des Krieges wird Europa und vor allem Deutschland erneut vor gigantische Herausforderungen stellen. Die Ukraine ist weit näher als Syrien!
Hinweis: Die Analyse ist ein Auszug aus meinem Wirtschaftsdienst "Kapitalschutz vertraulich"
ANALYSE I: Die Geopolitik um das Imperium Russlands
Die US-Botschafterin Thomas-Greenfield warf dem russischen Präsidenten im UN-Sicherheitsrat am vergangenen Montag vor, er träume von einem russischen Großreich. Der Präsident habe behauptet, dass Russland heute einen rechtmäßigen Anspruch auf alle Gebiete des russischen Imperiums habe, die in den Grenzen des ehemaligen russischen Reichs vor der Sowjetunion liegen würden.
Die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, welche Ausdehnung dieses Russische Reich im Jahr 1914 hatte. In dieses Reich fielen die heutigen Staaten Ukraine, Weißrussland, Finnland, Georgien, Moldawien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Estland, Lettland und Litauen. Außerdem gehörten Teile Polens (inkl. Warschau) und der heutigen Türkei zum Russischen Reich. In der Karte sind die betreffenden Länder und Gebiete rot schraffiert. Die in der Grafik gezeigten Grenzen des Russischen Reiches basieren dabei auf einer Darstellung aus dem Großen Historischen Weltatlas, welche die politische Landkarte der Welt um 1914 aufzeigt.

Plant Wladimir Putin ein neues großrussisches Reich?
Der deutsche Osteuropahistoriker Karl Schlögel bestätigt in einem Interview mit T-Online diese Einschätzung der US-Botschafterin indirekt. Putin wolle Schlögel zufolge zurück zur Großmacht, zu einer Neuauflage des Ostblocks und zur Vorherrschaft über Europa. Zugleich weist Schlögel daraufhin, dass der Fokus auf geostrategische Ziele Russlands zu eng gesteckt sei:
„Es wäre gut, etwas mehr in Soziologie und Herrschaftsanalyse zu investieren, nicht nur in Geografie, vielleicht auch mehr in konkrete Kenntnis vor Ort als in historische Analogien und Zukunftsspekulationen.“ Statt sich der anstrengenden Modernisierung zu stellen, setze Putin zur Ablenkung auf einen kleinen erfolgreichen Krieg.
Russland ist ein wichtiger Öl- und Gaslieferant für die Europäische Union, was die aktuelle Krisen-Situation noch komplexer macht. Der Handelsüberschuss der Europäischen Union brach angesichts der steigenden Energiepreise in den letzten Monaten zusammen, als die Energieimporte um mehr als 70 Prozent auf 381 Milliarden Euro im Jahr 2021 anstiegen.
Laut Eurostat stieg das Handelsdefizit der EU beim Handel mit Russland von 15,7 auf 69,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, da die Energieimporte aus der Russischen Föderation von 60 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 99 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen sind. Die Russland-Krise verstärkt den geopolitischen Kampf um Zugangswege zu strategischen Rohstoffen aber auch neuen Technologien.
Hinweis: Die Analyse ist ein Auszug aus meinem Wirtschaftsdienst "Kapitalschutz vertraulich"
Erstes Fazit: Russland isoliert sich und schadet seiner Volkswirtschaft!
Bei aller Dramatik ist bemerkenswert, dass selbst China als wichtigster Partner Russlands, nicht an der Seite des größten und rohstoffreichen Flächenstaates steht. Das Reich der Mitte kritisiert die Vorgehensweise Russlands ebenso wie Japan und selbst die Türkei. Die weltweite Staatengemeinschaft fordert weitestgehend geschlossen eine Rückkehr zur Diplomatie und zum Völkerrecht. Russland hat sich selbst isoliert.
An der Börse in Moskau ist der russische Aktienindex RTS auf US-Dollar-Basis um mehr als ein Drittel regelrecht eingebrochen. Hier zeigt sich die Angst der Investoren vor massiven Sanktionen des Westens gegen die Volkswirtschaft Russlands. Die jetzt kommenden Sanktionen werden nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Zugang russischer Banken zu den europäischen Finanzmärkten abschneiden. Darüber hinaus sollen russische Vermögenswerte in der EU eingefroren werden, und wichtigen Sektoren der russischen Wirtschaft soll der Zugang zu Schlüsseltechnologien und Märkten verwehrt werden. Für das die bereits mehr als marode Volkswirtschaft Russlands könne sich diese Maßnahmen zu einem regelrechten Todesstoß entwickeln.
Speziell die Aktien von Banken, Öl-, Gas- und Rohstoff-Werten sind – trotz neuen Rekordständen bei den Ölpreisen – geradezu implodiert. Lukoil, Gazprom, Norilsk und Rosneft gehören mit Verlusten von bis zu 50 Prozent zu den größten Verlierern an der russischen Börse. Der Russische Rubel bricht ebenfalls zusammen, verbunden mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung.
Neben den Ukrainern sind deswegen die Russen selbst die größten Verlierer der Eskalation!
ANALYSE II: Krieg ist immer ein Konjunkturprogramm
Ich bin mir sehr bewusst und auch dankbar dafür, dass ich einer Generation angehöre, die noch keinen Krieg direkt erlebt hat. Deswegen ist es mir wichtig, dass meine nachfolgenden Ausführungen nicht als Verharmlosung der aktuellen Eskalation und den dramatischen Folgen für die Menschen in der Ukraine zu sehen sind, sondern als rationale Betrachtung ökonomischer Entwicklungen in der Vergangenheit. Kriege sind dabei in ihren Folgen temporär begrenzt und haben relativ zeitnah enorm positive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das Deutsche Wirtschaftswunder nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges und dem Untergang des 3. Reiches und der dadurch entstehende Wohlstand ist dabei der beste Beleg.
Der US-Aktienindex reagierte seit dem Jahr 1940 auf einen Kriegsausbruch insgesamt nur insgesamt fünf Mal mit einem zweistelligen prozentualen Kursverlust. Ich will auch hier den Kriegsausbruch in der Ukraine und die damit verbundenen Leiden der betroffenen Menschen nicht verharmlosen, aber es steht außer Frage, dass wir in der Vergangenheit bei deartigen Kurseinbrüchen weit schlimmere Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen hatten. Die Anschläge des 11. September 2001 sind darüber hinaus nicht als konventioneller Krieg zu werten, da hier der Angriff ja nicht von einem Staat und mittels Soldaten erfolgte.
Die 5 großen Kriegs-Kurseinbrüche des Dow Jones seit dem Jahr 1940
| Jahr | Kurseinbruch in Tagen | Kurseinbruch in % | Entwicklung 6 Monate nach Kurstief | |
| Deutscher Einmarsch in Frankreich | 1940 | 13 | -17% | +7% |
| Koreakrieg | 1950 | 20 | -12% | +19% |
| US-Angriff auf Kambodscha | 1970 | 27 | -14% | +21% |
| Irakische Invasion in Kuwait | 1990 | 21 | -13% | +16% |
| Anschläge des 11. September | 2001 | 5 | -16% | +30% |
Zweites Fazit: „Kaufen wenn die Kanonen donnern“ hat sich bewährt!
Die historischen Entwicklungen belegen, dass Aktienmärkte auf einen ausbrechenden Krieg häufig nicht so negativ reagieren, wie das in den Zeiten der Angst und Panik erwartet wird. Kriege sind stets auch ein Konjunkturprogramm und gleichzeitig bauen sich große Nachholeffekte auf, die dann zu starken Wachstumsimpulsen führen. Dann, wenn sich der Rauch wieder verzogen hat. Auch diese Tage werden kommen!
Deswegen gilt es für Sie jetzt vor allem die Ruhe und Rationalität zu bewahren und nicht in Angst, Panik und damit verbundenen Aktionismus zu verfallen!
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die 8 größten Steueroasen der Welt!
(07.05.21) Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.
Die großen Volkswirtschaften Europas sind besonders betroffen – Briten und Franzosen müssen ähnlich hohe Verluste wie Deutschland hinnehmen. Des einen Leid, ist des anderen Freud’: 80 bis 90 Prozent des Körperschaftsteueraufkommens der Mittelmeer-Inselstaaten Malta und Zypern entsteht durch die Gewinnverschiebungen der Unternehmen.
Der Großteil der in Summe etwa 20 Milliarden US-Dollar aus Deutschland bleibt innerhalb der EU. Rund sechs Milliarden Dollar fließen Richtung Luxemburg, weitere fünf in die Niederlande und auch in Irland erhält knapp drei Milliarden US-Dollar an möglichen Körperschaftsteuereinnahmen.
Verantwortlich für diesen Aderlass sind multinationale Konzerne wie Google und Apple, die sich beispielsweise Jahre lang das sogenannte "Double Irish with a Dutch Sandwich" zunutze gemacht. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem über mehrere Tochterfirmen in Irland und den Niederlanden Profite am Fiskus vorbei geschleust werden. Die Regierung Irlands unterbindet diese Methode allerdings seit 2020.

Cayman Islands: Die Nr. 1 der globalen Schattenwirtschaft
Schätzungsweise 21 bis 32 Billionen US-Dollar privates Finanzvermögen liegen laut Tax Justice Network unversteuert auf Konten in Steueroasen weltweit. Das Ausmaß der globalen illegalen Finanzströme wird von den Experten mit bis zu 1,6 Billionen US-Dollar im Jahr beziffert. Die größten Schattenfinanzzentren werden im Financial Secrecy Index erfasst und dabei der Grad der Geheimhaltung in Verbindung mit dem Anteil am globalen Markt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen betrachtet.
Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis dieses Rankings zeigt, sind die Cayman Island die größte Steueroase der Welt - gefolgt von den USA, der Schweiz und Hongkong. Großbritannien steht, ohne seine Überseeterritorien, auf Rang 12. Würde man das Geflecht aus Niedrigsteuer-Inselstaaten hinzunehmen, würde das Vereinigte Königreich an erster Stelle stehen. Deutschland belegt den 14. Platz der Liste.
Auffällig hierbei ist, dass vor allem große OECD Mitglieder die Profiteure von geheime Finanzflüssen sind und nicht etwa vereinzelte Inselstaaten, wie es einem der Stereotyp der Steueroase weismachen will. Die Analysen des Tax Justice Networks zeigen jedoch auch, dass sich die Situation in letzter Zeit bessert. Globale Finanzkrisen, Whistleblower und der Druck der Öffentlichkeit bewegen immer mehr Regierungen dazu politische Bedingungen zu schaffen, um aktiv gegen die illegale Finanzströme vorzugehen.

Setzen Sie jetzt auf ebenso legitime wie legale Haftungsschutz-Oasen!
Die klassischen Steueroasen stehen zunehmend vor der Austrocknung, dennoch werden auch in Zukunft internationale Standortlösungen ihre legitime Berechtigung haben. Die Coronavirus-Pandemie führt dazu, dass die Staatsschulden weiter explodieren. Das gilt gerade auch für zahlreiche Länder der Europäischen Union. Am Ende des Tages werden Bürger und Steuerzahler der starken Gemeinschaftsländer wie Deutschland die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise bezahlen müssen.
Hier bietet Ihnen das Fürstentum Liechtenstein - das längst keine Steueroase mehr ist - und solide Länder wie die Schweiz, Kanada oder das Königreich Norwegen attraktive Lösungswege und Handlungsalternativen außerhalb der Haftungsgemeinschaft der Europäischen Union und der Euro-Systeme. Vertrauen Sie nicht - blind - den Staaten und Politikern in EU-Europa, sondern setzen Sie eigenverantwortlich und selbstbestimmt auf Ihre Finanzielle Selbstverteidigung!

Fürstentum Liechtenstein: Aktuelles aus der Haftungsschutz-Oase!
Das Fürstentum Liechtenstein ist nach meiner Einschätzung auf einem ganz hervorragenden Weg. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein sorgt gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag für die Gewährleistung der Stabilität des Finanzmarktes Liechtenstein, den Schutz der Kunden, die Vermeidung von Missbräuchen sowie die Umsetzung und Einhaltung anerkannter internationaler Standards. Die FMA beaufsichtigt als integrierte und unabhängige Aufsichtsbehörde die Finanzmarktteilnehmer des Finanzplatzes Liechtenstein.
Sie sorgt für die Umsetzung internationaler Standards und arbeitet im Auftrag der Regierung an der Vorbereitung von Finanzmarktgesetzen mit. Auf europäischer und globaler Ebene ist die FMA in allen maßgebenden Aufsichtsorganisationen vertreten. Aktuell hat die FMA Liechtenstein ihren wie immer sehr interessanten Medienbericht veröffentlicht.
Starker Finanzsektor in der Pandemie
Die Covid-19-Pandemie war das prägende Ereignis des Jahres 2020 für den Finanzsektor und die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein. Trotz außerordentlicher Bedingungen und Turbulenzen an den Finanzmärkten war der Finanzsektor voll funktionsfähig und stabil. Er leistete für die Realwirtschaft und die Bevölkerung unentbehrliche Dienste wie beispielsweise im Zahlungsverkehr, in der Kreditvergabe oder in der Versicherung. Die FMA hat in der Pandemie dank ihrer hohen digitalen Reife ihren Geschäftsbetrieb vollumfänglich aufrechterhalten können und die notwendigen aufsichtlichen Maßnahmen zeitnah gesetzt.
Mit der dezentralen Arbeitsweise gewährleistete die FMA zudem den Schutz der Mitarbeitenden. Die Covid-19-Pandemiestelltedie FMA vor die Herausforderung, ihren gesetzlichen Auftrag im Rahmen der regulatorischen Vorgaben flexibel und zugunsten des wirtschaftlichen Gesamtbilds auszuüben. Im Fokus standen die Prüfung der Weiterführung des Geschäftsbetriebs der Finanzintermediäre und die Kontrolle von finanziellen Risiken. Die Finanzinstitute wurden angehalten, ihren regulatorischen Spielraum auszunutzen und die Realwirtschaft mit Krediten zu versorgen, um so eine Kreditklemme zu verhindern.
Die FMA hat zur operationellen Entlastung der Finanzintermediäre in Abstimmung mit den Europäischen Aufsichtsbehörden verschiedene zeitlich befristete Erleichterungen, beispielsweise bei Vor-Ort-Kontrollen oder bestimmten Meldepflichten, vorgenommen. Zur laufenden Beurteilung der Risikosituation und der finanziellen Lage hat die FMA im Einklang mit den Europäischen Aufsichtsbehörden jedoch auch zusätzliche Meldepflichten eingeführt.
Finanzplatz auf Wachstumskurs
Die verwalteten Kundenvermögen der liechtensteinischen Banken inklusive der ausländischen Gruppengesellschaften stiegen im Jahr 2020 um 4,5% auf CHF 365,4 Mrd. Die harte Kernkapitalquote (CET1) des gesamten Bankensektors stieg von 20,0% auf 21,7%. Die Kapitalisierung ist im EU-Vergleich deutlich überdurchschnittlich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug für den Bankensektor CHF 543,4 Mio. gegenüber CHF 639,5 Mio. im Vorjahr.
Das Fondsvolumen lag Ende 2020bei CHF 59,1 Mrd. (2019: CHF 58,8 Mrd.). Die verwalteten Kundenvermögen der Vermögensverwaltungsgesellschaften im Fürstentum Liechtenstein stiegen 2020 um rund 6% auf CHF 53 Mrd. Die Versicherungsunternehmen nahmen im Jahr 2020 CHF 5,54 Mrd. an Prämien ein, gleichviel wie im Vorjahr.
Risiken für die Finanzstabilität erfordern hohe Wachsamkeit
Die FMA beurteilt die Risiken für die Finanzstabilität trotz der negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Volkswirtschaften als begrenzt. Ein möglicher Anstieg der Kreditausfälle, die hohe Bewertung an den Aktienmärkten, das Niedrigzinsumfeld, Inflationsrisiken und die unsichere Entwicklung der Volkswirtschaften erfordern jedoch eine hohe Wachsamkeit zur Gewährleistung der Finanzstabilität.
Der Liechtensteiner Finanzsektor profitiert von hohen Kapital- und Liquiditätspuffern, die nicht nur die Verlustabsorptionsfähigkeit in der Krise erhöhen, sondern auch das Vertrauen der Kunden und Märkte in den Finanzplatz stärken.
Mehrere Verfahren wegen Verstößen gegen das Sorgfaltspflichtgesetz
Per Ende 2020 führte die FMA 28 Verwaltungsverfahren sowie 18 Verwaltungsstrafverfahren. Im Jahr 2020 konnten 139 Verfahren bzw. Vorerhebungen abgeschlossen werden. Verschiedene Verfahren und Vorerhebungen gegen Finanzintermediäre in Liechtenstein wurden wegen Verletzung der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäscherei geführt. Weitere Gegenstände von Verfahren waren u.a. Gewährserfordernisse des Aktionariats, Meldepflichtverletzungen, Mindestliquiditätsquote, Anforderungen an den Verwaltungsrat und Verdacht auf Insiderhandel.
Die FMA verfügte wegen Verstößen gegen das Sorgfaltspflichtgesetz fünf rechtskräftige Bußen in der Höhe von CHF 939.000. Insgesamt verhängte die FMA 18 rechtskräftige Bußen in der Höhe von CHF 1.035.500. Die Sanktionen werden auf der Website der FMA veröffentlicht. Die von der FMA erhobenen Bussen fließen in die Staatskasse.
Aufsichtsschwerpunkt Geldwäschereiprävention
Die Prüfung der Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäscherei bildet auch für das Jahr 2021 ein Aufsichtsschwerpunkt. Die Kontrolltätigkeit folgt einem strikt risikobasierten Ansatz. Je höher die Einstufung eines Finanzintermediärs bezüglich möglicher Bedrohungen ist, desto intensiver gestaltet sich die Aufsicht. Die FMA hatte im April 2019 die Geldwäschereiprävention in einer Organisationseinheit konzentriert und personell verstärkt. Das Geldwäschereiabwehrdispositiv Liechtensteins wird im September 2021 durch MONEYVAL überprüft werden.
Erste Registrierungen von VT-Dienstleistern
Anfang 2020 trat das Gesetz über Token und VT-Dienstleister (TVTG) in Kraft. Ende 2020 waren zehn Unternehmen für 24 Dienstleistungen nach dem TVTG registriert. Der FMA obliegt die Registrierung der VT-Dienstleister und die anlassbezogene Aufsicht. Das Gesetz definiert die rechtlichen Anforderungen für das Erbringen von Dienstleistungen auf VT-Systemen. VT-Systeme sind auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme, die eine Vielzahl von wirtschaftlichen Dienstleistungen ermöglichen. Das bekannteste Beispiel ist die Blockchain. Mehr dazu auf unserem Portal: KRYPTO-X.BIZ
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Zeitbombe Demografie!
(21.03.21) In meinem aktuellen Buch „Finanzielle Selbstverteidigung“ gehe ich auf die drei großen Herausforderungen unserer Zeit ein: Digitalisierung, Demografie und Migration. Die Demografie ist dabei gerade für Länder wie Deutschland ein wichtiger Einflussfaktor, was auf globaler Ebene auch für weitere Industriestaaten gilt. Die Alterspyramide der Weltbevölkerung nähert sich immer stärker einer Kastenform an, weil die Bevölkerung wächst und immer älter wird.
Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Schätzungen und Prognosen der Vereinten Nationen (UN). Zu den Ursachen für die steigende Lebenserwartung zählen unter anderem der medizinische Fortschritt, eine bessere medizinische Versorgung und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen. Zu Grunde liegt der Prognose ein mittleres Fruchtbarkeitsszenario.

Die Welt altert: Japan kämpft seit Jahren gegen seine Methusalemisierung
Der derzeitige Altersmedian variiert im internationalen Ländervergleich stark. Am geringsten ist er demnach mit 15,2 Jahren in Niger, Afrika. Den höchsten Altersmedian hat dagegen Japan mit 48,4 Jahren. In Deutschland liegt er bei 45,7 Jahren. Länder mit einem hohen Altersmedian haben mit einer Überalterung der Gesellschaft und teilweise auch mit niedrigen Fertilitätsraten (Geburtenraten) zu kämpfen.
Dabei kommen insbesondere auf die Sozialkassen der Länder große Belastungen zu. Japan gehört zu den Ländern mit den weltweiten niedrigsten Fertilitätsraten (1,42). Die japanische Regierung versucht mit diversen Maßnahmen, etwa höheren Kindergeldzahlungen, die Geburtenraten anzuheben. Das angepeilte Ziel bis zum Jahr 2026 liegt bei einer Rate von 1,8 Kindern.
Weltweit leben die Menschen länger und werden zunehmend über 100 Jahre alt!
Wie die machfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der Vereinten Nationen zeigt, wurden vergangenes Jahr geschätzt eine halbe Million Menschen über 100. 1950 wurden lediglich 40.000 Frauen und Männer so alt. Für das Jahr 2055 prognostiziert die Quelle eine Zahl von 4,3 Millionen über Hundertjährige, 2090 könnten sogar 16,4 Millionen Menschen dieses Alter erreichen. Zu den Ursachen für die steigende Lebenserwartung zählen unter anderem der medizinische Fortschritt und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein.
Zu Grund liegt der Prognose ein mittleres Fruchtbarkeitsszenario. Frauen erreichen dieses Alter durch ihre höhere Lebenserwartung eher als Männer: 2020 waren geschätzt rund 80 Prozent der über Hundertjährigen weiblich. Den nach Ländern größten "Club der Hundertjährigen" gibt es in Japan: 79.000 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren zählt das Land UN-Schätzungen zufolge inzwischen. In Deutschland sind hingegen nur 19.000 Menschen.

Der demografische Wandel ist auch in Deutschland in vollem Gang
Auch die deutsche Bevölkerung altert massiv, wie die Bevölkerungsprognosen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Die Alterspyramide in Deutschland entwickelt danach bis 2060 immer stärker eine Urnenform - unten schmal und nach oben breiter werdend. Diese Form kommt zustande, weil einerseits die Geburtenzahlen abnehmen und andererseits die Lebenserwartung zunimmt. Gut zu erkennen ist, dass demnächst die so genannte Babyboom-Generation in Rente gehen wird.
Als Babyboomber werden die geburtenstarken Jahrgänge der Zeit von 1955 bis 1965 bezeichnet. Das Wirtschaftswunder sorgte damals für steigende Geburtenraten. Das staatliche Rentensystem wird daher in den kommenden Jahren großen finanziellen Belastungen ausgesetzt.

Alterndes Europa - junges Afrika
Der Altersmedian variiert im internationalen Ländervergleich stark. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von UN-Daten. Am geringsten ist er demnach mit 15,2 Jahren in Niger, Afrika. Den höchsten Altersmedian hat dagegen Japan mit 48,4 Jahren. In Deutschland liegt er bei 45,7 Jahren.
Länder mit einem hohen Altersmedian haben mit einer Überalterung der Gesellschaft zu kämpfen. Dabei kommen insbesondere auf die Sozialkassen der Länder große Belastungen zu. Das deutsche Rentensystem ist aufgrund des demografischen Wandels bereits jetzt unter Druck. Wie die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen, ist die Lücke zwischen eingenommenen Rentenbeiträgen und den Rentenausgaben über die Jahre größer geworden.
Japan gehört zu den Ländern mit den weltweiten niedrigsten Fertilitätsraten (1,42). Die japanische Regierung versucht mit diversen Maßnahmen, etwa höheren Kindergeldzahlungen, die Geburtenraten anzuheben. Das angepeilte Ziel bis zum Jahr 2026 liegt bei einer Rate von 1,8 Kindern.
Hinweis: Der Wert, der genau in der Mitte einer Datenverteilung liegt, nennt sich Median oder Zentralwert. Die eine Hälfte aller Individualdaten ist immer kleiner, die andere größer als der Median. Bei einer geraden Anzahl von Individualdaten ist der Median die Hälfte der Summe der beiden in der Mitte liegenden Werte.

Im Niger bekommt eine Frau im Durchschnitt 7 Kinder!
Niger hingegen ist das Land mit der weltweit höchsten Geburtenrate, eine Frau bekommt im Durchschnitt sieben Kinder. Die Bevölkerung wächst trotz hoher Kindersterblichkeit rasant, weit stärker als noch vor wenigen Jahren erwartet. Einer aktuellen Prognose wird sich die Reihenfolge der Liste der 10 bevölkerungsreichsten Länder der Welt bis ins Jahr 2100 deutlich verändern. Danach werden in der Top10-Liste fünf afrikanische Länder sein. Derzeit ist lediglich Nigeria in der Top-Liste. Die Subsahara-Region in Afrika die einzige Region der Welt, die bis zum Ende des Jahrhunderts weiter wachsen wird.
Der Blick auf die Zeit bis ins Jahr 2100: Die Demografie wird zu massiver Migration führen!
Einer aktuellen Prognose wird sich die Reihenfolge der Liste der 10 bevölkerungsreichsten Länder der Welt bis ins Jahr 2100 deutlich verändern. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Institutes for Health Metrics and Evaluation (IHME). Das IHME ist ein Forschungsinstitut, das im Bereich der globalen Gesundheits- und Demografieentwicklung an der University of Washington in Seattle tätig ist. Für Ihre Prognose haben die Forscher eine Reihe demografischer Faktoren berücksichtigt, etwa die steigende Lebenserwartung, Migrations- und Fertilitätsraten oder den Zugang zu Verhütungsmitteln.
Danach wird China in diesem Zeitraum die Hälfte seiner Einwohnerzahl einbüßen und in der Liste werden fünf afrikanische Länder sein. Derzeit ist lediglich Nigeria in der Top-Liste. Die Subsahara-Region in Afrika die einzige Region der Welt, die bis zum Ende des Jahrhunderts weiter wachsen wird. Der Bevölkerungsrückgang in den stark schrumpfenden Staaten hat laut Forschung verschiedene Gründe. Demnach gibt es einerseits Staaten mit hoher Abwanderung, wie etwa die südosteuropäischen Staaten, in Richtung der finanzkräftigeren und lohnstärkeren EU-Länder Zentral- und Westeuropas.
Vor allem im Bereich der Pflege und bei Handwerksberufen verlassen viele Arbeitende ihr Heimatland. In anderen Ländern schrumpft die Geburtenrate deutlich, so etwa in China. Forscher des IHME gehen - im Gegensatz zur UN Population Devision - davon aus, dass die Zahl der Weltbevölkerung im Jahr 2100 geringer sein wird als 2017. Die UN-Prognose bei einem mittlereren angenommenen Bevölkerungswachstum rechnet im Jahr 2100 mit einer Weltbevölkerung von insgesamt 10,9 Milliarden Menschen. Forscher des IHME rechnen im Basiszenario mit 8,8 Milliarden Menschen.

Fazit: Investieren Sie in die "Alternde Gesellschaft"
Investieren Sie in die „Alternde Gesellschaft“. Weiterführende Informationen zu dieser Thematik finden Sie in meinem Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.
Setzen Sie auf Finanzielle Selbstverteidigung!
Die Coronavirus-Pandemie führt dazu, dass die Staatsschulden weiter explodieren. Das gilt gerade auch für zahlreiche Länder der Europäischen Union. Am Ende des Tages werden Bürger und Steuerzahler der starken Gemeinschaftsländer wie Deutschland die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise bezahlen müssen.
Ein Kapitel meines aktuellen Buches lautet "Digitale Selbstverteidigung". Dabei geht es ebenfalls um die Wiederstandsfähigkeiten gegen die unterschliedlichsten Einflüsse und Gefahren, die die zunehmende Digitalisierung mit sich bringt. Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.
Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem wie wir es derzeit noch kennen.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Das Jahr der Ebbe und der Badehose!
(11.12.20) Das Jahr 2020 neigt sich jetzt dem Ende entgegen und viele Menschen werden dies mit einem „Gott sei Dank!“ begleiten. Der legendäre Investor Warren Buffett traf einst die Aussage „Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat“. Diese Ebbe kommt in meinen Augen im kommenden Jahr. Denn 2021 wird meines Erachtens von zahlreichen Problemen geprägt sein, die aufgrund der Corona-Pandemie lediglich aufgeschoben wurden. Beispielsweise durch die massiven Staatseingriffe in Form von Hilfszahlungen, die nicht unbegrenzt weitergeführt werden können, oder die bisherige Aussetzung der Insolvenzantragspflicht.
Für 2021 ist deshalb ein massiver Anstieg der Insolvenzen zu erwarten, da vielen Selbstständigen die Geschäftsgrundlage entzogen wurde und Angestellte ihren Arbeitsplatz verloren haben. Zahlreiche Firmen aus dem Mittelstand und selbst große Konzerne werden in Konkurs gehen, wenn die Flut der Staatshilfen zurückgeht. Durch die in dieser Folge belastenden Kreditausfälle wird auch das Bankensystem vor einem massiven Stresstest stehen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich selbst mehrere Ersatzbadehosen – von unterschiedlichen Anlagestrategien bis hin zu Standbeinen außerhalb von Euro und EU – zulegen, damit Sie in der kommenden Ebbe nicht riskieren, vollkommen nackt dazustehen.
Jahresrückblick: Das Jahr 2020 in Google-Suchanfragen
Viele Menschen in der westlichen Welt nutzen den Suchmaschinen-Monopolisten Goolge nahezu täglich. Deswegen sind auch Google-Auswertungen sehr interessant. Coronavirus, US-Wahl, Wirecard-Skandal – was die Deutschen in diesem Jahr besonders beschäftigt hat, lässt sich an den Google-Suchanfragen mit dem größten Wachstum gut ablesen. Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, werden die Suchbegriffe des Jahres, wie in den meisten Ländern der Welt, von der Corona-Pandemie angeführt. Gleich zu Beginn des Jahres hat der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau die Bevölkerung Deutschlands schwer erschüttert, traurigerweise wissen wohl viele Google-Nutzer nicht einmal wo die hessische Stadt liegt.
Ebenfalls unter den meistgesuchten Begriffen in einem von Politik und Aktivismus geprägten Jahr sind mit Biden, Johnson und Kim Jong-un einige Staatsmänner. Außerdem zeigten die Deutschen 2020 großes Interesse an Promi-Pärchen Laura Müller und Michael Wendler, der zuletzt durch krude Verschwörungserzählungen negativ aufgefallen ist. Kurioserweise wollen in Deutschland viele Menschen erfahren, wo Comic-Ente Donald Duck wohnt. Eine mögliche Erklärung für diese Suchanfrage ist die Autokorrektur auf vielen mobilen Endgeräten - so wird aus US-Präsident Donald Trump schnell ein Bewohner Entenhausens. Wie in jedem Jahr musste die Welt 2020 auch wieder von einigen geliebten Persönlichkeiten Abschied nehmen – der tragische Unfalltod von Basketball-Legende Kobe Bryant und seiner Tochter Gianna erregte am meisten Aufmerksamkeit.

Mein Fazit: Ich will diese Google-Statistik nicht überbewerten, aber einige Suchbegriffe - beispielsweise in der Rubrik der Persönlichkeiten - sind für mich ein bezeichnendes Spiegelbild, für den Zustand unserer Gesellschaft!
Europa in den 2020er Jahren: Willkommen in der Staatswirtschaft!
Für mich steht außer Frage, dass große Belastungen und Stresstests auf unsere Volkwirtschaften und Gesellschaften zukommen, wenn die staatlichen Eingriffe, Förderprogramme und Hilfszahlungen wieder zurückgefahren werden.
Es gibt aber natürlich auch noch eine zweite Möglichkeit: Die Staatsquote, also das Verhältnis der Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt, bleibt dauerhaft hoch. Der verstorbene Altkanzler Helmut Kohl sagte einst: Ab einer Staatsquote von 50% beginnt der Sozialismus. Auf Basis von aktuellen Zahlen der EU-Kommission steigt die Staatsquote - coronabedingt - im Jahr 2020 in Frankreich um +15,7% auf 64,3%. In Italien um +21% auf 58,8% und in Deutschland um 19,5% auf 54%.
Staatliche Systeme erodieren in ihren Leistungen und Schutzfunktionen
Das heißt im Klartext bzw. angelehnt an das Zitat von Helmut Kohl: Willkommen im Sozialismus, zumindest aber willkommen in der Staatswirtschaft! Eine massive Umverteilung von Vermögenswerten wäre zwangsläufig die planwirtschaftliche Folge einer derartigen Politik. Leider vernachlässigt die Politik bereits seit Jahrzehnten die ökonomische Fürsorgepflicht zum Schutz ihrer Bürger. Einst verlässliche staatliche Systeme, wie allen voran das gesetzliche Rentensystem, erodieren mit zunehmender Dynamik in ihren Leistungen und Schutzfunktionen. Sie selbst müssen daher diese Schutzfunktionen selbstbestimmt schaffen.
Kryptonomics: Das neue Zeitalter der Kryptoökonomie!
Ein wichtiger Baustein in diesem System der zentralisierten Staatswirtschaft in Kombination mit einer weiter zunehmenden Digitalisierung werden dabei dezentrale Kryptowährungen wie der Bitcoin sein. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es eine der wichtigsten Strategien gegen die ausufernde Geldschwemme und den damit verbundenen Kaufkraftverlust unserer Papiergeldwährungen ist, gezielt in Werte zu investieren, die selten sind. Weil sie im Gegensatz zu Geld, das auf unlimitierten Schulden und Zahlungsversprechen basiert, limitiert sind. Limitierte Werte sind nicht unbegrenzt reproduzierbar und können somit nicht beliebig produziert werden. Hierzu zählen beispielsweise Edelmetalle wie Gold, die natürlich limitiert sind, ebenso wie Kryptowährungen wie der Bitcoin, die mathematisch limitiert sind. Der Bitcoin beispielsweise auf eine maximale Anzahl von 21 Millionen Stück.
in den 80er Jahren wurde die expansive Wirtschaftspolitik unter dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan als „Reaganomics“. In Großbritannien gab es diesem Vorbild folgend den „Thatcherismus“ und in Japan die „Abenomics“. In den kommenden Jahren wird ein neuer politischer Treiber große Veränderungen in der Weltwirtschaft herbeiführen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen einzelnen Politiker oder Staat, sondern um die Entwicklungen und Maßnahmen, die auf dem Coronavirus aufbauen.

Die Digitalisierung ist die neue Globalisierung
Weltweit werden Regierungen, Unternehmen und ganze Gesellschaften mittlerweile von der Corona-Pandemie in ihrem Handeln getrieben. Diese wirtschaftliche Ära wird vermutlich als „Coronanomics“ in die Geschichtsbücher eingehen. „Coronanomics“ wird zu massiven staatlichen Eingriffen führen, zu einer weiteren Explosion der Schulden, auf denen unser derzeitiges Geldsystem basiert und ebenso zu dynamischen Entwicklungen und großen Chancen im Bereich der Digitalisierung. Die Digitalisierung ist die neue Globalisierung. Ich bin davon überzeugt, dass wir derzeit am Beginn des Zeitalters einer neuen Krypto-Ökonomie stehen, die ich als Kryptonomics bezeichne. Der Bitcoin wird hier als Krypto-Weltleitwährung und digitales Gold eine bedeutende Rolle spielen und hat – bei allen Risiken und Kursschwankungen – weiterhin ein großes Kurspotential.
Der Aufschwung des Bitcoin und weiterer Cryptocoins wurde zuletzt überwiegend getragen von großen institutionellen Investoren, die ihre Meinung zu Kryptowährungen teilweise diametral ins Positive revidierten. Für mich ist es mit Blick auf das große Ganze der aufstrebenden Krypto-Ökonomie (Kryptonomics) und den grundlegend positiven Entwicklungen nur noch eine Frage der Zeit, bis in einem ersten Schritt die Gesamtmarktkapitalisierung der Kryptomärkte die Marke von einer Billion USD überschreitet und anschließend der Bitcoin ebenfalls diese Marke erreicht, was einem Kurs von rund 55.000 USD für einen Bitcoin entsprechen würde. Privatanleger sollten deswegen zumindest einen – wenn auch nur moderaten – Fuß in der Tür der Kryptowährungen und der weiteren Digitalisierung unserer Welt und unseres Geldes haben, als strategische Ersatz-Badehose für die nicht unwahrscheinliche Zeit einer kommenden Ebbe.
Empfehlung: Grundlageninformationen in diesem Zukunftsmarkt der Kryptonomics finden Sie auf unserem Themen-Portal: KRYPTO-X.BIZ

Demografie: Die Welt von Alt und Jung!
Digitalisierung, Migration und Demografie bleiben auch im Jahr 2021 wichtige Themenfelder. Die Welt ist nicht nur gespalten in arm und reich, sondern auch in jung und alt. Viele westliche Industrienationen stehen ohne Einwanderung vor der Vergreisung ihrer Bevölkerung. Dazu zählt leider auch Deutschland. In der Bundesrepublik sind lediglich knapp über 11% der Menschen noch jünger als 15 Jahre. Aufgrund nachhaltig schwacher Geburtenraten wird sich die negative Altersentwicklung weiter verstärken. Fast 18% der Bevölkerung in Deutschland sind hingegen bereits heute 65 Jahre und älter. Auch dieser Negativtrend wird weiter zunehmen, bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung. Neben der Digitalisierung und der Migration zählt die Demografie zu den größten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Deswegen ist der Blick auf die Demografie der Welt hochinteressant.
Der Altersmedian variiert im internationalen Ländervergleich stark. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von UN-Daten. Am geringsten ist er demnach mit 15,2 Jahren in Niger, Afrika. Den höchsten Altersmedian hat dagegen Japan mit 48,4 Jahren. In Deutschland liegt er bei 45,7 Jahren. Länder mit einem hohen Altersmedian haben mit einer Überalterung der Gesellschaft zu kämpfen. Dabei kommen insbesondere auf die Sozialkassen der Länder große Belastungen zu. Das deutsche Rentensystem ist aufgrund des demografischen Wandels bereits jetzt unter Druck. Wie die nachfolgende Infografik von Statista auf Basis von Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigt, ist die Lücke zwischen eingenommenen Rentenbeiträgen und den Rentenausgaben über die Jahre größer geworden.
Japan versucht gegen die Methusalemisierung anzukämpfen
Japan gehört zu den Ländern mit den weltweiten niedrigsten Fertilitätsraten (1,42). Die japanische Regierung versucht mit diversen Maßnahmen, etwa höheren Kindergeldzahlungen, die Geburtenraten anzuheben. Das angepeilte Ziel bis zum Jahr 2026 liegt bei einer Rate von 1,8 Kindern. Niger hingegen ist das Land mit der weltweit höchsten Geburtenrate, eine Frau bekommt im Durchschnitt sieben Kinder. Die Bevölkerung wächst trotz hoher Kindersterblichkeit rasant, weit stärker als noch vor wenigen Jahren erwartet. Einer aktuellen Prognose wird sich die Reihenfolge der Liste der 10 bevölkerungsreichsten Länder der Welt bis ins Jahr 2100 deutlich verändern. Das zeigt diese Statista-Grafik.
Danach werden in der Liste fünf afrikanische Länder sein. Derzeit ist lediglich Nigeria in der Top-Liste. Die Subsahara-Region in Afrika die einzige Region der Welt, die bis zum Ende des Jahrhunderts weiter wachsen wird. Der Wert, der genau in der Mitte einer Datenverteilung liegt, nennt sich Median oder Zentralwert. Die eine Hälfte aller Individualdaten ist immer kleiner, die andere größer als der Median. Bei einer geraden Anzahl von Individualdaten ist der Median die Hälfte der Summe der beiden in der Mitte liegenden Werte.
Beispiele: 1,2,3,5,6,7,12: Der Median ist 5. 1,1,1,1,12: Der Median ist 1. 1,2,3,4,5,9: Der Median ist 3,5 (3 und 4 liegen um die Mitte – die Hälfte der Summe 7 ist 3,5).

Nachhaltigkeit als Ansatz und Vorsatz für 2021!
Wir bewegen uns mittlerweile auf das Jahresende 2020 zu. Für viele Menschen dürfte es kein gutes Jahr gewesen sein. Ich spreche dabei nicht vom Blick auf das Aktiendepot, sondern auf die vielen Einschränkungen und auch Einkommensverluste, die durch die Coronavirus-Pandemie nach wie vor zu verkraften sind. Die teilweise dramatischen Auswirkungen von Covid-19 verdeutlichen jetzt noch besser als zuvor bereits absehbar, dass unsere politischen und wirtschaftlichen Systeme in ihrer Art der Durchführung heute nicht mehr nachhaltig sind.
Polarisierung der Gesellschaft, soziales Ungleichgewicht, Umweltverschmutzung, Klimawandel oder ein dramatischer Verlust an Biodiversität sind nur ein kleiner Auszug der großen Herausforderungen für die Zukunft. Unternehmen, Unternehmer, Bürger, Privatpersonen und Kapitalanleger sind dazu aufgefordert, soziale und ökologische Aspekte weit stärker in Entscheidungsprozesse bzw. Anlageentscheidungen einzubeziehen.
Fazit: Als Privatanleger ist es vorausschauend und zukunftsorientiert, dass Sie den Anteil nachhaltiger Investments in Ihrem Wertpapierdepot bzw. im Rahmen Ihres Vermögensmanagements jetzt substanziell erhöhen.
Erhöhen Sie jetzt den Anteil der Nachhaltigkeits-Investments in Ihrem Portfolio
Nachhaltige Investments waren lange Zeit rein den institutionellen Investoren vorbehalten. Mittlerweile hat dieser Zukunftstrend erfreulicherweise auch uns Privatanleger erreicht. Viele Banken haben allerdings keine Nachhaltigkeits-Kompetenz. In Anbetracht eines immer größer werdenden Angebots an scheinbar nachhaltigen Produkten, Investmentstrategien und Nachhaltigkeits-Vermögensverwaltungen sind nach meiner Einschätzung viel Anleger jedoch überfordert, im Hinblick auf die eine sinnvolle Umsetzung. Eine grundlegende Orientierungshilfe ist somit dringend erforderlich. In meiner ersten Kapitalschutz vertraulich Sonderausgabe des neuen Jahres 2021 befasse ich mich daher mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und zeige Ihnen, auf welche Art und Weise und in welchem Maße Sie auf nachhaltige Geldanlagen setzen können.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die Krise als Chance!
(24.05.20) Die Corona-Pandemie, der dazugehörige Lockdown und die Hilfspakete für die eigene Wirtschaft der Regierungen führen zu einer Verschärfung der Staatsverschuldungen weltweit. Die nachfolgende Statista-Grafik zeigt die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2020 für ausgewählte europäische Länder. Demnach werden sich insbesondere die Länder höher verschulden, die es bereits in der Wirtschaftskrise von 2009 hart getroffen hat: Griechenland, Italien, Spanien und Portugal.
In Relation zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt der Länder steigt ihre Brutto-Staatsverschuldung im laufenden Jahr gegenüber 2019 zwischen 17,4 (Portugal) und 21,6 (Griechenland) Prozentpunkte. Auch Deutschland muss sich stärker verschulden, und zwar um rund 9 Prozentpunkte. Weniger stark betroffen sind etwa Island, Irland, Luxemburg und das Königreich Norwegen. Norwegen muss der IWF-Prognose nicht mehr Schulden aufnehmen als im vergangenen Jahr. Die Staatsverschuldung des Landes in Prozent des BIP lag hier in den vergangenen Jahren auf dem relativ niedrigen Niveau von unter 40 Prozent.

Staaten ziehen ungedeckte Blankoschecks auf die Zukunft!
Das Coronavirus wird die Welt noch lange Zeit in Atem halten: Ausgangssperren, massive Verwerfungen an den Kapitalmärkten und ein weitgehender Stillstand des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens sind dabei lediglich die ersten sichtbaren Folgen. Nach der - hoffentlich erfolgreichen Eindämmung der biologischen Ausbreitung von Covid-19 - werden uns die gravierenden wirtschaftlichen Langzeitfolgen erst so richtig bewusst werden. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2020 in eine massive Rezession fallen.
Die Arbeitslosenzahlen und die Privat- und Firmeninsolvenzen werden explodieren. Staaten werden zu neuen Maßnahmen greifen, die weitere gravierende Eingriffe in die Freiheits-, Bürger- und Eigentumsrechte mit sich bringen werden. Nur so kann das System – ohne Staatsbankrott und Währungsreform - überhaupt am Leben gehalten werden. Die damit verbundene Vertrauenskrise wird nach meiner Einschätzung für unsere Gesellschaft noch größere Folgen mit sich bringen als die Wirtschaftskrise, an deren Beginn wir längst stehen.
Schecks an Bürger, das sogenannte „Helikoptergeld“, wie es die USA umsetzen, werden der Stabilität des US-Dollars massiv schaden. Gleiches gilt für die „Coronabonds“. In Deutschland wird sich nach meiner Überzeugung die Kombination aus Rezession und demographischer Entwicklung als besonders problematisch erweisen. In den nächsten zehn Jahren geht die Generation der Babyboomer in Rente – mit erheblichen Folgen für das Rentensystem.
Die Rente ist sicher? Mit Sicherheit nicht!
Vor rund einem Monat verstarb am 23. April 2020 Norbert Blüm, der langjährige Bundesminister für Arbeit und Soziales im Kabinett von Helmut Kohl. In seiner 16-jährigen Amtszeit entwickelte er den Sozialstaat weiter und führte 1995 die Pflegeversicherung ein. Die grundlegende Konzeption der Pflegeversicherung ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Errungenschaften, die Norbert Blüm umgesetzt hat. Alle Bundesbürger können sich seitdem grundlegend darauf verlassen, dass sie unabhängig von ihrem Einkommen im Alter und im Pflegefall – relativ! - gut versorgt werden.
Leider ist diese Leistung von Norbert Blüm bei weitem nicht so bekannt, wie seine legendäre Aussage „Denn eins ist sicher: die Rente“. Hier hatte Norbert Blüm - als grundlegend verantwortungsbewusster Sozialpolitiker - zweifelsohne ehrenvolle Ziele. Allerdings haben seine Nachfolger seine Stabilitätsansätze längst verraten und verkauft. Die Rentenkasse wurde mittlerweile mehrfach geplündert. Auch die Demografie läuft immer stärker gegen seine einstigen Stabilitätsansätze. Derzeit kommen auf 60 Rentner rund 100 Beitragszahler. In spätestens zehn Jahren wird dieser Wert bei 1:1 liegen. Norbert Blüms Anspruch „Die Rente ist sicher“ wird daher nicht erst für die kommenden Rentnergenerationen zunehmend zur Farce.
Von der Einkommensarmut zur Armutsgefährdungsquote
Rund 15 Prozent der Deutschen im Alter ab 65 sind von finanzieller Armut bedroht. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Um Rentner mit niedrigen Bezügen zu unterstützen, will die Bundesregierung die Grundrente einführen. Der heutige Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, ein Nachfolger Norbert Blüms, ist trotz Kritik aus der Union davon überzeugt, dass das Gesetz durchkommt. Die Armutsgefährdungsquote ist laut Quelle ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut und ist definiert als Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 Prozent des Bundesmedians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten.
Das Äquivalenzeinkommen ist ein auf der Basis des Haushaltsnettoeinkommens berechnetes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied. Es wird herangezogen, um die Einkommen unterschiedlich großer Haushalte vergleichbar zu machen und ergibt sich aus der Summe der Einkommen aller Haushaltsmitglieder, welche anschließend durch einen Wert dividiert wird, der üblicherweise anhand der "neuen OECD-Äquivalenzskala" bestimmt wird. Die Armutsgrenze liegt bei 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens der Bevölkerung in Privathaushalten.

Immobilien & Co: Nutzen Sie die Krise als Chance!
Wie wird sich die Corona-Krise auf die Immobilienmärkte in Europa auswirken? Dieser Frage ist die Immobilienagentur Knight Frank jetzt für das Premium-Segment nachgegangen und zu dem Schluss gekommen, dass für 20202 und 2021 überwiegend nicht mit stark steigenden Preisen zu rechnen ist. Für Berlin gehen die Analysten beispielsweise für das aktuelle Jahr von einem leichte Preiswachstum aus.
Allerdings sollen die Preise für Luxusimmobilien 2021 direkt wieder sinken. Starke Preisrückgänge werden unter anderem für Singapur, Hongkong und Vancouver vorausgesagt. In der kanadischen Stadt soll sich dieser Trend sogar über beide betrachtete Jahre erstrecken.

Mein Fazit: Ich erachte derartige Prognosen zum aktuellen Zeitpunkt als relativ wenig belastbar, sondern empfehle für die kommenden Monate, den Blick auf die realen Zahlen und Entwicklungen bei den Verkaufspreisen von Immobilien in den unterschiedlichsten Segmenten (Wohnen, Büro, Gewerbe, Ferien) und Regionen zu richten.
In Krisenzeiten gilt es, Vermögen chancenoptimiert zu sichern
Ich lebe bereits seit dem Jahr 2005 auf Mallorca. Nach der Finanzkrise 2008 habe ich mich sehr geärgert, kein günstiges Büro gekauft zu haben. Die Immobilienpreise sind damals – temporär – massiv eingebrochen. Es kam zu zahlreichen Notverkäufen und Zwangsverwertungen. Jetzt will ich die Gunst der Stunde nutzen. Aktuell mache ich mich aufdie Suche nach attraktiven Immobilienangeboten, die in den kommenden Monaten stark zunehmen werden, um ein „Schnäppchen“ zu machen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Für mich steht außer Frage, dass Mallorca nach dieser Krise nicht mehr dieselbe Insel sein wird wie zuvor. Viele Geschäfte werden die Krise nicht überleben. Zahlreiche Gewerbeimmobilen werden daher auf den Markt kommen, allen voran in Palma, der Hauptstadt der Balearen. Der generelle, durch den Corona-Ausbruch massiv verstärkte Trend zum Homeoffice wird einen zusätzlichen massiven Druck auf den Markt für Büroimmobilien ausüben.
Wie sieht Ihr Immobilien-Investment-Wunsch aus?
Diese Schnäppchen-Strategie ist natürlich nicht nur bei Büroimmobilien auf Mallorca interessant, sondern gilt grundlegend für alle Immobilienmärke in den kommenden Monaten. Notverkäufe, Immobilienverwertungen von Banken und Zwangsversteigerungen werden vor den krisenbehafteten Rahmenbedingungen einen wahren Boom erleben in bestimmten Segmenten und Regionen. Das ist auch meine Erwartungshaltung für Palma de Mallorca im Bereich der Gewerbe- und Büroimmobilien.
Ich will diese Chancen aktiv nutzen und habe mir zum Ziel gesetzt, in den kommenden Monaten ein günstiges Büro oder Ladenlokal in Palma de Mallorca zu kaufen. Die Finanzierungszinsen sind derzeit sehr attraktiv, die Chancen auf eine Wertsteigerung nach Überwindung der Krise ebenso, egal ob durch einen Verkauf oder eine attraktive Vermietung. Bis dahin plane ich, die Räumlichkeiten einfach selbst als Büro zu nutzen. Außerdem trage ich mich aktuell mit dem Gedanken, einen Bitcoin-Automaten dort zu installieren, zu betreiben und zu vermarkten. Für den Erwerb der Immobilie verfolge ich dabei mehrere Strategien. Dazu dann in einigen Monaten mehr, wenn ich erfolgreich sein sollte und mein Vorhaben in die Tat umgesetzt habe.
Machen Sie sich jetzt auf die Suche nach Immobilien-Schnäppchen!
Ich will Ihnen mit meiner beispielhaften Such- und Kaufstrategie nach einer attraktiven Immobilie im Bereich Büro/Gewerbe eine Anregung an die Hand geben, was jetzt nach meiner Überzeugung Sinn macht: Ausschau zu halten nach Schnäppchen-Immobilien, abgestimmt auf Ihre persönlichen Präferenzen. Sei es eine Immobilie in Ihrer Region, eine Ferienimmobilie am Meer oder in den Bergen oder ein Auslandsobjekt. Dabei müssen Sie nichts überstürzen. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Zerstörung durch die Lockdown-Maßnahmen ist aktuell noch nicht vollständig erkennbar.
Derzeit befinden wir uns noch in einer weltweiten Schockstarre. In einigen Monaten, wenn nach dem Sommer die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 deutlich werden, erwarte ich auf vielen Immobilienmärkten Preisrückgänge bis hin zu massiven Preiseinbrüchen in bestimmten Regionen und Immobiliensegmenten. Deswegen rate ich Ihnen dazu, es mir gleichzutun: Nutzen Sie die kommenden, zu erwartenden Verwerfungen an den Immobilienmärkten im Hinblick auf die damit verbundenen Investmentchancen. Ich zeige Ihnen lukrative Strategien, Mittel und Wege, wie Sie von diesen Entwicklungen als Kapitalanleger profitieren können.
Kritische Metalle: Kapitalschutz und Zukunftsinvestments!

Die deutsche Rohstoffagentur (DERA) veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Studien zur Verfügbarkeit von Rohstoffen. Beleuchtet werden dabei Metalle, Industriemineralien und daraus hergestellte Handelsprodukte. Mineralische Rohstoffe sind die Basis einer modernen Industrieproduktion – von der Grundstoff- bis hin zur Hightech-Industrie. Der Zugang zu den benötigten Rohstoffen ist somit eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes als Wirtschafts- und Technologiestandort.
Massive Beschaffungsrisiken bei Industriemineralen
Bereits vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie kamen die DERA-Studien zu beachtenswerten Schlussfolgerungen, die grundsätzlich die hohe strategische Bedeutung des Zugangs zu mineralischen Rohstoffen für den Wirtschafts- bzw. Technologiestandort Deutschland belegen. Die Bundesrepublik gehört zu den Exportweltmeistern im Bereich von Fertigerzeugnissen, ist aber gleichzeitig auch ein Importweltmeister im Bereich mineralischer Rohstoffe.
Als bedeutendster Produzent und Verbraucher mineralischer Rohstoffe übt China einen signifikanten Einfluss auf den globalen Rohstoffmarkt aus. Politische, wirtschaftliche und ökologische Veränderungen in China können spürbare Auswirkungen auf die weltweite Rohstoffproduktion und -nachfrage hervorrufen.
Strategische Metalle haben eine geopolitische Bedeutung
Kein Smartphone kommt ohne Gallium aus, kein Highspeed-Internet funktioniert ohne Germanium und kein Elektroauto würde sich ohne Dysprosium fortbewegen. Strategische Metalle und Seltene Erden sind ein essenzieller Bestandteil der Innovationen des 21. Jahrhunderts und machen als Kernrohstoffe des technologischen Fortschritts unser modernes Leben überhaupt erst möglich.
Der Begriff „Strategische Metalle“ hat einen politischen Ursprung und eine geopolitische Bedeutung. Durch diese Bezeichnung wird verdeutlicht, dass diese mineralischen Rohstoffe aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Verwendungszweckes eine strategische Bedeutung haben. Für die exportierenden Länder sind Strategische Metalle meist von einer fundamentalen Relevanz, da sie eine wichtige Einnahmequelle darstellen.
Strategische Metalle sind dabei keine Metallkategorie, die sich chemisch-physikalisch beschreiben oder über das Periodensystem definieren lässt. Auch die Tatsache, dass es sich bei Strategischen Metallen um greifbare, physische Werte handelt, die grundlegend alle Turbulenzen in der überwiegend virtuellen, auf Zahlungsversprechen und Zahlungsverpflichtungen bestehenden Finanzwirtschaft (Rohstoffderivate) der Börsen und Banken unbeschadet überstehen werden, spricht für den Aufbau strategischer Reserven. Für den nicht unwahrscheinlichen Fall eines Versorgungsengpasses in der Zukunft.
Seltene Erden sind nicht selten aber strategisch wichtig
Gleiches gilt für die Kategorie der Seltenen Erden (Rare Earth Elements). Der Begriff der Seltenen Erden ist durchaus irreführend. Alle Elemente, die unter dem Begriff Seltene Erden beschrieben werden, sind Metalle. Der Name leitet sich ab vom früheren chemischen Begriff „Erde“ für Oxid in Kombination mit der Annahme, dass diese Elemente sehr selten sein müssen. In der Natur kommen sie jedoch durchaus oft vor. Zahlreiche Seltenerdmetalle sind beispielsweise so häufig wie Blei. Allerdings haben diese Metalle im Gegensatz zu Gold, Silber, den Platinmetallen oder den Strategischen Metallen die Besonderheit, dass sie nur an sehr wenigen Orten in wirtschaftlich abbaufähigen Konzentrationen zu finden sind.
Die Just-in-time-Produktion hat dazu geführt, dass in so gut wie keiner Branche noch signifikante Waren- bzw. Rohstofflager vorhanden sind. Die aktuellen Entwicklungen müssen für Politik, Wirtschaft und für jeden Bürger ein Warnsignal und Weckruf für die Zukunft sein. Ein Land wie Deutschland verfügt über keine nennenswerten eigenen, zukunftsfähigen Rohstoffvorkommen. Dadurch haben wir uns in eine große Abhängigkeit von Ländern begeben, mit denen wir nicht die besten Beziehungen unterhalten, von Russland über China bis hin zu Staaten in Südamerika. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die Strategien von Staaten und Unternehmen zur Rohstoffsicherung in Zukunft deshalb grundlegend verändern.
Von den geopolitischen Veränderungen in der Welt können Sie als vorausschauender Privatanleger profitieren, und zwar durch den gezielten Aufbau Ihres Vorratsdepots an kritischen Metallen. Die Preise sind – noch – sehr attraktiv! Vor diesen Rahmenbedingungen habe ich auf Basis meiner Recherchen und unabhängigen Einschätzungen von Rohstoff-Experten aus meinem Netzwerk acht mineralische Rohstoffe (4 Strategische Metalle und 4 Seltene Erden) für Sie herausgesucht, die zu den kritischen Metallen gezählt werden und wichtige Kapitalschutzfunktionen sowie ein großes Chancenpotential bieten.
Robo-Berater: Deutschland ist größter Markt in Europa!

In Deutschland verwalteten sogenannte Robo-Berater (Robo Advisor) Ende 2019 ein Fondsvermögen von 7,5 Milliarden Euro. Das entspricht knapp 60 Prozent der von ihnen in der EU betreuten Gelder (13 Milliarden Euro). Deutsche Privatanleger haben somit gut ein Prozent ihres Fondsvermögens automatisiert angelegt. In anderen EU-Ländern, bzw. in großen Volkswirtschaften, in denen Sparer ebenfalls viel Geld in Fonds angelegt haben, wie Italien, Spanien und Frankreich liegt der Anteil jeweils nur bei 0,1 Prozent. Auch bei der Verbreitung liegt Deutschland mit 3.800 Robo-Kunden je eine Million Einwohner im EU-Vergleich in der Spitzengruppe. Dies ist beachtlich, weil einige Nachbarländer (England und Niederlande) die Verbreitung der automatisierten Beratung durch ein Provisionsverbot in der Anlageberatung unterstützen.
Dennoch werden Robo-Berater dort nicht zwangsläufig stärker genutzt. Zwar ist in England die Verbreitung mit 8.600 Nutzern je eine Million Einwohner größer als in Deutschland, in den Niederlanden hingegen setzen Anleger deutlich weniger auf die automatisierte Beratung (1.800 Kunden je eine Million Einwohner). Ein Blick in die USA zeigt, dass sich Robo-Berater auch im freien Wettbewerb der Vertriebsmodelle stärker verbreiten können. Dort lassen 25.200 Anleger pro eine Million Einwohner ihre Fonds – ohne Provisionsverbot – durch Robo-Berater verwalten.
Mein Fazit: Digitalisieren Sie jetzt Ihre Anlageberatung und Vermögensverwaltung!
Die bürokratischen Regelungen der seit Jahresbeginn 2018 in Kraft getretenen EU-Richtlinie MiFID II führten dazu, dass klassische Banken und Vermögensverwalter ihre Dienstleistungen stark standardisieren mussten. Die Aufzeichnungsvorschriften und das Meldewesen nehmen seither weit mehr Zeit in Anspruch als die Kundenberatung. Für Vermögenswerte unter 300.000 Euro gibt es praktisch keine individualisierte Anlageberatung und Vermögensverwaltung mehr, die diesen Namen auch verdient.
Robo-Advisor bieten Kleinanlegern den Zugang zu professionellen Vermögensverwaltungen
Ausgesuchte Robo-Advisor hingegen offerieren professionelle Vermögensverwaltungen bereits für Anlagesummen ab 35.000 Euro. Robo-Advisor sind digitale Vermögensverwaltungen, die ein automatisches Anlagemanagement unter Berücksichtigung des kundenspezifischen Risiko- und Anforderungsprofils nach regelbasierten Vorgaben umsetzen. Das Kundenportfolio wird dazu permanent auf Basis von Statistik, Mathematik und Algorithmen analysiert und fortlaufend an die aktuelle Marktlage angepasst. Ein menschlicher Berater kann das nicht leisten. Die meisten Anlegerfehler entstehen, weil Menschen dazu neigen, ihre Geldanlage mit Emotionen zu verknüpfen. Robo-Advisor agieren absolut emotionslos. Dennoch empfehle ich auch hier die intelligente Kombination von Mensch und Maschine.
Setzen Sie auf den Trend zum bargeldlosen Bezahlen!

Die Corona-Pandemie beschleunigt Trend zum bargeldlosen Bezahlen. Das verdeutlich auch eine aktuelle, im Auftrag des Bankenverbands durchgeführten Kantar-Umfrage. Demnach haben 26 Prozent der Befragten seit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs bewusst auf die Barzahlung in Geschäften verzichtet, weitere 35 Prozent haben schon zuvor meist mit Karte gezahlt.
Indes halten vier von zehn Befragten (37 Prozent) daran fest, im Supermarkt oder in anderen Geschäften bar zu zahlen. Am größten ist der Anteil der Kartenzahler bei den 30-39-Jährigen, am wenigsten ausgeprägt ist die Affinität zum Plastikgeld in der Altersgruppe ab 60 Jahre.
Den Geld-Token gehört die Zukunft!
In den letzten Wochen bin ich als Redner auf zahlreichen Online-Events aktiv gewesen. Die stets hohen Teilnehmerzahlen und der große Zuspruch verdeutlichen mir dabei das starke Interesse, an den so chancenreichen Digital-Aktien und Kryptowährungen. Diese Trends spüre ich gleichzeitig ich auch bereits an Ihren zahlreichen Zuschriften und Fragen.
Ich bin mir selbstverständlich bewusst, dass derzeit viele – um nicht zu sagen fast alle – Entwicklungen überlagert werden, von den massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Hier gilt es die Risiken zu diversifizieren, gleichzeitig aber auch die Chancen zu nutzen. Ich kann keine belastbare Prognose treffen im Hinblick auf die weitere Dauer oder Intensität der Coronavirus-Krise, gleiches gilt für jeden Politiker oder Virologen. Sicher ist allerdings, dass die Covid-19-Pandemie die Welt wie wir sie kennen gravierend verändern wird. In zahlreichen Bereichen auch zum Positiven. Grundlageninformationen hierzu finden Sie auf unserem Portal: KRYPTO-X.BIZ
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Afrika: Zukunftsmarkt und Risikoherd!
(28.11.19) In den breiten Medien lesen Sie Tag für Tag Berichte zu positiven Entwicklungen, aber auch zu Konflikten. Im Mittelpunkt stehen dabei auf Länderebene überwiegend die Spannungen zwischen den USA und China, der Brexit, die Differenzen Europas mit Russland oder die Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten. Das von Ian Bremmer gegründete Analysehaus Eurasia Group mit Sitz in New York hat bereits Ende des letzten Jahres seinen renommierten Global Risk Report 2019 veröffentlicht.
Dieser zeichnete ein sehr düsteres Bild. Das grundlegende Fazit war: Der Erosionsprozess der geopolitischen Ordnung wie wir diese seit Jahrzehnten kennen, ist aktuell auf der ganzen Welt in vollem Gange. Unter den 10 größten Risikoherden befindet sich dabei ein Land, dem wir aktuell viel zu wenig Beachtung schenken. Ich spreche von Nigeria. Das afrikanische Land wird in den kommenden Jahrzehnten zum bevölkerungsreichsten Staat nach China und Indien heranwachsen wie die nachfolgende Statista-Grafik eindrucksvoll verdeutlicht.

Die USA werden hinter Nigeria zurückfallen
1950 lebten in beiden deutschen Staaten zusammengenommen rund 70 Millionen Menschen - genug für Platz sechs im Ranking der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, wie die obige Grafik zeigt. 70 Jahre später sind aus den damaligen Top 10 immer noch sechs Länder vertreten. An der Spitze steht China, für das die Vereinten Nationen im Jahr 2020 von über 1,4 Milliarden Einwohnern ausgehen. 80 Jahre in die Zukunft gesprungen sind aus der Spitzengruppe von 1950 nur noch vier Länder übrig.
Dabei fallen zwei Entwicklungen ins Auge, für deren Einordnung es wichtig ist zu wissen, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2100 voraussichtlich fast überall rückläufig sein wird. Zum einen ist die chinesische Bevölkerung um fast 400 Millionen geschrumpft, zum anderen sind fünf afrikanische Länder vertreten. Letzteres liegt daran, dass die Vorhersagen der Vereinten Nationen davon ausgehen, dass die Bevölkerung des afrikanischen Kontinents zu diesem Zeitpunkt als einzige noch wächst.

Die Entwicklung Afrikas birgt große Chancen aber auch Risiken!
Chancen: Afrika bleibt ein stabiles Investmentziel mit einer jungen und zunehmend urbanen Bevölkerung, einem Reichtum an natürlichen Ressourcen und Rohstoffen sowie der Fähigkeit, technologische Sprünge in den Bereichen Telekommunikation und Finanzen zu machen. Der zunehmende Wettbewerb um Investitionen auf dem gesamten Kontinent hilft, Reformen voranzutreiben
Insbesondere in Zeiten eines Handelskrieges, der die chinesische Nachfrage nach Rohstoffen und die globale Nachfrage nach Öl und Gas weiter verringern könnte, schwächt die Abhängigkeit von Rohstoffexporten eine Wirtschaft. Aus diesem Grund konkurrieren Regierungen darum, Investmentkapital und Unternehmen anzuziehen, um ihre Fertigungs- und Servicesektoren zu erweitern, und Waren und Dienstleistungen für die vielen Millionen Afrikaner zu liefern, die in die Städte des Kontinents ziehen.
Risiken: Zahlreiche Staaten in Afrika sind nach wie vor instabil in Bezug auf ihre Wirtschaftsleistung, die Rechtssicherheit und die politischen Rahmenbedingungen. Sollte es zu inneren Unruhen, Bürgerkriegen, Hungersnöten - beispielsweise durch die Auswirkungen des Klimawandels – oder sonstigen Konflikten kommen, sind massive Migrationsbewegungen in Richtung Europa zu erwarten. Eine derartige Flucht und Völkerwanderung würde wiederum Europa vor gigantische Herausforderungen stellen. Nigeria ist für mich dabei rein augrund seiner Bevölkerungszahl eine tickende Zeitbombe.

Afrika als Investmentmarkt: Der Risiko-Ertrags Index 2019
Bei allen Risiken heute der primäre, positive Blick auf die Chancen des bevölkerungsreichen Zukunftsmarktes Afrika. Die vierte Ausgabe des Africa Risk-Reward Index (Risiko-Ertrags-Index) der spezialisierten globalen Risikoberatung Control Risks und der unabhängigen Beratungsagentur Oxford Economics wurde vor kurzem veröffentlicht. Der Bericht liefert ein umfassendes und aktuelles Bild der hochdynamischen Rahmenbedingungen für Geschäftsinvestitionen in Afrika.
Daraus ableiten lassen sich somit auch Handlungsalternativen für private Investments in Afrika. Der Index verfolgt die Entwicklung der Investmentlandschaft in großen afrikanischen Märkten. Die diesjährige Ausgabe hebt mehrere wichtige und interessante Trends hervor, die sich auf Investmentstrategien für den gesamten Kontinent auswirken.
Forschungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass Wahlen in afrikanischen Märkten Spannungen schüren und Investmentbedenken hervorrufen können. Wahlen können jedoch auch zur Stabilisierung der politischen Landschaft Afrikas beitragen. Es ist entscheidend zu ermitteln, wie sie Ungewissheit beenden, für Legitimität sorgen und bestehende oder neue afrikanische Führungspersönlichkeiten mit den Mandaten ausstatten können, die erforderlich sind, um Reformen voranzubringen.
Das höchste Ertragspotential liegt in Ostafrika
Seit jeher dominieren die großen afrikanischen Ökonomien das Investment in den Kontinent, doch neue, interkontinentale Handelsräume verlagern nun die Machtbalance. Der Index analysiert die potenziellen Auswirkungen der Einführung der Panafrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) und führt einige Bedenken bezüglich ihrer Implementierung an. Der Report beleuchtet außerdem den erheblichen Fortschritt, den zwischenstaatliche Organisationen wie die erstarkende East African Community (EAC) erzielt haben.
Die aktuelle Ausgabe des Index zeigt einen leichten Anstieg der Ertragsbewertungen für einige der größten Ökonomien auf dem Kontinent, einschließlich Nigeria, Angola und Ägypten. Allerdings konzentriert sich das höchste Ertragspotenzial weiterhin in Ostafrika. Hier erhöhen Service- und Infrastrukturentwicklungen die Nachfrage und verbessern so die Geschäftsumgebungen. Der Bericht geht auch auf gängige Fehlinterpretationen der externen Einflüsse ein, die sich auf afrikanische Wirtschaften auswirken.
Afrika wird zunehmend zu einem Spielball der Geopolitik
Afrika ist nicht länger ein chancengleiches Spielfeld für US-amerikanische und chinesische Akteure, wie es häufig angenommen wird. So beläuft sich das aktuelle Handelsvolumen zwischen den USA und dem afrikanischen Kontinent auf 39 Mrd. USD, während das Volumen des China-Afrika-Handels mehr als 200 Mrd. USD beträgt, und sich das Volumen des EU-Afrika-Handels mittlerweile sogar auf 300 Mrd. USD beläuft.
Das Standardnarrativ der US-China-Rivalität in Afrika ist nun endgültig veraltet. Das chinesische Engagement in Afrika unterläuft einen fundamentalen Wandel. Die USA versuchen aufzuholen und eine Reihe anderer Länder streben danach, ihren Einfluss auszuweiten. Geopolitische Ziele werden unterstützt durch eine Flut von Entwicklungsfinanzierung, was einerseits Chancen birgt, und andererseits für Konkurrenz zwischen den Akteuren des Privatsektors sorgt. Die nachfolgende Grafik zeigt die Chancen-Risikoverteilung (Risk-Reward Index) ausgesuchter Länder Afrikas.
Afrika: Die Risiko-Ertrags-Verteilung 2019

Afrikas Vorteile: Junge Bevölkerung und hoher Reichtum an natürlichen Ressourcen
In Afrika ist Diversifizierung zunehmend mit Erfolg gleichzusetzen, und Wirtschaften können sich nicht länger einfach darauf verlassen, die meisten mineralischen Rohstoffe zu besitzen. Für weniger erfahrene Investoren in Afrika bietet der Risk-Reward Index eine vergleichende Momentaufnahme von Marktchancen und -risiken auf dem gesamten Kontinent - und liefert kritische Informationen für Markteinstiegsstrategien. Für erfahrene Investoren bietet er einen langfristigen Ausblick auf zentrale Trends, die die Investmentlandschaft in großen afrikanischen Wirtschaften prägen.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Markus Miller: Finanzielle Selbstverteidigung!
(08.09.19) Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.
Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem, wie wir es derzeit noch kennen.
Die Politik vernachlässigt die Fürsorgepflicht zum Schutz ihrer Bürger
Eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte finanzielle Selbstverteidigung wird für Sie immer wichtiger, weil sich die Welt, wie wir sie kennen, massiv verändert und verlässliche Systeme aus der Vergangenheit schlicht erodieren in ihren Leistungen und Schutzfunktionen. Beispielsweise vergeht kaum eine Woche, ohne dass ein neuer Datenskandal offenbart wird. Und was macht unsere Politik? Wenn sie nicht gerade eigene Datensammel- und Überwachungsprojekte wie den Staatstrojaner oder die Vorratsdatenspeicherung anstößt, trägt sie lediglich unbefriedigend zum Schutz Ihrer Privatsphäre und Bürgerrechte bei.
Die Antwort auf die zunehmend restriktiven Rahmenbedingungen seitens der Politik, aber auch die progressiven Entwicklungen durch die enorme Dynamik des technologischen Fortschritts liegt in Ihrer „Finanziellen Selbstverteidigung“, zu der auch zunehmend der digitale Selbstschutz gehört. Sie müssen sich bewusst sein, dass Daten die Goldminen des 21. Jahrhunderts sind. Verlassen Sie sich dabei in all diesen Bereichen nicht auf den Staat und die Politik oder scheinbar gewohnte Institutionen wie klassische Banken.
Setzen Sie eigenverantwortlich und selbstbestimmt auf intelligente Selbstschutz-Strategien. Nutzen Sie dabei konservativ Altbewährtes, setzen Sie aber bitte auch gleichzeitig auf Zukunftstechnologien und Zukunftsmärkte.
Schaffen Sie sich jetzt Ihr eigenes Datenschutz-, Finanz- und Geldsystem!
Ich zeige Ihnen intelligente Praxis-Strategien für den Schutz Ihres Vermögens, Ihrer Daten, Eigentumsrechte und Privatsphäre - speziell vor dem Hintergrund bzw. im vorausschauenden Hinblick auf die stark zunehmenden geopolitischen, innenpolitischen, steuerlichen und rechtlichen Risiken unserer Welt und Ihres Lebens, in Kombination mit der dynamisch voranschreitenden Digitalisierung und den großen Herausforderungen von Demografie und Migration.
Finanzielle Selbstverteidigung ist die Kombination von Progression und Protektion.
Mit „Finanzieller Selbstverteidigung“ halten Sie kein theoretisches Werk in den Händen, sondern ich gebe Ihnen - basierend auf meinen jahrzehntelangen Erfahrungen und meinem umfassenden Experten-Netzwerk – einen Praxisleitfaden mit bewährten Sofortstrategien an die Hand, eine Kombination aus Schutz durch Protektions-Strategien und ebenso innovativen wie progressiven Empfehlungen und Handlungsalternativen.
Dadurch erhalten Sie eine praxisnahe Gebrauchsanleitung, die Ihnen Orientierung und Sicherheit gibt, vor dem Hintergrund stark zunehmender geopolitischer, innenpolitischer, steuerlicher, wirtschaftlicher, technologischer und rechtlicher Risiken, sodass Sie jedes Risiko auch direkt in eine Chance transformieren können!

Bildung ist das beste Investment -Lebensqualität die höchste Rendite, die Sie erzielen können!
Ich bin im Jahr 1998 aus beruflichen Gründen aus Deutschland ausgewandert. Zunächst lediglich von Bayern nach Tirol und später nach Vorarlberg in Österreich. Nach dem Weg in meine Selbstständigkeit als Unternehmer bin ich im Jahr 2005 weitergezogen auf die spanische Baleareninsel Mallorca. Hier habe ich auch heute noch meinen Wohnsitz und Lebensmittelpunkt, ebenso wie meinen Unternehmens- und Steuersitz.
Die Steuern waren für mich dabei noch nie ausschlaggebend für die Wahl meines Wohnsitzes. Ansonsten wäre ich niemals in ein relatives Hochsteuerland und Euro-Krisenland wie Spanien gezogen. Ebenso bin ich nicht aus Deutschland ausgewandert, weil die Rahmenbedingungen für mich nicht gepasst haben. Ich habe mich zur damaligen Zeit grundlegend sehr wohl gefühlt in meiner schwäbischen Heimat, ebenso war ich im Großen und Ganzen einverstanden mit der damaligen Politik und der gesellschaftlichen Struktur Deutschlands. Das ist heute - Stand jetzt - nicht mehr der Fall!
Ich bin Analytiker und kein Politiker!
Neben den großen Defiziten in Bezug auf die Digitalisierung bewerte ich die Demografie in Kombination mit der Migration (Einwanderung und Auswanderung) für Deutschland als die größten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Ich sehe dieser Zukunft - trotz aller Herausforderungen - sehr positiv entgegen und bin sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen, auf die ich auf der globalen Makroebene keinen Einfluss habe. Dessen bin ich mir bewusst.
Ich verlasse mich jedoch nicht auf Regierungen oder den Staat, sondern werde auch in Zukunft - gemeinsam mit meiner Frau und meinen beiden Kindern, denen die Zukunft gehört und denen ich auch dieses Buch widme - weiter proaktiv und progressiv an unserem privaten Glück und unserer Lebensqualität schmieden. Die Bildung meiner Kinder ist dabei das beste Investment, Lebensqualität ist die höchste Rendite, die erzielbar ist. Selbstbestimmt und eigenverantwortlich ist dabei jeder seines eigenen Glückes Schmied.
Family First: Verfolgen Sie Opportunistische Strategien
Ich werde die Welt nicht verändern, sondern versuche sie stets genau so zu nehmen, wie sie ist, mit all ihren umfassenden Möglichkeiten, aber auch mit den Risiken. Mein Anspruch ist es, das Beste für mich und meine Familie aus den gegebenen Rahmenbedingungen zu machen, dann wird auch Gott mit uns sein. Werde ich hingegen in meinen Bürger- und Eigentumsrechten und somit meiner Freiheit eingeschränkt, verteidige ich mich. Selbstverteidigung ist ebenso legitim wie legal, nicht nur in finanziellen Angelegenheiten. Ich bin mir sicher, dieses Buch gibt auch Ihnen praxisrelevante Anregungen und Handlungsalternativen in diesem Kontext der gezielten Eigenverantwortung und Selbstbestimmung für die Gegenwart und Zukunft an die Hand.
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Wertvolle Rohstoffe: Wasser und Sand!
(01.08.19) Seit 1993 findet der Weltwassertag statt, bei dem in diesem Jahr die Wasser- und Sanitärversorgung für alle Menschen weltweit im Mittelpunkt stand. Wasser ist der am meisten verbrauchte Rohstoff der Welt. Sauberes Trinkwasser ist ein wertvoller Rohstoff, dessen sind wir uns viel zu wenig bewusst. Laut Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft verbrauchen die Deutschen durchschnittlich 123 Liter Wasser täglich.
Der Löwenanteil (44 Liter) davon fließt in Dusche, Badewanne und Waschbecken, weitere 33 Liter spülen die Bundesbürger die Toilette herunter. Weitaus weniger verbraucht der Einzelne für essen, trinken und Geschirr spülen, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Nachfrage: Der Verbrauch von Mineralwassser steigt
Trinken ist wichtig, vor allem bei dem heißen Sommerwetter. Laut einer aktuellen Erhebung des Statista Consumer Market Outlook (CMO) kaufen Verbraucher in Deutschland immer mehr Mineralwasser. Vor neun Jahren lag der Absatz im Schnitt bei 137,4 Litern Wasser pro Kopf. In diesem Jahr sind es voraussichtlich 163,4 Liter pro Kopf, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt – ein Anstieg von fast 19 Prozent. Bis zum Jahr 2021 prognostiziert der Statista CMO eine weitere Absatzsteigerung auf rund 165 Liter Mineralwasser pro Kopf.

Ressourcen: Sauberes Trinkwasser ist unfair verteilt
Wasser ist das grundlegendste Element zum Leben, sei es zum Durststillen, zur Hygiene oder zur Reinigung von Kleidung und Wohnung. Doch jeder dritte Mensch auf der Welt hat keinen Zugang zu sauberem, giftstofffreiem Trinkwasser, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef und die Weltgesundheitsbehörde WHO in einem aktuellen Bericht aufzeigen.
Vor allem in den Subsahara-Staaten und in Teilen Ozeaniens ist die Wasserversorgung oft mangelhaft. Hier haben viele Menschen nicht einmal Zugang zu einer Basis-Wasserversorgung - einer Quelle, zu der man es in einer halben Stunde zu Fuß hin und zurück schafft und die frei von gefährlichen Fäkalbakterien und anderen Giftstoffen ist. Viele Menschen trinken deshalb verunreinigtes Wasser aus Kanälen oder Flüssen und sterben dadurch an Hepatitis oder Durchfallerkrankungen.

Steigende Konflikte um Wasser
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Zwar ist der Anteil der Weltbevölkerung mit einer Basis-Trinkwasserversorgung seit dem Jahr 2000 insgesamt gestiegen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Trotzdem ist Wasser weiterhin unfair verteilt: Während in Europa und Nordamerika nahezu 100 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, sind es in den Subsahara-Staaten nur 61 Prozent, in Ozeanien sogar nur etwas mehr als die Hälfte der Menschen (55 Prozent).
Laut Unicef wäre es gar nicht so schwierig, die Trinkwassersituation zu verbessern. Allerdings würden Politiker in den betroffenen Ländern oft kein lohnendes Wahlkampfthema darin sehen. Im Zuge des Klimawandels wird sich das Problem des Wassermangels voraussichtlich noch weiter verschärfen.
Wertvoller Rohstoff: Der Preis für Sand steigt seit Jahren!
Wenn Sie an wertvolle Rohstoffe denken, fallen Ihnen mit Sicherheit zunächst einmal die Edelmetalle wie Gold und Silber ein, Diamanten oder auch flüssige Rohstoffe wie Öl und Wasser. Kies, Steine oder gar Sand hingegen wohl eher weniger. So ging es mir auch, bis mir zwei TV-Reportagen („Wenn der Welt der Sand ausgeht“ und „Sand stehlen und überleben“) aktuell die Augen geöffnet, bzw. die Bildung erweitert haben. Ich lebe auf Mallorca und habe somit täglich das Meer und den Sand am Strand vor Augen. Ebenso kennen Sie vermutlich den abwertenden Spruch, den wir sehr häufig verwenden: „Das gibt es wie Sand am Meer". Damit meinen wir in der Regel ein bestimmtes Gut, von dem es offensichtlich so viel gibt, dass es uninteressant ist, bzw. zu schein scheint.
Genau das trifft auf Sand selbst aber gar nicht zu. Sand ist ein immer knapper werdender, wertvoller Rohstoff! Deutschland ist beispielsweise der wichtigste Produzent von Kies und Sand in Europa. Dennoch gibt es auch in diesem Bereich selbstverständlich weit günstigere Fördermöglichkeiten in der Welt. Leider aber nicht zu den strengen Umweltstandards und vorteilhaften Arbeitsbedingungen, wie wir diese in Deutschland haben.
Beton besteht zu etwa 80 Prozent aus Kies und Sand
Im Fernsehen habe ich in der letzten Woche eine beeindruckende ARD-Reportage (Wenn der Welt der Sand ausgeht) gesehen über die fragwürdige Förderung von Sand aus Flüssen in Asien, zu Lasten der dortigen Bevölkerung. Eine andere Arte-Reportage befasste sich mit der Förderung von Vulkansand in Afrika. Mir war bislang überhaupt nicht bewusst, welch wertvoller Rohstoff Sand überhaupt ist.
Sand ist nach Wasser der meistverbrauchte Rohstoff der Erde
Durch Bevölkerungswachstum und wachsenden Wohlstand steigt der Bedarf immens. Doch die weltweiten Vorräte werden immer knapper. Wie die nachfolgende Infografik von Statista zeigt, ziehen dadurch die Sand-Preise an.
So stieg der Index, der die Preise für in Deutschland hergestellten Sand abbildet, in den letzten 17 Jahren um über 30 Prozent an und überholte dabei den Gesamtindex für alle Erzeugerpreise. Rund 95 Prozent der produzierten Kiese, Sande und gebrochenen Natursteine werden von der Bauindustrie verwendet, denn Beton besteht etwa zu 80 Prozent aus Kies und Sand. Daraus werden u. a. Pflaster- und Mauersteine und Kanalrohre hergestellt. Für den Bau eines durchschnittlichen Einfamilienhauses werden beispielsweise rund 200 Tonnen Sand benötigt. Weiterführende Informationen...

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com















