Datenbanken statt Bankensterben!
(08.09.24) Das Bankensterben ist ein Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Traditionelle Banken stehen vor großen Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung, den Aufstieg von FinTech-Unternehmen und das veränderte Kundenverhalten. Immer mehr Menschen bevorzugen digitale Angebote für ihre Bankgeschäfte, was den Druck auf klassische Filialbanken erheblich erhöht. Auch die Anzahl der Geldautomaten befindet sich auf dem Rückzug.
Gleichzeitig belasten wirtschaftliche Unsicherheiten, wie rückläufige Margen im Zinsgeschäft und die wachsende Konkurrenz durch Online-Banken, die Branche. Viele Institute müssen Filialen schließen oder fusionieren, um Kosten zu sparen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Besonders kleinere und regional verwurzelte Banken geraten zunehmend unter Druck und verschwinden teils ganz vom Markt.
Künstliche Intelligenz (KI) wird das Bankwesen der Zukunft grundlegend verändern
Automatisierte Prozesse und personalisierte Finanzdienstleistungen steigern die Effizienz und senken die Kosten. Zudem ermöglicht KI durch Echtzeit-Datenanalysen ein verbessertes Risikomanagement, was zu besseren Entscheidungen bei Kreditvergaben und Investitionen führt. Doch der Wandel in der Bankenlandschaft birgt nicht nur Risiken, sondern auch große Chancen für Innovation. Bankfilialen und Geldautomaten werden zunehmend durch mobile Apps ersetzt werden, die den Kunden mehr Flexibilität und Komfort bieten und für Banken gleichzeitig kostengünstiger sind.
Die Zukunft des Bankensektors wird entscheidend davon abhängen, wie gut sich die Institute auf diese neuen Entwicklungen einstellen und Innovationen integrieren. Besonders spannend ist die Rolle der Blockchain-Technologie. Banken, die frühzeitig auf Blockchain setzen und Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum in ihre Geschäftsmodelle integrieren, werden zu den Gewinnern dieses tiefgreifenden Transformationsprozesses zählen. Unser Geld, Vermögenswerte und sogar Kredite stehen nicht nur vor der vollständigen Digitalisierung, sondern zunehmend auch vor der Tokenisierung. Mehr dazu in meinem aktuellen Podcast von "Millers-Kryptowoche" auf unserem YouTube-Channel.
Der Blick auf das Sterben der Bankfilialen
Der deutsche Bankenmarkt ist der größte in Europa und beherbergt etwa so viele Banken wie Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zusammen. Doch die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Durch neue digitale Technologien und den Aufstieg junger Fintech-Unternehmen gibt es zunehmend mehr Onlineangebote, was sich auf die Anzahl der Bankfilialen in Deutschland auswirkt. Laut einer Statista-Infografik auf Basis von Daten der Bundesbank gab es 2013 noch über 36.000 Filialen, doch bis 2023 sank diese Zahl auf nur noch 19.501. Auch die Anzahl der Kreditinstitute schrumpft: Waren es 2013 noch rund 2.000 Banken, so sind es zehn Jahre später nur noch etwas mehr als 1.400.
Öffentlich-rechtliche Institute, wie die Sparkassen und Landesbanken, zählen gemessen am Geschäftsvolumen zu den bedeutendsten Bankengruppen Deutschlands. Sie befinden sich ganz oder größtenteils im Besitz der öffentlichen Hand. Nach der Bilanzsumme ist die Deutsche Bank das größte Kreditinstitut des Landes und gehört zur Gruppe der privaten Geschäfts- bzw. Kreditbanken. Im Jahr 2021 wies die Deutsche Bank eine Bilanzsumme von rund 1,51 Billionen US-Dollar auf und zählte damit zu den 25 führenden Banken weltweit.

Wer braucht noch eine Bankfiliale?
Vor einem Jahrzehnt gab es in Deutschland noch über 36.000 Bankfilialen. Im vergangenen Jahr waren davon nur noch 19.501 übrig, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Mehrheit der Verbraucher ihre Bankgeschäfte inzwischen online oder über mobile Apps erledigt.
Laut Statista Consumer Insights gaben zuletzt lediglich 32 Prozent der befragten Erwachsenen in Deutschland an, Bankgeschäfte wie Überweisungen in einer Filiale zu erledigen. Selbst in Italien, wo der Anteil der Filialnutzer am höchsten ist, liegt er bei weniger als 50 Prozent. In den Niederlanden hingegen besuchen nur noch sechs Prozent der Befragten eine Bankfiliale, was sich auch in der dort niedrigen Bankendichte widerspiegelt.

Deutsche forcieren Online- und Mobile Banking!
Online-Banking ist eine Form des Bankgeschäfts, bei der Kunden über das Internet auf ihre Bankkonten zugreifen und verschiedene Finanztransaktionen durchführen können. Dazu gehören das Überprüfen des Kontostands, Überweisungen, Daueraufträge, das Verwalten von Einlagen und das Durchführen von Investitionen, ohne eine physische Bankfiliale aufsuchen zu müssen.
Mobile Banking ist eine spezielle Form des Online-Bankings, die über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets durchgeführt wird. Es bietet ähnliche Funktionen wie das Online-Banking, jedoch in einer für mobile Endgeräte optimierten Benutzeroberfläche. Mobile Banking ermöglicht es den Nutzern, ihre Bankgeschäfte jederzeit und von überall aus zu erledigen, was Flexibilität und Bequemlichkeit erhöht.
Der Trend zum Online-Banking ist ungebrochen!
Die Zahl der Menschen in Deutschland, die ihre Bankgeschäfte auch über Online- und Mobile-Banking abwickeln, nimmt seit Jahren stetig zu. Laut einer Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken nutzen inzwischen 84 % diese digitalen Dienste. Im Jahr 2018 traf dies lediglich auf die Hälfte der Befragten zu. Besonders stark ist der Anstieg in den letzten Jahren bei den über 60-Jährigen: Während 2018 nur 23 % dieser Altersgruppe Online- oder Mobile-Banking nutzten, sind es 2024 bereits 72 %.
Nach Angaben des Bankenverbands gehören Kontostandabfragen und Überweisungen zu den am häufigsten genutzten Online-Bankdienstleistungen. 82 beziehungsweise 78 % der Befragten geben an, diese Funktionen „oft“ oder „sehr oft“ zu nutzen. Aktien- und Wertpapiergeschäfte werden immerhin von 21 % der Befragten (sehr) oft und von weiteren 27 % gelegentlich online durchgeführt.
Der Großteil der Deutschen empfindet Online-Banking laut Bankenverband als sicher. Das Vertrauen in die Sicherheit des Verfahrens hat im Vergleich zu 2022 weiter zugenommen. Mittlerweile sind 81 % der Befragten der Meinung, dass Online-Banking „sicher“ (59 %) oder „sehr sicher“ (22 %) ist.

Meine Empfehlung: Setzen Sie auf die Geldsysteme der Zukunft!
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft, Wirtschaft und unseres Geldes sind bereits seit vielen Jahren wesentliche Themenfelder meiner regelmäßigen Rubrik „Geldsysteme der Zukunft“, im Rahmen meines Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz vertraulich“. Dabei zeige ich Ihnen praxisnahe Mittel und Wege, sowohl für Ihre täglichen Anwendungen, als auch für Ihre gezielten Investments in die Digitalisierung unseres Geld- und Bankensystems.
Banken sind Datenbanken!
im Mai 2024 wurde die Studie „Zukunft Daten – Wenn die Bank wüsste, was die Bank weiß“ von Cofinpro in Zusammenarbeit mit der VÖB-Service GmbH, einer Tochtergesellschaft des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), durchgeführt. 401 Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche nahmen an der Umfrage teil. Die nachfolgenden, hochinteressanten Ergebnisse wurden Anfang September 2024 veröffentlicht.
Digitalisierungskompetenz der Banken nimmt zu – Datenstrategie fehlt
Kreditinstitute entwickeln zunehmend ihre Fähigkeiten im Umgang mit Daten weiter. Bereits 40 Prozent der Banken geben an, das Potenzial ihrer Daten gut bis sehr gut auszuschöpfen – eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 21 Prozent waren. Diese Umfrageergebnisse bestätigen den langfristigen Trend hin zu mehr Digitalisierungskompetenz. Dennoch fehlt es vielen Instituten weiterhin an einer umfassenden, übergeordneten Datenstrategie.
Das Thema Daten ist im Finanzalltag angekommen. 96 Prozent der befragten Bankexperten bestätigen, dass Daten in ihrem Unternehmen eine hohe Priorität genießen. Allerdings schöpfen erst 40 Prozent der Institute ihr Datenpotenzial gut bis sehr gut aus. Der Trend sei zwar positiv, doch es gebe noch Potenzial nach oben. Die Relevanz ist erkannt, jetzt muss das Potenzial breiter ausgeschöpft werden, so eine wesentliche Forderung der Cofinpro-Analysten.
Eine umfassende, unternehmensweite Datenstrategie ist jedoch nur bei wenigen Instituten verankert. Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, dass eine konsequente Datennutzung durch das Management als eines der obersten Unternehmensziele verfolgt wird. Lediglich 14 Prozent der Teilnehmer stimmten der Aussage zu, dass ihre Daten konsequent im Vertrieb genutzt werden.
Technische Herausforderungen bremsen die Banken
Auf die Frage nach den größten Herausforderungen nannten 58 Prozent der Befragten ungeeignete Systeme oder Schwierigkeiten bei der Integration bestehender Systeme. Zudem sind fehlende personelle Ressourcen (50 Prozent) und die Priorisierung anderer Themen (45 Prozent) weitere Hürden, die eine volle Ausschöpfung des Datenpotenzials verhindern. In Bezug auf finanzielle Ressourcen und Datenverfügbarkeit sind die Banken gut aufgestellt. Dies deutet darauf hin, dass die Herausforderungen mit einer zielgerichteten Datenstrategie bewältigt werden können.
Die Qualität der Daten stellt ein weiteres Problem dar. 59 Prozent der Befragten bemängelten, dass trotz der Vielzahl gesammelter Daten entscheidende Informationen fehlen. 54 Prozent bewerteten die Datenqualität als unzureichend. Darüber hinaus sehen 65 Prozent der Befragten regulatorische Vorgaben als zu restriktiv an. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Banken auf dem richtigen Weg sind. Es fehlt jedoch noch an der vollständigen Integration der Datenstrategie in die gesamte Unternehmensstrategie. Besonders in der Produktentwicklung und -optimierung wird das Potenzial noch nicht vollständig genutzt: Nur 57 Prozent der Banken verfolgen hier eine klare Datenstrategie, obwohl gerade in diesem Bereich hohe Wertschöpfungspotenziale liegen.
Mein Fazit: Daten sind die Währungen und Datenbanken die Goldminen des 21. Jahrhunderts!
Daten sind wertvolle Währungen und gleichzeitig die Goldminen des 21. Jahrhunderts. Die Zukunft des Bankensektors wird entscheidend davon abhängen, wie gut sich die Institute auf diese neuen Entwicklungen einstellen, ihre Datenschätze heben und Innovationen integrieren. Besonders spannend ist die Rolle der Blockchain-Technologie. Banken, die frühzeitig auf Blockchain setzen und Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum in ihre Geschäftsmodelle integrieren, werden zu den Gewinnern dieses tiefgreifenden Transformationsprozesses zählen.
Unser Geld, Vermögenswerte und sogar Kredite stehen nicht nur vor der vollständigen Digitalisierung, sondern zunehmend auch vor der Tokenisierung. Im Rahmen von „Kapitalschutz vertraulich“ befasse ich mich bereits seit Jahren in meiner Rubrik „Geldsystem der Zukunft“ mit diesen Zukunftstrends. Ebenso im Rahmen meines Themen-Portals: KRYPTO-X.BIZ
KAPITALSCHUTZ FIRST - Make your Money Safe again!
Die besten Kapitalschutz-Strategien von Bitcoin bis Gold, Digitalisierung bis Tokenisierung und von der Schweiz bis zum Fürstentum Liechtenstein. Von Auswandern bis Ausflaggen, von Datenschutz bis Cybersecurity und von Recht bis Steuern! Jetzt KAPITALSCHUTZ FIRST bestellen, das neue Buch von Markus Miller:

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com



