Cybercrime: 915 Fälle pro Tag!
(28.09.26) 333.922 Cybercrime-Fälle mit Deutschlandbezug registrierte die Polizei im Jahr 2025. Das sind rechnerisch rund 915 Fälle pro Tag. Erfasst wurden Straftaten wie das Ausspähen von Daten oder Angriffe auf IT-Systeme. Gegenüber 2024 stieg die Gesamtzahl nur leicht um 0,2 Prozent – die Belastung bleibt damit auf hohem Niveau.
126.034 Fälle ordnete das Bundeskriminalamt (BKA) einem Tatort in Deutschland zu. In weiteren 207.888 Fällen lag der Tatort im Ausland oder war unbekannt; der Schaden oder Taterfolg trat in Deutschland ein. Das erschwert häufig die Ermittlung und Strafverfolgung. Ein unbekannter Tatort bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Täter im Ausland sitzen.
Diese Zahlen zeigen nur das polizeilich bekannte Hellfeld. Nicht jeder Betrug und nicht jeder Angriff wird erkannt oder angezeigt. Die tatsächliche Belastung dürfte deshalb höher sein. Für 2026 rechne ich mit einem weiteren deutlichen Anstieg: Künstliche Intelligenz erleichtert es Tätern, täuschend echte Nachrichten, Stimmen und Bilder zu erstellen und Betrugsversuche in großer Zahl zu verbreiten. Ob sich das auch in den polizeilich erfassten Fällen niederschlägt, werden erst die Zahlen für 2026 zeigen.
Für Sie persönlich ist entscheidend: Hinter einer Statistik können ein übernommenes E-Mail-Konto, gestohlene Zugangsdaten oder verlorene Familienfotos stehen.
Ransomware: Daten als Druckmittel
Eine besonders folgenreiche Angriffsform ist Ransomware. Dabei sperren Kriminelle den Zugriff auf einen Computer oder verschlüsseln Dateien und verlangen Geld für deren Freigabe. 2025 wurden in Deutschland 1.041 solcher Angriffe angezeigt – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die erfassten Opfer waren überwiegend Unternehmen und Einrichtungen; etwa 90 Prozent der Angriffe richteten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen.
Häufig kopieren die Täter Daten, bevor sie diese verschlüsseln. Danach drohen sie zusätzlich mit einer Veröffentlichung. Das BKA ordnete rund 76 Prozent der erfassten Angriffe dieser doppelten Erpressung zu. Eine Datensicherung kann verschlüsselte Dateien wiederherstellen – bereits gestohlene Informationen holt sie jedoch nicht zurück.
Nur sieben Prozent der Geschädigten zahlten nach den vorliegenden Angaben Lösegeld, gegenüber neun Prozent im Vorjahr. Wo eine Zahlung bekannt war, lag sie im Durchschnitt bei rund 456.335 US-Dollar. Dieser Betrag ist kein Durchschnitt über alle 1.041 Angriffe, sondern bezieht sich auf die erfassten Zahlungen. Lösegeld zu zahlen ist zudem keine verlässliche Garantie, dass Täter Dateien freigeben oder kopierte Daten löschen.
Was Sie privat sofort tun können
Schützen Sie zuerst Ihr E-Mail-Konto. Wer dort Zugriff erhält, kann oft auch Passwörter anderer Dienste zurücksetzen. Verwenden Sie für jedes wichtige Konto ein eigenes, langes Passwort; ein Passwortmanager hilft Ihnen dabei. Aktivieren Sie zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung, vor allem für E-Mail, Banking, Cloud-Speicher und Konten bei Kryptobörsen. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht aus.
Sichern Sie persönliche Dateien regelmäßig auf einem zusätzlichen Datenträger oder in einem geeigneten Cloud-Speicher. Besonders wichtige Dokumente und Fotos sollten nicht nur auf einem einzigen Gerät liegen. Prüfen Sie gelegentlich, ob Sie die Sicherung tatsächlich öffnen und Dateien daraus zurückholen können. Halten Sie außerdem Betriebssystem, Browser und Apps aktuell: Updates schließen häufig bekannte Sicherheitslücken. Das BSI empfiehlt regelmäßige Datensicherungen und die Vorbereitung auf Sicherheitsvorfälle.
Seien Sie misstrauisch, wenn eine Nachricht Sie unter Zeitdruck setzt: „Konto gesperrt“, „Paket kann nicht zugestellt werden“ oder „sofortige Verifizierung erforderlich“. Öffnen Sie den betreffenden Dienst lieber selbst über Ihre gespeicherte App oder eine bekannte Webadresse. Falls Sie bereits Zugangsdaten eingegeben haben, ändern Sie das Passwort umgehend über den echten Dienst, prüfen Sie angemeldete Geräte und kontaktieren Sie bei Finanzkonten sofort den Anbieter.
Mein Fazit: Datenschutz ist Kapitalschutz!
Die BKA-Zahlen betreffen nicht nur IT-Abteilungen. Auch Ihr E-Mail-Postfach, Ihre Fotos und Ihre Finanzkonten sind schützenswerte Ziele. Beginnen Sie mit drei Dingen: Schalten Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr E-Mail-Konto ein, verwenden Sie einzigartige Passwörter und testen Sie eine Sicherung Ihrer wichtigsten Dateien.
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Berlin-Leak: Schützen Sie Ihre Daten!
(27.09.26) Der Cyberangriff auf Teile der Berliner Verwaltung war weit mehr als eine technische Störung. Nach Angaben der Senatskanzlei floss der wesentliche Teil der Daten zwischen dem 7. und 12. August 2026 ab. Am 14. August wurden die betroffenen Senatsverwaltungen vorsorglich vom Netz getrennt. Die Angreifer veröffentlichten kopierte Daten am 4. September im Darknet. Berlin prüft weiterhin, welche Informationen im Einzelnen betroffen sind.
Die Ransomware-Gruppe Rhysida behauptet, rund 5,8 Terabyte erbeutet zu haben; Berichte nennen etwa 1,44 Millionen Dateien. Ransomware bezeichnet Schadsoftware, mit der Kriminelle Daten verschlüsseln oder den Diebstahl von Daten für eine Erpressung nutzen. Die genannten Mengen stammen aus Angaben der Täter beziehungsweise aus Berichten. Sie sind keine amtlich bestätigte Aufstellung aller betroffenen Dateien. Berlin geht aber davon aus, dass auch personenbezogene Daten von Beschäftigten, Bürgern und Unternehmen darunter sein können.
Das eigentliche Langzeitrisiko beginnt nach der Veröffentlichung. Eine gestohlene Datei lässt sich nicht zuverlässig aus dem Darknet löschen: Kopien können weitergegeben und später erneut verwendet werden. Namen, Kontaktdaten und Angaben aus einem Behördenvorgang könnten Betrügern helfen, eine E-Mail oder einen Anruf glaubwürdig wirken zu lassen. Wer beispielsweise auf einen laufenden Antrag Bezug nimmt, muss deshalb noch lange kein Mitarbeiter der zuständigen Behörde sein.
So können gestohlene Daten missbraucht werden
Eine mögliche Masche wäre eine Nachricht, die angeblich von einer Berliner Behörde stammt: Wegen des Cyberangriffs müsse ein Zugang bestätigt, ein Dokument geöffnet oder eine Gebühr erneut bezahlt werden. Gerade der Bezug auf ein echtes Ereignis erhöht die Glaubwürdigkeit. Die Senatskanzlei warnt ausdrücklich vor unaufgeforderten Angeboten, etwa einer angeblichen Prüfung der persönlichen Betroffenheit oder dem Versprechen, Daten aus dem Darknet zu entfernen.
Seien Sie auch bei Anrufen vorsichtig. Eine angezeigte Telefonnummer beweist nicht, wer tatsächlich spricht. Geben Sie keine Passwörter, Einmalcodes oder vollständigen Zahlungsdaten weiter. Beenden Sie das Gespräch und wählen Sie die Nummer der Behörde oder Bank selbst, nachdem Sie sie auf deren offizieller Internetseite nachgesehen haben. Dasselbe gilt für Links: Rufen Sie die bekannte Adresse eigenständig im Browser auf.
Über den konkreten Einstieg der Angreifer in das Berliner Netz sind noch nicht alle Ursachen öffentlich geklärt. Die im Entwurf genannte „TerminalFix“-Methode sollte daher nicht als feststehende Ursache dieses Angriffs erscheinen. Die allgemeine Gefahr ist dennoch real: Betrüger können Menschen unter einem Vorwand dazu bringen, einen schädlichen Befehl auf ihrem Computer auszuführen. Wenn eine unerwartete Nachricht Sie auffordert, eine Konsole zu öffnen oder einen „Sicherheitsbefehl“ einzufügen, brechen Sie den Vorgang ab und fragen Sie Ihre IT-Abteilung oder den echten Anbieter über einen bekannten Kontaktweg.
Schützen Sie Ihre digitale Identität
Beginnen Sie bei Ihren wichtigsten Zugängen: E-Mail-Postfach, Bank, Mobilfunkkonto und Passwortmanager. Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Ein Passwortmanager kann solche Passwörter erstellen und speichern. Ein mehrfach verwendetes Passwort sollten Sie ändern, besonders wenn es auch Ihr E-Mail-Konto schützt. Über dieses Konto lassen sich häufig die Passwörter anderer Dienste zurücksetzen.
Aktivieren Sie zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer sie angeboten wird. Dann genügt ein gestohlenes Passwort allein meist nicht zur Anmeldung; es wird ein weiterer Nachweis benötigt, etwa über eine Authenticator-App oder einen Sicherheitsschlüssel. Geben Sie diesen zweiten Faktor niemals an jemanden weiter, der Sie unerwartet kontaktiert. Eine Aufforderung dazu ist ein starkes Warnzeichen.
Kontrollieren Sie Bank- und Kreditkartenumsätze, wichtige Online-Konten sowie Hinweise auf neue Anmeldungen. Wenn Sie einen unberechtigten Zugriff vermuten, ändern Sie das betroffene Passwort über die selbst aufgerufene Originalseite und melden Sie sich bei der Bank oder dem Anbieter. Haben Sie bereits Geld überwiesen oder Identitätsmissbrauch festgestellt, sichern Sie Nachrichten und Belege und erstatten Sie Anzeige. Für konkret Betroffene nennt Berlin auf seiner Informationsseite Anlaufstellen und Kontaktmöglichkeiten.
Mein Fazit: Argusaugen auf im Datenverkehr!
Der Berliner Angriff zeigt, wie lange ein Datendiebstahl nachwirken kann. Betroffene müssen nicht bei jeder Nachricht mit einem Betrugsversuch rechnen. Sie sollten aber besonders aufmerksam sein, wenn jemand mit passenden persönlichen Angaben Vertrauen aufbauen und anschließend einen Link, einen Code, Geld oder weitere Daten von ihnen verlangen will.
Digitale Sicherheit ist keine einmalige Maßnahme. Einzigartige Passwörter, ein zweiter Anmeldefaktor und die Prüfung ungewöhnlicher Kontaktaufnahmen senken das Risiko auch dann, wenn Ihre Daten bei einer Behörde oder einem Unternehmen abfließen, auf dessen Sicherheit Sie selbst keinen Einfluss haben. Eine seriöse Stelle wird Sie nicht auffordern, unter Zeitdruck einen unbekannten „Sicherheitsbefehl“ auszuführen oder einen Anmeldecode am Telefon durchzugeben.
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2026 ist ein digitales Bedrohungsjahr!
(27.08.26) Das Jahr 2026 markiert eine neue Eskalationsstufe digitaler Bedrohungen. Was lange als Randproblem galt, entwickelt sich zunehmend zu einem systemischen Risiko für Privatkunden im Online-Banking. Deepfakes sowie Echtzeit- und Blitzüberweisungen werden zu den zentralen Treibern massiver finanzieller Schäden. Deepfakes sind mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugte, täuschend echte Audio-, Video- oder Bildinhalte. Stimmen, Gesichter und ganze Gesprächssituationen lassen sich inzwischen so realistisch nachbilden, dass selbst aufmerksame Nutzer kaum noch einen Unterschied erkennen. In Verbindung mit Social Engineering – der gezielten psychologischen Manipulation von Menschen – entsteht eine neue Qualität des Betrugs, die gezielt auf Angst, Autorität und Zeitdruck setzt.
Besonders gefährlich wird diese Entwicklung durch das im vergangenen Jahr eingeführte System der Echtzeit- und Blitzüberweisungen. Dabei handelt es sich um Überweisungen, die innerhalb weniger Sekunden endgültig ausgeführt werden und praktisch nicht mehr rückholbar sind. Banken bleibt keine Reaktionszeit, klassische Sicherheitsmechanismen greifen nicht mehr. Kriminelle nutzen genau diese Geschwindigkeit aus, um Opfer zu überrumpeln und irreversible Zahlungen auszulösen. Die eigentliche Ursache der wachsenden Schäden liegt jedoch tiefer.

Übertriebener Komfort, digitale Bildungslücken und eine weit verbreitete Sorglosigkeit treffen auf eine fehlende digitale Selbstverteidigung. Darunter ist die Gesamtheit aus digitaler Prävention, technischen Schutzmaßnahmen und vorausschauender Vorsorge zu verstehen. Vielen Nutzern fehlt das Bewusstsein dafür, dass Online-Banking aktiven Eigenschutz erfordert und nicht allein der Verantwortung von Banken überlassen werden kann.
Digitale Selbstverteidigung beginnt beim Menschen
Technische Schutzsysteme sind wichtig, doch sie entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn der Mensch als Nutzer eingebunden ist. Die Mehrheit erfolgreicher Angriffe scheitert nicht an fehlender Technik, sondern an falschen Entscheidungen unter Stress. Betrüger setzen gezielt auf Zeitdruck, vermeintliche Autoritätspersonen und emotionale Ausnahmesituationen. Genau hier greifen Deepfake-Anrufe, gefälschte Bankmitarbeiter oder angebliche Notlagen von Familienmitgliedern. Digitale Selbstverteidigung bedeutet daher zunächst mentale Vorbereitung.
Verinnerlichen Sie klare Grundregeln: keine Überweisung unter Zeitdruck, keine Weitergabe sensibler Daten am Telefon, kein Handeln aus Angst oder Panik heraus. Seriöse Banken setzen Sie niemals unter Druck und verlangen keine sofortigen Reaktionen. Jede Abweichung davon ist ein Warnsignal. Ebenso wichtig ist die bewusste Reduktion von Angriffsflächen. Je mehr persönliche Informationen öffentlich verfügbar sind, desto leichter wird gezieltes Social Engineering. Soziale Netzwerke liefern Betrügern häufig detaillierte Profile potenzieller Opfer. Digitale Zurückhaltung ist daher kein Misstrauen, sondern ein elementarer Bestandteil moderner Vorsorge.
Technik allein reicht nicht aus
Viele Verbraucher verlassen sich vollständig auf ihre Bank oder auf technische Sicherheitsfunktionen. Zwei-Faktor-Authentifizierung, biometrische Verfahren oder Push-TANs sind sinnvoll, aber nicht unfehlbar. In Kombination mit Deepfakes und psychologischer Manipulation können selbst moderne Sicherheitsmechanismen umgangen werden. Entscheidend ist daher das Zusammenspiel aus Technik, Wissen und Verhalten. Ein zusätzlicher Schwachpunkt liegt in der zunehmenden Bündelung digitaler Funktionen. Smartphones sind heute zugleich Geldbörse, Kommunikationsmittel und Identitätsnachweis.
Wird dieses zentrale Gerät kompromittiert, entsteht ein erhebliches Klumpenrisiko. Trennen Sie daher Zahlungs- und Kommunikationsprozesse, wo immer dies möglich ist. Regelmäßige Kontrolle ist unverzichtbar. Überprüfen Sie Kontobewegungen häufiger, setzen Sie Überweisungslimits und hinterfragen Sie jede Abweichung vom gewohnten Ablauf. Sicherheit entsteht nicht durch blindes Vertrauen, sondern durch Aufmerksamkeit und Kontrolle.

Cybersecurity wird zur Vermögensfrage
Digitale Sicherheit ist längst kein reines IT-Thema mehr, sondern eine zentrale Frage des Vermögensschutzes. Die finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität erreichen inzwischen Dimensionen, die klassische Delikte deutlich übersteigen. Gleichzeitig sind viele Verluste endgültig und nicht rückholbar. Cybersecurity entwickelt sich damit zu einem strukturellen Wachstumsfeld. Unternehmen, die digitale Identitäten schützen, Betrug frühzeitig erkennen oder kritische Infrastrukturen absichern, gewinnen langfristig an Bedeutung.
Für Anleger entsteht daraus ein klarer Zusammenhang zwischen Sicherheitslage und Investitionsstrategien. Für Sie bedeutet das zweierlei: Sie müssen Ihr eigenes digitales Vermögen aktiv schützen – und Sie sollten verstehen, dass genau diese Bedrohungslage neue wirtschaftliche Realitäten schafft, die sich auch an den Kapitalmärkten widerspiegeln.
Mein Fazit: Vermögen schützen bedeutet Cybersicherheit als festen Bestandteil zu integrieren und gezielt zu investieren!
2026 ist kein Jahr der Panik, aber ein Jahr der Entscheidung. Digitale Bequemlichkeit ohne Eigenverantwortung wird zum Risiko. Wer digitale Prozesse nutzt, muss digitale Selbstverteidigung beherrschen. Vertrauen Sie nicht allein auf Technik oder Institutionen, sondern auf klare Regeln, Aufmerksamkeit und gesunden Zweifel. Cybersecurity ist kein Luxus mehr, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Vermögenssicherung.
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Passkeys statt Passwörter: Zukunft des sicheren Bezahlens!
(23.08.26) Passwörter verlieren rasant an Bedeutung, biometrische Verfahren gewinnen an Akzeptanz. Laut der GfK-Studie „Mastercard Payment Pulse“ zahlt bereits jeder dritte Deutsche biometrisch. In der Generation Z sind es sogar 52 Prozent. Besonders verbreitet sind Fingerabdruck und Gesichtserkennung – beim Entsperren des Smartphones (45 Prozent), beim Onlinebanking (34 Prozent) und bei Onlinezahlungen (25 Prozent). Bei den 18- bis 29-Jährigen nutzen 52 Prozent Biometrie fürs Banking und 41 Prozent fürs Onlineshopping.
Diese Zahlen markieren eine stille, aber tiefgreifende Veränderung im digitalen Zahlungsverkehr. Während klassische Passwörter jahrzehntelang als Sicherheitsstandard galten, werden sie zunehmend als Schwachstelle wahrgenommen. Zu leicht sind sie zu erraten, zu stehlen oder durch Phishing-Kampagnen abzugreifen. Biometrische Verfahren hingegen versprechen eine stärkere Bindung zwischen Nutzer und Gerät – und damit ein höheres Sicherheitsniveau.
Sicherheit schlägt Gewohnheit
Sicherheit ist das zentrale Argument für biometrische Authentifizierung. 43 Prozent der Befragten nennen sie als größten Vorteil. Komfort (37 Prozent) und Schnelligkeit (31 Prozent) folgen dicht dahinter. Insgesamt haben 59 Prozent der Deutschen in den vergangenen zwölf Monaten biometrische Authentifizierung genutzt – bei den Jüngeren sogar 79 Prozent. Gleichzeitig sehen 66 Prozent sichere Onlinezahlungen als entscheidend an.
Hier zeigt sich ein Spannungsfeld: Nutzer wünschen sich einfache Prozesse, stehen dem Teilen sensibler Daten jedoch kritisch gegenüber. Genau hier setzen moderne Authentifizierungsverfahren an. Sie kombinieren Komfort mit einem deutlich höheren Sicherheitsstandard, ohne dass persönliche Informationen unkontrolliert über Serverstrukturen verteilt werden müssen.
Was Passkeys technisch verändern
Passkeys ersetzen klassische Passwörter durch kryptografische Schlüsselpaare. Ein privater Schlüssel verbleibt sicher auf dem Endgerät, der öffentliche Schlüssel wird beim jeweiligen Dienst hinterlegt. Der Zugriff erfolgt über biometrische Authentifizierung – etwa Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Das bedeutet: Kein Passwort wird übertragen, gespeichert oder abgeglichen. Damit verlieren Phishing-Angriffe weitgehend ihre Grundlage.
Entscheidend ist zudem, dass biometrische Daten lokal auf dem Gerät gespeichert bleiben. Sie verlassen das Endgerät nicht und werden nicht zentral gespeichert. Für Zahlungsinformationen kommt zusätzlich Tokenisierung zum Einsatz. Dabei werden Kartendaten durch einmalige, nicht rückverfolgbare Tokens ersetzt. Selbst bei einem Datenleck sind diese wertlos.
Vom Online-Checkout bis zum kassenlosen Handel
Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf den E-Commerce. Auch im stationären Handel werden biometrische Verfahren getestet. Gesichtserkennung, Handflächenscans oder Iriserkennung sollen künftig kassenlose Bezahlprozesse ermöglichen. Ziel ist eine nahtlose Authentifizierung ohne PIN-Eingabe oder Kartenzahlung.
Zahlungsdienstleister wie Mastercard verfolgen langfristig das Ziel einer vollständig tokenisierten und durchgängig authentifizierten Infrastruktur. Der Checkout-Prozess soll nicht nur sicherer, sondern spürbar einfacher werden. Statt Passwörter einzugeben oder TAN-Verfahren zu durchlaufen, genügt künftig eine biometrische Bestätigung am Gerät.
Neue Risiken im digitalen Sicherheitsgefüge
So überzeugend die Vorteile sind, neue Technologien bringen neue Angriffsflächen mit sich. Wenn das Endgerät zum zentralen Sicherheitsanker wird, rückt dessen Schutz in den Fokus. Schadsoftware, kompromittierte Betriebssysteme oder physischer Zugriff auf Geräte können zur Schwachstelle werden.
Hinzu kommen technologische Entwicklungen wie Deepfakes oder synthetisch erzeugte biometrische Muster. Gesichtserkennungssysteme müssen daher kontinuierlich weiterentwickelt werden, um Manipulationen zu erkennen. Identitätsmissbrauch verschiebt sich von der Passwortebene auf die Geräte- und Biometrieebene.
Datenschutz und Dezentralität als Schlüssel
Der langfristige Erfolg biometrischer Zahlungssysteme hängt maßgeblich von der Architektur ab. Dezentral gespeicherte biometrische Daten sind ein zentraler Sicherheitsfaktor. Je weniger sensible Informationen zentral vorgehalten werden, desto geringer ist das Risiko systemischer Datenlecks.
Parallel dazu müssen Software-Updates, Hardware-Sicherheitsmodule und mehrstufige Authentifizierungsmechanismen Standard werden. Biometrie allein ist kein Allheilmittel. Erst im Zusammenspiel mit Tokenisierung, Verschlüsselung und kontinuierlicher Cyberabwehr entsteht ein robustes Sicherheitskonzept.
Mein Fazit: Mehr Sicherheit – neue Verantwortung
Passkeys markieren einen entscheidenden Fortschritt im digitalen Zahlungsverkehr. Sie erhöhen Sicherheit und Nutzerkomfort deutlich und reduzieren typische Schwachstellen wie Phishing oder Passwortdiebstahl. Gleichzeitig verschiebt sich das Bedrohungsprofil: Angriffe auf Endgeräte, biometrische Manipulationen und Identitätsmissbrauch rücken stärker in den Fokus.
Ob biometrisches Bezahlen langfristig ein echter Sicherheitsgewinn wird, hängt von konsequenter technischer Weiterentwicklung, klaren Datenschutzstandards und einer ganzheitlichen Cybersecurity-Strategie ab. Richtig umgesetzt, könnte die Ära der Passwörter tatsächlich enden – und eine neue Sicherheitsarchitektur den digitalen Zahlungsverkehr prägen.
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Die Welt ist aus den Fugen!
(21.10.23) Peter Scholl-Latour (1924–2014) war und ist für mich ein journalistisches Vorbild, weil er hochkomplexe Zusammenhänge in ebenso klaren wie verständlichen Worten erklären und damit Orientierung geben konnte. Im Jahr 2013, kurz vor seinem Tod habe ich erstmals sein Buch „Die Welt aus den Fugen – Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart“ gelesen.
Neben „1984“ von George Orwell hat mich kaum ein Buch so tief und nachhaltig beeindruckt, wie dieses. Weil Peter Scholl-Latour vor dem Hintergrund seiner 60-Jährigen Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens bereits vor mehr als 10 Jahren die Brennpunkte der aktuellen Weltpolitik beleuchtete und die Feststellung traf, dass die Welt im Angesicht eines aufziehenden Gewittersturms steht. Ob in Russland, Schwarzafrika oder Lateinamerika, in Arabien oder im Nahen und Mittleren Osten, überall braut sich Unheilvolles zusammen. Und auch Europa und die USA, einst Horte der Stabilität, werden von Krisen heimgesucht wie seit langem nicht.
Der Kriegsausbruch in der Ukraine und zahlreiche weitere regionale Konflikte und Kriege haben Latours Aussagen längst bewahrheitet. Der Abzug der USA aus dem Irak und Afghanistan hat zerrüttete Staaten hinterlassen, die nach wie vor in Chaos und Bürgerkriegen versinken. Der Konflikt um Irans Atompolitik hat sich zugespitzt, hängt weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Welt und auch Pakistan ist eine tickende Zeitbombe.

Die unkontrollierte Massenmigration wird zum Stresstest für Deutschland
Die Zahl der gescheiterten Staaten (Failed States) nehmen als Brutstätten des Terrorismus beständig zu, vor allem in Afrika. Europas und vor allem Deutschlands monetäre und gesellschaftliche Belastungen durch die – unkontrollierte – Massenmigration werden zu einer der größten Belastungsproben seit dem 2. Weltkrieg. Auch die Finanzwelt und die darauf basierende Stabilität von Banken und Währungen gerät dadurch weiter unter Druck. Nach dem schrecklichen Terrorangriff der Hamas hat Israel den Kriegszustand ausgerufen.
Mich überrascht weniger die Dimension dieses Gewaltausbruchs, sondern der Fakt des offensichtlichen Versagens der Sicherheitsdienste. Israel ist ein Hochsicherheitsstaat das an Terror gewohnt ist und drei Geheimdienste unterhält. Zum einen den längst legendären Auslandsgeheimdienst Mossad, der einst geflüchtete Nazis wie Adolf Eichmann ausfindig machte, vor Gericht stellte und hinrichtete.
Das Versagen der Geheimdienste ist ein Offenbarungseid
Ebenso den Inlandsgeheimdienst Schin Bet (Shabak) und den Militärgeheimdienst Aman. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst CIA. Für die jüdischen Geheimdienste sind die durchgeführten Terroranschläge ein regelrechter Offenbarungseid, weil sie komplett versagt haben. Dass die intensiven Planungen eines derart umfassenden Angriffs nicht bemerkt wurden und die Bürger Israels weitestgehend schutzlos den einfallenden Terroristen ausgeliefert waren, ist für mich höchst bedenklich.
Die israelische Armee greift bereits nicht nur die Hamas im Gazastreifen an, sondern auch Ziele der Hisbollah (Partei Gottes) im Libanon. Die USA haben mit dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford das größte Kriegsschiff der Welt ins östliche Mittelmeer gesandt, als Warnung an den Iran und zur Unterstützung Israels. Mittlerweile wurde ein weiterer US-Flottenverband in das östliche Mittelmeer verlegt. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine droht jetzt ein seit Jahrzehnten schwelender Konflikt am Rande Europas zu eskalieren.
Interessant ist vor diesen Entwicklungen auch der Blick auf die größten Ängste der Deutschen, die noch vor den Terroranschlägen in Israel und der Eskalation bzw. dem Kriegsausburch im Nahen Osten erhoben wurden.
Die 10 größten Ängste der Deutschen!
Hohe Preise, teurer Wohnraum und umfangreiche Sparpakete: Diese Themen bestimmen die Top-Ängste der Deutschen. An erster Stelle steht in diesem Jahr die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten (65%). Am deutlichsten gestiegen ist jedoch eine andere Sorge: Der Staat könnte durch Geflüchtete überfordert sein. Das zeigt die repräsentative Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen 2023" des Infocenters der R+V Versicherung.

Die Inflation hat Deutschland weiter im Griff, das Leben bleibt teuer
Die Menschen spüren beim Einkauf an der Supermarktkasse, dass sie für ihren Euro immer weniger bekommen. Die Sorge um den eigenen Wohlstand ist allgegenwärtig - auch in den Ergebnissen der Langzeitstudie. Die drei Top-Ängste der Deutschen kreisen in diesem Jahr um finanzielle Sorgen. Insgesamt verschlechtert sich 2023 die Stimmung der Deutschen: Der Angstindex - der durchschnittliche Wert aller gemessenen Ängste - steigt auf 45% (2022: 42%). Das zeigt die Studie "Die Ängste der Deutschen 2023". Bereits zum 32. Mal hat das Infocenter der R+V Versicherung mehr als 2.400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt.

Finanzielle Sorgen dominieren
Zwei Drittel der Deutschen fürchten, dass die Lebenshaltungskosten weiter steigen. Die Angst vor explodierenden Preisen landet mit 65% zum zweiten Mal in Folge auf dem ersten Platz der Studie. Im Vorjahr - Deutschland verzeichnete die höchste Inflation seit rund 50 Jahren - war sie um 17 Prozentpunkte in die Höhe geschnellt (2022: 67%). Die Menschen fühlen sich in ihrer Existenzgrundlage bedroht und sehen ihren Lebensstandard gefährdet. Das schürt Abstiegsängste. Die Angst vor höheren Lebenshaltungskosten dominiert die repräsentative Langzeitstudie regelmäßig. Seit 1992 führt sie häufiger als jedes andere Thema das Ranking an: Insgesamt belegte die Furcht vor steigenden Preisen 13-mal Platz eins und siebenmal Platz zwei.
Finanzielle Sorgen prägen auch die zweite Top-Angst der Bürgerinnen und Bürger. Sechs von zehn Deutschen fürchten, dass Wohnen unbezahlbar wird (60%). Für die einen zerschlägt sich angesichts steigender Zinsen und Baukosten der Traum vom Eigenheim, für die anderen wird die monatliche Miete zur immer größeren Belastung. Bezahlbarer Wohnraum ist eine der großen sozialen Herausforderungen in Deutschland: Die eigenen vier Wände bilden die Grundlage für eine sichere Existenz. Hier ist der Staat in der Pflicht - das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht. Die Angst vor unbezahlbarem Wohnraum fragt die Studie seit 2022 ab, schon damals landete sie auf Platz zwei. In diesem Jahr blicken vor allem die Westdeutschen besorgt auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt (62%), im Osten sind es 52%.
Schuldenbremse, Haushaltsstreit - die fetten Jahre sind vorbei. Das spüren auch die Bürger. Insgesamt 57% der Befragten fürchten, dass der Staat dauerhaft Steuern erhöht oder Leistungen kürzt - Platz drei der Studie. Die aktuellen Sparpläne sind ständig in den Medien präsent. Diese Sorge hat also einen ganz realen Hintergrund.

Angst vor Rezession sinkt
Umso bemerkenswerter ist ein anderes Ergebnis. Trotz des Konjunktureinbruchs und düsterer Prognosen für Deutschland ist die Furcht vor einer schlechteren Wirtschaftslage im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen - so deutlich wie keine andere Angst in diesem Jahr. Die Sorge ist um sechs Prozentpunkte gesunken.
Jeder zweite Befragte (51%) hat Angst vor einer Rezession - Platz fünf im Ranking (2022: 57%, Platz drei). Angesichts der vielen aktuellen Krisen rücken für die Befragten individuelle Sorgen in den Fokus: die Angst vor Wohlstandsverlust oder um die eigene Existenz. Sie überlagern das komplexe Thema Rezession.

Zuwanderungsthemen gewinnen im Westen an Bedeutung
Am deutlichsten gestiegen ist die Sorge, dass die Zahl der Geflüchteten die Deutschen und ihre Behörden überfordert. Sie legt im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozentpunkte zu (56%, Platz vier). Auffällig: Bisher war diese Angst im Osten immer deutlich größer als im Westen. Das ändert sich in diesem Jahr. In Westdeutschland nimmt sie um 13 Prozentpunkte zu, in Ostdeutschland bleibt sie unverändert. Damit ist sie im Westen mit 56% erstmals größer als im Osten (54%). Aus einer überwiegend ostdeutschen Sorge ist damit ein Thema geworden, das die Menschen überall in Deutschland gleichermaßen bewegt. Die Befragten haben Angst, dass die Integration nicht gelingt. Diese Entwicklung muss die Politik ernst nehmen und Lösungen aufzeigen, damit Migration als Chance und nicht als Bedrohung erlebt wird.
Eine ähnliche Steigerung zeigt sich bei der Angst, dass das Zusammenleben zwischen Deutschen und den hier lebenden Migrantinnen und Migranten durch einen weiteren Zuzug von Menschen aus dem Ausland beeinträchtigt wird. Sie liegt mit 47% auf Platz zwölf (2022: 37%, Platz 16). Trotz des klaren Anstiegs: Beide Sorgen bleiben ganz deutlich unter ihren Höchstwerten von 2016. Zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle fürchteten zwei von drei Befragten, dass der Staat überfordert ist und es durch den weiteren Zuzug von Ausländerinnen und Ausländern zu Spannungen kommt.

Spaltung der Gesellschaft macht vielen Angst
Jeder zweite Deutsche hat Angst, dass die Spaltung der Gesellschaft zunimmt und zu Konflikten führt. Diese Frage wurde neu in die Studie aufgenommen und ist direkt in den Top Ten gelandet (Platz acht). Eine gewisse Spaltung in verschiedene Lager gibt es in Deutschland schon lange, etwa in links-rechts, arm-reich oder Stadt-Land. Dazu kommt eine neue Konfliktlinie: Für die eine Gruppe sind konservative Werte und die Verwurzelung in Deutschland wichtig. Die anderen sind eher weltoffen und treten für freiheitliche Werte ein. Diese Spaltung wird zunehmend sichtbar.
Das Vertrauen in die Politik sinkt, auch das zeigt die Langzeitstudie deutlich. Gut jeder zweite Befragte (51%) fürchtet, dass die Politikerinnen und Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Diese Sorge nimmt im Vergleich zum Vorjahr spürbar zu und rückt auf Platz sechs im Ängste-Ranking vor (2022: 44%, Platz zehn). Deutschland ist im Krisenmodus. Hier erwarten die Bürger zukunftsfähige Lösungen vom Staat, die klar kommuniziert werden.
Stattdessen erleben sie ungefilterten Dauerstreit in der Ampel und eine schwache bürgerliche Opposition. Entsprechend schlecht auch das Zeugnis der Deutschen für ihre Politiker. Im Schnitt vergeben sie die Schulnote 3,9 (2022: 3,7). Das generell sinkende Vertrauen in die Politik sollte bedenklich stimmen, da es auf eine langsame Gefährdung der Demokratie hindeuten kann.

Angst vor dem Klimawandel: Höchststand im Westen
Heftige Unwetter in Deutschland, Hitzewellen und Überschwemmungen in Europa: Die Umweltsorgen bleiben auf hohem Niveau. Große Angst vor den Folgen des Klimawandels hat fast die Hälfte der Deutschen (47%, Platz zehn). Auf Platz elf folgt die Sorge, dass Naturkatastrophen immer häufiger auftreten (47%). Spannend ist der Blick auf die Angst vor dem Klimawandel im Ost-West-Vergleich. Die Studien-Analysten beobachten hier eine gegenläufige Entwicklung: 2023 erreicht diese Angst in Westdeutschland mit 49% ihren bisherigen Höchststand. In Ostdeutschland hat sie mit 40% ihre bislang geringste Ausprägung. Die Furcht vor dem Klimawandel wird seit 2018 in der Studie abgefragt.
Trotz aller Krisen: Beim Thema Arbeitslosigkeit bleiben die Deutschen recht entspannt. Lediglich ein Drittel der Menschen befürchtet, dass bundesweit die Arbeitslosenzahlen steigen. Und nur jeder Vierte hat Angst, den eigenen Job zu verlieren. 2022 erreichte diese Angst mit 22% den niedrigsten Stand seit Beginn der Studie vor 31 Jahren.

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Die Angst ist stets ein hervorragender Verkäufer, gleichzeitig aber ein sehr schlechter Ratgeber. Kapitalschutz bedeutet für mich deswegen Risiken weiter zu diversifizieren und gleichzeitig Chancen aktiv zu nutzen. Hierfür gebe ich Ihnen mit meiner aktuellen November-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ wieder praxisbewährte Kapitalschutz-Bausteine an die Hand: KAPITALSCHUTZ vertraulich
Digitale Rüstungsaktien sind Kapitalschutz-Investments!
Zu meinen Strategien zählen dabei auch Investments in digitale Rüstungsaktien. Im Zuge des massiven und verwerflichen Terrorangriffs der radikalislamischen Hamas auf Israel wurden nicht nur konventionelle Waffen wie Raketen eingesetzt, sondern begleitend zum Überfall wurden seitens der Aggressoren auch massive Cyberangriffe auf zahlreiche israelische Unternehmen, Behörden und deren Internetseiten durchgeführt.
Auch deutsche Wirtschaft wappnet sich weiter für den Kampf gegen die Cyberkriminalität. Erstmals werden hierzulande für die IT-Sicherheit mehr als 9 Milliarden Euro ausgeben, mit weiter steigender Tendenz. Das teilt der Digitalverband Bitkom aktuell bei der Eröffnung der IT-Sicherheitsmesse „it-sa“ in Nürnberg mit. Im laufenden Jahr klettern die Ausgaben für IT-Sicherheit um 13% auf 9,2 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr wird ein erneuter Anstieg um rund 13% auf 10,3 Milliarden Euro erwartet.

Nordkorea zählt zu den gefährlichsten „Digitalen Schurkenstaaten“
Den größten Anteil an den Aufwendungen haben Ausgaben für IT-Sicherheitssoftware mit rund 4,3 Milliarden Euro (plus 18%). Knapp dahinter liegen Aufwendungen für Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit, die um 12% auf 4,0 Milliarden Euro zulegen. Unverändert weitere knapp 0,9 Milliarden entfallen auf IT-Sicherheits-Hardware.
Es ist ein gutes Signal, dass die Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit hochfahren. Jedes Unternehmen kann Opfer von Cyberangriffen werden. Aber auch jedes Unternehmen kann sich schützen – und sollte das auch tun, so das Bitkom-Fazit. Zuletzt ist deutschen Unternehmen durch Sabotage, Spionage und Datendiebstahl ein jährlicher Schaden von 206 Milliarden Euro entstanden, davon 148 Milliarden Euro durch Cyberattacken. Die Angreifer werden dabei immer professioneller und gehen arbeitsteilig vor, dabei sind die Grenzen zwischen organisierter Kriminalität und staatlich gesteuerten Akteuren fließend.
Unter den „Digitalen Schurkenstaaten“ sticht Nordkorea hervor, beispielsweise durch Diebstähle von Kryptowährungen in Milliardenhöhe. Die IT-Sicherheit muss für alle Unternehmen eine Daueraufgabe bzw. ein Dauerauftrag sein und ganz oben im Management verankert werden. Gleiches gilt auch für Privatpersonen, in Bezug auf den eigenverantwortlichen Schutz ihrer IT-Systeme, vom Tablet bis hin zum Smartphone.
Setzen Sie auf „Digitale Selbstverteidigung“ und investieren Sie in Cybersecurity-Aktien!
Die Online-Sicherheit (Cybersecurity) zählt bereits seit Jahren zu den am schnellsten wachsenden Segmenten in der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Cyberangriffe sind für die Wirtschaft längst zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Die Gewährleistung einer hohen IT-Sicherheit ist für Staaten, Unternehmen und Privatpersonen überlebensnotwendig und muss fester Bestandteil einer jeden Sicherheitsstrategie sein. Die Digitalisierungswelle hat hier die Verwundbarkeit zahlreicher Firmen bereits aufgezeigt. Deswegen werden die jährlichen Ausgaben für IT-Sicherheit in den kommenden Jahren zweistellige Zuwachsraten aufweisen.

In meiner Rubrik „Datenschutz & Privatsphäre“ zeige ich Ihnen im Rahmen von „KAPITALSCHUTZ vertraulich“ regelmäßig wirkungsvolle Cybersecurity-Anwendungen für Ihre persönliche digitale Selbstverteidigung. Davon werden Cybersecurity-Aktien als „Digitale Rüstungsaktien“ massiv profitieren, auch hierzu gebe ich Ihnen im Rahmen meiner Best-Buy-Liste Empfehlungen an die Hand, wie Sie wirkungsvoll in ausgesuchte Cybersecurity-Aktien investieren können. Weiterführende Berichte zu den Themenbereichen Digitalisierung und Tokenisierung finden Sie darüber hinaus auf unserem Portal: KRYPTO-X.BIZ
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Cybercrime und Cybersecurity!
(17.11.19) Ob Fitnesstracker, smartes Auto oder vollautomatisierte Produktion: Die Digitalisierung schreitet mit großer Dynamik voran und erfasst alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Doch der Fortschritt hat auch Schattenseiten: Die steigende Anzahl digitaler Geräte bietet Cyberkriminellen (Internet-Kriminellen) immer neue potenzielle Ziele. Dementsprechend stieg die Anzahl der Cyberangriffe in Deutschland auch im Jahr 2018 weiter an.
Rund 87.000 Fälle von Cybercrime wurden von der Polizei erfasst, ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Anstieg von rund fünf Prozent (271.864 Fälle) war auch bei der Zahl der Straftaten zu verzeichnen, bei denen 2018 das Internet als Tatmittel genutzt wurde. Das geht aus dem aktuell veröffentlichten Lagebild „Cybercrime“ des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Nachfolgend eine Statista-Grafik zu dieser Thematik:

Erfolg: Das Bundeskriminalamt nimmt „Webstresser“ vom Netz
Die Vielfalt der digitalen Angriffsziele sorgt dafür, dass auch das Gesamtaufkommen der festgestellten Schadsoftware immer weiter steigt. Cyberkriminelle müssen diese Schadsoftware nicht zwangsläufig selbst erstellen. Auf Marktplätzen im Clearnet, Deepweb und im Darknet werden gegen Bezahlung eine Vielzahl illegaler Angebote gemacht, um beispielsweise Angriffe auf Firmennetzwerke und Webseiten durchzuführen oder Viren programmieren zu lassen. „Crime-as-a-Service“ nennt sich dieses Geschäftsmodell, bei dem neben Schadsoftware auch gestohlene Daten oder Anonymisierungsdienste verkauft werden.
Einer dieser Marktplätze war „Webstresser“, eine Plattform, die sich darauf spezialisiert hatte, im Auftrag ihrer Kunden so genannte DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) auf Webseiten durchzuführen. DDoS-Attacken zielen darauf ab, Webpräsenzen, Server und Netzwerke so zu überlasten, das sie nicht mehr erreichbar sind. Mithilfe von „Webstresser“ konnten auch Laien diese Angriffe ausführen.
Im April 2018 wurde die Seite, die unter anderem in Frankfurt am Main gehostet worden war, im Rahmen einer international koordinierten Maßnahme mehrerer Strafverfolgungsbehörden, an der auch das BKA beteiligt war, vom Netz genommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war „Webstresser“ für über vier Millionen DDoS-Attacken weltweit eingesetzt worden. Der Administrator der Seite wurde festgenommen und Ermittlungen gegen 250 Nutzer der Plattform aufgenommen. Jeder zweite Internetnutzer ist im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität geworden, wie die nachfoglende Statista-Grafik verdeutlicht.

Firmen sind ein beliebtes Angriffsziel von Hackern
Cybercrime verursachte 2018 einen Schaden in Höhe von über 60 Millionen Euro, ein Rückgang um rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2017: 71,4 Millionen Euro). Die Zahl bildet jedoch nur ab, was der Polizei bekannt geworden ist. Tatsächlich dürfte sich der Schaden für Unternehmen auf über 100 Milliarden Euro belaufen, wie Schätzungen aus der Wirtschaft im Betrachtungszeitraum 2018/2019 zeigen. Die enorme Differenz erklärt sich auch durch das hohe Dunkelfeld in diesem Phänomenbereich.
Insbesondere Unternehmen zeigen Fälle von Cybercrime und damit verbundene materielle Schäden nach wie vor vergleichsweise selten an. Die Furcht vor einem Vertrauensverlust bei Partnern und Kunden steht dabei dem Interesse, die Tat strafrechtlich verfolgen zu lassen, entgegen. Dabei sind Firmen ein bevorzugtes Angriffsziel für Hacker, wobei Kriminelle nicht nur daran interessiert sind, an das Geld der Unternehmen zu gelangen. Auch das Ausspähen technologischen Wissens ist für sie von Bedeutung.
Wurden Sie bereits zum Cybercrime-Opfer? Erstatten Sie Anzeige!
Das BKA rät sowohl Firmen als auch Privatpersonen, jeden Fall von Cybercrime zur Anzeige zu bringen. Zudem sollten präventive Sicherheitsmaßnahmen für Geräte und Prozesse ergriffen werden. Dass dies einen positiven Effekt hat, zeigt sich am Beispiel des Phishings im Online-Banking: 2018 wurden 723 Fälle zum Phänomen Phishing gemeldet, was einem Rückgang von nahezu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die rückläufigen Zahlen sind darauf zurückzuführen, dass die Banken ihre TAN-Verfahren weiterentwickelt und Sicherheitslücken geschlossen haben.
Insgesamt geht das BKA jedoch auch für die kommenden Jahre von weiter steigenden Fallzahlen im Bereich Cybercrime aus. Um dieser Herausforderung adäquat zu begegnen, arbeitet das BKA derzeit am Aufbau einer Abteilung „Cybercrime“. Damit sollen komplexe Ermittlungen und die Bearbeitung herausragender Cybervorfälle gestärkt werden.
Internet: 9 Bedrohungen und 6 Schutzmaßnahmen!
Bestohlen, betrogen oder beleidigt: Die überwiegende Mehrheit der Internetnutzer fühlt sich von Cyberkriminalität bedroht. Die nachfolgenden Vorfälle fürchten sie auf Basis einer aktuellen Bitkom-Analyse am meisten. Der Bitkom ist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. als Branchenverband für die deutsche Informations- und Telekommunikationsbranche.
1. Schadprogramme
Bösartige Programme auf dem Computer oder Smartphone wie Viren oder Trojaner – für acht von zehn Internetnutzern (79 Prozent) ist dieses Szenario eine Bedrohung.
2. Datenmissbrauch
Der Datenschutz wird nicht eingehalten, persönliche Daten unerlaubt weitergegeben und z.B. für Werbung missbraucht: Sieben von zehn Onlinern (70 Prozent) fühlen sich dadurch bedroht.
3. Passwort- und Kontoklau
Cyberkriminelle können zu schwache Passwörter ausnutzen und fremde Online-Konten übernehmen. Für mehr als jeden zweiten Internetnutzer (54 Prozent) ist diese Vorstellung bedrohlich.
4. Datenspionage
Wenn der Staat mitliest: Geheimdienste greifen auf verschlüsselte oder persönliche Kommunikation zu – 45 Prozent der Onliner haben Sorge davor.
5. Online-Banking-Betrug
Fremder Zugriff auf die eigenen Finanzen: Betrug beim Online-Banking sehen drei von zehn (30 Prozent) als Bedrohung.
6. Online-Shopping-Schwindel
Die Ware ist bestellt oder ersteigert worden, das Geld ist überwiesen, doch die Lieferung kommt niemals an: Davor fürchten sich ebenfalls 30 Prozent der Internetnutzer.
7. Beleidigungen und Mobbing
Diskussionen in sozialen Netzwerken oder Online-Foren lassen zuweilen einen guten Ton vermissen. Nicht selten sind Onliner auch mit Beleidigungen oder gar gezieltem Mobbing konfrontiert. Mehr als jeder Sechste (17 Prozent) empfindet dies als bedrohlich.
8. Sexuelle Belästigungen
Gezieltes Ansprechen von Personen, um sexuelle Kontakte anzubahnen – das sogenannte Cyber-Grooming ist nur eine Form von sexueller Belästigung im Internet. 17 Prozent der Onliner fühlen sich dadurch bedroht.
9. Hassrede
Hassbotschaften und Volksverhetzung sind auch im Internet ein Problem. Jeder neunte Onliner (11 Prozent) sieht darin für sich eine Bedrohung. In nachfolgender Grafik finden Sie die Bitkom-Ergebnisse auf einen Blick visualisiert:
Wie sich Internet-Nutzer vor Cyberkriminellen schützen können, hat der Bitkom darüber hinaus in den nachfolgenden 6 Empfehlungen zusammengestellt:
1. Komplexe Passwörter nutzen
Das Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und sowohl Groß- und Kleinbuchstaben als auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Das Passwort sollte kein Begriff sein, der sich im Wörterbuch finden lässt. Außerdem sollte es keinen Bezug zum beruflichen oder privaten Umfeld haben: Weder Geburtsdaten, noch Lieblingsromane oder Namen der Kinder sind sichere Passwörter.
2. Passwort-Manager als Kennwort-Tresor einsetzen
Für unterschiedliche Dienste sollte man auch unterschiedliche Passwörter nutzen. Passwort-Manager generieren komplexe Passwörter und heben diese sicher auf. Merken muss man sich nur noch ein Generalpasswort.
3. Mehr-Faktor-Authentifizierung nutzen
Wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, sollte man sie nutzen: Beim Einloggen gibt man sein Passwort ein. Daraufhin bekommt man eine TAN per SMS. Nur wenn sowohl das Passwort als auch die TAN stimmen, wird man eingeloggt.
4. Regelmäßig Updates fahren
Sicherheitslücken sind meist Programmierfehler, durch die sich Viren und Schadsoftware Zugang zu den Daten verschaffen. Sicherheitsupdates schließen diese Lücken. Deshalb sollte man sie schnellstmöglich installieren. Wenn Programme Updates automatisch einspielen können, sollte man das in den Einstellungen aktivieren.
5. Vorsicht bei dubiosen Mails und Anfragen
Oberstes Gebot: den gesunden Menschenverstand nutzen. Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind am besten sofort zu löschen. Das Gleiche gilt für E-Mails mit unbekanntem Dateianhang oder verdächtigen Anfragen in sozialen Netzwerken.
6. Informationen ernst nehmen und handeln
Wenn über Sicherheitslücken, Hacks oder ähnliche Vorfälle berichtet wird, sollten Nutzer handeln. Um an Informationen zu kommen, können Nutzer beispielsweise Apps wie das Sicherheitsbarometer von DSIN einsetzen. Wichtig ist: aktiv werden! Sicherheit lebt vom Mitwirken aller.
Die Basis gegen Cybercrime und für Cybersecurity ist Datenschutz!
Ich rate Ihnen: Nehmen Sie Ihre Internet-Sicherheit jetzt selbst in die Hand! In meinem aktuellen Buch "Finanzielle Selbstverteidigung" zeige ich Ihnen wie Sie sich über ausgesuchten Datenschutz-Strategien wirkungsvoll vor staatlichen oder unternehmerischen Datenschnüfflern oder kriminellen Hackern schützen.
Beispielsweise durch ein E-Mail-Konto oder einen Datensafe in der Schweiz, eine Anti-Spionage-Software die Sie einfach nur in Ihren PC oder Laptop über einen USB-Stick anschließen können, oder wirkungsvolle Blocker und Schutzmaßnahmen für Ihren gechipten Personalausweis, Reisepass sowie Ihre Bank- und Kreditkarten!
Investieren Sie jetzt in den Zukunfts- und Megatrend der Cybersecurity!
Die steigenden Kosten der Cyberkriminalität (Statista-Grafik oben) führen ebenso zu massiven Investitionen in die Online-Sicherheit. Deswegen empfehle ich Ihnen, jetzt in Aktien von ausgesuchten Cybersecurity-Unternehmen zu investieren. Kostengünstige ETF-Sparpläne auf Zukunfts- und Megatrends sind speziell für Jugendliche und junge Erwachsene ideale Vermögensaufbaukonzepte.
Aber auch in der Vermögensverwaltung sind Megatrend-Investments wichtige Renditebringer. Neue Indexkonzepte auf Basis börsengehandelter Indexfonds (ETFs) ermöglichen es Ihnen dabei, gezielt in einzelne Megatrends als zusätzliche Bausteine für Ihre Altersvorsorge zu investieren.
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