Bargeld unter EU-Druck!
(20.08.26) Bargeld verschwindet nicht über Nacht. Es wird auch nicht morgen verboten. Aber es wird Schritt für Schritt unpraktischer gemacht. Genau das ist der entscheidende Punkt: Die Einschränkung beginnt meist nicht beim kleinen Einkauf im Supermarkt, sondern bei größeren Zahlungen, bei neuen Meldepflichten, bei Identitätsprüfungen und bei wachsender Bürokratie.
Seit dem 10. Juli 2027 gilt in der EU eine neue gemeinsame Bargeldgrenze. Barzahlungen von mehr als 10.000 Euro für Waren und Dienstleistungen sollen dann europaweit beschränkt werden. Zusätzlich können einzelne EU-Staaten niedrigere Grenzen beibehalten oder einführen. Bei Zahlungen ab 3.000 Euro wird künftig eine Identifizierung des Kunden relevant. Das ergibt sich aus dem neuen EU-Geldwäschepaket.
Wichtig ist: Diese Grenze betrifft vor allem Geschäfte mit Unternehmen, Händlern oder Dienstleistern. Zahlungen zwischen Privatpersonen, die nicht gewerblich handeln, sind davon nach Angaben des Europäischen Verbraucherzentrums nicht erfasst. Genau hier sollten Sie sauber unterscheiden: Der private Gebrauchtwagenverkauf zwischen zwei Privatpersonen ist etwas anderes als der Kauf bei einem Händler.
Neue EU-Bargeldgrenze
Für viele Bürger klingt eine Grenze von 10.000 Euro zunächst hoch. Im Alltag bezahlen die meisten Menschen keine Beträge in dieser Höhe bar. Trotzdem ist die Regel bedeutsam. Denn sie setzt erstmals einen gemeinsamen europäischen Rahmen. Was früher stärker national geregelt war, wird nun zentral vereinheitlicht.
Deutschland hatte bislang keine allgemeine Obergrenze für Barzahlungen. Wer dort mehr als 10.000 Euro bar bezahlen wollte, musste sich bereits identifizieren, aber die Zahlung war nicht grundsätzlich verboten. Andere Länder waren schon deutlich strenger: In Belgien gilt beispielsweise eine Grenze von 3.000 Euro für Waren und Dienstleistungen. Frankreich liegt für viele Inländer bei 1.000 Euro.
Der praktische Effekt ist klar: Je höher der Betrag, desto weniger anonym wird Bargeld. Bei größeren Käufen müssen Händler künftig stärker prüfen, dokumentieren und aufbewahren. Für den Staat bedeutet das mehr Nachvollziehbarkeit. Für Bürger und Unternehmer bedeutet es weniger Einfachheit, weniger Diskretion und mehr Verwaltungsaufwand.
Bargeld bleibt wichtig
Trotz des Vormarschs digitaler Zahlungen ist Bargeld in Europa noch nicht verschwunden. Laut der EZB war Bargeld im Jahr 2024 im Euroraum weiterhin das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel an physischen Verkaufsstellen: 52 Prozent der Zahlungen vor Ort wurden bar abgewickelt. 2022 waren es noch 59 Prozent, 2019 sogar 72 Prozent. Der Trend ist also eindeutig rückläufig, aber Bargeld spielt weiter eine große Rolle.
Bei den Zahlungsbeträgen sieht das Bild anders aus. Nach Wert gemessen lagen Kartenzahlungen 2024 mit 45 Prozent vor Bargeld mit 39 Prozent. Das bedeutet: Kleine Alltagskäufe werden noch häufig bar bezahlt, größere Beträge laufen stärker über Karte oder digitale Zahlungswege.
Für Sie als Anleger und Verbraucher ist dieser Unterschied wichtig. Bargeld ist nicht nur ein Zahlungsmittel. Es ist auch eine Reserve für Krisen, Stromausfälle, technische Störungen, Bankprobleme oder gesperrte Konten. Wer ausschließlich digital zahlt, macht sich vollständig abhängig von Banken, Zahlungsdienstleistern, Apps, Kartenanbietern und funktionierender Technik.
Der digitale Euro kommt näher
Parallel dazu arbeitet die Europäische Zentralbank weiter am digitalen Euro. Die EZB plant einen zwölfmonatigen Pilotversuch ab der zweiten Jahreshälfte 2027. Eine mögliche erste Ausgabe des digitalen Euro peilt die EZB für 2029 an, sofern die rechtlichen Grundlagen rechtzeitig beschlossen werden. Eine endgültige Entscheidung über die Einführung soll erst nach Verabschiedung der Verordnung fallen.
Der digitale Euro wird offiziell als Ergänzung zum Bargeld dargestellt. Das ist wichtig, denn die EZB spricht nicht von einem Ersatz des Bargelds. Dennoch entsteht eine neue Realität: Während Bargeld bei größeren Transaktionen stärker eingeschränkt wird, wird gleichzeitig ein staatlich organisierter digitaler Zahlungsweg vorbereitet.
Der Unterschied ist einfach erklärt: Bargeld funktioniert direkt von Person zu Person. Ein digitaler Euro wäre digitales Zentralbankgeld. Er könnte zwar Vorteile bringen, etwa für schnelle Zahlungen oder als europäische Alternative zu privaten Zahlungsriesen. Aber digitale Zahlungen erzeugen immer Daten. Genau deshalb ist die Frage nach Datenschutz, Nutzungsgrenzen, technischer Kontrolle und politischer Einflussnahme so wichtig.
Der Praxisnutzen für Sie als Anleger und Verbraucher
Erstens: Halten Sie weiterhin eine angemessene Bargeldreserve. Nicht als Panikmaßnahme, sondern als Teil Ihrer persönlichen Notfallplanung. Ein Betrag für einige Wochen Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff oder kurzfristige Ausgaben kann sinnvoll sein. Auch in soliden Fremdwährungen wie allen voran dem Schweizer Franken (CHF).
Zweitens: Bezahlen Sie wichtige größere Anschaffungen nicht planlos bar. Prüfen Sie vorher die geltenden Regeln im jeweiligen Land. In Europa unterscheiden sich die Bargeldgrenzen heute stark. Ab 2027 kommt zusätzlich die neue EU-weite Obergrenze hinzu.
Drittens: Diversifizieren Sie Ihre Zahlungswege. Nutzen Sie nicht nur eine Bank, nicht nur eine Karte und nicht nur eine App. Sinnvoll ist eine Kombination aus Bargeld, Bankkonto, zweiter Karte, sicherem Onlinebanking und gegebenenfalls einem Konto in einem stabilen weiteren Finanzplatz.
Viertens: Achten Sie bei digitalen Zahlungswegen stärker auf Datenschutz. Jede Kartenzahlung, jede App-Zahlung und jede Onlinezahlung hinterlässt Spuren. Das muss nicht automatisch gefährlich sein, aber es reduziert Ihre finanzielle Privatsphäre.
Fünftens: Verstehen Sie Bargeld als Teil Ihres Vermögensschutzes. Es bringt keine Zinsen, schützt aber vor bestimmten Abhängigkeiten. Genau darin liegt sein Wert: Bargeld ist einfach, unmittelbar, unabhängig von Technik und im Krisenfall schnell verfügbar.
Mein Fazit: Bargeld wird in Europa nicht abrupt abgeschafft. Aber es verliert schrittweise an Freiheit, Bedeutung und Alltagstauglichkeit. Die neue EU-Grenze von 10.000 Euro ab 2027 ist dabei weniger wegen des Betrags entscheidend, sondern wegen des Prinzips: Große Barzahlungen werden stärker kontrolliert, während digitale Zahlungssysteme politisch und technisch ausgebaut werden.
Für Sie bedeutet das: Nutzen Sie die Vorteile digitaler Zahlungen, aber geben Sie Bargeld nicht leichtfertig auf. Finanzielle Freiheit entsteht nicht durch Bequemlichkeit allein, sondern durch Wahlmöglichkeiten. Wer Bargeld, mehrere Zahlungswege und eine kluge Vermögensstruktur kombiniert, stärkt seine Unabhängigkeit. Genau daraus entsteht echter Vermögensaufbau und Vermögensschutz.
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Schweden zeigt: Digitalgeld braucht Bargeld als Reserve!
(15.06.2026) Schweden galt jahrelang als Vorzeigeland der bargeldlosen Gesellschaft. Kaum ein anderes europäisches Land hat den Wechsel von Münzen und Scheinen zu Karte, Smartphone und App so konsequent vorangetrieben. Selbst Kleinbeträge wurden im Alltag fast selbstverständlich digital bezahlt. Bargeld wurde nicht offiziell abgeschafft, aber im praktischen Leben immer weiter an den Rand gedrängt.
Jetzt folgt die bemerkenswerte Korrektur. Seit dem 1. Juli 2026 müssen Lebensmittelgeschäfte und Apotheken in Schweden wieder Bargeld annehmen. Die Regelung betrifft vor allem Waren des täglichen Bedarfs und soll sicherstellen, dass Bürgerinnen und Bürger auch bei technischen Störungen, Krisen oder digitalen Ausfällen weiterhin einkaufen können.
Der Schritt ist keine romantische Rückkehr zur alten Bargeldwelt. Er ist vielmehr ein Warnsignal. Schweden hat erkannt, dass ein vollständig digitalisiertes Zahlungssystem effizient sein kann, aber auch neue Abhängigkeiten schafft. Wenn Strom, Internet, Bankensysteme, Karteninfrastruktur oder Zahlungs-Apps ausfallen, wird aus Bequemlichkeit sehr schnell ein Sicherheitsproblem.
Schweden war zu schnell
Mein Fazit ist klar: Schweden hat es mit der Digitalisierung des Geldes übertrieben und ein zu hohes Tempo gewählt. Das Land hat Bargeld faktisch zu schnell aus dem Alltag verdrängt. Was technisch modern wirkte, wurde in der Krise plötzlich zur Schwachstelle.
Denn Geld ist nicht nur ein Zahlungsmittel. Geld ist auch Infrastruktur. Es muss im Alltag funktionieren, aber auch in Ausnahmesituationen. Genau hier liegt der entscheidende Punkt: Ein modernes Zahlungssystem darf nicht nur auf Effizienz im Normalbetrieb ausgelegt sein. Es muss auch widerstandsfähig sein, wenn der Normalbetrieb gestört ist.
Die schwedische Zentralbank empfiehlt den Haushalten inzwischen sogar, pro erwachsener Person 1.000 schwedische Kronen in bar zu Hause vorzuhalten. Dieser Betrag soll als Richtwert dienen, um für etwa eine Woche notwendige Ausgaben abdecken zu können. Das ist bemerkenswert, weil es zeigt: Selbst eine hochdigitalisierte Volkswirtschaft erkennt Bargeld wieder als Krisenreserve an.
Bargeld ist kein Fortschrittsfeind
Für Sie als Anleger und Bürger ist die wichtigste Erkenntnis: Bargeld und Digitalgeld dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Bargeld ist kein Fortschrittsfeind. Digitalgeld ist aber auch nicht automatisch gefährlich. Entscheidend ist die richtige Balance.
Digitale Zahlungen sind schnell, bequem, nachvollziehbar und in vielen Bereichen günstiger zu verarbeiten. Für Händler, Banken, Staaten und Verbraucher bieten sie erhebliche Vorteile. Gleichzeitig entstehen aber neue Risiken: technische Abhängigkeit, Cyberangriffe, Systemausfälle, Kontosperrungen, Datenauswertung und eine zunehmende Kontrolle über Zahlungsströme.
Bargeld dagegen funktioniert ohne App, ohne Passwort, ohne Kartenlesegerät und ohne Internetverbindung. Es schützt Privatsphäre, ermöglicht Teilhabe für ältere Menschen oder technisch weniger versierte Bürger und bleibt in Krisen unmittelbar nutzbar. Genau deshalb ist Bargeld kurzfristig nicht überflüssig, sondern ein wichtiger Bestandteil finanzieller Resilienz.
Parallele Systeme sind notwendig
Die Lehre aus Schweden lautet deshalb nicht: zurück in die Bargeldwelt. Die Lehre lautet: Der Übergang in die digitale Geldwelt muss geordnet, schrittweise und mit Rückfallebenen erfolgen. Für die nächsten Jahre brauchen wir parallele Systeme. Digitales Bezahlen und Bargeld müssen gleichzeitig nutzbar bleiben.
Das gilt besonders für Lebensmittel, Apotheken, medizinische Versorgung, Energie, Mobilität und staatliche Gebühren. Wer in diesen Bereichen ausschließlich auf digitale Zahlungen setzt, macht die Bevölkerung abhängig von einer technischen Kette, die im Krisenfall reißen kann. Genau diese Erkenntnis steht hinter der neuen schwedischen Bargeldpflicht.
Wichtig ist aber auch: Schweden macht kein vollständiges Bargeld-Comeback. Es gibt Ausnahmen, etwa für bestimmte unbemannte Verkaufsstellen oder Situationen, in denen die Bargeldannahme Sicherheitsprobleme verursacht. Außerdem bleibt Schweden eines der digitalsten Länder Europas beim Bezahlen.
Die Zukunft bleibt digital
Langfristig wird Bargeld dennoch an Bedeutung verlieren. Technologisch, ökonomisch und regulatorisch spricht vieles gegen eine dauerhafte Dominanz von Münzen und Scheinen. Bargeld ist teuer in Herstellung, Transport, Lagerung, Sicherung und Prüfung. Es ist unpraktisch im Onlinehandel und passt nur begrenzt zu einer zunehmend digitalen Wirtschaft.
Auch die Regulierung wird den Trend verstärken. Staaten, Banken und Aufsichtsbehörden haben ein großes Interesse an nachvollziehbaren Zahlungsströmen. Geldwäschebekämpfung, Steuertransparenz, Sanktionskontrollen und digitale Identität werden den Spielraum für anonyme Barzahlungen weiter begrenzen. Das bedeutet nicht, dass Bargeld morgen verschwindet. Aber es bedeutet, dass seine langfristige Rolle kleiner wird.
Gerade deshalb ist die schwedische Korrektur so wichtig. Sie zeigt: Die Zukunft des Geldes wird digital sein, aber der Weg dorthin darf nicht ideologisch, überhastet oder einseitig gestaltet werden. Wer Bargeld zu früh aus dem System drängt, schwächt nicht nur ältere und technisch weniger affine Menschen, sondern auch die Krisenfestigkeit des gesamten Landes.
Für Sie persönlich bedeutet das: Nutzen Sie Digitalgeld und Bargeld
Nutzen Sie digitale Zahlungen, aber verlassen Sie sich nicht ausschließlich darauf. Halten Sie eine vernünftige Bargeldreserve für den Alltag und mögliche Störungen bereit. Das ist keine Panikstrategie, sondern einfache finanzielle Vorsorge.
Gleichzeitig sollten Sie Ihre Zahlungsinfrastruktur breiter aufstellen. Verlassen Sie sich nicht nur auf eine Bank, eine Karte, eine App oder einen Anbieter. Mehrere Konten, mehrere Karten, unterschiedliche Zahlungswege und eine kleine Bargeldreserve erhöhen Ihre persönliche Handlungsfähigkeit deutlich.
Mein Fazit: Schweden hat den Fehler gemacht, Bargeld faktisch zu schnell aus dem Alltag zu verdrängen. Jetzt wird nachjustiert. Genau daraus sollten auch andere Länder lernen. Die Zukunft des Geldes ist digital – aber eine stabile Geldordnung braucht in der Übergangsphase Redundanz, Krisenfestigkeit und Wahlfreiheit. Digitalgeld und Bargeld müssen deshalb noch mehrere Jahre parallel funktionieren.
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Das stärkste Bargeld!
(11.12.24) Bargeld spielt trotz der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs weiterhin eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem. Besonders in Regionen mit instabilen Währungen oder begrenztem Zugang zu digitalen Zahlungsmöglichkeiten bleibt Bargeld unverzichtbar. Doch nicht alle Geldscheine sind gleich – einige Banknoten stechen durch ihren hohen Nennwert hervor, sei es aus praktischen, kulturellen oder historischen Gründen.
Hochwertbanknoten, also Geldscheine mit einem besonders hohen Nennwert, erfüllen spezielle Funktionen. Sie werden häufig für große Bargeldtransaktionen genutzt, insbesondere in Ländern, in denen der Zahlungsverkehr durch hohe Summen in physischer Form abgewickelt wird. Gleichzeitig stehen diese Banknoten oft im Fokus von Diskussionen über Geldwäsche und Steuerhinterziehung, weshalb einige Länder die Ausgabe solcher Scheine reduziert oder eingestellt haben.
Die größten Banknoten der Welt spiegeln nicht nur den wirtschaftlichen Kontext ihrer Herkunftsländer wider, sondern auch die globalen Trends in der Bargeldnutzung. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist der 500-Euro-Schein, der seit 2019 nicht mehr neu ausgegeben wird, aber weiterhin als Zahlungsmittel gültig bleibt. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in Singapur umgesetzt, wo der 10.000-Dollar-Schein mittlerweile außer Umlauf ist. Auch Kanada geht diesen Weg.
Neue Bargeldobergrenze und digitale Währungen: Entwicklungen in der EU
Die Europäische Union hat im Mai 2024 eine einheitliche Bargeldobergrenze von 10.000 Euro für Zahlungen beschlossen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Diese Regelung tritt voraussichtlich im Sommer 2027 in Kraft, drei Jahre nach ihrem Inkrafttreten. Zusätzlich plant die EU die Einrichtung der "Anti-Money Laundering Authority" (AMLA) in Frankfurt, die ab Mitte 2025 den Betrieb aufnehmen soll, um die Einhaltung der neuen Vorschriften zu überwachen.
Parallel zu diesen Entwicklungen gewinnen Stablecoins immer stärker an Bedeutung. Dahinter stehen blockchainbasierte Kryptowährungen, die an gesetzliche Landeswährungen gekoppelt sind. Als nächste Evolutionsstufe nach den privatwirtschaftlichen Stablecoins werden staatliche Kryptowährungen folgen, die sogenannten Central Bank Digital Currencies (CBDCs). Mit dieser hochinteressanten Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Kapitalschutz-Podcast, den Sie auf unserem YouTube-Kanal finden.
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Bankfilialen und Gratiskonten sterben!
(25.08.20) Deutschlands Bankenbranche ist im Umbruch, das zeigt sich unter anderem an der sinkenden Zahl der Bankfilialen. Die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht - auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank - diese Entwicklung bzw. digitale Transformation sehr eindrucksvoll. So gab es im Jahr 1997 noch über 66.000 so genannte Bankstellen (Kopfstellen plus Zweigstellen). Heute sind es mit etwa 28.000 Bankstellen rund 38.000 weniger. Damit ist heute in etwa wieder das Niveau der 1950er Jahre erreicht (1957: 26.333).
Laut Bundesbank-Chef Joachim Wuermeling zeigt dies, "dass die Banken aktiv auf den harten Wettbewerb und das geänderte Kundenverhalten reagieren”. Besonders kräftig nahm die Zahl der Filialen bei den Sparkassen ab. Sie dünnten ihr Zweigstellennetz um 525 Filialen aus. Die Sparkassen besitzen jedoch mit einem Anteil von über 30 Prozent weiterhin die höchste Anzahl an Zweigstellen. Trotz der sich verschärfenden Coronavirus-Krise sieht Wuermeling den Bankbetrieb derzeit nicht gefährdet. “Auch wenn Banken einzelne Filialen temporär schließen, stehen den Kunden in Form von Selbstbedienungsterminals und Geldausgabeautomaten die Bankdienstleistungen weiter zur Verfügung.” Ebenso boomt das Online-Banking und Mobile Payments sind immer stärker im Kommen. Wir befinden uns in zahlreichen Bereichen unseres Lebens mitten in der digitalen Transformation.

Bundesweit sind jetzt nur noch 40 Girokonten kostenlos
Nicht nur Bankfilialen sterben, sondern auch das einst so stark verbreitete Gratis-Girokonto. Nach einer aktuellen Untersuchung des Verbraucherportals Biallo sind bundesweit noch 40 Girokonten kostenlos
Das zeigt eine Auswertung der Konten von knapp 1.300 Banken und Sparkassen. Verbraucher zahlen in diesem Fall keine monatliche Grundgebühr und müssen dafür auch keinen bestimmten Geldeingang vorweisen. Überweisungen und Girocard sind ebenfalls gratis. Diese Banken berechnen ihren Kunden auch nichts, wenn sie in Corona-Zeiten lieber mit der Girocard zahlen.
Anders ist das bei über 500 Geldhäusern: Sie verlangen bis zu 0,70 Euro je Zahlvorgang. Das betrifft vor allem Kunden, die ein Klassik- beziehungsweise Online-Kontomodell gewählt haben oder ein Basiskonto, das Verbraucher nicht überziehen können. Wer davon betroffen ist, sollte lieber bar zahlen so die Biallo-Verbraucherschützer. Aber auch hier heißt es aufpassen. Denn die Hälfte aller Banken und Sparkassen nimmt mittlerweile Gebühren, selbst wenn man bei der eigenen Bank oder im Bankenverbund Geld abhebt. Größere Summen auf einmal abheben, koste weniger als viele kleine Beträge.
Meine Empfehlung ist hingegen: Verfallen Sie nicht in eine Art irrationale, ideologische, nostalgische oder emotionale Wehmut nach Bargeld - auch der Geldautomat stirbt und ist in Zukunft eine Applikation auf Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch - sondern setzen Sie heute schon auf die Digitalisierung und die Geldsysteme der Zukunft!
Digitalisierung: Von der Baustelle zur Lebensqualität!
Deutschland belegt nur Platz 16 im Digital Quality of Life Index 2020 und zeigt damit abermals, dass die Digitalisierung hierzulande noch in den Kinderschuhen steckt. In dem von Surfshark erstellten Ranking schneidet die Bundesrepublik vor allem in den Kategorien “Digitale Infrastruktur” (23), “Internet Bezahlbarkeit” (24) und “Internet Qualität” (32) bestenfalls mittelmäßig ab. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen besteht in Deutschland dahingehend deutlicher Nachholbedarf, wie die Statista-Grafik zeigt.
Sogar einige osteuropäische Länder wie Polen, Rumänien und Tschechien fahren in puncto Verbindungsqualität und Geschwindigkeit des Internets stärkere Ergebnisse ein, trotz der unterlegenen Wirtschaftsleistung. Positiv sticht die digitale Verwaltung in Deutschland heraus, viele Online-Services der Behörden funktionieren einfach, barrierefrei und transparent – hier belegt die Bundesrepublik den siebten Rang.
Der Surfshark Digital Quality of Life Index misst die Qualität des digitalen Lebens in 85 verschiedenen Ländern weltweit und berücksichtigt dabei Faktoren wie Internet-Qualität und –Bezahlbarkeit sowie digitale Infrastruktur, Sicherheit und Verwaltung. Dabei werden die Faktoren in Relation zu wirtschaftlichen Indikatoren wie BIP, Durchschnittsgehalt und Preise für mobiles und Breitbandinternet gesetzt. Der errechnete Wert liegt zwischen 0 und 1 – dass kein Land einen Wert über 0,8 aufweisen kann, verdeutlicht, dass es auch in den weitentwickelten Staaten noch Luft nach oben gibt.

Der Blick auf den Digitalisierungsindex: DESI
Auf dem Weg zu einer digitalen Wirtschaft und Gesellschaft hat Deutschland noch ein Stück zu gehen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis des Digital Economy and Society Index ("DESI"), der von der EU-Kommission seit 2014 jährlich veröffentlicht wird. Er bewertet u.a. den Stand der Länder in Sachen Konnektivität, Internetnutzung und Integration digitaler Technologien. Deutschland liegt nur leicht über dem EU-Schnitt und erreicht nur eine verhältnismäßig schwache Bewertung bei der Digitalisierung von Unternehmen.
Das mittelmäßige Ergebnis Deutschlands kommt außerdem durch das schlechte Abschneiden in der Dimension „Öffentliche Dienste“ zustande. Hierbei wird der Fortschritt der Länder im Bereich auf E-Government und E-Health gemessen. In diesem Bereich liegt Deutschland auf den hinteren Rängen. Bei den weiteren Dimensionen (Ausbau des Breitbandinternets, der Internetnutzung und dem Digitalisierungsgrad der Wirtschaft) erreicht Deutschland jeweils mittelmäßige Ergebnisse.

Die Digitalisierung der Medien hinkt in Deutschland massiv zurück
31 Prozent des weltweiten Medien-Umsatzes werden Prognose des Statista Advertising & Media Outlook im laufenden Jahr digital generiert - das sind vier Prozentpunkte mehr als 2019. Ähnlich stark wachsen die digitalen Umsätze in Asien und Europa. In Deutschland wächst der Umsatzanteil 2020 dagegen nur von 14 auf 16 Prozent. Damit ist hinkt die hiesige Medienlandschaft bei der Monetarisierung von Online-Inhalten weit hinterher. Und auch der Blick in die unmittelbare Zukunft verheißt wenig Besserung.
Für 2024 taxieren die Statista-Analysten den Umsatzanteil digitaler Medien auf 19 Prozent. In Asien sollen es im selben Jahr bereits 45 Prozent sein. Stellt sich die Frage: Warum zahlt sich "Digital" in Deutschland nicht aus? Aus meiner Sicht liegt das ganz grundlegend daran, dass der Digitalisierung - auch - seitens der Verlage in Deutschland ganz einfach viel zu wenig Focus gegeben wurde, in den vergangenen Jahren.

Digitale Transformationen: Investieren Sie in die Zukunftsmärkte der Digitalisierung!
Ich halte mich für einen sogenannten Konservativen. Konservativ bedeutet für mich: Was sich in der Vergangenheit bewährt hat, sollte man auch für die Zukunft beibehalten, wenn die entsprechenden Aussichten positiv erscheinen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, sich nicht nur auf Altbewährtes zu verlassen. Sie müssen stattdessen auch flexibel sein und - eigenverantwortlich und selbstbestimmt - die dynamischen Entwicklungen und gravierenden Veränderungen in unserer globalen Welt zu Ihrem Vorteil nutzen. Dadurch reduzieren Sie die steigenden Risiken und transformieren diese in Chancen. Ein wichtiger Baustein dafür sind nach meiner Überzeugung breit angelegte Investitionen in die aussichtsreichen Zukunftsmärkte der Digitalisierung.
Als Zukunftsmärkte bezeichne ich langfristige globale Entwicklungen, die für annähernd alle Bereiche in unserer Wirtschaft, Gesellschaft und somit für jeden einzelnen Menschen prägend sein werden. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ermöglichen Ihnen dabei eine breite Streuung in eine Vielzahl aussichtsreicher Aktien. Das reduziert Ihr Einzeltitelrisiko bei gleichzeitiger Optimierung Ihrer Chancen durch die breite Diversifikation. Darüber hinaus sind ETFs ein Sondervermögen, das außerhalb der fragwürdigen Haftungs- und Einlagensicherungssysteme der Banken steht. Gleichzeitig sind ETFs außerordentlich günstig. Ich zeige Ihnen Zukunfts-ETFs von Digitalisierung über Blockchain und Artificial Intelligence, die sowohl für Ihren langfristigen Vermögensaufbau via Sparplan-Strategien als auch für gezielte Einmalanlagen zur Diversifikation in der Vermögensverwaltung Ihrer Wertpapierdepots perfekt geeignet sind.
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Krieg um Geld
(08.05.20) Erstmals in der Geschichte der Europäischen Union widerspricht ein nationales Verfassungsgericht dem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH): Das Bundesverfassungsgericht hält das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank EZB entgegen der EuGH-Einschätzung für teilweise verfassungswidrig. Dabei geht es um Billionen an Steuergeldern. Die EZB investierte von 2015 bis 2018 über das sogenannte PSPP-Programm (Public Sector Purchase Programme) weit über 2 Billionen Euro in Staatsanleihen und andere Wertpapiere der Euroländer. Im November 2019 wurde dieses „Schuldenaufkauf-Programm“ erneut gestartet, um die angeschlagenen Länder der Eurozone zu stützen. Allen voran Italien.
Für mich der erschreckendste Satz ist dabei die Urteilsbegründung der Verfassungsrichter aus Karlsruhe. Der Aufkauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) verstoße teilweise gegen das Grundgesetz, da die Bundesregierung und der Bundestag die EZB-Beschlüsse nicht geprüft hätten. Im Klartext: Es werden Milliarden an Steuergeldern freigegeben, ohne dass eine Prüfung oder gar Kontrolle der Politik erfolgt!
Brisante Urteilsbegründung: Fehlende Prüfung der Beschlüsse durch die Politik
Die Bundesbank darf jetzt nach einer Übergangsfrist von höchstens drei Monaten nicht mehr an der Umsetzung des PSPP-Programms mitwirken. Ich prognostiziere, dass der EZB-Rat einen Beschluss fasst, der die Verhältnismäßigkeit belegt, so dass das PSPP-Programm weitergehen wird. Sollte diese Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes jedoch nachhaltig Bestand haben – was ich stark bezweifle – wären die Auswirkungen auf den gesamten Euroraum verheerend. Das Kapital der EZB stammt von den nationalen Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten, die Bundesbank ist dabei der mit Abstand größte Anteilseigner und Aufkäufer der Anleihen. Für die EU und den Euro in der heutigen Form ist das für mich lediglich ein Sargnagel von sehr vielen. Aber der Sarg ist schon da!
Ich freue mich sehr, dass ich derzeit enorm viele Interviews geben kann und es auch in die reichweitenstarken Medien schaffe. Deswegen heute drei weitere, aktuelle TV-Interviews mit mir. Eines für Inside Wirtschaft, das auch der FOCUS aufgegriffen hat, ein weiteres für Russia Today Deutschland (RTD) und mein regelmäßiges Update für Börse Stuttgart TV:
TV 1: INSIDE WIRTSCHAFT/FOCUS Der Euro wird scheitern!
Der Euro wird mit Sicherheit scheitern. Ob durch eine Währungsreform oder eine Inflationierung", prognostiziert Markus Miller. Der Geschäftsführer von GEOPOLITICAL.BIZ sowie Chefanalyst von Kapitalschutz vertraulich und KRYPTO-X sieht Veränderungen auf die deutschen Barzahler zukommen: "Der bargeldlose Zahlungsverkehr wird weiter boomen. Im Schnitt hat jeder Deutsche 3.000 Euro in bar zu Hause. Das hat durch Corona noch deutlich zugenommen.
Die Leute trauen dem Staat und den Banken nicht mehr. Ich glaube zwar nicht an eine digitale Weltwährung, denn dann müssten sich ja alle einig sein. Aber es wird Kryptowährungen der einzelnen Notenbanken geben." Und was wird aus Aktien, wie wir sie heute kennen? "Die Dax30-Werte werden in Zukunft Blockchain-basiert sein - es werden also Aktien-Token." Alle Details und seine Prognose für Bitcoin und Libra verrät Miller im Interview mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.
Beitrag des FOCUS – Deutsche horten Bargeld in der Krise
Auch der FOCUS mein TV-Interview übernommen und einen Bericht dazu gemacht mit dem Titel: Deutsche horten Bargeld in Krise - Krypto-Profi: „Der Euro wird scheitern – digitales Zentralbankgeld wird Cash ersetzen"
TV 2: RT Deutschland: Digitalisierung ist die neue Globalisierung
Die Corona-Pandemie beschleunigt Trend zum bargeldlosen Bezahlen. Das geht aus einer aktuellen im Auftrag des Bankenverbands durchgeführten Kantar-Umfrage. Demnach haben 26 Prozent der Befragten seit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs bewusst auf die Barzahlung in Geschäften verzichtet, weitere 35 Prozent haben schon zuvor meist mit Karte gezahlt. Indes halten vier von zehn Befragten (37 Prozent) daran fest, im Supermarkt oder in anderen Geschäften bar zu zahlen. Am größten ist der Anteil der Kartenzahler bei den 30-39-Jährigen, am wenigsten ausgeprägt ist die Affinität zum Plastikgeld in der Altersgruppe ab 60 Jahre.
Beitrag auf Russia Today Deutschland: Markus Miller ist Gründer des spanischen Medien- und Beratungsunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U mit Sitz auf der Baleareninsel Mallorca. Seit 2006 ist er Chefanalyst und Chefredakteur des Anleger- und Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz Vertraulich“, seit dem Jahr 2017 Chefanalyst von KRYPTO-X. Neben konservativen Investitionen wie Gold oder Aktien berät Miller auch in Sachen Krypto, denn ein vielfältiges Portfolio macht unabhängig.
Diese finanzielle Unabhängigkeit beschreibt Miller auch in seinem Buch „Finanzielle Selbstverteidigung“ (2019). Corona sorgt nun für neue Herausforderungen, auch was das Bargeld angeht. So befürchten einige, dass die Pandemie das Bargeld unter Druck setzen wird. Dem stimmt Miller allerdings nicht zu, denn es ist die Digitalisierung, die das Bargeld zunehmend verschwinden lassen wird.
TV 3: Bitcoin kurz vor Halving & Microsoft mit neuem Blockchain-Patent
Bislang wurden Kryptowährungen eher als Ersatz für den globalen Geldbestand eingesetzt. Dies kann sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts ändern. Die Überwindung regulatorischer Hürden wird ihre Attraktivität erhöhen und das Potenzial erhöhen, eventuell Bargeld zu ersetzen. Ich bin davon überzeugt, dass es ein mehrdimensionales Krypto-Geldsystem in der digitalisierten Welt der Zukunft geben wird. Dezentrale Kryptowährungen wie der Bitcoin werden zu einer Art digitalem Gold. Zentrale Stablecoins von Privatunternehmen – wie beispielsweise Facebooks Libra – werden in Koexistenz neben zentralen Kryptowährungen von Notenbanken existieren.
Security Token werden darüber hinaus zahlreiche Vermögenswerte digitalisieren und fungibel handelbar machen. Utility Token (Funktionale Kryptowährungen) werden zusätzlich Einzug halten in die Industrie und den Handel der Realwirtschaft wie als digitale Währungen in die Finanzwirtschaft. Kryptowährungen – allen voran der Bitcoin – sind für mich somit eine ganz wichtige Säule, ein Grundbaustein für jeden vorausschauenden, zukunftsorientierten Kapitalanleger. Zumindest als Beimischung für sein Gesamtportfolio.
Die Spannung steigt – nur noch wenige Tage bis zum nächsten Bitcoin Halving. In einer neuen Ausgabe unseres Krypto Updates sprechen wir mit Markus Miller über das nahende Event und wie es sich auf den Bitcoin-Kurs auswirken könnte. Zudem blicken Markus und Richy auf Microsoft, schließlich hatte sich der Software-Riese einen neuen Ansatz zum Krypto-Mining patentieren lassen.
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20,5% Zinsen: In Memoriam Paul Volcker!
(20.01.20) Am 08. Dezember 2019 ist im stolzen Alter von 92 Jahren Paul Volcker gestorben. Vermutlich ist dieser Name nur noch wenigen unter Ihnen sofort geläufig. Paul Volcker war von 1979 bis ins Jahr 1987 Vorsitzender der US-Notenbank FED und Vorgänger des längst legendären Alan Greenspan. Mir ist sein Name deswegen noch sehr präsent, weil er noch im hohen Alter für Barack Obama als Berater tätig war und die sogenannten „Volcker-Regeln“ entwarf. Dadurch sollte eine neue Finanzkrise verhindert werden. (Bild: Portrait of Paul A. Volcker by Luis Alvarez Roure. Collection of the Board of Governors of the Federal Reserve System, Washington, D.C.)
Zu seiner Zeit als US-Notenbankpräsident hat Volcker genau das Gegenteil von dem gemacht, was seine Nachfolger getan haben. Er hat die Geldpolitik gestrafft, so dass er die Leitzinsen im Jahr 1981 - auf heute unvorstellbare – 20,5% erhöhte. Dadurch bekämpfte er erfolgreich die Geldentwertung und den damit verbundenen Kaufkraftverlust des US-Dollars. Diese ging von Inflationsraten von 15% auf 3% zurück. Sein Ziel war stets die Stabilität des Finanzsystems zu sichern und den Wert des Geldes zu erhalten. Genau das ist die Aufgabe einer Notenbank! Von diesen Werten hat sich nicht nur die FED, sondern alle großen Zentralbanken weltweit mittlerweile um Lichtjahre verabschiedet.
Fazit: Ohne Systemkollaps muss und wird unser Geld in Zukunft verfallen! Der Kaufkraftverlust ist in das zinsbasierte Geldsystem einprogrammiert!
Ausblick: Der Sozialstaat Deutschland wächst auch 2020
Zum Jahresbeginn 2020 möchte ich auch noch einen kurzen Blick von der Notenbankpolitik zur Fiskalpolitik der Bundesrepublik Deutschland schweifen lassen. Der verabschiedete Bundeshaushalt für das Jahr 2020 ist aus meiner Sicht bezeichnend für mehrere, gestaltungspolitische Fehlentwicklungen. Die Ausgaben steigen laut Bundestag auf 362 Milliarden Euro (2019: 356 Mio. Euro). Der größte Teil fließt traditionell an das Ministerium für Arbeit und Soziales. Die Sozialleistungen nehmen somit - zu Lasten der Steuerzahler - weiter überproportional stark zu, trotz vielen Jahren der guten Konjunktur.
Was passiert denn wenn Deutschland in eine Rezession fällt, die früher oder später so wahrscheinlich ist wie das Amen in der Kirche? Die größte Kürzung ist mit -4,7 Prozent für das Gesundheitsministerium geplant. Das ist ebenso wie die traurige Zahl von +0,1 Prozent für Bildung und Forschung eine mehr als bedenkliche Entwicklung, für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer Welt der zunehmenden Technologisierung und Digitalisierung.

Quo vadis Bargeld?
Deutschland ist immer noch Bargeldstaat und Land der Barzahler. Die Hälfte der Verbraucher bezahlt kleinere Einkäufe am liebsten bar. Doch unter Jüngeren ist die Girocard bereits das bevorzugte Zahlungsmittel. Das zeigt eine repräsentative Innofact-Umfrage im Auftrag von Verivox. Jeder Dritte kann sich sogar vorstellen, irgendwann ganz auf Scheine und Münzen zu verzichten.

Die Hälfte der Verbraucher zahlt immer noch bar
Ob Girocard, Kreditkarte oder mobiles Bezahlen mit dem Smartphone - nie zuvor standen Verbrauchern so viele elektronische Zahlverfahren wie heute zur Verfügung. Doch im Alltag der Konsumenten hat Bargeld immer noch einen festen Platz. Von 1.000 Befragten bezahlt mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) einen Supermarkteinkauf in Höhe von 20 Euro typischerweise mit Scheinen und Münzen.
Besonders ausgeprägt ist die Vorliebe für Bargeld bei älteren Menschen. Fast zwei Drittel (63,9 Prozent) der Befragten über 50 bezahlen den 20-Euro-Einkauf in der Regel bar. Ganz anders bei jungen Erwachsenen unter 30. Hier zahlt jeder Zweite (49,4 Prozent) bevorzugt mit der Girocard (EC-Karte). Unter den Jüngeren hat sie Bargeld damit als bevorzugtes Zahlungsmittel abgelöst. Nur 40 Prozent bezahlen ihren Supermarkteinkauf typischerweise in Scheinen und Münzen.
Die Girocard ist bei Jüngeren auf Platz 1
Offenbar schätzen insbesondere Jüngere Komfort und Geschwindigkeit der Kartenzahlung. Die meisten Karten ermöglichen heute schon kontaktloses Bezahlen nach NFC-Standard. Sie sind gerade für kleinere Einkäufe attraktiv, weil zum Bezahlen keine PIN-Eingabe nötig ist. Über alle Altersgruppen ist die EC-Karte für 35 Prozent der Befragten das bevorzugte Zahlungsmittel, jeder Zehnte zahlt standardmäßig mit Kreditkarte (9,7 Prozent).
Mobile-Payment-Dienste wie Apple Pay und Co. spielen noch in keiner Altersgruppe eine herausragende Rolle. Nur 2,9 Prozent der Befragten würde einen 20-Euro-Einkauf typischerweise mit einer Bezahl-App auf dem Smartphone begleichen.
Jeder Dritte kann sich eine Zukunft ohne Bargeld vorstellen
Für eine Mehrheit bleibt Bargeld auch in Zukunft von Bedeutung. Allerdings kann sich immerhin jeder Dritte (33,4 Prozent) vorstellen, irgendwann ausschließlich elektronische Bezahlverfahren wie EC- und Kreditkarte, Bezahl-Apps auf dem Handy oder Online-Überweisungen zu verwenden und dafür auf Scheine und Münzen als Zahlungsmittel komplett zu verzichten. Knapp die Hälfte (48,4 Prozent) kann sich das auf keinen Fall oder eher nicht vorstellen. 18,2 Prozent der Befragten sind unentschlossen.
Auch hier zeigen sich deutliche Generationenunterschiede: Während sich nicht einmal ein Viertel (22,6 Prozent) der Über-50-Jährigen eine Zukunft ohne Bargeld vorstellen kann, ist es bei den jungen Erwachsenen unter 30 schon fast die Hälfte (46,1 Prozent).
Mein Fazit: Auch Karten werden verschwinden, die Zukunft liegt in Mobile Payments via Bezahl-Apps!
Mobile Payments: Setzen Sie jetzt auf technologisches Bargeld!
Mobile Payments (MP) sind elektronisches Bargeld - Zu dieser Aussage habe ich in den letzten Wochen zahlreiche Nachfragen von Lesern erhalten. Das Thema scheint für viele wichtig zu sein. Zu Recht, denn den Mobile Payments gehört die Zukunft. Dabei geht es mir nicht primär um Kryptowährungen wie den Bitcoin, die „lediglich“ ein hochinteressanter und zukunftsfähiger Teilbereich des Gesamtuniversums von Mobile Payment-Lösungen sind, sondern um die grundlegende Digitalisierung unseres Geldsystems, die immer weiter voranschreitet.
Mobile Payment ist der englische Begriff für „mobile Bezahlung“. Damit wird die Zahlungsabwicklung über ein mobiles Endgerät (Smartphone, Tablet, Smartwatch) bezeichnet, die sich auf zwei Bereiche bezieht: Die mobile Zahlungsabwicklung bei Online-Einkäufen im Internet und im stationären Einzelhandel. Zahlreich Analysen von Marktforschern und Unternehmensberatungen zeigen, dass wir in naher Zukunft weltweit ein explodierendes bargeldloses Transaktionsvolumen sehen werden.
Das Bargeld wird technologisch wie politisch abgeschafft!
Capgemini erwartet beispielsweise, dass bis 2022 weltweit 1.046 Milliarden bargeldlose Zahlungen durchgeführt werden. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 14%. Entwickelte Märkte, die wie Deutschland heute noch von klassischen Banken geprägt sind, werden mit einem erwarteten, jährlichen Wachstum von 23,5% eine noch weit höhere Dynamik zeigen. Die Vorteile, die ich im Mobile Payment sehe, bedeuten nicht, dass ich die politisch forcierten Sanktionierung von Bargeld in irgendeiner Form gutheiße. Im Gegenteil. Und ich weiß, dass auch viele meiner Leser große Verfechter des Bargeldes sind.
Dennoch schreiten die regulatorischen Bemühungen, Bargeldzahlungen einzuschränken oder gar zu verbieten, weltweit immer weiter voran. Gleichzeitig und wohl auch unabhängig davon erleben wir einen absoluten Boom des Mobile Payments. Der es Ihnen im Übrigen auch ermöglicht, die Bargeldeinschränkungen zu umgehen und Ihre Privatsphäre dadurch weiterhin zu schützen. So, als ob Sie mit anonymen Geldscheinen zahlen würden. Ich zeige Ihnen jetzt, wie Sie die Vorteile des technologischen Bargelds in der Praxis am besten umsetzen.

Digitalisierung: Die 6 Bankkunden-Typen des Jahres 2020!
Der Bankensektor befindet sich durch die fortschreitende Digitalisierung im stetigen Wandel. Fintechs, Direktbanken, kontaktloses Bezahlen und mobiles Banking spielen für die Verbraucher eine immer größer werdende Rolle. Bankkunden sind digitaler und experimentierfreudiger als noch vor fünf Jahren. Um diesen Änderungen gerecht zu werden, hat das internationale Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov mithilfe des Zielgruppensegmentierungstools YouGov Profiles eine neue Typologie von Bankkunden gebildet. Diese Analyse der Bankkunden-Typen im Jahr 2020 basiert auf den Einstellungen und dem Verhalten der Befragten in Bezug auf Banking und Digital-Affinität.
Von „Digitalen Finanzexperten“ hin zu „Argwöhnischen Offlinern“
Die größte Gruppe interhalb der Bankkunden-Typologie bilden die „Digitalen Finanzexperten“ mit 21 Prozent. Es folgen die „Ängstlichen Onliner“ (20 Prozent), die „Sorglosen Konsumfreudigen“ (18 Prozent) und die „Traditionellen Finanzexperten“ (17 Prozent). Knapp jeder siebte Bankkunde (15 Prozent) kann als „Argwöhnischer Offliner“ bezeichnet werden, und 9 Prozent lassen sich den „Digitalen Enthusiasten“ zuordnen. Wo die „Sorglosen Konsumfreudigen“ zwar kreditaffin sind, aber in darüberhinausgehenden Finanzangelegenheiten eher unsicher, bezeichnen sich die „Digitalen „Finanzexperten“ als sachkundig und sind sehr anlagebereit. Sie nehmen neue (digitale) Technologien an und nutzen die Möglichketen des Internets intensiv.
Die „Traditionellen Finanzexperten“ hingegen haben eine geringe Digital-Affinität, sind zuversichtlich für die finanzielle Zukunft, und verbleiben in klassisch konservativen Anlagestrategien. Die „Argwöhnischen Offliner“ haben ein geringes Vertrauen in den Bankensektor, sind daher bei Investments eher unsicher und haben eine geringe Digital-Affinität. Die Finanzexpertise der „Ängstlichen Onliner“ ist eher überschaubar. Sie nutzen gerne neue Technologien, lassen dabei jedoch den „Digitalen Enthusiasten“ den Vortritt.
Die „Digitalen Enthusiasten“ sind die Early Adopter der Bankkunden
Eine für Banken besonders attraktive Zielgruppe sind die „Digitalen Enthusiasten“. Sie sind die Early Adopter (frühzeitige Anwender) unter den Bankkunden, intensive Internetnutzer, finanziell zuversichtlich und gut aufgestellt. 42 Prozent dieses Segments haben ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro. Die Gruppe zeigt eine höhere Risikobereitschaft bei Investitionen und ist an Gewinnen und Rendite interessiert. So sind fast drei Viertel (73 Prozent) der „Digitalen Enthusiasten“ im Besitz von Geldanlageprodukten. Auch haben 72 Prozent des neuen Segments Wohneigentum.
Um in diesem dynamischen Prozess eigene und potentielle Kunden nicht zu verlieren, müssen Finanzinstitute kontinuierlich die Wünsche und Ansprüche ihrer Zielgruppen im Auge behalten. Die YouGov-Studie zeigt die Veränderung des Nutzungsverhaltens auf unterschiedlichen Ebenen. Dies stellt neue Herausforderungen an die Verantwortlichen bei den Banken: Nur durch Marketingentscheidungen, die nach stets aktuellen Einsichten getroffen werden, können die relevanten Aspekte identifiziert werden, um mit klaren Markenbotschaften, Produkten und Services zu überzeugen sowie Werbung effektiv in die relevanten Kanäle zu leiten.
Meine Empfehlung: Werden auch Sie jetzt zu einem „Digitalen Enthusiasten“!
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Markus Miller: Finanzielle Selbstverteidigung!
(08.09.19) Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.
Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem, wie wir es derzeit noch kennen.
Die Politik vernachlässigt die Fürsorgepflicht zum Schutz ihrer Bürger
Eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte finanzielle Selbstverteidigung wird für Sie immer wichtiger, weil sich die Welt, wie wir sie kennen, massiv verändert und verlässliche Systeme aus der Vergangenheit schlicht erodieren in ihren Leistungen und Schutzfunktionen. Beispielsweise vergeht kaum eine Woche, ohne dass ein neuer Datenskandal offenbart wird. Und was macht unsere Politik? Wenn sie nicht gerade eigene Datensammel- und Überwachungsprojekte wie den Staatstrojaner oder die Vorratsdatenspeicherung anstößt, trägt sie lediglich unbefriedigend zum Schutz Ihrer Privatsphäre und Bürgerrechte bei.
Die Antwort auf die zunehmend restriktiven Rahmenbedingungen seitens der Politik, aber auch die progressiven Entwicklungen durch die enorme Dynamik des technologischen Fortschritts liegt in Ihrer „Finanziellen Selbstverteidigung“, zu der auch zunehmend der digitale Selbstschutz gehört. Sie müssen sich bewusst sein, dass Daten die Goldminen des 21. Jahrhunderts sind. Verlassen Sie sich dabei in all diesen Bereichen nicht auf den Staat und die Politik oder scheinbar gewohnte Institutionen wie klassische Banken.
Setzen Sie eigenverantwortlich und selbstbestimmt auf intelligente Selbstschutz-Strategien. Nutzen Sie dabei konservativ Altbewährtes, setzen Sie aber bitte auch gleichzeitig auf Zukunftstechnologien und Zukunftsmärkte.
Schaffen Sie sich jetzt Ihr eigenes Datenschutz-, Finanz- und Geldsystem!
Ich zeige Ihnen intelligente Praxis-Strategien für den Schutz Ihres Vermögens, Ihrer Daten, Eigentumsrechte und Privatsphäre - speziell vor dem Hintergrund bzw. im vorausschauenden Hinblick auf die stark zunehmenden geopolitischen, innenpolitischen, steuerlichen und rechtlichen Risiken unserer Welt und Ihres Lebens, in Kombination mit der dynamisch voranschreitenden Digitalisierung und den großen Herausforderungen von Demografie und Migration.
Finanzielle Selbstverteidigung ist die Kombination von Progression und Protektion.
Mit „Finanzieller Selbstverteidigung“ halten Sie kein theoretisches Werk in den Händen, sondern ich gebe Ihnen - basierend auf meinen jahrzehntelangen Erfahrungen und meinem umfassenden Experten-Netzwerk – einen Praxisleitfaden mit bewährten Sofortstrategien an die Hand, eine Kombination aus Schutz durch Protektions-Strategien und ebenso innovativen wie progressiven Empfehlungen und Handlungsalternativen.
Dadurch erhalten Sie eine praxisnahe Gebrauchsanleitung, die Ihnen Orientierung und Sicherheit gibt, vor dem Hintergrund stark zunehmender geopolitischer, innenpolitischer, steuerlicher, wirtschaftlicher, technologischer und rechtlicher Risiken, sodass Sie jedes Risiko auch direkt in eine Chance transformieren können!

Bildung ist das beste Investment -Lebensqualität die höchste Rendite, die Sie erzielen können!
Ich bin im Jahr 1998 aus beruflichen Gründen aus Deutschland ausgewandert. Zunächst lediglich von Bayern nach Tirol und später nach Vorarlberg in Österreich. Nach dem Weg in meine Selbstständigkeit als Unternehmer bin ich im Jahr 2005 weitergezogen auf die spanische Baleareninsel Mallorca. Hier habe ich auch heute noch meinen Wohnsitz und Lebensmittelpunkt, ebenso wie meinen Unternehmens- und Steuersitz.
Die Steuern waren für mich dabei noch nie ausschlaggebend für die Wahl meines Wohnsitzes. Ansonsten wäre ich niemals in ein relatives Hochsteuerland und Euro-Krisenland wie Spanien gezogen. Ebenso bin ich nicht aus Deutschland ausgewandert, weil die Rahmenbedingungen für mich nicht gepasst haben. Ich habe mich zur damaligen Zeit grundlegend sehr wohl gefühlt in meiner schwäbischen Heimat, ebenso war ich im Großen und Ganzen einverstanden mit der damaligen Politik und der gesellschaftlichen Struktur Deutschlands. Das ist heute - Stand jetzt - nicht mehr der Fall!
Ich bin Analytiker und kein Politiker!
Neben den großen Defiziten in Bezug auf die Digitalisierung bewerte ich die Demografie in Kombination mit der Migration (Einwanderung und Auswanderung) für Deutschland als die größten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Ich sehe dieser Zukunft - trotz aller Herausforderungen - sehr positiv entgegen und bin sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen, auf die ich auf der globalen Makroebene keinen Einfluss habe. Dessen bin ich mir bewusst.
Ich verlasse mich jedoch nicht auf Regierungen oder den Staat, sondern werde auch in Zukunft - gemeinsam mit meiner Frau und meinen beiden Kindern, denen die Zukunft gehört und denen ich auch dieses Buch widme - weiter proaktiv und progressiv an unserem privaten Glück und unserer Lebensqualität schmieden. Die Bildung meiner Kinder ist dabei das beste Investment, Lebensqualität ist die höchste Rendite, die erzielbar ist. Selbstbestimmt und eigenverantwortlich ist dabei jeder seines eigenen Glückes Schmied.
Family First: Verfolgen Sie Opportunistische Strategien
Ich werde die Welt nicht verändern, sondern versuche sie stets genau so zu nehmen, wie sie ist, mit all ihren umfassenden Möglichkeiten, aber auch mit den Risiken. Mein Anspruch ist es, das Beste für mich und meine Familie aus den gegebenen Rahmenbedingungen zu machen, dann wird auch Gott mit uns sein. Werde ich hingegen in meinen Bürger- und Eigentumsrechten und somit meiner Freiheit eingeschränkt, verteidige ich mich. Selbstverteidigung ist ebenso legitim wie legal, nicht nur in finanziellen Angelegenheiten. Ich bin mir sicher, dieses Buch gibt auch Ihnen praxisrelevante Anregungen und Handlungsalternativen in diesem Kontext der gezielten Eigenverantwortung und Selbstbestimmung für die Gegenwart und Zukunft an die Hand.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Mobile Payment statt Bargeld!
(12.07.19) Die Digitalisierung beginnt im Kopf! Auch Skeptikern und Bedenkenträgern rate ich jetzt dringend dazu, sich mit der in Meilenstiefeln voranschreitenden Digitalisierung unseres täglichen Lebens zu befassen, unabhängig von ihrem Alter.
Die ältere Generation muss sich heute die digitale Affinität der Jugend zum Vorbild nehmen, um wirtschaftlich wie gesellschaftlich - selbstbestimmt und eigenständig - zukunftsfähig zu bleiben. Die Digitalisierung lässt sich nicht mehr aufhalten, sie wird in einem noch nie dagewesenen Transformationsprozess in den unterschiedlichsten Lebensbereichen alles - zumindest aber vieles - verändern was ist. Beispielsweise die Art wie wir Verträge abschließen, einkaufen und bezahlen.
Das mobile Bezahlen (Mobile Payment) setzt sich beispielsweise mmer stärker durch. Die Zahl der Nutzer in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr kräftig gestiegen. 33 Prozent zahlen mittlerweile kontaktlos per Bank- oder Kreditkarte sowie via Smartphone, oder Smartwatch. Im vergangenen Jahr war es erst jeder Fünfte. Der Anteil derjenigen, die mobile Bezahlsysteme ablehnen, ist von 61 Prozent im vergangenen Jahr auf 47 Prozent geschrumpft. Das sind unter anderem die Ergebnisse der repräsentativen Postbank-Studie "Die digitalen Deutschen 2019", für die 3.126 Bundesbürger befragt wurden. Zunächst einmal der Blick auf Mobile Payment in Deutschland.
Mobile Payment in Deutschland
38 Prozent der Millenials in Deutschland würden gerne beim Einkaufen mobil bezahlen können. Damit ist die Affinität der 18-34-Jährigen zum Bezahlen per Smartphone laut einer aktuellen YouGov-Erhebung deutlich ausgeprägter als in der Gesamtbevölkerung. Danach gefragt, wo sie sich generell vorstellen könnten, per App zu bezahlen, nennen die Teilnehmer am häufigsten den Supermarkt (35 Prozent) gefolgt von Bekleidungsgeschäft und Elektronikmarkt (jeweils 30 Prozent). Bei einem Payment-Anbieter wie Apple Pay oder Google Pay registriert hat sich bislang indes nur jeder Fünfte. Und auch das heißt ja nicht zwingend, dass Mobile Payment tatsächlich genutzt wird.
Der Statista Digital Market Outlook beispielsweise taxiert die Anzahl der Nutzer in Deutschland für das laufende Jahr auf 2,1 Millionen - bis 2023 soll ihre Zahl auf 3,2 Millionen steigen. Da scheint es also noch viel Luft nach oben zu geben. Zumindest die Nutzungsintensität soll aber deutlich steigen. So gehen die Statista-Analysten davon aus, dass das durchschnittliche Transaktionsvolumen pro Nutzer im selben Zeitraum um rund 130 Prozent zulegen wird.

Bargeldabschaffung: Für 75% der Deutschen undenkbar!
Wer an Deutschlands Kassen und Automaten noch nicht mobil bezahlt, tut dies hauptsächlich aufgrund von Sicherheitsbedenken. 52 Prozent der Verweigerer fürchten, dass ihnen die Karte oder das mobile Gerät, mit dem sie Mobile Payment nutzen, gestohlen werden könnte. Mangelnde Kenntnis der verschiedenen Anwendungen ist für 23 Prozent der Nicht-Nutzer Grund für die eigene Zurückhaltung. 20 Prozent sind auch der Ansicht, dass der Handel noch nicht flächendeckend auf mobile Bezahlsysteme ausgerichtet ist.
Platzhirsch beim kontaktlosen Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch ist PayPal. 51 Prozent der Deutschen, die diese Möglichkeiten nutzen, setzen auf die Lösung des Unternehmens aus dem kalifornischen San José. Mit deutlichem Abstand folgen Google Pay mit 13, Payback Pay mit 12 und Apple Pay mit 11 Prozent. Sehr deutlich wird die Situation im digitalen Entwicklungsland Deutschland bei einem Blick auf den internationalen Vergleich.
Mobile Payment: China zahlt mobil
Etwas mehr als eine halbe Milliarde Menschen in China werden laut Statista Digital Market Outlook dieses Jahr am Point-of-Sale Mobile Payment nutzen. Darunter fallen alle Transaktionen, die über Smartphone-Applikationen (z.B. Apple Pay, Google Wallet), sogenannte Mobile Wallets, prozessiert werden. Dagegen ist die Verbreiterung in Deutschland mit 2,1 Millionen Nutzern weiter eher bescheiden. Und auch diejenigen, die solche Dienste nutzen, tun das eher zurückhaltend wie das mit 417,50 Euro vergleichsweise niedrige durchschnittliche Transaktionsvolumen pro Nutzer zeigt.

Die Deutschen halten Bargeld weiterhin die Treue
Auch wenn immer mehr Bundesbürger von den Vorzügen mobiler Bezahlmöglichkeiten überzeugt sind, wollen sie nicht komplett aufs Bargeld verzichten. Nur 26 Prozent der Deutschen würden es begrüßen, wenn es gar keine Münzen und Scheine mehr gäbe. Ihr Anteil ist gegenüber dem Vorjahr allerdings um sieben Prozent gestiegen. Vor allem die Digital Natives (Junge Generationen) zeigen sich offen für ein Leben ohne Papiergeld. In der Altersgruppe 18 bis 39 Jahre sprechen sich 43 Prozent für die Abschaffung von Bargeld aus.
Mobiles Bezahlen ist nicht mehr aufzuhalten. Getrieben vor allem durch jüngere Altersgruppen, setzen sich kontaktlose Bezahlmethoden immer stärker durch. Dass das Tempo hierzulande dennoch vergleichsweise langsam ist, liegt an der Verunsicherung der Bundesbürger durch die hohe Anzahl verschiedener Bezahlsysteme und Anbieter sowie dem ausgeprägten Sicherheitsbewusstsein. "Gerade ältere Bankkunden setzen daher gern auf mobile Bezahlfunktionen ihrer vertrauten Hausbank.
Zahlungsverhalten: Den Deutschen ist ihr Bargeld lieb
Die Deutschen lieben ihr Bargeld – und die zugehörigen Automaten. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Marktwächter Finanzen, einem Angebot der Verbraucherzentralen. So heben 38 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche Geld am Automaten ab. 27 Prozent holen sich alle zwei Wochen frisches Geld, wie die Grafik von Statista zeigt. Die durchschnittliche Summe beträgt dabei 248 Euro. Die Auszahlung an Tankstellen oder Supermarktkassen sorgt bisher allerdings für keine große Begeisterung: 78 Prozent geben an, sich dort nie Bargeld auszahlen zu lassen.
Beim bargeldlosen Bezahlen zeigt sich, dass die Deutschen noch immer Berührungsängste mit mobile Payment per Smartphone haben. 97 Prozent und damit nahezu jeder gab an, diese Form nie zu nutzen. In Geschäften per Karte zahlen 16 Prozent mindestens einmal täglich, 33 Prozent mehrmals pro Woche.

Fazit: Mobile Payment ist ein Ersatz für Bargeld!
Die Bankfiliale und der Geldautomat der Zukunft ist eine App auf Ihrem Smartphone oder auf Ihrer Smartwatch. Mobile Payment ist eine moderne, zukunftsgerichtete und sichere Art und Weise mit dem Smartphone zu bezahlen. Insbesondere bringt das Zahlen per Handyrechnung in puncto Sicherheit zusätzliche Vorteile, da weder Bank- noch Kreditkarteninformationen hinterlegt werden müssen.
Datenschutz: Achten Sie auf den wichtigen Kapitalschutz-Baustein!
Die Bank muss heute digital sein
Für Banken wird es immer wichtiger, dass sie digitale Angebote wie Onlinebanking bieten. Laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) achtet ein großer Teil der Kunden inzwischen auf entsprechende Service-Angebote. Die persönliche Beratung verliert dagegen weiter an Bedeutung.
Im letzten Jahr hatten noch 73 Prozent der Befragten angegeben, dass ihnen eine persönliche Beratung in ihrer Bank wichtig sei. In der aktuellen Umfrage waren es nur noch 67 Prozent. Ebenfalls 67 Prozent der Befragten gaben nun an, dass sie bei der Auswahl einer Bank auf digitale Angebote wie Onlinebanking und Banking-Apps achten würden. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Statista-Grafik zeigt. 36 Prozent der Befragten schauen zudem auf Mobile-Payment-Angebote wie Google Pay oder Apple Pay.
Neben digitalen Angeboten spielen erwartungsgemäß weiterhin die Kosten eine große Rolle bei der Bankauswahl: 95 Prozent der Befragten achten auf die Höhe der Kontogebühren und 94 Prozent auf einen gebührenfreien Bargeld-Zugang im Ausland. Für 95 Prozent ist zudem eine hohe Anzahl kostenlos nutzbarer Geldautomaten entscheidend.

5 Tipps für sicheres Mobile Payment bzw. Online-Banking!
es ist schnell und komfortabel für Sie, Ihre Finanzen online zu verwalten. Doch auch, wenn bei den meisten Verbrauchern das Thema Online-Banking zum Alltag bereits dazugehört, gibt es noch immer zahlreiche skeptische Stimmen, insbesondere zum Thema Sicherheit. Mit den nachfolgenden fünf Tipps - von Trusted Shops - sind Sie bei der digitalen Verwaltung Ihrer Konten auf der sicheren Seite.
1. Das passende Autorisierungsverfahren finden
Der Teil des Online-Bankings, bei dem die Sicherheit die größte Rolle spielt, ist die Autorisierung von Zahlungen. Schließlich muss die Bank erkennen, dass auch wirklich sie vor Rechner oder Smartphone sitzen. Um eine sichere Erkennung zu ermöglichen, entwickeln die Banken immer neuere und raffiniertere Methoden:
Das bekannteste Autorisierungsverfahren ist das sogenannte TAN-Verfahren. Eine TAN, kurz für Transaktionsnummer, ist eine sechsstellige Kennziffer, die einmalig gültig ist und sich — wie der Name schon sagt — auf eine konkrete Transaktion bezieht. Dies ist zum Beispiel bei Überweisungen oder Kontoänderungen der Fall. Die analogen TAN-Listen aus Papier, auf denen eine Vielzahl dieser Nummern aufgeführt war, wurden von den digitalen Verfahren nahezu vollständig abgelöst.
So zum Beispiel von der MobileTAN, auch smsTAN oder mTAN genannt. Hierbei wird vom System eine Nummer generiert und zur Autorisierung auf das Mobiltelefon gesendet. Diese Nummer geben Verbraucher dann im Portal ein und können die Transaktion so freigeben. Für eine solche Art der Zahlung sind zur Sicherheit zwei Geräte notwendig.
Achtung: Dieses Verfahren nur wählen, wenn sicher ist, dass niemand Zugang zu dem Mobiltelefon hat.
2. Daten nicht leichtsinnig herausgeben
Daten sind das wichtigste Gut und sollten daher nicht leichtsinnig an Dritte weitergegeben werden. Für viele Betrüger wird der Handel mit Daten immer lukrativer. So werden auch die Methoden, mit denen sie an die Daten kommen, immer professioneller. Ein besonders häufiges Delikt in Bezug auf digitales Banking ist das sogenannte Phishing. Damit ist das kriminelle Abgreifen von Daten über gefälschte E-Mails und Apps gemeint.
Wichtig: Sensible Daten wie Kontoauszüge oder Unterlagen zum Online-Banking in Papierform nicht leichtsinnig im Hausmüll entsorgen. Unterlagen schreddern und sensible Daten unkenntlich machen, damit sich niemand unbefugt Zugang zu den Finanzen beschaffen kann.
3. Nur autorisierte Zahlungsanbieter nutzen
Immer häufiger werden Bestellungen nicht via Online-Überweisung im Bankportal, sondern unabhängig über alternative Zahlungsanbieter bezahlt. Viele Webshops bieten komfortable Methoden wie Zahlung per SOFORT, PayPal oder Klarna an, um den Bestellprozess so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. Immer darauf achten, ob es sich bei der vermeintlichen Website des Zahlungsunternehmens tatsächlich um den realen Anbieter handelt.
Bei einer Bestellung in einem anderen Land, kann es vorkommen, dass man an einen unbekannten Anbieter weitergeleitet wird. Dies ist unter anderem bei Zahlung mit Kreditkarte häufig der Fall. Hierbei empfiehlt es sich, nach der offiziellen Website und Erfahrungsberichten zu suchen. Auch ein Kontakt mit dem Service des Online-Shops kann hilfreich sein.
4. Auf Datensicherheit an öffentlichen Hotspots achten
Auch wenn es praktisch erscheint, mal schnell von unterwegs eine Zahlung zu tätigen, ist dies nicht immer der sicherste Weg. Die Bankgeschäfte besser an einem bekannten Ort, wie zum Beispiel im Heimnetzwerk, erledigen. Öffentliche WLAN-Hotspots können von Hackern leicht angezapft und so Daten offengelegt werden.
Auch beim Surfverhalten auf Sicherheit achten! Beim Verwalten des Kontos besser den privaten oder Inkognito-Modus nutzen, um keine Datenspuren wie Zugänge und Passwörter zu hinterlassen. Ebenfalls empfiehlt es sich, regelmäßig den Cache des Browsers zu leeren.
5. Den Zahlungsverkehr genau beobachten
Sie sollten regelmäßig die Kontoübersichten überprüfen und verifizieren, dass die angegeben Zahlungen auch wirklich von ihnen stammen. Manchmal sind Empfänger und Verwendungszweck nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich, da von den Unternehmen Zahlungsdienstleister genutzt werden.
Tipp: Mehrfach prüfen, um welche Zahlung es sich handelt. Zusätzlich kann es helfen, ein Limit für Online-Zahlungen einzurichten. Dies ist bei den meisten Banken ganz einfach über das Bankingportal möglich.
Mobile Payment und Multibanking-Anwendungen gehört die Zukunft: Setzen Sie auf meine 5 Top-Favoriten
Die Bankfiliale und der Geldautomat der Zukunft ist eine App auf Ihrem Smartphone oder auf Ihrer Smartwatch. Mobile Payment ist eine moderne, zukunftsgerichtete und sichere Art und Weise mit dem Smartphone zu bezahlen. Insbesondere bringt das Zahlen per Handyrechnung in puncto Sicherheit zusätzliche Vorteile, da weder Bank- noch Kreditkarteninformationen hinterlegt werden müssen.
Zahlreiche Banken stellen Ihnen mittlerweile eigene Apps zur Verfügung. Der Trend geht allerdings eindeutig zum Multibanking. Das bedeutet, dass sich in eine Bank-App auch mehrere Konten von verschiedenen Banken einbinden lassen. Diesen Service bieten derzeit noch relativ wenige Banken. Dafür gibt es allerdings sogenannte „Drittanbieter-Apps“, in denen Sie unterschiedliche Bankkonten ganz übersichtlich vereinen können. Diese Multibanking-Anwendungen passen perfekt zu meinen Empfehlungen zur Diversifikation durch Nutzung unterschiedlicher Banken im In- und Ausland. Ich zeige Ihnen jetzt meine 5 favorisierten Multibanking-Apps für Ihr Smartphone.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com










