Norwegen: Vermögen statt Schulden!
(10.08.26) Nicht nur die USA kämpfen mit einem gewaltigen Schulden- und Zinsproblem. Auch in Europa wächst der finanzielle Druck. Frankreichs öffentliche Verschuldung erreichte im ersten Quartal 2026 bereits 3,536 Billionen Euro beziehungsweise 117,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Deutschland steht mit einer Schuldenquote von 63,5 Prozent Ende 2025 zwar deutlich besser da, doch auch hier weist der Trend angesichts steigender Ausgaben für Infrastruktur, Verteidigung und Soziales nach oben.
Norwegen zeigt dagegen seit Jahrzehnten, dass ein rohstoffreicher Staat einen völlig anderen Weg einschlagen kann: Statt seine Einnahmen vollständig zu konsumieren, baut das Land systematisch Kapitalvermögen auf. Das Ergebnis ist der Government Pension Fund Global, der heute der größte Staatsfonds der Welt ist und Norwegen eine finanzielle Substanz verschafft, von der andere Industriestaaten nur träumen können.
Aus Öl und Gas wird langfristiges Kapitalvermögen
Ein großer Teil der staatlichen Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasförderung wird über den Staatsfonds an den internationalen Kapitalmärkten investiert. Ende Juni 2026 belief sich dessen Wert auf 22,683 Billionen norwegische Kronen, umgerechnet rund 2,3 Billionen US-Dollar. Allein im ersten Halbjahr 2026 erzielte der Fonds eine Rendite von 9,4 Prozent beziehungsweise einen Anlagegewinn von rund 1,75 Billionen Kronen.
Noch beeindruckender ist der langfristige Effekt des Zinseszinses: Seit Anfang 1998 erzielte der Fonds eine annualisierte Rendite von 6,86 Prozent. Die kumulierten Anlageerträge summieren sich inzwischen auf 15,21 Billionen Kronen. Damit stammt heute mehr als die Hälfte des gesamten Fondsvermögens aus erwirtschafteten Kapitalerträgen und nicht mehr aus den ursprünglichen staatlichen Zuflüssen.
Das ist der entscheidende Unterschied: Norwegen hat endliche Rohstoffvorkommen in ein global diversifiziertes Finanzvermögen verwandelt, das auch dann noch Erträge erwirtschaften kann, wenn Öl und Gas eines Tages keine vergleichbare wirtschaftliche Bedeutung mehr haben.
Die 3-Prozent-Regel schützt das Vermögen
Das norwegische Konzept besteht aber nicht nur darin, Geld anzulegen. Ebenso wichtig ist die politische Disziplin beim Zugriff auf dieses Vermögen. Die sogenannte Fiskalregel orientiert die langfristigen Entnahmen am erwarteten realen Ertrag des Fonds, der derzeit mit rund 3 Prozent jährlich angesetzt wird. In normalen Jahren soll die tatsächliche Verwendung sogar unter diesem Niveau liegen.
Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Nicht das Kapital soll verbraucht werden, sondern möglichst nur ein Teil seiner langfristig erwirtschafteten Erträge. Dadurch bleibt das Vermögen für kommende Generationen erhalten und kann gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des norwegischen Staatshaushalts leisten.
Genau darin liegt ein fundamentaler Unterschied zu klassischen schuldenfinanzierten Staatsmodellen. Schulden ziehen Jahr für Jahr Zinszahlungen nach sich. Produktives Kapital kann dagegen Dividenden, Zinsen, Mieten und Kursgewinne erwirtschaften.
Norwegen ist Aktionär der Weltwirtschaft
Zum Halbjahr 2026 waren 72,1 Prozent des Fondsvermögens in Aktien investiert, weitere 25,8 Prozent in Anleihen. Hinzu kommen Immobilien und Infrastrukturinvestitionen. Über seine Aktienanlagen ist Norwegen inzwischen an rund 7.100 Unternehmen weltweit beteiligt.
Besonders deutlich wird die Dimension bei den größten Technologiepositionen.
Nvidia stand Mitte 2026 mit umgerechnet rund 62 Milliarden US-Dollar im Portfolio, Apple mit etwa 52 Milliarden, Alphabet mit rund 50 Milliarden, Microsoft mit etwa 35 Milliarden und TSMC mit rund 34 Milliarden US-Dollar. Norwegen profitiert damit nicht nur von seinen eigenen Rohstoffen, sondern als Anteilseigner auch vom Wachstum, den Innovationen und den Unternehmensgewinnen der internationalen Wirtschaft.
Jetzt sogar SpaceX im Staatsportfolio
Neu hinzugekommen ist eine Beteiligung an SpaceX. Zum 30. Juni 2026 hielt der norwegische Staatsfonds rund 0,05 Prozent des Raumfahrtunternehmens im Wert von etwa 1,22 Milliarden US-Dollar. Verglichen mit den größten Technologiepositionen ist das zwar noch überschaubar. Es zeigt aber, wie breit und zukunftsorientiert der Fonds sein Kapital inzwischen über verschiedene Branchen und Unternehmen verteilt.
Dabei geht es keineswegs darum, einzelne Gewinner vorherzusagen. Das norwegische Modell basiert vielmehr auf globaler Diversifikation und langfristiger Beteiligung am Produktivkapital der Weltwirtschaft. Genau dadurch profitiert der Staat von wirtschaftlichem Wachstum, Innovation und Unternehmensgewinnen weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Mein Fazit: Schulden kosten Zinsen – Vermögen schafft Erträge
Mein Fazit: Während viele Staaten immer neue Schulden anhäufen und einen wachsenden Teil ihrer Einnahmen für Zinszahlungen aufbringen müssen, hat Norwegen über Jahrzehnte einen gewaltigen Kapitalstock aufgebaut. Das Land hat einen zeitlich begrenzten Rohstoffreichtum konsequent in dauerhaftes Finanzvermögen transformiert.
Darin steckt auch für Ihren persönlichen Kapitalschutz und Vermögensaufbau eine wichtige Lehre: Nicht Sparen allein schafft langfristigen Wohlstand. Entscheidend ist, Kapital produktiv arbeiten zu lassen, breit zu streuen und Erträge über viele Jahre wieder anzulegen. Schulden kosten Zinsen – Vermögen schafft Erträge.
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Setzen Sie auf die Alpenfestung Liechtenstein!
(28.10.24) Der Datenhunger und die Zugriffsmöglichkeiten des Staates steigen immer weiter. Dazu zählen das Kontenabrufverfahren, das Jahr für Jahr auf neue Höchstwerte ansteigt, ebenso wie die Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 und die Geldwäschegesetze. Auch die EU-Bankenunion (EDIS) mit ihrem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) gehört dazu. Dieses Gesetz schafft letztlich eine Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion für alle EU-Banken. Darüber hinaus gibt es mittlerweile eine Vielzahl weiterer Gesetze wie den EU-Eigenmittelbeschluss oder das bereits vor der Tür stehende EU-Vermögensregister.
Die Führung von Konten und Wertpapierdepots bei Auslandsbanken in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ist zwar kein Allheilmittel gegen diese bedenklichen Entwicklungen, sie erhöht Ihre Privatsphäre und finanzielle Flexibilität allerdings signifikant. Außerdem schützen sie Sie vor einer direkten Mithaftung über die Bankenunion, wenn es zu einer Schieflage im EU-Bankensystem kommen sollte. Nutzen Sie diese und andere Schutzfunktionen!
Liechtenstein ist der einzige schuldenfreie AAA-Staat
Die Ratingagentur Standard & Poors bewertet den liechtensteinischen Bankensektor weiterhin als krisenfest. Das effiziente politische System sei in der Lage, sich agil auf externe politische Herausforderungen einzustellen. Das ist heutzutage längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Liechtenstein ist mit dem starken Schweizer Franken als Landeswährung weltweit das einzige Land mit einem AAA-Rating, das frei von Staatsschulden ist.
Ebenso wie das Fürstentum Liechtenstein profitiert auch die Schweiz seit Jahrhunderten stark vom Status eines neutralen und rechtssicheren Raumes im Herzen Europas. Das Fürstentum und die Schweiz bilden dabei auch eine Union. Nämlich eine Zollunion und in erster Linie eine Währungsunion mit dem harten Schweizer Franken als Gemeinschaftswährung. Diese Stabilitätsunion ist Ihr ideales strategisches Ausgleichssystem für Teile Ihrer Vermögenswerte und damit eine optimale Alternative zur fragilen Euro-Währungsunion, in der Sie Zwangsmitglied sind!
Systemrisiken absichern: Ihr Kapital schützen und die Weichen für die Zukunft stellen
Dominoeffekte wurden uns bereits nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers in dramatischer Weise durch die schwerwiegenden Folgen für die Finanz- und Realwirtschaft vor Augen geführt. Seit der Finanzkrise des Jahres 2008 gib es eine rechtliche Definition (Legaldefinition) für den Begriff Systemrisiko. In Deutschland findet sich diese in § 1 Abs. 33 des Kreditwesengesetz (KWG).
Es steht außer Frage, dass bei der Eskalation einer Systemkrise gravierende Maßnahmen seitens des Gesetzgebers ergriffen werden, um einen Systemkollaps mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, beispielsweise indem Kunden von Banken und Versicherungen belastet werden, etwa durch Zwangsabgaben auf Bankkonten oder Auszahlungsmoratorien für Lebens- und Rentenversicherungsverträge.
Vor diesen Systemrisiken müssen Sie sich durch vielschichtige Kapitalschutz-Strategien absichern, der Schutz Ihres Kapitals zu dem nicht nur Geld oder klassische Vermögenswerte, sondern auch Daten und Eigentumsrechte zählen. Gleichzeitig müssen Sie auch in die digitale Transformation und die Geldsysteme der Zukunft investieren. Schaffen Sie sich jetzt Ihr eigenes Trennbankensystem und verteilen Sie Ihre Vermögenswerte auf unterschiedliche Strategien, von Auslandsbanken über Blockchain-Wallets bis hin zu mobilen Sachwerten und bankenunabhängigen Dienstleistern.
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1.142.926 Kontenabrufe bei Banken!
(24.07.23) In Deutschland ist der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen laut Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) 3,6 Prozentpunkte höher als vor Beginn der Corona-Pandemie. Das bedeutet, dass sich 2022 rund 22% der Menschen in Deutschland in mindestens einer der folgenden drei Situationen befanden:
1. Sie waren nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht (Einkommensarmut)
2. Sie litten unter erheblicher materieller Deprivation (Mangel)
3. Sie lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit
Auch in Österreich ist der Armenanteil gestiegen, wie der Blick auf die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Aber immerhin nicht in dem Ausmaß, wie in Deutschland oder in Frankreich (+2.2% im Vergleich zu 2019) der Fall ist. Insgesamt ist die Armutsquote 2022 im Vergleich zu 2019 in acht EU-Ländern gestiegen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: In 18 Ländern ist der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen zurückgegangen.

Bürger und Steuerzahler bezahlen die Zeche der politischen Fehlentscheidungen!
Mein Fazit: Diese Statistik veranschaulicht sehr gut die Entwicklung, dass Deutschland, seine Bürger und Steuerzahler die Zeche der politischen Fehlsteuerungen und ökonomischen Fehlentwicklungen von Euro und EU-Europa überproportional stark bezahlen müssen!
Eigentum kann enteignet werden!
Nach dem Eilantrag eines CDU-Bundestagsabgeordneten ist die Abstimmung über den Gesetzentwurf zum sogenannten Gebäudeenergiegesetz durch das Bundesverfassungsgericht vorerst gestoppt worden und mittlerweile in ein totales politisches, wirtschaftliches und auch gesellschaftliches Chaos übergegangen. Vor dem Hintergrund des medialen Rauschens dieses für die Ampel-Koalition und Wirtschaftsminister Robert Habeck peinlichen Vorgangs ist eine weitere Entwicklung im Zusammenhang mit Immobilienbesitz in Deutschland leider weitestgehend untergegangen.
Ende Juni hat die Expertenkommission zur Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne ihren Bericht vorgelegt mit einem Ergebnis, dass bei jedem Immobilienbesitzer und Vermögensinhaber die Alarmglocken laut klingeln lassen muss. Immobilienkonzerne wie die Deutsche Wohnen können nämlich in Berlin vergesellschaftet werden. Rechtlich gebe es keine Bedenken, heißt es im Papier der Expertenkommission zum Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“.
Geprüft wurde unter anderem, ob sich der Vergesellschaftungsartikel 15 des Grundgesetzes auf „die anvisierten Immobilien“ beziehen lässt. Die Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass es rechtlich machbar ist, wenn „die gemeinnützige Bewirtschaftung für die Zukunft gesetzlich gesichert“ sei.
Die Aussagen von Aysel Osmanoglu sind eine Farce für den Investitionsstandort Deutschland!

Dieses Gesetz wurde bislang noch nie angewendet, aber allein die Tatsache, dass eine derartige Möglichkeit besteht und eine Nutzung in Erwägung gezogen wird, bewerte ich als katastrophal für Deutschland, nicht nur mit Blick auf Immobilieneigentümer. Was mich regelrecht fassungslos macht, möchte ich am Beispiel von Aysel Osmanoglu (Foto: Aysel Osmanoglu - Bild: Patrick Tiedtke/GLS Bank) beschreiben. Vermutlich haben Sie diesen Namen noch nie gehört. Frau Osmanoglu ist nicht etwa eine linke Politikerin, sondern Vorstandssprecherin der GLS Bank und Mitglied in der Expertenkommission zur Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne.
Sie befürwortet ausdrücklich die Enteignungsmöglichkeit als „großen Schritt“ und begründet diesen mit „sozialen Aspekten“. Sie ist der Ansicht, dass die Spekulation mit Wohnimmobilien aus sozialen Gründen untersagt werden muss. Die GLS Bank ist jetzt nicht nur irgendeine unbedeutende Regionalbank, sondern als Genossenschaftsbank die größte und nach eigener Darstellung erste sozial-ökologische Bank Deutschlands.
Ich würde niemals mehr ein Konto bei der GLS Bank eröffnen oder gar dort Geld anlegen. Diese Entwicklungen, die Entscheidung der Expertenkommission und die stellvertretenden Aussagen von Aysel Osmanoglu sind für mich eine Farce für den Investitionsstandort und die Rechtssicherheit in Deutschland. Auch das Bankgeheimnis ist in Deutschland längst nicht nur ausgehöhlt, sondern Banken sind zu offenen Datenbanken und "Meldestellen" geworden.
Mein Fazit: Im Gegensatz zur Abhängigkeit von Ihrer Regierung können Sie als Anleger das Heft des Handelns - selbstbestimmt und eigenverantwortlich - selbst in die Hand nehmen.
Kontenscreening: Die Inflation der behördlichen Kontenabrufe
Banken pflegen die Stammdaten ihrer Kunden nicht nur in ihren eigenen Datenbanken, sondern auch in eine zentrale Datenbank ein. Dies geschieht zugunsten behördlicher Datenabrufe, die trotz Bankgeheimnis möglich sind. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 58.000 behördliche Kontenabfragen verzeichnet. Im vergangenen Jahr wurden bereits mehr als vierundzwanzig Mal so viele Kontenabfragen registriert.
Von den 1.142.926 Behördenabfragen stammen 294.000 von den Finanzämtern aufgrund steuerlicher Verdachtsmomente. Der Trend geht kontinuierlich steil nach oben. Werden wir alle gläsern? Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. (LoHi) hat zu dieser wichtigen Thematik aktuell eine hervorragende Analyse veröffentlicht, in welchen Fällen das Finanzamt aktiv werden darf.
Wann darf das Finanzamt in Ihr Konto schauen?
Eine Kontenabfrage ist erlaubt, wenn es um die Überprüfung von Angaben in der Steuererklärung geht, mit dem Ziel, eine Steuerstraftat aufzuklären. Denn Steuerzahlende sind verpflichtet, dem Finanzamt gegenüber wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Nur wenn alle gemäß ihrer Finanzkraft gleichmäßig Steuern zahlen, kann es in Deutschland eine gewisse Steuergerechtigkeit geben. Um diese sicherzustellen und Steuerhinterziehung aufzudecken, wurde das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit im Jahr 2003 geschaffen. Es regelt, in welchen Fällen und durch welche Organe ein Kontenabruf zu Kontrollzwecken vorgenommen werden darf.
Versäumt es ein Steuerpflichtiger, dem Finanzamt seine Einkommensverhältnisse vollumfänglich oder plausibel mitzuteilen, wird er im Rahmen eines Steuerermittlungsverfahrens aufgefordert, die notwendigen Auskünfte zu erteilen. Wird die entsprechende Auskunft unterlassen, führt das Bundeszentralamt für Steuern im Auftrag des jeweiligen Finanzamtes oder der Steuerfahndung einen Kontenabruf durch. Ob der Kontenabruf gerechtfertigt ist, prüft die anfragende Behörde übrigens selbst. Sofern es für die Ermittlungen nicht hinderlich ist, muss der Steuerpflichtige aber hinterher über den Datenabruf informiert werden. Die Banken selbst erlangen keine Kenntnis davon, wann und wie oft und zu welchem Zweck auf die Daten zugegriffen wird.
Welche Daten können eingesehen werden?
Im ersten Schritt dürfen die sogenannten Stammdaten elektronisch abgerufen werden. Diese umfassen bei allen inländischen Bankkonten und Werpapierdepots die Kontonummer, den Nach- und Vornamen, das Geburtsdatum des Kontoinhabers, Verfügungsberechtigte und wirtschaftlich Berechtigte, deren Adresse sowie das Eröffnungs- und gegebenenfalls Auflösungsdatum des Kontos. Auf diese Art und Weise lässt sich leicht und schnell überprüfen, wie viele Konten und Depots eine steuerpflichtige Person bei welchen Banken besitzt.
Kontostand und einzelne Umsätze auf den Konten sind in den Stammdaten nicht erfasst und bleiben vorerst geheim. Es sei denn, das Finanzamt wurde fündig und sein Verdacht bestätigt. In der Hälfte aller Fälle werden nämlich verschwiegene Kapitaleinkünfte erfolgreich aufgedeckt. Verweigert der Steuerpflichtige weiterhin die Kooperation mit den Finanzbehörden und klärt falsche oder fehlende Angaben nicht auf, dann dürfen auch die Kontoauszüge samt Kontoständen und -bewegungen bei der Bank im Rahmen eines Einzelauskunftsersuchens erfragt werden.
Die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise zur Beweiserhebung wurde durch das Bundesverfassungsgericht bereits mehrfach geprüft und im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz bestätigt. Weitere Auskunftsberechtigte sind u.a. die Jobcenter, Sozialämter, Bafög-Ämter, Unterhaltsvorschussstellen, Gerichtsvollzieher, Staatsanwälte, Polizei und Zoll. Im Gegensatz zu behördlichen Kontenabfragen stellt ist das Zinsgeschäft eine der grundlegendsten Geschäftsbereiche einer Bank. Hier ist derzeit zu beobachten, dass Banken die gestiegenen Zinsen nicht adäquat an ihre Anlagekunden weitergeben.
Die besten Strategien für die neue Zinswelt!

Für die Mehrheit der Sparer war der Zinseszinseffekt in den letzten Jahren aufgrund der Notenbankeingriffe weitestgehend außer Kraft gesetzt. Geld wird in unserem schuldenbasierten Finanzsystem hingegen täglich mehr, was durch den Zinseszinseffekt ganz automatisch geschieht. Darüber hinaus trägt auch die massive Ausweitung der weltweiten Geldmengen durch die steigenden Staatsverschuldungen und die expansive Zentralbankpolitik des Gelddruckens zur Erosion unseres Geldes bei.
Über Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Edelmetalle oder Rohstoffe finden sich in den Medien weit mehr Berichte als zur Anlageklasse der Geldwerte. Auch ich gebe Ihnen fortlaufend Empfehlungen aus der Welt der konventionellen wie auch alternativen Sachwerte an die Hand. Das ebenso bewusste wie professionelle Management von Geldwerten wird jedoch nach wie vor von vielen Bürgern und Anlegern unterschätzt. Dadurch werden Klumpenrisiken gebildet und Chancen verschenkt. Die Bedeutung von Geldwerten in Ihrem privaten Vermögens- und Risikomanagement hat jetzt aufgrund der massiv gestiegenen Zinsen signifikant an Bedeutung gewonnen.
Lassen Sie sich von Ihrer Bank nicht abspeisen – nutzen Sie die Zinswende!
Nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine und der damit verbundenen Zeitenwende wechselten die großen Notenbanken wie die Federal Reserve in den USA und die Europäische Zentralbank EZB innerhalb eines historisch kurzen Zeitraumes von einer Nullzins- in eine Normalzinsphase, die vielen Anlegern allerdings wie eine Hochzinsphase vorkommt. Für Kreditkunden wurden die Zinskonditionen seitens der Banken parallel zu diesen Entwicklungen umgehend erhöht. Allerdings geben zahlreiche Banken und Versicherer nur einen Bruchteil der Zinserhöhungen auch an ihre Anlagekunden weiter.
Dadurch frisst die weiterhin hohe Inflation die Nominalzinsen auf, und die Realzinsen verharren weiterhin im negativen Bereich. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Sie von den gestiegenen Zinsen auch profitieren, indem Sie Ihre kurz- bis mittelfristig veranlagten Gelder optimiert verwalten. Nach über zehn Jahren gibt es jetzt endlich wieder einen risikolosen Zins in angemessener Höhe – eine Trendwende, die Sie proaktiv nutzen sollten. Ich zeige Ihnen mit dieser Sonderausgabe zinsstarke Alternativen zu unverzinsten Girokonten und schlechtverzinsten Bankprodukten wie Tages- und Festgeldern – oder dem klassischen Sparbuch.
Setzen Sie auf solide Auslandsbanken!
Mein Fazit: Bei Banken außerhalb Deutschlands sind automatisierte Kontenabrufe nicht möglich. In meiner brandaktuellen Sonderausgabe „Zins-Strategien" meines Wirtschaftsmagazins "Kapitalschutz vertraulich" zeige ich Ihnen auch vor diesem Hintergrund attraktive Anbieter, beispielsweise aus dem Fürstentum Liechtenstein.
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Sicheres Geld aus Arabien!
(12.02.23) In meiner Januar-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ bin ich auf die Rekordinflation bei staatlichen Kontoabrufen eingegangen. Seit 2017 haben Finanzämter einen direkten Zugriff auf Kontodaten bei Banken in Deutschland. Dieser gravierende Vorgang ist eine Erweiterung des sogenannten Kontenscreenings, das bereits vor rund 15 Jahren als staatliche Überwachungsmaßnahme geschaffen wurde, um gezielte, heimliche Kontenabrufe durch eine Vielzahl von Behörden zu ermöglichen.
Deutsche Banken müssen seither auch die Steuer-ID des Kontoinhabers in eine vernetzte Datenbank eintragen. Der Staat weitet mittlerweile seine Überwachungsmaßnahmen weit über Banken hinaus aus. Seit dem 01.01.2023 sind Betreiber digitaler Plattformen dazu verpflichtet, dem Bundeszentralamt für Steuern regelmäßig Daten über ihre Kunden zu melden.
Amazon, eBay oder Airbnb werden zum Handlanger des Staates!
Grundlage für diese Meldepflicht und den damit verbundenen automatischen Austausch von Informationen meldender Plattformbetreiber in Steuersachen ist das Plattformen-Steuertransparenzgesetz PStTG. Hiervon betroffen sind zum Beispiel Dienstleister wie Amazon, eBay, oder Airbnb. Diese ermöglichen es, dass dritte Anbieter als Kunden über ihre Plattformen Waren verkaufen oder Ferienunterkünfte zur Miete anbieten.
Auch Umsätze kleinerer Händler oder Dienstleister müssen gemeldet werden. Die Freigrenzen sind äußerst niedrig: Nur wenn einzelne Anbieter von Waren oder Dienstleistungen weniger als 30 Transaktionen mit einem Gesamtvergütungsvolumen von weniger als 2.000 Euro erzielen, kann auf die Meldung dieser einzelnen Kunden seitens der Plattformbetreiber verzichtet werden. Die gemeldeten Daten werden vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) an die zuständigen Finanzämter weitergegeben.
Digitale Selbstverteidigung: Nehmen Sie das Heft des Handelns selbst in die Hand!
Die staatlichen Überwachungsmaßnahmen werden immer stärker ausgeweitet und untereinander vernetzt. Der Staat schafft mit dem PStTG ein weiteres Bürokratiemonster, das einen enormen Aufwand mit hohen Kosten für kleinere Plattformbetreiber mit sich bringt. Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich nicht auf die längst nicht mehr vorhandenen Schutzfunktionen des Staates verlassen, sondern das Heft des Handelns auch im Bereich „Datenschutz und Privatsphäre“ selbst in die Hand nehmen.
3.744 Euro neue Schulden pro Sekunde!

Die Ausweitung der staatlichen Überwachungsmaßnahmen verfolgen das Ziel, das Steueraufkommen zu erhöhen. Das ist mit Blick auf die Staatsschuldenuhr 2023 (Bild) auch dringend erforderlich. Die Staatsverschuldung in Deutschland wird sich dieses Jahr um schätzungsweise 118 Milliarden Euro erhöhen – 107 Milliarden Euro auf Bundesebene, 9 Milliarden bei den Ländern und 2 Milliarden auf Kommunalebene. Das entspricht einem sekündlichen Schuldenzuwachs von 3.744 Euro auf der Schuldenuhr Deutschlands, die der Bund der Steuerzahler (BdSt) Mitte Januar umgestellt hat.
Rund 90% des Schuldenzuwachses verantwortet allein der Bund: Er wird mit 107 Milliarden Euro Netto-Neuverschuldung beim Schuldenuhr-Tempo 2023 berücksichtigt. Konkret: Neben der – im Bundeshaushalt ausgewiesenen – Netto-Kreditaufnahme in Höhe von 45,6 Milliarden Euro im Rahmen der Regel-Schuldenbremse berücksichtigt der BdSt weitere Kreditaufnahmen des Bundes, die nicht unmittelbar aus dem Haushaltsplan ersichtlich sind.
Dazu gehören Kreditmittel zur Finanzierung der Rücklagen-Entnahme oder zur Finanzierung verschiedener Sondervermögen – zum Beispiel des Klima- und Transformationsfonds und des Bundeswehr-Sondervermögens. Diese ausgelagerten Haushalte verfügen teilweise sogar über eigene Kreditermächtigungen – unabhängig vom Bundeshaushalt – und werden die Staatsverschuldung kräftig weiter steigen lassen. Aufgrund der gestiegenen Zinsen werden sich die Zinslasten für den Bund und für die 16 Länder gegenüber 2021 mehr als vervierfachen. Isoliert betrachtet steigen die Belastungen durch Zinsen für den Bund um den Faktor 11!
Staat und Länder betreiben gefährliche Bilanzkosmetik: Schulden werden zu Sondervermögen!
Nicht nur der Bund, sondern auch viele Bundesländer verschleiern das tatsächliche Ausmaß ihrer Verschuldung, zum Beispiel durch die Gründung von schuldenfinanzierten Fonds zur Transformation der Wirtschaft, zur Entschuldung von Kommunen oder zur Bewältigung der Klima- und Energiekrise. Die dubiose Kreativität zur Umgehung der Schuldenbremse nimmt immer neue Ausmaße an.
Wladimir Putin bezeichnet seinen Angriffskrieg verharmlosend als Sonderoperation. Das ist verwerflich und dieser inakzeptable Sprachgebrauch wird zu Recht kritisiert. Aber auch hierzulande sollten wir kritisch auf die Verwendung von Begriffen unserer - eigentlich sehr klaren - deutschen Sprache blicken.
Mein Fazit: Schuldentöpfe als Sondervermögen zu deklarieren ist eine Farce gegenüber Bürgern und Steuerzahlern!
Euro-Alternativen: Sicheres Geld aus Arabien!

Staaten besitzen ein Währungsmonopol und können auf dieser Grundlage in ihrem eigenen Hoheitsgebiet gesetzliche Zahlungsmittel einführen. Der Wert der Währung eines Landes ist hierfür ein Indikator und Spiegelbild des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Status quo. Zentralbanken steuern dazu die Höhe der Zinsen und die Geldmengen. Durch die Zinspolitik legen sie die Grundlage dafür, dass die Geschäftsbanken neues Giralgeld schöpfen und Papiergeld in Umlauf bringen, basierend auf Schulden.
Vor diesem Hintergrund widme ich mich in meiner aktuellen März-Ausgabe von "Kapitalschutz vertraulich" einem ebenso attraktiven wie polarisierenden Themenbereich, dem alternativen Finanzsystem des „Islamic Banking“. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass ich mich in meinen Ausführungen und Empfehlungen rein von rationalen Aspekten leiten lasse. Nicht von politischen, ideologischen oder gar religiösen Sichtweisen. Es ist eine Tatsache, dass das islamische Wirtschaftssystem von der US-Immobilienkrise des Jahres 2008 und der anschließenden Weltfinanzkrise kaum betroffen war. Schon allein deshalb ist es interessant.
Das Zinsverbot unterscheidet die westliche und islamische Finanzwelt
Der Grund dieser Krisenresistenz liegt im Verbot spekulativer Anlageformen für islamische Finanzinstitute, die aufgrund der Vorgaben des „Islamic Banking“ rein in die reale Wirtschaft investieren dürfen. Auch im alten und neuen Testament der Bibel ist im Übrigen ein Zinsverbot beschrieben, das über lange Zeit auch im Christentum seine Wirkung entfaltete, im Laufe der Jahrhunderte allerdings immer weiter abgeschwächt und am Ende aufgehoben wurde.
Heute stellt das im Koran festgeschriebene Zinsverbot das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen der westlichen und der islamischen Finanzwelt dar. In der islamischen Lehre wird der Zins als ein wirtschaftliches Übel betrachtet, der einen nachteiligen Einfluss auf das Wirtschafts- und Sozialleben der gesamten Gesellschaft ausübt.
Nicht nur muslimische Glaubensführer und Gelehrte vertreten die Sichtweise, dass Zinssysteme mit zahlreichen Mängeln behaftet sind. Schon Aristoteles bezeichnete den Zins als widernatürlich. Auch zahlreiche westliche Wirtschaftsexperten bewerten unser zinsbasiertes Geldwesen als Ursache für die großen Probleme in der Welt. Große Ökonomen des zwanzigsten Jahrhunderts wie John Maynard Keynes oder Friedrich August von Hayek zeigten in fundierten Analysen die mit dem Zins verbundenen Gefahren auf und befürworteten ein Nebeneinander von regionalen Währungssystemen. Deswegen beleuchte ich aktuell vier regionale Fremdwährungen aus der arabischen Welt und die möglichen Vorteile, die sie bieten.
Solide Fremdwährungen optimieren Ihre Euro-Geldreserven
Was regionale Währungssysteme betrifft, so wurde in EU-Europa mit der Einführung des Euros als Gemeinschaftswährung genau das Gegenteil umgesetzt. Länder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen wurden in ein starres Korsett gepresst. Berechtigterweise sorgen sich viele Bürger und Kapitalanleger um die Stabilität des Währungssystems, vor allem mit Blick auf unsere fragile Gemeinschaftswährung, den Euro.
Die auch aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus weiter ausufernden Staatsverschuldungen und das Schreckgespenst der Inflation nähren die Angst vor einem Währungsverfall bis hin zu einer möglichen Währungsreform. Neben Investments in reale Werte wie Aktien, Gold, Silber oder Diamanten sind viele Kapitalanleger deshalb verstärkt auf der Suche nach Euro-Alternativen.
Meine Empfehlung: 4 attraktive Fremdwährungen aus Arabien
Die politische Stabilität, vor allem in Bezug auf die Rechtssicherheit, wird für Sie als Kapitalanleger bei Investments in Auslandswährungen in Zukunft noch stärker zu einem der wichtigsten Entscheidungskriterien werden. Deswegen zählen der Schweizer Franken (CHF), der Kanadische Dollar (CAD) oder die Norwegische Krone (NOK) zu den soliden Auslandswährungen, die ich Ihnen bereits seit Jahren zur Optimierung Ihrer Euro-Goldreserven empfehle.
Darüber hinaus lohnt sich aber auch ein Blick in die an Energierohstoffen so reiche arabische Währungswelt, die über solide Devisen attraktive Diversifikationseffekte mit sich bringt. Ich zeige Ihnen in meiner März-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ 4 attraktive und solide Fremdwährungen aus Arabien!
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Kontenabrufe bei deutschen Banken explodieren!
(15.07.2021) Das Beratungsunternehmen McKinsey hat vor kurzem eine interessante Studie veröffentlicht im Hinblick auf die Digitalisierung und die Nutzung von Online-Dienstleistungen durch deutsche Bürger. Fast jeder fünfte Verbraucher in Deutschland mit Internetzugang nutzt seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie erstmals digitale Dienste wie Online-Banking oder die Bestellung von Lebensmitteln. Dennoch nimmt die große Wirtschaftsnation Deutschlands beim digitalen Nutzungsverhalten innerhalb Europas nur den vorletzten Platz ein. Weniger digital sind nur noch die Verbraucher in der Schweiz.
Deutsche sorgen sich um ihre Daten
Ein wichtiger Grund dafür sind die Datenschutz- bzw. Sicherheitsbedenken der Bundesbürger, die so groß sind wie in keinem anderen Land Europas. Trotz des vorletzten Platzes überwiegt auch in Deutschland während der Corona-Einschränkungen die Nutzung digitaler Kanäle und Dienstleistungen gegenüber analogen Alternativen. Vieles davon ist darauf zurückzuführen, dass ganze Sektoren aufgrund der Pandemie zu digitalen Angeboten gezwungen wurden.
In keinem europäischen Land ist das Misstrauen gegenüber digitalen Angeboten so ausgeprägt wie in Deutschland. Auf einer Vertrauensskala von eins bis fünf liegt der Vertrauensgrad der deutschen Nutzer bei 3,42. Der wichtigste Vertrauensfaktor ist der sorgsame Umgang mit persönlichen Daten (48%). Allerdings fürchtet jeder fünfte Befragte, dass die Daten nicht entsprechend geschützt werden. Die Sorge vor einem unsicheren Online-Bezahlvorgang spielt dagegen kaum eine Rolle (13%). Das höchste Vertrauen in digitale Dienste und Angebote haben Finnen (3,7) und Norweger (3,66). Diese aktuellen Zahlen bestätigen einmal mehr den deutlichen Mangel an Vertrauen in die Fähigkeit von Staaten, Organisationen und Unternehmen, persönliche Daten zu schützen. Sie müssen des Schutz Ihrer Daten selbst in die Hand nehmen.
Privatsphäre: Datenschnüffler Deutschland
Das Unternehmen Surfshark hat die Transparenzberichte der Tech-Konzerne Google, Facebook, Microsoft und Apple auf Nutzerdatenabfragen von Regierungsseite innerhalb der letzte acht Jahre untersucht, die Ergebnisse für den europäischen Raum zeigt die nachfolgende Statista-Grafik. Demnach ist Malta besonders neugierig, was die Daten der Bevölkerung angeht – rund 765 Nutzerdatenabfragen kommen hier auf 100.000 Einwohner. Zweitgrößte Nachfrager in Europa ist Deutschland.
In der Bundesrepublik gab es zwischen 2013 und 2020 etwa 293.660 Benutzerdatenabfragen bei den Tech-Firmen, also etwa 353 pro 100.000 Einwohner. Seit dem Jahr 2013 ist die Anzahl der abgefragten Nutzerdaten um rund 213% angestiegen. Von den 66 weltweit untersuchten Ländern liegen sieben EU-Mitglieder in den Top 10 der Nationen mit den meisten Abfragen.
Fazit: 70% der größten Datenschnüffler weltweit sind somit EU-Staaten!

Big Brother Awards: Die Datenkraken 2021
Ich bin ein großer Befürworter der Digitalisierung. Gleichzeitig bin ich aber auch ein Verfechter von Datenschutz und Privatsphäre. Deswegen unterstütze ich seit Jahren die „Big Brother Awards“, die auf gravierende Fehlentwicklungen in diesen Segmenten aufmerksam machen.
Am 11. Jurni haben Digitalcourage und andere Bürgerrechtsorganisationen zum 21. Mal die BigBrotherAwards verliehen. Die Kategorien “Public Intellectual” und “Was mich richtig wütend macht” sind dabei zum ersten Mal vergeben worden. Die “Oscars für Überwachung” gingen in diesem Jahr an die folgenden Protagonisten:
Kategorie „Verkehr“
Die Europäische Kommission erhält den BigBrotherAward 2021 in der Kategorie Verkehr für die Einführung des Verfahrens „On-Board Fuel Consumption Meter“ (OBFCM). Dabei werden erhebliche Mengen an technischen Informationen eines Autos aufgezeichnet und zusammen mit der Fahrzeugidentifikationsnummer an den Hersteller übermittelt. Das OBFCM ist seit Jahresbeginn 2021 für Neuwagen verpflichtend.
Kategorie „Bildung“
Die Proctorio-GmbH erhält den BigBrotherAward 2021 für den angebotenen „vollautomatischen Prüfungsaufsichtsservice“, der eine Totalkontrolle von Studierenden bei Online-Prüfungen ermöglichen soll. Während der Prüfung soll die KI-basierte Software insbesondere Blicke von Prüflingen erkennen, die auf einen Täuschungsversuch hindeuten, und dann automatisch Alarm schlagen.
Kategorie „Public Intellectual“
Der BigBrotherAward 2021 in der Kategorie „Public Intellectual“ geht an den Philosophen und stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats Julian Nida-Rümelin für seine öffentlich mehrfach geäußerte unhaltbare Behauptung, dass Datenschutz die Bekämpfung von Corona erschwert und Tausende von Toten zu verantworten habe.
Kategorie „Was mich richtig wütend macht“
Google erhält den BigBrotherAward 2021 für jüngst offenbar gewordene massive Manipulation des Internet-Werbemarktes, Aushungern von Kreativen und Medien sowie Enteignung unserer digitalen Persönlichkeiten.
Kategorie „Gesundheit“
Den BigBrotherAward 2021 in der Kategorie Gesundheit erhält die Firma Doctolib GmbH, Berlin. Doctolib bietet insbesondere die Vermittlung von Arztterminen über ihre Plattform an. Diese Daten werden unter Missachtung der Vertraulichkeitsverpflichtung verarbeitet und laut Datenschutzvereinbarung auch im Rahmen kommerzieller Marketingzwecke genutzt.
Nur 41% der Deutschen schützen ihre Daten!
Am 9. Februar fand der internationale "Safer Internet Day" (SID) statt. Schwerpunkt des diesjährigen SID war die Stärkung der eigenen Passwörter. Außerdem hat der Tag zum Ziel, öffentliche Aufmerksamkeit für Themen wie Cybermobbing und Internetkriminalität zu schaffen. Gerade in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling ist es wichtig das Bewusstsein für Internetsicherheit zu schärfen. Dies auch dringend erforderlich.
Lediglich 41% der Deutschen versuchen ihre Daten im Internet aktiv zu schützen. Das geht aus einer Befragung im Rahmen des Statista Consumer Survey 2020 hervor. Demnach sind die Deutschen vergleichsweise vorsichtig was den Umgang mit sensiblen Daten angeht. Den Spitzenwert im europäischen Vergleich erzielen die spanischen Befragten – hier bemühen sich rund 45% persönliche Informationen zu schützen. Weniger Wert auf aktiven Datenschutz legen die Befragten aus Frankreich (31,3%) und Südkorea (20,9 %).

Steuerhinterziehung: Bundesfinanzministerium kauft Daten aus Dubai
Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hat im Auftrag des Bundesfinanzministeriums Daten erworben, um Steuerstraftaten aufzudecken. Das ist das erste Mal, dass das BZSt eigenständig Daten, die u.a. für die Besteuerung wesentlich werden, erworben hat. Die Daten wurden durch das BZSt den jeweiligen obersten Finanzbehörden der Länder zugeordnet. Vor kurzem wurden die Daten an die Länder zur Prüfung übergeben, damit sie dort auf steuerstrafrechtliche Aspekte geprüft werden können und über die Einleitung von steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren entschieden werden kann.
Der Hintergrund des Erwerbs der Steuerdaten: Tausende Deutsche sind betroffen!
Das Bundesfinanzministerium hat das BZSt am 14. Januar 2021 beauftragt, die Verhandlungen mit einem anonymen Informanten zu führen und die Daten zu erwerben. Nach Abschluss der Verhandlungen hat das BZSt die Daten am 10. Februar 2021 erworben. Seit diesem Zeitpunkt wurden die Daten aufbereitet, damit sie den zuständigen Ländern zur Auswertung zur Verfügung gestellt werden können. In den Daten sind umfassende Informationen zu Millionen von Steuerpflichtigen weltweit und zu mehreren Tausend deutschen Steuerpflichtigen enthalten, die über Vermögen in Dubai verfügen.
Mithilfe der erworbenen Daten sollen u.a. Steuerstraftaten mit länderübergreifender, internationaler oder erheblicher Bedeutung aufgedeckt werden. Die Daten können Erkenntnisse über unbekannte Vermögenswerte liefern und Rückschlüsse auf nicht erklärte Einnahmen. Das Durchleuchten von grenzüberschreitenden Sachverhalten stellt den Steuervollzug sicher und vermeidet somit hohe Steuerausfälle. Dies hat sowohl für das Bundesfinanzministerium als auch das Bundeszentralamt für Steuern hohe Priorität.
Überprüfen Sie Ihre Auslandskonten und Beteiligungen auf Altlasten!
Privatanleger oder Unternehmen, die heute immer noch nicht deklarierte ausländische Konten und Depots oder Beteiligungen - direkt oder auch indirekt über Briefkastenfirmen - unterhalten, sollten nicht darauf setzen, dass die Zeit die steuerlichen Wunden bzw. Verfehlungen heilt. Sondern selbst aktiv werden, im Hinblick auf die Suche nach einem professionellen Weg zurück in die Steuerehrlichkeit.
Ansonsten steigt die Wahrscheinlichkeit immer mehr, dass die Gefahren und Strafen aus steuerlichen Altlasten schlagend werden. Spezialisierte Kanzleien mit versierten Steuerberatern und Fachanwälten für Steuerrecht aus meinem Experten-Netzwerk stehen Ihnen dafür gerne prüfend bzw. beratend zur Seite. Auch für den Fall, dass das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und ein Steuerstrafverfahren droht, oder bereits eröffnet wurde.
Kontenabrufe bei Banken in Deutschland explodieren
Nun zu einem weiteren Bereich hochsensibler Daten. Neben dem automatischen Informationsaustausch (AIA) von Bankkonten gibt es mit dem sogenannten Kontenscreening eine weitere staatliche Überwachungsmaßnahme, die gezielte Kontenabrufe durch eine Vielzahl von Behörden ermöglicht, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich. In beiden Ländern gibt es zentrale Kontenregister, die für eine Vielzahl staatlicher Behörden auf Knopfdruck einsehbar sind. Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Steuerbetrug, Sozialmissbrauch oder säumige Privatschuldner sollen dadurch bekämpft werden.
Deutsche Banken sind Glashäuser!
Somit zu einer weiteren Datenkrake, die in das Bankensystem Deutschlands implementiert wurde: Die - heimlichen - Kontenabrufe staatlicher Behörden sind weiter massiv angestiegen und haben jetzt auf jährlicher Basis die Millionengrenze deutlich überschritten, was einen neuen Rekord bedeutet. Finanzämter sowie zahlreiche weitere Behörden haben allein im letzten Jahr 1.304.565 Abfragen durchgeführt. Bei Start des sogenannten „Kontenscreenings“ vor rund 15 Jahren waren es gerade einmal 8.700 Abfragen von Bankkonten. Das entspricht somit im Hinblick auf die Entwicklung der Abfrage-Vorgänge einem Faktor von 1.000. An jedem Wochentag werden bei deutschen Banken im Durchschnitt die Daten von rund 6.000 Bürgern abgefragt.
Mittlerweile sind Banken in Deutschland sogar verpflichtet, die Adressen sowie die steuerlichen Identifikationsnummern der Abgefragten an das Bundeszentralamt für Steuern zu übermitteln; ohne dass eine Information an den Kontoinhaber über diese Datenweitergabe erfolgt. In der Vergangenheit durften derartige Kundendaten aus der Datenbank der Banken nach drei Jahren nach Auflösung eines Kontos bzw. Depots gelöscht werden. Inzwischen ist dies erst nach Ablauf von 10 Jahren nach der Auflösung eines Kontos/Depots erlaubt. Die personenbezogenen Daten können somit noch viele Jahre rückwirkend abgefragt werden, auch nach einer Konto- und Depotauflösung. Eine reine Kontoauflösung schützt somit nicht vor Risiken aus Altlasten!
Bei Auslandskonten ist das Kontenscreening auf Knopfdruck nicht möglich!
Das Bankgeheimnis gehört in steuerlichen bzw. behördlichen Angelegenheiten längst der Vergangenheit an. Auch einstige „Diskretions-Oasen“ wie Österreich, Luxemburg, die Schweiz oder Liechtenstein mussten ihre einst legendären Nummernkonten-Systeme aufgrund des internationalen Drucks aufgeben, der automatisierte Informationsaustausch AIA wurde eingeführt. Das ist allerdings eine andere Systematik als das Kontenscreening-Verfahren in Deutschland. Allein die obigen Fakten verdeutlichen wieder einmal, wie wichtig und wertvoll ein Konto und Wertpapierdepot im Ausland sind.
Beispielsweise in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein. Hier können deutsche Behörden nicht einfach und heimlich auf Knopfdruck im Rahmen des Kontenscreenings personenbezogene Daten abfragen. Zusätzlich sind Konten im Ausland, außerhalb der Systeme der EU-Haftungsgemeinschaft und der EU-Bankenunion, einer der wichtigsten Stützpfeiler für Ihre Kapitalschutz-Strategie.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die Schweiz sagt Nein zum EU-Diktat!
(10.06.21) Kennen Sie den Unterschied zwischen der Schweiz und Italien? In der Schweiz heißen die Berge Alpen, in Italien Schulden. Kleiner Witz am Rande, der aber selbstverständlich einen wahren Kern beinhaltet, zumindest mit Blick auf die Staatsschulden. Ebenso ist auch der Blick auf die Verschuldungsgrade der Unternehmen sehr aufschlussreich.
Die Staatsverschuldung in der Eropäischen Währungsunion ist durch nötige staatliche Unterstützungen für Unternehmen und Arbeitnehmer während der Corona-Pandemie deutlich angestiegen. Der Bruttoschuldenstand einiger Länder der Eurozone hat das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits überschritten. Beispielsweise in Griechenland, Italien, Zypern, Portugal, Spanien, Frankreich und Belgien. Doch nicht nur die Staatsschulden sind explodiert, auch die Schulden der Unternehmen sind im Zuge der Corona-Pandemie deutlich angestiegen.
Europameister und Weltmeister der Unternehmensschulden: Frankreich
Das verdeutlicht die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Daten reichen derzeit bis ins dritte Quartal 2020, aber schon hier zeigt sich der negative Trend deutlich. Auffällig dabei ist, dass die Schulden insbesondere in den Ländern am stärksten zunehmen, in denen die Unternehmensschulden bereits vor der Krise auf einem besonders hohen Niveau waren. In Deutschland fällt der Anstieg mit 4,5 Prozentpunkten vergleichsweise moderat aus.

Risiko China: Wie stabil ist das chinesische Bankensystem?
Der allgemein sehr hohe Schuldenstand in Frankreich resultiert daraus, dass viele große Unternehmen aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen viele Kredite aufnehmen. Medienberichten zufolge wurden sie teilweise zu höherer Verschuldung gezwungen, weil die Gewinnmargen längere Zeit wegen schwachen Wachstums sowie hoher Steuern und Sozialabgaben sanken. Auch in China sind die Unternehmensschulden hoch, seit 2007 sind sie deutlich angestiegen. Angesichts des großen BIP-Wachstums erscheint diese Entwicklung umso bedrohlicher. Die sehr hohe Verschuldung engt den Handlungsspielraum der chinesischen Unternehmen in der gegenwärtigen Krise ein.
Gleichwohl will Chinas Regierung Banken dazu verpflichten, Unternehmen noch mehr günstige Kredite zu vergeben - was zum einen deren Verschuldung weiter antreiben könnte und zum anderen den Bestand an Problemkrediten in den Büchern der Banken erhöhen könnte. Beobachter sehen daher die Stabilität des chinesischen Bankensystems in Gefahr.
Übrigens: In Schwellenländern wie Indien, Brasilien oder Indonesien sind die Unternehmensschulden auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, sie haben in den letzten in den vergangenen Jahren laut Daten der BIZ auch nicht signifikant zugenommen.
Fazit: in der großen Volkswirtschaft Frankreich liegt wie in Italien ein massives Risiko für die Stabilität von Euro und EU
Sowohl von den Staatsschulden als auch von den Unternehmensschulden gehen von Frankreich große Risiken für die Europäische Union und die Stabilität des Euro aus!
Die Welt der Steuerwüsten und Steueroasen
Die Spitzensätze der Einkommensteuer variieren weltweit stark. Vor allem in den OECD-Staaten müssen Großverdiener einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen an den Staat abgeben. Im Schnitt liegt der Spitzensteuersatz hier bei rund 42%. Wie die Statista-Grafik auf Basis der Daten von KPMG zeigt, besteuern die skandinavischen Länder das Einkommen besonders stark. In Finnland ist der Spitzensatz mit 56,95% weltweit am höchsten, gefolgt von Dänemark (56,5%), Japan (55,97%), Österreich (55%) und Schweden (52,85%). Auch Deutschland zählt zu den Hochsteuerländern - hierzulande liegt der Einkommensteuersatz in der Spitze bei 45% und steht damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 37,77%.
Steueroasen hingegen sind auf der arabischen Halbinsel und in der Karibik zu finden. In diesen Ländern existiert häufig keine individuelle Einkommensteuer. Inselstaaten wie die Bahamas, Bermuda und die Cayman Islands sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung über Steuerhinterziehung, da einige Spitzenverdiener ihr Geld auf Konten in diesen Ländern transferieren und somit am Fiskus vorbeischmuggeln. Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung dahingehend im Oman. Nach Jahren ohne individuelle Einkommensbesteuerung plant das Sultanat die Einführung für das Jahr 2022, um weniger von den Öl-Einnahmen abhängig zu sein und die Steuereinnahmen dann für soziale Projekte einsetzen zu können.

Die Schweiz sagt Nein zum EU-Diktat
Am 31.05.2021 hat mit Polen auch der letzte EU-Mitgliedstaat den sogenannten EU-Eigenmittelbeschlussratifiziert. Haben Sie davon in Zeitungen gelesen oder der Tagesschau gehört? Ich denke nicht, weil diese Meldung kaum beachtet wurde. Die Folgen dieser Zustimmung sind für alle EU-Bürger und Steuerzahler allerdings gravierend. Jetzt kann zusätzlich das bis zu 800 Milliarden Euro teure Programm mit dem schönen Titel „Next Generation EU“ starten.
Die Europäische Union und die EU-Politik bewerten diese Entwicklung als großen Erfolg für die Zukunft Europas. Dabei wird von einer Art „Wiederaufbau“ von Staaten gesprochen, die durch die Corona-Krise schwer getroffen wurden. Fakt ist allerdings, dass Länder wie Italien oder Griechenland schon vor Corona kurz vor dem finanziellen Kollaps standen.
Corona: Das perfekte Alibi für politische Eingriffe in Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Souveränität
Mit dem Argument „Corona“ fließen jetzt die Milliarden viel einfacher, und zwar ohne große Diskussionen oder Abstimmungen in den nationalen Parlamenten. Und auch die Bevölkerung wird nicht gefragt. In Deutschland wird beispielsweise die so stabilitätsrelevante Haushaltsautonomie des Deutschen Bundestags ausgehebelt, indem durch den EU-Eigenmittelbeschluss eine Gemeinschaftshaftung eingeführt wird. Für mich ist das ein Skandal. Verlierer sind die Demokratie, die Souveränität sowie die Vermögensinhaber und Steuerzahler der EU-Mitgliedsstaaten.
Im Bundestagswahlkampf 1998 warb die CDU für die Euro-Einführung mit einem Flyer, in dem stand: „Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein!“. Der Maastrichter Vertrag verbiete, dass EU-Staaten „für die Schulden eines Mitgliedstaates haften“. Was ist dieses Versprechen und dieser Vertrag heute noch wert? Nichts, er wurde mittlerweile hundertfach gebrochen! Die EU ist längst zur Umverteilungsunion mutiert und Deutschlands Bürger haften mit Milliardensummen für andere EU-Länder.
Auch aus der Schweiz kommt aktuell eine Entscheidung mit großer wirtschaftlicher und politischer Tragweite. Nach sieben Jahren zäher Gespräche ist das Rahmenabkommen mit der EU am 26.05.2021 geplatzt, weil die Schweizer Regierung die massiven EU-Eingriffe in die nationale Souveränität als inakzeptabel bewertet. Ich begrüße diesen Schritt ausdrücklich!
Der Blick auf die Steuern in der Schweiz: Steueroase oder Hochsteuerland?
Spitzenverdiener in der Schweiz zahlen je nach Wohnort rund 22 bis 46% Einkommensteuer. Dabei ist die Steuerbelastung gemessen an den Kantonshauptorten in Genf doppelt so hoch wie in Zug. Laut in der Neue Zürcher Zeitung veröffentlichten Daten liegt die Hälfte der Kantone unter dem Landesmittel von 33,8%. Innerschweizerische Steueroasen sind etwa Zug, Appenzell Innerrhoden und Obwalden – hier befindet sich der Spitzensteuersatz sogar unter 25%.
Bei der direkten Bundessteuer werden für Verheiratete Einkommensteile über 145.000 Franken mit dem Höchstsatz versteuert. In den verschiedenen Kantonen greift dieser teilweise erst ab 200.000 bis 300.000 Franken. Laut Pascal Hinny, Professor der Universität Freiburg, ist die Schweiz für Einkommen ab mehreren 100.000 Franken ein “Hochsteuerland”. Für Gutverdiener unter 200.000 Franken Jahreseinkommen hingegen ist die Alpenrepublik auch international attraktiv, dank flacher Progression der Steuersätze.
Die Einkommensteuer spülte zuletzt etwa 55 bis 57 Milliarden Franken pro Jahr in die Kassen von Bund, Kantonen und Gemeinden. Die Corona-Pandemie wird sich in den aktuellen Steuererträge allerdings bemerkbar machen. Mit allzu großen Einbußen ist jedoch nicht zu rechnen, da die Gutverdiener eher als Gewinner der Krise gesehen werden.

Meine Empfehlung: Setzen Sie auf Lösungen aus der Schweiz!
Innerhalb eines fragilen EU-Europas bleibt die schweizerische Eidgenossenschaft eine attraktive Haftungsschutzoase. Vor diesen Rahmenbedingungen widme ich mich aktuell zwei Geheimtipps aus der Schweiz: einer soliden und kundenorientierten Bank und einem neuen Immobilienkonzept.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Die 8 größten Steueroasen der Welt!
(07.05.21) Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.
Die großen Volkswirtschaften Europas sind besonders betroffen – Briten und Franzosen müssen ähnlich hohe Verluste wie Deutschland hinnehmen. Des einen Leid, ist des anderen Freud’: 80 bis 90 Prozent des Körperschaftsteueraufkommens der Mittelmeer-Inselstaaten Malta und Zypern entsteht durch die Gewinnverschiebungen der Unternehmen.
Der Großteil der in Summe etwa 20 Milliarden US-Dollar aus Deutschland bleibt innerhalb der EU. Rund sechs Milliarden Dollar fließen Richtung Luxemburg, weitere fünf in die Niederlande und auch in Irland erhält knapp drei Milliarden US-Dollar an möglichen Körperschaftsteuereinnahmen.
Verantwortlich für diesen Aderlass sind multinationale Konzerne wie Google und Apple, die sich beispielsweise Jahre lang das sogenannte "Double Irish with a Dutch Sandwich" zunutze gemacht. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem über mehrere Tochterfirmen in Irland und den Niederlanden Profite am Fiskus vorbei geschleust werden. Die Regierung Irlands unterbindet diese Methode allerdings seit 2020.

Cayman Islands: Die Nr. 1 der globalen Schattenwirtschaft
Schätzungsweise 21 bis 32 Billionen US-Dollar privates Finanzvermögen liegen laut Tax Justice Network unversteuert auf Konten in Steueroasen weltweit. Das Ausmaß der globalen illegalen Finanzströme wird von den Experten mit bis zu 1,6 Billionen US-Dollar im Jahr beziffert. Die größten Schattenfinanzzentren werden im Financial Secrecy Index erfasst und dabei der Grad der Geheimhaltung in Verbindung mit dem Anteil am globalen Markt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen betrachtet.
Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis dieses Rankings zeigt, sind die Cayman Island die größte Steueroase der Welt - gefolgt von den USA, der Schweiz und Hongkong. Großbritannien steht, ohne seine Überseeterritorien, auf Rang 12. Würde man das Geflecht aus Niedrigsteuer-Inselstaaten hinzunehmen, würde das Vereinigte Königreich an erster Stelle stehen. Deutschland belegt den 14. Platz der Liste.
Auffällig hierbei ist, dass vor allem große OECD Mitglieder die Profiteure von geheime Finanzflüssen sind und nicht etwa vereinzelte Inselstaaten, wie es einem der Stereotyp der Steueroase weismachen will. Die Analysen des Tax Justice Networks zeigen jedoch auch, dass sich die Situation in letzter Zeit bessert. Globale Finanzkrisen, Whistleblower und der Druck der Öffentlichkeit bewegen immer mehr Regierungen dazu politische Bedingungen zu schaffen, um aktiv gegen die illegale Finanzströme vorzugehen.

Setzen Sie jetzt auf ebenso legitime wie legale Haftungsschutz-Oasen!
Die klassischen Steueroasen stehen zunehmend vor der Austrocknung, dennoch werden auch in Zukunft internationale Standortlösungen ihre legitime Berechtigung haben. Die Coronavirus-Pandemie führt dazu, dass die Staatsschulden weiter explodieren. Das gilt gerade auch für zahlreiche Länder der Europäischen Union. Am Ende des Tages werden Bürger und Steuerzahler der starken Gemeinschaftsländer wie Deutschland die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise bezahlen müssen.
Hier bietet Ihnen das Fürstentum Liechtenstein - das längst keine Steueroase mehr ist - und solide Länder wie die Schweiz, Kanada oder das Königreich Norwegen attraktive Lösungswege und Handlungsalternativen außerhalb der Haftungsgemeinschaft der Europäischen Union und der Euro-Systeme. Vertrauen Sie nicht - blind - den Staaten und Politikern in EU-Europa, sondern setzen Sie eigenverantwortlich und selbstbestimmt auf Ihre Finanzielle Selbstverteidigung!

Fürstentum Liechtenstein: Aktuelles aus der Haftungsschutz-Oase!
Das Fürstentum Liechtenstein ist nach meiner Einschätzung auf einem ganz hervorragenden Weg. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein sorgt gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag für die Gewährleistung der Stabilität des Finanzmarktes Liechtenstein, den Schutz der Kunden, die Vermeidung von Missbräuchen sowie die Umsetzung und Einhaltung anerkannter internationaler Standards. Die FMA beaufsichtigt als integrierte und unabhängige Aufsichtsbehörde die Finanzmarktteilnehmer des Finanzplatzes Liechtenstein.
Sie sorgt für die Umsetzung internationaler Standards und arbeitet im Auftrag der Regierung an der Vorbereitung von Finanzmarktgesetzen mit. Auf europäischer und globaler Ebene ist die FMA in allen maßgebenden Aufsichtsorganisationen vertreten. Aktuell hat die FMA Liechtenstein ihren wie immer sehr interessanten Medienbericht veröffentlicht.
Starker Finanzsektor in der Pandemie
Die Covid-19-Pandemie war das prägende Ereignis des Jahres 2020 für den Finanzsektor und die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein. Trotz außerordentlicher Bedingungen und Turbulenzen an den Finanzmärkten war der Finanzsektor voll funktionsfähig und stabil. Er leistete für die Realwirtschaft und die Bevölkerung unentbehrliche Dienste wie beispielsweise im Zahlungsverkehr, in der Kreditvergabe oder in der Versicherung. Die FMA hat in der Pandemie dank ihrer hohen digitalen Reife ihren Geschäftsbetrieb vollumfänglich aufrechterhalten können und die notwendigen aufsichtlichen Maßnahmen zeitnah gesetzt.
Mit der dezentralen Arbeitsweise gewährleistete die FMA zudem den Schutz der Mitarbeitenden. Die Covid-19-Pandemiestelltedie FMA vor die Herausforderung, ihren gesetzlichen Auftrag im Rahmen der regulatorischen Vorgaben flexibel und zugunsten des wirtschaftlichen Gesamtbilds auszuüben. Im Fokus standen die Prüfung der Weiterführung des Geschäftsbetriebs der Finanzintermediäre und die Kontrolle von finanziellen Risiken. Die Finanzinstitute wurden angehalten, ihren regulatorischen Spielraum auszunutzen und die Realwirtschaft mit Krediten zu versorgen, um so eine Kreditklemme zu verhindern.
Die FMA hat zur operationellen Entlastung der Finanzintermediäre in Abstimmung mit den Europäischen Aufsichtsbehörden verschiedene zeitlich befristete Erleichterungen, beispielsweise bei Vor-Ort-Kontrollen oder bestimmten Meldepflichten, vorgenommen. Zur laufenden Beurteilung der Risikosituation und der finanziellen Lage hat die FMA im Einklang mit den Europäischen Aufsichtsbehörden jedoch auch zusätzliche Meldepflichten eingeführt.
Finanzplatz auf Wachstumskurs
Die verwalteten Kundenvermögen der liechtensteinischen Banken inklusive der ausländischen Gruppengesellschaften stiegen im Jahr 2020 um 4,5% auf CHF 365,4 Mrd. Die harte Kernkapitalquote (CET1) des gesamten Bankensektors stieg von 20,0% auf 21,7%. Die Kapitalisierung ist im EU-Vergleich deutlich überdurchschnittlich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug für den Bankensektor CHF 543,4 Mio. gegenüber CHF 639,5 Mio. im Vorjahr.
Das Fondsvolumen lag Ende 2020bei CHF 59,1 Mrd. (2019: CHF 58,8 Mrd.). Die verwalteten Kundenvermögen der Vermögensverwaltungsgesellschaften im Fürstentum Liechtenstein stiegen 2020 um rund 6% auf CHF 53 Mrd. Die Versicherungsunternehmen nahmen im Jahr 2020 CHF 5,54 Mrd. an Prämien ein, gleichviel wie im Vorjahr.
Risiken für die Finanzstabilität erfordern hohe Wachsamkeit
Die FMA beurteilt die Risiken für die Finanzstabilität trotz der negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Volkswirtschaften als begrenzt. Ein möglicher Anstieg der Kreditausfälle, die hohe Bewertung an den Aktienmärkten, das Niedrigzinsumfeld, Inflationsrisiken und die unsichere Entwicklung der Volkswirtschaften erfordern jedoch eine hohe Wachsamkeit zur Gewährleistung der Finanzstabilität.
Der Liechtensteiner Finanzsektor profitiert von hohen Kapital- und Liquiditätspuffern, die nicht nur die Verlustabsorptionsfähigkeit in der Krise erhöhen, sondern auch das Vertrauen der Kunden und Märkte in den Finanzplatz stärken.
Mehrere Verfahren wegen Verstößen gegen das Sorgfaltspflichtgesetz
Per Ende 2020 führte die FMA 28 Verwaltungsverfahren sowie 18 Verwaltungsstrafverfahren. Im Jahr 2020 konnten 139 Verfahren bzw. Vorerhebungen abgeschlossen werden. Verschiedene Verfahren und Vorerhebungen gegen Finanzintermediäre in Liechtenstein wurden wegen Verletzung der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäscherei geführt. Weitere Gegenstände von Verfahren waren u.a. Gewährserfordernisse des Aktionariats, Meldepflichtverletzungen, Mindestliquiditätsquote, Anforderungen an den Verwaltungsrat und Verdacht auf Insiderhandel.
Die FMA verfügte wegen Verstößen gegen das Sorgfaltspflichtgesetz fünf rechtskräftige Bußen in der Höhe von CHF 939.000. Insgesamt verhängte die FMA 18 rechtskräftige Bußen in der Höhe von CHF 1.035.500. Die Sanktionen werden auf der Website der FMA veröffentlicht. Die von der FMA erhobenen Bussen fließen in die Staatskasse.
Aufsichtsschwerpunkt Geldwäschereiprävention
Die Prüfung der Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäscherei bildet auch für das Jahr 2021 ein Aufsichtsschwerpunkt. Die Kontrolltätigkeit folgt einem strikt risikobasierten Ansatz. Je höher die Einstufung eines Finanzintermediärs bezüglich möglicher Bedrohungen ist, desto intensiver gestaltet sich die Aufsicht. Die FMA hatte im April 2019 die Geldwäschereiprävention in einer Organisationseinheit konzentriert und personell verstärkt. Das Geldwäschereiabwehrdispositiv Liechtensteins wird im September 2021 durch MONEYVAL überprüft werden.
Erste Registrierungen von VT-Dienstleistern
Anfang 2020 trat das Gesetz über Token und VT-Dienstleister (TVTG) in Kraft. Ende 2020 waren zehn Unternehmen für 24 Dienstleistungen nach dem TVTG registriert. Der FMA obliegt die Registrierung der VT-Dienstleister und die anlassbezogene Aufsicht. Das Gesetz definiert die rechtlichen Anforderungen für das Erbringen von Dienstleistungen auf VT-Systemen. VT-Systeme sind auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme, die eine Vielzahl von wirtschaftlichen Dienstleistungen ermöglichen. Das bekannteste Beispiel ist die Blockchain. Mehr dazu auf unserem Portal: KRYPTO-X.BIZ
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Mut zu Made in Germany!
(16.04.20) Die Coronavirus-Krise spüren wir mittlerweile in allen Lebensbereichen, verbunden mit gravierenden Folgen. Dennoch will ich heute mit den positiven Aspekten beginnen. Ich persönlich kenne keine Krise aus den letzten Jahrzehnten, die derart gravierende Auswirkungen auf unser Privat- und Berufsleben hatte, wie die Folgen der Coronavirus-Pandemie.
Für mich steht außer Frage, dass wir derzeit den größten Umbruch seit dem Zweiten Weltkrieg erleben. Dennoch wird die Welt nicht untergehen. Der Nährboden für das deutsche Wirtschaftswunder war die Zerstörung, die der Krieg hinterlassen hat. Dem „Krieg“ gegen den Coronavirus kann jetzt ein neues, digitales Wirtschaftswunder folgen. Für Staaten und Unternehmen ebenso wie für Investoren ergeben sich auf dieser Basis gigantische Chancen in der Zukunft.
Rezession und Insolvenzwelle durch Coronavirus-Pandemie
68 Länder werden dieses Jahr eine Rezession haben. Das globale Wirtschaftswachstum ist mit minus 1,3 Prozent negativ. Der Welthandel bricht um 4,3 Prozent ein. Und die Firmeninsolvenzen steigen weltweit um 25 Prozent, in Deutschland um 11 Prozent. Das erwartet der Kreditversicherer Coface in seinem neuen Ausblick für die Weltwirtschaft im Corona-Jahr 2020.
Alle Jahresprognosen 2020 sind spätestens seit März hinfällig
Mit der Corona-Krise wurden alle Prognosen vom Jahresbeginn schlagartig hinfällig. So auch die Insolvenzprognosen von Coface. Im Januar erwartete der internationale Kreditversicherer noch eine moderate weltweite Zunahme um 2 Prozent. Jetzt hat sich diese Zahl mehr als verzehnfacht. Das wäre der stärkste Anstieg seit 2009 (29 Prozent), selbst wenn die Wirtschaft im dritten Quartal wieder langsam anspringen würde.
Und ohne eine eventuelle zweite Corona-Welle in der zweiten Jahreshälfte. Coface-Volkwirtin Christiane von Berg konstatiert negative Entwicklungen auf der Produktions- wie auf der Nachfrageseite: "Das schwächt Umsätze, Cashflows und Margen der Unternehmen erheblich. Mit den zu erwartenden Folgen bei den Insolvenzen."
+39%: Explosion bei den Unternehmensinsolvenzen in den USA
Den größten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen erwartet Coface in den USA mit plus 39 Prozent. Alle westeuropäischen Länder wären betroffen, zusammen mit plus 18 Prozent. Im Einzelnen sieht Coface eine Steigerung für Deutschland um 11 Prozent, Frankreich um 15 Prozent, Großbritannien um 33 Prozent, Spanien um 22 Prozent und Italien um 18 Prozent. Auch für Japan, das ebenso wie Deutschland zehn Jahre lang sinkende Insolvenzzahlen meldete, wird der Anstieg mit 12 Prozent zweistellig ausfallen.
In den Emerging Markets könnten sich die Folgen der Krise noch stärker niederschlagen. Dort wird zusätzlich zum Einbruch des Handels der derzeit stetig sinkende Ölpreis zum Problem. Die Unsicherheit zeigt sich bereits darin, dass sich der Kapitalabfluss gegenüber der Krise 2008 vervierfacht hat. Zudem dürften sich nach Einschätzung von Coface geopolitische Spannungen und Konflikte weiter oder wieder verschärfen.
Die Welt steht 2020 vor der ersten Rezession seit dem Jahr 2008
Insgesamt steht die globale Wirtschaft in diesem Jahr vor ihrer ersten Rezession seit 2009. Der Rückgang dürfte selbst bei einem günstigen Szenario bei 1,3 Prozent liegen, nachdem im Vorjahr noch ein Wachstum um 2,5 Prozent verbucht wurde. 2019 erlebten weltweit 11 Länder eine Rezession, dieses Jahr werden es voraussichtlich 68 Länder sein. In den großen Industrieländern wird das Wachstum in den USA um 2,9 Prozent zurückgehen, in Japan um 1,2 Prozent und in der Eurozone um 6,2 Prozent. Die BIP-Wachstumsprognose für Deutschland lautet bei Coface nun minus 6,7 Prozent. Das ist ein stärkerer Konjunktureinbruch als 2009.
In China und Indien wird es noch Wachstum geben!
Wachstum wird es noch in China und Indien geben, wenn auch verlangsamt. Dies liegt daran, dass diese Emerging Markets aufgrund ihres immensen Aufholpotenzials und ihrer schieren Menge an Arbeitskraft noch immer gute Wachstumschancen haben, selbst bei einem Lockdown. Coface sieht China im laufenden Jahr bei einem Plus um 4,0 Prozent und Indien bei plus 3,5 Prozent.
Allerdings sind dies äußerst niedrige Wachstumszahlen für diese Volkswirtschaften. Den Rückgang des globalen Handels beziffert Coface für 2020 auf minus 4,3 Prozent. Es wäre das zweite Jahr in Folge mit einer negativen Wachstumsrate nach minus 0,4 Prozent 2019. Allerdings gilt diese ohnehin niedrige Prognose nur, wenn nicht noch zahlreiche Grenzschließungen den Handel weiter erschweren.
Corona hat die Weltwirtschaft infiziert
Die globale Wirtschaft wird von der Corona-Pandemie mit voller Wucht getroffen. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt, schrumpft das weltweite Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr im Vergleich zu 2019 schätzungsweise um drei Prozent.
Zum Vergleich: in der Finanzkrise 2008/2009 betrug der Rückgang lediglich -0,1 Prozent. Dies verdeutlicht das dramatische Ausmaß der gegenwärtigen Krisensituation. Im direkten Vergleich der drei großen Wirtschaftsblöcke China, USA und der Eurozone müssen die beiden letztgenannten laut IWF mit den stärksten Einbußen rechnen. China darf mit einem kleinen Wachstum rechnen, das aber nicht ausreichen wird, um die Weltwirtschaft hinreichend zu stimulieren.
Der Lichtblick: für 2021 rechnet der IWF wieder mit einem deutlichen Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts. Für die Eurozone beträgt das Plus demnach 4,7 Prozent, für China gar 9,2 Prozent. Sollten diese Werte zutreffen, würden die Aktienmärkte diese Entwicklungen natürlich weit vorher antizipieren, da an der Börse die Zukunft gehandelt wird!

EU-Europa wird massiv leiden
Die Corona-Pandemie lässt die Wirtschaft europäischer Länder in diesem Jahr stark schrumpfen und ins Minus drehen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik für ausgewählte Nationen auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Besonders stark trifft es demzufolge Griechenland: um ganze 10 Prozent wird das BIP gegenüber 2019 der IWF-Prognose zufolge sinken.
Auch Italien und Spanien trifft es besonders hart. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen im Ländervergleich am besten da – aber auch hier nimmt der Rückgang der Wirtschaftsleistung historische Züge an.

Rückbesinnung auf deutsche Werte und Tugenden: Made in Germany
Die Marke „Made in Germany“ steht zu Recht für Qualität aus Deutschland und wird weltweit geschätzt. Die Entstehung dieses Begriffs ist dabei aus heutiger Sicht geradezu grotesk. „Made in Germany“ ist eine Herkunftsbezeichnung, die ursprünglich schon Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor vermeintlich billiger und minderwertiger Importware in Großbritannien eingeführt wurde.
Also als nationalistische Abwertung und Verbraucherwarnung vor Waren aus Deutschland. Spätestens seit dem deutschen Wirtschaftswunder, nach dem Weltkrieg, gilt die Bezeichnung hingegen als wertvolles Gütesiegel. Die aktuelle Coronavirus-Pandemie führt uns derzeit schmerzhaft vor Augen, in welcher Welt wir mittlerweile leben. Zahlreiche Produkte tragen den Schriftzug „Made in China“ oder „Made in Taiwan“, oder im Textilbereich „Made in India oder Bangladesch“, weil dort zu weit günstigeren Kosten produziert werden kann.
Qualitätsarbeit statt Billiglohn!
Nicht selten leidet darunter allerdings auch die Qualität. Unternehmen in sogenannten „Billiglohnländern“ müssen weit weniger Steuern zahlen als Firmen aus Deutschland, die Umweltschutzauflagen sind lasch und vor allem die Menschen als Arbeitskräfte werden nur mit einem Bruchteil der Löhne vergütet, die bei einer Produktion in Deutschland anfallen würden. Die Arbeitsbedingungen sind darüber hinaus häufig - auf Basis unserer westlichen Maßstäbe - schlicht inakzeptabel, bis hin zum Einsatz von Kindern als billige Arbeitskräfte. Diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Produkte trotz langer Transportwege für den Handel sehr günstig im Einkauf sind.
Der Bruch von Lieferketten hat uns jetzt auch die Risiken in Bezug auf die Versorgungssicherheit aufgezeigt, allen voran bei Atemschutzmasken. Diese werden jetzt beispielsweise vom Unternehmen Trigema und ihrem eloquenten Chef Wolfgang Grupp (Bild) produziert. Das ging deswegen so schnell, weil der Sportartikelhersteller nichts ins Ausland verlagert hat, sondern ausschließlich im schwäbischen Burladingen produziert. Das hat seinen Preis, aber eben auch seine Qualität und Vorteile für Mitarbeiter, Zulieferer, Umwelt, Verbraucher und unsere Gesellschaft bis hin zum Standort Deutschland. Ein Unternehmensslogan von Trigema ist “100 Prozent Made in Burladingen“.

Fazit: Trigema sollte jetzt nicht wegen dem Preis (120 Euro für 10 Mehrwegmasken!) kritisiert werden, sondern als Vorbild dienen für Deutschland in der Rückbesinnung auf unsere deutschen Tugenden und Qualitäten im Hinblick auf "Made in Germany!".
Schützen Sie sich vor der EU-Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion!
Lesen Sie derzeit noch etwas von den gravierenden Problemen in Griechenland, die vor wenigen Monaten bzw. Jahren noch EU-Europa fast in die Knie gezwungen haben? Nein, nicht weil sich die vielfältigen Probleme seither verbessert hätten, oder gar gelöst wurden, sondern weil Sie derzeit überlagert und kaschiert werden.
Sie müssen sich bewusst sein:
EU-Europa ist eine Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion, deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie - zumindest Teile - Ihrer Vermögenswerte in Länder und Rechtsräume außerhalb der EU platzieren und strukturieren. Empfehlungen dafür gebe ich Ihnen fortlaufend an die Hand, zuletzt über meine Sonderausgaben „Auslandsbanken“ und „Goldschutzreport“.
PS: Analysen und Beiträge im Hinblick auf den Megatrend der Digitalisierung finden Sie auf unserem Themen-Portal KRYPTO-X.BIZ
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Schweizer Privatbanken: Das Sterben geht weiter!
(13.09.19) Wer reich ist, kann sich in der Regel frei aussuchen, wo er leben möchte. Eine Studie der Marktforschungsgruppe New World Wealth zeigt die beliebtesten Länder bei HNWIs, also Personen, die mehr als eine Million US-Dollar besitzen. Die Schweiz liegt in dieser Statistik auf Rang Nr. 4.
Das Ergebnis: Im vergangenen Jahr 2018 zog es die meisten Millionäre nach Australien (rund 12.000) und in die USA (rund 10.000). Rund 4.000 HNWIs wanderten nach Kanada ein und rund 3.000 in die Schweiz. Auf Platz fünf stehen die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt von der Karibik, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. In der EU lockten Portugal, Griechenland und Spanien 2018 die meisten Millionäre an.

Wohnsitze der Ultra- und Superreichen: London Nr. 1. - Zürich Nr. 9
London hat weltweit die meisten superreichen bzw. ultrareichen (UHNWI) Einwohner – das geht aus einer Studie der Immobilienagentur Knight Frank hervor. In der englischen Hauptstadt lebten demnach im vergangenen Jahr rund 5.000 Ultrareiche. Rang 2 und 3 der Städte mit den meisten ultrareichen Einwohnern belegen Singapur und Tokio, wie die Statista-Infografik zeigt. Doch auch eine Schweizer Metropole ist bei Multimillionären beliebt: 1.507 Ultrareiche wohnten 2018 in Zürich (Rang 9). Als superreich bzw. ultrareich gilt, wer über ein Nettovermögen von mehr als 30 Millionen Dollar verfügt.

Schweizer Privatbanken: Die klassische Bankenbranche erodiert!
Der Standort Schweiz und auch Schweizer Kantonalbanken oder innovative Discountbroker, Direktbanken und FinTech-Banken haben nichts an ihrer Attraktivität für Investoren und Privatanleger verloren. Im Gegenteil: Die Schweiz ist ein attraktiver Finanzplatz für innovative Banken, Vermögensverwalter und Finanzdienstleister.
Ganz anders stellt sich hingegen die Situation dar, mit Blick auf die einst so ertragsstarken Privatbanken in der Schweiz. Deren USP (Alleinstellungsmerkmal bzw. Hauptverkaufsargument) lag in der Vergangenheit häufig ausschließlich auf dem Schweizer Bankgeheimnis (Stichwort Steueroase bzw. Schwarzgeld). In steuerlichen Angelegenheiten ist das Bankgeheimnis in der Schweiz faktisch nicht mehr existent. Schweizer Privatbanken sind übermäßig von den Finanzmärkten abhängig. Das schwierige Marktumfeld des Jahres 2018 hat die Schwäche der Institute offengelegt: Die meisten Privatbanken haben ihre Geschäfts- und Betriebsmodelle nicht ausreichend verbessert oder ihre Strategie nicht optimal angepasst, um ihren Erfolg nachhaltig zu sichern. Wie die diesjährige Privatbankenstudie von KPMG und der Universität St. Gallen (HSG) zeigt, konnten die meisten Schweizer Privatbanken ihre verwalteten Vermögen bei weitem nicht ausreichend steigern. Zudem sind sie zu wenig in Wachstumsmärkten präsent, was die Gewinnung von Neukunden erschwert.
Als Folge ist der globale Marktanteil der Schweizer Privatbanken rückläufig. In ihrer jährlichen Studie untersuchten KPMG Schweiz und die Universität St. Gallen (HSG) insgesamt 87 in der Schweiz tätige Privatbanken und bewerteten die Leistung dieser Privatbanken sowie die wichtigsten Branchentrends. Unter dem Strich war 2018 ein sehr enttäuschendes Jahr für Privatbanken in der Schweiz
Sinkender Marktanteil aufgrund stagnierender Nettoneugelder
Während der Wohlstand weltweit zunimmt, stagnieren die Nettoneugelder der Schweizer Privatbanken. Nur wenige Privatbanken konnten über die vergangenen Jahre konstant mehr als 5 Prozent an Nettoneugeldern generieren. Der Median des Nettoneugeldwachstums betrug 2018 nur 0,2 Prozent. Nachdem die tiefen Nettoneugelder über Jahre mit Altlasten, Steuertransparenz (AIA) sowie strengen Regulierungs- und Compliance-Vorschriften begründet wurden, blicken die Privatbanken nun der Realität ins Auge. Zu viele Strategien haben nicht das erwartete Geschäfts- und Profitabilitätswachstum generiert und die Privatbanken sind zu selten in Wachstumsmärkten präsent, was die Gewinnung von genügend Neukunden weiter limitiert. Als Folge ist der globale Marktanteil der Schweizer Privatbanken rückläufig.
Über die letzten Jahre hat sich eine Gruppe von Privatbanken in Schweizer Besitz mit jeweils mehr als CHF 100 Milliarden an verwaltetem Vermögen herausgebildet. Dies hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Die Institute verfügen in der Regel über ein internationales Niederlassungsnetz, das sich auch auf die Wachstumsmärkte erstreckt. Durch die genannte Mindestgröße für nachhaltigen Erfolg verfügen sie über größere Ressourcen für Investitionen und die Geschäftsentwicklung, profitieren von ihrer Marke als Schweizer Vermögensverwalter und erzielen darüber hinaus Größenvorteile. In einer Branche, in der eine teure Onshore-Präsenz für die Expansion in den globalen Wachstumsmärkten notwendig ist, verleiht dies den Banken einen wichtigen Wettbewerbsvorteil
Nettoneugeldentwicklung der Schweizer Privatbanken

Bedenkliche Kennzahlen: Erträge sinken – Kosten steigen!
Nur ein Drittel der Privatbanken konnte 2018 ihre Cost-Income-Ratio verbessern. Die mediane Cost-Income-Ratio stieg um 1,9 Prozentpunkte auf ein neues Allzeithoch von 83,6 Prozent. Diese Verschlechterung wurde primär von kleinen und leistungsschwachen Banken getrieben. Während große Banken 2018 ihre Cost-Income-Ratio um 2,8 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent verbessern konnten (2017: 81,9 Prozent), operierten kleine Banken mit einer medianen Cost-Income-Ratio von 86,3 Prozent (2017: 82,4 Prozent). Die operative Gewinnmarge erodierte 2018 nach einer Erholung im Vorjahr. Nur 39 Prozent der Schweizer Privatbanken konnten 2018 ihre operative Gewinnmarge steigern, obwohl die Zinserhöhungen in den USA und der über zehn Monate andauernde globale Marktwachstum zu steigenden Nettozinserträgen und Nettokommissionserträgen geführt hatten.
Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) Schweizer Privatbanken

Rückläufige Eigenkapitalrenditen bei Schweizer Privatbanken
Die Eigenkapitalrendite setzte 2018 ihren Negativtrend fort und war bei über der Hälfte aller Privatbanken rückläufig. Die mediane Eigenkapitalrendite der untersuchten Privatbanken war mit nur 4,1 Prozent annähernd konstant gegenüber den Vorjahren und lag damit weiterhin unter dem angestrebten Niveau von rund 8-10 Prozent, das in etwa den Eigenkapitalkosten entspricht. Ein Lichtblick waren 2018 die großen Banken, die als einzige ihre Eigenkapitalrendite steigern konnten: Der Median der großen und mittleren Banken verbesserte sich um 2,0 respektive 0,8 Prozentpunkte. Bei den großen Banken entsprach dies einem Anstieg auf 7,8 Prozent, was den höchsten Wert seit 2012 darstellt und im Einklang mit der Zielrendite steht. Im Gegensatz dazu ging die mediane Eigenkapitalrendite der Kleinbanken um 0,6 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent zurück.
Entwicklung der Eigenkapitalrendite bei Schweizer Privatbanken

Fortgesetzte Konsolidierung: Seit 2010 sind 62 Schweizer Privatbanken verschwunden!
Über die letzten 18 Monate sank die Zahl der Schweizer Privatbanken weiter auf jetzt 101. Dies war das Nettoresultat, nachdem acht Privatbanken aus dem Markt ausgeschieden sind und ein Institut von der FINMA die Bankenlizenz erhalten hat. Damit sind nun seit 2010 insgesamt 62 Privatbanken (-38 Prozent) aus der Schweizer Finanzlandschaft verschwunden. Trotz der anhaltend starken Finanzmärkte, die sich 2019 nach ihrem Einbruch von Ende 2018 wieder gut erholten, haben sich die Geschäftszahlen der Privatbanken weiter verschlechtert. Dies dürfte auf eine weitere Konsolidierungswelle hinauslaufen.
Entwicklung der Schweizer Privatbanken

Schweiz-Alternative: Vermögensverwaltung im Fürstentum Liechtenstein
Fortlaufend unterziehe ich alle Banken im kleinen aber feinen Fürstentum Liechtenstein einem Test. Dabei ist ganz grundlegend festzustellen, dass der Bankplatz Liechtenstein vor allem auf Vermögensberatungen und -verwaltungen spezialisiert ist. Dennoch entwickelt sich das Fürstentum Liechtenstein darüber hinaus derzeit auch zu einem State of Blockchain!
Konto- und Depotführungen bleiben für Anlagesummen unter mindestens 100.000 Euro bzw. Schweizer Franken als Untergrenze absolut unwirtschaftlich. Für ein effizientes Vermögensverwaltungs-Standbein im Fürstentum Liechtenstein sind nach meiner Einschätzung mindestens 300.000 Euro/CHF erforderlich. Lesen Sie hierzu auch die nachfolgenden BLOGS:
BLOG 1: Vermögensverwaltung: Bankplatz Liechtenstein unter der Lupe!
BLOG 2: Die Schuldenfreiheitsoase Nr. 1!
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Vermögensverwaltung: Bankplatz Liechtenstein unter der Lupe!
(25.01.2019) Fortlaufend unterziehe ich alle Banken im kleinen aber feinen Fürstentum Liechtenstein einem Test. Dabei ist ganz grundlegend festzustellen, dass der Bankplatz Liechtenstein vor allem auf Vermögensberatungen und -verwaltungen spezialisiert ist. Konto- und Depotführungen bleiben für Anlagesummen unter mindestens 100.000 Euro bzw. Schweizer Franken absolut unwirtschaftlich.
Liechtensteins Banken sind auf Vermögensberatung und -verwaltung spezialisiert
Das Fürstentum Liechtenstein ist ein einzigartiger Finanzplatz im Herzen Europas. Die Liechtensteiner Banken zeichnen sich seit jeher durch stabile Geschäftsmodelle und eine sehr solide Eigenmittel-Ausstattung aus. Das liegt daran, dass der Kern des Bankgeschäftes in Liechtenstein in der soliden Betreuung privater Vermögenswerte liegt und nicht im spekulativen Investmentbanking.

Weitestgehend unbekannt ist der Aspekt, dass die Fürstenfamilie Liechtensteins mit Abstand an der Spitze der vermögendsten Royals Europas steht, wie nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht.

Die wichtigsten Standortvorteile Liechtensteins auf einen Blick
+ Traditionell sehr hoher Schutz Ihrer Eigentumsrechte und Privatsphäre
+ Stabile Sozial-, Rechts- und Wirtschaftsordnung
+ Hohes Maß an politischer und rechtlicher Kontinuität und Stabilität
+ Liberale Wirtschaftspolitik, liberales Gesellschaftsrecht
+ Moderate Unternehmensbesteuerung
+ Keine Staatsschulden – als eines von weltweit nur noch 5 Ländern – basierend auf einer soliden Finanzpolitik der öffentlichen Haushalte
+ Starker Schweizer Franken CHF als gesetzliches Zahlungsmittel
+ Überschaubare Größe des Landes mit nur 39.000 Einwohnern, die Flexibilität und kurze Entscheidungswege mit sich bringt
+ Große Kapitalkraft der öffentlichen Hand
+ AAA Länder-Rating durch Moody's und Standard & Poors mit stets stabilem Ausblick
+ Hohe Vermögensverwaltungskompetenz und Nischenprodukte, die aufgrund der EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins EU-kompatibel sind
Im Fürstentum Liechtenstein gibt es lediglich 13 Banken
Liechtenstein ist bezogen auf die dort vertretenen Versicherungskonzerne und Banken mein Finanzplatz Nr. 1 in Europa. Die Eigenkapitalquote der 13 im liechtensteinischen Bankenverband vertretenen Banken beträgt solide 21,4 %. Zum Vergleich einmal der Blick auf die deutschen Großbanken: Die Deutsche Bank kommt auf eine Eigenkapitalquote von 7,8 Prozent, die Commerzbank auf 7,4 Prozent.
Die Liechtensteiner Banken sind auf Vermögensberatung und Vermögensverwaltung spezialisiert. Dadurch ist die Eröffnung eines einfachen Bankkontos für den Zahlungsverkehr bereits mit relativ großen Hürden und Kosten verbunden. Nachfolgend finden Sie die vollständige Übersicht aller Banken in Liechtenstein.
Die Banken im Fürstentum Liechtenstein auf einen Blick
- Bank Alpinum AG
- Bank Frick & Co. AG
- Banque Havilland (Liechtenstein) AG
- BENDURA BANK AG
- EFG Bank von Ernst AG
- Kaiser Partner Privatbank AG
- LGT Bank AG
- Liechtensteinische Landesbank AG
- NEUE BANK AG
- Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG
- Union Bank AG
- Volksbank AG
- VP Bank AG
Nutzen Sie den Bankplatz Liechtenstein für Anlageberatungen und Vermögensverwaltungen
Von den Kosten und der Mindesteinlage gibt es im Fürstentum Liechtenstein lediglich eine Bank, die ein einigermaßen effizientes Online-Konto und Online-Wertpapierdepot offeriert. Ich empfehle meinen Lesern von Kapitalschutz vertraulich einen bankenunabhängigen Vermögensverwalter aus dem Fürstentum Liechtenstein mit Sitz in der Hauptstadt Vaduz.
Hier werden Sie nicht nur bei der Auswahl einer geeigneten Depotbank mit fairen Konditionen im Fürstentum Liechtenstein aktiv unterstützt, sondern das junge und dennoch renommierte Unternehmen verzichtet komplett auf synthetische Finanzprodukte wie Derivate. Stattdessen kauft die inhabergeführte - durch die Liechtensteinische Finanzmarktaufsicht FMA lizensierte - Vermögensverwaltungsgesellschaft für seine Kunden überwiegend ausgesuchte solide Einzelaktien, aber auch Edelmetalle.
Das bedeutet, das Unternehmen untersteht der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht (FMA). Ihre Vermögenswerte, die durch das Unternehmen für Sie verwaltet werden, lagern bei soliden Banken aus dem Fürstentum Liechtenstein. Sie können dabei die Depotbank frei wählen! Ein Konkurs des Vermögensverwalters hätte also keine Auswirkungen auf Ihre Konten oder Wertpapierdepots, da diese ein Sondervermögen darstellen. Das Mindestanlagevolumen als Einstiegshürde beträgt für die Verhältnisse im Fürstentum Liechtenstein relativ moderate 300.000 EUR/CHF.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com












