Gamechanger und Geldmaschine KI!

(16.02.23) Derzeit in aller Munde ist das vom US-Startup OpenAI entwickelte Softwareprogramm ChatGPT, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert. AI steht dabei für die gleichbedeutende englischsprachige Bezeichnung „Artificial Intelligence“. Microsoft hat bereits Milliarden USD in dieses Unternehmen gepumpt und plant weitere Investments. ChatGPT ist ein Chatbot, der mithilfe von Künstlicher Intelligenz die unterschiedlichsten Aufgaben beantworten kann. Die Qualität der Ergebnisse ist dabei bislang unerreicht.

Die Technologie basiert auf sogenannten tiefen neuronalen Netzen. Die damit verbundenen Lerneffekte führen zu einer noch anspruchsvolleren Version des maschinellen Lernens. Dafür werden spezielle Algorithmen mit riesigen Daten darauf trainiert, bestimmte Zusammenhänge zu erkennen und später auch auf unbekannte Daten anzuwenden. Derzeit steht das KI-Tool von ChatGPT für jedermann als kostenlose Testversion zur Verfügung. Nach nur fünf Tagen wurde die Schwelle von einer Million Nutzer erreicht, was ein bislang einzigartiges Wachstum darstellt.

Hunderte Unternehmen setzen bereits auf OpenAI

Software des KI-Unternehmens OpenAI wird bereits heute von hunderten Unternehmen weltweit verwendet. Dies gilt insbesondere für die Branchen Technologie und Bildung. Dies zeigen Daten, die von der Plattform für Unternehmens-Software "Enterprise Apps Today" veröffentlicht worden sind. Weniger verbreitet sind OpenAI-Anwendungen bei Regierungen, in den Medien und – in der nachfolgenden Statista-Grafik aus Platzgründen nicht mehr genannt – im Gastgewerbe, in Anwaltskanzleien und im Kultursektor.

Der Aufstieg von ChatGPT ist ein Wendepunkt für die Künstliche Intelligenz

Der kometenhafte Aufstieg von ChatGPT könnte ein Wendepunkt für die Künstliche Intelligenz (KI) sein. Zum ersten Mal wird KI für Millionen von normalen Menschen unmittelbar erlebbar. Was für ein Gamechanger die von OpenAi geschaffene Software ist, zeigt unter anderem, dass sowohl Alphabet als auch Microsoft bei der Ankündigung ihrer Umstrukturierungspläne Anfang des Monats die Umstellung auf KI als eine der größten Herausforderungen bezeichneten.

Doch welche Veränderungen erwarten die Verbraucher letztlich durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz und welche Lebensbereiche werden in den nächsten drei bis fünf Jahren am ehesten davon betroffen sein? Ipsos führte dazu bereits Ende 2021 eine weltweite Umfrage durch. Dabei kam heraus, dass jeweils ein Drittel der fast 20.000 Befragten denken, dass KI in den Bereichen Bildung, Sicherheit und Arbeit Auswirkungen haben wird. Dagegen rechnen nur jeweils rund 15% mit Effekten auf Ernährung oder persönliche Beziehungen.

Künstliche Intelligenz in Banken: Anwendungen wie ChatGPT sind ein Gamechanger

Finanzinstitute stehen vor einem tiefgreifenden technologischen und kulturellen Wandel: Immer mehr Aufgaben lassen sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) schneller und effizienter erledigen. Das zeigen Anwendungen wie ChatGPT, die Kunden und Mitarbeiter auch in komplexen Situationen unterstützen können. Aktuell fehlen seitens des Regulators jedoch konkrete Vorgaben und Regularien für einen flächendeckenden Einsatz. Dennoch sollten die Banken sich schnellstmöglich dem Thema widmen, um nicht den Anschluss zu verlieren, wie eine aktuelle Coinfinpro-Analyse zeigt.

ChatGPT ist ein Gamechanger für die Branche. Die Anwendung macht KI greifbarer und erlebbarer. Sie arbeitet hocheffizient und ist sieben Tage die Woche 24 Stunden einsatzbereit. Allerdings bedarf es weiterhin einer Verbesserung der Ergebnisse so das Fazit von Coinfinpro. Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Banken und Fondsgesellschaften in der Management-, Fach- und Technologieberatung. Zu den Kunden zählen große Geschäfts-, Landes- und Förderbanken sowie die genossenschaftliche Finanzgruppe.

Banken dürfen den KI-Trend nicht verschlafen – Bankkunden auch nicht!

Absehbar ist, dass in den kommenden Monaten ähnlich leistungsfähige neue KI-Anwendungen auf den Markt kommen. Daher sollten die Banken ihre übliche Zurückhaltung bei neuen Technologien aufgeben und schnell Einsatzmöglichkeiten ausloten. Die neuen KI-Anwendungen sind nicht mit den holprigen Chatbots der vergangenen Jahre zu vergleichen. Sie sind kreative und effizienzsteigernde Helfer im Alltag, die wohl die disruptivste Technologie der letzten Jahre darstellen. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels kann es sich keine Bank leisten, diesen Trend zu verschlafen, so Cofinpro.

Auf Kundenseite hat nach Ansicht des Cofinpro-Beraters bereits ein Umdenken stattgefunden: Früher fremdelten viele User mit KI-Assistenten, heute gibt es deutlich weniger Berührungsängste. Jüngere Nutzer sind oft sehr offen gegenüber der Interaktion mit einer KI. Banken sollten diesen Trend berücksichtigen und offensiv die Einführung von KI-Anwendungen umsetzen. Die Vorgehensweise dafür:

1. Mitarbeiter mit den Möglichkeiten einer KI vertraut machen

Banken haben in der Vergangenheit weniger innovationsorientiert gearbeitet, sondern sich eher auf Produkte und Prozesse fokussiert. Nun gilt es, einen neuen Ansatz zu wählen, bei dem digitale Innovationen im Rahmen eines Kulturwandels schrittweise integriert werden. Anwendungen wie ChatGPT sind zunächst mit einfachen Anwendungsfällen auszutesten. Statt nur über Trends zu reden, sollten Institute ihre Mitarbeiter ermutigen und das Tool für gezielte Use Cases in eine Testphase nehmen. ChatGPT könnte beispielsweise in einem ersten Schritt neue Möglichkeiten im Bereich der Aus-, Weiterbildung oder des First Level Supports für Berater bieten.

2. Use Cases identifizieren, die ohne große Hürden umgesetzt werden können

Noch limitiert der Regulator viele Anwendungsmöglichkeiten im Finanzbereich durch mangelnde Vorgaben. Den Banken bleiben dennoch genügend Einsatzmöglichkeiten für KI-Anwendungen, beispielsweise in der internen Weiterbildung, verschiedenen Backoffice-Prozessen oder auch in der Unterstützung von allgemeinen Informations- und Beratungsgesprächen.

3. In Innovationslaboren die Zukunft des Bankings neu denken

Die Stärken einer KI liegen darin, in großen Datenmengen Muster und Trends aufzuspüren. Damit ist das Tool ideal, um maßgeschneiderte Angebote zu erstellen oder Prozesse anzustoßen: So könnte man beispielsweise Kundenmuster erkennen und über Trendanalysen passende Produktempfehlungen ermitteln. Damit wäre ein Berater optimal vorbereitet, um den Kunden proaktiv anzusprechen. Solche Anwendungen können jetzt schon in den Innovation Labs der Banken entwickelt und ausprobiert werden.

KI-Anwendungen wie ChatGPT werden menschliche Berater natürlich auch langfristig nicht ersetzen, aber sie reifen zu einem wichtigen und wettbewerbsentscheidenden Werkzeug in einer hybriden Arbeitswelt. Was der Maschine heute und auf absehbare Zeit noch fehlt, sind Emotionen. Vertrauensvolle Gespräche bleiben daher die Domäne des Bankberaters, der aber zunehmend von KI unterstützt wird, so die Branchenexperten von Coinfinpro. Weiterführende Informationen zu den Geldsystemen der Zukunft finden Sie auch fortlaufend auf unserem Themen-Portal: KRYPTO-X.BIZ

Asien ist auf dem Weg zum KI-Inkubator

An Endkonsumenten gerichtete und teilweise monetarisierte KI-Produkte wie die vom Startup OpenAI veröffentlichten Tools ChatGPT und Dall-E oder das von der Ludwig-Maximilians-Universität München initiierte Projekt Stable Diffusion dominieren derzeit die Berichterstattung über künstliche Intelligenz. Dabei boomt die Forschung in Themenbereichen wie Maschinenlernen oder Natural Language Processing schon seit Jahrzehnten, vor allem im asiatischen Raum. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des OECD.AI Policy Observatory zeigt, hat vor allem China den Vorsprung der USA und der EU-Staaten längst aufgeholt.

Wurden im Jahr 2000 in der Volksrepublik nur etwa 5.000 Forschungsarbeiten aus dem Bereich KI eingereicht, waren es 2010 bereits mehr als 100.000. Mittlerweile liegt China mit den USA gleichauf, andere große Volkswirtschaften wie das Vereinigte Königreich und Japan hinken im Vergleich deutlich hinterher. Zu einem potenziellen neuen Hotspot für entsprechende Forschungsprojekte könnte sich Indien entwickeln. Indische Forscher publizierten im Jahr 2000 rund 1.000 Forschungsarbeiten in diesem Bereich, innerhalb der letzten Dekade wurden mehr als 37.000 weitere Arbeiten aus dem Themenkomplex KI veröffentlicht. Das entspricht einem Zuwachs von 4.500 Prozent über die letzten zwei Jahrzehnte, mehr als das Zehnfache der Wachstumsrate in westlichen KI-Forschungshochburgen.

Neben Produkten für Endkunden, die aufgrund einer unklaren Urheberrechtslage und der Nutzung geschützter Werke in den zugrundeliegenden Datenbanken seitens zahlreicher Kreativarbeiter in der Kritik stehen, wird Künstliche Intelligenz schon länger in zahlreichen Industriebereichen eingesetzt. Zu den prominentesten Anwendungsbeispielen gehören Industrierobotik, Sprachassistenten, autonomes Fahren und medizinische Lösungen. Belastbare Umsatzprognosen für den KI-Sektor sind derzeit jedoch kaum möglich. Für 2022 schwanken Schätzungen des Umsatzes mit KI-Software beispielsweise zwischen 50 und 210 Milliarden US-Dollar, IDC geht für das vergangene Jahr von einem Gesamtumsatz im KI-Segment von 450 Milliarden US-Dollar aus.

Deutschland: Krisenmodus statt Innovationstreiber!

Unternehmen in Deutschland erkennen vor allem Chancen im Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und sehen verglichen mit dem Vorjahr mehr Vorteile beim Einsatz der Technologie – zugleich steigt der Anteil der Unternehmen, die KI im Einsatz haben, nur sehr langsam. Beklagt werden vor allem ein Mangel an Fachkräften und Daten.

Das sind Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 606 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aus allen Branchen in Deutschland befragt wurden. Demnach sehen 18% KI weit überwiegend als Chance für das eigene Unternehmen, 47% eher als Chance.

Nur 9% der Unternehmen setzen bislang KI ein

Nur 20% sehen KI eher als Risiko, gerade einmal 1% weit überwiegend als Risiko. Allerdings geben nur 9% an, KI selbst einzusetzen. Vor einem Jahr waren es 8%. Zugleich sagen nur noch 25%, sie diskutieren oder planen den KI-Einsatz. Vor einem Jahr waren es noch 30%, vor zwei Jahren aber nur 22%. Der Anteil der Unternehmen, für die KI kein Thema ist, steigt von 59 auf 64%.

Viele Unternehmen sind gezwungen, in einen Krisenmodus zu schalten:

Steigende Energiekosten und hohe Inflationsraten sowie unterbrochene Lieferketten als Folge von Corona-Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine setzen der Wirtschaft zu. Da bleibt wenig Raum, an neue Technologien und Geschäftsmodelle für die Zukunft zu denken.

Künstliche Intelligenz ist aber eine Schlüsseltechnologie, die praktisch überall zum Einsatz kommt – ob in der Automobilbranche, im Maschinenbau oder im Dienstleistungsbereich. Wichtig ist, dass wir in Deutschland Zugang zu für KI notwendige Daten ermöglichen und erleichtern und der Datennutzung nicht ständig neue Steine in den Weg legen, so die Bitkom-Analyse.

Vor allem große Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz

Aktuell ist der KI-Einsatz vor allem eine Frage der Unternehmensgröße. Unter den Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten setzen nur 5% KI ein, bei denen mit 100 bis 499 sowie 500 bis 1.999 Beschäftigten sind es dagegen 18%. Und fast jedes zweite Unternehmen (48%) mit 2.000 oder mehr Beschäftigten nutzt bereits KI. Während das Gros der Unternehmen beim Einsatz noch zurückhaltend ist, sehen nur 3% keine Vorteile von KI in Unternehmen. Vor allem schnellere und präzisere Problemanalysen (52%) sowie beschleunigte Prozesse (43%) und ein geringerer Ressourcenverbrauch (39%) werden hervorgehoben.

Aber auch im Personalbereich werden Vorteile gesehen, etwa die Vermeidung menschlicher Fehler (38 %) und die Möglichkeit, durch KI Expertenwissen ins Unternehmen zu holen (36%). 26% sagen, durch KI könnten sich Beschäftigte auf andere Aufgaben konzentrieren. KI kann aber auch einen Beitrag für das Geschäftsmodell liefern. 46% sehen allgemein eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit durch KI, 27% erwarten verbesserte und 21% völlig neue Produkte oder Dienstleistungen mit Hilfe von KI. Kostensenkungen nennen dagegen nur 11% als einen Vorteil von KI. Unternehmen sollten die Möglichkeiten von KI für neue oder verbesserte Produkte und Dienstleistungen stärker nutzen. Mit KI lassen sich nicht nur bestehende Prozesse optimieren, KI kann auch das Geschäftsmodell verändern, so ein weiteres KI-Fazit.

Die größte Sorge der Unternehmen vor KI liegt in IT-Sicherheitsrisiken

Alle Unternehmen sehen aber auch Risiken beim Einsatz von KI. Am häufigsten genannt werden die Sorge vor neuen IT-Sicherheitsrisiken (79%), Verstöße gegen Datenschutzvorgaben (61%) sowie mögliche Anwendungsfehler bei der KI-Nutzung (59%). Rund die Hälfte der Unternehmen sorgt sich jeweils vor einer mangelnden Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse (49%), Fehler bei der Programmierung (48%), einer mangelnden Beherrschbarkeit von KI-Systemen (48%) sowie davor, dass Fehlerquellen in den Lerndatenbeständen nur schwer erkennbar sind (47%).

42% beklagen fehlende Lerndatenbestände, 40% Haftungsverpflichtungen bei Schäden und 39% Know-how-Verlust im Unternehmen durch den KI-Einsatz. In jedem dritten Unternehmen (33%) wird angesichts der kritischen öffentlichen Debatte zu KI ein möglicher Image-Schaden befürchtet. Dagegen spielt Ablehnung in der Belegschaft nur eine untergeordnete Rolle: Nur 27% sehen eine Verunsicherung der Beschäftigten als Risiko, ebenso viele einen Kontroll- bzw. Kompetenzverlust bei Führungskräften.

Und gerade einmal 16% befürchten, dass KI die Unmündigkeit der Beschäftigten fördert. Es braucht mehr Aufklärung zum KI-Einsatz, an dieser Stelle sind auch die Anbieter gefordert – und wir müssen aufpassen, dass wir nicht Regulierung vor Ermöglichung stellen, so die Bitkom-Analyse.

KI-Investitionen steigen langsam

In den kommenden Jahren werden die Investitionen der deutschen Wirtschaft in Künstliche Intelligenz steigen – aber nur langsam. 5% haben bereits vor 2021 investiert, ebenso viele im vergangenen Jahr. 6% investieren im laufenden Jahr in KI, 10% haben das für 2023 vorgesehen. Und 20% wollen 2024 oder später investieren. Aber rund zwei Drittel (64%) haben noch nicht investiert und planen auch keine Investitionen für die Zukunft.

Dann könnte KI auch in weitere Unternehmensbereiche einziehen. Bislang wird die Technologie in den Unternehmen, die bereits KI nutzen, vor allem im Marketing (81%) und zur Kundenbindung (61%) verwendet. Rund die Hälfte setzt KI in der Produktion ein (54%), im Einkauf (54%), und in der Buchhaltung (50%). Eher selten unterstützt KI bei der Strategieerstellung (38%), in der IT-Abteilung und der Logistik (je 35%) sowie in der Personalabteilung (23%) und in Forschung und Entwicklung (15%). Praktisch kein Unternehmen (0%) verwendet KI in der Rechts- und Steuerabteilung.

Ganz anders sieht das Bild aus, wenn man die Unternehmen fragt, die derzeit noch keine KI einsetzen. Von ihnen halten 86% den KI-Einsatz zur Kundenbindung in Zukunft für wahrscheinlich, 82% in der IT-Abteilung, 81% im Einkauf sowie jeweils 80 Prozent in der Produktion und in der Buchhaltung. Dahinter folgen Strategieentwicklung (71%), Logistik (70%) und Personalabteilung (60%). Aber auch 40% halten KI in Forschung und Entwicklung für wahrscheinlich, 37% in der Steuerabteilung.

Die Natürliche Dummheit ist gefährlicher als die Künstliche Intelligenz!

Mein Fazit: Die Natürliche Dummheit (ND) ist weit risikanter als die Künstliche Intelligenz (KI), das zeigt der Blick auf die Geschichte der Menschheit. Deswegen sollten - unter Beachtung der Risiken - die neuen Möglichkeiten der KI ergebnisoffen und progressiv angegangen werden.

Meine Empfehlung: Investieren auch Sie spätestens jetzt in die Künstliche Intelligenz!

Ich setze - auch - im Rahmen meines Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz vertraulich“ auf ein breit gestreutes Investment in die Künstliche Intelligenz, dass Sie sich ganz einfach und intelligent in Ihr Wertpapierdepot legen können. 

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


Echte Werte statt Euro!

(22.04.21) Seit dem Jahr 1999 haben im Zuge der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion mittlerweile 19 Mitgliedsstaaten ihre nationalen Landeswährungen aufgegeben und den Euro als gemeinschaftliche Währung übernommen. Dadurch ist der Euro heute das gesetzliche Zahlungsmittel für rund 340 Millionen Menschen. Bei allen Vorteilen die seitens der Politik und der Notenbanken stets im Hinblick auf die Einführung des Euro „propagandiert“ werden ist der Euro für mich eine Fehlkonstruktion. Weil der große Fehler begangenen wurde, eine Wirtschafts- und Währungsunion umzusetzen, ohne parallel dazu auch eine Steuer- und Sozialunion umzusetzen.

Die „Vereinigten Staaten von Europa“ wären in diesem Kontext aber auch kaum umsetzbar gewesen, aufgrund der massiven Unterschiede in den einzelnen Ländern. Deswegen sollten Strukturreformen auf den Weg gebracht werden, die aber noch nicht einmal annähernd umgesetzt wurden. Deutschlands Exportwirtschaft profitiert - ohne jeglichen Zweifel - stark vom Euro-Binnenmarkt. Für die ehemaligen Weichwährungsländer aus Südeuropa wie Italien, Portugal, Griechenland oder Spanien ist der Euro hingegen eine große Belastung, da er schlicht zu stark ist, im Hinblick auf die Produktivität der dortigen Volkswirtschaften und die Strukturen der Sozialsysteme.

Robert Mundell: Ein Vater des Euro ist verstorben

Politisch vermutlich kaum vermittelbar wäre es ökonomisch aus meiner Sicht intelligent gewesen - als Vorstufe der totalen Währungsunion - einen Nord- und einen Südeuro einzuführen. Somit hätten die wirtschaftlich starken Länder mit dem Nordeuro starten können und die Weichwährungsländer hätten ihre Hausaufgaben erledigen können, bis sie nach entsprechenden Strukturreformen in den Nordeuro aufgenommen werden.

Als „Vater des Euro“ ist überwiegend der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel bekannt. Der Euro hat aber mehrere Väter. Zu ihnen zählt beispielsweise auch der in Kanada geborene Ökonom Robert Mundell, der an Ostern im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Seine Forschungsarbeiten gelten als die theoretische Grundlage, für die länderübergreifende Einführung von Währungen.

Wie all seine Väter wird auch der Euro in seiner heutigen Konzeption sterben. Darauf müssen Sie sich heute schon vorbereiten, durch intelligente Kapitalschutz-Strategien!

Die Welt versinkt in Schulden

Die globale Staatsverschuldung ist im Jahr 2020 um 17,4% bzw. 9,3 Billionen US-Dollar auf einen neuen Rekordwert von 62,5 Billionen US-Dollar angestiegen. In Deutschland ist die Staatsverschuldung mit Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr von 57% auf 73% angestiegen. Im Jahr 2021 werden die staatlichen Corona-Rettungsmaßnahmen und Steuerausfälle weitere, massive Löcher in die globalen Staatshaushalte reißen. Die weltweite Pro-Kopf-Verschuldung beträgt mittlerweile 13.050 US-Dollar.

Auf Datenbasis des Janus Henderson Sovereign Debt Index nahmen 2020 Staaten weltweit Schulden auf, die einem Volumen von acht Jahren entsprechen, um die globale Pandemie zu bekämpfen. Gleichzeitig erhöhten ihre Schulden um mehr als ein Sechstel. Da acht von zehn Staaten im Index in eine Rezession rutschten, stockten die Regierungen ihre Haushaltskasse um 9,3 Billionen US-Dollar auf, was wiederum einem Siebtel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts entspricht. Dieser Wert ist deutlich höherer als jener, der zur Stützung der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise des Jahres 2008 erforderlich war.

Bereits seit Monaten ist mein Eindruck, dass die Pandemie das perfekte Alibi ist für die Politik, um viele Probleme einfach pauschal damit zu begründen: Corona ist schuld! Bereits vor der Pandemie hatten die Staaten der Welt in jedem der letzten 25 Jahre ein Defizit, da die Ausgaben höher waren als die Steuereinnahmen. In Deutschland haben sich die Schulden zwischen 1995 und 2020 verdoppelt: Von 1,4 Billionen auf 2,8 Billionen US-Dollar. Trotz der stark gestiegenen Verschuldung hat sich die Zinslast nicht erhöht. 2020 mussten die Staaten weltweit nur noch 2% Prozent für ihre Kredite zahlen, 1995 waren es noch 7,6%.

Digitalbildung: Wissenslücke Algorithmen

Nachhaltig steigende Zinsen würden somit zu einem Kollaps der Staatshaushalte und Währungen führen! Vor diesen Rahmenbedingungen werden alternative und limitierte Werte, die frei von Schulden sind, weiter attraktiv bleiben. Ebenso schuldenfreie Währungen die limitiert und zusätzlich unabhängig von der Zentralinstanz einer Notenbank sind, wie allen voran der Bitcoin! Falls Sie sich jetzt fragen, was denn ein Bitcoin mit einem echten Wert zu tun haben soll ist meine Antwort:

Unser Leben ist längst geprägt von Algorithmen. Hinter dem Bitcoin steht ein mächtiger und wertvoller Algorithmus, der immer mehr Anerkennung, Anwendung und Vertrauen findet. Das fehlende Verständnis für den Bitcoin liegt nach meiner Überzeugung auch dahingehend begründet, dass viele Bürger viel zu wenig über Algorithmen wissen. Diese mathematische wie digitale Bildungslücke gilt es zu schließen. Der Bitcoin kann scheitern, der Euro wird mit Sicherheit scheitern!

Wissen zu dieser Thematik rund um Bitcoin, Blockchain, FinTech und Co. finden Sie auf unserem Portal KRYPTO-X.BIZ.

Immobile Werte bleiben gefragt

Zahlreiche Kapitalanleger investieren aufgrund der Niedrigzinsen in Immobilien. Daher werden beispielsweise Eigentumswohnungen in Deutschland immer teurer. Diese Entwicklung hat auch die Corona-Krise nicht ausgebremst. Laut aktueller Daten des Forschungsinstituts Empirica lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen Ende 2020 bei 2963 Euro pro Quadratmeter.

Die Angaben beziehen sich auf unmöblierte Eigentumswohnungen aller Baujahre mit einer Größe von 60 bis 80 Quadratmeter und einer guten Ausstattung. Wie die Statista-Grafik zeigt, hat sich der Angebotspreis für Eigentumswohnungen somit in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Ende des Jahres 2010 lag er im Schnitt noch bei 1360 Euro pro Quadratmeter.

Mobile Werte: Der Blick auf die wertvollsten Diamanten

Uhren, Whiskey oder seltene Diamanten - wer sein Geld alternativ anlegen möchte, hat die Qual der Wahl. Regelmäßig empfehle ich meinen Lesern von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH attraktive Alternativ-Investments. Zuletzt in der Mai-Ausgabe beispielsweise zwei neue Rolex-Modelle. Ebenso zählen Investment-Empfehlungen in Diamanten oder Spirituosen seit Jahren zu meinen Basis-Empfehlungen in diesem Segment.

Das Auktionshaus Sotheby’s versteigerte 2020 den schwersten und teuersten geschliffenen Diamanten, der jemals bei einer ausschließlichen Online-Auktion angeboten wurde. Der 102 Karat schwere Edelstein ging für umgerechnet rund 15,7 Millionen US-Dollar an einen Bieter aus Japan, der den namenlosen Diamanten zu Ehren seiner Tochter “Maiko Star” nannte.

Der “Maiko Star” hält nun zwar den Rekord für Online-Auktionen von Diamanten, allerdings kommt er bei weitem nicht an die Summen heran, welche die teuersten jemals versteigerten Juwelen erzielen konnten. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis der Daten von Ritani zeigt, ist der “Pink Star” mit rund 71 Millionen US-Dollar der teuerste aller versteigerten Edelsteine. Auf Platz zwei und drei folgen der “Oppenheimer Blue Diamond” (57,5 Mio.) und der “Graff Pink Diamond” (46 Mio.).

Echte Werte: Die gefragtesten Alternativ-Investments

In einem aktuellen Report hat die britische Immobilienagentur Knight Frank die beliebtesten Luxusartikel bei Investoren weltweit für das Jahr 2020 ermittelt. Das Ergebnis: Ganz vorne lagen im vergangenen Jahr Investitionen in Gemälde und andere Kunstgegenstände, die häufig auf Auktionen, z. B. von Sotheby's, versteigert werden. Oldtimer und Uhren belegten den zweiten und dritten Rang weltweit. Für die Studie befragte Knight Frank über 600 Privatbankiers, Vermögensberater und Family Offices weltweit.

Die größte Wertsteigerung hat jedoch ein anderer Luxusartikel: Seltene Whiskeysorten haben Knight Frank zufolge eine Wertsteigerung von 478% innerhalb von zehn Jahren. Da können auch Weine nicht mithalten, wie die Statista-Grafik zeigt - dort liegt das Zehn-Jahres-Wachstum der Vermögenswerte bei lediglich 127%.

Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com