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Frage der Zeit: Die Deutsche CommerzBank!

Als ich im Jahr 1994 meine Bankenlehre bei der genossenschaftlichen Volksbank in Neu-Ulm begonnen habe, gab es in Deutschland noch zahlreiche solide und angesehene Großbanken. Allen voran selbstverständlich die altehrwürdige und damals mächtige Deutsche Bank. Aber auch die Commerzbank, die Dresdner Bank, die Vereinsbank, die Hypobank oder die Postbank.

Vorbild HypoVereinsbank oder HSH Nordbank? Verkauf nach Fusion!

Seither ist sehr viel passiert. Die Vereinsbank und die Hypobank fusionierten bereits vor vielen Jahren zur HypoVereinsbank (HVB). Diese Bank ist heute nicht mehr eigenständig, sondern fungiert in Deutschland als Marke der UniCredit Bank AG aus Italien. Die ebenso altehrwürdige Dresdner Bank, deren Wurzeln bis in das Jahr 1872 zurückreichten wurde 2009 von der Commerzbank übernommen.

Die Postbank ist bereits ein Teil der Deutschen Bank und nur noch eine Zweigniederlassung und Marke des deutschen Kreditinstitutes DB Privat- und Firmenkundenbank. Unter den großen privaten Banken in Deutschland sind somit – neben dem Sparkassen- und Genossenschaftssektor – nur noch die Deutsche Bank und die Commerzbank übriggeblieben.

 

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Deutschland braucht eine starke deutsche Bank mit Sitz in Deutschland!

Sowohl die „blaue Bank“ als auch die „gelbe Bank“ haben international längst den Anschluss verloren und sind überwiegend mit sich selbst und ihren Altlasten beschäftigt. Eine Fusion zu einer Deutschen CommerzBank erachte ich für die kommenden Jahre als sehr wahrscheinlich. Allein die Fusion zweier „Blinder“ schärft aber nicht die Zukunftsfähigkeit.

Verhindert werden muss nach meiner Einschätzung allerdings unbedingt ein Verkauf ins Ausland wie im Falle der HypoVereinsbank. Deutschland braucht aus strategischen und volkswirtschaftlichen Gründen nach meiner Überzeugung eine starke, weil solide und gesunde deutsche Bank mit Sitz in Deutschland. Die Deutsche Bank sollte also wieder zu einer deutschen Bank transformieren. Die negative Entwicklung der Landesbanken in Deutschland muss eine Warnung sein. Allen voran das Scheitern der HSH Nordbank.

Die meisten deutschen Landesbanken sind bereits verschwunden

In der Schweiz gibt es ein Kantonalbanksystem mit 24 Kantonalbanken. Dieses System hat sich grundlegend bewährt und ist solide konzipiert. Von der Aargauischen Kantonalbank bis zur sehr bekannten Zürcher Kantonalbank. Was ein Gegensatz dazu hingegen in Deutschland. Das Gegenstück der Kantonalbanken in der Schweiz sind die Landesbanken in Deutschland. Auch sie sind Anstalten des öffentlichen Rechts. In Österreich hatte diese Funktion einst der Hyposektor.

Im Zuge der Finanzkrise 2008 wurde deutlich, dass sich zahlreiche deutsche Landesbanken schlicht international verzockt hatten. Ihre einstigen Geschäftsmodelle sind weggebrochen. Zwangsfusionen waren die Folge. Heute gibt es noch 5 Landesbanken. Die Bayerische Landesbank (BayernLB), die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba), Norddeutsche Landesbank – Girozentrale – (Nord/LB) und die Landesbank Saar (SaarLB).

Das dramatischte Beispiel des Missmanagements bei den Landesbanken stellt sicherlich die HSH Nordbank dar. Die Pleitebank musste auf Kosten der Steuerzahler mehrfach gerettet werden, um einen Finanzkollaps zu verhindern. Nach einer EU-Vorgabe musste die Bank im März 2018 entweder verkauft oder abgewickelt werden. Geplant ist ein Notverkauf an den bekannten US-Finanzinvestor Cerberus.

 

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Setzen Sie auf solide Auslandsbanken außerhalb der EU-Bankenunion!

Die Deutsche Bank muss – ebenso wie die Commerzbank – endlich zurückfinden zu ihrer Solidität aus der Vergangenheit, als Vertrauensbasis für die Zukunft. Ob das gelingt bezweifle ich sehr stark. Für Sie als Privatanleger aber auch als Freiberufler oder Unternehmer gibt es weit bessere Banken in Deutschland, aber vor allem im Ausland, außerhalb der Europäischen Union.

Ich bin seit vielen Jahren aufgrund der politischen Stabilität, verbunden mit dem hohen Schutz der Eigentums-, Bürger- und Freiheitsrechte, ein großer Freund von Banken mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Kanada. Ich zeige Ihnen jetzt eine solide Online-Bank aus dem Königreich Norwegen, zur sicheren Optimierung Ihrer Liquiditätsreserven außerhalb der EU-Systeme. Weiterführende Informationen…

© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – Beachten Sie bitte unsere PREMIUM PARTNER

5 thoughts on “Frage der Zeit: Die Deutsche CommerzBank!

  1. Hallo, bin durch unseren Freund Gregor auf diesen spannenden Blog gestossen. Genau wie du habe auch ich es erlebt, die Konsolidierung des deutschen Bankensystems. Und es geht weiter, Voba um Voba, Sparkasse um Sparkasse fusionieren. Das Problem wird wie bei Coba und Deuba nicht dadurch gelöst, nur verschoben. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Gleichzeitig sind Unternehmen wie Amazon, paypal, Apple, Google und Facebook dabei immer mehr in den Finanzbereich vorzustossen, Fintechs wie Revolut gewinnen 2 Mio Kunden in knapp 3 Jahren, das wird ein Blutbad werden. Daher bin ich mal gespannt was von deutschen Banken noch übrigbleibt, die leider jeden Trend verschlafen und immer zu spät kommen.(siehe paypal, siehe Geld per Messenger) Die Deutsche Bank hat ihre Pläne zum Bau einer eigenen reinen Digitalbank nun eingestellt wie ich erfahren habe.

  2. Unsere Deutschen Banken haben ja zum großen Teil vergessen, wer und wofür sie sind!
    Geht man heute noch an einen Bankschalter, kommt man ohne dort nach Ansprache keinen Vertrag unterschrieben zu haben, bei einem der “Verkäufer”, ist man unnormal.
    Zumindest für unsere heutigen Bankvorstände!
    Dann wird angerufen, wird geworben um Gesprächstermine, wenn man mal ein paar Kröten mehr auf dem Kontokorrent liegen hat.
    Will man Kredit haben, muß man 200% Sicherheiten bringen und die Bürgschaft von der Oma.
    Das erlebte ich in den 60-er Jahren im Kleinkreditgeschäft. Da hat sich eine Wandlung vollzogen. Kleinkreditnehmern und Versandhausbestellern werden Kredite hinterhergeworfen.
    Braucht man Kredit für einen Hausbau mit einigen Wohnungen, wird man sofort in die Schiene der Bauträger gestellt. Die bekommen sowieso bei DB und Commerzbank keinen Kredit.
    Bauträger müssen die Liquidität längst in der Tasche haben ,wenn sie Neues beginnen wollen.
    Bank ist nicht mehr Bank!
    Mit leichten Problemen bei Gewerbebetrieben wird man schnell nervös. Da wird dann schon mal der Kontokorrentkredit gestrichen, damit dieser kleine Unternehmen sofort zu machen kann.
    Dann kommen die Hyänen. Selbst Volksbanken verkaufen Kreditpakete, Sparkassen und vor allem die Commerzbank tat es in großem Stil. Da waren: Hudson Advisors, Wynnewood CPM in Luxemburg, eine Schwipptochter des Verein Creditreform e.V. .
    Die zeigen es den “lieben” Bankkunden schon mal, was eine Harke ist!
    Es wird nicht mehr zugehört, es wird vom Schreibtisch herunter entschieden!
    Es ist eine verdrehte Welt!
    Ach – das hätte ich bald ganz vergessen: Wenn der Häuslebauer es tatsächlich schafft, einen Kredit zu bekommen, wenn er als Zusatzversicherung seine Altersversorgung und das Privathaus mit verpfändet, dann kommt die Aussage: “Wir können ja dann die Wohnungen über unsere Immobilienabteilung zum Verkauf anbieten”!
    Ja – 5% vom Verkaufspreis ist dann in der Tasche der Bank.
    Ist das Bankgeschäft?
    Leicht verdientes Geld, denn vor einigen Jahren sagte der Geschäftsführer einer Immobilienabteilung bei einer Regionalbank: In ein paar Jahren ist das gesamte Immobiliengeschäft sowieso in Bankenhand!
    Er hat sich versehen, aber durchaus beschäftigen sich auch heute Banken mit dem Bau von Wohnungen in Eigenregie oder sie kaufen namhafte Immobilienfirmen auf, um in deren Namen das verdeckte Geschäft machen zu können.
    Das macht Creditreform, das machen Banken, wenn die Kunden ihre “Hose runtergelassen haben”, alles aufgedeckt, die Bilanzen, das Vermögen, die Planungen und Gewinnaussichten.

  3. Ich vergaß:
    Die HSH-Nordbank, OLB in Oldenburg, Bremer Landesbank, Nord-LB in Hannover verkauften ihren Kunden auch steuersparenden Schiffsbeteiligungen, Fondsanteile an Schiffen u.s.w.
    Was kreditierten sie denn?
    Das eingezahlte Eigenkapital der Anleger ging auf in Provisionen für den Vertrieb, von dem auch die Bank profitierte, im der Prospektierung, Verwaltung, Abschöpfung.
    Teils wurden die Schiffe schon so teuer eingekauft, daß hintenherum schon Gewinne gefahren werden konnten. Der vermeintliche Kreditanteil am Kauf war der reale Kaufpreis bei der vorgelegten Kalkulation.
    Und die war auf Wachstum angelegt, die war progressiv!
    Hat man denn nicht gar Verkäufer bei Schiffsfonds erlebt, die schon bei der IBV in Berlin, der Gesellschaft von Berliner Sparkasse, Berlin-Hyp, Landesbank Hamburg und Sparkasse Berlin erlebt hatte? Die kannten das Geschäft, bei dem auch die Anleger mit 25% abgespeist wurden, obwohl der Berliner Senat 3 Mrd. zugeschossen hatte. Was ist das für eine Sache, die man “Geschäft” nennt?
    Haben da nicht gewisse Kreise das Geld in die Tasche gewirtschaftet, um mit Hilfe der Steuergesetze die Begehrlichkeit für verlustreiches Anlagen zu wecken und zum Kauf zu animieren?
    Ich bin frustriert, wenn man nicht schon aus dem Fördergebietsgesetz und davor mit den Bauherrengemeinschaften reiflich Erfahrung sammeln konnte.
    Diejenigen, die sich “Berater nennen oder nannten, sollten es gewußt haben.
    Aber die legen beim Fondsverkauf auch Gewinnkurven vor, die genau die Steigerung herauspicken.
    Die Jahres mit großen Verlusten, zum Beispiel um 2008 herum werden ausgeblendet.
    Es geht immer bergauf!

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