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Cyberverteidigung: Deutschland ist nur bedingt abwehrbereit!

Am 10. Oktober des Jahres 1962 erschien im “Spiegel” unter dem Titel “Bedingt abwehrbereit” ein Beitrag zum Verteidigungskonzept der Bundeswehr. Die Titelgeschichte berichtete kritisch über die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr und führte zur legendären Spiegel-Affäre mit der Verhaftung zahlreicher Journalisten. Allen voran dem Spiegel-Gründer Rudolf Augstein. Im Gegensatz zu damals werde ich als Journalist heute mit Sicherheit nicht verhaftet, wenn ich behaupte, dass Deutschland in Bezug auf die Cyberverteidigung ebenfalls nur bedingt abwehrbereit ist.

Deutsche sind skeptisch bezüglich ihrer Cyberverteidigung

Kein Profi, sondern, wie es Markus Beckedahl von netzpolitik.org ausdrückt, “ein junger, wütender Mensch ohne große Hacker-Fähigkeiten” ist wohl verantwortlich für den Diebstahl der Daten von 1.000 Politikern, Prominenten und Journalisten. Für den Stand der Cybersicherheit in der Bundesrepublik lässt das Böses ahnen.

Einer Umfrage des Pew Research Centers aus dem letzten Sommer zeigt, dass die Deutschen bezüglich der Cyberverteidigung ihres Landes eher skeptisch sind. Auch in den USA sieht sich nur eine knappe Mehrheit für einen großen Cyberangriff gut gerüstet. Zuversichtlicher zeigen sich dagegen Russen und ganz besonders Israelis, wie die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht.

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Was tun für mehr Cybersicherheit?

Der Daten-Diebstahl bei 1.000 Politikern, Prominenten und Journalisten hat das Thema Datenschutz- beziehungsweise -sicherheit wieder mal in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses geweckt. Eine Statista-Umfrage aus dem letzten Jahr zeigt, welche Maßnahmen für mehr Cybersicherheit die Deutschen befürworten.

Fast jeder zweite Befragte will, dass die Regierung Website-Betreiber stärker zur Verantwortung zieht. Ähnlich viele wünschen sich, dass den zuständigen Behörden mehr Geld für Cybersecurity zur Verfügung gestellt wird. Rund 37 Prozent ist dafür, dass die Regierung bei Cyberangriffen Gegenschläge (“Hack Back”) durchführen darf.

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Internet: Die Sorge vor einem Datenmissbrauch steigt!

Bei Internetnutzern überwiegt die Sorge vor einem Missbrauch persönlicher Daten: 61 Prozent haben sehr große oder große Sorge vor einem Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Nur 39 Prozent haben geringe oder gar keine Sorge vor einem Missbrauch persönlicher Daten.

Das hat eine Umfrage des ARD-Deutschland-Trends im Auftrag der ARD-Tagesthemen aktuell ergeben. Bei den 18-34-Jährigen ist die Sorge am geringsten: In dieser Altersgruppe gab eine knappe Mehrheit (51 Prozent) der Befragten an, dass sie geringe bzw. gar keine Sorge vor einem Missbrauch persönlicher Daten habe.

60 Prozent der Internet-Nutzer geben so wenig Daten an wie möglich

Bei der Angabe persönlicher Daten im Internet zeigt sich bei Internetnutzern eine deutliche Tendenz: 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie so wenig wie möglich persönliche Daten im Internet angeben, auch wenn sie deshalb manche Dienste nicht nutzen können. 37 Prozent sagten, dass sie in Kauf nehmen, dass persönliche Daten erforderlich sind, damit sie bestimmte Dienste nutzen können. Und nur 3 Prozent gaben an, dass sie die Angabe persönlicher Daten im Internet unproblematisch finden.

Geht es um den Schutz vor Datenmissbrauch, so sagten 90 Prozent der befragten Internetnutzer, dass sie niemals E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnen würden. 83 Prozent sagen, dass sie regelmäßig Software-Updates auf Computern oder Smartphones installieren. Eine Mehrheit (56 Prozent) gab an, dass sie keine öffentlichen WLAN-Hotspots verwenden.

Gefragt zur Zwei-Faktor-Authentifizierung, die sowohl bei Online-Banking als auch teilweise bei E-Mail-Diensten und anderen Internet-Anwendungen verwendet wird, sagen 46 Prozent der Befragten, dass sie häufig diese Form nutzen würden. 40 Prozent sagen, dass sie mindestens alle paar Monate die Passwörter ihrer Online-Zugänge erneuern würden.

In puncto Digitalisierung unserer Gesellschaft ist eine Mehrheit der befragten Deutschen der Ansicht, dass sich Chancen und Risiken die Waage halten, nämlich 53 Prozent der Befragten. 25 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Chancen überwiegen. 17 Prozent sind der Ansicht, dass die Risiken überwiegen.

Digitale Selbstverteidigung: Erhöhen Sie jetzt Ihren Datenschutz!

Wer Internetdienste nutzen möchte, muss dafür häufig persönliche Daten wie die eigene Email-Adresse preisgeben. Für die Sicherheit solcher Daten sehen sich Internetnutzer zunehmend selbst in der Hauptverantwortung. Drei von vier (74 Prozent) sagen: Ich bin selbst für den Schutz meiner persönlichen Daten im Internet verantwortlich. Vor fünf Jahren gaben dies erst 62 Prozent an. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Personen, darunter 854 Internetnutzer, befragt wurden.

Die meisten Nutzer haben somit verstanden, dass sie selbst ihre persönlichen Daten schützen können und sollten. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) findet hingegen, dass der Staat für sichere Daten im Internet verantwortlich ist. Nur 3 Prozent geben an: Zuständig ist vorrangig die Wirtschaft, also Internetanbieter oder Hersteller von Hard- und Software.

Datenschutz: Das Bewusstsein für Eigenverantwortung über alle Altersklassen hinweg ist hoch

Dabei zeigt sich auch im Vergleich der Altersklassen kein Unterschied bei der Einschätzung, wer für die Sicherheit der eigenen Daten im Internet zuständig ist. Sowohl drei Viertel der 16- bis 29-jährigen (74 Prozent) sehen sich in der Pflicht als auch drei Viertel (74 Prozent) der Älteren ab 65 Jahren. Ein sicheres Internet ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die dennoch nur mit Einzelverantwortung gelingt.

Die Politik muss den Rechtsrahmen dafür setzen, den die Behörden entsprechend durchsetzen. Plattformanbieter und Hersteller müssen ihre Produkte und Dienste von vornherein so sicher wie möglich machen. Schließlich ist aber jeder Einzelne gefordert, gängige Sicherheitsmaßnahmen zu nutzen und bewusst mit seinen Daten umzugehen. Nehmen Sie Ihre Internet-Sicherheit jetzt selbst in die Hand!

In meinem Sonderreport „Datenschutz und Privatsphäre“ zeige ich Ihnen 7 Datenschutz-Strategien wie Sie sich wirkungsvoll vor staatlichen oder unternehmerischen Datenschnüfflern oder kriminellen Hackern schützen. Beispielsweise durch ein E-Mail-Konto oder einen Datensafe in der Schweiz, eine Anti-Spionage-Software die Sie einfach nur in Ihren PC oder Laptop über einen USB-Stick anschließen können, oder wirkungsvolle Blocker und Schutzmaßnahmen für Ihren gechipten Personalausweis, Reisepass sowie Ihre Bank- und Kreditkarten! Weiterführende Informationen…

© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – Beachten Sie bitte unsere PREMIUM PARTNER

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