Risiko Finfluencer!
(08.10.26) Ein Finfluencer ist eine Person, die über soziale Medien Finanzthemen vermittelt und damit die Entscheidungen ihres Publikums beeinflusst. Der Begriff verbindet „Finance“ und „Influencer“. Gemeint sind beispielsweise Betreiber von YouTube-Kanälen, Instagram-Profilen, TikTok-Accounts oder Podcasts, die über Aktien, ETFs, Versicherungen, Trading und Kryptowährungen sprechen. Manche erklären wirtschaftliche Zusammenhänge, andere empfehlen konkrete Produkte oder werben für Finanzanbieter.
Die Bezeichnung allein sagt jedoch nichts über Ausbildung, Berufserfahrung oder Unabhängigkeit aus. Ein Finfluencer kann ein kompetenter Finanzexperte sein – oder ein geschickter Verkäufer, der die beworbenen Produkte selbst kaum versteht. Das Problem entsteht, wenn Zuschauer Reichweite mit Fachwissen verwechseln und aus einer sympathischen Präsentation auf die Qualität einer Anlageempfehlung schließen.
In der Finanzwelt sozialer Medien treffen seriöse Aufklärung, fachliche Inkompetenz, wirtschaftliche Eigeninteressen und gezielte Täuschung aufeinander. Wie groß die jeweiligen Gruppen sind, lässt sich nicht pauschal beziffern. Für Sie als Anleger ist aber entscheidend: Bereits ein einziger ungeprüfter Tipp kann erhebliche Verluste verursachen. Die BaFin warnt deshalb ausdrücklich vor unkritischem Vertrauen in Anlagetipps aus sozialen Medien.
Reichweite ist kein Kompetenznachweis
Ein hochwertig produziertes Video beweist zunächst, dass jemand Inhalte professionell präsentieren kann. Es beweist weder, dass er eine Bilanz versteht, noch dass er Risiken angemessen beurteilt. Wer einen steigenden Kurs überzeugend kommentiert, hat damit noch keine belastbare Anlagestrategie entwickelt. Besonders gefährlich wird es, wenn vereinfachte Erklärungen wesentliche Informationen ausblenden: Kosten, Verschuldung, Verwahrung, Liquidität oder die Möglichkeit eines Totalverlusts.
Auch Gewinn-Screenshots sind kein verlässlicher Leistungsnachweis. Sie können einzelne erfolgreiche Geschäfte zeigen, während Verluste, Gebühren und offene Positionen fehlen. Ein Depotgewinn von 30 Prozent klingt beeindruckend. Ohne Zeitraum, eingegangenes Risiko und Vergleichsmaßstab lässt sich daraus jedoch wenig ableiten. Hat der Gesamtmarkt im selben Zeitraum 40 Prozent gewonnen, relativiert sich das Ergebnis erheblich.
Prüfen Sie deshalb, ob ein Finfluencer seine Aussagen nachvollziehbar begründet. Verweist er auf Geschäftsberichte, offizielle Daten und überprüfbare Quellen? Erklärt er, unter welchen Bedingungen seine Einschätzung scheitern könnte? Korrigiert er Fehler sichtbar? Kompetenz zeigt sich besonders darin, wie jemand Unsicherheit, Gegenargumente und eigene Fehlentscheidungen behandelt.
Wer bezahlt, beeinflusst die Empfehlung
Ein zentraler Prüfpunkt ist das Geschäftsmodell. Finfluencer können mit Werbung, Vermittlungslinks, bezahlten Kooperationen, Abonnements, Seminaren und eigenen Produkten Geld verdienen. Das ist grundsätzlich legitim. Kritisch wird es, wenn Zuschauer den wirtschaftlichen Zusammenhang nicht erkennen oder eine Verkaufsbotschaft für eine unabhängige Analyse halten.
Die Vergütungsstruktur kann die Interessen erheblich verschieben. Wer für eine Kontoeröffnung bezahlt wird, hat einen Anreiz, möglichst viele Neukunden zu gewinnen. Wer an Handelsaktivität verdient, kann von häufigen Transaktionen profitieren – auch wenn für den Anleger weniger Handel sinnvoller wäre. Wer selbst einen wenig gehandelten Vermögenswert hält, kann wirtschaftlich davon profitieren, wenn seine Zuschauer anschließend kaufen. Das sind mögliche Interessenkonflikte; sie beweisen für sich genommen keinen Betrug.
Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA verlangt in ihrer deutschen Orientierungshilfe mit BaFin-Verweisen eine klare Offenlegung von Bezahlung und anderen Vorteilen. Auch eigene Investments und mögliche Vorteile aus Käufen der Follower sollen transparent gemacht werden. Für Sie folgt daraus eine einfache Frage: Verdient der Absender an Ihrer Information, Ihrer Registrierung, Ihrem Kauf oder Ihrem Handelsvolumen? Eine Kennzeichnung macht einen Interessenkonflikt sichtbar, beseitigt ihn aber nicht.
Was die BaFin reguliert – und wo die Grenzen liegen
Die BaFin erteilt keine allgemeine Zulassung für die Tätigkeit als Finfluencer. Maßgeblich ist, was jemand tatsächlich tut. Allgemeine Finanzinformationen und ausschließlich öffentlich verbreitete Tipps sind regelmäßig keine persönliche Anlageberatung. Das stellt die BaFin in ihrem Merkblatt zur Anlageberatung klar. Daraus folgt jedoch weder eine behördliche Qualitätsprüfung des Kanals noch eine Bestätigung seiner Empfehlungen.
Anders kann es aussehen, wenn jemand Ihre persönlichen Verhältnisse berücksichtigt und Ihnen daraufhin bestimmte Finanzinstrumente als geeignet empfiehlt. Beispiel: Sie schildern in einem privaten Gespräch Ihre Ersparnisse, Schulden und Altersvorsorgeziele und erhalten anschließend eine konkrete Kaufempfehlung. Das kann erlaubnispflichtige Anlageberatung sein. Auch Anlagevermittlung kann je nach Ausgestaltung eine Erlaubnis erfordern. Welche Zulassung und Aufsicht zuständig sind, hängt von Tätigkeit und Produkt ab; bestimmte Finanzanlagenvermittler fallen unter gewerberechtliche Regelungen. Ein Vermittlungslink allein erlaubt deshalb noch keine abschließende rechtliche Einordnung.
Öffentliche Empfehlungen können wiederum den Regeln der EU-Marktmissbrauchsverordnung unterliegen, wenn sie Finanzinstrumente in deren Anwendungsbereich betreffen. Dazu gehören Anforderungen an eine sachgerechte Darstellung und die Offenlegung von Interessenkonflikten. Irreführende Veröffentlichungen können außerdem Fragen der Marktmanipulation aufwerfen. Persönliche Anlageberatung und öffentliche Anlageempfehlung sind unterschiedliche rechtliche Kategorien. Der pauschale Hinweis „Keine Anlageberatung“ entscheidet nicht darüber, welche Regeln tatsächlich gelten.
https://youtu.be/_iaUYbom4mY?si=DyFIvv8ePRW4v7NW
Aufsicht ist kein Sicherheitsnetz für jeden Tipp
Die BaFin kann gegen unerlaubte Finanzgeschäfte vorgehen und unter den gesetzlichen Voraussetzungen deren Einstellung und Abwicklung anordnen. Sie veröffentlicht zudem Warnungen zu verdächtigen oder unerlaubt tätigen Anbietern. Bei möglichen Straftaten sind Polizei und Staatsanwaltschaft zuständig. Die Finanzaufsicht ist selbst keine Strafverfolgungsbehörde.
Für Anleger bleibt eine wichtige Schutzlücke: Nicht jeder Beitrag wird vor seiner Veröffentlichung geprüft. Eine fehlende BaFin-Warnung ist daher kein Gütesiegel. Ebenso wenig bedeutet die Zulassung eines beworbenen Finanzunternehmens, dass dessen Produkte zu Ihrer Situation passen oder Verluste ausgeschlossen sind. Ein beaufsichtigter Anbieter kann hochriskante Produkte vertreiben.
Prüfen Sie den konkreten Vertragspartner über die offiziellen Register der zuständigen Aufsicht. Vergleichen Sie Firmenname, Anschrift und Internetadresse sorgfältig. Ein Betrüger kann die Identität eines tatsächlich zugelassenen Unternehmens missbrauchen. Nutzen Sie deshalb selbst aufgerufene Behörden- und Unternehmensseiten und verlassen Sie sich nicht auf zugeschickte Zertifikate oder Links. Die BaFin dokumentiert ausdrücklich solche Fälle von Identitätsmissbrauch.
Wenn aus einem Finanzkanal eine Verkaufsmaschine wird
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn jeder Beitrag auf denselben Anbieter, dieselbe Handelsplattform oder dasselbe kostenpflichtige Programm hinausläuft. Fragen Sie sich: Werden Alternativen sachlich verglichen? Werden Kosten vollständig genannt? Sind Kritik und negative Unternehmensentwicklungen weiterhin Thema, wenn eine Werbepartnerschaft besteht? Eine Kooperation sollte die Fähigkeit zur kritischen Einordnung nicht ersetzen.
Auch die Sprache verdient Aufmerksamkeit. „Nur heute“, „letzte Chance“ oder „Sie müssen jetzt handeln“ erzeugen Entscheidungsdruck. Eine vernünftige Geldanlage braucht jedoch Zeit für Prüfung und Vergleich. Die ESMA warnt Finfluencer ausdrücklich davor, mit schnellen Reichtumsversprechen und künstlicher Dringlichkeit zu werben oder Risiken hinter Chancen verschwinden zu lassen.
Ein weiteres Warnsignal ist ein Umfeld, in dem Kritik als Illoyalität behandelt wird. Wenn sachliche Fragen mit Spott beantwortet werden, Verluste grundsätzlich als Kaufchance gelten und jede negative Nachricht angeblich eine Verschwörung darstellt, sollten Sie Abstand gewinnen. Eine Investmentthese muss an überprüfbaren Entwicklungen gemessen werden können. Andernfalls kann aus einer Anlageentscheidung eine emotional verteidigte Zugehörigkeit werden.
Betrug beginnt häufig mit aufgebautem Vertrauen
Nicht jeder schlechte Tipp ist Betrug. Ein Finfluencer kann sich irren, unzureichend recherchieren oder Risiken falsch einschätzen. Betrügerische Angebote gehen weiter: Sie täuschen beispielsweise Identitäten, Geschäftsmöglichkeiten oder Gewinne vor, um Geld zu erhalten. Für den Betroffenen ist die Unterscheidung wichtig – ebenso wichtig ist aber, frühzeitig auf Warnsignale zu reagieren.
Die BaFin warnt besonders vor Anlagebetrug über WhatsApp- und Telegram-Gruppen. Dort können vermeintliche Experten, angebliche Assistenten und begeisterte Gruppenmitglieder den Eindruck einer erfolgreichen Anlegergemeinschaft erzeugen. Die anschließende Empfehlung führt möglicherweise zu einer unbekannten Handelsplattform. Ein angezeigter Kontostand beweist dabei nicht, dass das Geld tatsächlich investiert wurde oder ausgezahlt werden kann.
Ein besonders deutliches Alarmsignal sind zusätzliche Zahlungen, die angeblich eine Auszahlung ermöglichen sollen: „Steuern“, „Freischaltgebühren“ oder „Sicherheitsleistungen“. Leisten Sie bei einem solchen Verdacht keine weiteren Zahlungen und lassen Sie die Forderung unabhängig prüfen. Vorsicht gilt auch gegenüber Personen, die anschließend gegen Vorkasse die Rückholung verlorener Gelder versprechen. Vor solchen zusätzlichen Gebührenforderungen warnt unter anderem das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit.
Ihr Prüfplan vor jeder Anlageentscheidung
Prüfen Sie zuerst den Absender. Ist seine Identität nachvollziehbar? Welche fachliche Erfahrung lässt sich tatsächlich überprüfen? Wie verdient er Geld? Suchen Sie auch nach älteren Empfehlungen und deren späterer Entwicklung. Eine faire Leistungsdarstellung umfasst erfolgreiche und erfolglose Einschätzungen. Einzelne Treffer und zufriedene Kommentare reichen dafür nicht aus.
Prüfen Sie anschließend Produkt und Anbieter unabhängig voneinander. Was erwerben Sie rechtlich: eine Aktie, einen Fondsanteil, einen Token oder lediglich eine Forderung? Welche laufenden Kosten und Ausstiegsgebühren entstehen? Wer verwahrt das Vermögen? Wie funktioniert ein Verkauf? Können Sie Ihren Einsatz vollständig verlieren? Wenn Sie diese Fragen nicht verständlich beantworten können, ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen.
Prüfen Sie schließlich, ob die Anlage zu Ihrem eigenen Finanzplan passt. Geld für laufende Ausgaben, absehbare Verpflichtungen oder Ihre Notfallreserve sollte nicht aufgrund eines Videos in eine riskante Spekulation fließen. Als persönliche Schutzregel können Sie nach einer emotional überzeugenden Empfehlung mindestens einen Tag Abstand nehmen. Prüfen Sie danach bewusst eine kritische Gegenposition und stellen Sie sich die Frage: „Würde ich dieses Investment auch ohne den Finfluencer kaufen?“
Was Sie bei einem Verdacht tun sollten
Stoppen Sie bei einem Betrugsverdacht weitere Überweisungen und geben Sie keine zusätzlichen Zugangsdaten heraus. Sichern Sie Beiträge, Werbeaussagen, Chats, Verträge, Zahlungsbelege und Internetadressen. Bei Kryptotransaktionen gehören auch die verwendeten Wallet-Adressen und Transaktionskennungen dazu. Dokumentieren Sie möglichst Datum und Ablauf; Inhalte und Accounts können später verschwinden.
Informieren Sie unverzüglich Ihre Bank oder den verwendeten Zahlungsdienstleister und fragen Sie nach möglichen Sicherungs- oder Rückrufmaßnahmen. Bei Betrugsverdacht sollten Sie außerdem Strafanzeige erstatten. Hinweise auf unerlaubte Finanzgeschäfte können Sie der BaFin melden. Eine Rückholung des Geldes ist dadurch nicht garantiert, schnelles Handeln kann aber entscheidend sein.
Wenn es um mögliche Schadenersatzansprüche geht, sollten Sie sich an eine Verbraucherzentrale oder einen im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt wenden. Eine Beschwerde bei der Aufsicht ersetzt keine individuelle rechtliche Prüfung. Ob Ansprüche bestehen, hängt unter anderem von Aussagen, Vertragsbeziehungen, Pflichtverletzungen und Beweisen ab. Die BaFin stellt dafür Informationen zu Beschwerden und unerlaubt tätigen Unternehmen bereit.
Fazit: Ihr Vermögen braucht überprüfbare Argumente
Finfluencer können einen wertvollen Zugang zu Finanzwissen eröffnen. Gefährlich wird es, wenn Unterhaltung als Fachkompetenz erscheint, Werbung als unabhängige Empfehlung verstanden wird oder Vertrauen die eigene Prüfung ersetzt. Fachliche Inkompetenz kann finanziell ebenso schmerzhaft sein wie ein bewusst verschwiegener Interessenkonflikt.
Achten Sie deshalb besonders auf überprüfbare Quellen, offene Vergütungsstrukturen und eine ehrliche Darstellung möglicher Verluste. Wer Ihnen ein Produkt empfiehlt, sollte verständlich erklären können, warum es geeignet sein könnte, welche Nachteile es hat und unter welchen Bedingungen die Empfehlung scheitert. Ein Anbieter, der diese Fragen abwehrt, verdient Ihr Geld nicht allein wegen seiner Bekanntheit.
Nutzen Sie Finfluencer als Ausgangspunkt für Ihre Recherche. Übertragen Sie ihnen nicht ungeprüft die Verantwortung für Ihr Vermögen. Eine gute Erklärung macht Sie urteilsfähiger. Eine fragwürdige Verkaufsbotschaft macht Sie abhängig von der nächsten Empfehlung. Selbstbestimmung beginnt damit, diesen Unterschied zu erkennen.
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KI klaut Millionen!
(06.10.26) Eine vertraute Stimme am Telefon, eine glaubwürdig wirkende WhatsApp-Nachricht und ein angeblich dringender Auftrag: Mehr braucht es unter Umständen nicht, um selbst erfahrene Finanzprofis zu täuschen. Wie weitreichend die Folgen sein können, zeigt ein öffentlich gewordener Betrugsfall bei Fideuram, der italienischen Privatbank des Intesa-Sanpaolo-Konzerns. Nach einem Reuters-Bericht veranlasste der damalige Verwaltungsratschef Paolo Molesini nach gefälschten Nachrichten und einem Anruf mit nachgebildeter Stimme Überweisungen von insgesamt rund 95 Millionen Euro, überwiegend nach China und Hongkong.
Ein erheblicher Teil der Gelder konnte gesichert werden. Beim verbliebenen Schaden unterscheiden sich allerdings die veröffentlichten Angaben: Reuters berichtete am 25. September 2026 von rund 36 Millionen Euro, die weiterhin fehlten. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA nannte in einer ausführlicheren Darstellung unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen 39,5 Millionen Euro. Die viel zitierte Zahl von 36 Millionen Euro sollte deshalb als berichteter Betrag verstanden werden, nicht als abschließend festgestellter Schaden.
Für Sie ist die wichtigste Erkenntnis unabhängig von dieser Differenz: Eine vertraut klingende Stimme ist kein ausreichender Identitätsnachweis mehr. Betrüger können künstliche Intelligenz einsetzen, um Vertrauen aufzubauen und Zahlungsentscheidungen zu beeinflussen. Damit bekommt eine alte Betrugsmasche eine neue Überzeugungskraft: Der vermeintliche Chef, Bankberater oder Angehörige klingt möglicherweise tatsächlich wie die Person, für die er sich ausgibt.
So funktionierte die Millionenfalle
Nach der von ANSA beschriebenen Rekonstruktion begann der Angriff am 23. Februar 2026 mit einer WhatsApp-Nachricht. Der Absender gab sich als Carlo Messina, Konzernchef von Intesa Sanpaolo, aus. Bemerkenswert: Die Nachricht kam dem Bericht zufolge von einer anderen als der Molesini bekannten Nummer. Die Täter lieferten dazu eine Geschichte über eine vertrauliche internationale Bankübernahme, die angeblich über Fideuram abgewickelt werden müsse.
Anschließend meldete sich ein vermeintlicher Anwalt. Seine Stimme soll mithilfe künstlicher Intelligenz nachgebildet worden sein. Hinzu kamen Unterlagen, eine angebliche Vollmacht und eine Verschwiegenheitsvereinbarung. Nach dem ANSA-Bericht wurde außerdem ein Verantwortlicher im Zahlungsbereich mit einer vorgetäuschten Nachricht der Geschäftsleitung auf dringende, vertrauliche Überweisungen vorbereitet. Die Täuschung bestand damit aus mehreren aufeinander abgestimmten Elementen.
Daraus lässt sich ein entscheidender Schwachpunkt ableiten: Mehrere scheinbare Bestätigungen können aus derselben betrügerischen Quelle stammen. Wenn Nachricht, Telefonat und Dokumente von den Tätern kontrolliert werden, entsteht nur der Eindruck einer unabhängigen Prüfung. Ein zweiter Kontakt ist erst dann eine zusätzliche Absicherung, wenn Sie ihn selbst über einen bereits bekannten, unabhängigen Weg herstellen.
Was KI an der Betrugsmasche verändert
Das technische Verfahren hinter einer nachgebildeten Stimme wird häufig als „Voice Cloning“ bezeichnet. Vereinfacht gesagt erzeugt ein System anhand vorhandener Sprachaufnahmen neue Aussagen, die wie die Stimme einer bestimmten Person klingen. Als Ausgangsmaterial können beispielsweise öffentlich zugängliche Interviews, Videos oder andere Audioaufnahmen dienen. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit, kurz BACS, beschreibt ausdrücklich solche Angriffe mit geklonten Stimmen von Führungspersonen.
Die eigentliche Manipulation bleibt jedoch menschlich: Autorität, Angst, Hilfsbereitschaft und Zeitdruck sollen eine sorgfältige Prüfung verdrängen. „Der Chef braucht das sofort“, „Ihr Geld ist in Gefahr“ oder „Ihr Kind benötigt dringend Hilfe“ sind unterschiedliche Geschichten mit demselben Ziel. Sie sollen handeln, bevor Sie den Auftrag unabhängig überprüft haben.
Wichtig ist eine nüchterne Einordnung: Nicht jeder verdächtige Anruf verwendet KI. Das BACS weist darauf hin, dass sich bei Schockanrufen nicht immer feststellen lässt, ob tatsächlich eine geklonte Stimme eingesetzt wurde oder Betroffene unter Stress glaubten, einen Angehörigen zu erkennen. Für Ihre Schutzmaßnahmen macht das wenig Unterschied: Prüfen Sie die Identität und die Zahlungsforderung – unabhängig davon, wie überzeugend die Stimme klingt.
Warum Erfahrung allein nicht schützt
Wer beruflich mit Geld arbeitet, ist nicht automatisch gegen Täuschung geschützt. Gerade eine glaubwürdige Geschichte aus dem eigenen Arbeitsumfeld kann Skepsis reduzieren. Eine internationale Transaktion wirkt für einen Bankmanager plausibler als für einen Außenstehenden. Ein Unternehmer kennt dringende Lieferantenzahlungen. Eltern reagieren besonders sensibel auf eine angebliche Notlage ihrer Kinder.
Betrüger können öffentlich zugängliche Informationen nutzen, um solche Geschichten anzupassen. Namen, Funktionen, Geschäftsbeziehungen und Zuständigkeiten lassen sich teilweise auf Unternehmensseiten oder in sozialen Medien finden. Das BACS warnt, dass dadurch die Schlüsselpersonen eines Zahlungsprozesses identifizierbar werden und Täter passende Angriffsszenarien entwickeln können.
Ihre wirksamste Gegenmaßnahme ist deshalb ein festes Verfahren, das auch bei vertrauten Personen gilt. Fragen Sie bei ungewöhnlichen Zahlungswünschen nicht nur: „Klingt das glaubwürdig?“ Fragen Sie: „Wie bestätige ich unabhängig, wer diesen Auftrag erteilt hat?“ Ein solcher Ablauf schützt besser als das Vertrauen darauf, im entscheidenden Moment jede Fälschung erkennen zu können.
Die wichtigste Schutzregel: selbst zurückrufen
Beenden Sie bei einer ungewöhnlichen Geldforderung das Gespräch und rufen Sie die betreffende Person über eine bereits bekannte Nummer an. Verwenden Sie Ihren gespeicherten Kontakt oder eine unabhängig recherchierte offizielle Telefonnummer. Nutzen Sie keine neue Nummer, die Ihnen erst in der verdächtigen Nachricht mitgeteilt wurde. Auch die direkte Antwort im selben Chat schafft keine unabhängige Bestätigung.
Bei einem angeblichen Bankmitarbeiter können Sie beispielsweise sagen: „Ich prüfe das über die offizielle Banknummer und melde mich dort.“ Anschließend kontaktieren Sie Ihre Bank über die Telefonnummer auf Ihrer Bankkarte, über deren selbst aufgerufene Internetseite oder über das Ihnen bekannte sichere Postfach. Das BSI warnt ausdrücklich davor, zweifelhaften Geld- oder Datenforderungen aufgrund einer angezeigten Telefonnummer oder Absenderadresse zu vertrauen.
Das BACS empfiehlt bei ungewöhnlichen Aufträgen eine telefonische oder persönliche Rücksprache und ausdrücklich keine bloße Antwort auf die erhaltene E-Mail. Für Familien und Unternehmen lässt sich daraus dieselbe Regel ableiten: Eine dringende Geldforderung wird erst nach einer unabhängigen Bestätigung ausgeführt. Ist die Person nicht erreichbar, bleibt die Zahlung ausgesetzt.
So schützen Sie Ihre Familie
Besprechen Sie die Betrugsmaschen mit Angehörigen, bevor eine vermeintliche Notlage eintritt. Vereinbaren Sie einen einfachen Ablauf: auflegen, über die bekannte Nummer zurückrufen und bei Nichterreichbarkeit eine weitere vertraute Person kontaktieren. Das gilt auch dann, wenn eine Nachricht persönliche Angaben enthält oder der Anrufer wie ein Familienmitglied klingt.
Als zusätzliche Hürde können Sie ein Familienkennwort vereinbaren. Wählen Sie dafür keine öffentlich bekannten Informationen wie Geburtstag, Wohnort oder Haustiername. Das Kennwort sollte nicht in einer frei zugänglichen Nachricht stehen. Es ergänzt den Rückruf, ersetzt ihn aber nicht: Auch ein Kennwort kann bekannt werden oder weitergegeben werden.
Formulieren Sie außerdem eine klare Familienregel: Niemand muss wegen eines überraschenden Anrufs sofort Geld überweisen, Bargeld übergeben oder Wertsachen herausgeben. Besonders Kinder und ältere Angehörige sollten wissen, dass sie ein Gespräch jederzeit beenden dürfen. Die wichtigste Vorbereitung ist ein Satz, den jeder im Ernstfall abrufen kann: „Ich helfe Ihnen – aber zuerst prüfe ich, mit wem ich spreche.“
Schutz für Unternehmer und Verantwortliche
In Unternehmen sollte eine Nachricht der Geschäftsleitung allein keine außergewöhnliche Zahlung auslösen können. Legen Sie verbindlich fest, wie neue Empfänger, geänderte Bankverbindungen und ungewöhnlich hohe Beträge geprüft werden. Eine vermeintlich vertrauliche Anweisung sollte diese Regeln nicht außer Kraft setzen. Gerade Geheimhaltung kann dazu dienen, Rückfragen zu verhindern.
Ein wirksames Vier-Augen-Prinzip verlangt mehr als zwei Unterschriften. Die zweite Person muss Empfänger, Betrag, Zweck und Freigabe eigenständig prüfen. Wenn beide Verantwortlichen lediglich dieselbe gefälschte Nachricht lesen, bleibt die zentrale Täuschung bestehen. Bankverbindungsänderungen sollten beispielsweise über einen bereits vorhandenen Kontakt beim Geschäftspartner bestätigt werden.
Ergänzend können Sie angemessene Überweisungslimits, Benachrichtigungen über größere Zahlungen und getrennte Zuständigkeiten für Empfängeranlage und Zahlungsfreigabe einrichten. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt von Ihrer Bank und Ihrem Zahlungsverkehrssystem ab. Entscheidend ist die Verbindung aus technischen Hürden und klaren Abläufen. Das BACS empfiehlt ausdrücklich, Zahlungsprozesse verbindlich zu regeln und insbesondere neue Mitarbeiter für CEO-Betrug zu sensibilisieren.
Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Kombination aus Dringlichkeit und Geheimhaltung. „Niemand darf davon wissen“, „der übliche Freigabeweg dauert zu lange“ oder „Sie müssen sofort handeln“ sind Gründe für eine zusätzliche Prüfung. Ein seriöser Auftrag muss auch dann überprüfbar sein, wenn die Angelegenheit zeitkritisch ist.
Weitere Warnsignale sind eine neue Telefonnummer, eine plötzlich geänderte Kontoverbindung oder ein Empfänger, der nicht zum bekannten Geschäft passt. Eine Auslandszahlung ist für sich genommen kein Betrugsbeweis. Verdächtig wird sie durch Widersprüche: Warum soll eine vertraute Person auf ein unbekanntes Konto zahlen lassen? Weshalb fehlen übliche Unterlagen? Warum soll die Rücksprache mit dem bekannten Ansprechpartner unterbleiben?
Geben Sie außerdem keine Passwörter, PINs oder Freigabecodes aufgrund eines überraschenden Anrufs weiter. Installieren Sie keine Fernwartungssoftware, um angebliche Bankprobleme beheben zu lassen. Das BACS warnt vor Anrufern, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben und über Fernzugriff die Kontrolle über den Computer erlangen wollen.
Wenn Sie bereits überwiesen haben
Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder den verwendeten Zahlungsdienstleister. Benennen Sie ausdrücklich den Betrugsverdacht und halten Sie Betrag, Zeitpunkt, Empfängerkonto und Zahlungsbeleg bereit. Fragen Sie, ob die Zahlung noch gestoppt oder ein Rückruf veranlasst werden kann. Eine Rückholung ist nicht garantiert; schnelles Handeln kann jedoch die Chancen verbessern. Das BACS empfiehlt deshalb die unverzügliche Kontaktaufnahme mit der Bank.
Sichern Sie anschließend Chats, Telefonnummern, E-Mails, Dokumente und Zahlungsdaten. Halten Sie den Ablauf schriftlich fest und erstatten Sie Strafanzeige. Wenn Sie Zugangsdaten weitergegeben oder Fernzugriff erlaubt haben, informieren Sie die Bank zusätzlich über diesen Umstand. Lassen Sie betroffene Zugänge sperren und prüfen Sie das Gerät, bevor Sie darüber erneut sensible Geschäfte erledigen.
Leisten Sie keine weiteren Zahlungen, nur weil jemand eine angebliche Freischaltung oder Rückholung des Geldes verspricht. Nach einem Betrug können weitere Täter ansetzen und sich als Helfer ausgeben. Prüfen Sie solche Angebote unabhängig. Die Aufarbeitung sollte über Ihre Bank, die Polizei und bei Bedarf qualifizierte rechtliche oder technische Unterstützung erfolgen.
Mein Fazit: Vertrauen braucht einen Prüfweg
Der Fall Fideuram zeigt, welche Folgen eine überzeugend inszenierte Identitätstäuschung haben kann. Die öffentlich berichteten Abläufe verbinden bekannte Autoritäten, eine plausible Geschichte, gefälschte Unterlagen und eine nachgebildete Stimme. Daraus folgt keine abschließende Bewertung aller internen Kontrollen der Bank. Es folgt aber eine klare praktische Lehre: Eine glaubwürdig wirkende Kommunikation darf eine unabhängige Zahlungsprüfung nicht ersetzen.
Für Ihren Alltag genügt zunächst eine feste Regel: Keine ungewöhnliche Zahlung ohne Rückruf über einen bekannten Kontakt. Ergänzen Sie diese Regel um klare Familienabsprachen, passende Kontolimits und bei geschäftlichen Zahlungen um eine tatsächlich unabhängige zweite Prüfung. Damit müssen Sie nicht erst feststellen, ob KI eingesetzt wurde.
Ihr Vermögensschutz beginnt in diesem Fall vor der Überweisung. Lassen Sie sich Zeit nehmen, statt unter Druck Geld freizugeben. Prüfen Sie die Identität, den Empfänger und den Zweck. Auch eine Stimme, die Sie seit Jahren kennen, sollte bei einer überraschenden Geldforderung diesen Prüfweg bestehen.
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Job trotz Rente!
(18.09.26) Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Eintritt in den Ruhestand weiter. Diese Entwicklung wird häufig als Beleg für ein versagendes Rentensystem interpretiert. So einfach ist die Lage jedoch nicht: Manche Rentner sind aus finanziellen Gründen auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen, andere wollen beruflich aktiv bleiben, soziale Kontakte pflegen oder ihr Wissen weiterhin einsetzen.
Die aktuellen Zahlen zeigen dennoch, wie stark sich der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand verändert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2025 insgesamt 13,5 Prozent der Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren weiterhin erwerbstätig. Bei den Männern lag der Anteil mit 16,3 Prozent deutlich höher als bei den Frauen mit 11,1 Prozent.
Damit arbeitet inzwischen ungefähr jeder siebte Rentenbezieher dieser Altersgruppe weiter. Von einem klassischen Ruhestand, der mit einem klaren Schnitt am letzten Arbeitstag beginnt, kann für einen wachsenden Teil der Bevölkerung keine Rede mehr sein.
Arbeiten aus Notwendigkeit – oder aus Überzeugung?
Entscheidend ist die Frage, warum Menschen im Rentenalter weiterarbeiten. Nach einer Zusatzerhebung der EU-Arbeitskräfteerhebung aus dem Jahr 2023 nannten 33 Prozent der erwerbstätigen Rentner finanzielle Notwendigkeit als Hauptgrund.
Fast ebenso viele, nämlich 28,9 Prozent, arbeiteten hauptsächlich weiter, weil ihnen ihre Tätigkeit Freude bereitete. Weitere 10,7 Prozent bezeichneten die Beschäftigung als finanziell attraktiv oder verwiesen darauf, dass ihr Partner ebenfalls noch berufstätig war. Für 8,9 Prozent standen der Kontakt zu Kollegen und die soziale Einbindung im Mittelpunkt.
Es wäre daher falsch, jeden arbeitenden Rentner automatisch als Opfer von Altersarmut darzustellen. Ebenso falsch wäre es allerdings, die finanzielle Dimension kleinzureden. Wenn jeder dritte erwerbstätige Rentner aus wirtschaftlicher Notwendigkeit arbeitet, ist das ein deutliches Warnsignal.
Arbeit im Alter kann Selbstbestimmung, Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe bedeuten. Problematisch wird sie, wenn sie nicht freiwillig erfolgt, sondern notwendig ist, um Miete, Energie, Lebensmittel oder Gesundheitskosten bezahlen zu können.
Viele Rentner arbeiten nur wenige Stunden
Die Beschäftigung im Ruhestand ist meist keine Fortsetzung einer klassischen Vollzeitkarriere. Im Jahr 2025 war knapp die Hälfte der erwerbstätigen Rentner – 49,8 Prozent – geringfügig beschäftigt. Insgesamt arbeiteten 72,9 Prozent als abhängig Beschäftigte, während 27,1 Prozent weiterhin selbstständig tätig waren.
Das Spektrum reicht damit vom gelegentlichen Minijob über eine beratende Tätigkeit bis zur Fortführung eines eigenen Unternehmens. Gerade Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer ziehen sich häufig schrittweise aus dem Berufsleben zurück.
Auch das Bildungsniveau spielt eine erhebliche Rolle. Im Alter von 67 Jahren standen 2025 noch 20,1 Prozent der Bevölkerung dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Bei Personen mit hohem Bildungsabschluss waren es 26 Prozent, bei Menschen mit mittlerem Bildungsniveau 18,1 Prozent.
Menschen mit höherer Qualifikation können ihre Tätigkeit häufig leichter an das Alter anpassen. Ein Berater, Unternehmer oder Akademiker kann eher einige Stunden pro Woche weiterarbeiten als jemand, der jahrzehntelang körperlich schwere Arbeit geleistet hat. Eine längere Erwerbstätigkeit ist deshalb nicht für alle Berufsgruppen gleichermaßen realistisch.
Deutschland altert – und der Druck nimmt zu
Die steigende Erwerbstätigkeit älterer Menschen ist auch eine Folge des demografischen Wandels. Im Jahr 2024 lebten in Deutschland rund 16,7 Millionen Menschen im Rentenalter ab 67 Jahren. Bis zum Ende der 2030er-Jahre dürfte diese Zahl auf mindestens 20,5 Millionen steigen.
Gleichzeitig folgen auf die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer deutlich kleinere Generationen. Im Jahr 2024 kamen auf 100 Menschen im Alter zwischen 20 und 66 Jahren bereits 33 Personen ab 67 Jahren. Dieser Altenquotient wird in den kommenden Jahren weiter steigen.
Die finanziellen Belastungen betreffen nicht nur die gesetzliche Rentenversicherung. Eine alternde Gesellschaft benötigt mehr medizinische Versorgung, Pflegeleistungen, altersgerechte Wohnungen und soziale Unterstützung. Gleichzeitig fehlen qualifizierte Arbeitskräfte.
Der Staat hat deshalb ein wachsendes Interesse daran, ältere Menschen länger im Erwerbsleben zu halten. Was politisch als freiwilliges Arbeiten im Alter beworben wird, ist somit auch eine Reaktion auf Arbeitskräftemangel, demografischen Druck und steigende Sozialausgaben.
Die Aktivrente soll das Weiterarbeiten belohnen
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland die sogenannte Aktivrente. Wer die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, kann grundsätzlich bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
Bei der Aktivrente handelt es sich nicht um eine zusätzliche Rentenleistung, sondern um einen Steuerbonus für Arbeitseinkommen. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können weiterhin anfallen. Beträge oberhalb von 2.000 Euro im Monat sind regulär zu versteuern.
Die Aktivrente kann einen sinnvollen Anreiz für Menschen schaffen, die freiwillig länger arbeiten möchten. Sie löst jedoch das strukturelle Rentenproblem nicht. Wer gesundheitlich nicht mehr arbeiten kann, keinen geeigneten Arbeitsplatz findet oder Angehörige pflegt, profitiert davon kaum.
Zudem besteht die Gefahr einer sozialen Schieflage: Besonders profitieren können gut qualifizierte Rentner mit vergleichsweise hohen Einkommen und altersgerechten Arbeitsplätzen. Menschen mit niedrigen Renten und gesundheitlichen Einschränkungen haben häufig deutlich weniger Möglichkeiten, ihre finanzielle Situation durch zusätzliche Arbeit zu verbessern.
Niedrige Rente ist nicht automatisch Altersarmut
Die häufig zitierte Aussage, 42 Prozent der Rentner hätten weniger als 1.250 Euro netto im Monat, beruhte auf einer älteren Sonderauswertung. Sie bezog sich auf das persönliche Nettoeinkommen einzelner Rentenbezieher und nicht auf das gesamte verfügbare Haushaltseinkommen.
Eine niedrige gesetzliche Einzelrente bedeutet nicht zwangsläufig Altersarmut. Weitere Einkünfte können beispielsweise aus einer Betriebsrente, privaten Versicherungen, Kapitalvermögen, Mieteinnahmen oder dem Einkommen eines Ehepartners stammen.
Für eine realistischere Einschätzung eignen sich deshalb das gesamte Haushaltseinkommen und die amtliche Armutsgefährdungsquote besser.
Nach den Endergebnissen der EU-SILC-Erhebung 2025 lag das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen von Menschen ab 65 Jahren bei monatlich 2.080 Euro. In der Gesamtbevölkerung betrug es rund 2.410 Euro.
Gleichzeitig waren 19,5 Prozent der Menschen ab 65 Jahren armutsgefährdet. In der Gesamtbevölkerung lag die Quote bei 16,1 Prozent. Frauen ab 65 Jahren waren mit 21,3 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer mit 17,3 Prozent.
Frauen verfügen über deutlich geringere Alterseinkünfte
Die Alterseinkünfte von Frauen lagen 2025 durchschnittlich 24,2 Prozent unter denen der Männer. Frauen ab 65 Jahren erhielten im Durchschnitt rund 1.820 Euro brutto aus gesetzlichen, betrieblichen und privaten Alterssicherungssystemen sowie Hinterbliebenenleistungen. Bei Männern waren es rund 2.400 Euro.
Werden Hinterbliebenenrenten und andere abgeleitete Ansprüche herausgerechnet, vergrößert sich die Lücke sogar auf 36 Prozent. Unterbrochene Erwerbsbiografien, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Teilzeitarbeit und niedrigere Löhne wirken sich über Jahrzehnte auf die späteren Alterseinkünfte aus.
Diese Unterschiede lassen sich kurz vor dem Renteneintritt kaum noch ausgleichen. Altersvorsorge muss deshalb möglichst früh beginnen und regelmäßig an die Lebenssituation angepasst werden.
Immer mehr Menschen benötigen Grundsicherung
Besonders deutlich zeigt sich die finanzielle Notlage bei der Grundsicherung im Alter. Ende 2025 bezogen knapp 764.100 Menschen diese staatliche Leistung. Das waren 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 42,5 Prozent mehr als 2015.
Der Anstieg lässt sich teilweise durch die wachsende Zahl älterer Menschen und Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur erklären. Dennoch zeigt er, dass ein zunehmender Teil der Senioren seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten kann.
Gleichzeitig darf die Zahl der Grundsicherungsempfänger das tatsächliche Ausmaß finanzieller Probleme unterschätzen. Nicht jeder Anspruchsberechtigte beantragt die Leistung. Scham, Unwissenheit, bürokratische Hürden oder die Sorge vor einer Prüfung der Vermögensverhältnisse können dazu führen, dass berechtigte Ansprüche nicht geltend gemacht werden.
Die gesetzliche Rente bleibt ein Fundament – aber kein vollständiger Finanzplan
Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt für die meisten Menschen der wichtigste Baustein ihrer Altersversorgung. Sie bietet lebenslange Zahlungen und schützt auch gegen bestimmte Risiken wie Erwerbsminderung oder den Tod eines Ehepartners.
Sie allein garantiert jedoch nicht automatisch den gewohnten Lebensstandard. Die individuelle Rentenhöhe hängt von Beitragsjahren, Einkommen, Kindererziehungszeiten, Arbeitslosigkeit, Teilzeitphasen und dem Zeitpunkt des Renteneintritts ab.
Hinzu kommt das Inflationsrisiko. Selbst wenn die Renten regelmäßig angepasst werden, können steigende Kosten für Wohnen, Energie, Pflege und Gesundheit die persönliche Kaufkraft erheblich belasten.
Kapitalschutz beginnt lange vor dem Renteneintritt
Private Altersvorsorge sollte deshalb nicht erst wenige Jahre vor dem Ruhestand beginnen. Entscheidend ist der langfristige Aufbau unterschiedlicher Einkommens- und Vermögensquellen.
Dazu können je nach persönlicher Situation gehören:
- liquide Rücklagen für unvorhersehbare Ausgaben,
- breit gestreute Wertpapieranlagen,
- betriebliche und private Altersvorsorge,
- schuldenfreies oder finanziell tragbares Wohneigentum,
- laufende Erträge aus Kapitalvermögen,
- international diversifizierte Vermögenswerte,
- eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit.
Dabei geht es nicht darum, die gesetzliche Rente schlechtzureden. Es geht darum, sich nicht vollständig von einem einzigen, politisch beeinflussbaren Versorgungssystem abhängig zu machen.
Arbeiten im Rentenalter kann bereichernd und selbstbestimmt sein. Es darf jedoch nicht zur finanziellen Zwangslösung werden. Das eigentliche Ziel einer intelligenten Altersvorsorge lautet deshalb: im Alter arbeiten zu können, weil man es möchte – und nicht arbeiten zu müssen, weil das Geld andernfalls nicht reicht.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Finanzielle Freiheit wird immer wichtiger!
(08.09.26) Was bedeutet Freiheit in einer Zeit, die von geopolitischen Konflikten, wirtschaftlicher Unsicherheit und steigenden Lebenshaltungskosten geprägt ist? Der inzwischen fünfte Financial Freedom Report der Lebensversicherung von 1871 a. G. München, kurz LV 1871, liefert darauf eine bemerkenswerte Antwort: Für immer mehr Menschen gehört finanzielle Unabhängigkeit untrennbar zur persönlichen Freiheit.
Gemeinsam mit dem Meinungs- und Marktforschungsinstitut Civey und der Wirtschaftspsychologin Prof. Dr. Julia Pitters untersuchte die LV 1871 im August 2025 die Einstellungen von 2.500 volljährigen Menschen in Deutschland. Selbstbestimmtes Handeln steht mit 81,4 Prozent weiterhin an der Spitze des Freiheitsverständnisses, dicht gefolgt von der freien Meinungsäußerung mit 80,9 Prozent.
Direkt danach folgt bereits die finanzielle Unabhängigkeit: 67,8 Prozent zählen sie zu den drei wichtigsten Dimensionen von Freiheit. Im Vorjahr waren es lediglich 59,6 Prozent. Finanzielle Freiheit ist damit so bedeutend wie in keiner der bisherigen Erhebungen und rangiert inzwischen sogar knapp vor freien Wahlen, die von 67,7 Prozent genannt werden.
Finanzielle Unabhängigkeit wird zum Schutzraum
Der deutliche Anstieg ist kein Ausdruck grenzenlosen Wohlstands. Im Gegenteil: Finanzielle Unabhängigkeit wird zunehmend als Schutz vor wirtschaftlichen Krisen, steigenden Preisen und unsicheren Arbeitsmarktbedingungen verstanden. Der Traum vom schnellen Reichtum tritt in den Hintergrund. Wichtiger wird die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen selbst entscheiden zu können.

Für 64,5 Prozent der Befragten bedeutet finanzielle Freiheit vor allem, in allen Lebenslagen unabhängig zu sein. Lediglich 9,7 Prozent verbinden damit den Wunsch, nicht mehr arbeiten zu müssen. Weitere 9 Prozent möchten sich durch finanzielle Freiheit persönliche Träume erfüllen. Damit befindet sich die Bevölkerung weniger im „Träumermodus“ als vielmehr in einer defensiven Krisenhaltung.
Der Financial Freedom Index ist gegenüber dem Vorjahr zwar von 41,6 auf 43,8 Prozent gestiegen. Er liegt damit aber weiterhin lediglich im Bereich der sogenannten finanziellen „Normalität“. Nach der Systematik des Reports bedeutet dies: Es herrscht noch kein finanzielles Chaos, von dauerhafter Kontrolle oder echter finanzieller Freiheit sind viele Menschen jedoch weit entfernt. Der Index bildet dabei ein subjektives Stimmungsbild ab und ist kein objektiver Maßstab für Einkommen oder Vermögen.
Unzufriedenheit trotz wachsendem Freiheitsbedürfnis
Die Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation ist auf den niedrigsten Stand der vergangenen vier Jahre gefallen. Insgesamt 40 Prozent sind unzufrieden, weitere 15 Prozent sogar sehr unzufrieden. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bewertet die eigene finanzielle Lage somit negativ.
Auch emotional überwiegt die Unsicherheit: 52,5 Prozent verbinden mit den persönlichen Finanzen negative Gefühle. Nur 29,4 Prozent betrachten ihre finanzielle Situation positiv. Finanzielle Sorgen sind damit längst kein Randphänomen mehr, sondern für einen erheblichen Teil der Bevölkerung zu einer dauerhaften psychischen Belastung geworden.
Besonders stark betroffen sind die 18- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe fühlen sich 65,1 Prozent beim Gedanken an ihre Finanzen beunruhigt oder haben Zukunftsängste. Gleichzeitig sind 56 Prozent der jungen Erwachsenen mit ihrer finanziellen Situation unzufrieden. Bei den über 65-Jährigen zeigt sich ein anderes Bild: Von ihnen bewerten 62,9 Prozent ihre finanzielle Lage positiv.
Die Generation Z definiert Freiheit neu
Auch das Verständnis von finanzieller Freiheit wandelt sich. Für 48,8 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bedeutet sie, in allen Lebenslagen finanziell unabhängig zu sein. Auffällig ist jedoch, dass 20,7 Prozent nicht mehr von einem festen Gehalt und damit von einem einzelnen Arbeitgeber abhängig sein möchten.
Darin spiegelt sich ein Wertewandel im Arbeitsleben wider. Ortsunabhängigkeit, flexible Arbeitszeiten, Selbstständigkeit und mehrere Einkommensquellen gewinnen an Bedeutung. Die klassische Vorstellung, jahrzehntelang für denselben Arbeitgeber tätig zu sein und anschließend von der gesetzlichen Rente zu leben, verliert gerade bei jungen Menschen an Überzeugungskraft.
Dieser Wunsch nach Unabhängigkeit trifft allerdings auf eine hohe finanzielle Unsicherheit. Wer sich nicht dauerhaft an einen Arbeitgeber binden möchte, benötigt umso mehr Rücklagen, Finanzwissen, Einkommensalternativen und eine eigenständige Altersvorsorge. Freiheit von festen Strukturen funktioniert nur, wenn sie durch eine belastbare finanzielle Struktur abgesichert wird.
Krankheit ist ein unterschätztes Vermögensrisiko
Die größte Bedrohung für die finanzielle Unabhängigkeit ist nach Ansicht der Befragten eine schwere Erkrankung. Diesen Risikofaktor nennen 53,2 Prozent. Eine mögliche Berufsunfähigkeit folgt mit 37,4 Prozent. Dennoch glauben 45,2 Prozent, dass sie während ihres Erwerbslebens voraussichtlich nicht berufsunfähig werden. Nur 37,1 Prozent halten eine Berufsunfähigkeit für wahrscheinlich.
Diese Einschätzung steht in einem problematischen Verhältnis zur tatsächlichen finanziellen Widerstandsfähigkeit. Fast 44 Prozent würden bei einem längerfristigen Einkommensausfall zunächst auf ihre Ersparnisse zurückgreifen. Doch 52,4 Prozent könnten ohne laufendes Einkommen maximal sechs Monate überbrücken. Knapp ein Fünftel weiß überhaupt nicht, wie lange die vorhandenen Reserven reichen würden.
Gleichzeitig rechnen 53,6 Prozent im Ernstfall mit staatlicher Unterstützung. Dieses Vertrauen kann trügerisch sein, denn staatliche Leistungen sichern häufig nur eine Grundversorgung und nicht den gewohnten Lebensstandard. Besonders gefährlich ist ein Einkommensausfall für Menschen, deren Vermögensaufbau noch am Anfang steht und deren laufende Verpflichtungen hoch sind.
Ohne Finanzplan bleibt Freiheit eine Illusion
Eine ergänzende Civey-Umfrage der LV 1871 vom Januar 2026 zeigt das eigentliche Problem: Nur 25,1 Prozent der Menschen in Deutschland haben einen privaten Finanzplan für das Jahr 2026 erstellt. Im Vorjahr waren es noch 26,3 Prozent. Obwohl finanzielle Unabhängigkeit wichtiger wird, beschäftigt sich nur etwa jeder Vierte konkret und systematisch mit der eigenen finanziellen Zukunft.
Auch die Absicherung der Arbeitskraft wird häufig vernachlässigt. Nur 37,4 Prozent der Erwerbstätigen beziehen das Risiko einer Berufsunfähigkeit aktiv in ihre Finanzplanung ein. Dabei ist das eigene Arbeitseinkommen für die meisten Menschen der größte Vermögenswert – noch vor dem Wertpapierdepot oder einer Immobilie.
Ein tragfähiger Finanzplan sollte deshalb nicht ausschließlich aus Spar- und Anlageprodukten bestehen. Er benötigt mehrere Ebenen: eine ausreichende Liquiditätsreserve, die Absicherung existenzieller Risiken, den Abbau teurer Schulden, einen langfristigen Vermögensaufbau und eine breit gestreute Kapitalschutz-Strategie.
Mein Fazit: Freiheit braucht ein finanzielles Fundament
Der Financial Freedom Report 2025 verdeutlicht einen grundlegenden Wertewandel: Finanzielle Unabhängigkeit wird für immer mehr Menschen zu einem elementaren Bestandteil persönlicher Freiheit. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation – insbesondere bei der jungen Generation.
Der Wunsch nach Freiheit allein genügt jedoch nicht. Wer keine Reserven besitzt, seine Arbeitskraft nicht absichert und keinen langfristigen Finanzplan verfolgt, bleibt abhängig: vom Arbeitgeber, von Banken, von staatlichen Leistungen und von politischen Entscheidungen.
Finanzielle Freiheit beginnt deshalb nicht mit einem bestimmten Millionenbetrag. Sie beginnt mit Finanzwissen, klaren Zielen und einem belastbaren Plan. Konkrete Strategien für Vermögensaufbau, Risikostreuung und intelligenten Kapitalschutz finden Sie regelmäßig in meinem Wirtschaftsmagazin „Kapitalschutz vertraulich“. Denn nur wer sein finanzielles Fundament selbst stärkt, kann seine persönliche Freiheit dauerhaft bewahren.
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Banking-Apps: Kontosperre droht!
(30.08.26) Deutschland steht vor einer Entwicklung, die für viele Bankkunden im digitalen Alltag überraschend kommen dürfte: Wer ein älteres Smartphone nutzt, kann plötzlich den mobilen Zugang zu seinem Bankkonto verlieren. Nicht weil das Konto gekündigt oder tatsächlich gesperrt wird, sondern weil immer mehr Banking-Apps ältere Betriebssysteme nicht länger unterstützen.
Das klingt zunächst nach einem technischen Detail. In der Praxis kann daraus jedoch ein ernsthaftes Problem entstehen. Denn viele Banken nutzen das Smartphone längst nicht nur für die eigentliche Banking-App, sondern gleichzeitig als Sicherheitsinstrument für die Anmeldung im Online-Banking und die Freigabe von Überweisungen.
Ist das eigene Smartphone zu alt und lässt sich das Betriebssystem nicht mehr aktualisieren, kann deshalb mehr verloren gehen als nur etwas Komfort. Im schlimmsten Fall funktioniert die App nicht mehr, eine Neuinstallation ist unmöglich oder Transaktionen können nicht mehr wie gewohnt freigegeben werden.
Warum Banken ältere Smartphones aussperren
Der Hintergrund folgt einer nachvollziehbaren Sicherheitslogik. Moderne Cyberangriffe entwickeln sich permanent weiter. Hersteller wie Apple oder Google sowie die jeweiligen Gerätehersteller schließen neu entdeckte Schwachstellen deshalb regelmäßig mit Sicherheitsupdates.
Ein sogenannter Patch ist nichts anderes als eine nachträgliche Softwarekorrektur. Damit werden beispielsweise Sicherheitslücken geschlossen, Fehler beseitigt oder Schutzmechanismen verbessert. Fehlen solche Aktualisierungen, bleiben bekannte Schwachstellen bestehen – vergleichbar mit einer Haustür, von der bekannt ist, dass das Schloss nicht mehr zuverlässig funktioniert.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, empfiehlt deshalb ausdrücklich, automatische Updates zu aktivieren beziehungsweise regelmäßig nach Aktualisierungen zu suchen. Viele Angriffe richten sich gerade gegen bekannte Software-Schwachstellen, die erst durch Updates geschlossen werden.
Alte Betriebssysteme werden zum Sicherheitsrisiko
Genau hier beginnt das eigentliche Problem. Smartphones besitzen keine unbegrenzte Lebensdauer auf Softwareebene. Irgendwann stellen Hersteller die Versorgung älterer Modelle oder Betriebssystemversionen mit Sicherheitsupdates ein.
Neu entdeckte Sicherheitslücken können dann dauerhaft offenbleiben. Das BSI weist insbesondere bei Android darauf hin, dass Geräte ohne regelmäßige Updates besonders gefährdet sind, weil bekannte Schwachstellen nicht mehr beseitigt werden können.
Für eine Bank entsteht damit ein Problem: Sie müsste eine sicherheitskritische Anwendung auf einem Gerät zulassen, dessen Betriebssystem möglicherweise bekannte Schwachstellen enthält. Genau deshalb ziehen Finanzinstitute technische Mindestgrenzen ein.
ING: Mindestens iOS 15 oder Android 9
Ein konkretes Beispiel liefert die ING. Für eine Neuinstallation der App „Banking to go“ verlangt die Bank derzeit mindestens iOS 15 oder Android 9. Die ING empfiehlt sogar iOS 16 beziehungsweise Android 11, um die App möglichst lange mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können.
Die Begründung ist eindeutig: Die ING unterstützt nach eigenen Angaben Betriebssysteme, die noch von deren Entwicklern mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Ältere Betriebssysteme könnten Sicherheitslücken enthalten und werden deshalb nicht mehr unterstützt.
Das ist besonders relevant, weil die ING die frühere mTAN inzwischen eingestellt hat. Die App „Banking to go“ dient nicht nur zum mobilen Banking, sondern kann auch zur Bestätigung des Logins und zur Freigabe von Transaktionen beim Browser-Banking verwendet werden. Als Alternative bietet die ING allerdings weiterhin einen separaten photoTAN-Generator an.
Commerzbank verschärft die Anforderungen 2026
Noch anschaulicher wird die Entwicklung bei der Commerzbank. Aktuell kann deren Banking-App noch auf älteren Systemen laufen. Die Bank erhöht die Mindestanforderungen jedoch derzeit schrittweise deutlich.
Ab Mitte September 2026 sollen mindestens Android 10 beziehungsweise iOS 17 erforderlich sein. Kunden mit Android 6 bis 9 oder iOS 15 beziehungsweise 16 werden bereits gestaffelt darauf hingewiesen, ihr Betriebssystem zu aktualisieren.
Wer kein Update durchführen kann, weil das Smartphone technisch nicht mehr unterstützt wird, steht vor einer einfachen Konsequenz: Für die weitere Nutzung der App wird früher oder später ein neueres Gerät notwendig. Die Commerzbank weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass ihr Online-Banking über den Webbrowser weiterhin erreichbar bleibt.
Auch die Deutsche Bank setzt Mindestgrenzen
Bei der Deutschen Bank zeigt sich ein ähnliches Bild. Für die Deutsche-Bank-App werden derzeit mindestens Android 9 beziehungsweise iOS 15 benötigt. Ältere Versionen akzeptiert die Bank nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen nicht mehr.
Die Begründung entspricht dem gleichen Muster: Bei älteren Geräten oder Betriebssystemen gewährleisten die Hersteller irgendwann keinen Support mehr. Dadurch können Sicherheitslücken entstehen, die die Bank nicht akzeptieren will.
Immerhin existiert auch dort eine Alternative. Kunden können weiterhin Online-Banking über den Browser nutzen und Aufträge beispielsweise über ein separates BestSign-Zusatzgerät freigeben. Dieses Zusatzgerät ist allerdings kostenpflichtig.
Es droht keine klassische Kontosperre
An dieser Stelle ist mir eine wichtige Differenzierung wichtig: Wenn Ihre Banking-App wegen eines veralteten Smartphones nicht mehr funktioniert, bedeutet das normalerweise nicht, dass Ihr Girokonto oder Depot gesperrt ist.
Ihr Geld bleibt vorhanden und das Konto besteht weiter. Problematisch wird vielmehr der Zugangsweg. Wenn Sie sich bisher ausschließlich über das Smartphone legitimieren und Überweisungen freigeben, kann ein nicht mehr unterstütztes Gerät Ihren digitalen Zugriff erheblich einschränken.
Genau deshalb kann sich eine vermeintlich harmlose Meldung wie „Diese App wird von Ihrem Gerät nicht mehr unterstützt“ sehr schnell zu einem praktischen Banking-Problem entwickeln. Besonders unangenehm ist das dann, wenn Sie erst in dem Moment reagieren, in dem eine dringende Überweisung oder Wertpapiertransaktion durchgeführt werden soll.
Das Smartphone wird zum Bankschlüssel
Damit zeigt sich eine grundlegende Entwicklung im modernen Banking: Ihr Smartphone ist längst weit mehr als nur ein Telefon. Es entwickelt sich zunehmend zu einer Art digitalem Bankschlüssel.
Über das Gerät laufen Login, Zwei-Faktor-Authentifizierung, TAN-Freigaben, Kartenzahlungen, Depots und teilweise sogar Identifikationsverfahren. Damit wächst allerdings auch die Abhängigkeit von einem einzelnen technischen Gerät.
Gerade aus Sicht des Vermögensschutzes halte ich diese Entwicklung für bemerkenswert. Wer sein gesamtes Finanzleben ausschließlich über ein einziges Smartphone organisiert, schafft damit einen potenziellen Single Point of Failure – also einen einzelnen Schwachpunkt, dessen Ausfall mehrere Funktionen gleichzeitig beeinträchtigen kann.
Nicht jedes alte Smartphone ist automatisch unsicher
Dabei sollte man allerdings auch nicht in Technikpanik verfallen. Ein älteres Smartphone ist nicht allein aufgrund seines Alters automatisch unsicher. Entscheidend ist, ob Hersteller und Betriebssystem noch Sicherheitsupdates bereitstellen und ob die verwendeten Apps weiterhin offiziell unterstützt werden.
Umgekehrt sollte ein Smartphone, das seit längerer Zeit keinerlei Sicherheitsupdates mehr erhält, gerade für sensible Anwendungen wie Banking kritisch betrachtet werden. Auch die BaFin empfiehlt Verbrauchern ausdrücklich, bei digitalen Finanzgeschäften das Betriebssystem ihres Smartphones aktuell zu halten.
Das Entscheidende ist deshalb nicht das Alter Ihres Smartphones in Jahren, sondern der Supportstatus. Ein fünf Jahre altes Gerät kann unter Umständen noch ausreichend gepflegt werden, während bei einem anderen Modell bereits deutlich früher die Sicherheitsunterstützung endet.
Was Sie jetzt überprüfen sollten
Schauen Sie deshalb zunächst in den Einstellungen Ihres Smartphones nach, welche Version von iOS oder Android installiert ist. Prüfen Sie anschließend, ob ein aktuelleres Betriebssystem angeboten wird und wann Ihr Gerät zuletzt ein Sicherheitsupdate erhalten hat.
Kontrollieren Sie danach die Mindestanforderungen Ihrer Banking- und TAN-App. Verlassen Sie sich dabei nicht darauf, dass die App heute noch funktioniert. Banken können Mindestversionen im Rahmen von Sicherheitsupdates anheben – wie die Commerzbank gerade eindrucksvoll zeigt.
Und prüfen Sie unbedingt, welche Alternative Sie besitzen, falls Ihr Smartphone plötzlich ausfällt oder die App nicht mehr unterstützt wird. Je nach Bank können das beispielsweise ein separates TAN-Gerät, ein Zweitgerät oder andere Freigabeverfahren sein.
Ein zweiter Zugangsweg schafft Sicherheit
Gerade diesen Punkt halte ich für besonders wichtig. Wer über größere Vermögenswerte verfügt oder auf sein Konto und Depot jederzeit zugreifen können muss, sollte möglichst nicht von nur einem einzigen technischen Zugangsweg abhängig sein.
Das bedeutet nicht zwingend, dass Sie zwei Smartphones benötigen. Ein separates TAN-Gerät oder ein anderer von Ihrer Bank angebotener Authentifizierungsweg kann bereits ausreichen. Entscheidend ist, dass Sie wissen, was passiert, wenn Ihr Smartphone verloren geht, kaputtgeht oder plötzlich nicht mehr unterstützt wird.
Testen Sie solche Alternativen idealerweise bevor Sie sie benötigen. Der schlechteste Zeitpunkt, sich erstmals mit einem Ersatzverfahren auseinanderzusetzen, ist der Moment, in dem Sie bereits keinen Zugriff mehr auf Ihre Banking-App haben.
Mein Fazit: Digitale Sicherheit ist ein Prozess!
Digitale Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein permanenter Prozess. Betriebssysteme, Sicherheitsanforderungen und Banking-Apps entwickeln sich ständig weiter. Was heute problemlos funktioniert, kann bereits in wenigen Monaten technisch nicht mehr unterstützt werden.
Die derzeitigen Änderungen bei ING, Commerzbank und Deutscher Bank zeigen: Aktuelle Betriebssysteme werden zunehmend zur Eintrittskarte für das digitale Banking. Besonders deutlich ist die Entwicklung bei der Commerzbank, die ihre Mindestanforderungen ab Mitte September 2026 auf Android 10 beziehungsweise iOS 17 anhebt.
Deshalb gilt auch hier: Klarheit statt Panik! Sie müssen nicht sofort ein neues Smartphone kaufen, nur weil Ihr Gerät einige Jahre alt ist. Sie sollten aber wissen, wie lange es noch mit Sicherheitsupdates versorgt wird und welche Anforderungen Ihre Bank stellt.
Vermögensschutz bedeutet auch Zugriffsschutz
Für mich gehört auch dieser Aspekt zum modernen Vermögensschutz. Es reicht nicht, Vermögen sinnvoll über Banken, Anlagen und Rechtsräume zu verteilen. Sie müssen im entscheidenden Moment auch zuverlässig darauf zugreifen können.
Prüfen Sie deshalb Ihre Banking-Infrastruktur regelmäßig: Smartphone, Betriebssystem, Banking-App, TAN-Verfahren und alternative Zugangswege. Halten Sie sämtliche Anwendungen aktuell und installieren Sie Banking-Apps ausschließlich aus offiziellen App-Stores.
Und vor allem: Warten Sie nicht, bis Ihre Banking-App Ihnen den Zugang verweigert. Wer rechtzeitig vorsorgt, verhindert, dass ein veraltetes Smartphone plötzlich zum Nadelöhr für das eigene Konto oder Depot wird.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Miller Krypto-Strategie Liechtenstein
(05.01.26) Kryptowährungen wie Bitcoin sind nicht nur Spekulationsobjekte, sondern ein digitales Gegenstück zu endlichen Rohstoffen wie Gold. Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind längst nicht mehr nur ein alternatives Parallelsystem zu unserem bestehenden Finanzsystem. Insbesondere Bitcoin hat sich inzwischen als Krypto-Weltleitwährung und als limitiertes Wertaufbewahrungsmedium im Sinne eines „digitalen Goldes“ etabliert – in der klassischen Bankenwelt, der globalen Finanzdienstleistungsindustrie und zunehmend auch bei institutionellen Anlegern. Immer mehr Privatanleger entdecken Bitcoin für sich.
Bitcoin ist wie Gold eine Absicherung gegen die Inflation. Selbst renommierte Ökonomen wie Jeremy Siegel, Professor an der Wharton School, sehen Bitcoin inzwischen als potenzielle Reservewährung. Diese Einschätzungen aus dem akademischen Bereich verdeutlichen, wie ernst Bitcoin mittlerweile als monetäres System genommen wird. Bestätigt wird diese Bewertung durch eine fundierte Analyse des US-Vermögensverwalters Bitwise: Die Verlustwahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Investments liegt nach einem Tag bei 46,9 %, nach einem Jahr nur noch bei 23,5 % und fällt ab einem Anlagehorizont von drei Jahren auf nahezu null (0,7 %). Langfristige Anleger wurden somit bislang annähernd immer belohnt.
Digitales Gold und Öl im Schuldensystem!
Das heutige Geldsystem stützt sich auf Schulden. Banken erschaffen Geld nicht durch das Drucken von Scheinen, sondern indem sie Kredite vergeben. Jeder neue Kredit erhöht die Geldmenge, während die Rückzahlung den Geldbestand wieder schrumpfen lässt. Damit das System stabil bleibt, muss der Kreislauf am Laufen bleiben – es braucht also immer genügend Menschen und Unternehmen, die bereit sind, neue Schulden aufzunehmen. Diese Mechanik macht die Stabilität des Finanzsystems abhängig vom Vertrauen und von der Kreditnachfrage. Gerät die Wirtschaft ins Stocken oder steigt die Unsicherheit, nehmen weniger Akteure Kredite auf.
Dadurch entstehen Kettenreaktionen: Investitionen werden verschoben, der Konsum sinkt, Unternehmen verlieren Einnahmen – ein gefährlicher Abwärtsstrudel. Damit die Geldmenge nicht schrumpft, muss fortlaufend neu es Geld geschaffen werden. Dies gelingt nur, wenn neue Kredite vergeben werden. Auf lange Sicht führt dies dazu, dass Haushalte, Unternehmen und auch Staaten ihre Verschuldung immer weiter erhöhen. Dieses permanente Schuldenwachstum ist daher keine Ausnahme, sondern ein Grundprinzip des Systems. Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht allein auf das klassische Schuldgeldsystem vertrauen.
Vergleichbares gilt auch für Ethereum. Der Bezeichnung „Digitales Gold“ setzt sich für den Bitcoin als eigenständige Anlageklasse gerade auch im Segment der institutionellen Investoren immer weiter durch. Parallel dazu steigt jetzt auch die Wahrnehmung des großen Potenzials bei Ethereum, der mit Abstand zweitgrößten Kryptowährung nach dem Bitcoin. Das verdeutlicht die Einschätzung der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) in einem vielbeachteten Forschungsbericht. Mit einer Bilanzsumme von rund 6,6 Billionen US-Dollar ist die ICBC die größte Bank der Welt. Die Analysten kommen zu der Schlussfolgerung, dass Ethereum seine Technologie in Bezug auf Sicherheit, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit kontinuierlich aufgerüstet hat und eine technologische Kraft als „digitaler Treibstoff bzw. Öl“ für die Zukunft der Digitalisierung bietet. Kryptowährungen befinden sich nach wie vor in einer frühen Entwicklungsphase – und genau darin liegt die große Chance für langfristig orientierte Krypto-Investoren. Immer mehr Anleger und Bürger erkennen, dass Dezentralität eine eigenständige Anlageklasse mit einzigartigen Vorteilen darstellt.
Kryptowährungen erobern klassische Wertpapierdepots
Der Aufstieg von Bitcoin in der globalen Finanzwirtschaft hat in den vergangenen Jahren eine völlig neue Anlage klasse geschaffen. Immer mehr institutionelle Investoren, Vermögensverwalter und Privatanleger nutzen Bitcoin als strategische Beimischung. Einen entscheidenden Schub erhielt diese Entwicklung durch die Zulassung von Bitcoin Spot-ETFs in den USA.
Diese Produkte ermöglichen es Anlegern, an der Kursentwicklung der Kryptowährung teilzuhaben, ohne selbst Wallets oder Private Keys verwalten zu müssen. In Europa wächst das Interesse vor allem an börsengehandelten Exchange Traded Products (ETPs).
Das Fürstentum Liechtenstein als sicherer Hafen für digitale Vermögenswerte
Mit der Miller Krypto-Strategie investieren Sie nicht in kurzfristige Hypes, sondern in die langfristige Etablierung einer neuen, dezentralen Wertstruktur – mit klaren Regeln und sicherer Verwahrung über das Fürstentum Liechtenstein. Das Fürstentum Liechtenstein steht weltweit für Stabilität, Rechtssicherheit und eine solide Finanzkultur. Der weltweit einzige schuldenfreie AAA-Staat kombiniert traditionelle Werte des Vermögensschutzes mit moderner Regulierung – ideal für die Verwahrung und Verwaltung digitaler Vermögenswerte.
Markus Miller ist Finanz- und Kapitalschutz-Experte mit über 25 Jahren Erfahrung im internationalen Bank- und Vermögensmanagement. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und dem Studium des Vermögensmanagements war er für renommierte Privatbanken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein tätig. Als Gründer von GEOPOLITICAL.BIZ und des bekannten Krypto-Informationsportals KRYPTO-X gilt er als einer der führenden Experten für digitales Vermögen, Blockchain-Technologie und internationale Anlagestrategien.
Estably – Der einzigartige Digital-Vermögensverwalter aus Liechtenstein
Im Jahr 2020 ging im Fürstentum Liechtenstein mit Estably der erste digitale Vermögensverwalter an den Start, der zusätzlich persönliche Ansprechpartner zur Seite stellt. Da Markus Miller selbst viele Jahre für Banken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein tätig war und dadurch über umfassende Expertise verfügt, begleitet er die Estably Vermögensverwaltung AG seit Beginn in beratender und kontrollierender Funktion als Mitglied des Verwaltungsrats. Die automatisierten Vermögensverwaltungsstrategien von Estably setzen dabei nicht auf Finanzprodukte wie Derivate oder Fonds, sondern auf Direktinvestments in ausgewählte Einzelaktien qualitativ hochwertiger Unternehmen.
Das durch die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) regulierte Unternehmen mit Sitz in Vaduz schließt zudem die Lücke zwischen Online-Vermögensverwaltung und Online-Brokerage, unter anderem durch die Integration der bekannten Handelsplattform von Interactive Brokers. Mit der „Miller Krypto-Strategie Liechtenstein“ wird seit 2025 auch die Brücke in die Welt digitaler Vermögenswerte und zu den Geldsystemen der Zukunft geschlagen.
Warum Anleger auf die Miller Krypto-Strategie Liechtenstein setzen
Ganz ohne technisches Wissen: Investieren ohne Wallets, Private Keys oder Kryptobörsen – alles über ein klassisches Wertpapierdepot.
Professionell gemanagt: Krypto-Experten übernehmen die Auswahl, Gewichtung und laufende Überwachung Ihrer Investments.
Stabiler Standort Liechtenstein: Triple-A-Staat, schuldenfrei und unabhängig von der EU – mit stabilem Schweizer Franken als Zahlungsmittel.
Laufende Staking-Erträge: Automatische Beteiligung an Staking-Erträgen – das Dividendenprinzip für Kryptowährungen.
Reguliert & sicher verwahrt: Physisch hinterlegte, börsengehandelte ETPs in einem Depot in Liechtenstein unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht (FMA).
Steuerfrei nach einem Jahr: Nach einem Jahr können Kursgewinne bei physisch hinterlegten Krypto-ETPs mit Auslieferungsoption steuerfrei sein.
Miller Krypto-Strategie Liechtenstein im Vergleich
| Miller Krypto-Strategie Liechtenstein | Herkömmliche Krypto-Investments | |
| Technischer Aufwand | Einfach - keine Wallets, keine Keys | Eigenständige Einrichtung und Verwaltung technischer Systeme erforderlich |
| Nachfolgeregelung | Klare rechtliche Nachfolgeregelung | Risiko von Verlust bei unbekannten Private Keys oder Zugängen |
| Professionelles Management | Auswahl, Gewichtung und Anpassung der Investments durch Experten | Eigenverantwortliches Management |
| Zugang zu laufenden Erträgen ("Staking") | Automatische Beteiligung an Staking-Erträgen | Eigenständige Einrichtung und Risiko bei Staking-Plattformen |
| Sicherheit & Regulierung | Von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) regulierte Vermögensverwaltung und Depotbank | Keine oder geringe Regulierung, oft unklare Rechtslage |
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Best of Invest 2025 - Interview Markus Miller
(08.03.25) Best of Invest-Seminarreihe 2025: Krypto-Experte Markus Miller als Speaker und im Interview - Die renommierte BestofInvest-Seminarreihe der Bodo Schäfer Akademie bietet regelmäßig tiefgehende Einblicke in zukunftsweisende Anlagestrategien, finanzielle Bildung und wirtschaftliche Megatrends. In diesem exklusiven Rahmen hielt der Krypto-Experte Markus Miller einen Vortrag über die aktuellen Entwicklungen und Chancen im Bereich Bitcoin, Blockchain-Technologie und digitalen Vermögenswerten.
Hochkarätiger Vortrag zu Krypto & Kapitalschutz
Markus Miller, langjähriger Finanzexperte und Herausgeber von KRYPTO-X sowie Kapitalschutz vertraulich, analysierte in seinem Vortrag zentrale Trends, Risiken und Potenziale der Kryptomärkte. Dabei ging er insbesondere auf die sich wandelnde Regulierungslandschaft, die Rolle von Bitcoin als digitales Gold und innovative Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie ein. Sein praxisorientierter Ansatz zeigte auf, wie Investoren Kapitalschutz und Renditepotenziale strategisch verbinden können.
Exklusives Interview auf YouTube frei verfügbar
Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Markus Miller einem ausführlichen Interview, in dem er zusätzliche Einblicke in die Zukunft der digitalen Finanzwelt gab und auf Fragen rund um Vermögenssicherung, Kryptowährungen und Investitionsstrategien einging. Dieses Gespräch ist frei zugänglich auf unserem YouTube-Kanal „Markus Miller“.
https://youtu.be/HWBOXWcQvEM?si=WBLlXYLwmmwX-IAN
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Kritische Rohstoffe!
(22.01.25) Bereits im Jahr 2019 sorgte Donald Trump für Aufsehen, als er die zunächst absurd erscheinende Idee äußerte, Grönland kaufen zu wollen. Vor kurzem hat er erneut sein Interesse bekundet, Grönland in die Vereinigten Staaten einzugliedern. Erschreckend dabei ist, dass er auch den Einsatz militärischer Mittel nicht ausgeschlossen hat. Das ist deswegen absurd, weil Grönland völkerrechtlich eine autonome Region des Königreichs Dänemark ist, einem Gründungsmitglied der NATO, mit der dänischen Krone als Währung.
Unbestritten ist die größte Insel der Welt heiß begehrt. Mit einer Bevölkerungsdichte von nur 0,1 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die arktische Insel vor der Westsahara, der Mongolei, Australien und Namibia das Land mit der geringsten Besiedlung weltweit. Gleichzeitig birgt Grönland immense strategische und wirtschaftliche Potenziale. Die größte arktische Landmasse verfügt über enorme Rohstoffvorkommen wie Uran, Zink, Eisenerz und Gold.
Rohstoffpotenzial und strategische Vorsorge in Zollfreilagern
Aber auch enorme Vorkommen seltener Erden, die für Hightech-Produkte wie Smartphones, Windkraftanlagen oder Elektroautos essenziell sind. Angesichts der großen Abhängigkeiten von China könnten Grönlands Reserven eine alternative Quelle für westliche Länder darstellen. Auch erneuerbare Energien wie Wasserkraft und das Potenzial für Öl- und Gasförderung sind wirtschaftlich hochinteressant. Daneben bietet Grönland eine unberührte Natur, die jedes Jahr immer mehr Touristen anzieht.
Wie Staaten sind produzierende Unternehmen und Privatpersonen gut damit beraten, im Bereich der mineralischen Rohstoffe Vorsorgedepots aufzubauen. Ich empfehle dabei Vorsorgedepots für Edelmetalle, strategische Metalle und seltene Erden über sichere Zollfreilager im Fürstentum Liechtenstein aufzubauen.
In meinem heutigen Kapitalschutz-Video auf unserem YouTube-Kanal „Markus Miller“ befasse ich mich mit dieser hochinteressanten Thematik der mineralischen bzw. kritischen Rohstoffe der Technologiemetalle, der seltenen Erden und strategischen Metalle.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com
Make your Money Safe again - Bitcoin First!
08.06.24) Warum geht's in den nachfolgenden Videos: In diesem spannenden Vortrag von der Invest 2024 spricht Markus Miller (KRYPTO-X.BIZ) über spannende Themen unserer Zeit: Bitcoin, Gold, Inflation, geopolitische Entwicklungen und die Rolle der Staaten in der digitalen Welt. Erfahre, warum es entscheidend ist, Geld selbst zu schützen und welche intelligenten Strategien verfolgt werden sollten.
Markus Miller erläutert die De-Dollarisierung und die Bedeutung von Gold als sicheres Anlageinstrument. Zudem beleuchtet er die steigende Nachfrage nach digitalen Währungen und deren Einfluss auf die globale Finanzlandschaft.
Gold und Bitcoin haben zahlreiche Gemeinsamkeiten
Gold ist durch sein natürliches Vorkommen in der Erdkruste limitiert. Gleiches gilt für den Bitcoin, der mathematisch bzw. algorithmisch streng begrenzt ist. Dieses Effekts einer absoluten mathematischen Knappheit sind sich viele Konsumenten wie Investoren derzeit noch nicht bewusst. Die maximale Angebotsmenge des digitalen Goldes ist dabei auf 21 Millionen Bitcoin limitiert. Wie Gold ist daher auch der Bitcoin ein alternatives und schuldenfreies Ausgleichssystem.
Welch ein wertvoller Gegensatz zu unseren ungedeckten, schuldenbehafteten und unlimitierten Papiergeldwährungen wie dem US-Dollar oder dem Euro. Mit diesem hochinteressanten Themenbereich befasst sich Markus Miller - Gründer von KRYPTO-X.BIZ - in seinem Vortrag "BITCOIN FIRST" im Rahmen der Finanzmesse Invest 2024 in Stuttgart. Den ersten Teil des Vortrages finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart. Den zweiten Teil auf dem YouTube-Kanal von GEOPOLITICAL.BIZ - Markus Miller:
TEIL 1 finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart
TEIL 2 finden Sie auf dem YouTube-Kanal von GEOPOLITICAL.BIZ - Markus Miller
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Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte werden in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen. Nutzen auch Sie jetzt die Gunst der Stunde: Investieren und diversifizieren Sie auf soliden Wegen in die Blockchain-Technologie, Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum & Co. sowie Megatrends wie die Cybersecurity, das Metaverse, NFTs oder die Künstliche Intelligenz (KI).
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ZDF Frontal mit Markus Miller!
(01.06.24) Meine Leser von „Kapitalschutz vertraulich“ und "KRYPTO-X" kennen auch meine umfassenden Warnungen und Empfehlungen zum Schutz vor Betrügern. International agierende Banden locken in den letzten Jahren verstärkt unvorsichtige Anleger mit schnellen und hohen Renditen. Für die Opfer endet das oft im Totalverlust. Denn nur wenige haben das Know-how für digitale Währungen, und die Strafverfolgung in Deutschland ist nicht auf Augenhöhe mit den hochprofessionellen Tätern. Polizei und Staatsanwaltschaften fehlen Fachpersonal und technische Ausstattung, was auch die Polizeigewerkschaften rügen.
Zusätzlich agieren dubiose Rechtsanwaltsgesellschaften als willige Handlanger der Betrüger. Ich selbst spüre den zunehmenden Vertrauensverlust geschädigter Investoren in den Rechtsstaat. Aufklärung, Information und Digital- bzw. Krypto-Bildung sind aus meiner Sicht die besten Maßnahmen, um diesen gefährlichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Dazu trägt die aktuelle TV-Reportage von ZDF Frontal bei. Hier habe ich nicht nur in der Gestaltung der Inhalte maßgeblich mitgewirkt, sondern wurde in diesem Rahmen auch interviewt.
Achtung vor den Bitcoin-Betrügern und Krypto-Bauernfängern!
Ich warne Sie regelmäßig vor fragwürdigen Anbietern und Methoden. Sollte das Kind bereits in den Brunnen gefallen und ein Schadensfall eingetreten sein, sind die nachfolgenden Punkte ratsam:
1. Anzeige bei der Polizei erstatten
2. Nationale Aufsichtsbehörden informieren (BaFin, FMA, FINMA)
3. Beschreitung des Rechtsweges über einen spezialisierten Anwalt – Hier steht Ihnen unser Experten-Netzwerk zur Verfügung.
TV-Beitrag: Wie deutsche Strafverfolgungsbehörden versagen - Kriminelle Bitcoin-Geschäfte

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By the way ein großes Lob an meine fantastische Tochter und neue Grafik-Designerin Jasmina Miller an dieser Stelle für die jetzt so tollen Thumbnails für meinen YouTube-Channel. Lassen Sie gerne ein Abo da und Sie erhalten jede Woche ein neues Video!
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(15.11.23) Vielleicht geht es Ihnen wie mir. In den letzten Jahren und Monaten beobachten wir eine Vielzahl an globalen, aber auch regionalen und nationalen Umbrüchen. Zeitpunkte des Paradigmenwechsels waren dabei neben der Corona-Pandemie der Überfall Russlands auf die Ukraine.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat in diesem Kontext seine längst legendäre, aber offensichtlich noch mit zu wenig Leben gefüllte Rede zu einer angeblichen „Zeitenwende“ gehalten. Nicht nur dieser Begriff hat sich bei mir eingeprägt, sondern auch geflügelte Wörter, die grundsätzlich positiv klingen aber so komplex sind, dass sie die damit verbunden Risiken für Bürger und Steuerzahler viel zu wenig ins Bewusstsein der Menschen rücken. Dazu fällt mir beispielsweise der ebenfalls durch Bundeskanzler Scholz getätigte Begriff „Doppel-Wumms“ ein, hinter dem Preisbremsen für Energie stehen. Auch das klingt sehr positiv, am Ende des Tages fallen die dafür notwendigen Gelder allerdings nicht vom Himmel, sondern müssen querfinanziert, umverteilt oder durch neue und höhere Steuern refinanziert werden.
Auch all die vielen „Sondervermögen“, die mittlerweile für die unterschiedlichsten Vorhaben geschaffen wurden, sind selbstverständlich keine Vermögenswerte im eigentlichen Sinne, sondern ganz im Gegenteil neue Staatsschulden. Bezeichnend ist die aktuelle Entwicklung, dass das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung jetzt wieder einmal in ihre Schranken weisen musste, indem der Nachtragshaushalt für das Jahr 2021 als verfassungswidrig eingestuft wurde.
Die Inflation der politischen Mogelpackungen
Ein weiteres Beispiel dieser politischen Mogelpackungen: Am 30. August 2023 hat das Bundeskabinett den Entwurf zum sogenannten Wachstumschancengesetz beschlossen. Dieses Wort enthält zwei positive Begrifflichkeiten: Wachstum und Chancen. Jeder von uns will Wachstum und Chancen nutzen. Wussten Sie aber, dass das Wachstumschancengesetz unter anderem die Einführung einer nationalen Meldepflicht für Steuerpflichtige und deren Berater bei vorteilhaften Steuergestaltungen vorsieht? Das ist somit auch ein weiteres Überwachungsgesetz!
Eigenverantwortung statt Staat: Make your Money Safe again!
In den letzten Wochen habe ich jede freie Minute genutzt, um an meinem neuen Buch zu schreiben. Hier habe ich mich für den Titel „Kapitalschutz First - Make your Money Safe again!“ entschieden, als Nachfolger meiner beiden Bestseller "Die Welt vor dem Geldinfarkt" und "Finanzielle Selbstverteidigung". Aber auch mein letztes Buch "KRYPTONOMICS" wird durch das wichtige Kapitel "Geldsysteme der Zukunft" weitergeführt.
Ich bin Analytiker, kein Politiker! Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Tonalität gewisse Parallelen zu den Aussagen Donald Trumps in seinem ersten US-Präsidentschaftswahlkampf aufweist. Ich hingegen befasse mich jedoch in meinem - unpolitischen und analytischen - Buch primär mit Themen die jedem Bürger, Vermögensinhaber und Steuerzahler mittlerweile stark verschärft auf den Nägeln brennen.
Die Staaten sind hochverschuldet, das globale Bankensystem ist fragil und unser Geld todkrank. Die Systemrisiken sind derzeit so hoch wie selten zuvor in unserer jüngeren Geschichte, seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein Systemrisiko ist in der Ökonomie ein Gefahrenpotenzial, das das Fortbestehen eines Geld- oder Wirtschaftssystems beinträchtigen kann. In der Finanzwirtschaft kann dabei der Zusammenbruch eines systemrelevanten Marktteilnehmers oder einer Branche auf andere Bereiche übergreifen.
50% der Deutschen haben das Vertrauen in die Banken-Einlagensicherung verloren
Derartige Dominoeffekte wurden uns bereits nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers in dramatischer Weise durch die schwerwiegenden Folgen für die Finanz- und Realwirtschaft vor Augen geführt. Eine vor kurzem veröffentlichte Forsa-Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass annähernd 50% der Menschen in Deutschland der Banken-Einlagensicherung nicht mehr vertrauen.
Die wenigsten dieser besorgten Bürger treffen allerdings Maßnahmen, um ihr Geld zu schützen. Meine treuen Leser von „Kapitalschutz vertraulich“ stecken hingegen nicht den Kopf in den Sand, sondern setzen selbstbestimmt auf intelligente Kapitalschutz-Strategien!
Testimonial von Ilka Groenewold zu KAPITALSCHUTZ FIRST
Ganz besonders freut mich, dass mir die geschätzte TV-Moderatorin und WELT-Reporterin Ilka Groenewold ein Testimonial für mein Buch geschrieben hat:

"Es wird immer wichtiger, sensibel mit seinen wertvollen Daten umzugehen. Cybersecurity ist heutzutage kein Fremdwort mehr, sondern sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext essentiell, wenn es um den Schutz von sensiblen Daten und Vermögenswerten geht. Als Investorin im Immobiliensektor und auf dem Finanzmarkt bin ich dankbar, das Wissen von Markus Miller an meiner Seite zu wissen. Sein Buch "Kapitalschutz First" ist eine praktische Gebrauchsanweisung, die intelligente und alternative Investments mit dem Schutz von Daten und Eigentumsrechten gleichermaßen verbindet und berücksichtigt."
Ilka Groenewold - TV-Moderatorin und WELT-Reporterin
KAPITALSCHUTZ FIRST erscheint am 20. Februar 2024 - jetzt vorbestellen!
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Die Welt ist aus den Fugen!
(21.10.23) Peter Scholl-Latour (1924–2014) war und ist für mich ein journalistisches Vorbild, weil er hochkomplexe Zusammenhänge in ebenso klaren wie verständlichen Worten erklären und damit Orientierung geben konnte. Im Jahr 2013, kurz vor seinem Tod habe ich erstmals sein Buch „Die Welt aus den Fugen – Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart“ gelesen.
Neben „1984“ von George Orwell hat mich kaum ein Buch so tief und nachhaltig beeindruckt, wie dieses. Weil Peter Scholl-Latour vor dem Hintergrund seiner 60-Jährigen Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens bereits vor mehr als 10 Jahren die Brennpunkte der aktuellen Weltpolitik beleuchtete und die Feststellung traf, dass die Welt im Angesicht eines aufziehenden Gewittersturms steht. Ob in Russland, Schwarzafrika oder Lateinamerika, in Arabien oder im Nahen und Mittleren Osten, überall braut sich Unheilvolles zusammen. Und auch Europa und die USA, einst Horte der Stabilität, werden von Krisen heimgesucht wie seit langem nicht.
Der Kriegsausbruch in der Ukraine und zahlreiche weitere regionale Konflikte und Kriege haben Latours Aussagen längst bewahrheitet. Der Abzug der USA aus dem Irak und Afghanistan hat zerrüttete Staaten hinterlassen, die nach wie vor in Chaos und Bürgerkriegen versinken. Der Konflikt um Irans Atompolitik hat sich zugespitzt, hängt weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Welt und auch Pakistan ist eine tickende Zeitbombe.

Die unkontrollierte Massenmigration wird zum Stresstest für Deutschland
Die Zahl der gescheiterten Staaten (Failed States) nehmen als Brutstätten des Terrorismus beständig zu, vor allem in Afrika. Europas und vor allem Deutschlands monetäre und gesellschaftliche Belastungen durch die – unkontrollierte – Massenmigration werden zu einer der größten Belastungsproben seit dem 2. Weltkrieg. Auch die Finanzwelt und die darauf basierende Stabilität von Banken und Währungen gerät dadurch weiter unter Druck. Nach dem schrecklichen Terrorangriff der Hamas hat Israel den Kriegszustand ausgerufen.
Mich überrascht weniger die Dimension dieses Gewaltausbruchs, sondern der Fakt des offensichtlichen Versagens der Sicherheitsdienste. Israel ist ein Hochsicherheitsstaat das an Terror gewohnt ist und drei Geheimdienste unterhält. Zum einen den längst legendären Auslandsgeheimdienst Mossad, der einst geflüchtete Nazis wie Adolf Eichmann ausfindig machte, vor Gericht stellte und hinrichtete.
Das Versagen der Geheimdienste ist ein Offenbarungseid
Ebenso den Inlandsgeheimdienst Schin Bet (Shabak) und den Militärgeheimdienst Aman. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst CIA. Für die jüdischen Geheimdienste sind die durchgeführten Terroranschläge ein regelrechter Offenbarungseid, weil sie komplett versagt haben. Dass die intensiven Planungen eines derart umfassenden Angriffs nicht bemerkt wurden und die Bürger Israels weitestgehend schutzlos den einfallenden Terroristen ausgeliefert waren, ist für mich höchst bedenklich.
Die israelische Armee greift bereits nicht nur die Hamas im Gazastreifen an, sondern auch Ziele der Hisbollah (Partei Gottes) im Libanon. Die USA haben mit dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford das größte Kriegsschiff der Welt ins östliche Mittelmeer gesandt, als Warnung an den Iran und zur Unterstützung Israels. Mittlerweile wurde ein weiterer US-Flottenverband in das östliche Mittelmeer verlegt. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine droht jetzt ein seit Jahrzehnten schwelender Konflikt am Rande Europas zu eskalieren.
Interessant ist vor diesen Entwicklungen auch der Blick auf die größten Ängste der Deutschen, die noch vor den Terroranschlägen in Israel und der Eskalation bzw. dem Kriegsausburch im Nahen Osten erhoben wurden.
Die 10 größten Ängste der Deutschen!
Hohe Preise, teurer Wohnraum und umfangreiche Sparpakete: Diese Themen bestimmen die Top-Ängste der Deutschen. An erster Stelle steht in diesem Jahr die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten (65%). Am deutlichsten gestiegen ist jedoch eine andere Sorge: Der Staat könnte durch Geflüchtete überfordert sein. Das zeigt die repräsentative Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen 2023" des Infocenters der R+V Versicherung.

Die Inflation hat Deutschland weiter im Griff, das Leben bleibt teuer
Die Menschen spüren beim Einkauf an der Supermarktkasse, dass sie für ihren Euro immer weniger bekommen. Die Sorge um den eigenen Wohlstand ist allgegenwärtig - auch in den Ergebnissen der Langzeitstudie. Die drei Top-Ängste der Deutschen kreisen in diesem Jahr um finanzielle Sorgen. Insgesamt verschlechtert sich 2023 die Stimmung der Deutschen: Der Angstindex - der durchschnittliche Wert aller gemessenen Ängste - steigt auf 45% (2022: 42%). Das zeigt die Studie "Die Ängste der Deutschen 2023". Bereits zum 32. Mal hat das Infocenter der R+V Versicherung mehr als 2.400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt.

Finanzielle Sorgen dominieren
Zwei Drittel der Deutschen fürchten, dass die Lebenshaltungskosten weiter steigen. Die Angst vor explodierenden Preisen landet mit 65% zum zweiten Mal in Folge auf dem ersten Platz der Studie. Im Vorjahr - Deutschland verzeichnete die höchste Inflation seit rund 50 Jahren - war sie um 17 Prozentpunkte in die Höhe geschnellt (2022: 67%). Die Menschen fühlen sich in ihrer Existenzgrundlage bedroht und sehen ihren Lebensstandard gefährdet. Das schürt Abstiegsängste. Die Angst vor höheren Lebenshaltungskosten dominiert die repräsentative Langzeitstudie regelmäßig. Seit 1992 führt sie häufiger als jedes andere Thema das Ranking an: Insgesamt belegte die Furcht vor steigenden Preisen 13-mal Platz eins und siebenmal Platz zwei.
Finanzielle Sorgen prägen auch die zweite Top-Angst der Bürgerinnen und Bürger. Sechs von zehn Deutschen fürchten, dass Wohnen unbezahlbar wird (60%). Für die einen zerschlägt sich angesichts steigender Zinsen und Baukosten der Traum vom Eigenheim, für die anderen wird die monatliche Miete zur immer größeren Belastung. Bezahlbarer Wohnraum ist eine der großen sozialen Herausforderungen in Deutschland: Die eigenen vier Wände bilden die Grundlage für eine sichere Existenz. Hier ist der Staat in der Pflicht - das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht. Die Angst vor unbezahlbarem Wohnraum fragt die Studie seit 2022 ab, schon damals landete sie auf Platz zwei. In diesem Jahr blicken vor allem die Westdeutschen besorgt auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt (62%), im Osten sind es 52%.
Schuldenbremse, Haushaltsstreit - die fetten Jahre sind vorbei. Das spüren auch die Bürger. Insgesamt 57% der Befragten fürchten, dass der Staat dauerhaft Steuern erhöht oder Leistungen kürzt - Platz drei der Studie. Die aktuellen Sparpläne sind ständig in den Medien präsent. Diese Sorge hat also einen ganz realen Hintergrund.

Angst vor Rezession sinkt
Umso bemerkenswerter ist ein anderes Ergebnis. Trotz des Konjunktureinbruchs und düsterer Prognosen für Deutschland ist die Furcht vor einer schlechteren Wirtschaftslage im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen - so deutlich wie keine andere Angst in diesem Jahr. Die Sorge ist um sechs Prozentpunkte gesunken.
Jeder zweite Befragte (51%) hat Angst vor einer Rezession - Platz fünf im Ranking (2022: 57%, Platz drei). Angesichts der vielen aktuellen Krisen rücken für die Befragten individuelle Sorgen in den Fokus: die Angst vor Wohlstandsverlust oder um die eigene Existenz. Sie überlagern das komplexe Thema Rezession.

Zuwanderungsthemen gewinnen im Westen an Bedeutung
Am deutlichsten gestiegen ist die Sorge, dass die Zahl der Geflüchteten die Deutschen und ihre Behörden überfordert. Sie legt im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozentpunkte zu (56%, Platz vier). Auffällig: Bisher war diese Angst im Osten immer deutlich größer als im Westen. Das ändert sich in diesem Jahr. In Westdeutschland nimmt sie um 13 Prozentpunkte zu, in Ostdeutschland bleibt sie unverändert. Damit ist sie im Westen mit 56% erstmals größer als im Osten (54%). Aus einer überwiegend ostdeutschen Sorge ist damit ein Thema geworden, das die Menschen überall in Deutschland gleichermaßen bewegt. Die Befragten haben Angst, dass die Integration nicht gelingt. Diese Entwicklung muss die Politik ernst nehmen und Lösungen aufzeigen, damit Migration als Chance und nicht als Bedrohung erlebt wird.
Eine ähnliche Steigerung zeigt sich bei der Angst, dass das Zusammenleben zwischen Deutschen und den hier lebenden Migrantinnen und Migranten durch einen weiteren Zuzug von Menschen aus dem Ausland beeinträchtigt wird. Sie liegt mit 47% auf Platz zwölf (2022: 37%, Platz 16). Trotz des klaren Anstiegs: Beide Sorgen bleiben ganz deutlich unter ihren Höchstwerten von 2016. Zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle fürchteten zwei von drei Befragten, dass der Staat überfordert ist und es durch den weiteren Zuzug von Ausländerinnen und Ausländern zu Spannungen kommt.

Spaltung der Gesellschaft macht vielen Angst
Jeder zweite Deutsche hat Angst, dass die Spaltung der Gesellschaft zunimmt und zu Konflikten führt. Diese Frage wurde neu in die Studie aufgenommen und ist direkt in den Top Ten gelandet (Platz acht). Eine gewisse Spaltung in verschiedene Lager gibt es in Deutschland schon lange, etwa in links-rechts, arm-reich oder Stadt-Land. Dazu kommt eine neue Konfliktlinie: Für die eine Gruppe sind konservative Werte und die Verwurzelung in Deutschland wichtig. Die anderen sind eher weltoffen und treten für freiheitliche Werte ein. Diese Spaltung wird zunehmend sichtbar.
Das Vertrauen in die Politik sinkt, auch das zeigt die Langzeitstudie deutlich. Gut jeder zweite Befragte (51%) fürchtet, dass die Politikerinnen und Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Diese Sorge nimmt im Vergleich zum Vorjahr spürbar zu und rückt auf Platz sechs im Ängste-Ranking vor (2022: 44%, Platz zehn). Deutschland ist im Krisenmodus. Hier erwarten die Bürger zukunftsfähige Lösungen vom Staat, die klar kommuniziert werden.
Stattdessen erleben sie ungefilterten Dauerstreit in der Ampel und eine schwache bürgerliche Opposition. Entsprechend schlecht auch das Zeugnis der Deutschen für ihre Politiker. Im Schnitt vergeben sie die Schulnote 3,9 (2022: 3,7). Das generell sinkende Vertrauen in die Politik sollte bedenklich stimmen, da es auf eine langsame Gefährdung der Demokratie hindeuten kann.

Angst vor dem Klimawandel: Höchststand im Westen
Heftige Unwetter in Deutschland, Hitzewellen und Überschwemmungen in Europa: Die Umweltsorgen bleiben auf hohem Niveau. Große Angst vor den Folgen des Klimawandels hat fast die Hälfte der Deutschen (47%, Platz zehn). Auf Platz elf folgt die Sorge, dass Naturkatastrophen immer häufiger auftreten (47%). Spannend ist der Blick auf die Angst vor dem Klimawandel im Ost-West-Vergleich. Die Studien-Analysten beobachten hier eine gegenläufige Entwicklung: 2023 erreicht diese Angst in Westdeutschland mit 49% ihren bisherigen Höchststand. In Ostdeutschland hat sie mit 40% ihre bislang geringste Ausprägung. Die Furcht vor dem Klimawandel wird seit 2018 in der Studie abgefragt.
Trotz aller Krisen: Beim Thema Arbeitslosigkeit bleiben die Deutschen recht entspannt. Lediglich ein Drittel der Menschen befürchtet, dass bundesweit die Arbeitslosenzahlen steigen. Und nur jeder Vierte hat Angst, den eigenen Job zu verlieren. 2022 erreichte diese Angst mit 22% den niedrigsten Stand seit Beginn der Studie vor 31 Jahren.

Die Angst ist stets ein schlechter Ratgeber - Setzen Sie jetzt auf wirkungsvolle Kapitalschutz-Strategien!
Die Angst ist stets ein hervorragender Verkäufer, gleichzeitig aber ein sehr schlechter Ratgeber. Kapitalschutz bedeutet für mich deswegen Risiken weiter zu diversifizieren und gleichzeitig Chancen aktiv zu nutzen. Hierfür gebe ich Ihnen mit meiner aktuellen November-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ wieder praxisbewährte Kapitalschutz-Bausteine an die Hand: KAPITALSCHUTZ vertraulich
Digitale Rüstungsaktien sind Kapitalschutz-Investments!
Zu meinen Strategien zählen dabei auch Investments in digitale Rüstungsaktien. Im Zuge des massiven und verwerflichen Terrorangriffs der radikalislamischen Hamas auf Israel wurden nicht nur konventionelle Waffen wie Raketen eingesetzt, sondern begleitend zum Überfall wurden seitens der Aggressoren auch massive Cyberangriffe auf zahlreiche israelische Unternehmen, Behörden und deren Internetseiten durchgeführt.
Auch deutsche Wirtschaft wappnet sich weiter für den Kampf gegen die Cyberkriminalität. Erstmals werden hierzulande für die IT-Sicherheit mehr als 9 Milliarden Euro ausgeben, mit weiter steigender Tendenz. Das teilt der Digitalverband Bitkom aktuell bei der Eröffnung der IT-Sicherheitsmesse „it-sa“ in Nürnberg mit. Im laufenden Jahr klettern die Ausgaben für IT-Sicherheit um 13% auf 9,2 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr wird ein erneuter Anstieg um rund 13% auf 10,3 Milliarden Euro erwartet.

Nordkorea zählt zu den gefährlichsten „Digitalen Schurkenstaaten“
Den größten Anteil an den Aufwendungen haben Ausgaben für IT-Sicherheitssoftware mit rund 4,3 Milliarden Euro (plus 18%). Knapp dahinter liegen Aufwendungen für Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit, die um 12% auf 4,0 Milliarden Euro zulegen. Unverändert weitere knapp 0,9 Milliarden entfallen auf IT-Sicherheits-Hardware.
Es ist ein gutes Signal, dass die Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit hochfahren. Jedes Unternehmen kann Opfer von Cyberangriffen werden. Aber auch jedes Unternehmen kann sich schützen – und sollte das auch tun, so das Bitkom-Fazit. Zuletzt ist deutschen Unternehmen durch Sabotage, Spionage und Datendiebstahl ein jährlicher Schaden von 206 Milliarden Euro entstanden, davon 148 Milliarden Euro durch Cyberattacken. Die Angreifer werden dabei immer professioneller und gehen arbeitsteilig vor, dabei sind die Grenzen zwischen organisierter Kriminalität und staatlich gesteuerten Akteuren fließend.
Unter den „Digitalen Schurkenstaaten“ sticht Nordkorea hervor, beispielsweise durch Diebstähle von Kryptowährungen in Milliardenhöhe. Die IT-Sicherheit muss für alle Unternehmen eine Daueraufgabe bzw. ein Dauerauftrag sein und ganz oben im Management verankert werden. Gleiches gilt auch für Privatpersonen, in Bezug auf den eigenverantwortlichen Schutz ihrer IT-Systeme, vom Tablet bis hin zum Smartphone.
Setzen Sie auf „Digitale Selbstverteidigung“ und investieren Sie in Cybersecurity-Aktien!
Die Online-Sicherheit (Cybersecurity) zählt bereits seit Jahren zu den am schnellsten wachsenden Segmenten in der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Cyberangriffe sind für die Wirtschaft längst zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Die Gewährleistung einer hohen IT-Sicherheit ist für Staaten, Unternehmen und Privatpersonen überlebensnotwendig und muss fester Bestandteil einer jeden Sicherheitsstrategie sein. Die Digitalisierungswelle hat hier die Verwundbarkeit zahlreicher Firmen bereits aufgezeigt. Deswegen werden die jährlichen Ausgaben für IT-Sicherheit in den kommenden Jahren zweistellige Zuwachsraten aufweisen.

In meiner Rubrik „Datenschutz & Privatsphäre“ zeige ich Ihnen im Rahmen von „KAPITALSCHUTZ vertraulich“ regelmäßig wirkungsvolle Cybersecurity-Anwendungen für Ihre persönliche digitale Selbstverteidigung. Davon werden Cybersecurity-Aktien als „Digitale Rüstungsaktien“ massiv profitieren, auch hierzu gebe ich Ihnen im Rahmen meiner Best-Buy-Liste Empfehlungen an die Hand, wie Sie wirkungsvoll in ausgesuchte Cybersecurity-Aktien investieren können. Weiterführende Berichte zu den Themenbereichen Digitalisierung und Tokenisierung finden Sie darüber hinaus auf unserem Portal: KRYPTO-X.BIZ
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com























