Lebensträume brauchen finanzielle Freiheit!

(12.09.26) Eine Weltreise, das eigene Zuhause, eine Familie oder ein finanziell sorgenfreier Ruhestand: Die Lebensträume der Menschen sind so unterschiedlich wie ihre Lebenswege. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass ihre Verwirklichung meist nicht nur Mut, Zeit und Ausdauer, sondern auch finanzielle Handlungsspielräume erfordert.

Gesundheit lässt sich nicht kaufen. Finanzielle Sorgen können die Lebensqualität jedoch erheblich beeinträchtigen. Wer rechtzeitig Rücklagen bildet, Risiken absichert und Vermögen aufbaut, verschafft sich mehr Freiheit bei wichtigen Lebensentscheidungen.

Gesundheit, Reisen und finanzielle Unabhängigkeit

Eine im Januar 2024 veröffentlichte repräsentative Studie von Swiss Life Select untersuchte die Lebensträume und Vorsorgewünsche der Menschen in Deutschland. An der Spitze standen körperliche und psychische Gesundheit mit 44 Prozent, gefolgt von der Möglichkeit zu reisen mit 36 Prozent sowie finanzieller Selbstbestimmung und Unabhängigkeit mit 34 Prozent.

Der Traum vom Eigenheim erreichte 24 Prozent und lag damit praktisch gleichauf mit dem Wunsch nach einer dauerhaften Partnerschaft, den 23 Prozent nannten. Gegenüber der Vergleichserhebung aus dem Jahr 2022 verlor vor allem der Wunsch nach einer Lebenspartnerin oder einem Lebenspartner an Bedeutung: Damals hatte er noch bei 28 Prozent gelegen.

Die Ergebnisse zeigen: Klassische Ziele wie Partnerschaft und Wohneigentum bleiben wichtig. Gleichzeitig gewinnen Gesundheit, persönliche Freiheit und die Möglichkeit, das eigene Leben unabhängig gestalten zu können, an Gewicht.

Der Traum vom Eigenheim bleibt lebendig

Trotz zeitweise stark gestiegener Baukosten, Immobilienpreise und Finanzierungszinsen bleibt Wohneigentum für viele Menschen ein wichtiges Lebensziel. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei jüngeren Erwachsenen: 58 Prozent der 18- bis 34-jährigen Studienteilnehmer nannten den Immobilienerwerb als möglichen Anlass, professionelle Finanzberatung in Anspruch zu nehmen. Über alle Altersgruppen hinweg waren es lediglich 19 Prozent.

Ein Eigenheim kann Sicherheit, Lebensqualität und im Alter eine geringere Abhängigkeit von steigenden Mieten bieten. Es ist jedoch nicht automatisch eine gute Kapitalanlage. Kaufpreis, Eigenkapital, Finanzierungskosten, laufende Belastungen, Instandhaltungsrücklagen, Steuern und die langfristige persönliche Lebensplanung müssen zusammenpassen.

Wer für den Immobilienerwerb seine gesamten Rücklagen einsetzt und sich bis an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit verschuldet, gewinnt möglicherweise Wohneigentum, verliert aber finanzielle Flexibilität. Ein Eigenheim sollte deshalb Teil einer Gesamtstrategie sein – und nicht das gesamte Vermögen binden.

Lebensphasen ändern sich – Finanzpläne häufig nicht

Berufseinstieg, Selbstständigkeit, Heirat, Familiengründung, Immobilienkauf, Erbschaft, längere Arbeitsunfähigkeit oder Ruhestand verändern die finanzielle Situation grundlegend. Dennoch passen viele Menschen ihre Finanzplanung nur selten an neue Lebensumstände an.

Nach der Swiss-Life-Select-Studie überprüften lediglich zwölf Prozent der Befragten ihre Finanzen in einem Abstand von etwa ein bis drei Jahren und passten sie an ihre aktuelle Lebenssituation an. Diese geringe Quote ist problematisch. Versicherungen, Vollmachten, Sparraten, Anlagestrategien und die persönliche Risikotragfähigkeit sollten regelmäßig überprüft werden – und zusätzlich bei jedem bedeutenden Einschnitt im Leben.

Als Anlässe für eine Finanzberatung nannten die Befragten unter anderem den Eintritt in den Ruhestand mit 16 Prozent, eine Erbschaft oder die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit mit jeweils 15 Prozent, einen längerfristigen Arbeitsausfall mit zwölf Prozent sowie wirtschaftliche Veränderungen wie eine steigende Inflation mit zehn Prozent.

Frauen fokussieren die Altersvorsorge, Männer Investments

Wenn sich Menschen beraten lassen, steht die Altersvorsorge an erster Stelle. 38 Prozent wollten dieses Thema besprechen. Bei Frauen lag der Anteil mit 42 Prozent deutlich höher als bei Männern mit 34 Prozent.

Weitere wichtige Beratungsthemen waren selbst genutztes Wohneigentum mit 33 Prozent, Immobilien als Kapitalanlage mit 32 Prozent, die Ermittlung allgemeiner Sparpotenziale mit 27 Prozent, die Optimierung bestehender Sparpläne mit 26 Prozent, Versicherungen mit 25 Prozent und die finanzielle Vorsorge für Kinder mit 22 Prozent.

Auch bei Sachwerten zeigten sich Unterschiede: Für Immobilien als Kapitalanlage interessierten sich 35 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen. Über Sammlerstücke oder Kunstwerke als mögliche Vermögenswerte wollten 22 Prozent der Männer, aber nur elf Prozent der Frauen sprechen.

Solche Unterschiede beschreiben Durchschnittswerte und sagen nichts über den einzelnen Menschen aus. Entscheidend sind nicht Geschlecht oder Alter, sondern Einkommen, Vermögen, Lebensziele, Anlagehorizont und Risikobereitschaft.

Finanzberatung braucht Transparenz

Professioneller Rat kann sinnvoll sein – insbesondere bei komplexen Finanzierungen, Versicherungsfragen, steuerlichen Sachverhalten oder der Altersvorsorge. Anleger sollten jedoch genau unterscheiden, ob sie eine unabhängige, honorierte Beratung oder eine provisionsbasierte Vermittlung erhalten.

Vor einer Entscheidung sollten Interessenten deshalb klären:

  • Wie wird der Berater vergütet?
  • Welche Abschluss-, Verwaltungs- und laufenden Produktkosten entstehen?
  • Welche Interessenkonflikte bestehen?
  • Welche Alternativen wurden geprüft?
  • Wie flexibel ist das Produkt?
  • Welche Folgen hätte eine vorzeitige Kündigung?
  • Passt die Empfehlung tatsächlich zur gesamten Vermögenssituation?

Eine Beratung ist nicht allein deshalb gut, weil sie professionell präsentiert wird. Entscheidend sind Nachvollziehbarkeit, Kostentransparenz und die Qualität der empfohlenen Lösung.

Kinder brauchen Zeit statt Girokonto

Besonders wertvoll ist ein langer Anlagehorizont bei der Vorsorge für Kinder. In der Studie vertraten 23 Prozent der Befragten die Auffassung, Eltern sollten für ihre minderjährigen Kinder vorsorgen. Dennoch legte jeder fünfte befragte Elternteil das Geld lediglich auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto zurück. Weitere 13 Prozent setzten auf Bargeld, während 17 Prozent selbst genutztes Wohneigentum als späteres Erbe für ihre Kinder betrachteten.

Girokonto, Tagesgeld und Bargeld eignen sich als Liquiditätsreserve. Für einen Anlagezeitraum von zehn, 15 oder 20 Jahren sind sie als alleinige Strategie jedoch problematisch. Inflation vermindert langfristig die Kaufkraft. Bereits bei einer durchschnittlichen Geldentwertung von zwei Prozent verliert ein unverzinster Betrag innerhalb von 20 Jahren rund ein Drittel seiner realen Kaufkraft.

Wer langfristig für Kinder vorsorgt, sollte deshalb Liquidität, Sicherheit und Renditechancen sinnvoll kombinieren. Breit gestreute und kostengünstige Wertpapieranlagen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend sind Diversifikation, niedrige Kosten, ein langer Anlagehorizont und die Bereitschaft, zwischenzeitliche Kursschwankungen auszuhalten.

Die gesetzliche Rente allein schafft selten Freiheit

Viele Menschen gehen zu Recht davon aus, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstandard vollständig zu erhalten. In der Swiss-Life-Select-Studie nannten die Befragten als zusätzliche Einkommensquellen für den Ruhestand vor allem die betriebliche Altersvorsorge mit 23 Prozent, eine private Zusatzrente mit 19 Prozent, Lebensversicherungen mit 16 Prozent sowie Vermögenserträge aus Zinsen oder Dividenden mit elf Prozent.

Gleichzeitig gab ein Viertel an, bislang über keine zusätzliche Einkommensquelle neben der gesetzlichen Rente zu verfügen. Gerade diese Abhängigkeit birgt ein erhebliches Risiko: Politische Reformen, demografische Veränderungen, Inflation und steigende Sozialabgaben können die reale Versorgung im Alter belasten.

Das jüngere Swiss-Life-Selbstbestimmungsbarometer 2025 unterstreicht die wachsende Unsicherheit. Nur noch 54 Prozent der Menschen in Deutschland fühlten sich grundsätzlich selbstbestimmt; im Vorjahr waren es 57 Prozent. Unter jungen Menschen war das Interesse an Finanz- und Vorsorgewissen besonders groß. Gleichzeitig vertraute nur knapp jeder Sechste darauf, bei finanziellen Engpässen ausreichende staatliche Hilfe zu erhalten.

Vom Lebenstraum zum Finanzplan

Ein Lebenstraum bleibt unverbindlich, solange er weder einen Zeitrahmen noch ein finanzielles Fundament besitzt. Wer seine Ziele verwirklichen will, sollte sie deshalb in konkrete Größen übersetzen:

  • Was soll erreicht werden?
  • Wann soll das Ziel verwirklicht sein?
  • Welches Kapital wird dafür benötigt?
  • Welche monatliche Sparrate ist realistisch?
  • Welche Risiken könnten den Plan gefährden?
  • Welche Rücklagen müssen jederzeit verfügbar bleiben?
  • Welche Anlagen passen zum Zeithorizont?

Nicht jeder Traum lässt sich exakt berechnen. Doch ein unvollkommener Finanzplan ist meist wertvoller als gar keiner. Entscheidend ist, früh zu beginnen, regelmäßig nachzujustieren und sich nicht von kurzfristigen Moden oder vermeintlich sicheren Renditeversprechen ablenken zu lassen.

Kapitalschutz heißt selbstbestimmt handeln

Finanzielle Selbstbestimmung bedeutet nicht, vollständig auf staatliche Systeme zu verzichten. Sie bedeutet, die eigene Zukunft nicht ausschließlich von ihnen abhängig zu machen.

Bauen Sie liquide Rücklagen auf, sichern Sie existenzielle Risiken ab und verteilen Sie Ihr Vermögen auf unterschiedliche Anlageklassen, Anbieter, Rechtsräume und Verwahrstellen. Achten Sie auf Kosten, Steuern, Kaufkraft und jederzeitige Verfügbarkeit. Überprüfen Sie Ihre Strategie, sobald sich Ihre familiäre, berufliche oder finanzielle Situation verändert.

Lebensträume verwirklichen sich selten von allein. Wer frühzeitig vorsorgt und selbstbestimmt handelt, vergrößert jedoch die Chance, aus Wünschen konkrete Wirklichkeit werden zu lassen.

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Rentnerparadiese!

(10.09.26) Ein Rentnerparadies ist mehr als Sonne, Strand und niedrige Lebenshaltungskosten. Entscheidend ist, ob ein Land auch dann noch überzeugt, wenn gesundheitliche Probleme auftreten, die Landeswährung an Wert verliert, sich Steuergesetze ändern oder der Partner verstirbt. Ein attraktiver Urlaubsort ist deshalb noch lange kein geeigneter Alterswohnsitz.

Für einen dauerhaft abgesicherten Ruhestand müssen mehrere Faktoren zusammenspielen: politische und rechtliche Stabilität, eine erreichbare Gesundheitsversorgung, bezahlbarer Wohnraum, persönliche Sicherheit, ein verlässliches Aufenthaltsrecht und eine tragfähige steuerliche Gestaltung. Ebenso wichtig sind Sprache, soziale Kontakte, Infrastruktur und die Entfernung zur Familie.

Internationale Ruhestandsindizes können bei der Vorauswahl helfen. Besonders bekannt sind der Global Retirement Index von Natixis Investment Managers und der Annual Global Retirement Index des Auswanderungsmagazins International Living. Beide Rankings verfolgen jedoch grundlegend unterschiedliche Ansätze und kommen deshalb zu völlig verschiedenen Ergebnissen.

Zwei Indizes – zwei unterschiedliche Fragen

Der Global Retirement Index, kurz GRI, wurde von Natixis Investment Managers gemeinsam mit CoreData Research entwickelt. Er untersucht 44 Industrie-, Schwellen- und große Entwicklungsländer anhand von 18 Indikatoren. Diese werden den vier Bereichen Gesundheit, Lebensqualität, materielle Absicherung und Finanzen im Ruhestand zugeordnet.

Der GRI beantwortet vor allem die Frage, welche Staaten strukturell die besten Voraussetzungen für einen sicheren und würdevollen Ruhestand bieten. Bewertet werden unter anderem Lebenserwartung, Gesundheitsausgaben, Einkommen, Arbeitslosigkeit, Inflation, Staatsverschuldung, Steuerbelastung, Umweltqualität und staatliche Führung. Der Index sagt dagegen nur wenig darüber aus, wie leicht ein ausländischer Rentner dort eine Aufenthaltsgenehmigung erhält oder mit einem begrenzten Einkommen leben kann.

International Living verfolgt einen praktischeren, aber auch subjektiveren Ansatz. Das kommerzielle US-Auswanderungsmagazin stützt sich auf die Erfahrungen seines weltweiten Netzwerks aus Korrespondenten und Auswanderern. Bewertet werden unter anderem Lebenshaltungskosten, Wohnen, Gesundheitsversorgung, Klima, Visa, Behörden, Integration und Vergünstigungen für Rentner. Das Ranking richtet sich in erster Linie an ausreisewillige US-Amerikaner und lässt sich daher nicht uneingeschränkt auf deutsche, österreichische oder Schweizer Ruheständler übertragen.

Norwegen führt – die Schweiz bleibt Weltspitze

Im Global Retirement Index 2025 hat Norwegen mit einem Gesamtwert von 83 Prozent den ersten Platz zurückerobert. Irland folgt mit 82 Prozent auf Rang 2. Die Schweiz, die den Index 2024 noch angeführt hatte, erreicht 81 Prozent und liegt nun auf Platz 3. Dahinter folgen Island, Dänemark, die Niederlande und Australien.

Deutschland belegt Rang 8 und ist damit das einzige bevölkerungsreiche Land unter den ersten zehn. Luxemburg und Slowenien vervollständigen die Spitzengruppe. Die guten Platzierungen dieser Staaten beruhen vor allem auf stabilen Institutionen, leistungsfähigen Gesundheitssystemen, hoher materieller Absicherung und vergleichsweise verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Ein Spitzenplatz macht ein Land allerdings nicht automatisch zum idealen Auswanderungsziel. Norwegen, Irland, die Schweiz, Island und Luxemburg gehören zu den vergleichsweise teuren Ländern. Wer dort nicht bereits über Wohneigentum, ausreichendes Vermögen oder ein entsprechend hohes Alterseinkommen verfügt, kann trotz der ausgezeichneten Rahmenbedingungen finanziell unter Druck geraten.

Griechenland ist das Rentnerparadies 2026

Im Annual Global Retirement Index 2026 von International Living steht dagegen Griechenland an erster Stelle. Panama folgt auf Rang 2, Costa Rica auf Rang 3. Dahinter liegen Portugal, Mexiko, Italien, Frankreich, Spanien, Thailand und Malaysia.

Griechenlands Aufstieg erklärt sich mit der Kombination aus Klima, vergleichsweise niedrigen Wohnkosten, erreichbarer Gesundheitsversorgung und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten für zuziehende Ruheständler. Panama punktet insbesondere mit seinem Pensionado-Programm, einer gut ausgebauten privaten Gesundheitsversorgung und der Verwendung des US-Dollars. Costa Rica überzeugt durch politische Stabilität, Natur und eine etablierte internationale Gemeinschaft.

Diese Vorteile dürfen jedoch nicht verallgemeinert werden. Die medizinische Versorgung kann außerhalb größerer Städte deutlich schwächer sein. Visaprogramme, Mindestanforderungen an Renten- oder Kapitaleinkünfte und steuerliche Sonderregelungen können sich jederzeit ändern. Zudem richten sich viele Kostenangaben von International Living an US-amerikanische Rentner und beruhen teilweise auf Erfahrungswerten aus ausgewählten Regionen.

Günstig ist nicht automatisch sicher

Niedrige Lebenshaltungskosten wirken besonders attraktiv, wenn die heimische Rente knapp bemessen ist. Sie bergen jedoch eigene Risiken. Inflation, Währungsabwertungen oder stark steigende Immobilienpreise in beliebten Auswanderungsregionen können einen vermeintlichen Kostenvorteil innerhalb weniger Jahre aufzehren.

Auch das Gesundheitssystem muss genauer betrachtet werden. Entscheidend ist nicht nur, ob moderne Privatkliniken vorhanden sind, sondern ob sie vom Wohnort aus erreichbar und langfristig bezahlbar sind. Mit zunehmendem Alter steigen regelmäßig die Beiträge privater Krankenversicherungen. Bestehende Erkrankungen können zu Ausschlüssen, hohen Zuschlägen oder einer vollständigen Ablehnung führen.

Besonders wichtig ist die Pflegefrage. Ein Land kann bei alltäglichen Arztbesuchen hervorragend abschneiden und dennoch kaum geeignete ambulante Pflege, deutschsprachige Betreuung oder hochwertige Pflegeeinrichtungen bieten. Wer im hohen Alter zurückkehren muss, steht möglicherweise erneut vor hohen Wohnkosten, organisatorischen Problemen und einem geschwächten sozialen Netzwerk.

Krankenversicherung vor dem Umzug klären

Innerhalb der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz gelten koordinierte Regeln zur sozialen Absicherung. Welcher Staat für die Krankenversicherung eines Rentners zuständig ist, hängt unter anderem davon ab, aus welchen Ländern Renten bezogen werden und wo sich der Wohnsitz befindet.

Wer eine Rente aus einem Staat bezieht, aber in einem anderen teilnehmenden Land lebt, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Formular S1 im Gesundheitssystem des Wohnsitzstaates registrieren. Die Behandlung erfolgt dann grundsätzlich zu den Bedingungen, die auch für die dortige Bevölkerung gelten. Das bedeutet jedoch nicht, dass derselbe Leistungsumfang wie im Herkunftsland verfügbar ist.

Außerhalb dieses Koordinierungsraums sind häufig eine private internationale Krankenversicherung oder eine lokale Versicherung erforderlich. Vor einem Umzug sollte schriftlich geklärt werden, welche Behandlungen, Medikamente, Vorerkrankungen, Rücktransporte und langfristigen Pflegeleistungen tatsächlich versichert sind.

Die deutsche Rente reist mit – die Steuerpflicht möglicherweise auch

Die gesetzliche deutsche Rente wird grundsätzlich auch bei einem dauerhaften Wohnsitz im Ausland weitergezahlt. Die Deutsche Rentenversicherung überweist inzwischen mehr als 1,7 Millionen Renten an Menschen im Ausland. Je nach Wohnsitzstaat kann regelmäßig ein Lebensnachweis erforderlich sein.

Mit dem Wegzug endet jedoch nicht automatisch jede deutsche Steuerpflicht. Deutsche Renteneinkünfte können auch bei einem Auslandswohnsitz weiterhin in Deutschland steuerpflichtig sein. Welcher Staat welches Einkommen besteuern darf, richtet sich insbesondere nach nationalem Recht und dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen.

Bei einer beschränkten Steuerpflicht können persönliche Freibeträge und Abzugsmöglichkeiten verloren gehen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Behandlung als unbeschränkt steuerpflichtig beantragt werden. Neben der gesetzlichen Rente müssen auch Betriebsrenten, private Renten, Kapitalerträge, Immobilien, Unternehmen und mögliche Erbschaftsteuerfolgen gesondert geprüft werden.

Der unterschätzte Faktor: das Aufenthaltsrecht

Innerhalb der EU genießen Unionsbürger grundsätzlich Freizügigkeit. Trotzdem müssen je nach Aufenthaltsdauer Anmeldungen, Einkommensnachweise und Krankenversicherungsschutz beachtet werden. Wer aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz zieht, unterliegt wiederum den Regeln des Freizügigkeitsabkommens und den jeweiligen kantonalen Verfahren.

Außerhalb Europas entscheidet das Aufenthaltsrecht darüber, ob aus dem Traum vom Ruhestand überhaupt ein tragfähiger Plan wird. Manche Staaten bieten spezielle Rentnervisa, andere verlangen regelmäßige Mindesteinkünfte, Bankguthaben, Immobilieninvestitionen oder wiederkehrende Verlängerungen.

Ein Aufenthaltsprogramm ist dabei kein dauerhaftes Versprechen. Regierungen können Einkommensgrenzen erhöhen, Steuervergünstigungen abschaffen oder Visakategorien verändern. Ein belastbarer Plan B benötigt deshalb eine rechtlich stabile Aufenthaltsgrundlage und ausreichend finanzielle Reserven für veränderte Bedingungen.

Mein Fazit: Ein Rentnerparadies muss krisenfest sein

Norwegen und die Schweiz stehen für strukturelle Sicherheit, leistungsfähige Institutionen und hohe Lebensqualität – allerdings zu entsprechend hohen Kosten. Griechenland, Panama, Costa Rica und Portugal bieten dagegen ein attraktives Verhältnis aus Lebensqualität, Klima und finanzieller Erschwinglichkeit. Dafür können größere Risiken bei Währung, Verwaltung, Infrastruktur oder langfristiger medizinischer Versorgung entstehen.

Kein Index kann persönliche Prioritäten ersetzen. Wer über einen Umzug nachdenkt, sollte das Zielland nicht nur während der Urlaubssaison besuchen, sondern dort mehrere Monate auf Probe leben. Dabei sollten auch Alltag, Bürokratie, medizinische Versorgung, Verkehr, Klima außerhalb der Hauptsaison und soziale Kontakte realistisch getestet werden.

Ein echtes Rentnerparadies ist nicht das Land mit dem schönsten Strand oder der niedrigsten Miete. Es ist der Ort, an dem Aufenthaltsrecht, Steuern, Gesundheitsversorgung, Vermögen und persönliche Lebensqualität dauerhaft zusammenpassen. Wer seinen Ruhestand im Ausland plant, braucht deshalb keine romantische Auswanderungsfantasie, sondern eine grenzüberschreitende Vermögensschutz-Strategie.

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Norwegen: Vermögen statt Schulden!

(10.08.26) Nicht nur die USA kämpfen mit einem gewaltigen Schulden- und Zinsproblem. Auch in Europa wächst der finanzielle Druck. Frankreichs öffentliche Verschuldung erreichte im ersten Quartal 2026 bereits 3,536 Billionen Euro beziehungsweise 117,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Deutschland steht mit einer Schuldenquote von 63,5 Prozent Ende 2025 zwar deutlich besser da, doch auch hier weist der Trend angesichts steigender Ausgaben für Infrastruktur, Verteidigung und Soziales nach oben.

 

Norwegen zeigt dagegen seit Jahrzehnten, dass ein rohstoffreicher Staat einen völlig anderen Weg einschlagen kann: Statt seine Einnahmen vollständig zu konsumieren, baut das Land systematisch Kapitalvermögen auf. Das Ergebnis ist der Government Pension Fund Global, der heute der größte Staatsfonds der Welt ist und Norwegen eine finanzielle Substanz verschafft, von der andere Industriestaaten nur träumen können.

 

Aus Öl und Gas wird langfristiges Kapitalvermögen

 

Ein großer Teil der staatlichen Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasförderung wird über den Staatsfonds an den internationalen Kapitalmärkten investiert. Ende Juni 2026 belief sich dessen Wert auf 22,683 Billionen norwegische Kronen, umgerechnet rund 2,3 Billionen US-Dollar. Allein im ersten Halbjahr 2026 erzielte der Fonds eine Rendite von 9,4 Prozent beziehungsweise einen Anlagegewinn von rund 1,75 Billionen Kronen.

 

Noch beeindruckender ist der langfristige Effekt des Zinseszinses: Seit Anfang 1998 erzielte der Fonds eine annualisierte Rendite von 6,86 Prozent. Die kumulierten Anlageerträge summieren sich inzwischen auf 15,21 Billionen Kronen. Damit stammt heute mehr als die Hälfte des gesamten Fondsvermögens aus erwirtschafteten Kapitalerträgen und nicht mehr aus den ursprünglichen staatlichen Zuflüssen.

 

Das ist der entscheidende Unterschied: Norwegen hat endliche Rohstoffvorkommen in ein global diversifiziertes Finanzvermögen verwandelt, das auch dann noch Erträge erwirtschaften kann, wenn Öl und Gas eines Tages keine vergleichbare wirtschaftliche Bedeutung mehr haben.

 

Die 3-Prozent-Regel schützt das Vermögen

 

Das norwegische Konzept besteht aber nicht nur darin, Geld anzulegen. Ebenso wichtig ist die politische Disziplin beim Zugriff auf dieses Vermögen. Die sogenannte Fiskalregel orientiert die langfristigen Entnahmen am erwarteten realen Ertrag des Fonds, der derzeit mit rund 3 Prozent jährlich angesetzt wird. In normalen Jahren soll die tatsächliche Verwendung sogar unter diesem Niveau liegen.

 

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Nicht das Kapital soll verbraucht werden, sondern möglichst nur ein Teil seiner langfristig erwirtschafteten Erträge. Dadurch bleibt das Vermögen für kommende Generationen erhalten und kann gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des norwegischen Staatshaushalts leisten.

 

Genau darin liegt ein fundamentaler Unterschied zu klassischen schuldenfinanzierten Staatsmodellen. Schulden ziehen Jahr für Jahr Zinszahlungen nach sich. Produktives Kapital kann dagegen Dividenden, Zinsen, Mieten und Kursgewinne erwirtschaften.

 

Norwegen ist Aktionär der Weltwirtschaft

 

Zum Halbjahr 2026 waren 72,1 Prozent des Fondsvermögens in Aktien investiert, weitere 25,8 Prozent in Anleihen. Hinzu kommen Immobilien und Infrastrukturinvestitionen. Über seine Aktienanlagen ist Norwegen inzwischen an rund 7.100 Unternehmen weltweit beteiligt.

Besonders deutlich wird die Dimension bei den größten Technologiepositionen.

 

Nvidia stand Mitte 2026 mit umgerechnet rund 62 Milliarden US-Dollar im Portfolio, Apple mit etwa 52 Milliarden, Alphabet mit rund 50 Milliarden, Microsoft mit etwa 35 Milliarden und TSMC mit rund 34 Milliarden US-Dollar. Norwegen profitiert damit nicht nur von seinen eigenen Rohstoffen, sondern als Anteilseigner auch vom Wachstum, den Innovationen und den Unternehmensgewinnen der internationalen Wirtschaft.

 

Jetzt sogar SpaceX im Staatsportfolio

 

Neu hinzugekommen ist eine Beteiligung an SpaceX. Zum 30. Juni 2026 hielt der norwegische Staatsfonds rund 0,05 Prozent des Raumfahrtunternehmens im Wert von etwa 1,22 Milliarden US-Dollar. Verglichen mit den größten Technologiepositionen ist das zwar noch überschaubar. Es zeigt aber, wie breit und zukunftsorientiert der Fonds sein Kapital inzwischen über verschiedene Branchen und Unternehmen verteilt.

 

Dabei geht es keineswegs darum, einzelne Gewinner vorherzusagen. Das norwegische Modell basiert vielmehr auf globaler Diversifikation und langfristiger Beteiligung am Produktivkapital der Weltwirtschaft. Genau dadurch profitiert der Staat von wirtschaftlichem Wachstum, Innovation und Unternehmensgewinnen weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus.

 

Mein Fazit: Schulden kosten Zinsen – Vermögen schafft Erträge

 

Mein Fazit: Während viele Staaten immer neue Schulden anhäufen und einen wachsenden Teil ihrer Einnahmen für Zinszahlungen aufbringen müssen, hat Norwegen über Jahrzehnte einen gewaltigen Kapitalstock aufgebaut. Das Land hat einen zeitlich begrenzten Rohstoffreichtum konsequent in dauerhaftes Finanzvermögen transformiert.

 

Darin steckt auch für Ihren persönlichen Kapitalschutz und Vermögensaufbau eine wichtige Lehre: Nicht Sparen allein schafft langfristigen Wohlstand. Entscheidend ist, Kapital produktiv arbeiten zu lassen, breit zu streuen und Erträge über viele Jahre wieder anzulegen. Schulden kosten Zinsen – Vermögen schafft Erträge.

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Die neue Republikflucht!

(02.08.26) „Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt.“ Mit diesem Satz reagierte der SPD-Politiker und frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf Berichte über junge Unternehmerfamilien, die Deutschland verlassen wollen. Zuvor hatte Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, von mehreren gut verdienenden Familien aus seinem Umfeld berichtet, die eine Auswanderung nach Mallorca oder Portugal planten.

Lauterbach bezeichnete solche Berichte als „permanentes Schlechtreden“ und spottete über junge Talente, die mit hohen Rentenbeiträgen nicht klarkämen. Das in Klammern gesetzte „schnief“ machte deutlich, dass er die Sorgen dieser Menschen offenbar nicht als ernst zu nehmendes wirtschaftliches oder gesellschaftliches Problem betrachtete.

 

Gerade von einem langjährigen Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Bundesminister ist diese Haltung bemerkenswert. Wer Steuern zahlt, Unternehmen gründet, Arbeitsplätze schafft und Sozialbeiträge leistet, ist keine beliebig austauschbare Größe. Wenn solche Menschen über Auswanderung nachdenken, sollte Politik nach den Gründen fragen – statt ihnen hinterherzurufen, auf sie könne man verzichten.

 

Honeckers gefährlicher Realitätsverlust

 

Der Ton erinnert zwangsläufig an die letzten Monate der DDR. Erich Honecker erklärte im August 1989: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Während immer mehr Menschen das Land verlassen wollten und das politische System sichtbar erodierte, hielt die SED-Führung an ihrer eigenen Erfolgserzählung fest. Wenige Monate später war die Berliner Mauer gefallen.

 

Natürlich ist die heutige Bundesrepublik Deutschland nicht mit der DDR-Diktatur gleichzusetzen. Niemand wird durch eine Mauer, Schießbefehle oder staatliche Repression daran gehindert, das Land zu verlassen. Gerade diese Freiheit macht die Entwicklung jedoch messbar: Bürger können heute mit ihrem Wohnsitz, ihrem Unternehmen und ihrem Vermögen darüber abstimmen, welchem Staat sie langfristig vertrauen.

 

Die historische Parallele liegt deshalb nicht im politischen System, sondern im Umgang mit Kritik. Damals wie heute entsteht der Eindruck, dass Teile der politischen Führung Warnsignale lieber als Übertreibung, Schlechtreden oder mangelnde Solidarität abtun. Wer Probleme benennt, wird damit selbst zum Problem erklärt.

 

Wenn Leistungsträger mit den Füßen abstimmen

 

Deutschland braucht qualifizierte Arbeitnehmer, Unternehmer, Investoren und Selbstständige dringend. Sie finanzieren mit ihren Steuern und Sozialabgaben nicht nur staatliche Leistungen, sondern tragen auch erhebliche unternehmerische Risiken. Wer diese Menschen öffentlich verspottet, sendet ein fatales Signal: Eure Beiträge sind willkommen, eure Kritik jedoch nicht.

 

Dabei geht es längst nicht nur um die Höhe einzelner Steuern oder Rentenbeiträge. Viele Menschen beklagen eine Kombination aus steigenden Abgaben, überbordender Bürokratie, langsamen Genehmigungsverfahren, maroder Infrastruktur und wachsender Unsicherheit über die wirtschaftspolitische Richtung. Eine Auswanderung ist häufig keine spontane Protesthandlung, sondern das Ergebnis einer längerfristigen Abwägung.

 

Der Begriff „Republikflucht“ stammt aus dem Sprachgebrauch der DDR und diente dort zur Kriminalisierung von Menschen, die das Land verlassen wollten. Heute braucht niemand diesen Begriff juristisch zu fürchten. Politisch bekommt er jedoch eine neue Bedeutung: Nicht der Staat sperrt seine Bürger ein – er treibt einen Teil von ihnen durch schlechte Rahmenbedingungen und politische Geringschätzung hinaus.

 

Mein Fazit: Politische Verachtung ersetzt keine Reformen

 

Vermutlich wird immer mehr Bürgern beziehungsweise Beitragszahlern in Deutschland klar, dass sie – unabhängig von der Höhe ihrer Beiträge – in eines der größten Schneeballsysteme der Welt einzahlen. Das deutsche Rentensystem ist rechtlich zwar ein umlagefinanziertes Sozialversicherungssystem und kein betrügerisches Schneeballsystem. Die politische Kritik richtet sich jedoch gegen die wachsende Abhängigkeit davon, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentenempfänger finanzieren müssen.

 

Wer vor dieser Entwicklung warnt oder persönliche Konsequenzen zieht, darf nicht pauschal als weinerlicher Nestbeschmutzer behandelt werden. Eine kluge Politik würde die Abwanderung von Leistungsträgern als Alarmsignal begreifen und mit Reformen reagieren: niedrigere Belastungen, weniger Bürokratie, verlässlichere Rahmenbedingungen und eine nachhaltigere Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme.

 

Mittlerweile hat der ehrenwerte SPD-Professor seinen Tweet übrigens gelöscht. Die Aussage verschwindet damit jedoch nicht aus der öffentlichen Debatte. Sie dokumentiert eine politische Haltung, die Deutschland langfristig mehr schaden könnte als jedes vermeintliche „Schlechtreden“: die Überzeugung, auf kritische, mobile und leistungsfähige Bürger verzichten zu können.

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Miller Krypto-Strategie Liechtenstein

(05.01.26) Kryptowährungen wie Bitcoin sind nicht nur Spekulationsobjekte, sondern ein digitales Gegenstück zu endlichen Rohstoffen wie Gold. Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind längst nicht mehr nur ein alternatives Parallelsystem zu unserem bestehenden Finanzsystem. Insbesondere Bitcoin hat sich inzwischen als Krypto-Weltleitwährung und als limitiertes Wertaufbewahrungsmedium im Sinne eines „digitalen Goldes“ etabliert – in der klassischen Bankenwelt, der globalen Finanzdienstleistungsindustrie und zunehmend auch bei institutionellen Anlegern. Immer mehr Privatanleger entdecken Bitcoin für sich.

Bitcoin ist wie Gold eine Absicherung gegen die Inflation. Selbst renommierte Ökonomen wie Jeremy Siegel, Professor an der Wharton School, sehen Bitcoin inzwischen als potenzielle Reservewährung. Diese Einschätzungen aus dem akademischen Bereich verdeutlichen, wie ernst Bitcoin mittlerweile als monetäres System genommen wird. Bestätigt wird diese Bewertung durch eine fundierte Analyse des US-Vermögensverwalters Bitwise: Die Verlustwahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Investments liegt nach einem Tag bei 46,9 %, nach einem Jahr nur noch bei 23,5 % und fällt ab einem Anlagehorizont von drei Jahren auf nahezu null (0,7 %). Langfristige Anleger wurden somit bislang annähernd immer belohnt.

Digitales Gold und Öl im Schuldensystem!

Das heutige Geldsystem stützt sich auf Schulden. Banken erschaffen Geld nicht durch das Drucken von Scheinen, sondern indem sie Kredite vergeben. Jeder neue Kredit erhöht die Geldmenge, während die Rückzahlung den Geldbestand wieder schrumpfen lässt. Damit das System stabil bleibt, muss der Kreislauf am Laufen bleiben – es braucht also immer genügend Menschen und Unternehmen, die bereit sind, neue Schulden aufzunehmen. Diese Mechanik macht die Stabilität des Finanzsystems abhängig vom Vertrauen und von der Kreditnachfrage. Gerät die Wirtschaft ins Stocken oder steigt die Unsicherheit, nehmen weniger Akteure Kredite auf.

Dadurch entstehen Kettenreaktionen: Investitionen werden verschoben, der Konsum sinkt, Unternehmen verlieren Einnahmen – ein gefährlicher Abwärtsstrudel. Damit die Geldmenge nicht schrumpft, muss fortlaufend neu es Geld geschaffen werden. Dies gelingt nur, wenn neue Kredite vergeben werden. Auf lange Sicht führt dies dazu, dass Haushalte, Unternehmen und auch Staaten ihre Verschuldung immer weiter erhöhen. Dieses permanente Schuldenwachstum ist daher keine Ausnahme, sondern ein Grundprinzip des Systems. Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht allein auf das klassische Schuldgeldsystem vertrauen.

Vergleichbares gilt auch für Ethereum. Der Bezeichnung „Digitales Gold“ setzt sich für den Bitcoin als eigenständige Anlageklasse gerade auch im Segment der institutionellen Investoren immer weiter durch. Parallel dazu steigt jetzt auch die Wahrnehmung des großen Potenzials bei Ethereum, der mit Abstand zweitgrößten Kryptowährung nach dem Bitcoin. Das verdeutlicht die Einschätzung der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) in einem vielbeachteten Forschungsbericht. Mit einer Bilanzsumme von rund 6,6 Billionen US-Dollar ist die ICBC die größte Bank der Welt. Die Analysten kommen zu der Schlussfolgerung, dass Ethereum seine Technologie in Bezug auf Sicherheit, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit kontinuierlich aufgerüstet hat und eine technologische Kraft als „digitaler Treibstoff bzw. Öl“ für die Zukunft der Digitalisierung bietet. Kryptowährungen befinden sich nach wie vor in einer frühen Entwicklungsphase – und genau darin liegt die große Chance für langfristig orientierte Krypto-Investoren. Immer mehr Anleger und Bürger erkennen, dass Dezentralität eine eigenständige Anlageklasse mit einzigartigen Vorteilen darstellt.

Kryptowährungen erobern klassische Wertpapierdepots

Der Aufstieg von Bitcoin in der globalen Finanzwirtschaft hat in den vergangenen Jahren eine völlig neue Anlage klasse geschaffen. Immer mehr institutionelle Investoren, Vermögensverwalter und Privatanleger nutzen Bitcoin als strategische Beimischung. Einen entscheidenden Schub erhielt diese Entwicklung durch die Zulassung von Bitcoin Spot-ETFs in den USA.

Diese Produkte ermöglichen es Anlegern, an der Kursentwicklung der Kryptowährung teilzuhaben, ohne selbst Wallets oder Private Keys verwalten zu müssen. In Europa wächst das Interesse vor allem an börsengehandelten Exchange Traded Products (ETPs).

Das Fürstentum Liechtenstein als sicherer Hafen für digitale Vermögenswerte

Mit der Miller Krypto-Strategie investieren Sie nicht in kurzfristige Hypes, sondern in die langfristige Etablierung einer neuen, dezentralen Wertstruktur – mit klaren Regeln und sicherer Verwahrung über das Fürstentum Liechtenstein. Das Fürstentum Liechtenstein steht weltweit für Stabilität, Rechtssicherheit und eine solide Finanzkultur. Der weltweit einzige schuldenfreie AAA-Staat kombiniert traditionelle Werte des Vermögensschutzes mit moderner Regulierung – ideal für die Verwahrung und Verwaltung digitaler Vermögenswerte.

Markus Miller ist Finanz- und Kapitalschutz-Experte mit über 25 Jahren Erfahrung im internationalen Bank- und Vermögensmanagement. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und dem Studium des Vermögens­managements war er für renommierte Privatbanken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein tätig. Als Gründer von GEOPOLITICAL.BIZ und des bekannten Krypto-Informationsportals KRYPTO-X gilt er als einer der führenden Experten für digitales Vermögen, Blockchain-Technologie und internationale Anlagestrategien.

Estably – Der einzigartige Digital-Vermögensverwalter aus Liechtenstein

Im Jahr 2020 ging im Fürstentum Liechtenstein mit Estably der erste digitale Vermögensverwalter an den Start, der zusätzlich persönliche Ansprechpartner zur Seite stellt. Da Markus Miller selbst viele Jahre für Banken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein tätig war und dadurch über umfassende Expertise verfügt, begleitet er die Estably Vermögensverwaltung AG seit Beginn in beratender und kontrollierender Funktion als Mitglied des Verwaltungsrats. Die automatisierten Vermögensverwaltungsstrategien von Estably setzen dabei nicht auf Finanzprodukte wie Derivate oder Fonds, sondern auf Direktinvestments in ausgewählte Einzelaktien qualitativ hochwertiger Unternehmen.

Das durch die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) regulierte Unternehmen mit Sitz in Vaduz schließt zudem die Lücke zwischen Online-Vermögensverwaltung und Online-Brokerage, unter anderem durch die Integration der bekannten Handelsplattform von Interactive Brokers. Mit der „Miller Krypto-Strategie Liechtenstein“ wird seit 2025 auch die Brücke in die Welt digitaler Vermögenswerte und zu den Geldsystemen der Zukunft geschlagen.

Warum Anleger auf die Miller Krypto-Strategie Liechtenstein setzen

Ganz ohne technisches Wissen: Investieren ohne Wallets, Private Keys oder Kryptobörsen – alles über ein klassisches Wertpapierdepot.

Professionell gemanagt: Krypto-Experten übernehmen die Auswahl, Gewichtung und laufende Überwachung Ihrer Investments.

Stabiler Standort Liechtenstein: Triple-A-Staat, schuldenfrei und unabhängig von der EU – mit stabilem Schweizer Franken als Zahlungsmittel.

Laufende Staking-Erträge: Automatische Beteiligung an Staking-Erträgen – das Dividendenprinzip für Kryptowährungen.

Reguliert & sicher verwahrt: Physisch hinterlegte, börsengehandelte ETPs in einem Depot in Liechtenstein unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht (FMA).

Steuerfrei nach einem Jahr: Nach einem Jahr können Kursgewinne bei physisch hinterlegten Krypto-ETPs mit Auslieferungsoption steuerfrei sein.

Miller Krypto-Strategie Liechtenstein im Vergleich

  Miller Krypto-Strategie Liechtenstein Herkömmliche Krypto-Investments
Technischer Aufwand Einfach - keine Wallets, keine Keys Eigenständige Einrichtung und Verwaltung technischer Systeme erforderlich
Nachfolgeregelung Klare rechtliche Nachfolgeregelung Risiko von Verlust bei unbekannten Private Keys oder Zugängen
Professionelles Management Auswahl, Gewichtung und Anpassung der Investments durch Experten Eigenverantwortliches Management
Zugang zu laufenden Erträgen ("Staking") Automatische Beteiligung an Staking-Erträgen Eigenständige Einrichtung und Risiko bei Staking-Plattformen
Sicherheit & Regulierung Von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) regulierte Vermögensverwaltung und Depotbank Keine oder geringe Regulierung, oft unklare Rechtslage

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Stabiles Fürstentum Liechtenstein!

(20.08.25) Mit der aktuellen Ausgabe des „Financial Stability Report 2025“ dokumentiert die FMA Finanzmarktaufsicht Liechtenstein einmal mehr die bemerkenswerte Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Finanzplatzes Fürstentum Liechtenstein – gerade in Zeiten globaler ökonomischer Unsicherheiten. Die klaren Analysen der Aufsicht zeigen, dass das Fürstentum mit einem äußerst soliden Fundament in ein anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld geht.

Die jüngsten kreditnehmerbasierten Maßnahmen der FMA zeigen spürbare Wirkung: Risiken im Immobilien- und Hypothekenmarkt wurden gezielt reduziert, und die systemischen Verwundbarkeiten der Banken haben sich weiter verringert. Harmonisierte Kriterien für nachhaltige Tragbarkeit, strengere Standards bei der Kreditvergabe sowie ein verantwortungsbewusstes Monitoring sorgen dafür, dass sich der Finanzplatz stabil entwickelt, ohne den Zugang zu Finanzierung für solide und gut aufgestellte Schuldner einzuschränken.

Stabilität statt Staatsrisiko: Liechtenstein setzt erneut Maßstäbe

Damit beweist Liechtenstein erneut seine Rolle als sicherer Hafen. Während viele Staaten mit steigender Verschuldung, regulatorischem Druck oder strukturellen Problemen kämpfen, setzt das Fürstentum auf solide Kapitalausstattung, konservatives Risikomanagement und eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Aufsicht, Regierung und Finanzinstituten. Für Sie als Anleger entsteht daraus ein Umfeld, das Vertrauen schafft – ein Umfeld, in dem Stabilität nicht nur versprochen, sondern messbar erreicht wird.

Der aktuelle „Financial Stability Report 2025“ der FMA Liechtenstein liefert Kapitalanlegern, die das Fürstentum als sicheren Standort nutzen, eine Reihe von entscheidenden Stabilitätssignalen. Besonders relevant ist die Einschätzung der Finanzmarktaufsicht zur Widerstandskraft des Bankensystems, dessen Kapital- und Liquiditätsausstattung weiterhin deutlich über internationalen Mindeststandards liegt. Die Banken verfügen über solide Eigenmittelpuffer, die im internationalen Vergleich ausgesprochen hoch sind und selbst bei widrigen Marktszenarien ausreichend Spielraum bieten.

FS-Report 2025: Belastbare Stabilität für Kapitalschutz-Anleger

Der Report zeigt zudem, dass die Kreditrisiken im System gesunken sind. Ein wesentlicher Treiber dafür sind strengere Standards zur nachhaltigen Kredittragbarkeit, die in den vergangenen Jahren schrittweise eingeführt und inzwischen vollständig umgesetzt wurden. Diese Maßnahmen reduzieren die Gefahr von Überhitzungstendenzen im Immobilien- und Hypothekenbereich und stärken damit die finanzielle Belastbarkeit des gesamten Kreditmarktes. Für Anleger bedeutet dies ein geringeres systemisches Risiko aus möglichen Immobilienkorrekturen.

Hervorzuheben ist auch die niedrige Verschuldungsquote der privaten Haushalte gemessen an ihren verfügbaren Einkommen. Autoritäten betonen, dass diese konservative Finanzierungskultur eine wichtige Grundlage für die finanzielle Stabilität darstellt. Hinzu kommt eine robuste Entwicklung im Unternehmenssektor, der trotz globaler Unsicherheiten über solide Margen und stabile Finanzstrukturen verfügt. Die FMA sieht keine Anzeichen für breitflächige Ausfallrisiken im Unternehmens- oder Privatkundengeschäft. Positiv bewertet werden ebenfalls die makroprudenziellen Rahmenbedingungen: Die FMA verfügt über ein umfassendes Instrumentarium zur frühzeitigen Risikoerkennung, von Stresstests über Marktanalysen bis hin zu gezielten regulatorischen Eingriffen.

Der Report unterstreicht, dass Liechtenstein seine systemischen Risiken in internationalen Gremien aktiv überwacht und eng mit den europäischen Aufsichtsbehörden sowie der Schweiz kooperiert. Für Kapitalschutz-Anleger ist diese Verzahnung insbesondere deshalb relevant, weil sie im Krisenfall eine schnelle Implementierung internationaler Sicherheitsmechanismen ermöglicht.

Mein Fazit: Schaffen auch Sie sich ein Kapitalschutz-Standbein im Fürstentum Liechtenstein

Das „Stabile Fürstentum“ ist mehr als ein Leitmotiv – es ist gelebte Realität. Die Finanzmarktaufsicht untermauert mit ihrem Bericht eindrucksvoll, warum Liechtenstein seit Jahren zu den verlässlichsten Finanzplätzen Europas zählt. Und für Sie als Kapitalschutz-Investor gilt: Sie sollten mindestens ein strategisches Standbein im Fürstentum unterhalten oder spätestens jetzt aufbauen, um von dieser besonderen Stabilität zu profitieren

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Lex Beckham

(29.01.25) Deutschland und viele andere Staaten stehen mitten in einer Migrationskrise, die längst außer Kontrolle geraten ist. Während westliche Einwanderungsländer wie Australien und Kanada seit Jahrzehnten klare und bewährte Regelungen haben, um gezielt leistungsstarke und qualifizierte Menschen aufzunehmen, öffnen europäische Länder wie Deutschland ihre Sozialsysteme zunehmend für Einwanderer – oft ohne jede Gegenleistung. Wer in Australien oder Kanada leben will, muss Qualifikationen, Integrationsbereitschaft und wirtschaftlichen Mehrwert nachweisen. In Deutschland hingegen reicht häufig die bloße Ankunft.

Spanien hat mit der sogenannten „Lex Beckham“ bereits vor Jahren eine kluge Regelung geschaffen, die darauf abzielt, gezielt einkommensstarke Personen steuerlich zu begünstigen – ein Modell, das unlängst ausgeweitet wurde. Während andere Länder Migration als wirtschaftlichen Vorteil nutzen, entwickelt sich Deutschland zunehmend zu einem Magneten für Leistungsempfänger.

„Lex Beckham“ macht Spanien zu einem attraktiven Zuzugs- und Wohnsitzland

Das britische Ehepaar Beckham ist weltbekannt: David Beckham als Fußballspieler und Werbe-Ikone, Victoria Beckham als Sängerin der Spice Girls und Modeunternehmerin. Im Jahr 2002 erhielt David Beckham ein Millionenangebot von Real Madrid. Sein Wechsel scheiterte zunächst jedoch an der hohen Steuerbelastung in Spanien. Kurz darauf führte Spanien ein neues Gesetz ein und schuf eine steuerliche Sonderregelung. Eine pauschale Lohnsteuer von lediglich 24 % wurde festgelegt. Unmittelbar nach der Verabschiedung dieses Gesetzes unterschrieb David Beckham seinen Vertrag bei den Königlichen – die „Lex Beckham“ war geboren.

In der Praxis war die „Lex Beckham“ bislang nur für relativ wenige privilegierte Personengruppen attraktiv. Doch eine jüngste Reform hat dies signifikant verbessert: Personen, die diesen steuerlichen Vorteil in Anspruch nehmen, profitieren nun von einem pauschalen Steuersatz von lediglich 24 % auf Lohneinkünfte bis 600.000 Euro. Mehr zu dieser attraktiven Thematik erfahren Sie in meinem aktuellen Kapitalschutz-Video auf meinem YouTube-Kanal „Markus Miller“.

https://youtu.be/IShT2VsgeHI?si=5Om7GpZeIGg4T2xw

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Auswandern 2024

(31.10.24) Gerade in EU-Ländern wie Deutschland oder Österreich, in denen die Mehrzahl meiner Leser ihren Wohn- und Steuersitz hat, ist die Unzufriedenheit der Menschen mit den politischen Rahmenbedingungen in zahlreichen Bereichen zu spüren. In den letzten Jahren haben überdurchschnittlich viele Bundesbürger ihrem Heimatland den Rücken gekehrt.

Vor allem junge und leistungsstarke Akademiker sowie Rentner wandern verstärkt aus. Der Krieg in der Ukraine, mitten in Europa, sowie die Folgen von Massenmigration und Inflation haben das Interesse an einem „Plan B" zuletzt weiter massiv verstärkt. Aber auch Diskussionen und Entwicklungen rund um Steuererhöhungen, Umverteilungen, das geplante EU-Vermögensregister oder eine Verschärfung der Wegzugsbesteuerung.

Am 19. Januar 2024 hat der Deutsche Bundestag eine Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts beschlossen. Einbürgerungen sind damit schon nach fünf statt bislang acht Jahren möglich. Das neue Staatsangehörigkeitsrecht bringt auch für deutsche Auswanderer Vorteile mit sich, weil sich jetzt nicht nur Ausländer in Deutschland schneller einbürgern lassen, sondern weil auch Deutsche mit einem Wohnsitz außerhalb der EU die deutsche Staatsbürgerschaft beibehalten können, wenn sie zusätzlich die Staatsbürgerschaft ihres Wohnsitzlandes annehmen. Und zwar ohne, dass sie wie bislang beim Bundesverwaltungsamt eine Beibehaltungsgenehmigung beantragen müssen.

Die Vorzüge des deutschen Reisepasses, allen voran die damit verbundene große Reisefreiheit, können somit weiter genutzt werden. Gleichzeitig können die Vorteile einer zweiten Staatsbürgerschaft eines ausländischen Staates in Anspruch genommen werden. Zweitpass-Strategien können aus wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder steuerlichen Überlegungen sinnvoll sein.

Die vielfältigen Möglichkeiten unterschiedlicher Länder bringen Ihnen weltweit flexible Planungsoptionen und können Ihnen als Absicherung im Sinne eines „Plan B" dienen, weil Sie Ihre Rechte und Freiheiten signifikant erweitern und an Ihre Bedürfnisse anpassen können, wodurch wiederum Ihr individueller Lebensstil und Ihre damit verbundene Lebensqualität erhöht werden.

Mehr zu dieser hochinteressanten Thematik finden Sie in meinem aktuellen Video auf unserem YouTube-Kanal.

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Setzen Sie auf die Alpenfestung Liechtenstein!

(28.10.24) Der Datenhunger und die Zugriffsmöglichkeiten des Staates steigen immer weiter. Dazu zählen das Kontenabrufverfahren, das Jahr für Jahr auf neue Höchstwerte ansteigt, ebenso wie die Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 und die Geldwäschegesetze. Auch die EU-Bankenunion (EDIS) mit ihrem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) gehört dazu. Dieses Gesetz schafft letztlich eine Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion für alle EU-Banken. Darüber hinaus gibt es mittlerweile eine Vielzahl weiterer Gesetze wie den EU-Eigenmittelbeschluss oder das bereits vor der Tür stehende EU-Vermögensregister.

Die Führung von Konten und Wertpapierdepots bei Auslandsbanken in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ist zwar kein Allheilmittel gegen diese bedenklichen Entwicklungen, sie erhöht Ihre Privatsphäre und finanzielle Flexibilität allerdings signifikant. Außerdem schützen sie Sie vor einer direkten Mithaftung über die Bankenunion, wenn es zu einer Schieflage im EU-Bankensystem kommen sollte. Nutzen Sie diese und andere Schutzfunktionen!

Liechtenstein ist der einzige schuldenfreie AAA-Staat

Die Ratingagentur Standard & Poors bewertet den liechtensteinischen Bankensektor weiterhin als krisenfest. Das effiziente politische System sei in der Lage, sich agil auf externe politische Herausforderungen einzustellen. Das ist heutzutage längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Liechtenstein ist mit dem starken Schweizer Franken als Landeswährung weltweit das einzige Land mit einem AAA-Rating, das frei von Staatsschulden ist.

Ebenso wie das Fürstentum Liechtenstein profitiert auch die Schweiz seit Jahrhunderten stark vom Status eines neutralen und rechtssicheren Raumes im Herzen Europas. Das Fürstentum und die Schweiz bilden dabei auch eine Union. Nämlich eine Zollunion und in erster Linie eine Währungsunion mit dem harten Schweizer Franken als Gemeinschaftswährung. Diese Stabilitätsunion ist Ihr ideales strategisches Ausgleichssystem für Teile Ihrer Vermögenswerte und damit eine optimale Alternative zur fragilen Euro-Währungsunion, in der Sie Zwangsmitglied sind!

Systemrisiken absichern: Ihr Kapital schützen und die Weichen für die Zukunft stellen

Dominoeffekte wurden uns bereits nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers in dramatischer Weise durch die schwerwiegenden Folgen für die Finanz- und Realwirtschaft vor Augen geführt. Seit der Finanzkrise des Jahres 2008 gib es eine rechtliche Definition (Legaldefinition) für den Begriff Systemrisiko. In Deutschland findet sich diese in § 1 Abs. 33 des Kreditwesengesetz (KWG).

Es steht außer Frage, dass bei der Eskalation einer Systemkrise gravierende Maßnahmen seitens des Gesetzgebers ergriffen werden, um einen Systemkollaps mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, beispielsweise indem Kunden von Banken und Versicherungen belastet werden, etwa durch Zwangsabgaben auf Bankkonten oder Auszahlungsmoratorien für Lebens- und Rentenversicherungsverträge.

Vor diesen Systemrisiken müssen Sie sich durch vielschichtige Kapitalschutz-Strategien absichern, der Schutz Ihres Kapitals zu dem nicht nur Geld oder klassische Vermögenswerte, sondern auch Daten und Eigentumsrechte zählen. Gleichzeitig müssen Sie auch in die digitale Transformation und die Geldsysteme der Zukunft investieren. Schaffen Sie sich jetzt Ihr eigenes Trennbankensystem und verteilen Sie Ihre Vermögenswerte auf unterschiedliche Strategien, von Auslandsbanken über Blockchain-Wallets bis hin zu mobilen Sachwerten und bankenunabhängigen Dienstleistern.

Alpenfestung Liechtenstein: Bewährte Strategien zum Schutz von Vermögen, Daten und Freiheit

Mit meiner brandneuen Broschüre „Alpenfestung Liechtenstein" gebe ich meinen Lesern von „Kapitalschutz vertraulich" bewährte Strategien mit einem einzigartigen Praxisbezug zum Schutz Ihres Vermögens, Ihrer Daten, Eigentumsrechte und Ihrer persönlichen Freiheit an die Hand. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auch in einem aktuellen Video zu dieser Thematik auf unserem YouTube-Kanal.

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Rentner-Hotspots und Freie Privatstädte!

(14.10.24) Ein Renter-Hotspot bzw. Rentnerparadies ist ein Land oder eine Region, die ideale Voraussetzungen für einen sorgenfreien und entspannten Lebensabend bietet. Solche Orte zeichnen sich durch niedrige Lebenshaltungskosten, eine hochwertige Gesundheitsversorgung, ein angenehmes Klima, politische Stabilität sowie vielfältige Freizeit- und Kulturangebote aus.

Darüber hinaus bieten spezielle Visa-Programme zusätzliche Erleichterungen für den Zuzug von Ruheständlern. Diese Faktoren helfen, potenzielle „Rentnerparadiese“ zu identifizieren. In diesem Zusammenhang gibt es zwei bedeutende weltweite Indizes für den Ruhestand: Der Global Retirement Index (GRI) von Natixis Investment Managers und der International Living Retirement Index (ILRI). Beide liefern wertvolle Einblicke in die attraktivsten Länder für Ruheständler, wobei der Fokus auf verschiedenen Aspekten wie Lebenshaltungskosten und finanzieller Sicherheit liegt.

Zwei Wege zum Ruhestand: Sicherheit vs. Erschwinglichkeit im Vergleich der Rentner-Indizes

Der Natixis GRI fokussiert sich auf entwickelte Länder und bewertet Aspekte wie Gesundheitsversorgung, finanzielle Sicherheit, Lebensqualität und materielle Absicherung. Dieser Index zielt darauf ab, ein umfassendes Bild der Bedingungen für einen sicheren Ruhestand zu bieten, besonders in Ländern mit stabilen Rentensystemen und guter sozialer Absicherung. Im Gegensatz dazu konzentriert sich der Retirement-Index von International Living stärker auf Länder, die für Expat-Rentner attraktiv sind. Expat-Rentner sind Ruheständler, die ihren Ruhestand außerhalb ihres Heimatlandes verbringen.

Hier stehen niedrige Lebenshaltungskosten, Visa-Erleichterungen und ein angenehmes Klima im Vordergrund. Der ILRI zielt auf Länder, die es Ruheständlern ermöglichen, mit begrenztem Einkommen ein komfortables Leben zu führen. Während Natixis auf Sicherheit und soziale Strukturen setzt, fokussiert sich International Living auf erschwingliche und angenehme Alternativen. Aufgrund der hohen Gewichtung mit Blick auf niedrige Lebenshaltungskosten ist Deutschland im International Living Retirement Index 2024 gar nicht vertreten.

GRI-Index 2024: Schweiz und Norwegen an der Spitze

Der Global Retirement Index 2024 von Natixis Investment Managers hebt die besten Länder für den Ruhestand hervor, basierend auf wichtigen Kriterien wie Gesundheitsversorgung, Lebensqualität, finanzieller Sicherheit und materieller Absicherung. An der Spitze steht die Schweiz, die durch ihr erstklassiges Gesundheitssystem, hohe Lebensqualität und finanzielle Stabilität überzeugt. Dicht gefolgt von Norwegen, das umfassende soziale Sicherungssysteme und eine hohe Lebenserwartung bietet. Island, mit seinem sozialen Wohlstand und stabilen Rentensystem, sichert sich ebenfalls eine hohe Position, gefolgt von Irland, das durch sein modernes Gesundheitssystem und hohe Lebensqualität besticht.

Auch Luxemburg zählt zu den Top-Ländern, dank seiner sozialen Sicherheit und geringen Kriminalitätsrate. Die Niederlande überzeugen durch ausgezeichnete Gesundheitsversorgung und politische Stabilität. Australien punktet mit einem starken Rentensystem und hoher Lebensqualität, während Neuseeland eine angenehme Lebensqualität und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen bietet. Auch Deutschland bietet eine umfassende Rentenabsicherung und eine hochwertige Gesundheitsversorgung. Dänemark schließlich kombiniert eine hohe Lebensqualität mit einem stabilen Rentensystem und guter Gesundheitsversorgung.

Mein Fazit: Der Global Retirement Index 2024 zeigt, dass die besten Länder für den Ruhestand nicht nur über stabile Rentensysteme verfügen, sondern auch eine hohe Lebensqualität und umfassende soziale Sicherung bieten. Länder wie die Schweiz und Norwegen, die an der Spitze des Rankings stehen, garantieren einen besonders sicheren und angenehmen Ruhestand. Diese Länder bieten nicht nur hervorragende Gesundheitsversorgung, sondern auch eine starke wirtschaftliche Stabilität, die es Rentnern ermöglicht, ihren Lebensabend sorgenfrei zu genießen. Sie setzen zudem auf Nachhaltigkeit und eine hohe Umweltqualität, was den Lebensstandard weiter erhöht.

ILRI-Index 2024: Costa Rica und Mexiko ganz vorne

Der International Living Retirement Index 2024 hebt Länder hervor, die sich durch niedrige Lebenshaltungskosten, gute Gesundheitsversorgung und angenehmes Klima besonders für Ruheständler eignen. An der Spitze stehen Länder wie Costa Rica, Mexiko und Portugal, die vor allem wegen ihrer attraktiven Kombination aus Erschwinglichkeit und hoher Lebensqualität beliebt sind. Diese Länder bieten Rentnern ein komfortables Leben zu niedrigeren Kosten im Vergleich zu vielen westlichen Ländern, und sie verfügen über spezielle Visa-Programme, die den Zuzug von Ruheständlern erleichtern.

Im Vergleich zu anderen Ländern bieten diese Ziele nicht nur ein hervorragendes Klima, sondern auch eine unterstützende Expat-Gemeinschaft und die Möglichkeit, ein entspanntes Leben in einer landschaftlich schönen Umgebung zu führen. Besonders Costa Rica besticht durch seine nachhaltige Lebensweise und eine naturverbundene Kultur, während Mexiko durch erschwingliche Gesundheitsversorgung und lebendige Kultur punktet. Portugal, das ebenfalls zu den führenden Ländern zählt, bietet zudem attraktive Steuererleichterungen für ausländische Ruheständler und eine hohe Lebensqualität, insbesondere in den beliebten Regionen wie der Algarve.

Mein Fazit: Der International Living Retirement Index hebt Länder hervor, die nicht nur günstige Lebenshaltungskosten, sondern auch eine hohe Lebensqualität bieten. Diese ermöglicht es Ruheständlern, ihren Lebensabend in einer angenehmen und sorglosen Umgebung zu verbringen. Darüber hinaus sorgen gut ausgebaute Gemeinschaften für Auslandsrentner und spezielle Ruhestandsvisa für eine einfache Integration. Diese Kombination macht sie zu besonders attraktiven Zielen für Ruheständler weltweit. Hinzu kommt, dass die Gesundheitsversorgung in diesen Ländern qualitativ hochwertig und erschwinglich ist, was einen weiteren entscheidenden Vorteil für Ruheständler darstellt.

Freie Privatstädte: Ein „Plan B“ für Ihre persönliche Freiheit und Vermögenssicherung!

Die jüngsten Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg verdeutlichen eine wachsende Unterstützung für sowohl rechts- als auch linkspopulistische Parteien, was zunehmende gesellschaftliche Spannungen widerspiegelt. In vielen EU-Ländern, besonders in Deutschland und Österreich, wo die Mehrheit meiner Leser von „Kapitalschutz vertraulich“ und „KRYPTO-X“ lebt und Steuern zahlt, ist die Unzufriedenheit mit den politischen Rahmenbedingungen in verschiedenen Bereichen spürbar. Immer mehr Deutsche, darunter vor allem junge, gut ausgebildete Fachkräfte und Rentner, kehren ihrem Heimatland den Rücken.

Parallel dazu wächst bei vielen Bürgern das Bedürfnis nach einem „Plan B“ deutlich. „So schützen Sie wirkungsvoll Ihr Vermögen und Ihre persönliche Freiheit“ ist bei weitem nicht nur eine Beschreibung, sondern ein Wertmaßstab, den Sie auf und in jeder Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“ finden. In meiner Sonderausgabe „Golden Visa“ habe ich meine Leser bereits ausführlich über die zunehmende Bedeutung und Nachfrage nach Staatsbürgerschafts- und Wohnsitzdiversifikation informiert und konkrete Empfehlungen an die Hand gegeben. Jetzt baue ich auf diesen Grundlagen auf und widme mich erstmals dem faszinierenden, jedoch in den Mainstream-Medien noch weitgehend unbeachteten Thema der Freien Privatstädte (Free Private Cities).

Steigende Nachfrage nach Staatsbürgerschafts- und Wohnsitzdiversifikation: Der Weg zu mehr Autonomie

Die Vorteile von „Free Private Cities“ liegen in ihrer größeren Autonomie und Flexibilität im Vergleich zu traditionellen Staaten. Sie bieten ihren Bewohnern individuelle Freiheiten wie geringere Steuern, weniger staatliche Regulierung und verbesserte wirtschaftliche Chancen. Durch private Verwaltung und gezielte Planung sind sie oft in der Lage, effizientere Dienstleistungen und eine höhere Lebensqualität zu bieten. Darüber hinaus fördern sie Innovationen, da sie häufig als Testfelder für alternative gesellschaftliche und wirtschaftliche Modelle dienen.

Dies macht sie attraktiv für Unternehmer, Investoren, Perpetual Traveller (Dauerreisende) und digitale Nomaden, die nach Selbstbestimmung und neuen Lebensmodellen streben. Auch wohlhabende Privatpersonen, Steuerzahler und Rentner, die sich mehr Selbstsouveränität wünschen, finden hier interessante Alternativen zu den oft enttäuschenden theoretischen Visionen, die von politischen Parteien versprochen werden.

Die Free Cities Foundation bewertet privat geführte „Freie Privatstädte“ als die nächste Entwicklungsstufe des menschlichen Zusammenlebens. Mit dieser Thematik befasse ich im nachfolgenden Beitrag auf unserem YouTube-Kanal. Mehr zu den Grundlagen und heute bereits bestehenden Möglichkeiten zeige ich Ihnen darüber hinaus in meiner Oktober-Ausgabe von „Kapitalschutz vertraulich“.

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Make your Money Safe again - Bitcoin First!

08.06.24) Warum geht's in den nachfolgenden Videos: In diesem spannenden Vortrag von der Invest 2024 spricht Markus Miller (KRYPTO-X.BIZ) über spannende Themen unserer Zeit: Bitcoin, Gold, Inflation, geopolitische Entwicklungen und die Rolle der Staaten in der digitalen Welt. Erfahre, warum es entscheidend ist, Geld selbst zu schützen und welche intelligenten Strategien verfolgt werden sollten.

Markus Miller erläutert die De-Dollarisierung und die Bedeutung von Gold als sicheres Anlageinstrument. Zudem beleuchtet er die steigende Nachfrage nach digitalen Währungen und deren Einfluss auf die globale Finanzlandschaft.

Gold und Bitcoin haben zahlreiche Gemeinsamkeiten

Gold ist durch sein natürliches Vorkommen in der Erdkruste limitiert. Gleiches gilt für den Bitcoin, der mathematisch bzw. algorithmisch streng begrenzt ist. Dieses Effekts einer absoluten mathematischen Knappheit sind sich viele Konsumenten wie Investoren derzeit noch nicht bewusst. Die maximale Angebotsmenge des digitalen Goldes ist dabei auf 21 Millionen Bitcoin limitiert. Wie Gold ist daher auch der Bitcoin ein alternatives und schuldenfreies Ausgleichssystem.

Welch ein wertvoller Gegensatz zu unseren ungedeckten, schuldenbehafteten und unlimitierten Papiergeldwährungen wie dem US-Dollar oder dem Euro. Mit diesem hochinteressanten Themenbereich befasst sich Markus Miller - Gründer von KRYPTO-X.BIZ - in seinem Vortrag "BITCOIN FIRST" im Rahmen der Finanzmesse Invest 2024 in Stuttgart. Den ersten Teil des Vortrages finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart. Den zweiten Teil auf dem YouTube-Kanal von GEOPOLITICAL.BIZ - Markus Miller:

TEIL 1 finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart

TEIL 2 finden Sie auf dem YouTube-Kanal von GEOPOLITICAL.BIZ - Markus Miller

Investieren Sie auf soliden Wegen in Digitalisierung und Tokenisierung!

Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte werden in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen. Nutzen auch Sie jetzt die Gunst der Stunde: Investieren und diversifizieren Sie auf soliden Wegen in die Blockchain-Technologie, Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum & Co. sowie Megatrends wie die Cybersecurity, das Metaverse, NFTs oder die Künstliche Intelligenz (KI).

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Golden Visa als Plan B!

(04.04.24) In Deutschland stehen im Jahr 2024 drei Landtagswahlen, acht Kommunalwahlen und im Juni die Wahl zum Europäischen Parlament vor der Tür. Auch auf globaler Ebene befinden wir uns mitten in einem "Superwahljahr", das für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung sein wird. In mehr als 70 Ländern finden nationale Wahlen statt. Die Hälfte der Weltbevölkerung ist dazu aufgerufen, zur Wahlurne zu schreiten. Darunter befinden sich sieben der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, die etwa 55 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts vereinen.

Das hohe Wahlaufkommen birgt dabei die Gefahr, dass sich populistische Strömungen über alle fünf Kontinente hinweg ausbreiten. Die Zunahme sozialer Unruhen und (geo)politischer Instabilität sind drohende Folgen. Die zunehmenden sozialen Spannungen sind vermutlich auch für Sie längst spürbar. In Taiwan wurde bereits im Januar der chinakritische Lai Ching-te – besser bekannt unter seinem englischen Namen William Lai – zum neuen Präsidenten gewählt. Die letzten Wahlen finden am 5. November in den USA statt, als Höhepunkt des Wahlmarathons 2024.

Ob Amtsinhaber Joe Biden, Vorgänger Donald Trump oder eine Dritte Person zum neuen US-Präsidenten gewählt werden, wird Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Unabhängig davon, ob Republikaner oder Demokrat. Von Indien bis Mexiko, über Österreich, Tunesien, Indonesien und El Salvador bieten die Wahlen eine Gelegenheit, dass sich populistische Strömungen über alle fünf Kontinente hinweg ausbreiten. Der soziale und politische Risikoindex des international tätigen Kreditversicherers Coface warnt in diesem Zusammenhang vor einem wackeligen, risikoreichen Umfeld weltweit. Drei Risiken, die in diesem Jahr besonders wichtig werden hat Coface dazu im Besonderen identifiziert.

Wir stehen am Beginn einer neuen Phase sozialer und politischer Risiken

Die Coface-Indikatoren kündigen seit Beginn des Jahrzehnts an, dass wir in eine neue Phase sozialer und politischer Risiken eintreten. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahlen unterstreicht der aktuelle Risikoindex, dass die soziale und politische Anfälligkeit weltweit zunimmt. Das führt gleichermaßen zu Unsicherheit und Instabilität.

Der globale Durchschnittswert ist auf 38,6 % gestiegen, was nicht weit vom Höchststand von 39,4 % im Jahr 2021 nach der Covid-19-Krise entfernt ist, und über dem Vor-Pandemie-Niveau liegt. Zwischen 2016 und 2020 lag der durchschnittliche Indexwert bei 36,9 %. Der Coface Index zum Politischen Risiko wird einmal im Jahr erstellt und bezieht sich auf die zu diesem Stand vorliegenden Daten des Vorjahres. Daher werden die Ausschläge in diesem Index um ein Jahr versetzt angezeigt.

Bild: Politischer Risikoindex von Coface (Risikoskala von 0, geringstes Risiko, bis 100 %, höchstes Risiko).

In einer Welt, in der die geopolitische Ordnung, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet hat neu gestaltet wird, kommt einigen Wahlen eine besondere Bedeutung zu. Die „Presidential Elections“ in den Vereinigten Staaten sind ein entscheidender Moment für die Weltpolitik und werden sicherlich Ziel von Destabilisierungsversuchen sein. Gleiches gilt für Taiwan, wo der Sieg der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) bedeutet, dass sich die Spannungen mit China weiterhin um den Status der Insel drehen werden.

3 Risiken auf die Sie 2024 achten sollten!

Auch das Ergebnis der US-Wahl wird für die künftigen Beziehungen zwischen dem Westen und dem chinesischen Festland entscheidend sein. Die Risiken, die mit Wahlen verbunden sind, variieren in ihrer Art und ihrem Ausmaß. Einige der Wahlen bestimmen nur die repräsentative Funktion der Präsidentschaft, andere bestimmen die Parlamentszusammensetzung. Und in einigen Ländern werden zwar Wahlen stattfinden, aber die Wähler werden nur eine begrenzte Auswahl haben, wie zuletzt in Russland. Drei Risikotrends sind dabei zu beobachten:

1. Politische Verschiebungen und Unsicherheit

Das derzeitige sozioökonomische Umfeld in vielen Ländern dürfte zu einem Gefühl der Ablehnung oder gar Feindseligkeit gegenüber der amtierenden Regierung beitragen, was in Wahlperioden auch im wirtschaftlichen Umfeld zu Unsicherheiten und Unbeständigkeit führt. Die Tendenz zum Populismus, die mindestens seit 2010 zu beobachten ist, wurde Ende 2023 durch die Wahlerfolge von Geert Wilders und Javier Milei in den Niederlanden bzw. in Argentinien noch einmal unterstrichen. Infolgedessen ist es noch schwieriger vorherzusagen, welche Richtung die jeweilige Regierungspolitik einschlagen wird.

Die soziale und politische Verwundbarkeit in Europa nimmt rapide zu und die bevorstehenden Wahlen – insbesondere zum Europäischen Parlament – werden einen fruchtbaren Boden für anti-europäische extremistische Bewegungen bilden. Darüber hinaus werden in einigen EU-Mitgliedstaaten nationale Wahlen abgehalten: Österreich, Kroatien, Litauen, Rumänien und Belgien. Finnland, Portugal und die Slowakei haben bereits gewählt.

2. Soziale Unruhen

Ein zweites Risiko ist die mögliche Eskalation sozialer Unruhen, die durch steigende Preise, das schwindende Vertrauen in die Politiker und die weit verbreitete Unzufriedenheit der Wählerinnen und Wähler angeheizt werden. Die steigende Inflation und die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums haben Missstände – insbesondere das Misstrauen gegenüber Institutionen – verstärkt, die schon lange vor der Coronakrise unter der Oberfläche brodelten. Es ist gut möglich, dass die bevorstehenden Wahlen in mehreren Teilen der Welt ein Umfeld für Massendemonstrationen schaffen werden.

So könnten 2024 in bis zu 17 afrikanischen Ländern Wahlen stattfinden – auf dem Kontinent mit dem ohnehin höchsten Durchschnittswert beim „Social and Political Vulnerability Score“ und dem größten Anstieg innerhalb eines Jahres. Diese Dynamik passt zur politischen Instabilität, die zahlreiche afrikanische Länder in den letzten Jahren erlebt haben und die sich in Putschen und langwierigen Konflikten äußerte. Die jüngste Verschiebung der Präsidentschaftswahlen im Senegal ist ein gutes Beispiel dafür. Es wird auch wichtig sein, den Wahlprozess in asiatischen Ländern wie beispielsweise Sri Lanka genau zu beobachten – das zeigen auch die jüngsten Ereignisse rund um die Wahl in Pakistan.

3. Geopolitische Risiken

Die Pattsituation im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten und die Erweiterung der BRICS-Staaten um fünf neue Mitglieder (Saudi-Arabien, Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate, Äthiopien und Iran) machen deutlich, dass sich der Umbruch beschleunigt, der durch die tiefgreifende Infragestellung der Weltordnung und der „westlichen Modelle“ vorangetrieben wird. Vor diesem turbulenten geopolitischen Hintergrund kommt einigen dieser Wahlen eine besondere Bedeutung zu.

Der jüngste Triumph der DPP in Taiwan hat nicht nur Auswirkungen auf die 24 Millionen Einwohner der Insel und die Beziehungen zwischen beiden Seiten der Formosastraße, sondern auch auf die globale geopolitische Dynamik insgesamt. Bei den Wahlen in Mexiko und Indien, zwei der bevölkerungsreichsten Länder der Erde, wird eine der wichtigsten Fragen sein, welche Position sie auf der Weltbühne künftig einnehmen werden.

Kurz gesagt: Der dicht gedrängte Wahlkalender für 2024 wird die Weltordnung für die kommenden Jahre prägen.

Nehmen Sie die politischen Warnsignale ernst – Schaffen Sie sich einen Plan B!

Die Kombination all dieser Faktoren wird zu einem Anstieg des sozialen und politischen Risikoindikators von Coface führen. Wir müssen diese Warnsignale wirklich ernst nehmen, so das Coface-Fazit. Die Wahlen im Jahr 2024 werden in einem Kontext erhöhter geopolitischer Spannungen zwischen den verschiedenen Blöcken stattfinden, wobei die bündnisfreien Länder von Fall zu Fall Position beziehen werden.

Diese komplexe Dynamik wird nicht nur populistischen Tendenzen und geopolitischer Instabilität Vorschub leisten, sondern auch zu einem globalen Klima der Unsicherheit oder weit verbreiteter Angst und Unzufriedenheit beitragen. Es scheint, dass dieses Jahrzehnt eine neue Phase sozialer und politischer Risiken einläutet, und die Zukunft sieht schon jetzt besorgniserregend aus.

Das neue Staatsangehörigkeitsrecht ist auch für Auswanderer vorteilhaft

Am 19. Januar 2024 hat der Deutsche Bundestag eine Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts beschlossen. Einbürgerungen sind damit schon nach fünf statt bislang acht Jahren möglich. Beim Nachweis besonderer Integrationsleistungen wie Sprachkenntnissen oder fachlichen Fähigkeiten schon nach drei statt bislang sechs Jahren. Für Ausländer, die auf staatliche Hilfen angewiesen sind, wurde der Zugang zur deutschen Staatsbürgerschaft hingegen erschwert.

Das neue Staatsangehörigkeitsrecht bringt auch für deutsche Auswanderer Vorteile mit sich, weil sich jetzt nicht nur Ausländer in Deutschland schneller einbürgern lassen, sondern weil auch Deutsche mit einem Wohnsitz außerhalb der EU die deutsche Staatsbürgerschaft beibehalten können, wenn sie zusätzlich die Staatsbürgerschaft ihres Wohnsitzlandes annehmen. Und zwar ohne dass sie wie bislang beim Bundesverwaltungsamt eine Beibehaltungsgenehmigung beantragen müssen. Die Vorzüge des deutschen Reisepasses, allen voran die damit verbundene große Reisefreiheit, können somit weiter genutzt werden. Gleichzeitig können die Vorteile einer zweiten Staatsbürgerschaft eines ausländischen Staates in Anspruch genommen werden. Zweitpass-Strategien können aus wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder steuerlichen Überlegungen sinnvoll sein.

Die vielfältigen Möglichkeiten unterschiedlicher Länder bringen Ihnen weltweit flexible Planungsoptionen und können Ihnen als Absicherung im Sinne eines „Plan B“ dienen, weil Sie Ihre Rechte und Freiheiten signifikant erweitern und an Ihre Bedürfnisse anpassen können, wodurch wiederum Ihr individueller Lebensstil und Ihre damit verbundene Lebensqualität erhöht werden. Ein wirkungsvoller Baustein dafür sind sogenannte „Golden Visa“-Programme.

Staatsbürgerschafts- und Wohnsitzdiversifikation gewinnen an Bedeutung

Johann Wolfgang von Goethe traf einst die Feststellung: "Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, muss die Gegend verlassen in denen sie gelten“. Immer mehr Bürger befinden sich auf der Suche nach einem „Plan B“, falls sich die Rahmenbedingungen in der Heimat weiter verschlechtern. Zahlreiche Staaten bieten ausländischen Investoren attraktive „Golden Visa“-Programme für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis oder Staatsbürgerschaft, die teilweise mit weitreichenden steuerlichen und rechtlichen Vorteilen verbunden sind.

Zur Erlangung der Staatsbürgerschaft eines bestimmten Landes gibt es unterschiedliche Wege. Neben dem Abstammungs- oder Geburtsortsprinzip zählen dazu Heirat, Adoption oder die Naturalisation. Unter Naturalisation wird eine antragsbezogene Einbürgerung aufgrund geltender Gesetze bezeichnet. Darüber hinaus gibt es in zahlreichen Ländern sogenannte CBI-Programme (CBI = Citizenship by Investment). Diese werden meist auch als „Golden Visa“, „Golden Residence“, „Goldene Pässe“ oder „Residence by Investment“ bezeichnet. Das Prinzip ist dabei identisch: Gegen eine bestimmte Investitionssumme werden ohne bürokratische Hürden Aufenthaltsbewilligen erteilt und/oder Staatsbürgerschaften vergeben.

Die ersten „Golden Visa“-Programme wurden in den 1980er Jahren gestartet

Als Kind habe ich in den 80er Jahren gemeinsam mit meinen Eltern die Fernsehserie „Monaco Franze“ geschaut. Die von Helmut Dietl produzierten und in der bayerischen Landeshauptstadt München spielenden Folgen haben heute längst Kultstatus erreicht und sind auch auf Netflix jederzeit abrufbar. Beim Anschauen ist mir aufgefallen, dass ich schon damals – allerdings noch unbewusst – das erste Mal durch „Monaco Franze“ mit der Thematik „Golden Visa“ in Berührung gekommen bin.

Weil es in einer Folge darum geht, dass vermögende Münchner Bürger aufgrund der damals hohen Inflation und der militärischen Bedrohung durch die Sowjetunion auf die Bermudas auswandern. Hierzu tätigen sie Immobilien-Investitionen in dem vor der US-Ostküste im Atlantik gelegenen britischen Überseegebiet. Diese auf wahren Tatsachen beruhende Begebenheit belegt wieder einmal die These, dass sich Geschichte zwar nicht exakt wiederholt, aber immer wieder reimt. Das gilt für die Folgen der Inflation ebenso wie für die aktuelle Bedrohungslage durch Russland.

In der Tat wurden die ersten Golden-Visa-Programme in den 1980er Jahren auf den Bermudas und verschiedenen karibischen Inseln gestartet, wo sie bis heute angeboten werden. Nach wie vor geben Golden-Visa-Programme vermögenden Privatpersonen die Möglichkeit, in ein attraktives Land umzuziehen, um dort mit vollen gesetzlichen Rechten ansässig zu werden. Einschließlich des Rechts, dort zu leben, zu arbeiten, zu studieren und eine medizinische Versorgung zu erhalten.

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