(18.04.25) Nicht nur Deutschland macht massiv neue Schulden. Das Volumen der Staatsanleiheemissionen in den Industrieländern hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt: Es stieg von 8 Billionen US-Dollar im Jahr 2014 auf 15,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2024. Für das laufende Jahr wird ein weiterer Anstieg auf 17 Billionen US-Dollar erwartet.
Experten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnen: Die globalen Anleihemärkte stehen vor schwierigen Zeiten. Die Renditen sind in mehreren bedeutenden Märkten für Staatsanleihen trotz sinkender Leitzinsen gestiegen – bei gleichzeitig weiter zunehmender Staatsverschuldung.
Zentralbanken ziehen sich zurück
Während die Welt und zahlreiche Länder in immer mehr Schulden versinken, ist in den OECD-Ländern der Anteil der Zentralbanken an inländischen Staatsanleihen von 29 % der gesamten ausstehenden Schulden im Jahr 2021 auf nur noch 19 % im Jahr 2024 gesunken.
Gleichzeitig stieg der Anteil inländischer Haushalte von 5 % auf 11 % sowie der Anteil ausländischer Investoren von 29 % auf 34 %. Um das aktuelle Schuldenniveau zu halten, müssten laut OECD entweder bestehende Investoren mehr Anleihen kaufen oder neue Anleger in den Markt eintreten.
Gefahr für private Anleger
Für mich ist der Rückzug der Zentralbanken ein deutliches Alarmsignal. Anleihen, die sich im Besitz von Privatpersonen befinden – etwa über Renten- und Lebensversicherungen –, könnten im Krisenfall weit einfacher zur Rettung der Staaten herangezogen werden. In diesem Zusammenhang stellen insbesondere die sogenannten CAC-Klauseln (Collective Action Clauses) bei europäischen Staatsanleihen eine versteckte Gefahr für Ihr Vermögen dar.
Mit dieser wichtigen und hochaktuellen Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Kapitalschutz-Podcast auf meinem YouTube-Kanal „Markus Miller “.
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