(15.01.25) Betrüger nutzen Todesanzeigen bzw. Traueranzeigen auf perfide Weise, um Hinterbliebene gezielt auszunutzen. Diese Anzeigen, die oft sensible Informationen wie Namen, Geburtsdaten, familiäre Verbindungen, Wohnorte und teilweise weitere hochsensible Daten enthalten, dienen ihnen als Ausgangspunkt für ihre betrügerischen Machenschaften. Besonders in der emotional belastenden Zeit der Trauer fallen viele Menschen auf diese Maschen herein, da sie in solchen Momenten oft überfordert oder abgelenkt sind.
Zu den häufigsten Betrugsmaschen gehören falsche Zahlungsaufforderungen, bei denen behauptet wird, der Verstorbene habe noch offene Rechnungen hinterlassen oder es müssten Abonnements gekündigt werden, die mit Gebühren verbunden seien. Auch Phishing-Versuche, bei denen sensible Daten wie Bankverbindungen oder persönliche Informationen abgegriffen werden sollen, sind weit verbreitet. Besonders hinterhältig sind angebliche Erbschaftsangebote, bei denen die Betrüger vortäuschen, dass der Verstorbene eine Erbschaft hinterlassen habe, die durch eine Vorabzahlung freigegeben werden könne.
Dabei kommen verstärkt auch angeblich durch den Verstorbenen getätigte Investments in Bitcoin und weiteren Kryptowährungen zum Einsatz. Ebenso angebliche Auslandskonten in der Schweiz, Liechtenstein oder Übersee. Zusätzlich wird oft gezielt herausgefunden, wann Immobilien der Verstorbenen leer stehen, um Einbrüche oder Diebstähle zu planen. Doch wie können sich Betroffene schützen? Es ist ratsam, in Traueranzeigen auf die Angabe vollständiger Adressen oder detaillierter familiärer Beziehungen zu verzichten. Stattdessen können anonymere Formulierungen verwendet werden, um die Angriffsfläche zu minimieren. Unbekannte Zahlungsaufforderungen sollten stets geprüft und keinesfalls unüberlegt beglichen werden. Seriöse Unternehmen oder auch Behörden wie Finanzämter fordern keine sensiblen Daten telefonisch oder per E-Mail an, weshalb hier immer Vorsicht geboten ist.
Im Verdachtsfall und vor allem im bereits erfolgten Betrugsfall ist es entscheidend, die Polizei zu informieren, um weitere Schäden zu verhindern. In meinem heutigen Kapitalschutz-Video auf unserem YouTube-Kanal „Markus Miller“ analysiere ich, wie diese perfiden Betrugsmaschen funktionieren, welche psychologischen Tricks dabei angewandt werden und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um sich und Ihre Familie in solchen schwierigen Zeiten zu schützen. Sehen Sie, wie Sie Betrügern einen Schritt voraus sein können und vermeiden, Opfer dieser kriminellen Praktiken zu werden.
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