(27.11.24) Der Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) ist eine internationale Organisation, die sich der Förderung der Stabilität des globalen Finanzsystems widmet. Gegründet im Jahr 2009 nach der globalen Finanzkrise, hat der FSB seinen Sitz in Basel, Schweiz, und agiert unter der Schirmherrschaft der G20. Er baut auf der Arbeit seines Vorgängers, des Financial Stability Forum (FSF), auf.
Der FSB setzt sich aus Zentralbanken, Finanzministerien und Finanzaufsichtsbehörden der G20-Länder sowie einiger weiterer bedeutender Volkswirtschaften zusammen. Ergänzt wird seine Arbeit durch Kooperationen mit internationalen Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und anderen.
Systemrelevante Großbanken im Fokus
Eine zentrale Aufgabe des FSB ist die Überwachung systemrelevanter Finanzinstitute. Kürzlich hat der FSB seine aktualisierte Liste der global systemrelevanten Banken (Global Systemically Important Banks, G-SIBs) veröffentlicht. Diese umfasst 29 Großbanken, die in fünf Kategorien („Buckets“) eingeteilt werden. Diese Kategorien bestimmen den zusätzlichen Kapitalpuffer, den jede Bank zur Risikovorsorge bereithalten muss.
Die Einteilung basiert auf Kriterien wie Größe, Vernetzung und Komplexität der Institute. Diese Banken gelten als „zu groß, um zu scheitern“ und unterliegen daher strengen regulatorischen Anforderungen, um die globale Finanzstabilität zu gewährleisten. Gleichzeitig machen sie sie zu den potenziell gefährlichsten Banken der Welt.
Aktuelle Risiken: Ein globales und nationales Problem
Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Diskussion ist die Analyse von Jacob King, einem Analysten der Bank of America (BofA). Er weist darauf hin, dass die sogenannten unrealisierten Verluste der US-Banken mehr als achtmal so hoch sind wie während der Finanzkrise 2008. Diese Verluste entstehen, wenn der Marktwert von Vermögenswerten unter den Buchwert fällt, sie jedoch nicht verkauft wurden. Sollten Banken gezwungen sein, diese Vermögenswerte zu liquidieren, könnten die Verluste realisiert werden, was die Stabilität des Finanzsystems massiv gefährden würde.
Auch in Deutschland zeigen sich alarmierende Entwicklungen. Selbst bei vermeintlich soliden Volks- und Raiffeisenbanken gibt es Hinweise auf Risiken. Angesichts der globalen und nationalen Herausforderungen ist die Stabilität des Bankensystems ein zentrales Thema, das nicht unterschätzt werden darf. Diese Entwicklungen liefern die Grundlagen meines aktuellen Kapitalschutz-Podcasts auf meinem YouTube-Kanal.
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