Kapitalschutz durch Antifragilität!

(04.07.24) Im Jahr 2019 habe ich mein Buch „Finanzielle Selbstverteidigung“ geschrieben. Dabei habe ich einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Resilienz meiner Leser als Bürger, Steuerzahler und Vermögensinhaber gelegt. Unter Resilienz versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen für die eigene Entwicklung zu nutzen. Das Thema Resilienz und deren Stärkung lässt sich auf alle Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen.

Allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse. Aber auch auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die dabei ist, viele gewohnte Dinge abzuschaffen, wie beispielsweise unser Bargeld oder das Bankensystem in der Form, wie wir es derzeit noch kennen. Heute bin ich mehr als je zuvor davon überzeugt, dass die vielschichtige Stärkung Ihrer Widerstandsfähigkeit eine tragende Säule für die Umsetzung wirkungsvoller Kapitalschutz-Strategien darstellt.

Zahlreiche Prognosen erweisen sich als Schall und Rauch!

Zu Zeiten der letzten großen Finanzkrise im Jahr 2008 habe ich den Weltbestseller „Der Schwarze Schwan“ von Nassim Nicholas Taleb gelesen. Darin geht es um die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse wie beispielsweise den Terroranschlägen des 11.09.2001. Dieses Buch hat bei mir dazu geführt, dass ich seither alle Prognosemodelle mit großer Vorsicht bewerte, weil unsere globale Welt nicht rational ist, sondern chaotisch, überraschend und unberechenbar.

Die Corona-Pandemie, der Ausbruch des Ukraine-Kriegs oder die Eskalation im Nahen Osten waren zuletzt weitere Belege dafür. Die Prognosen von Börsengurus und hochgebildeten Risikomanagern bei Banken und Versicherungen, Entscheidungsträgern in Politik und bei den Notenbanken basieren auf unzähligen Variablen. Belastbar sind diese Prognosen für mich jedenfalls nicht.

Alles was nicht antifragil ist wird verschwinden

Deswegen befasse ich mich ebenfalls seit Jahren mit dem Thema „Antifragilität“ als Kapitalschutz-Strategie. Prof. Taleb liefert im gleichnamigen Buch Antworten auf die Herausforderungen unsicherer Zeiten. Antifragilität bedeutet, Ungewissheit und Zufälle nicht um jeden Preis abzuwehren, sondern sie stattdessen in Stärken umzumünzen. Antifragilität ist also weit mehr als Robustheit oder Resilienz, weil es gerade in Krisenzeiten an Stärke gewinnt und immun ist gegenüber falschen Vorhersagen.

Alles, was nicht antifragil ist, wird hingegen im Laufe der Zeit verschwinden – zum Beispiel auch alles, was zu kompliziert konstruiert ist. Taleb hat mir durch sein Buch nochmals das Bewusstsein gestärkt, warum Schulden uns schaden, kleine und einfache Strukturen weit besser sind als große und komplizierte und warum Stadtstaaten besser sind als Nationen. All diese Themenbereiche sind daher Grundlagen für meine umfassenden Kapitalschutz-Empfehlungen.

Die globale Welt bleibt fragil!

Mit über 100 Jahren Erfahrung und einem umfangreichen internationalen Netzwerk ist das Unternehmen Coface führend in der Warenkreditversicherung und im Forderungsmanagement, einschließlich dem Inkasso und Wirtschaftsinformationen. Die fundierten Analysen von Coface nutze ich als regelmäßige Lektüre für meine Beurteilungen. Weil sie mir stets zahlreiche Anregungen für weiterführende Recherchen an die Hand geben.

So auch das „Coface Barometer“ zur zu Beurteilung der Weltwirtschaft, das aktuell veröffentlicht wurde. Festzuhalten ist dabei, dass der Start in das Jahr 2024 deutlich besser verlief als in den beiden Vorjahren, die von den letzten Ausläufern der Corona-Pandemie, der Invasion Russlands in die Ukraine sowie der kurzzeitigen US-Bankenkrise geprägt waren. Im ersten Quartal 2024 verlangsamte sich allerdings die US-Konjunktur-Dynamik und das globale Wachstum wurde von den Schwellenländern getrieben.

Globale wirtschaftliche, soziale und politische Risiken bleiben bestehen – wie etwa die Auflösung der französischen Nationalversammlung und die damit verbundenen Neuwahlen, die auch über die Zukunft Europas bestimmen. Der Kreditversicherer Coface hat die Länderrisiko-Bewertungen für fünf Länder aktualisiert und dabei unter anderem die Einschätzung für Portugal und Spanien verbessert. Für das Jahr 2024 hat Coface die globale Wachstumsprognose auf 2,5 % angehoben, mit einer erwarteten Stabilisierung bei 2,7 % im Jahr 2025. Das mäßige Wachstum in den USA und China dürfte durch eine Beschleunigung des Wachstums in mehreren Schwellenländern sowie im Euro-Raum ausgeglichen werden.

Länderrisiken: Ecuador runter, Spanien und Portugal rauf

In puncto Länderrisiken hat Coface die Einschätzung von Ecuador von C („hohes Risiko“) auf D („sehr hohes Risiko“) herabgestuft. Neben der maroden Haushaltslage ist die ecuadorianische Regierung um Präsident Daniel Noboa mit einem starken Anstieg der Gewalt konfrontiert. Die Wirtschaft Ecuadors ist im vierten Quartal 2023 in eine technische Rezession gerutscht, während für 2024 eine Stagnation des BIP erwartet wird. Darüber hinaus dürfte sich die vorübergehende Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 15 % negativ auf den Konsum auswirken. Ein weiterer Risikofaktor ist die Stromversorgung, die in hohem Maße von der Wasserkraft abhängig und durch eine schwere Dürre stark beeinträchtigt ist.

Mit einem verbesserten Länderrisiko werden von nun an Bahrain, die Kapverden, Portugal und Spanien geführt. Die Bewertung von Portugal und Spanien wurde jeweils von A3 zu A2 („geringes Risiko“) verbessert. Die portugiesische Wirtschaft wuchs mit 0,7 % im ersten Quartal 2024 weiterhin sehr solide und auch der Tourismus bleibt stabil: Im Februar und im März 2024 lag die Zahl der internationalen Ankünfte um 25 Prozent höher als vor der Pandemie. Während sich die privaten Investitionen verlangsamen, nimmt der private Konsum dank des höheren verfügbaren Einkommens zu. Ähnliche Argumente gelten auch für Spanien: Das Land profitiert in hohem Maße vom Boost des Tourismus in Europa. Auch bei hoher Inflation wollen die Europäer nicht auf ihren Urlaub verzichten.

Darüber hinaus läuft der private Konsum aufgrund früher Lohnanpassungen stabil. Das BIP-Wachstum von 0,7 % im ersten Quartal 2024 lag bereits über den Erwartungen. Davon abgesehen machen sich in Spanien wie auch in Portugal die Stützungsmaßnahmen innerhalb des europäischen Aufbauplans „Next Generation EU“ (NGEU) bemerkbar. Die NGEU-Mittel für Spanien entsprechen 2 % des BIP in den Jahren 2024 bis 2026. Im Falle Portugals liegt der Umfang bei 5 % des BIP im selben Zeitraum.

Mein Fazit: Chancen nutzen – Risiken reduzieren durch Diversifikation!

Die globale Welt bleibt fragil. Als Privatanleger sollten Sie die sich ergebenden Chancen nutzen und gleichzeitig die Risiken reduzieren. Diversifizierte Kapitalschutz-Strategien sind für mich die beste, weil wirkungsvollste Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.

Dazu zählen bei weitem nicht nur anlagespezifische Sachverhalte, sondern gerade auch steuerliche und rechtliche Gestaltungsmodelle. Beispielsweise im Hinblick auf die Thematik Erben und Vererben, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % jeden unter uns früher oder später betreffen wird. Hier empfehle ich meinen Lesern von Kapitalschutz vertraulich eine Erbfallsimulation durch Probesterben.

Erbfallsimulation durch Probesterben

Deutschland ist ein Land der Erben. Rund 400 Milliarden Euro werden hierzulande jedes Jahr vererbt oder verschenkt, wie Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) belegen. Die Generation ab 45 Jahren beschäftigt vor allem ein Thema, wenn es um die Regelung des eigenen Nachlasses geht: was der Staat am Erbe mitverdient. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Versicherers Liechtenstein Life.

Die Antworten der insgesamt 2.500 Bundesbürger ab 45 Jahren zeigen: 59,3 % der Befragten ist bei der Regelung des eigenen Nachlasses wichtig, dass ihre Erben eine geringe Steuerlast tragen müssen. Über zehn Prozentpunkte weniger (48,4 %) wünschen sich einen geringen bürokratischen Aufwand, wenn sie ein Vermögen vererben. Die Absicht, keine Schulden weiterzugeben, steht mit 44,6 % an dritter Stelle. Mehrfachnennungen waren bei der Frage möglich.

Wer Kinder hat, ist beim Thema Steuern besonders sensibilisiert: Unter Befragten mit Kindern im Haushalt sind es 67,3 %, denen eine geringe Steuerlast für die Erben wichtig ist. Zum Vergleich: Bei kinderlosen Haushalten sind es 58,7 %. Unterschiede zeigen sich auch, wenn es um die berufliche Stellung geht. Bei leitenden Angestellten hat eine geringe Steuerlast für die Erben mit 65,2 % deutlich häufiger Priorität als beispielsweise bei Angestellten (56,7 %) oder Arbeiterinnen und Arbeitern (54,7 %).

Trotz guter Absichten enden viele Erbstreitigkeiten häufig vor Gericht. Dennoch werden drohende Konflikte von vielen offenbar häufig ausgeblendet. Nur 14,4 % haben sehr große oder eher große Sorge, dass es in der Familie zu Erbstreitigkeiten kommen könnte. 69,6 % der Befragten geben an, keine oder nur kleine Sorge zu haben. Anders sieht es in Haushalten mit Kindern aus: Hier bekunden 21,8 %, dass sie sehr große oder eher große Sorge haben, dass es in der Familie im Erbfall zu Konflikten kommen könnte.

Haben Sie ein – wirkungsvolles – Testament oder einen Erbvertrag?

Wohl nur wenigen Menschen fällt es leicht, sich mit der Frage zu befassen, was nach ihrem Tod mit ihrem Nachlass geschehen soll. Wir haben es in der Hand, selbst unsere Vermögensnachfolge beizeiten zu regeln. Klare Regelungen können späteren Streit und Ärger vermeiden helfen. Zum Vermögen gehört dabei heute auch der digitale Nachlass, unsere Daten etwa in sozialen Netzwerken, bei Online-Bezahldiensten oder Online-Spielen. Wir müssen uns zunächst darüber klarwerden, wer rechtlich in unsere Fußstapfen treten soll. Danach stellt sich die Frage, wie wir unseren letzten Willen rechtlich umsetzen möchten, ob im Rahmen eines Testamentsoder eines Erbvertrags. Soll eine Person unseres Vertrauens als Testamentsvollstrecker unsere Anordnungen durchsetzen?

Bei Erbfällen mit Auslandsberührung sind Besonderheiten zu beachten. Entsprechende Vorschriften finden sich in der Erbrechtsverordnung der EU und im Internationalen Erbrechtsverfahrensgesetz. Treffen wir zu Lebzeiten keine Regelung, tritt die im Bürgerlichen Gesetzbuch vorgesehene gesetzliche Erbfolge ein. Diese sieht vor, dass in erster Linie Kinder und Ehegatten erben. Sind keine Nachkommen vorhanden, schließen sich je nach Verwandtschaftsgrad die übrigen Angehörigen an.

Hohe Zahlungen an den Fiskus, viel Bürokratie und Streitigkeiten können im Erbfall für die Betroffenen große Belastungen sein. Spezielle fondsbasierte Lebensversicherungen lösen viele Probleme, die beim Erben heute auftreten können: Zum einen kann Vermögen steueroptimiert auf Erben übertragen werden. Außerdem gibt es viel Flexibilität und keine Bürokratie: Weder Notar noch Testament oder Erbschein sind nötig, die Vorlage der Sterbeurkunde genügt für die Auszahlung. Die Summe kann direkt ausgezahlt werden, in aller Regel ohne Aufschub. Die begünstigte Person muss nicht einmal der offizielle Erbe sein.

Meine Empfehlung: „Probesterben“ – Führen Sie jetzt eine Erbfallsimulation durch!

Ich kenne zahlreiche Fachanwälte für Erbrecht und Steuerberater, die mit ihren Mandanten das sogenannte „Probesterben“. Dabei handelt es sich um eine Erbfallsimulation bei der die privaten, familiären, geschäftlichen, rechtlichen und sonstigen Verhältnisse analysiert werden. In diesem Zusammenhang kann festgestellt werden, wo ein Handlungsbedarf besteht. Auf dieser Basis können dann gezielte Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, so dass die Sicherheit gewährleistet ist, dass im Todesfall – der mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % früher oder später eintreten wird – alle Notwendigen Regelungen getroffen wurden.

Vorsorge zu treffen, ist nicht nur für die Zeit nach dem Tod ratsam. Sollten wir durch Unfall, Krankheit oder Alter nicht mehr in der Lage sein, unsere rechtlichen Angelegenheiten selbst zu regeln, ist es gut, wenn wir rechtzeitig einen Betreuer ausgewählt oder einer Person unseres Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt haben. Zu überlegen ist auch, mit einer Patientenverfügung selbst vorab über eventuelle ärztliche Behandlungen zu entscheiden.

Mein Fazit: Nutzen Sie das einzigartige Experten-Netzwerk von „Kapitalschutz vertraulich“!

Für all diese Bereiche stehen meinen Lesern von „Kapitalschutz vertraulich“ versierte Ansprechpartner aus meinem einzigartigen Experten-Netzwerk zur Verfügung!

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Markus Miller  | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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