Mythos Ultradiversifikation!

(29.02.24) Obwohl die Bedeutung von bargeldlosen Zahlungsmitteln wie Debit- und Kreditkarten sowie Google Pay, PayPal oder Apple Pay seit der Corona-Pandemie stark zugenommen hat, wurde in Deutschland auch 2023 überwiegend noch mit Scheinen und Münzen gezahlt. Auch hier dürften die Einschränkungen von Barzahlungen in der Zukunft ihre Spuren hinterlassen. Deswegen ist es intelligent, dass Sie sich frühzeitig mit Bargeldalternativen und deren Optimierung befassen.

Weltweit hat das Volumen bargeldloser Transaktionen im vergangenen Jahr die Anzahl von 1,3 Billionen erreicht. In gleichem Maße, wie Verbraucher und Unternehmen neue digitale Zahlungssysteme verwenden, wird das globale Volumen der Studie des „World Payment Reports“ zufolge bis zum Jahr 2027 auf 2,3 Billionen Transaktionen weiter zunehmen. Die weltweite Wachstumsrate beträgt dabei 15 %. Den Prognose zufolge werden bis 2027 neue Zahlungsmethoden wie Sofortzahlungen, E-Geld, Blockchain-Wallets rund um Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, Konto-zu-Konto-Zahlungen und QR-Code-Zahlungen dadurch rund 30 % des Gesamtvolumens ausmachen.

Akzeptanz und Verfügbarkeit von Bargeld nehmen ab!

Bereits am 28. Juni 2023 hat die Europäische Kommission eine Verordnung vorgeschlagen, die die Rolle des Bargeldes – analog zu einem geplanten digitalen Euro – als gesetzliches Zahlungsmittel verankern soll. Am 16. Februar 2024 startet das Nationale Bargeldforum der Bundesbank mit einer Auftaktveranstaltung.

Ziel des Nationalen Bargeldforums ist es, einen Austausch über Bargeldfragen zwischen verschiedenen Stakeholdern des Bargeldkreislaufs in Deutschland zu ermöglichen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vertritt dabei die Stimme der Verbraucher und fordert, den Zugang zum Bargeld sicherzustellen und eine Pflicht zur Akzeptanz von Bargeld durchzusetzen.

Der Zugang zu Bargeld wird schwieriger und teurer

Noch ist Bargeld ist das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland. Für Verbraucher wird der Zugang zum Bargeld jedoch immer schwieriger. Das legt das Ergebnis einer Onlinebefragung des Meinungsforschungsinstitutes eye square GmbH unter 1.000 Internetnutzern im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) nahe. Demnach hat sich für gut ein Viertel der Befragten in den vergangenen drei Jahren der Weg zum Abheben von Bargeld verlängert. Die Kosten für eine Bargeldabhebung sind für 23 Prozent der Befragten gestiegen.

Für Verbraucher gibt es im Alltag immer größere Herausforderungen, wenn es um Bargeld geht: Händler und Gastronomen lehnen Bargeld immer wieder einseitig ab, Geldautomaten werden abgebaut und Filialen geschlossen. Das Ergebnis einer repräsentativen Onlinebefragung des vzbv zeigt:

1. Für gut ein Viertel (26 Prozent) der Befragten hat sich der Weg zum Abheben von Bargeld in den vergangenen drei Jahren verlängert.

2. Gleichzeitig haben sich für fast ein Viertel (23 Prozent) in diesem Zeitraum die Kosten für das Abheben von Bargeld erhöht.

3. 27 Prozent der Befragten geben an, dass sie im vergangenen halben Jahr mindestens einmal in der Situation waren, nicht bar bezahlen zu können, weil eine Barzahlung gar nicht möglich war.

Mein Fazit: Bargeld hat keine Zukunft!

Bargeld wird ökonomisch, technologisch und regulatorisch in der Zukunft abgeschafft. Seine Wertaufbewahrungsfunktion hat Bargeld längst verloren. Deswegen bewerte ich die Forderungen des Verbraucherzentrale Bundesverband als brotlose Kunst, fern der Realität. Als innovativer und technologieorientierter Bürger und Verbraucher fühle ich mich durch diesen rückständigen Verbraucherzentrale Bundesverband überhaupt nicht vertreten.

Die Stabilisierungsfunktion von Bargeld ist in Gefahr!

Bargeld ist nicht nur wegen der zunehmenden Barzahlungseinschränkungen ein Auslaufmodell, sondern vor allem aufgrund des technologischen Fortschritts und der in Meilenschritten voranschreitenden Digitalisierung. Physische Bank- und Kreditkarten in Plastikform werden zunehmend durch virtuelle Applikationen (Apps) in Form von Mobile Payments auf Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch abgelöst. Auf Basis einer aktuellen GfK-Studie hat in Deutschland in den letzten zwölf Monaten bereits jeder Vierte (26 %) mindestens einmal per Smartphone oder Smartwatch bezahlt.

Auf diesen Entwicklungen aufbauend ist es bemerkenswert, dass die Deutsche Bundesbank in einer aktuellen Studie der Frage nachgeht, wie Bargeld in der Zukunft genutzt wird. Die für mich bemerkenswerteste Erkenntnis der Deutschen Bundesbank liegt in der Feststellung, dass aufgrund der Digitalisierung unseres Geldes die Stabilisierungsfunktion von Bargeld in Krisenzeiten zukünftig gefährdet ist. Diese Einschätzung teile ich, Bargeld verliert seine Wertaufbewahrungsfunktion.

Stellen Sie sich den Herausforderungen – Transformieren Sie die großen Risiken unserer Zeit in Chancen!

Nicht nur das globale Bankensystem und die Wirtschaft in Deutschland stehen derzeit vor großen Risiken und Herausforderungen, sondern auch jeder Bürger und Vermögensinhaber. Inflation, Digitalisierung, Demografie und Migration zählen zu den größten Risiken und Herausforderungen in den kommenden Jahren. Verlassen Sie sich nicht auf den Staat, der seine Schutzfunktionen längst verloren hat. Transformieren Sie Risiken in Chancen, durch die Umsetzung intelligenter Kapitalschutz-Strategien!

Diversifikation ja – Ultradiversifikation nein!

Mit der Diversifikation sollten Sie es allerdings auch nicht quantitativ im Sinne einer „Ultradiversifikation“ übertreiben, sondern qualitativ und strategisch vorgehen. „Ultradiversifikation“ wurde zum Börsen-Unwort für das Jahr 2023 gewählt. Zum 23. Mal ermittelte die Börse Düsseldorf per Umfrageaktion das Unwort der Branche für das abgelaufene Jahr. Nur knapp dahinter landete der Begriff „Aktienrente“, gefolgt von „Soft Landing“ sowie „Banken-Beben“ und „Kleinanlegerstrategie“. Über die fünf Kandidaten der Vorauswahl konnten Mitarbeitende der Börsen, Market Maker und Gremien abstimmen. Das parallele Online-Voting gab den Ausschlag beim knappen Endergebnis.

Beim Investieren an der Börse ist Diversifikation eine wichtige Voraussetzung, um Rendite und Risiko in Balance zu bringen. Davon zeugen viele Börsenweisheiten, wie: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ oder „Breit gestreut – nie bereut!“ Weil die Streuung also für den langfristigen Erfolg an der Börse wichtig ist, rückt das Thema gern beim Vertrieb von Finanzprodukten in den Fokus und so wurde im letzten Jahr prominent die „Ultradiversifikation“ ausgerufen.

Diversifikation benötigt keine Steigerung durch Marketing-Floskeln!

Doch über vielfach propagierte „World“- oder „All Countries“-ETFs gibt es bereits einfache und kostengünstige Wege, sich mit nur einem Produkt und einem breiten Länder- und Branchen-Mix an der Marktentwicklung von hunderten bis tausenden Aktien zu beteiligen. Neue, besonders ausgefeilte Multifaktor-Ansätze versprechen jetzt eine noch komplexere Streuung, die aber auch mit erhöhten Kosten verbunden ist. Eine solche extreme Optimierung ist vielleicht ein gesellschaftlicher Trend, aber ob sich damit wirklich Überperformance erzielen lässt, wird man erst in vielen Jahren nachweisen können.

Die Wahl zum Börsen-Unwort zeigt, dass blumige Marketingversprechen kritisch gesehen werden. Die Zahl der direkten oder indirekten Aktienbesitzer in Deutschland war zuletzt rückläufig und die deutsche Aktienkultur bleibt wenig ausgeprägt. Langfristig erfolgreiches Investieren darf nicht als Raketenwissenschaft daherkommen, so die wesentlichen Schlussfolgerungen der Börse Düsseldorf.

Das zweitplatzierte Börsen-Unwort „Aktienrente“ war der Favorit vieler Branchenexperten und greift die politische Diskussion um das zu Jahresbeginn angekündigte und später wegen des Haushaltsdefizits zunächst verschobene „Generationenkapital“ auf. Beim drittplatzierten „Soft Landing“ ging es um die Leitzinspolitik der Notenbanken beim Kampf gegen die hohe Inflation.

Die Historie der Börsen-Unwörter seit dem Jahr 2001

Seit 2001 ermittelt das Team der Börse Düsseldorf ein Börsen-Unwort im jährlichen Rückblick. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser.

Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „Zufallsgewinne“ (2022) „Taschengeld-Trader“ (2021) „Corona-Gewinner“ (2020) „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und „Gewinnwarnung“ (2001).

Mein Fazit: Diversifikation muss in der Tat auf mehreren Ebenen erfolgen. Nicht nur im Bereich der Anlageklassen und Anlagestrategien, sondern auch mit Blick auf politische, gesellschaftliche, geopolitische, rechtliche und steuerliche Aspekte. Dadurch entstehen keine Marketingbegriffe wie die „Ultradiversifikation“, sondern intelligente Kapitalschutz-Strategien.

Nur 26 % der Bürger haben ihr Vermögen geschützt

Kriege, Krisen, Inflation: Eine große Mehrheit der Menschen sorgt sich um den Wert ihres Vermögens. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Mentefactum im Auftrag der R+V Versicherung. Genau 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie angesichts der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen stärker verunsichert seien als noch vor zwei Jahren. Lediglich 5 Prozent sind weniger besorgt, dass ihr zu vererbendes Vermögen nicht ausreichend geschützt ist, 35 Prozent bewerteten ihre Situation als unverändert.

Als größtes Risiko für ihr Vermögen sehen 75 Prozent die Inflation. Es folgen die Aspekte „Äußere Sicherheit/Kriegsgefahr“ mit 52 Prozent und „Unfälle/Krankheiten“ mit 33 Prozent (Mehrfachnennungen möglich). Bei der Umfrage wurden bundesweit 1.002 Männer und Frauen im Alter ab 45 Jahren repräsentativ befragt.

Immobilien und Gold sind Favoriten

Obwohl den Menschen die Finanzrisiken bewusst sind, haben nur 26 Prozent konkrete Schritte für den Schutz ihres Vermögens unternommen. Weitere 39 Prozent haben zumindest darüber nachgedacht, 35 Prozent haben sich dagegen noch gar nicht damit beschäftigt. Zugleich gaben 66 Prozent in der Umfrage an, dass in den vergangenen Jahren der Vermögensschutz wichtiger geworden sei. 28 Prozent bewerteten die Situation als unverändert und 6 Prozent sagten, der Vermögensschutz sei unwichtiger geworden.

Als besonders geeignet für den Vermögensschutz im Alter nannten 72 Prozent der Befragten Immobilien. Es folgen Gold (69 Prozent) und Festgeld/Tagesgeld (65 Prozent). Auf Rang 4 liegen Versicherungen (51 Prozent), mit denen sich das Vermögen schützen lässt. Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich. Der Vermögensübertrag schon zu Lebzeiten ist für viele Menschen derzeit ein Thema. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) derjenigen, die etwas vererben, haben sich damit bereits beschäftigt.

Nehmen Sie Ihren Kapitalschutz selbst in die Hand!

Besonders wichtig ist den Befragten, Steuervorteile zu nutzen (79 Prozent), den Erben bereits vorzeitig etwas zu vermachen (75 Prozent) und die Möglichkeit, dass der Erblasser noch erfährt, wie die Erben mit dem Ererbten umgehen (71 Prozent, Mehrfachnennungen möglich). In Bezug auf Versicherungen wünschen sich 42 Prozent der Befragten besonders flexible Produkte, die einkommenssteuerfrei sind. Für 41 Prozent ist es wichtig, Zahlungen und Entnahmen jederzeit ändern zu können.

Mein Fazit: Inflation, Digitalisierung, Demografie und Migration zählen zu den größten Risiken und Herausforderungen in den kommenden Jahren. Verlassen Sie sich nicht auf den Staat, der seine Schutzfunktionen längst verloren hat. Transformieren Sie jetzt Risiken in Chancen, durch die Umsetzung intelligenter Kapitalschutz-Strategien!

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Markus Miller  | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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