LEGO: Besser als Gold!

Alternative Investments erfreuen sich angesichts der weiteren Erosion unseres Geldes zu Recht einer immer größeren Nachfrage bei Privatanlegern. Dabei gibt es auch – auf den ersten Blick zumindest – äußerst ungewöhnliche Trends.

Von den klassischen Edelmetallen über Diamanten, Rolex-Uhren und Whisky-Investments bis hin zu den unterschiedlichsten limitierten Sammlerstücken habe ich in den letzten Jahren in meinen Analysen und Büchern bereits zahlreiche alternative „Sammler-Investments“ empfohlen. Heute widme ich mich einem weiteren alternativen Investmentthema, das Sie vielleicht überraschen wird.

Ich selbst habe hier bereits finanziell äußerst erfolgreich und mit sehr großer Freude investiert. Die Rede ist von ausgesuchten Produkten bzw. Sets von LEGO, die teilweise gigantische Preisentwicklungen verzeichnen und stets liquide handelbar sind.

LEGO: Von der kleinen Tischlerei zum Weltkonzern

Lego kennen wir vermutlich alle als bunte Klemmbausteine aus unserer Kindheit. Das Wort Lego leitet sich aus dem dänischen „leg godt“ ab und bedeutet „spiel gut“. Nachdem Lego bereits im Jahr 1932 gegründet wurde, hat der dänische Gründer und Tischler Godtfred Kirk Christiansen am 28. Januar 1958 das Patent auf den LEGO-Stein angemeldet. Das war der Ursprung einer einzigartigen Erfolgsgeschichte, die mittlerweile viele Nachahmer im Bereich der sogenannten Noppen- oder Klemmbausteine inspiriert hat. An das Original reicht allerdings kein anderer Hersteller heran. Vergleichbar mit Produkten von Apple, Porsche oder Rolex ist Lego in seinem Segment eine ebenso einzigartige wie begehrte Marke, die für Tradition, Qualität, aber auch Innovation steht.

Heute zählt die Lego-Gruppe aus Dänemark mit Hauptsitz in der Stadt Billund zu den drei größten Spieleherstellern der Welt mit rund 20.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 7 Milliarden US-Dollar bei einem Jahresgewinn von rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Lego verkauft überwiegend Bausätze, die zu vorgegebenen oder selbsterfundenen Modellen zusammensetzt werden können. Legendär sind darüber hinaus die Lego-Minifiguren, die erstmals im Jahr 1974 auf den Markt kamen und sich seither von ihrer Grundkonzeption kaum verändert haben.

Ausgesuchte Lego-Minifiguren und Bausätze sind eine wertvolle Anlageklasse

Bestimmte Lego-Minifiguren und Bausätze haben sich mittlerweile zu einer eigenständigen Anlageklasse mit gutem Diversifikationspotenzial entwickelt, weil Lego eine geringe Gefährdung durch klassische Risikofaktoren aufweist. Steigende Zinsen, fallende Börsenkurse oder Bankpleiten haben keinen Einfluss auf die Lego-Preisentwicklung. Die gewachsene Bedeutung von Lego zeigt sich auch daran, dass mittlerweile in Lego-Shops eingebrochen wird – wie in eine Bank oder ein Juweliergeschäft. Im Nordrhein-Westfälischen Lippstadt haben Einbrecher im Dezember 2021 über Nacht ein Loch in die Wand eines Spielzeugladens geschlagen und den Inhalt von rund 100 Legokartons entwendet. Der Schaden, rein in Bezug auf den normalen Verkaufswert der Legosteine, beläuft sich dabei auf rund 35.000 Euro.

Die Preise von Lego-Sets steigen durchschnittlich um 11 Prozent pro Jahr

Eine Studie der Higher School of Economics (HSE) kommt zu dem Ergebnis, dass ungeöffnete Lego-Sets eine durchschnittliche Preissteigerung von 11 Prozent pro Jahr aufweisen. Die Ersteller der Lego-Studie an der HSE haben 2.322 Lego-Sets untersucht, die zwischen 1987 und 2015 produziert wurden. Die Wirtschaftswissenschaftler berücksichtigten hierzu Informationen zu den Erstverkaufspreisen und die Ergebnisse von Online-Wiederverkäufen.

Dabei ist zu beobachten, dass die Sekundärmarktpreise in der Regel zwei bis drei Jahre nach Produktionsende eines Bausatzes zu steigen beginnen. Bei manchen Sets registrierten die Forscher jährliche Preissteigerungen von bis zu 600 Prozent. Jeder einzelne Legostein bis hin zum kompletten Set ist hochliquide, da es einen perfekt funktionierenden Zweitmarkte gibt, beispielsweise über die wichtigste Lego-Informations- und Handelsplattform Bricklink.

Mr. Gold: von 2,50 Euro auf 5.000 Euro in rund 10 Jahren!

Die Lego-Studie zeigt auch, dass vor allem sehr kleine und ganz große Lego-Sets für Investoren attraktiv sind und ein großes Preissteigerungspotenzial bieten. Das l iegt daran, dass kleine Lego-Bausätze teilweise einzigartige Teile oder Figuren enthalten, während die großen Sets häufig in kleineren Mengen produziert und für die Zielgruppe der Erwachsenen konzipiert werden. Besonders attraktiv sind auch thematische Lego-Bausätze, die in limitierter Auflage herausgegeben wurden.

Dafür ein besonders beeindruckendes Beispiel: Die auf 5.000 Stück limitierte Lego-Minifigur „Mr. Gold“ (Bild) aus normalem Plastik wurde 2013 für den Originalpreis von 2,50 Euro (UVP) verkauft. Heute werden dafür in Bestzustand und original verpackt bis zu 5.000 Euro bezahlt. Ein Bausatz zum Film „Star Wars“ aus dem Jahr 2014 kostete zum Verkaufsstart 3,50 Euro. Ein Jahr später wurde auf der Online-Auktionsplattform eBay bereits ein Preis für rund 25 Euro aufgerufen, was einem Plus von über 600 Prozent entspricht.

Attraktive Lego-Sammelthemen: Star Wars, Marvel und Harry Potter

Im Jahr 2005 kam ein Lego-Bausatz zum Film „Harry Potter“ für 30 Euro auf den Markt. Heute sind Sammler bereit, mehr als 400 Euro für das Set zu zahlen. Das ist eine Preissteigerung von über 1.200 Prozent. Es gibt selbst Lego-Bausätze, die mittlerweile im fünfstelligen Bereich notieren. Das 2012 auf den Markt gebrachte „Captain America & Iron Man“-Set wird derzeit ebenso wie der seltene Bausatz „Magician and Zombie“ zu Preisen von rund 10.000 Euro gehandelt.

Für das große Preiswachstum bestimmter Sets gibt es vielschichtige Gründe. Spezielle Bausätze werden lediglich in begrenzten Mengen produziert. Dazu zählen beispielsweise viele Bausätze mit Figuren zu Filmen wie „Star Wars“, „Marvel“ oder „Harry Potter“. Ich persönlich investiere überwiegend in limitierte Polybags von Lego mit ausgesuchten Minifiguren und – relativ – seltene Jubiläumssets. Meine aktuelle Top-Empfehlung, die aus der Serie „Harry Potter“ stammt, finden Sie in der April-Ausgabe meines Magazins: Kapitalschutz vertraulich

PS: Die gigantische Finanzkraft des Lego-Konzerns ermöglicht es dem Unternehmen, auch für Wohltätige Zwecke zu spenden. Vor kurzem hat sich der Baustein-Hersteller mit rund 70 Millionen US-Dollar an einem UNICEF-Projekt beteiligt. Das dänische Unternehmen ist damit der größte Einzelspender aus dem Privatsektor, wie die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht. Der Beitrag ist Teil eines 150 Millionen US-Dollar schweren Versprechens der LEGO Foundation Kindern und Familien, die stark unter der Pandemie leiden unter die Arme zu greifen

Setzen Sie auf Finanzielle Selbstverteidigung!

Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem wie wir es derzeit noch kennen: Finanzielle Selbstverteidigung!

Kryptonomics von Markus Miller: Das neue Digitalzeitalter der Tokenisierung!

Wir befinden uns längst in einem monetären Klimawandel. Damit verbunden ist ein vielschichtiger Paradigmenwechsel, der durch die Pandemie und die politischen Reaktionen darauf ausgelöst wurde.

Tiefgreifende Veränderungen in der Fiskal- und Geldpolitik werden spürbare Konsequenzen auf das Geldsystem und letztlich auch auf die Bevölkerung haben. Umfassende Grundlagen wie Sie diese Entwicklungen in Kombination mit dem technologischen Fortschritt zu Ihrem Vorteil nutzen können bietet Ihnen Kryptonomics!

PS: Fundierte Praxisempfehlungen liefert Ihnen mein Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH

PPS: Analysen und Beiträge im Hinblick auf den Megatrend der Digitalisierung finden Sie auf unserem Themen-Portal KRYPTO-X.BIZ

PPPS: Die Digitalisierung im Vermögensmanagement finden Sie auf unserem Portal ROBO-X.BIZ

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