Kanada statt Arabien!

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat aktuell eine Reihe neuer Berichte veröffentlicht. Im Blickpunkt stand dabei die neue Energiestudie, die mit ihren faktenbasierten Informationen vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine einmal mehr einen aktuellen Beitrag zur Einschätzung der globalen Energiesituation liefert. So verdeutlicht die Studie u.a. die hohe Importabhängigkeit Deutschlands bei der Energieversorgung, vor allem von Erdgas aus Russland.

Während die Fördermenge aller mineralischen Rohstoffe leicht stieg, ging die Produktion heimischer Energierohstoffe zurück. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Die Nachfrage nach Energie hält weiter an. Auch trotz Corona-Krise und Krieg. Nach dem zwischenzeitlichen Einbruch der Weltwirtschaft im Jahr 2020 – mit einem Rückgang des Energieverbrauchs um mehr als 4% – stieg die Nachfrage seither.

Deutschland ist auf Kies und Sand gebaut!

Wenn Sie nach den bedeutendsten deutschen Rohstoffen gefragt werden, dann fallen Ihnen vermutlich derzeit Ressourcen wie Öl, Gas, Kohle oder Weizen ein. Vielleicht auch noch Wasser, Stahl oder Holz. Der Bericht der BGR zur Rohstoffsituation in Deutschland verdeutlicht hingegen, dass erstmals nicht nur mengenmäßig, sondern auch vom Wert her Kies und Sand sowie gebrochene Natursteine die bedeutendsten deutschen Rohstoffe sind. Deutschland ist eines der führenden Industrieländer der Erde und daher auch Großverbraucher mineralischer Rohstoffe.

Ein Großteil der jährlich in Deutschland benötigten Rohstoffe, insbesondere die Steine- und Erden-Rohstoffe, werden aus heimischen Lagerstätten gewonnen. Damit ist die Eigenversorgung mit diesen Rohstoffen ganz oder zumindest anteilig sichergestellt. Hingegen ist die Bedarfsdeckung bei Metallen, einzelnen Industriemineralen und den Energierohstoffen, mit Ausnahme der Braunkohle, sehr stark von Importen abhängig.

Fazit: Mit Kies und Sand lässt sich die Energieversorgung Deutschlands nicht sicherstellen. Alternativen zu Russland sind gefragt!

Deutschland benötigt strategische Partnerschaften mit rohstoffreichen Staaten!

Die weltweit größten Öl- und Gasreserven befinden sich mit 304 Mrd. Barrel in Venezuela. Das entspricht 18 Prozent der globalen Reserven. Ähnlich viel vom „schwarzen Gold“ besitzt Saudi-Arabien (298), gefolgt von Kanada (168), dem Iran (158) und dem Irak (145). Gestern hat Russlands unter Führung seines Präsidenten Wladimir Putin beschlossen, dass Erdgaslieferungen aus Russland zukünftig in Rubel zu bezahlen sind. Russland wird keine Zahlungen in US-Dollar oder Euro mehr akzeptieren. Von der Maßnahme betroffen sind die von Russland auf einer schwarzen Liste festgehaltenen „unfreundlichen Staaten“. Dazu gehören alle EU-Staaten, aber auch die Schweiz, die USA, Kanada oder Großbritannien.

Geopolitik: Die De-Dollarisierung ist in vollem Gange!

Dieser gravierende Schritt wird zu einer weiteren De-Dollarisierung führen und Währungsalternativen noch attraktiver machen, wie ich Ihnen diese in meiner aktuellen Sonderausgabe „Sichere Häfen“ empfohlen habe. Auch meine erste Sonderausgabe aus diesem Jahr mit dem Titel „Rohstoffe“ hat nichts an Aktualität verloren, im Gegenteil.

Von Russland zu Arabien bedeutet vom Regen in die Traufe!

Für Deutschland geht es in nächster Zeit um die Mammutaufgabe, die Rohstoff-Abhängigkeit von Russland im Bereich Öl und Gas zu reduzieren. Der deutsche Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck bereiste zuletzt arabische Staaten wie Katar, um diese Länder für Energiepartnerschaften zu gewinnen.

Ich bewerte diesen Anbiederung an Araber als schwerwiegenden strategischen Fehler. Ich würde es hingen sehr begrüßen, wenn eine strategische Rohstoff-Partnerschaft mit einem soliden Land wie Kanada weit stärker priorisiert werden würde, als neue Abhängigkeiten von dubiosen Staaten im arabischen Raum zu schaffen!

Kanada verfolgt erfolgreich das Konzept der sozialen Marktwirtschaft

Kanada ist die elftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Der zweitgrößte Flächenstaat der Erde hat dabei die drittgrößten Erdölreserven der Welt sowie 20% der weltweit zur Verfügung stehenden Frischwasserreserven. Die Holzvorräte sind ebenfalls beeindruckend: 46% der Landfläche Kanadas sind von Wald bedeckt. Das entspricht einem Anteil von 10% der weltweiten Waldflächen. Dieser Reichtum an natürlichen Ressourcen ist eine der Grundlagen für die hohe Attraktivität des liberalen nordamerikanischen Landes.

Kanada gilt als eine soziale Marktwirtschaft, der wirtschaftliche Spielraum für Aktivitäten ist dennoch sehr groß. Nach meiner Einschätzung ist Kanada heute weit näher an den Werten Ludwig Erhards, dem einstigen Vater der sozialen Marktwirtschaft und des deutschen Wirtschaftswunders, als die planwirtschaftliche Politik in der EU, der sich auch die Bundesrepublik Deutschland immer stärker beugen muss – aus meiner Sicht ist diese Entwicklung auch genauso gewollt. Kanada verfügt zudem über ein stabiles politisches System mit großer Rechtssicherheit.

Kanada ist ein führender Produzent landwirtschaftlicher Erzeugnisse

Kanada ist ein großer Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die fünf größten Segmente sind dabei Getreide, Ölsaaten, Fleischprodukte, Lebendvieh und die Fischereiwirtschaft. In Bezug auf die großen Rohstoffvorkommen ist der Bergbau der wichtigste Sektor für den kanadischen Staat. Kanada ist beispielsweise der größte Produzent der
Welt von Kalium, Nickel, Cadmium, Schwefel, Zink und Uran. Beim Abbau von Aluminium, Titan, Kobalt, Molybdän, Gold und Blei erscheint das Land an dritter Stelle. Über 80% der geförderten Ressourcen werden exportiert, überwiegend in die USA.

Die kanadische Währung war lange an das Britische Pfund Sterling gekoppelt. Ab 1792 erfolgten mit Duldung der britischen Regierung erste Bankgründungen im heutigen Kanada. Mit steigendem Einfluss der US-Wirtschaft fand eine zunehmende Orientierung zum US-Dollar statt. 1858 wurde der Kanadische Dollar eingeführt, er galt aber erst ab 1871 in allen kanadischen Provinzen als gesetzliches Zahlungsmittel. Bis 1933 war die Währung mit Gold gedeckt. Heute nimmt der Kanadische Dollar mit dem internationalen Währungscode CAD auf der Rangliste der international wichtigsten Währungen den sechsten Platz ein.

Fazit: Deutschland und Europa sollten sich strategisch Kanada zuwenden und nicht Arabien!

Setzen Sie auf Finanzielle Selbstverteidigung!

Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem wie wir es derzeit noch kennen: Finanzielle Selbstverteidigung!

Kryptonomics von Markus Miller: Das neue Digitalzeitalter der Tokenisierung!

Wir befinden uns längst in einem monetären Klimawandel. Damit verbunden ist ein vielschichtiger Paradigmenwechsel, der durch die Pandemie und die politischen Reaktionen darauf ausgelöst wurde.

Tiefgreifende Veränderungen in der Fiskal- und Geldpolitik werden spürbare Konsequenzen auf das Geldsystem und letztlich auch auf die Bevölkerung haben. Umfassende Grundlagen wie Sie diese Entwicklungen in Kombination mit dem technologischen Fortschritt zu Ihrem Vorteil nutzen können bietet Ihnen Kryptonomics!

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