Die Kriegs-Analyse!

Unter diktatorischer Führung von Wladimir Putin hat sich in dieser Woche die Krise zwischen Russland und der Ukraine nicht nur massiv verschärft, sondern ist zwischenzeitlich durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eskaliert. Der Präsident Russlands hat in einer in weiten Teilen grotesken Ansprache der Ukraine die Daseinsberechtigung abgesprochen und die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk als unabhängige Volksrepubliken anerkannt.

Am heutigen Morgen sprach Putin in einer Fernsehansprache unter anderem von „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine. Allein diese Wortwahl zeigt, wie irrational Russlands Präsident denkt und handelt. Das in Artikel 2 Absatz 4 der Uno-Charta verankerte generelle Gewaltverbot untersagt Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines anderen Staates. Auf diese Eskalation werden die Vereinigten Staaten und die Europäische Union jetzt mit massiven Sanktionen reagieren müssen.

Die Vorgehensweise Wladimir Putins gleicht dabei seiner Strategie aus dem Jahr 2008, als Georgien nach einem kurzen Krieg mit Russland die Regionen Abchasien und Südossetien abtreten musste. Im aktuellen Konflikt ist das Ziel Putins – wie damals – die Verhinderung der Aufnahme eines Landes in die NATO. Weil aus Putins Sicht eine NATO-Aufnahme der Ukraine die Sicherheit Russlands bedroht. Dazu verletzt Russland erneut die territoriale Unversehrtheit und Souveränität eines Staates. Mit Bezug auf die Ukraine ist auch dieser Weg nicht neu, weil bereits im Jahr 2014 die Annexion der geostrategisch wichtigen Halbinsel Krim auf ähnliche Art und Weise erfolgte. Auch hier kam es zu einem kurzzeitigen, bewaffneten Konflikt.

Die EU-Kommission erwartete für den Fall eines Krieges in der Ukraine eine Million Flüchtlinge. Auch diese Folge des Krieges wird Europa und vor allem Deutschland erneut vor gigantische Herausforderungen stellen. Die Ukraine ist weit näher als Syrien!

Hinweis: Die Analyse ist ein Auszug aus meinem Wirtschaftsdienst „Kapitalschutz vertraulich

ANALYSE I: Die Geopolitik um das Imperium Russlands

Die US-Botschafterin Thomas-Greenfield warf dem russischen Präsidenten im UN-Sicherheitsrat am vergangenen Montag vor, er träume von einem russischen Großreich. Der Präsident habe behauptet, dass Russland heute einen rechtmäßigen Anspruch auf alle Gebiete des russischen Imperiums habe, die in den Grenzen des ehemaligen russischen Reichs vor der Sowjetunion liegen würden.

Die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, welche Ausdehnung dieses Russische Reich im Jahr 1914 hatte. In dieses Reich fielen die heutigen Staaten Ukraine, Weißrussland, Finnland, Georgien, Moldawien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Estland, Lettland und Litauen. Außerdem gehörten Teile Polens (inkl. Warschau) und der heutigen Türkei zum Russischen Reich. In der Karte sind die betreffenden Länder und Gebiete rot schraffiert. Die in der Grafik gezeigten Grenzen des Russischen Reiches basieren dabei auf einer Darstellung aus dem Großen Historischen Weltatlas, welche die politische Landkarte der Welt um 1914 aufzeigt.

Plant Wladimir Putin ein neues großrussisches Reich?

Der deutsche Osteuropahistoriker Karl Schlögel bestätigt in einem Interview mit T-Online diese Einschätzung der US-Botschafterin indirekt. Putin wolle Schlögel zufolge zurück zur Großmacht, zu einer Neuauflage des Ostblocks und zur Vorherrschaft über Europa. Zugleich weist Schlögel daraufhin, dass der Fokus auf geostrategische Ziele Russlands zu eng gesteckt sei:

„Es wäre gut, etwas mehr in Soziologie und Herrschaftsanalyse zu investieren, nicht nur in Geografie, vielleicht auch mehr in konkrete Kenntnis vor Ort als in historische Analogien und Zukunftsspekulationen.“ Statt sich der anstrengenden Modernisierung zu stellen, setze Putin zur Ablenkung auf einen kleinen erfolgreichen Krieg.

Russland ist ein wichtiger Öl- und Gaslieferant für die Europäische Union, was die aktuelle Krisen-Situation noch komplexer macht. Der Handelsüberschuss der Europäischen Union brach angesichts der steigenden Energiepreise in den letzten Monaten zusammen, als die Energieimporte um mehr als 70 Prozent auf 381 Milliarden Euro im Jahr 2021 anstiegen.

Laut Eurostat stieg das Handelsdefizit der EU beim Handel mit Russland von 15,7 auf 69,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, da die Energieimporte aus der Russischen Föderation von 60 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 99 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen sind. Die Russland-Krise verstärkt den geopolitischen Kampf um Zugangswege zu strategischen Rohstoffen aber auch neuen Technologien.

Hinweis: Die Analyse ist ein Auszug aus meinem Wirtschaftsdienst „Kapitalschutz vertraulich

Erstes Fazit: Russland isoliert sich und schadet seiner Volkswirtschaft!

Bei aller Dramatik ist bemerkenswert, dass selbst China als wichtigster Partner Russlands, nicht an der Seite des größten und rohstoffreichen Flächenstaates steht. Das Reich der Mitte kritisiert die Vorgehensweise Russlands ebenso wie Japan und selbst die Türkei. Die weltweite Staatengemeinschaft fordert weitestgehend geschlossen eine Rückkehr zur Diplomatie und zum Völkerrecht. Russland hat sich selbst isoliert.

An der Börse in Moskau ist der russische Aktienindex RTS auf US-Dollar-Basis um mehr als ein Drittel regelrecht eingebrochen. Hier zeigt sich die Angst der Investoren vor massiven Sanktionen des Westens gegen die Volkswirtschaft Russlands. Die jetzt kommenden Sanktionen werden nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Zugang russischer Banken zu den europäischen Finanzmärkten abschneiden. Darüber hinaus sollen russische Vermögenswerte in der EU eingefroren werden, und wichtigen Sektoren der russischen Wirtschaft soll der Zugang zu Schlüsseltechnologien und Märkten verwehrt werden. Für das die bereits mehr als marode Volkswirtschaft Russlands könne sich diese Maßnahmen zu einem regelrechten Todesstoß entwickeln.

Speziell die Aktien von Banken, Öl-, Gas- und Rohstoff-Werten sind – trotz neuen Rekordständen bei den Ölpreisen – geradezu implodiert. Lukoil, Gazprom, Norilsk und Rosneft gehören mit Verlusten von bis zu 50 Prozent zu den größten Verlierern an der russischen Börse. Der Russische Rubel bricht ebenfalls zusammen, verbunden mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung.

Neben den Ukrainern sind deswegen die Russen selbst die größten Verlierer der Eskalation!

ANALYSE II: Krieg ist immer ein Konjunkturprogramm

Ich bin mir sehr bewusst und auch dankbar dafür, dass ich einer Generation angehöre, die noch keinen Krieg direkt erlebt hat. Deswegen ist es mir wichtig, dass meine nachfolgenden Ausführungen nicht als Verharmlosung der aktuellen Eskalation und den dramatischen Folgen für die Menschen in der Ukraine zu sehen sind, sondern als rationale Betrachtung ökonomischer Entwicklungen in der Vergangenheit. Kriege sind dabei in ihren Folgen temporär begrenzt und haben relativ zeitnah enorm positive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das Deutsche Wirtschaftswunder nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges und dem Untergang des 3. Reiches und der dadurch entstehende Wohlstand ist dabei der beste Beleg.

Der US-Aktienindex reagierte seit dem Jahr 1940 auf einen Kriegsausbruch insgesamt nur insgesamt fünf Mal mit einem zweistelligen prozentualen Kursverlust. Ich will auch hier den Kriegsausbruch in der Ukraine und die damit verbundenen Leiden der betroffenen Menschen nicht verharmlosen, aber es steht außer Frage, dass wir in der Vergangenheit bei deartigen Kurseinbrüchen weit schlimmere Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen hatten. Die Anschläge des 11. September 2001 sind darüber hinaus nicht als konventioneller Krieg zu werten, da hier der Angriff ja nicht von einem Staat und mittels Soldaten erfolgte.

Die 5 großen Kriegs-Kurseinbrüche des Dow Jones seit dem Jahr 1940

  Jahr Kurseinbruch in Tagen   Kurseinbruch in %Entwicklung 6 Monate nach Kurstief
Deutscher Einmarsch in Frankreich   1940 13-17%+7%
Koreakrieg   1950 20-12%+19%
US-Angriff auf Kambodscha   1970 27-14%+21%
Irakische Invasion in Kuwait   1990 21-13% +16%
Anschläge des 11. September   2001 5-16%+30%

Zweites Fazit: „Kaufen wenn die Kanonen donnern“ hat sich bewährt!

Die historischen Entwicklungen belegen, dass Aktienmärkte auf einen ausbrechenden Krieg häufig nicht so negativ reagieren, wie das in den Zeiten der Angst und Panik erwartet wird. Kriege sind stets auch ein Konjunkturprogramm und gleichzeitig bauen sich große Nachholeffekte auf, die dann zu starken Wachstumsimpulsen führen. Dann, wenn sich der Rauch wieder verzogen hat. Auch diese Tage werden kommen!

Deswegen gilt es für Sie jetzt vor allem die Ruhe und Rationalität zu bewahren und nicht in Angst, Panik und damit verbundenen Aktionismus zu verfallen!

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Setzen Sie auf Finanzielle Selbstverteidigung!

Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem wie wir es derzeit noch kennen: Finanzielle Selbstverteidigung!

Kryptonomics von Markus Miller: Das neue Digitalzeitalter der Tokenisierung!

Wir befinden uns längst in einem monetären Klimawandel. Damit verbunden ist ein vielschichtiger Paradigmenwechsel, der durch die Pandemie und die politischen Reaktionen darauf ausgelöst wurde.

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