Die Schweiz sagt Nein zum EU-Diktat!

Kennen Sie den Unterschied zwischen der Schweiz und Italien? In der Schweiz heißen die Berge Alpen, in Italien Schulden. Kleiner Witz am Rande, der aber selbstverständlich einen wahren Kern beinhaltet, zumindest mit Blick auf die Staatsschulden. Ebenso ist auch der Blick auf die Verschuldungsgrade der Unternehmen sehr aufschlussreich.

Die Staatsverschuldung in der Eropäischen Währungsunion ist durch nötige staatliche Unterstützungen für Unternehmen und Arbeitnehmer während der Corona-Pandemie deutlich angestiegen. Der Bruttoschuldenstand einiger Länder der Eurozone hat das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits überschritten. Beispielsweise in Griechenland, Italien, Zypern, Portugal, Spanien, Frankreich und Belgien. Doch nicht nur die Staatsschulden sind explodiert, auch die Schulden der Unternehmen sind im Zuge der Corona-Pandemie deutlich angestiegen.

Europameister und Weltmeister der Unternehmensschulden: Frankreich

Das verdeutlicht die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Daten reichen derzeit bis ins dritte Quartal 2020, aber schon hier zeigt sich der negative Trend deutlich. Auffällig dabei ist, dass die Schulden insbesondere in den Ländern am stärksten zunehmen, in denen die Unternehmensschulden bereits vor der Krise auf einem besonders hohen Niveau waren. In Deutschland fällt der Anstieg mit 4,5 Prozentpunkten vergleichsweise moderat aus.

Risiko China: Wie stabil ist das chinesische Bankensystem?

Der allgemein sehr hohe Schuldenstand in Frankreich resultiert daraus, dass viele große Unternehmen aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen viele Kredite aufnehmen. Medienberichten zufolge wurden sie teilweise zu höherer Verschuldung gezwungen, weil die Gewinnmargen längere Zeit wegen schwachen Wachstums sowie hoher Steuern und Sozialabgaben sanken. Auch in China sind die Unternehmensschulden hoch, seit 2007 sind sie deutlich angestiegen. Angesichts des großen BIP-Wachstums erscheint diese Entwicklung umso bedrohlicher. Die sehr hohe Verschuldung engt den Handlungsspielraum der chinesischen Unternehmen in der gegenwärtigen Krise ein.

Gleichwohl will Chinas Regierung Banken dazu verpflichten, Unternehmen noch mehr günstige Kredite zu vergeben – was zum einen deren Verschuldung weiter antreiben könnte und zum anderen den Bestand an Problemkrediten in den Büchern der Banken erhöhen könnte. Beobachter sehen daher die Stabilität des chinesischen Bankensystems in Gefahr.

Übrigens: In Schwellenländern wie Indien, Brasilien oder Indonesien sind die Unternehmensschulden auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, sie haben in den letzten in den vergangenen Jahren laut Daten der BIZ auch nicht signifikant zugenommen.

Fazit: in der großen Volkswirtschaft Frankreich liegt wie in Italien ein massives Risiko für die Stabilität von Euro und EU

Sowohl von den Staatsschulden als auch von den Unternehmensschulden gehen von Frankreich große Risiken für die Europäische Union und die Stabilität des Euro aus!

Die Welt der Steuerwüsten und Steueroasen

Die Spitzensätze der Einkommensteuer variieren weltweit stark. Vor allem in den OECD-Staaten müssen Großverdiener einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen an den Staat abgeben. Im Schnitt liegt der Spitzensteuersatz hier bei rund 42%. Wie die Statista-Grafik auf Basis der Daten von KPMG zeigt, besteuern die skandinavischen Länder das Einkommen besonders stark. In Finnland ist der Spitzensatz mit 56,95% weltweit am höchsten, gefolgt von Dänemark (56,5%), Japan (55,97%), Österreich (55%) und Schweden (52,85%). Auch Deutschland zählt zu den Hochsteuerländern – hierzulande liegt der Einkommensteuersatz in der Spitze bei 45% und steht damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 37,77%.

Steueroasen hingegen sind auf der arabischen Halbinsel und in der Karibik zu finden. In diesen Ländern existiert häufig keine individuelle Einkommensteuer. Inselstaaten wie die Bahamas, Bermuda und die Cayman Islands sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung über Steuerhinterziehung, da einige Spitzenverdiener ihr Geld auf Konten in diesen Ländern transferieren und somit am Fiskus vorbeischmuggeln. Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung dahingehend im Oman. Nach Jahren ohne individuelle Einkommensbesteuerung plant das Sultanat die Einführung für das Jahr 2022, um weniger von den Öl-Einnahmen abhängig zu sein und die Steuereinnahmen dann für soziale Projekte einsetzen zu können.

Die Schweiz sagt Nein zum EU-Diktat

Am 31.05.2021 hat mit Polen auch der letzte EU-Mitgliedstaat den sogenannten EU-Eigenmittelbeschlussratifiziert. Haben Sie davon in Zeitungen gelesen oder der Tagesschau gehört? Ich denke nicht, weil diese Meldung kaum beachtet wurde. Die Folgen dieser Zustimmung sind für alle EU-Bürger und Steuerzahler allerdings gravierend. Jetzt kann zusätzlich das bis zu 800 Milliarden Euro teure Programm mit dem schönen Titel „Next Generation EU“ starten.

Die Europäische Union und die EU-Politik bewerten diese Entwicklung als großen Erfolg für die Zukunft Europas. Dabei wird von einer Art „Wiederaufbau“ von Staaten gesprochen, die durch die Corona-Krise schwer getroffen wurden. Fakt ist allerdings, dass Länder wie Italien oder Griechenland schon vor Corona kurz vor dem finanziellen Kollaps standen.

Corona: Das perfekte Alibi für politische Eingriffe in Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Souveränität

Mit dem Argument „Corona“ fließen jetzt die Milliarden viel einfacher, und zwar ohne große Diskussionen oder Abstimmungen in den nationalen Parlamenten. Und auch die Bevölkerung wird nicht gefragt. In Deutschland wird beispielsweise die so stabilitätsrelevante Haushaltsautonomie des Deutschen Bundestags ausgehebelt, indem durch den EU-Eigenmittelbeschluss eine Gemeinschaftshaftung eingeführt wird. Für mich ist das ein Skandal. Verlierer sind die Demokratie, die Souveränität sowie die Vermögensinhaber und Steuerzahler der EU-Mitgliedsstaaten.

Im Bundestagswahlkampf 1998 warb die CDU für die Euro-Einführung mit einem Flyer, in dem stand: „Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein!“. Der Maastrichter Vertrag verbiete, dass EU-Staaten „für die Schulden eines Mitgliedstaates haften“. Was ist dieses Versprechen und dieser Vertrag heute noch wert? Nichts, er wurde mittlerweile hundertfach gebrochen! Die EU ist längst zur Umverteilungsunion mutiert und Deutschlands Bürger haften mit Milliardensummen für andere EU-Länder.

Auch aus der Schweiz kommt aktuell eine Entscheidung mit großer wirtschaftlicher und politischer Tragweite. Nach sieben Jahren zäher Gespräche ist das Rahmenabkommen mit der EU am 26.05.2021 geplatzt, weil die Schweizer Regierung die massiven EU-Eingriffe in die nationale Souveränität als inakzeptabel bewertet. Ich begrüße diesen Schritt ausdrücklich!

Der Blick auf die Steuern in der Schweiz: Steueroase oder Hochsteuerland?

Spitzenverdiener in der Schweiz zahlen je nach Wohnort rund 22 bis 46% Einkommensteuer. Dabei ist die Steuerbelastung gemessen an den Kantonshauptorten in Genf doppelt so hoch wie in Zug. Laut in der Neue Zürcher Zeitung veröffentlichten Daten liegt die Hälfte der Kantone unter dem Landesmittel von 33,8%. Innerschweizerische Steueroasen sind etwa Zug, Appenzell Innerrhoden und Obwalden – hier befindet sich der Spitzensteuersatz sogar unter 25%.

Bei der direkten Bundessteuer werden für Verheiratete Einkommensteile über 145.000 Franken mit dem Höchstsatz versteuert. In den verschiedenen Kantonen greift dieser teilweise erst ab 200.000 bis 300.000 Franken. Laut Pascal Hinny, Professor der Universität Freiburg, ist die Schweiz für Einkommen ab mehreren 100.000 Franken ein “Hochsteuerland”. Für Gutverdiener unter 200.000 Franken Jahreseinkommen hingegen ist die Alpenrepublik auch international attraktiv, dank flacher Progression der Steuersätze.

Die Einkommensteuer spülte zuletzt etwa 55 bis 57 Milliarden Franken pro Jahr in die Kassen von Bund, Kantonen und Gemeinden. Die Corona-Pandemie wird sich in den aktuellen Steuererträge allerdings bemerkbar machen. Mit allzu großen Einbußen ist jedoch nicht zu rechnen, da die Gutverdiener eher als Gewinner der Krise gesehen werden.

Meine Empfehlung: Setzen Sie auf Lösungen aus der Schweiz!

Innerhalb eines fragilen EU-Europas bleibt die schweizerische Eidgenossenschaft eine attraktive Haftungsschutzoase. Vor diesen Rahmenbedingungen widme ich mich aktuell zwei Geheimtipps aus der Schweiz: einer soliden und kundenorientierten Bank und einem neuen Immobilienkonzept. Mehr in KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH

Kryptonomics von Markus Miller: Das neue Digitalzeitalter der Tokenisierung!

In den 80er Jahren wurde die expansive Wirtschaftspolitik unter dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan als „Reaganomics“ bezeichnet. In Großbritannien gab es diesem Vorbild folgend den „Thatcherismus“ und in Japan die „Abenomics“. In den kommenden Jahren wird ein neuer politischer Treiber große Veränderungen in der Weltwirtschaft herbeiführen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen einzelnen Politiker oder Staat, sondern um die Entwicklungen und Maßnahmen, die auf dem Coronavirus aufbauen. Weltweit werden Regierungen, Unternehmen und ganze Gesellschaften mittlerweile von der Corona-Pandemie in ihrem Handeln getrieben.

Diese wirtschaftliche Ära wird vermutlich als „Coronanomics“ in die Geschichtsbücher eingehen. „Coronanomics“ wird zu massiven staatlichen Eingriffen führen, zu einer weiteren Explosion der Schulden, auf denen unser derzeitiges Geldsystem basiert und ebenso zu dynamischen Entwicklungen und großen Chancen im Bereich der Digitalisierung. Der Krypto-Experte Markus Miller ist davon überzeugt, dass wir derzeit am Beginn des Zeitalters einer neuen Krypto-Ökonomie stehen, die er als Kryptonomics bezeichnet.

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