Echte Werte statt Euro!

(22.04.21) Seit dem Jahr 1999 haben im Zuge der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion mittlerweile 19 Mitgliedsstaaten ihre nationalen Landeswährungen aufgegeben und den Euro als gemeinschaftliche Währung übernommen. Dadurch ist der Euro heute das gesetzliche Zahlungsmittel für rund 340 Millionen Menschen. Bei allen Vorteilen die seitens der Politik und der Notenbanken stets im Hinblick auf die Einführung des Euro „propagandiert“ werden ist der Euro für mich eine Fehlkonstruktion. Weil der große Fehler begangenen wurde, eine Wirtschafts- und Währungsunion umzusetzen, ohne parallel dazu auch eine Steuer- und Sozialunion umzusetzen.

 

Die „Vereinigten Staaten von Europa“ wären in diesem Kontext aber auch kaum umsetzbar gewesen, aufgrund der massiven Unterschiede in den einzelnen Ländern. Deswegen sollten Strukturreformen auf den Weg gebracht werden, die aber noch nicht einmal annähernd umgesetzt wurden. Deutschlands Exportwirtschaft profitiert – ohne jeglichen Zweifel – stark vom Euro-Binnenmarkt. Für die ehemaligen Weichwährungsländer aus Südeuropa wie Italien, Portugal, Griechenland oder Spanien ist der Euro hingegen eine große Belastung, da er schlicht zu stark ist, im Hinblick auf die Produktivität der dortigen Volkswirtschaften und die Strukturen der Sozialsysteme.

Robert Mundell: Ein Vater des Euro ist verstorben

Politisch vermutlich kaum vermittelbar wäre es ökonomisch aus meiner Sicht intelligent gewesen – als Vorstufe der totalen Währungsunion – einen Nord- und einen Südeuro einzuführen. Somit hätten die wirtschaftlich starken Länder mit dem Nordeuro starten können und die Weichwährungsländer hätten ihre Hausaufgaben erledigen können, bis sie nach entsprechenden Strukturreformen in den Nordeuro aufgenommen werden.

Als „Vater des Euro“ ist überwiegend der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel bekannt. Der Euro hat aber mehrere Väter. Zu ihnen zählt beispielsweise auch der in Kanada geborene Ökonom Robert Mundell, der an Ostern im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Seine Forschungsarbeiten gelten als die theoretische Grundlage, für die länderübergreifende Einführung von Währungen.

Wie all seine Väter wird auch der Euro in seiner heutigen Konzeption sterben. Darauf müssen Sie sich heute schon vorbereiten, durch intelligente Kapitalschutz-Strategien!

Die Welt versinkt in Schulden

Die globale Staatsverschuldung ist im Jahr 2020 um 17,4% bzw. 9,3 Billionen US-Dollar auf einen neuen Rekordwert von 62,5 Billionen US-Dollar angestiegen. In Deutschland ist die Staatsverschuldung mit Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr von 57% auf 73% angestiegen. Im Jahr 2021 werden die staatlichen Corona-Rettungsmaßnahmen und Steuerausfälle weitere, massive Löcher in die globalen Staatshaushalte reißen. Die weltweite Pro-Kopf-Verschuldung beträgt mittlerweile 13.050 US-Dollar.

Auf Datenbasis des Janus Henderson Sovereign Debt Index nahmen 2020 Staaten weltweit Schulden auf, die einem Volumen von acht Jahren entsprechen, um die globale Pandemie zu bekämpfen. Gleichzeitig erhöhten ihre Schulden um mehr als ein Sechstel. Da acht von zehn Staaten im Index in eine Rezession rutschten, stockten die Regierungen ihre Haushaltskasse um 9,3 Billionen US-Dollar auf, was wiederum einem Siebtel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts entspricht. Dieser Wert ist deutlich höherer als jener, der zur Stützung der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise des Jahres 2008 erforderlich war.

Bereits seit Monaten ist mein Eindruck, dass die Pandemie das perfekte Alibi ist für die Politik, um viele Probleme einfach pauschal damit zu begründen: Corona ist schuld! Bereits vor der Pandemie hatten die Staaten der Welt in jedem der letzten 25 Jahre ein Defizit, da die Ausgaben höher waren als die Steuereinnahmen. In Deutschland haben sich die Schulden zwischen 1995 und 2020 verdoppelt: Von 1,4 Billionen auf 2,8 Billionen US-Dollar. Trotz der stark gestiegenen Verschuldung hat sich die Zinslast nicht erhöht. 2020 mussten die Staaten weltweit nur noch 2% Prozent für ihre Kredite zahlen, 1995 waren es noch 7,6%. 

Digitalbildung: Wissenslücke Algorithmen

Nachhaltig steigende Zinsen würden somit zu einem Kollaps der Staatshaushalte und Währungen führen! Vor diesen Rahmenbedingungen werden alternative und limitierte Werte, die frei von Schulden sind, weiter attraktiv bleiben. Ebenso schuldenfreie Währungen die limitiert und zusätzlich unabhängig von der Zentralinstanz einer Notenbank sind, wie allen voran der Bitcoin! Falls Sie sich jetzt fragen, was denn ein Bitcoin mit einem echten Wert zu tun haben soll ist meine Antwort:

Unser Leben ist längst geprägt von Algorithmen. Hinter dem Bitcoin steht ein mächtiger und wertvoller Algorithmus, der immer mehr Anerkennung, Anwendung und Vertrauen findet. Das fehlende Verständnis für den Bitcoin liegt nach meiner Überzeugung auch dahingehend begründet, dass viele Bürger viel zu wenig über Algorithmen wissen. Diese mathematische wie digitale Bildungslücke gilt es zu schließen. Der Bitcoin kann scheitern, der Euro wird mit Sicherheit scheitern!

Wissen zu dieser Thematik rund um Bitcoin, Blockchain, FinTech und Co. finden Sie auf unserem Portal KRYPTO-X.BIZ.

Immobile Werte bleiben gefragt

Zahlreiche Kapitalanleger investieren aufgrund der Niedrigzinsen in Immobilien. Daher werden beispielsweise Eigentumswohnungen in Deutschland immer teurer. Diese Entwicklung hat auch die Corona-Krise nicht ausgebremst. Laut aktueller Daten des Forschungsinstituts Empirica lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen Ende 2020 bei 2963 Euro pro Quadratmeter.

Die Angaben beziehen sich auf unmöblierte Eigentumswohnungen aller Baujahre mit einer Größe von 60 bis 80 Quadratmeter und einer guten Ausstattung. Wie die Statista-Grafik zeigt, hat sich der Angebotspreis für Eigentumswohnungen somit in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Ende des Jahres 2010 lag er im Schnitt noch bei 1360 Euro pro Quadratmeter.

Mobile Werte: Der Blick auf die wertvollsten Diamanten

Uhren, Whiskey oder seltene Diamanten – wer sein Geld alternativ anlegen möchte, hat die Qual der Wahl. Regelmäßig empfehle ich meinen Lesern von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH attraktive Alternativ-Investments. Zuletzt in der Mai-Ausgabe beispielsweise zwei neue Rolex-Modelle. Ebenso zählen Investment-Empfehlungen in Diamanten oder Spirituosen seit Jahren zu meinen Basis-Empfehlungen in diesem Segment.

Das Auktionshaus Sotheby’s versteigerte 2020 den schwersten und teuersten geschliffenen Diamanten, der jemals bei einer ausschließlichen Online-Auktion angeboten wurde. Der 102 Karat schwere Edelstein ging für umgerechnet rund 15,7 Millionen US-Dollar an einen Bieter aus Japan, der den namenlosen Diamanten zu Ehren seiner Tochter “Maiko Star” nannte.

Der “Maiko Star” hält nun zwar den Rekord für Online-Auktionen von Diamanten, allerdings kommt er bei weitem nicht an die Summen heran, welche die teuersten jemals versteigerten Juwelen erzielen konnten. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis der Daten von Ritani zeigt, ist der “Pink Star” mit rund 71 Millionen US-Dollar der teuerste aller versteigerten Edelsteine. Auf Platz zwei und drei folgen der “Oppenheimer Blue Diamond” (57,5 Mio.) und der “Graff Pink Diamond” (46 Mio.).

Echte Werte: Die gefragtesten Alternativ-Investments

In einem aktuellen Report hat die britische Immobilienagentur Knight Frank die beliebtesten Luxusartikel bei Investoren weltweit für das Jahr 2020 ermittelt. Das Ergebnis: Ganz vorne lagen im vergangenen Jahr Investitionen in Gemälde und andere Kunstgegenstände, die häufig auf Auktionen, z. B. von Sotheby’s, versteigert werden. Oldtimer und Uhren belegten den zweiten und dritten Rang weltweit. Für die Studie befragte Knight Frank über 600 Privatbankiers, Vermögensberater und Family Offices weltweit.

Die größte Wertsteigerung hat jedoch ein anderer Luxusartikel: Seltene Whiskeysorten haben Knight Frank zufolge eine Wertsteigerung von 478% innerhalb von zehn Jahren. Da können auch Weine nicht mithalten, wie die Statista-Grafik zeigt – dort liegt das Zehn-Jahres-Wachstum der Vermögenswerte bei lediglich 127%.

Markus Miller  | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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