Zeitbombe Demografie!

In meinem aktuellen Buch „Finanzielle Selbstverteidigung“ gehe ich auf die drei großen Herausforderungen unserer Zeit ein: Digitalisierung, Demografie und Migration. Die Demografie ist dabei gerade für Länder wie Deutschland ein wichtiger Einflussfaktor, was auf globaler Ebene auch für weitere Industriestaaten gilt. Die Alterspyramide der Weltbevölkerung nähert sich immer stärker einer Kastenform an, weil die Bevölkerung wächst und immer älter wird.

Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Schätzungen und Prognosen der Vereinten Nationen (UN). Zu den Ursachen für die steigende Lebenserwartung zählen unter anderem der medizinische Fortschritt, eine bessere medizinische Versorgung und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen. Zu Grunde liegt der Prognose ein mittleres Fruchtbarkeitsszenario.

Die Welt altert: Japan kämpft seit Jahren gegen seine Methusalemisierung

Der derzeitige Altersmedian variiert im internationalen Ländervergleich stark. Am geringsten ist er demnach mit 15,2 Jahren in Niger, Afrika. Den höchsten Altersmedian hat dagegen Japan mit 48,4 Jahren. In Deutschland liegt er bei 45,7 Jahren. Länder mit einem hohen Altersmedian haben mit einer Überalterung der Gesellschaft und teilweise auch mit niedrigen Fertilitätsraten (Geburtenraten) zu kämpfen.

Dabei kommen insbesondere auf die Sozialkassen der Länder große Belastungen zu. Japan gehört zu den Ländern mit den weltweiten niedrigsten Fertilitätsraten (1,42). Die japanische Regierung versucht mit diversen Maßnahmen, etwa höheren Kindergeldzahlungen, die Geburtenraten anzuheben. Das angepeilte Ziel bis zum Jahr 2026 liegt bei einer Rate von 1,8 Kindern.

Weltweit leben die Menschen länger und werden zunehmend über 100 Jahre alt!

Wie die machfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten der Vereinten Nationen zeigt, wurden vergangenes Jahr geschätzt eine halbe Million Menschen über 100. 1950 wurden lediglich 40.000 Frauen und Männer so alt. Für das Jahr 2055 prognostiziert die Quelle eine Zahl von 4,3 Millionen über Hundertjährige, 2090 könnten sogar 16,4 Millionen Menschen dieses Alter erreichen. Zu den Ursachen für die steigende Lebenserwartung zählen unter anderem der medizinische Fortschritt und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein.

Zu Grund liegt der Prognose ein mittleres Fruchtbarkeitsszenario. Frauen erreichen dieses Alter durch ihre höhere Lebenserwartung eher als Männer: 2020 waren geschätzt rund 80 Prozent der über Hundertjährigen weiblich. Den nach Ländern größten „Club der Hundertjährigen“ gibt es in Japan: 79.000 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren zählt das Land UN-Schätzungen zufolge inzwischen. In Deutschland sind hingegen nur 19.000 Menschen.

Der demografische Wandel ist auch in Deutschland in vollem Gang

Auch die deutsche Bevölkerung altert massiv, wie die Bevölkerungsprognosen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Die Alterspyramide in Deutschland entwickelt danach bis 2060 immer stärker eine Urnenform – unten schmal und nach oben breiter werdend. Diese Form kommt zustande, weil einerseits die Geburtenzahlen abnehmen und andererseits die Lebenserwartung zunimmt. Gut zu erkennen ist, dass demnächst die so genannte Babyboom-Generation in Rente gehen wird.

Als Babyboomber werden die geburtenstarken Jahrgänge der Zeit von 1955 bis 1965 bezeichnet. Das Wirtschaftswunder sorgte damals für steigende Geburtenraten. Das staatliche Rentensystem wird daher in den kommenden Jahren großen finanziellen Belastungen ausgesetzt.

Alterndes Europa – junges Afrika

Der Altersmedian variiert im internationalen Ländervergleich stark. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von UN-Daten. Am geringsten ist er demnach mit 15,2 Jahren in Niger, Afrika. Den höchsten Altersmedian hat dagegen Japan mit 48,4 Jahren. In Deutschland liegt er bei 45,7 Jahren.

Länder mit einem hohen Altersmedian haben mit einer Überalterung der Gesellschaft zu kämpfen. Dabei kommen insbesondere auf die Sozialkassen der Länder große Belastungen zu. Das deutsche Rentensystem ist aufgrund des demografischen Wandels bereits jetzt unter Druck. Wie die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen, ist die Lücke zwischen eingenommenen Rentenbeiträgen und den Rentenausgaben über die Jahre größer geworden.

Japan gehört zu den Ländern mit den weltweiten niedrigsten Fertilitätsraten (1,42). Die japanische Regierung versucht mit diversen Maßnahmen, etwa höheren Kindergeldzahlungen, die Geburtenraten anzuheben. Das angepeilte Ziel bis zum Jahr 2026 liegt bei einer Rate von 1,8 Kindern.

Hinweis: Der Wert, der genau in der Mitte einer Datenverteilung liegt, nennt sich Median oder Zentralwert. Die eine Hälfte aller Individualdaten ist immer kleiner, die andere größer als der Median. Bei einer geraden Anzahl von Individualdaten ist der Median die Hälfte der Summe der beiden in der Mitte liegenden Werte.

Im Niger bekommt eine Frau im Durchschnitt 7 Kinder!

Niger hingegen ist das Land mit der weltweit höchsten Geburtenrate, eine Frau bekommt im Durchschnitt sieben Kinder. Die Bevölkerung wächst trotz hoher Kindersterblichkeit rasant, weit stärker als noch vor wenigen Jahren erwartet. Einer aktuellen Prognose wird sich die Reihenfolge der Liste der 10 bevölkerungsreichsten Länder der Welt bis ins Jahr 2100 deutlich verändern. Danach werden in der Top10-Liste fünf afrikanische Länder sein. Derzeit ist lediglich Nigeria in der Top-Liste. Die Subsahara-Region in Afrika die einzige Region der Welt, die bis zum Ende des Jahrhunderts weiter wachsen wird.

Der Blick auf die Zeit bis ins Jahr 2100: Die Demografie wird zu massiver Migration führen!

Einer aktuellen Prognose wird sich die Reihenfolge der Liste der 10 bevölkerungsreichsten Länder der Welt bis ins Jahr 2100 deutlich verändern. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Institutes for Health Metrics and Evaluation (IHME). Das IHME ist ein Forschungsinstitut, das im Bereich der globalen Gesundheits- und Demografieentwicklung an der University of Washington in Seattle tätig ist. Für Ihre Prognose haben die Forscher eine Reihe demografischer Faktoren berücksichtigt, etwa die steigende Lebenserwartung, Migrations- und Fertilitätsraten oder den Zugang zu Verhütungsmitteln.

Danach wird China in diesem Zeitraum die Hälfte seiner Einwohnerzahl einbüßen und in der Liste werden fünf afrikanische Länder sein. Derzeit ist lediglich Nigeria in der Top-Liste. Die Subsahara-Region in Afrika die einzige Region der Welt, die bis zum Ende des Jahrhunderts weiter wachsen wird. Der Bevölkerungsrückgang in den stark schrumpfenden Staaten hat laut Forschung verschiedene Gründe. Demnach gibt es einerseits Staaten mit hoher Abwanderung, wie etwa die südosteuropäischen Staaten, in Richtung der finanzkräftigeren und lohnstärkeren EU-Länder Zentral- und Westeuropas.

Vor allem im Bereich der Pflege und bei Handwerksberufen verlassen viele Arbeitende ihr Heimatland. In anderen Ländern schrumpft die Geburtenrate deutlich, so etwa in China. Forscher des IHME gehen – im Gegensatz zur UN Population Devision – davon aus, dass die Zahl der Weltbevölkerung im Jahr 2100 geringer sein wird als 2017. Die UN-Prognose bei einem mittlereren angenommenen Bevölkerungswachstum rechnet im Jahr 2100 mit einer Weltbevölkerung von insgesamt 10,9 Milliarden Menschen. Forscher des IHME rechnen im Basiszenario mit 8,8 Milliarden Menschen.

Fazit: Investieren Sie in die „Alternde Gesellschaft“

Investieren Sie in die „Alternde Gesellschaft“. Weiterführende Informationen zu dieser Thematik finden Sie in meinem Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH.

Setzen Sie auf Finanzielle Selbstverteidigung!

Die Coronavirus-Pandemie führt dazu, dass die Staatsschulden weiter explodieren. Das gilt gerade auch für zahlreiche Länder der Europäischen Union. Am Ende des Tages werden Bürger und Steuerzahler der starken Gemeinschaftsländer wie Deutschland die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise bezahlen müssen.

Ein Kapitel meines aktuellen Buches lautet „Digitale Selbstverteidigung“. Dabei geht es ebenfalls um die Wiederstandsfähigkeiten gegen die unterschliedlichsten Einflüsse und Gefahren, die die zunehmende Digitalisierung mit sich bringt. Den Begriff der Resilienz lesen und hören Sie in den letzten Jahren immer häufiger. Darunter versteht man ganz grundlegend eine psychische Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und diese durch einen Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf alle anderen Bereiche unseres täglichen Lebens übertragen, allen voran auf wirtschaftliche und finanzielle Ereignisse, ebenso wie auf die in Meilenstiefeln immer weiter fortschreitende Digitalisierung, die auch gleichbedeutend ist mit einer Abschaffung gewohnter Dinge, wie beispielsweise unserem Bargeld oder dem Bankensystem wie wir es derzeit noch kennen: Finanzielle Selbstverteidigung!

PS: Fundierte Praxisempfehlungen liefert Ihnen mein Wirtschaftsdienst KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH

PPS: Analysen und Beiträge im Hinblick auf den Megatrend der Digitalisierung finden Sie auf unserem Themen-Portal KRYPTO-X.BIZ

PPPS: Die Digitalisierung im Vermögensmanagement finden Sie auf unserem Portal ROBO-X.BIZ

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