Mut zu Made in Germany!

Die Coronavirus-Krise spüren wir mittlerweile in allen Lebensbereichen, verbunden mit gravierenden Folgen. Dennoch will ich heute mit den positiven Aspekten beginnen. Ich persönlich kenne keine Krise aus den letzten Jahrzehnten, die derart gravierende Auswirkungen auf unser Privat- und Berufsleben hatte, wie die Folgen der Coronavirus-Pandemie.

Für mich steht außer Frage, dass wir derzeit den größten Umbruch seit dem Zweiten Weltkrieg erleben. Dennoch wird die Welt nicht untergehen. Der Nährboden für das deutsche Wirtschaftswunder war die Zerstörung, die der Krieg hinterlassen hat. Dem „Krieg“ gegen den Coronavirus kann jetzt ein neues, digitales Wirtschaftswunder folgen. Für Staaten und Unternehmen ebenso wie für Investoren ergeben sich auf dieser Basis gigantische Chancen in der Zukunft.

Rezession und Insolvenzwelle durch Coronavirus-Pandemie

68 Länder werden dieses Jahr eine Rezession haben. Das globale Wirtschaftswachstum ist mit minus 1,3 Prozent negativ. Der Welthandel bricht um 4,3 Prozent ein. Und die Firmeninsolvenzen steigen weltweit um 25 Prozent, in Deutschland um 11 Prozent. Das erwartet der Kreditversicherer Coface in seinem neuen Ausblick für die Weltwirtschaft im Corona-Jahr 2020.

Alle Jahresprognosen 2020 sind spätestens seit März hinfällig

Mit der Corona-Krise wurden alle Prognosen vom Jahresbeginn schlagartig hinfällig. So auch die Insolvenzprognosen von Coface. Im Januar erwartete der internationale Kreditversicherer noch eine moderate weltweite Zunahme um 2 Prozent. Jetzt hat sich diese Zahl mehr als verzehnfacht. Das wäre der stärkste Anstieg seit 2009 (29 Prozent), selbst wenn die Wirtschaft im dritten Quartal wieder langsam anspringen würde.

Und ohne eine eventuelle zweite Corona-Welle in der zweiten Jahreshälfte. Coface-Volkwirtin Christiane von Berg konstatiert negative Entwicklungen auf der Produktions- wie auf der Nachfrageseite: „Das schwächt Umsätze, Cashflows und Margen der Unternehmen erheblich. Mit den zu erwartenden Folgen bei den Insolvenzen.“

+39%: Explosion bei den Unternehmensinsolvenzen in den USA

Den größten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen erwartet Coface in den USA mit plus 39 Prozent. Alle westeuropäischen Länder wären betroffen, zusammen mit plus 18 Prozent. Im Einzelnen sieht Coface eine Steigerung für Deutschland um 11 Prozent, Frankreich um 15 Prozent, Großbritannien um 33 Prozent, Spanien um 22 Prozent und Italien um 18 Prozent. Auch für Japan, das ebenso wie Deutschland zehn Jahre lang sinkende Insolvenzzahlen meldete, wird der Anstieg mit 12 Prozent zweistellig ausfallen.

In den Emerging Markets könnten sich die Folgen der Krise noch stärker niederschlagen. Dort wird zusätzlich zum Einbruch des Handels der derzeit stetig sinkende Ölpreis zum Problem. Die Unsicherheit zeigt sich bereits darin, dass sich der Kapitalabfluss gegenüber der Krise 2008 vervierfacht hat. Zudem dürften sich nach Einschätzung von Coface geopolitische Spannungen und Konflikte weiter oder wieder verschärfen.

Die Welt steht 2020 vor der ersten Rezession seit dem Jahr 2008

Insgesamt steht die globale Wirtschaft in diesem Jahr vor ihrer ersten Rezession seit 2009. Der Rückgang dürfte selbst bei einem günstigen Szenario bei 1,3 Prozent liegen, nachdem im Vorjahr noch ein Wachstum um 2,5 Prozent verbucht wurde. 2019 erlebten weltweit 11 Länder eine Rezession, dieses Jahr werden es voraussichtlich 68 Länder sein. In den großen Industrieländern wird das Wachstum in den USA um 2,9 Prozent zurückgehen, in Japan um 1,2 Prozent und in der Eurozone um 6,2 Prozent. Die BIP-Wachstumsprognose für Deutschland lautet bei Coface nun minus 6,7 Prozent. Das ist ein stärkerer Konjunktureinbruch als 2009.

In China und Indien wird es noch Wachstum geben!

Wachstum wird es noch in China und Indien geben, wenn auch verlangsamt. Dies liegt daran, dass diese Emerging Markets aufgrund ihres immensen Aufholpotenzials und ihrer schieren Menge an Arbeitskraft noch immer gute Wachstumschancen haben, selbst bei einem Lockdown. Coface sieht China im laufenden Jahr bei einem Plus um 4,0 Prozent und Indien bei plus 3,5 Prozent.

Allerdings sind dies äußerst niedrige Wachstumszahlen für diese Volkswirtschaften. Den Rückgang des globalen Handels beziffert Coface für 2020 auf minus 4,3 Prozent. Es wäre das zweite Jahr in Folge mit einer negativen Wachstumsrate nach minus 0,4 Prozent 2019. Allerdings gilt diese ohnehin niedrige Prognose nur, wenn nicht noch zahlreiche Grenzschließungen den Handel weiter erschweren.

Corona hat die Weltwirtschaft infiziert

Die globale Wirtschaft wird von der Corona-Pandemie mit voller Wucht getroffen. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt, schrumpft das weltweite Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr im Vergleich zu 2019 schätzungsweise um drei Prozent.

Zum Vergleich: in der Finanzkrise 2008/2009 betrug der Rückgang lediglich -0,1 Prozent. Dies verdeutlicht das dramatische Ausmaß der gegenwärtigen Krisensituation. Im direkten Vergleich der drei großen Wirtschaftsblöcke China, USA und der Eurozone müssen die beiden letztgenannten laut IWF mit den stärksten Einbußen rechnen. China darf mit einem kleinen Wachstum rechnen, das aber nicht ausreichen wird, um die Weltwirtschaft hinreichend zu stimulieren.

Der Lichtblick: für 2021 rechnet der IWF wieder mit einem deutlichen Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts. Für die Eurozone beträgt das Plus demnach 4,7 Prozent, für China gar 9,2 Prozent. Sollten diese Werte zutreffen, würden die Aktienmärkte diese Entwicklungen natürlich weit vorher antizipieren, da an der Börse die Zukunft gehandelt wird!

EU-Europa wird massiv leiden

Die Corona-Pandemie lässt die Wirtschaft europäischer Länder in diesem Jahr stark schrumpfen und ins Minus drehen. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik für ausgewählte Nationen auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Besonders stark trifft es demzufolge Griechenland: um ganze 10 Prozent wird das BIP gegenüber 2019 der IWF-Prognose zufolge sinken. Auch Italien und Spanien trifft es besonders hart. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen im Ländervergleich am besten da – aber auch hier nimmt der Rückgang der Wirtschaftsleistung historische Züge an.

Rückbesinnung auf deutsche Werte und Tugenden: Made in Germany

Die Marke „Made in Germany“ steht zu Recht für Qualität aus Deutschland und wird weltweit geschätzt. Die Entstehung dieses Begriffs ist dabei aus heutiger Sicht geradezu grotesk. „Made in Germany“ ist eine Herkunftsbezeichnung, die ursprünglich schon Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor vermeintlich billiger und minderwertiger Importware in Großbritannien eingeführt wurde.

Also als nationalistische Abwertung und Verbraucherwarnung vor Waren aus Deutschland. Spätestens seit dem deutschen Wirtschaftswunder, nach dem Weltkrieg, gilt die Bezeichnung hingegen als wertvolles Gütesiegel. Die aktuelle Coronavirus-Pandemie führt uns derzeit schmerzhaft vor Augen, in welcher Welt wir mittlerweile leben. Zahlreiche Produkte tragen den Schriftzug „Made in China“ oder „Made in Taiwan“, oder im Textilbereich „Made in India oder Bangladesch“, weil dort zu weit günstigeren Kosten produziert werden kann.

Qualitätsarbeit statt Billiglohn!

Nicht selten leidet darunter allerdings auch die Qualität. Unternehmen in sogenannten „Billiglohnländern“ müssen weit weniger Steuern zahlen als Firmen aus Deutschland, die Umweltschutzauflagen sind lasch und vor allem die Menschen als Arbeitskräfte werden nur mit einem Bruchteil der Löhne vergütet, die bei einer Produktion in Deutschland anfallen würden. Die Arbeitsbedingungen sind darüber hinaus häufig – auf Basis unserer westlichen Maßstäbe – schlicht inakzeptabel, bis hin zum Einsatz von Kindern als billige Arbeitskräfte. Diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Produkte trotz langer Transportwege für den Handel sehr günstig im Einkauf sind.

Der Bruch von Lieferketten hat uns jetzt auch die Risiken in Bezug auf die Versorgungssicherheit aufgezeigt, allen voran bei Atemschutzmasken. Diese werden jetzt beispielsweise vom Unternehmen Trigema und ihrem eloquenten Chef Wolfgang Grupp (Bild) produziert. Das ging deswegen so schnell, weil der Sportartikelhersteller nichts ins Ausland verlagert hat, sondern ausschließlich im schwäbischen Burladingen produziert. Das hat seinen Preis, aber eben auch seine Qualität und Vorteile für Mitarbeiter, Zulieferer, Umwelt, Verbraucher und unsere Gesellschaft bis hin zum Standort Deutschland. Ein Unternehmensslogan von Trigema ist “100 Prozent Made in Burladingen“.

Fazit: Trigema sollte jetzt nicht wegen dem Preis (120 Euro für 10 Mehrwegmasken!) kritisiert werden, sondern als Vorbild dienen für Deutschland in der Rückbesinnung auf unsere deutschen Tugenden und Qualitäten im Hinblick auf „Made in Germany!“.

Schützen Sie sich vor der EU-Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion!

Lesen Sie derzeit noch etwas von den gravierenden Problemen in Griechenland, die vor wenigen Monaten bzw. Jahren noch EU-Europa fast in die Knie gezwungen haben? Nein, nicht weil sich die vielfältigen Probleme seither verbessert hätten, oder gar gelöst wurden, sondern weil Sie derzeit überlagert und kaschiert werden.

Sie müssen sich bewusst sein:

EU-Europa ist eine Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion, deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie – zumindest Teile – Ihrer Vermögenswerte in Länder und Rechtsräume außerhalb der EU platzieren und strukturieren. Empfehlungen dafür gebe ich Ihnen fortlaufend an die Hand, zuletzt über meine Sonderausgaben „Auslandsbanken“ und „Goldschutzreport“. 

PS: Analysen und Beiträge im Hinblick auf den Megatrend der Digitalisierung finden Sie auf unserem Themen-Portal KRYPTO-X.BIZ

(c) Markus MillerGEOPOLITICAL.BIZ

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