Börsencrash: Der Fels in der Brandung!

Der Coronavirus bewegt die Welt und verändert die Art und Weise, wie Menschen weltweit ihren Alltag und ihre Mobilität gestalten, aber auch ihre Empfindungen und Einstellungen. Anfang März 2020 gaben 21 Prozent der deutschen Befragten an, große Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19, dem Coronavirus, zu haben. Mitte März sagen schon fast zwei von Fünf (37 Prozent), große Angst vor der Ansteckung mit dem Virus zu haben.

Das sind Ergebnisse des neuen wöchentlich aktualisierten Corona-Trackers der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für den bisher insgesamt 2.072 Personen ab 18 Jahren vom 02.-04. März 2020 sowie 2.035 Personen vom 13.-16. März 2020 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Leicht sinkendes Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem

51 Prozent finden, dass die Regierung besser mit dem Coronavirus umgeht als noch vor zwei Wochen. Die Mehrheit der Deutschen ist mit dem Umgang der Bundesregierung in Bezug auf COVID-19 zufrieden: Die Hälfte (51 Prozent) der Befragten schätzt den Umgang mit der Situation als gut ein, 40 Prozent als schlecht. Anfang März sagten zunächst 44 Prozent, dass sie den Umgang der Bundesregierung mit dem Coronavirus als gut einschätzten, 38 Prozent als schlecht.

Das Vertrauen der Deutschen in das deutsche Gesundheitssystem in Bezug auf das Coronavirus hat sich von Anfang zu Mitte März leicht aber nicht signifikant verschlechtert: In den ersten März-Tagen sagte mehr als die Hälfte (56 Prozent), dass sie Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem habe, 37 Prozent gaben an, nicht sehr viel oder kein Vertrauen zu haben. Einige Wochen später sagen noch 53 Prozent, dass sie Vertrauen haben, 40 Prozent, dass sie keins haben.

Der Blick auf die finanziellen Rücklagen des Bundes

Ich bin ein bayerischer Schwabe. Mir wurde daher in die Wiege gelegt „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“. Deswegen lohnt sich aktuell auch der Blick auf die „System-Rücklagen“ der Bundesrepublik Deutschland. Das Volumen der Rücklagen der Ressorts des Bundes ist grundlegend erfreulich groß. Ich gebe allerdings offen und ebenso wertfrei zu, dass ich sehr überrascht bin, welche Rücklagenposition hier an der ersten Stelle steht.

Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Recherchen des Handelsblatts zeigt, sind alle Kassen gut gefüllt. So belaufen sich die Rücklagen in der Renten- und Krankenversicherung und bei der Bundesagentur für Arbeit insgesamt auf rund 86 Milliarden Euro. Auch die Asylrücklage ist hoch, wobei rund zwei Drittel der Gelder bereits verplant sind. Laut Handelsblatt werde sich während der Corona-Krise insbesondere der Überschuss in den Sozialversicherungssystemen in der Krise stabilisierend auswirken, da der Fluss der Gelder dazu führt, dass der private Konsum nicht einbricht.

Fazit: Ob diese Prognose eintrifft, wage ich durchaus zu bezweifeln. Ebenso werden die grundlegenden, strukturellen Probleme der Sozialsysteme der Bundesrepublik Deutschland durch die Coronavirus-Krise weiter verschärft.

Die schlechtesten (Börsen)-Ratgeber: Angst und Gier!

Anleger blicken in den aktuell turbulenten Zeiten überwiegend mit großer Sorge auf die reinen Kursentwicklungen an den Börsen. Diese sind im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronavirus-Krise allerdings – ebenso wie viele Lebensbereiche – derzeit von großen Irrationalitäten geprägt. Deswegen ist es sehr wichtig, die ökonomischen und technologischen Entwicklungen in diesen schweren Zeiten nicht vollkommen auszublenden, oder gar in Panik zu verfallen.

Weil es hier auch weiterhin erfreuliche Fortschritte gibt, die nach dem Krisenmodus auch wieder zur Geltung kommen und sich in den Kursen positiv niederschlagen werden. Die Welt wird auch diese Krise meistern und die Menschheit wird ebenso nicht untergehen. Jede Krise führt darüber hinaus auch zu großen Chancen. Vor lauter Ängsten werden diese Möglichkeiten aber in Zeiten der Krise häufig viel zu wenig gesehen und vor allem nicht genutzt.

Lassen Sie sich bitte nicht von den Crashpropheten und Schwarzsehern infizieren

Derzeit lesen wir vor allem von Crashpropheten und Dauerpessimisten bzw. chronischen Schwarzsehern, zahlreiche Prognosen oder besser gesagt Hypothesen, mit einem Verweis auf scheinbar sichere Häfen, wie beispielsweise Gold. Ja, Gold ist ein wichtiger Kapitalschutz-Baustein das sehe ich auch so, aber eben auch nur ein Bestandteil einer breit diversifizierten Vorsorge-Strategie. Die grundlegend wichtigsten sicheren Häfen heißen derzeit: „zu Hause“ und „digitaler Raum“. Deswegen nutzen wir auch – oder besser gesagt gerade – als Kapitalschutz-Investoren fortlaufend die Möglichkeiten der Digitalisierung. Ebenso möchte ich auf die mit 40% Gewichtung wichtigste Position in meiner Best-Buy-Empfehlungsliste meines Wirtschaftsdienstes Kapitalschutz vertraulich verweisen: Einen Trendfolge-Fonds, der sich bislang mit einem Plus von +8,80% im März, als absoluter Fels in der Brandung bewährte! Weiterführende Informationen …

Video mit Markus Miller: Vom Bargeldverbot zum Bargoldverbot: Bitcoin oder Gold?

Leider wurden meine Vorträge auf den Börsentagen in Wien (21.03.), München (28.03.), sowie die Finanzmesse Invest in Stuttgart (24./25.04.) abgesagt. Erfreulicherweise wurde mein Vortrag „Vom Bargeldverbot zum Bargoldverbot: Bitcoin oder Gold?“ auf dem Dresdner Börsentag 2020 aufgezeichnet. Hier das Video für Sie: Vom Bargeldverbot zum Bargoldverbot: Bitcoin oder Gold? – Markus Miller auf dem Dresdner Börsentag 2020:

Die „Tipps“ der Angstmacher werden entlarvt

Leider spült die Cornavirus-Krise auch wieder die ganzen Schwarzseher, Verschwörungstheoretiker und Weltuntergangspropheten an die Oberfläche. Gerhard Spannbauer von „Krisenvorsorge.com“ ist bzw. war z.B. ein derartiger „Skeptiker“, der über einen eigenen Online-Shop von der Armbrust über das Dosenbrot bis zum Wasserreinigungsgerät „Krisen-Produkte“ – zu relativ teuren Preisen – verkauft hat und Ängste vor einer angeblichen Versorgungskrise fortlaufend an die Wand gemalt hat. Wo ist er eigentlich heute?

Seine Hypothesen waren schlicht für sein Geschäftsmodell gut, für seine Kunden allerdings Nonsens! Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Deutschen Bauernverbands zeigt, kann Deutschland bei vielen Produkten die Nachfrage aus der eigenen Produktion decken. Lediglich bei Obst und Gemüse ist Deutschland auf Importe angewiesen. Eine Obst- und Gemüsekammer in Europa ist Spanien, auch hier funktionieren die Lieferketten in Krisenzeiten.

Ich gebe Ihnen noch einen weiteren Beleg für die unsägliche Angstmacherei. Gerhard Spannbauer schreibt auf seiner Internetseite „Krisevorsorge.com“ u.a.:

„Was sich heute noch unwahrscheinlich anhört, kann sich schnell zu einem Alptraum auswachsen: Sobald es zu größeren Erschütterungen auf den Finanzmärkten kommt und Banken Pleite gehen bzw. geschlossen werden, ist unser modernes Versorgungssystem in Gefahr: Schon am folgenden Tag sind die Geschäfte leer, weil Lieferketten unterbrochen werden und es im Zeitalter der „just-in-time“ Logistik keine nennenswerte Vorratshaltung mehr gibt.“

Fakt ist: Es ist schön zu sehen, dass die aktuelle Coronavirus-Krise auch diese „apokalyptische Vorhersehung“ als reinen Quatsch demaskiert! Die Corona-Krise wirkt sich zwar zunehmend auf das Einkaufsverhalten der Bevölkerung aus. Selbst in der aktuellen Krise lassen sich allerdings nicht nur frische, sondern auch noch problemlos lang haltbare Lebensmittel kaufen.

Der sichere Hafen: Digitaler Raum!

Die grundlegend wichtigsten sicheren Häfen heißen derzeit: „zu Hause“ und „digitaler Raum“. Ich lebe auf Mallorca, wir haben bereits seit über einer Woche den Ausnahmezustand, der spanienweit gilt. Das heißt es gibt eine Ausgangssperre. Nur für den Einkauf von Lebensmitteln, den Gang zum Arzt und der Apotheke, oder dem Ausführen des Hundes ist das Verlassen des Hauses grundlegend zulässig. Mit wenigen Ausnahmen halten sich die Einwohner Mallorcas weitestgehend an diese wichtigen und richtigen Maßnahmen, zur Unterbrechung der Übertragungskette des Coronavirus. Anders offensichtlich nach wie vor die Situation in Deutschland.

Trotz einhelliger Appelle aus Politik und Wissenschaft sind viele Menschen in Deutschland nicht dazu bereit, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Nur jeder Zweite vermeidet es, unnötig auf die Straße zu gehen (54 Prozent). 46 Prozent meiden öffentliche Verkehrsmittel. Lediglich vier von zehn (40 Prozent) treffen sich seltener mit Freunden oder Verwandten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Demnach haben auch nur 56 Prozent ihr Freizeitverhalten eingeschränkt und meiden etwa Restaurants, Kinos, Theater oder Sportveranstaltungen, die bei Beendigung der Umfrage am 15. März größtenteils noch geöffnet waren. Jeder vierte Bundesbürger (25 Prozent) spricht mit Blick auf das Coronavirus sogar von einer Panik, die völlig übertrieben sei. In vielen Städten sind Cafés und Parks gut gefüllt. Laut Bitkom ist es weiterhin vielen völlig gleichgültig, dass sie mit ihrem eigenen spaßbetonten Verhalten Schwächere gefährden. Auch sind längst nicht alle Büroarbeitsplätze auf Homeoffice umgestellt. Dabei stehen wir im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung. Unternehmen, öffentliche Hand und jeder einzelne Bürger sind gefordert, sofort Konsequenzen zu ziehen.

Der digitale Raum schützt und profitiert!

Auf individueller Ebene haben die meisten Bürger in Deutschland sehr wohl Vorkehrungen gegen eine mögliche Coronavirus-Infektion getroffen. 62 Prozent haben sich einen Vorrat an Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs angelegt. Nahezu jeder (95 Prozent) wäscht sich häufiger beziehungsweise gründlicher die Hände. 44 Prozent reinigen häufiger beziehungsweise gründlicher Geräte wie Smartphone, Tablet oder Laptop. Jeder Vierte (26 Prozent) macht seine Wohnung gründlicher beziehungsweise häufiger sauber.

Das Gebot der Stunde heißt: Erstens Verzicht und zweitens möglichst viel in den digitalen Raum verlegen. Man kann nur hoffen, dass die Appelle der Kanzlerin von den Menschen gehört werden und auch bei den schwer Belehrbaren ein Bewusstseinswandel eintritt. Nach dem Ende der Panikphase werden darüber hinaus zahlreiche Digital-Unternehmen gestärkt aus den aktuellen Entwicklungen hin zu noch mehr Digitalisierung hervorgehen! Weiterführende Informationen zu diesem Bereich finden Sie auf unserem Themen-Portal KRYPTO-X.BIZ.

Bildung statt Panik: Die Analyse der German Technologie-Angst!

Der Begriff „German Angst“ bezeichnet eine Eigenschaft der deutschen Bevölkerung als chronische Bedenkenträger, was sich sehr häufig in einer merkwürdigen Zukunftsangst in großen Teilen der Gesellschaft widerspiegelt. Dazu zählen auch grundlegende und häufig vollkommen irrationale Bedenken im Hinblick auf neue Entwicklungen. Grundlage dafür ist schlicht und einfach eine mangelhafte Bildung, bzw. fehlendes Wissen.

Kaum jemand in Deutschland kann Big Data, Blockchain oder Immersive Media erklären – weder oberflächlich noch tiefgreifend. Das zeigt der zweite Teil der repräsentativen Studie „Die Skepsis der Deutschen gegenüber neuen Technologien“. Das Marktforschungsinstitut YouGov führte die Umfrage im Auftrag der Kommunikationsagentur Maisberger unter mehr als 2.000 Teilnehmern durch. Abgefragt wurden insgesamt zehn digitale Technologien. Die Ergebnisse legen nahe: Fehlendes Wissen und Skepsis hängen eng zusammen.

Böhmische Dörfer: Blockchain, Cloud Computing oder Internet of Things

Der erste Teil der Studie drehte sich um die Frage, ob Technologien wie Big Data vom Namen her bekannt sind und bewusst im Beruf oder im privaten Alltag genutzt werden. Im zweiten Teil der Studie ging es darum, wie gut die Studienteilnehmer über Technologien Bescheid wissen, von denen sie bereits gehört haben.

Geklärt werden sollte, ob sie sich zutrauen, diese zumindest oberflächlich oder vielleicht sogar tiefgreifend zu erklären? Die abgefragten Technologien sind: Augmented Reality, Big Data, Blockchain, Cloud Computing, Immersive Media, Internet of Things, Machine Vision, Semantic Web, Social Bots und Software-defined Manufacturing.

Status quo: Keine oder nur flüchtige Kenntnisse

Ein Resultat: Technologien, die den Studienteilnehmern vom Namen nach geläufig sind, können im Schnitt zu 34 Prozent gar nicht und zu 44 Prozent nur oberflächlich erklärt werden. Tiefgreifende Kenntnisse sind nur zu 19 Prozent vorhanden. Alles in allem überwiegen bei den Befragten also Wissenslücken. Was aber bedeutet oberflächliches Wissen konkret? Wer eine Technologie oberflächlich erklären kann, hat diese bewusst wahrgenommen und erste Infos dazu abgespeichert.

Wir können davon ausgehen, dass die Betreffenden eine grobe Vorstellung davon haben, um was es geht und wo die Technologie möglicherweise zum Einsatz kommt. Tiefgehendes Wissen hingegen umfasst profunde Kenntnisse zur Funktionsweise, zu Anwendungsfeldern oder Einsatzmöglichkeiten. Auch Informationen zu den möglichen Folgen gehören dazu – wie etwa zu erwartende Nutzerzahlen, Effizienzsteigerungen sowie politische und gesellschaftliche Auswirkungen.

Top 3: Augmented Reality, Cloud Computing und Internet of Thing

Wie genau wissen die Deutschen also über die einzelnen Technologien Bescheid? Laut Umfrage ist der Wissensstand für Augmented Reality am höchsten. Insgesamt können 75 Prozent der Befragten, denen die Technologie bekannt ist, auch etwas dazu sagen – zu 52 Prozent oberflächlich, zu 23 Prozent tiefgreifend. Ähnlich verhält es sich bei Cloud Computing: 72 Prozent wissen, um was es sich dabei handelt (50 Prozent oberflächlich, 22 Prozent tiefgreifend). Beim Internet of Things sind es insgesamt 69 Prozent (51 Prozent oberflächlich, 19 Prozent tiefgreifend).

Schlusslichter: Immersive Media, Blockchain und Big Data

Am größten ist die Wissenslücke bei den Themen Immersive Media (44 Prozent), Blockchain (43 Prozent) und Big Data (40 Prozent). Gerade bei Blockchain hätten sich die Analysten der Studie mehr erwartet. Die Datenbank-Technologie ist eine Art gemeinsam genutztes und öffentliches Buchungssystem, mit dem sich Kryptowährungen wie Bitcoin umsetzen lassen. Blockchain ist also die Grundvoraussetzung für die im Internet äußerst beliebte Zahlungsmethode. Die Technologie kann aber beispielsweise auch für die lückenlose Dokumentation von Lieferketten oder für sichere Online-Wahlen eingesetzt werden.

Auch das schlechte Ergebnis für Big Data gibt zu denken. Aus unserem Alltag ist Big Data – also die Erfassung, Verarbeitung, Speicherung und Analyse großer Datenmengen – nicht mehr wegzudenken. Nur so können wir beispielsweise auf Shopping-Portalen Kaufempfehlungen erhalten oder im Straßenverkehr von modifizierbaren Ampelphasen profitieren.

Fazit: Zusammenhang zwischen Desinteresse, Unwissenheit und Skepsis

Die Studienergebnisse zeigen: Ein Großteil der deutschen Bevölkerung kann mit digitalen Technologien nichts anfangen. Es fehlen das Interesse und die Motivation, sich mit Themen wie Big Data, Immersive Media oder Blockchain auseinanderzusetzen. Fatal ist, dass die allgemeine Skepsis der Deutschen gegenüber neuen Technologien auf Unwissenheit beruht. Für eine fundierte und differenzierte Meinungsbildung muss man schließlich wissen, worum es geht! Weiterführende Infos…

(c) Markus MillerGEOPOLITICAL.BIZ

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