Migration der Millionäre!

(03.10.19) Auf Basis der Definition des aktuellen Wealth-X-Reports gelten Menschen mit einem Vermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar als superreich bzw. ultrareich. In der Bundesrepublik leben davon 15.685 Personen. Damit liegt Deutschland im Ranking der Nationen auf Rang vier. Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, leben die meisten Superreichen in den USA, gefolgt von China.

 

Insgesamt kommen die superreichen Amerikaner auf ein Vermögen von 9,8 Billionen US-Dollar, die superreichen Chinesen auf 3,8 Billionen US-Dollar. Auf die Einwohnerzahl der Länder gerechnet, sieht die Rangliste allerdings wieder anders aus: Auf dem ersten Platz liegt dann Hongkong, gefolgt von kleineren, reichen Ländern, wie der Schweiz, Luxemburg und Singapur.

Millionärs-Migration: Australien zieht vermögende Bürger an!

Beim Thema Migration denken wir in Europa überwiegend an Flüchtlinge oder Einwanderung. Wir vergessen dabei, dass Jahr für Jahr Tausende Millionäre Deutschland, aber auch EU-Europa verlassen, durch eine Auswanderung, Wohnsitzverlagerung aber auch eine Firmensitzverlagerung. Das ist eine bedenkliche Entwicklung, weil dadurch ein signifikantes Stück Leistungsstärke und Steueraufkommen auswandert. Wer reich ist, kann sich in der Regel frei aussuchen, wo er leben möchte. Eine Studie der Marktforschungsgruppe New World Wealth zeigt die beliebtesten Länder bei HNWIs, also Personen, die mehr als eine Million US-Dollar besitzen.

Das Ergebnis: Im vergangenen Jahr 2018 zog es die meisten Millionäre nach Australien (rund 12.000) und in die USA (rund 10.000). Rund 4.000 HNWIs wanderten nach Kanada ein und rund 3.000 in die Schweiz. Auf Platz fünf stehen die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt von der Karibik, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. In der Europäischen Union lockten – durchaus überraschend – Portugal, Griechenland und Spanien 2018 die meisten Millionäre an.

Auswandern und Leben im Ausland: Die besten und schlechtesten Länder!

Die Verlagerung von Vermögenswerten in solide ausländische Staaten, Rechtsräume und Rechtsstrukturen ist für mich eine wichtige, langjährig bewährte Basis-Strategie für private Kapitalanleger. Die gezielte Diversifikation der Investments führt dabei zu einem höheren Kapitalschutz durch die Reduktion unterschiedlicher Klumpenrisiken. Von der Politik, der Rechtsprechung über die Steuergesetzgebung, die demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen bis hin zum Schutz vor Systemrisiken.

Die wirkungsvollste Möglichkeit, sich vor negativen Entwicklungen in seinem Land oder seiner Region zu schützen, ist die Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland. Frei nach Johann Wolfgang von Goethe der einst sagte: „Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, muss die Gegend verlassen in denen sie gelten“. Laut einem aktuellen Bericht der OECD leben derzeit rund 3,5 Millionen Deutsche im Ausland. Auch zahlreiche Millionäre haben dabei in den letzten Jahren ihre Heimat verlassen. Dieser Trend, der Auswanderung von Millionären und Leistungsstarken, setzt sich weiter fort.

Vor diesem Hintergrund sind nicht nur die internationalen Rahmenbedingungen für Millionäre einen Blick wert, sondern ganz grundlegend auch das Leben und Arbeiten im Ausland. Dazu nachfolgend die besten Länder im Hinblick auf die sogenannte Work-Life Balance, also dem bestmöglichen Zustand, indem das Arbeits- und Privatleben in einem Einklang stehen.

Die Niederlande sind die Nr. 1 in Bezug auf die Work-Life Balance

Die Niederländer bekommen es laut aktueller Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) besonders gut hin, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Auch die Italiener schneiden gut ab, wie der Better Life Index für 2019 zeigt. Für diesen hat die Organisation die Balance zwischen Arbeit und Freizeit in den 35 Mitgliedsländern plus Russland, Brasilien und Südafrika untersucht. Demnach schneidet auch Deutschland gut ab.

Der wichtigste Aspekt für eine gute Work-Life-Balance ist laut der Studie die Arbeitszeit. In den Niederlanden arbeiten nur 0,4 Prozent der Beschäftigten überlang (50 Stunden oder mehr pro Woche) – die drittniedrigste Rate in den OECD-Ländern (Durchschnitt: 11 Prozent). In Deutschland liegt der Wert bei vier Prozent. Die AutorInnen betonen, dass viele Hinweise darauf hindeuten, dass lange Arbeitszeiten die Gesundheit beeinträchtigen, die Sicherheit gefährden und den Stress erhöhen. Ebenfalls in die Untersuchung mit einbezogen werden Faktoren wie Freizeit, persönliche Zeit der einzelnen Person für sich selbst oder die Beschäftigungsquote von Müttern.

Kolumbien ist das Länder-Schlusslicht in der Work-Life Balance

Kolumbianer haben es laut aktueller Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) besonders schwer mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch die Mexikaner schneiden schlecht ab, wie der Better Life Index für 2019 zeigt. Demnach schneiden auch Länder wie die USA, UK, Neuseeland, Australien und Island nicht gut ab.

Migration: Unqualifizierte wandern ein – Leistungsstarke wandern aus!

Ich möchte nochmals auf das bereits angesprochene Thema der Migration zurückkommen. Die internationale Migration bringt große Auswirkungen und Herausforderungen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft mit sich. Ich will dabei auch überhaupt nicht um den heißen Brei herumschreiben, sondern Klartext publizieren:

Die globalen Flüchtlingszahlen sind zuletzt auf einen neuen Höchststand gestiegen wie nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht. Deutschland benötigt aufgrund seiner demografischen Struktur einer rückläufigen Bevölkerung zwingend Einwanderer, gleiches gilt für die Industrie und den Mittelstand. Vom Erfinder über den Entwickler bis hin zum Facharbeiter werden dringend qualifizierte Menschen benötigt. Deutschland braucht dabei qualifizierte Einwanderer in den Arbeitsmarkt, als Beitragszahler für die Renten- und Gesundheitssysteme.

Fakt ist: Deutschland verzeichnet eine überwiegend unkontrollierte, quantitativ zu Hohe Einwanderung von unqualifizierten Menschen in seine Sozialsysteme als Leistungsempfänger. Diese Entwicklung bewerte ich kritisch.

Fazit: Deutschland benötigt endlich ein Einwanderungsgesetz!

Die Millionärs-Migration steigt weiter an!

Der Anteil der Auswanderungsinteressierten, leistungsstarken und flexiblen Menschen wird nach meiner Überzeugung weiter zunehmen, wenn sich die Bürger der zunehmenden Risiken der EU-Haftungs- und Umverteilungsunion bewusst werden, in Kombination mit weiter steigenden finanziellen Belastungen wie Vermögenssteuern, sonstigen Abgaben und Benachteiligungen für Vermögensinhaber.

Die Schwachen werden mit Sicherheit nicht stärker, wenn die Starken gehen!

Auch aufgrund gesellschaftlicher Verwerfungen werden Vermögende auswandern, falls das Management der derzeit ungesteuerten Einwanderung nach Deutschland nicht gelingt. Eine Auswanderung ist darüber hinaus die konsequenteste Antwort auf Fehlentwicklungen im Inland.

Risiko: Umverteilung und Enteignung

Wandern die Reichen aus, müssen die zu tragenden Belastungen auf den Mittelstand und die Mittelschicht umverteilt werden!

Fazit: Gegensteuerung und Selbstverteidigung

Deutschland muss auch hier gegensteuern, damit die Bundesrepublik nicht nur für die Industrie und den Mittelstand attraktiv bleibt, sondern auch für Millionäre und Superreiche, so dass diese auch in Deutschland gut und gerne leben und Steuern zahlen. Selbstbestimmte und eigenverantwortliche Handlungsalternativen, Praxisempfehlungen und Maßnahmen der Gegensteuerung im Sinne einer Finanziellen Selbstverteidigung finden Sie in unserem Premium-Dienst: Kapitalschutz vertraulich.

Markus Miller  | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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