Wertvolle Rohstoffe: Wasser und Sand!

Seit 1993 findet der Weltwassertag statt, bei dem in diesem Jahr die Wasser- und Sanitärversorgung für alle Menschen weltweit im Mittelpunkt stand. Wasser ist der am meisten verbrauchte Rohstoff der Welt. Sauberes Trinkwasser ist ein wertvoller Rohstoff, dessen sind wir uns viel zu wenig bewusst. Laut Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft verbrauchen die Deutschen durchschnittlich 123 Liter Wasser täglich.

Der Löwenanteil (44 Liter) davon fließt in Dusche, Badewanne und Waschbecken, weitere 33 Liter spülen die Bundesbürger die Toilette herunter. Weitaus weniger verbraucht der Einzelne für essen, trinken und Geschirr spülen, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Nachfrage: Der Verbrauch von Mineralwassser steigt

Trinken ist wichtig, vor allem bei dem heißen Sommerwetter. Laut einer aktuellen Erhebung des Statista Consumer Market Outlook (CMO) kaufen Verbraucher in Deutschland immer mehr Mineralwasser. Vor neun Jahren lag der Absatz im Schnitt bei 137,4 Litern Wasser pro Kopf. In diesem Jahr sind es voraussichtlich 163,4 Liter pro Kopf, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt – ein Anstieg von fast 19 Prozent. Bis zum Jahr 2021 prognostiziert der Statista CMO eine weitere Absatzsteigerung auf rund 165 Liter Mineralwasser pro Kopf.

Ressourcen: Sauberes Trinkwasser ist unfair verteilt

Wasser ist das grundlegendste Element zum Leben, sei es zum Durststillen, zur Hygiene oder zur Reinigung von Kleidung und Wohnung. Doch jeder dritte Mensch auf der Welt hat keinen Zugang zu sauberem, giftstofffreiem Trinkwasser, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef und die Weltgesundheitsbehörde WHO in einem aktuellen Bericht aufzeigen.

Vor allem in den Subsahara-Staaten und in Teilen Ozeaniens ist die Wasserversorgung oft mangelhaft. Hier haben viele Menschen nicht einmal Zugang zu einer Basis-Wasserversorgung – einer Quelle, zu der man es in einer halben Stunde zu Fuß hin und zurück schafft und die frei von gefährlichen Fäkalbakterien und anderen Giftstoffen ist. Viele Menschen trinken deshalb verunreinigtes Wasser aus Kanälen oder Flüssen und sterben dadurch an Hepatitis oder Durchfallerkrankungen.

Steigende Konflikte um Wasser

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Zwar ist der Anteil der Weltbevölkerung mit einer Basis-Trinkwasserversorgung seit dem Jahr 2000 insgesamt gestiegen, wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Trotzdem ist Wasser weiterhin unfair verteilt: Während in Europa und Nordamerika nahezu 100 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, sind es in den Subsahara-Staaten nur 61 Prozent, in Ozeanien sogar nur etwas mehr als die Hälfte der Menschen (55 Prozent).

Laut Unicef wäre es gar nicht so schwierig, die Trinkwassersituation zu verbessern. Allerdings würden Politiker in den betroffenen Ländern oft kein lohnendes Wahlkampfthema darin sehen. Im Zuge des Klimawandels wird sich das Problem des Wassermangels voraussichtlich noch weiter verschärfen.

Wertvoller Rohstoff: Der Preis für Sand steigt seit Jahren!

Wenn Sie an wertvolle Rohstoffe denken, fallen Ihnen mit Sicherheit zunächst einmal die Edelmetalle wie Gold und Silber ein, Diamanten oder auch flüssige Rohstoffe wie Öl und Wasser. Kies, Steine oder gar Sand hingegen wohl eher weniger. So ging es mir auch, bis mir zwei TV-Reportagen („Wenn der Welt der Sand ausgeht“ und „Sand stehlen und überleben“) aktuell die Augen geöffnet, bzw. die Bildung erweitert haben. Ich lebe auf Mallorca und habe somit täglich das Meer und den Sand am Strand vor Augen. Ebenso kennen Sie vermutlich den abwertenden Spruch, den wir sehr häufig verwenden: „Das gibt es wie Sand am Meer„. Damit meinen wir in der Regel ein bestimmtes Gut, von dem es offensichtlich so viel gibt, dass es uninteressant ist, bzw. zu schein scheint.

Genau das trifft auf Sand selbst aber gar nicht zu. Sand ist ein immer knapper werdender, wertvoller Rohstoff! Deutschland ist beispielsweise der wichtigste Produzent von Kies und Sand in Europa. Dennoch gibt es auch in diesem Bereich selbstverständlich weit günstigere Fördermöglichkeiten in der Welt. Leider aber nicht zu den strengen Umweltstandards und vorteilhaften Arbeitsbedingungen, wie wir diese in Deutschland haben.

Beton besteht zu etwa 80 Prozent aus Kies und Sand

Im Fernsehen habe ich in der letzten Woche eine beeindruckende ARD-Reportage (Wenn der Welt der Sand ausgeht) gesehen über die fragwürdige Förderung von Sand aus Flüssen in Asien, zu Lasten der dortigen Bevölkerung. Eine andere Arte-Reportage befasste sich mit der Förderung von Vulkansand in Afrika. Mir war bislang überhaupt nicht bewusst, welch wertvoller Rohstoff Sand überhaupt ist.

Sand ist nach Wasser der meistverbrauchte Rohstoff der Erde

Durch Bevölkerungswachstum und wachsenden Wohlstand steigt der Bedarf immens. Doch die weltweiten Vorräte werden immer knapper. Wie die nachfolgende Infografik von Statista zeigt, ziehen dadurch die Sand-Preise an

So stieg der Index, der die Preise für in Deutschland hergestellten Sand abbildet, in den letzten 17 Jahren um über 30 Prozent an und überholte dabei den Gesamtindex für alle Erzeugerpreise. Rund 95 Prozent der produzierten Kiese, Sande und gebrochenen Natursteine werden von der Bauindustrie verwendet, denn Beton besteht etwa zu 80 Prozent aus Kies und Sand. Daraus werden u. a. Pflaster- und Mauersteine und Kanalrohre hergestellt. Für den Bau eines durchschnittlichen Einfamilienhauses werden beispielsweise rund 200 Tonnen Sand benötigt. Weiterführende Informationen…

(c) Markus MillerGEOPOLITICAL.BIZ

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