EU, EZB und Euro: Opfer Rechtsstaat!

Die designierte Nachfolgerin des italienischen EZB-Präsidenten Mario Draghi steht fest. Es ist Christine Lagarde, die derzeitige Direktorin des Internationalen Währungsfonds IWF. Christine Lagarde ist Rechtsanwältin und Politikerin. Im Kabinett von Francois Fillon war sie in der Zeit der Finanzkrise von 2007 bis 2011 als erste Frau die Finanzministerin Frankreichs. An der Spitze der Europäischen Zentralbank wird sie nicht nur die erste Frau sein, die diese Position bekleidet, sondern auch die erste EZB-Präsidentin, die keine Ökonomin ist.

Ökonomen rechnen, Juristen machen Verträge – Politiker brechen Verträge

Ich bin wahrlich kein Gegner von Quereinsteigern, aber ein Chefarzt muss zwingend ein ausgebildeter Mediziner sein. Ich finde es sehr gefährlich, dass jetzt eine Juristin die EZB führt, die über keine geldpolitische Expertise verfügt. Ein gelernter Ökonom wie der Bundesbankpräsident Dr. Jens Weidmann wäre die bessere Wahl gewesen. Er wurde aber offensichtlich auf Druck der Euro-Problemländer Italien, Griechenland, Spanien, aber natürlich auch Frankreich, verhindert. Als Ausgleich wird nun Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin werden. Eine Politikerin die eigentlich kurz vor dem Aus stand.

Die aktuelle Europawahl war eine Frace für die Demokratie!

Nach langen Verhandlungen in Brüssel einigten sich die EU-Regierungschefs auf eine Kandidatin für den Posten der EU-Kommissionspräsidentin: Ursula von der Leyen (CDU), amtierende Verteidigungsministerin in Deutschland soll den Job machen. Damit weichen die 28 Regierungschefs vom Spitzenkandidatenprozess ab. Hierzulande hat von der Leyen als Verteidigungsministerin immer weiter an Beliebtheit verloren, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt. Für die Europäische Union und die Demokratie in Europa war diese Wahl eine Farce.

Schlechte Ausrüstung der Bundeswehr, illegale Aufträge an externe Berater – die Ministerin ist angeschlagen. Im ARD Deutschlandtrend von Infratest Dimap kam sie im März 2018 noch auf eine Politikerzufriedenheit von 38 Prozent der Befragten, der Wert sank auf nur noch 25 Prozent im Februar dieses Jahres. Bis Mai gaben 28 Prozent der Befragten an, mit der politischen Arbeit von Ursula von der Leyen zufrieden zu sein.

Die Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin dürfte zumindest gut für die Bundeswehr sein. Wobei wenn ich mir die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer so anschaue in ihrer militärischen Kompetenz, bin ich mir da mehr als unsicher. Christine Lagarde wird jedenfalls nicht gut für den Euro sein, denn sie ist eine politische Erfüllungsgehilfin der massiv überschuldeten Euro-Staaten.

Christine Lagarde sagte im Jahr 2010 wörtlich:

„Wir mussten die Verträge brechen, um den Euro zu retten.“

Genau darauf müssen Sie sich jetzt einstellen:

Die Rechtsstaatlichkeit wird – als Opfer dieser Entwicklungen – zu Ihren Lasten weiter eingeschränkt!

Der Blick auf die Geopolitik

Werfen wir nun einmal den politischen bzw. geopolitischen Blick über die Grenzen Eruopas hinaus. Die Welt ist erstmalig seit fünf Jahren friedlicher geworden, wie aus dem aktuellen Global Peace Index hervorgeht. Das Institute for Economics and Peace (IEP) führt die Studie jährlich durch und untersucht die Konfliktlage in mehr als 160 Ländern weltweit.

Dabei fließen verschiedene Faktoren aus drei Kategorien mit ein: Die laufenden örtlichen und internationalen Konflikte, die gesellschaftliche Sicherheit, also etwa die Kriminalitätsrate oder das Ausmaß terroristischer Vorfälle oder gewaltsamer Demonstrationen. Außerdem wird die Militarisierung des Landes mit einbezogen (Ausgaben für Aufrüstung, Größe der Armee).

Insgesamt hat sich der Friedensindex von 86 Ländern verbessert, am stärksten in der Ukraine. In 76 Ländern hat er sich hingegen verschlechtert, am stärksten in Nicaragua. Wie die Grafik von Statista zeigt, ist Europa eine der friedlichsten Regionen, im Nahen Osten und Nordafrika gibt es die meisten Konfliktherde. In den vergangenen Jahren war Syrien das Land mit dem geringsten Friedensgrad, in diesem Jahr wurde die Nation von Afghanistan abgelöst.

Alarmsignal: Die weltweiten Insolvenzen steigen!

Nun noch ein Blick auf die globale Ökonomie in Bezug auf die Unternehmen bzw. die Unternehmensschulden. Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen, mit einer strategischen Präsenz in mehr als 50 Ländern. Eine aktuelle Altradius-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die weltweiten Insolvenzen in diesem Jahr erstmals seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wieder steigen.

Als Ursache hierfür führt der internationale Kreditversicherer vor allem zunehmende Belastungen für internationale Geschäfte durch Handelskonflikte an. In der Folge prognostiziert Atradius 2 Prozent mehr Firmeninsolvenzen 2019 als im Jahr zuvor. Am stärksten dürfte sich das Forderungsrisiko dabei in den Volkswirtschaften Westeuropas erhöhen: Mit +3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen die Firmenaufgaben hier stärker als in Nordamerika (+1 Prozent) und in der Asien-Pazifik-Region (+2 Prozent).

Massiv gestiegene Unternehmensschulden sind ein Risikofaktor

Einer der größten Risikofaktoren ist die enorm gestiegene Verschuldung vieler Unternehmen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise. Dies sorgt für immer mehr Unsicherheiten, je länger der aktuelle Kreditzyklus andauert. Zwar hat sich der Ausblick für die Weltwirtschaft zur Jahresmitte etwas erholt und die kurzfristigen Finanzierungsrisiken sind gesunken, nachdem die US-Notenbank die Straffung ihrer Geldpolitik vorerst unterbrochen hat. Die anhaltenden handelspolitischen Konflikte trüben jedoch den Wirtschaftsausblick und erhöhen die Unwägbarkeiten.

Vor diesem Hintergrund werden wir nach Einschätzung der Altradius-Experten in diesem Jahr mehr Firmeninsolvenzen sehen als im vergangenen Jahr und das Forderungsrisiko wird 2019 höher sein als im Jahr 2018. In der aktuellen Situation geht Altradius von einer moderaten Zunahme der weltweiten Insolvenzen um 2 Prozent aus, da ein langfristiges Abkühlen der Weltkonjunktur in diesem Jahr nicht in Sicht ist. Sollte sich der Ausblick weiter eintrüben, werden allerdings deutlich mehr Firmenaufgaben erwartet.

Schwaches Europa: Anstieg der Insolvenzen um bis zu 10 Prozent

In seinem aktuellen Wirtschaftsausblick rechnet Atradius in Westeuropa in diesem Jahr mit der ersten Zunahme der Insolvenzen seit sechs Jahren aus. Mit +3 Prozent fällt hier der Anstieg des Forderungsrisikos im regionalen Vergleich am deutlichsten aus. Grund dafür ist die sich abkühlende Konjunktur in Westeuropa aufgrund einer sich verschlechternden Exportnachfrage. So steigen die Insolvenzen unter anderem in Deutschland (+2 Prozent gegenüber 2018), Österreich (+2 Prozent), Frankreich (+3 Prozent) und Belgien (+2 Prozent) an.

Für Italien geht Atradius von einem moderaten Rückgang der Wirtschaftsleistung aus, in dessen Folge die Firmeninsolvenzen um bis zu 6 Prozent ansteigen. Die Ursachen hierfür sind vor allem politischer Natur, etwa die fragile Regierungskoalition oder ein möglicherweise eskalierender Streit mit der EU-Kommission über die hohen Schulden des Landes, der die Finanzierungskonditionen für Privathaushalte erheblich verschlechtern würde.

Die Türkei ist Europas Sorgenkind außerhalb der Eurozone

Auch außerhalb der Eurozone werden die Insolvenzen in Europa zunehmen. Den von allen Ländern stärksten Anstieg der Firmeninsolvenzen erwartet Atradius in der Türkei (+10 Prozent) vor dem Hintergrund der schrumpfenden Wirtschaftsleistung des Landes. Dabei hat sich die Prognose der Risikoanalysten für den Bosporus in den vergangenen Wochen sogar noch leicht verbessert, da die Regierung die staatlichen Banken drängt, die Finanzierungskonditionen für Unternehmen aufrechtzuerhalten und weitere Schritte eingeleitet hat, die Umschuldungen erleichtern sollen. Das Forderungsrisiko bei Exporten in das Land bleibt dennoch ausgesprochen hoch.

Brexit-Auswirkungen: Auch in Großbritannien werden die Insolvenzen zunehmen

Verschlechtert hat sich auch die Insolvenzprognose für Großbritannien: Ende vergangenen Jahres ging Atradius noch von einem Anstieg der Firmenpleiten um 4 Prozent im Vereinigten Königreich aus, mittlerweile hat der Kreditversicherer seine Prognose auf +7 Prozent für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit sorgt unter anderem für die Verschiebung von Investitionen. Dies wirkt sich vor allem negativ bei kleineren Unternehmen auf der Insel aus.

Auch in der Schweiz sieht Atradius größere Forderungsrisiken als noch zu Beginn des Jahres. Infolge der abkühlenden Nachfrage aus dem Ausland sowie der verhaltenen Investitionstätigkeit in der Eidgenossenschaft prognostiziert der Kreditversicherer einen Anstieg der Insolvenzzahlen um 5 Prozent in diesem Jahr.

In Nordamerika dürften die Insolvenzen stagnieren

Sowohl für die USA als auch für Kanada wird nahezu mit einer Stagnation des Insolvenzlevels in diesem Jahr gerechnet. Erwartet wird, dass die USA einen leichten Anstieg von 1 Prozent bei den Firmenaufgaben verzeichnen. In Kanada dürfte die gleiche Zahl an Firmen insolvent gehen wie im vergangenen Jahr. Umgerechnet bedeutet das erstmals seit 2009 einen leichten Anstieg der Insolvenzen in Nordamerika um 1 Prozent.

Seit dem Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise waren die Firmenaufgaben in beiden Ländern um insgesamt 37 Prozent zurückgegangen. Für die USA rechnet Atradius auf absehbare Zeit nicht mit einer Verbesserung des Insolvenzlevels, unter anderem, da die Wirkung des Steuersenkungsprogramms auf die Wirtschaft nachlässt.

Asien-Pazifik: insgesamt stabile Entwicklung

Trotz der weiterhin zunehmenden Insolvenzen, die in China erwartet werden, dürfte das Insolvenzniveau in der Region Asien-Pazifik nur moderat steigen. Insgesamt sieht Atradius für die Region ein Plus von 1 Prozent der Firmenaufgaben in diesem Jahr. Den stärksten Anstieg erwartet Atradius in Singapur mit 3 Prozent mehr insolventen Firmen als im vergangenen Jahr. Ursache hierfür ist die hohe Abhängigkeit des Landes von China. Die sich abkühlende Konjunktur im Reich der Mitte belastet das Exportgeschäft Singapurs spürbar.

Zudem beeinträchtigt die insgesamt verhaltene Nachfrage im Elektrobereich nach Halbleitern und Unterhaltungselektronik die Wirtschaft des Landes. Japan dürfte 2019 2 Prozent mehr Insolvenzen verzeichnen als 2018, unter anderem infolge einer schwächelnden Exportwirtschaft. Australien und Neuseeland dürften in diesem Jahr um 1 Prozent weniger Insolvenzen melden als im vergangene. Der Ausblick für beide Länder hat sich zuletzt leicht verschlechtert, bleibt aber insgesamt stabil.

Auch die Schulden der privaten Haushalte steigen

Zum Abschluss nochmals der Blick zurück auf die ökonomische Mikroebene Verschuldung in Deutschland mit Bezug auf die Privaten Haushalte.

Viele Menschen in Deutschland können ihre Zahlungsverpflichtungen nicht begleichen und ihren Lebensunterhalt nicht decken. Wie die obige Infografik auf Basis des Schuldner-Atlas der Wirtschaftsauskunftei Creditreform zeigt, ist die Zahl der überschuldeten Menschen hierzulande zum fünften Mal in Folge angestiegen.

Der Anstieg verlangsamte sich allerdings. Gründe für die Entwicklung sieht Creditreform bei der vergleichsweise hohen Konsumfreudigkeit weiter Teile der Bevölkerung, welche u.a. durch hohe Tarifabschlüsse und einem stabilen Arbeitsmarkt getrieben werde.

Schaffen Sie sich ein zweites Standbein außerhalb der EURO- und EU-Systeme

Eine Standortalternative zu Deutschland, Österreich aber auch der Schweiz ist das Fürstentum Liechtenstein. Eine Kapitalanlage oder operative geschäftliche Aktivität im Ausland hat nichts mit einer pauschalen Steuerhinterziehung gemein und ist nicht verboten, solange alle Erträge ordnungsgemäß deklariert werden. Ich empfehle keine Steueroasen, sondern Haftungsschutzoasen. Ich bin seit vielen Jahren aufgrund der politischen Stabilität, verbunden mit dem hohen Schutz der Eigentums-, Bürger- und Freiheitsrechte, ein großer Freund von Banken mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Kanada.

Ich zeige Ihnen fortlaufend solide Banken aus diesen Ländern, zur sicheren Optimierung Ihrer Liquiditätsreserven und Vermögenswerte, außerhalb der EU-Systeme. Weil die Risiken der EU-Bankenunion längst auch Ihr Konto und Wertpapierdepot bei einer EU-Bank bedrohen. Ich zeige Ihnen beispielsweise etablierte Anbieter-Empfehlungen für das Fürstentum Liechtenstein vom Edelmetallhändler über Zollfreilager bis hin zu Banken und bankenunabhängigen Vermögensverwaltern. Für ein solides und sicheres Standbein Ihres Geldes, außerhalb der EURO- und EU-Systeme. Weiterführende Informationen …

(c) Markus MillerGEOPOLITICAL.BIZ

ABONNIEREN SIE UNSEREN FREIEN NEWSLETTER!

Erhalten Sie aktuelle Informationen und Hinweise auf unsere Berichte und Empfehlungen, allen voran bei neuen BLOGS auf unserem Portal – Abonnieren Sie jetzt unseren kostenfreien NEWSLETTER und beachten Sie bitte unsere PREMIUM PARTNER:

Schreibe einen Kommentar