In deutscher Hand: 6,5% Gold!

Die neue Gold-Studie von ReiseBank und CFin – Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin zeigt eine anhaltend hohe Bereitschaft der Deutschen, in Gold zu investieren. Kein Wunder – die Zufriedenheitswerte sind unverändert hoch, wie auch die nachfolgende Grafik veranschaulicht.

ReiseBank-Goldstudie 2019 belegt: 38 Prozent der Deutschen (26 Millionen) besitzen Gold in Barren- oder Münzform als physische Wertanlage. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/116526 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/ReiseBank AG“

Die Studie „Goldinvestments 2019“ wurde zum sechsten Mal erstellt

Die Studie “Goldinvestments 2019: Indikatoren, Motive und Einstellungen von Privatpersonen” hat zum Ziel, die Höhe des Goldbesitzes, die Nutzung von Gold als Anlage sowie die Motive und Einstellungen zu Gold in der deutschen Bevölkerung zu erfassen und zu analysieren. Dafür wurde der Bestand an privaten physischen und wertpapierbezogenen Goldinvestments und Goldschmuck betrachtet.

Zusätzlich wurden alle Ergebnisse nach regionalen sowie einkommens- und vermögensbezogenen Kriterien ausgewertet. Die Studie wurde inzwischen das sechste Mal durchgeführt und erlaubt somit eine Betrachtung im Zeitverlauf. Für die repräsentative Studie wurde eine Befragung bei 2.000 volljährigen Bundesbürgern durchgeführt.

Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Gold-Studie:

+ Der Goldbestand im Besitz deutscher Privatpersonen hat 2019 mit mehr als 8.900 Tonnen einen neuen Höchststand erreicht und beträgt damit rund 2,5-mal so viel wie der Bestand der Bundesbank, der nahezu gleich geblieben ist.

+ Deutsche (Privathaushalte und Bundesbank) halten 6,5 Prozent der weltweiten Goldvorräte – das entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 8,6 Metern und einem Gegenwert von derzeit mehr als 450 Milliarden Euro (Goldpreis vom 15. April 2019, 11 Uhr, 1.137 Euro die Fein-Unze).

+ 38 Prozent der Deutschen (26 Millionen) besitzen Gold in Barren- oder Münzform als physische Wertanlage.

+ Im Süden Deutschlands besitzen die Bundesbürger die größten Anlagegoldbestände.

+ Gold macht den Anleger zufrieden: 91 Prozent derjenigen, die je Gold erworben haben, sind mit ihrem Investment zufrieden. Dieser Zufriedenheitswert ist auf einem gleich bleibend hohen Niveau.

+ 82,5 Prozent wollen ihr Gold behalten, 78 Prozent planen, noch mehr Gold zu erwerben.

+ Für die Käufer spielt bei der Auswahl eines Goldhändlers die Frage der Gewährleistung (geprüftes Gold) eine entscheidende Rolle.

+ Der Anteil des gesamten Goldvermögens der Deutschen macht nur rund 1,6 Prozent des Gesamtvermögens der deutschen Haushalte aus.

Es ist gefährlich persönlich richtig zu liegen, wenn Ihr Staat falsch liegt!

Gold ist kein Krisenmetall für die Zeit in einer Krise, sondern ein Wertaufbewahrungs- und Transformationsmedium für die Zeit nach einer Krise. Vergessen Sie als Goldinvestor niemals, dass diese gigantischen Goldbestände der Deutschen in einem Krisenfall auch Begehrlichkeiten des Staates und der Gemeinschaft wecken werden, getreu dem Grundsatz: Eigentum verpflichtet.

Fakt: Es ist gefährlich persönlich richtig zu liegen, wenn Ihr Staat falsch liegt!

EU: Die Europäische Umverteilungsunion!

Haben Sie in letzter Zeit etwas zu Griechenland gelesen? Vermutlich nicht, weil die Dauerthemen Brexit und Handelsstreit oder Berichte rund um Donald Trump faktisch alle anderen Wirtschaftsthemen überlagern und ausblenden. In den letzten 8 Jahren stand Griechenland mindestens 3 Mal vor dem faktischen Staatsbankrott. Stets wurde kurz vor Eintritt dieses Ereignisses ein neues Rettungspaket seitens der Europäischen Union auf den Weg gebracht.

Die berechtigte Sorge, dass eine griechische Staatspleite andere Euro-Länder mit in den Abgrund reißen und damit die EU und Euro in ihrer Existenz selbst gefährden könnte, war schlicht zu groß. Deswegen wurde stets auf den notwendigen bzw. rational unumgänglichen Schuldenschnitt für Griechenland verzichtet.

Die griechischen Probleme sind weiterhin ungelöst

Die strukturellen wie auch die finanziellen Probleme Griechenlands sind nach wie vor ungelöst. Jeder 5. Grieche ist arbeitslos, die staatliche Verschuldung liegt nach wie vor bei rund 180% der Wirtschaftsleistung. Nach dem angeblich letzten Rettungspaket für Griechenland in Höhe von 15 Milliarden Euro soll Griechenland wirtschaftet Griechenland seit August 2018 wieder mehr oder weniger eigenständig. Der Staatshaushalt soll allerdings bis ins Jahr 2060 unter Beobachtung bleiben. Das ist einfach nur noch absurd.

Die nächste Stufe, diese Fehlsteuerung zu kaschieren, ist dann nach meiner Erwartung der gemeinsame EU-Staatshaushalt, den Frankreichs Präsident Emanuel Macron immer offener fordert. Ausgehend von den mehr als bedenklichen Entwicklungen in Italien ist die Wahrscheinlichkeit für ein vorher eintretendes Ende der Währungsunion in ihrer derzeitigen Ausgestaltung – und somit auch ein Ende des Euros in der heutigen Form – deutlich angestiegen. Eine vergleichbare Situation sehen wir in Italien, nur werden hier die Folgen weit dramatischer sein aufgrund der Größe der italienischen Volkswirtschaft.

Italien ist das wirtschaftliche Sorgenkind unter den EU-Ländern. Die Regierung Italiens möchte u.a. die Rentenreform zurückbauen und die Steuern senken. Finanziell sind das schwierige Unterfangen – denn wie die nachfolgende Statista-Grafik zeigt, hat die Staatsverschuldung in Relation zum BIP bereits im Jahr 2014 die 130-Prozent-Marke gerissen, Tendenz weiter steigend.

EU-weit haben nur die Griechen eine höhere Verschuldung (rund 174 Prozent des BIP). Die Wirtschaft Italiens wächst auch zuletzt auch immer schwächer. Aktuellen Zahlen des IWF zufolge liegt das Wachstum nur noch bei 0,1 Prozent.

Fazit: Die EU ist von einer Solidargemeinschaft zu einer Haftungs- und Transferunion mutiert!

Frankreichs Präsident Macron verstärkte zuletzt seine Forderungen nach einem gemeinsamen EU-Haushalt mit einem eigenständigen EU-Finanzminister. Selbst ohne diese Maßnahme steht für mich außer Frage: Die Europäische Union ist längst von einer Solidargemeinschaft zu einer Haftungs- und Transferunion mutiert. Die politischen, eindeutig EU-feindlichen Entwicklungen in Italien haben verdeutlicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit des Auseinanderbrechens der Währungsunion und wie gefährdet die Stabilität des Euro mittlerweile ist.

EBA-Bankenstresstest: Die Beruhigungspille für das Volk!

Vor diesen Rahmenbedingungen müssen zahlreiche Systembausteine unserer derzeitigen Finanz- und Wirtschaftsordnung hinterfhinterfragt werden. Beispielsweise die Systemstabilität der Banken. Der deutsche Bankenmarkt ist der größte in ganz Europa. Hier tummeln sich in etwa so viele Banken, wie in Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zusammen. Doch die Branche befindet sich im Umbruch. Neue, digitale Technologien und Konkurrenten führen zu mehr Onlineangeboten – mit Auswirkungen auf die Zahl der Bankfilialen in Deutschland.

Wie die nachfolgende Infografik von Statista zeigt, gab es im Jahr 2007 noch über 42.000 Fililalen – 2016 waren es nur noch knapp 32.000 Stück. Auch die Zahl der Kreditinstitute sinkt: Waren es 2007 Jahren noch knapp 2.700 Banken, sind es 10 Jahre später etwas mehr als 1.800. Bis 2030 könnte die Zahl noch drastisch nach unten fallen: Bis dahin soll es einer Studie zufolge weniger als 300 Banken in Deutschland geben.

Immer wenn die europäische Bankenaufsicht EBA die Ergebnisse ihres sogenannten „Banken-Stresstests“ veröffentlicht loben sich die Banken und Bankenverbände aufgrund der erreichten Ergebnisse überwiegend selbst. Die häufigsten Aussagen sind dabei: „Die Banken wären heute stabiler und widerstandsfähiger als vor der Finanzkrise, die Eigenkapitalquoten höher, die Kreditrisiken geringer.“

Der EBA-Bankenstresstest ist für mich stets eine Farce. Diese angebliche Risikobeurteilung sollte besser Sparer- oder Bankkunden-Stresstest genannt werden. Die Annahmen sind geschönt und viel zu optimistisch, beispielsweise im Hinblick auf die Zinsrisiken der Banken. Ein gravierendes Negativzinsszenario wurde bei den meisten Stresstests übrigens überhaupt nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für die gigantischen Risiken, die im Bereich der völlig intransparenten und außerbilanziellen Finanzderivate der Banken schlummern.

Die Deutsche Bank hat hier in Relation zu ihrem Eigenkapital die größten Risiken aller Banken weltweit angehäuft. Trotz aller positiven Beschwichtigungen und Kosmetiktricks zählen die deutschen Großbanken Commerzbank und Deutsche Bank zu den schlechtesten Banken in Europa. Die Börse verdeutlicht über die massiv gefallenen Aktienkurse beider Großbanken die dramatische Lage weit besser, als die beschönigenden EBA-Testergebnisse.

Europäische Banken sind heute sicherer, weil Steuerzahler und Bankkunden im Krisenfall mithaften

Die Aussage, dass EU-Banken aktuell sicherer sind als vor einigen Jahren, ist übrigens nicht völlig falsch. Allerdings sind die untersuchten Banken nur deswegen vermeintlich sicher, weil in einem Krisenfall entweder die Steuerzahler wieder einspringen müssen, oder die Bankaktionäre und Bankkunden ganz einfach mit in die Haftung genommen werden können, indem ihre Investitionen bzw. Einlagen schlicht enteignet werden. Ebenso schafft die seit dem 01.01.2016 in Kraft getretene EU-Bankenunion eine zusätzliche Scheinsicherheit, da die Banken und Bankkunden anderer EU-Länder untereinander mithaften.

Das Ranking des jeweils aktuellen Bankenstresstests nun für eine Bankauswahl zu nutzen, wie es manche „Fachzeitschriften“ publizieren, bewerte ich als nicht empfehlenswert, weil dieser Test als Entscheidungsgrundlage nicht belastbar ist. Eine Bankenstudie, nämlich zu Ethikbanken, die medial weit weniger beachtet werden, finde ich hingegen viel interessanter.

Studie: Ethikbanken sind krisensicherer als klassische Banken

Ethikbanken investieren nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien beispielsweise in erneuerbare Energien, den Umwelt- und Klimaschutz, die biologische Landwirtschaft oder nach ethischen Kriterien in soziale Projekte. Die getroffenen Investitionsentscheidungen sind dabei dennoch überwiegend ökonomisch und renditeorientiert. Der Hauptunterschied zu klassischen Banken liegt darin, dass die Geldanlagen unter fairen Gesichtspunkten für alle Beteiligten getroffen werden.

Der Report „Global Alliance for Banking on Values“, hat vor einiger Zeit 17 nachhaltige Banken, sogenannte Ethikbanken, mit insgesamt 28 Kreditinstituten verglichen, welche laut dem Finanzstabilitätsrat als „systemrelevant“ gelten. Fast alle nachhaltigen Banken sind in den letzten Jahren im Vergleich zu klassischen Banken, mehr als doppelt so schnell gewachsen.

Mein Fazit und meine Empfehlung:

Ethikbanken haben einen weit stärkeren Bezug zur realen Wirtschaft als klassische Banken. Schaffen Sie sich jetzt ein zusätzliches Standbein bei einer nachhaltig wirtschaftenden, empfehlenswerten Ethikbank. Derartige Banken gibt es auch in der Schweiz!

(c) Markus MillerGEOPOLITICAL.BIZ

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