2019 im Bann von Reformation und Revolution!

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen und das Jahr 2019 steht vor der Tür. Das neue Jahr wird auf unterschiedlichen Ebenen mehr als große Veränderungen mit sich bringen. Die Welt ist in vielen Bereichen aus den Fugen geraten und gerade Europa, die Europäische Union und das Euro-System stehen vor gigantischen Herausforderungen. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber im Zusammenhang mit dem Brexit habe ich beispielsweise längst den Überblick verloren.

Das Ausscheiden Großbritanniens – egal ob überhaupt oder in welcher Art und Weise der Schritt dann vollzogen wird – ist ein fatales Signal und eine massive Schwächung der EU. Selbst ein „Exit vom Brexit“ – also ein Verbleiben Großbritanniens in der EU – wäre jetzt längst mit neuen, massiven politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen verbunden. Aber auch ohne den Brexit sind die Herausforderungen innerhalb der EU enorm. Allen voran in den beiden großen Volkswirtschaften Frankreichs und Italiens.

EU-Europa muss reformiert werden, ohne dass eine Revolution stattfindet!

Sie kennen mich, ich bin kein Schwarzmaler, ich blicke grundsätzlich optimistisch in das Jahr 2019. Allerdings müssen endlich Reformen in EU-Europa konsequent durchgeführt werden, um überhaupt eine realistische Chance zu haben, das schwer angeschlagene Euro-System zu retten bzw. zu erneuern. Der lateinische Begriff der Reformation bedeutet eine Wiederherstellung oder Erneuerung. Die christliche Kirche hat diesen Weg bekanntlich schon vor Jahrhunderten bewältigen müssen. Die kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1648 führte dabei zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen mit dem Dreißigjährigen Krieg als Höhepunkt, der das Mächtegefüge auf dem Kontinent entscheidend veränderte.

Mit dem Austritt Großbritanniens haben wir jetzt auch eine erste, gravierende Spaltung in der EU. Wie schwer es darüber hinaus ist, die notwendigen Strukturreformen durchzusetzen zeigen die Entwicklungen in Griechenland, aber gerade auch in den beiden großen Volkswirtschaften Italien und Frankreich. Italien will mehr Schulden machen und keine Reformen. Frankreichs Präsident Macron setzt Reformen um, die allerdings jetzt bereits zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Paris und weiteren Städten – Stichwort Gelbwesten – geführt haben. Viele Bürger und Menschen fühlen sich mittlerweile abgehängt von der Politik und Wirtschaft. Sie blicken mit großer Sorge in die Zukunft. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung wird vor allem die Arbeitsmärkte der Zukunft weiter massiv verändern.

Roboter ersetzen Menschen: Die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung ist eine große Herausforderung für Volkswirtschaften und Gesellschaften

Das Statistische Bundesamt hat erstmals erhoben, wie viele Unternehmen in Deutschland Roboter einsetzen. 16 Prozent der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes (mit mindestens 10 Beschäftigten) setzen bereits Industrie- oder Serviceroboter ein. Das teilt das Statistische Bundesamt im Rahmen des Digital-Gipfels der Bundesregierung mit. Diese Entwicklungen bergen große Risiken für viele Menschen bzw. Arbeitnehmer im Hinblick auf ihre Arbeitsplätze und Berufsbilder in der Zukunft, bieten aber gleichzeitig auch große Chancen.

Demnach setzen große Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten in deutlich größerem Umfang auf Automatisierung als kleine mit 10 bis 49 Beschäftigten wie die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht. Industrieroboter werden beispielsweise für Schweißarbeiten, Laserschneiden und Speziallackierung genutzt. Serviceroboter werden etwa für Überwachung, Transport und Reinigung eingesetzt.

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Roboter werden mit hoher Dynamik vielfältiger und leistungsfähiger

Das 21. Jahrhundert hat bislang eine Vielzahl neuer, erstaunlicher Innovationen in Robotik und Automation hervorgebracht. Nicht nur in der Industrie haben Roboter längst Einzug gehalten. In zahlreichen Krankenhäusern gehören Roboterwerkzeuge längst zum Alltag, beispielsweise „CyberKnife“, ein Roboter für die Tumorbehandlung in der Radiochirurgie. Ein weiteres Beispiel für einen Medizinroboter ist das weltweit erste Exoskelett mit dem Namen „Ekso“, dass es Gelähmten ermöglicht, sich wieder auf den eigenen Beinen fortzubewegen.

Durch die Verbesserung von Sensoren, die Erhöhung der Präzision und den Einsatz künstlicher Intelligenz werden Roboter immer leistungsfähiger: Die Roboter der Zukunft werden sich nicht nur bewegen sowie sehen, hören und fühlen können, sie werden auch eigenständige Entscheidungen treffen. Daneben sorgen auch strukturelle Veränderungen wie der demografische Wandel, steigende Lohnstückkosten in den Schwellenländern, Wünsche nach immer höherer Prozessoptimierung und die zunehmende Digitalisierung für eine steigende Nachfrage nach Robotik- und Automatisierungstechnik. Davon werden in diesem Bereich tätige Unternehmen massiv profitieren. Entsprechend können auch Sie als Anleger mit dem richtigen Investment von diesem Megatrend Nutzen ziehen. Ein weiterer Megatrend ist zunehmende Alterung der Bevölkerung.

Die Inflation der Senioren: Zahlreiche Industrieländer vergreisen

2030 werden laut einer Prognose der Vereinten Nationen rund 1,2 Milliarden mehr Menschen auf der Welt leben als heute. Das entspricht in etwa der gesamten Bevölkerung Chinas. Die Anzahl der Senioren über 60, die Baby-Boomer von gestern, wird dabei so stark ansteigen, dass sie die Anzahl der Kinder bis zum Jahr 2047 überholen wird. Die „alternde Bevölkerung“ ist somit ein unbestreitbarer Megatrend.

Allein in den USA wird der jährliche Umsatz mit Produkten und Dienstleistungen für Senioren bereits heute auf über 7 Billionen Euro geschätzt. Es handelt sich deshalb um den drittgrößten Wirtschaftszweig der Welt. Bis zum Jahr 2020 wird dieser Wert voraussichtlich über 13 Billionen Euro erreichen. Laut Hochrechnungen der Vereinten Nationen werden die mit dieser Bevölkerungsgruppe verbundenen Umsätze bis zum Jahr 2030 in den USA und in Japan mehr als 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen.

Die deutsche Gesellschaft wird immer älter und geringer

Die Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes prognostiziert für das Jahr 2060 nur mehr 67,6 Millionen Einwohner. Wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt, waren 2013 von den knapp 81 Millionen Einwohnern mit 49,2 Millionen mehr als die Hälfte im erwerbsfähigen Alter von 20 bis unter 67 Jahren. Im Jahr 2060 wird dies nur noch etwa die Hälfte sein (34,3 Millionen). Dafür wird es mehr als doppelt so viele über 67-Jährige geben als 20-jährige Einwohner. 2013 hielten sich die beiden Bevölkerungsgruppen mit knapp 15 und 17 Millionen Menschen noch knapp die Waage.
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Die Lebenserwartung der Menschen steigt vor allem in den Industrieländern ganz massiv

Die zunehmende Alterung der Weltbevölkerung führt zu sich grundlegend verändernden Bedürfnissen der Menschen. Der darauf basierende Megatrend der sogenannten „Ageing Population“ (Alternden Bevölkerung) wird sich nicht nur fortsetzen, sondern weiter verstärken. Branchen und Sektoren werden in unterschiedlichem Maße von den veränderten Bedürfnissen der älteren Generation 60+ profitieren. Das neue Berufsbild des „Seniorenberaters“ wird dadurch stark zunehmend in zahlreichen Branchen entstehen. Die Veränderungen bergen also auch hier nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Gleiches gilt für die zunehmenden Risiken in der EU.

S&P bestätigt AAA-Rating: Das Fürstentum Liechtenstein ist eine Stabilitätsoase in einem fragilen Europa

Innerhalb Europas gibt es derzeit nur sehr wenige Lichtblicke. Die Ratingagentur Standard & Poors hat Anfang Dezember 2018 das bestmögliche AAA-Rating für das Fürstentum Liechtenstein erneut bestätigt. S&P würdigt die gesunde Finanzlage der öffentlichen Haushalte und sieht diese als stabilisierenden Faktor für das kleine aber feine Alpenland. Im Vergleich zu anderen Kleinstaaten weist Standard & Poors auf die breite Diversifikation der liechtensteinischen Wirtschaft hin.

Besonders unterstrichen wird wiederum die große Bedeutung der vorausschauenden und aktiven Finanzplatzpolitik im Fürstentum Liechtenstein. Was für ein Gegensatz zum Chaos rund um Brexit, Italien, Frankreich, Handelskonflikten und politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen in zahlreichen Volkswirtschaften in der EU- und EURO-Zone.

Liechtenstein hat genau den Status den Großbritannien nach dem Brexit gerne hätte!

Bei meinen Vorträgen treffe ich nach wie vor auf Teilnehmer, die das Fürstentum Liechtenstein mit einer angeblichen Steueroase – negativ – verbinden. Diese Zeiten sind lange vorbei. Das Fürstentum Liechtenstein bietet Ihnen heute 100 Prozent Rechtssicherheit aufgrund seiner EWR-Mitgliedschaft, über die die Schweiz beispielsweise nicht verfügt. Die EU hat unlängst bestätigt, dass Liechtenstein die Anforderungen der EU in Bezug auf Steuertransparenz, faire Besteuerung von Unternehmen und Umsetzung der BEPS-Mindeststandards (Base Erosion and Profit Shifting) erfüllt.

Das bedeutet für Sie: Liechtenstein, seine Banken, Versicherungsgesellschaften, Finanzdienstleister und Vermögensverwalter können alle EU-Vorteile nutzen, ohne die Nachteile der EU-Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion tragen zu müssen. Das ist genau der Status, den Großbritannien nach dem Brexit gerne hätte. Einen offenen EU-Zugang ohne Zahlungsverpflichtungen oder sonstige Haftungsrisiken für die EU-Systeme.

Schaffen Sie sich jetzt ein zweites Standbein außerhalb der EU-Systeme!

Ich bin seit vielen Jahren aufgrund der politischen Stabilität, verbunden mit dem hohen Schutz der Eigentums-, Bürger- und Freiheitsrechte, ein großer Freund von Banken mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Kanada. Ich zeige Ihnen fortlaufend solide Banken oder bankenunabhängige Anbieter und Vermögensverwalter aus diesen Ländern, zur sicheren Optimierung Ihrer Liquiditätsreserven und Vermögenswerte, außerhalb der EURO- und EU-Systeme. Weiterführende Informationen!

PS: Unser Portal www.geopolitical.biz hat aktuell eine „Refresh“erfahren. Ich freue mich wie immer sehr über Ihr Feedback und gerne auch weitere Anregungen! 

© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – Beachten Sie bitte unsere PREMIUM PARTNER

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Ein Gedanke zu „2019 im Bann von Reformation und Revolution!

  1. Ich habe mich vor einigen Jahren längerfristig einmal konkret und tiefgreifend mit der gesellschaftlichen Situation und dessen gegenwärtigen Stand beschäftigt. Dies war nach dem Vorfall 911 in New York, was ein ‚haarscharf auf des Messers Schneide‘ unübersehbar verdeutlichte. Generell ersah ich jedoch auch im Bezug auf die diversen Verhältnisse, daß sämtliche Situationen alle das Gleiche aufweisen, nämlich ein ‚an der Wand stehen‘. Im Laufe der Zeit verdeutlichte mir jedoch auch im Gegenzug dazu, warum die Dinge sich trotz der Situation als weiter derart fortbewegen, nämlich aufgrund dessen, daß die Menschen gar keine andere Wahl haben.

    Bedenkt man nämlich dem gegenüber einen Zusammenbruch, der sich im Verbundbezug entsprechend ausweiten würde, würde in Kürze der Großteil der Bevölkerung ganz einfach verhungern. Und zwar würden 60 % aufgrund fehlender, nicht nachfolgender Nahrung verhungern und weitere 30 % würden sich zur Nahrungsbeschaffung gegenseitig niedermetzeln. Es würden 10 % übrig bleiben, die überhaupt dazu fähig sind, sich aus dem dann noch verfügbar Essbarem (Nichtangebautem) etwas Nahrhaftes zu verschaffen. Dies ist nur der Sachstand der Nahrung, wobei es sich jedoch in sämtlichen ‚Beschaffungsverhältnissen‘ gleichermaßen verhält, da der Mensch nichts mehr sich selbst erwirkt, sondern einzig noch durch Andere. DAS steckt teils bewußt jedoch generell im Unterbewußten des Menschen Lebensverhältnis drin. DIESE seine Abhängigkeit vom Erhalt des Seins ‚durch andere‘.

    Genau dies führt auch dazu, daß die Menschen jegliches Aufbringen, um an dem Fortgang, wie auch immer festhalten, da DARIN keine Alternative besteht. Hierin steckt das eigentliche tragende Gerüst, worüber es sich trägt, nämlich im Grundsätzlichen des Fortschritts, welchen ich noch einmal spezifischer über das Geldsystem verdeutlichen möchte.

    Der Fortschritt des Geldes besteht nämlich darin, daß dieser zunächst als Zwischenhandelsprodukt dem Tauschhandel als solches dienlich war, sich jedoch im weiteren Verlauf völlig davon gelöst hat und zu einem eigenständigen Produkt geworden ist, unabhängig von dessen Bindung an Produkt und Leistung (es gibt darin nur eine lose ‚Anbindung‘, jedoch keine Gebundenheit!). Wie bei diesem, erfährt man in allen möglichen Bereichen, daß das Jeweilige einen solchen Fortschrittsprozeß durchlaufen hat, sodaß in keinem des Jeweiligen überhaupt noch dies zurückzuführen ist zu seinem Ursprung. Die Menschen sind einerseits gar nicht mehr fähig, andere haben es nie gelernt, wie überhaupt auch der Bezug zum jeweiligen Ursprünglichen fehlt. Aus dem Grund kommt auch noch nicht einmal der Gedanke auf, zum Beispiel, sich über den Tauschhandel sein Leben zu organisieren, wie es auch aufgrund des Monismus des Geldhandels gar nicht möglich ist, es überhaupt umzusetzen.

    Maßgeblich hierin: alle bestehende Forstschrittselemente sind ‚Selbstläufer‘, dessen Lauf der Mensch nicht in der Hand hat, denn es sind Sachlichkeiten, welche der Menschlichkeit entbehren. Ursprünglich als Implantate installiert (Staat, Geld, Wirtschaftssystem, …), sind sie in ihrem Verlaufe aufgrund ihres gewordenen eigenständigen Selbstläuferverhältnisses zu Schmarotzerwesen mutiert.

    Und wer sich mit einem solchen auskennt, kann aus diesen Kenntnissen heraus auch die diversen Sachverhältnisse ersehen. Was wir gegenwärtig erleben, sind einzig Ausläufer, welche den Versuch betreiben, in dem Bestehenden doch noch ein Anderes werden zu lassen. Somit stehen wir hierin erst am Anfang eines sich Ausbildenden, was sich als das darlegt, was Sie, Herr Miller als Revolution und auch Reformation in Betracht ziehen. Es sind einzig Vorläufer, aber darin steckt nicht die ‚Loslösung‘ von der Sache selbst. Hierzu bedingt es ganz anderer Maßnahmen, welche in erster Instanz einen Ausstieg aus der Gegebenheit bedingen (ohne sich vom Schmarotzertum zu lösen, wird man es nicht los!!!).

    Und DAZU sind die Menschen einfach aus sich selbst heraus nicht bereit. Einzelne haben dies längst bewerkstelligt auf die eine oder andere Art, jedoch wird die Masse niemals aus sich selbst heraus dies umsetzen. Dazu muß es erst zu dem kommen, was es bedingt, daß ihnen gar nichts mehr von dem bleibt, was sie haben, sodaß sie gar nicht mehr anders können, als zu erkennen, was die Lebensnotwendigkeit bedingt. So lange wie sie nicht die Nahrung selbst sehen, sondern nur das Geld, bleibt diesen die Sicht darüber versperrt. Es bedingt somit leidlicherweise der Bedingung des Notleidens, ohne die keine Veränderung stattfinden kann. Und wie man den Berichten in Frankreich entnehmen kann, sind wir erst in dem Stand, daß sie nicht mehr haben, als sie zum Leben benötigen. Es wird somit noch eine Weile dauern, bis es sich zur tatsächlichen Not ausweitet.

    Meine Voraussicht: es wird nicht zu dem kommen, was die diversen (ideologischen!) Vorstellungen hervorbringen. Es wird anders, als man denkt. Wer meine Worte nachvollziehen kann, kann es parallel dazu auch aus dem kulturellen Werdegang heraus ersehen, woraus meine Erkenntnisse sich heraus gebildet haben. Die Gegenwart ist ‚einzig‘ das Resultat der Vergangenheit und so auch die Zukunft.

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