Angst-Index 2018 in Deutschland: Trump vor Asylanten und Ausländern!

Streit in der Bundesregierung, Zuwanderung, Flüchtlinge, Hitzewelle: Wie stark beeinflussen aktuelle Themen die Ängste der Deutschen? Das Infocenter der R+V Versicherung hat zum 27. Mal rund 2.400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt. Interessant ist, dass in diesem Jahr auf den Spitzenplätzen ausschließlich außen- und innenpolitische Sorgen stehen.

Politische Probleme dominieren die Ängste der Deutschen

Die Deutschen machen sich aktuell vor allem in politischer Hinsicht Sorgen. Das zeigt die aktuelle „Ängste-Studie“. Seit 27 Jahren wird die repräsentative Umfrage durchgeführt – in den vergangenen Jahren war der Terrorismus die größte Angst der Deutschen, davor waren es lange die Kosten für die Steuerzahler durch die EU-Schuldenkrise. In diesem Jahr ist es die gefährlichere Welt durch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Die sieben größten Ängste der Deutschen 2018 auf einen Blick 1. Gefährlichere Welt durch Trump-Politik (69%) 2. Überforderung durch mehr Asylbewerber (63%) 3. Spannungen durch Zuzug von Ausländern (63%) 4. Überforderung der Politiker (61%) 5. Terrorismus (59%) 6. EU-Schuldenkrise teuer für Steuerzahler (58%) 7. Politischer Extremismus (57%)

Das Vertrauen in Politiker schwindet zunehmend

Die Sorge um die Gefährdung der internationalen Lage durch die Politik des US-Präsidenten steht mit Abstand auf Platz eins. Mit 69 Prozent erreicht sie einen der höchsten Werte, die jemals in der Ängste-Studie gemessen wurden. Mit 63 Prozent und damit sechs Prozentpunkten Abstand auf den Spitzenplatz folgt die Sorge, dass die Deutschen und ihre Behörden durch die große Zahl der Flüchtlinge überfordert sind (Vorjahr: 57 Prozent, Platz sechs).

Ebenfalls 63 Prozent der Bürger haben Angst davor, dass es durch den weiteren Zuzug von Ausländern zu Spannungen zwischen Deutschen und hier lebenden Ausländern kommt – zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und Platz drei der aktuellen Studie. Auf Rang vier: die Befürchtung, dass die Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Sie steigt um sechs Prozentpunkte und überspringt damit die 60-Prozent-Marke (Vorjahr: 55 Prozent, Platz acht). Fazit: Das ist für Deutschlands Politiker ein katastrophales Urteil.

Statistik: Die Ängste der Deutschen im Bundesländervergleich

Innerhalb der Bundesländer variieren die Ängste, wie die nachfolgende Grafik von Statista zeigt sehr stark. Während die Menschen in Sachsen-Anhalt vor allem vor der Überforderung von Politikern Angst haben, sorgen sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern besonders um eine mögliche Überforderung von Deutschen und Behörden durch Flüchtlinge.

Einbruch, Diebstahl, Körperverletzung, Betrug oder Pflegefall?

Die Angst vor Terror sinkt hingegen um zwölf Prozentpunkte was aktuell Platz fünf entspricht. Damit bleibt die – relativ unwahrscheinliche – Terrorangst mit 59 Prozent weiterhin überdurchschnittlich hoch. In den eigenen vier Wänden bestohlen zu werden oder Betrügern in die Hände zu fallen, ist um ein Vielfaches wahrscheinlicher, als einen Terroranschlag zu erleben. Das spiegelt sich aber nicht in den Ängsten der Deutschen wider. Während die Terrorangst bei der Bevölkerungsmehrheit überdurchschnittlich groß ist, rangiert die Sorge, Opfer einer Straftat zu werden, mit lediglich 28 Prozent weit hinten in der Ängste-Skala.

Eine weitere „Sorge“ ist aus meiner Sicht der Bevölkerung viel zu wenig bewusst. Wie 2017 sorgt sich zwar mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) darum, im Alter pflegebedürftig zu werden. Da politische Themen diese Angst aber überschatten, liegt sie nur auf Platz zehn im Ranking. Fakt: Der Eintritt einer schweren Krankheit, eines Unfalls und/oder eines Pflegefalls ist für jeden Bürger deutlich wahrscheinlicher, als das Opfer eines Terroranschlages zu werden.

Auch die Euro-Schuldenkrise steht weiter im Fokus

Nicht mehr auf dem Spitzenplatz wie in den Jahren 2011 bis 2015, aber mit 58 Prozent weiterhin groß ist die Angst, dass die Schuldenkrise einiger EU-Staaten für den deutschen Steuerzahler teuer wird (Platz sechs). Vollkommen zu Recht. Die Bevölkerungsmehrheit reagiert auf die schweren Schieflagen in der Europäischen Währungsunion und der Euro-Rettungspolitik.

Deutschland gehört zu den Ländern, die zur finanziellen Unterstützung überschuldeter EU-Staaten bereits sehr viel geleistet haben und bei Finanzierungsausfällen in besonders hohem Maß haften. Das ist auch die analytische Einschätzung von Professor Dr. Manfred G. Schmidt, Politologe an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, der seit vielen Jahren Berater des R+V-Infocenters zur Erstellung der Angst-Studie ist.

Die ungelöste Flüchtlingskrise wird die EU- und Euro-Systemkrise in Europa weiter verschärfen

Meine feste Überzeugung ist es, dass die Flüchtlingskrise die EU- und Euro-Krise massiv verschärfen wird. Ausgetragen wird dieser Konflikt überwiegend bzw. überproportional auf dem Rücken der deutschen Steuerzahler. Schützen Sie sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich vor diesen Entwicklungen durch eine Finanzielle Selbstverteidigung. Beginnen Sie spätestens jetzt, Ihr Kapital und Ihre persönliche Freiheit wirkungsvoll zu schützen!

Ich rate Ihnen zur Strukturierung von Geld- und Kapitalanlagen in Ländern, die faktisch keine Staatsverschuldung haben und kein Mitglied der Euro-Haftungs- und EU-Umverteilungsunion sind auf Basis von EU-Verträgen bzw. der EU-Haftungsfallen ESM, EDIS, SRB und ESRB. Weiterführende Informationen.

(c) Markus MillerGEOPOLITICAL.BIZ

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