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Vermögensverwaltung in Liechtenstein!

_plate.engine.phpSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

zu Beginn des Jahres 2016 habe ich für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich einen umfassenden Test des Schweizer Bankplatzes gemacht. 40 Banken hatte ich dafür getestet. Neben meinem favorisierten Discountbroker habe ich dabei nur noch drei Banken als empfehlenswert eingestuft. Daran hat sich nichts geändert, im Gegenteil.

Die „Schweizer Postbank“ Postfinance hat vor kurzem zusätzliche, monatliche Kontoführungsgebühren für Ausländer in Höhe von 25 Schweizer Franken eingeführt. Damit scheidet auch sie für Auslandskunden, beziehungsweise Auslandskonten und Wertpapierdepots aus. Aktuell habe ich mich mit dem Bankplatz im Fürstentum Liechtenstein intensiv befasst.

Das Fürstentum Liechtenstein bietet Ihnen einzigartige Standortvorteile

Das Fürstentum Liechtenstein verfügt traditionell über einen sehr hohen Schutz Ihrer Eigentumsrechte und Ihrer Privatsphäre. Basierend auf einer stabilen Sozial-, Rechts- und Wirtschaftsordnung, sowie einem hohen Maß an politischer und rechtlicher Kontinuität und Stabilität. Verbunden mit einer liberalen Wirtschaftspolitik und einem liberalen Gesellschaftsrecht.

Die Besteuerung der Unternehmensgewinne ist moderat. 12,5 % beträgt der Einheitssteuersatz für Unternehmen in Liechtenstein. Das Fürstentum Liechtenstein hat keine Staatsschulden – als eines von weltweit nur noch 5 Ländern – aufgrund der soliden Finanzpolitik der öffentlichen Haushalte. Die öffentliche Hand verfügt dadurch über eine große Kapitalkraft. Gesetzliches Zahlungsmittel ist der starke Schweizer Franken. Dies führt zu einem AAA Länder-Rating durch Moody’s und Standard & Poors.

Ein großer Vorteil des Landes ist die überschaubare Größe der Volkswirtschaft mit nur 39.000 Einwohnern. Das bringt eine hohe Flexibilität und kurze Entscheidungswege mit sich. Der Bank- und Versicherungsplatz im Fürstentum Liechtenstein verfügt über eine hohe Vermögensverwaltungskompetenz und Nischenprodukte, die aufgrund der EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins EU-kompatibel sind.

Map-Europe-big-deIm Fürstentum Liechtenstein gibt es lediglich 14 Banken

Das Fürstentum Liechtenstein ist aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein einzigartiger Finanzplatz im Herzen Europas. Die Liechtensteiner Banken zeichnen sich seit jeher durch stabile Geschäftsmodelle und eine sehr solide Eigenmittel-Ausstattung aus. Das liegt daran, dass der Kern des Bankgeschäftes in Liechtenstein in der soliden Betreuung privater Vermögenswerte liegt und nicht im spekulativen Investmentbanking.

Liechtenstein ist bezogen auf die dort vertretenen Versicherungskonzerne und Banken mein Finanzplatz Nr. 1 in Europa. Die Eigenkapitalquote der 14 im liechtensteinischen Bankenverband vertretenen Banken beträgt solide 21,4 %. Zum Vergleich einmal der Blick auf die deutschen Großbanken: Die Deutsche Bank kommt derzeit auf eine Eigenkapitalquote von 7,8 %, die Commerzbank auf 7,4 %.

Liechtensteins Banken sind auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung spezialisiert

Zum Ende des Jahres 2016 habe ich nun 14 Banken in Liechtenstein einem Test unterzogen. Hier ist festzustellen, dass der Bankplatz Liechtenstein vor allem auf Vermögensberatungen und -verwaltungen spezialisiert ist. Dadurch ist die Eröffnung eines einfachen Bankkontos für den Zahlungsverkehr bereits mit relativ großen Hürden und Kosten verbunden. Konto- und Depotführungen bleiben für Anlagesummen unter mindestens 100.000 Euro absolut unwirtschaftlich.

Bei meinen Recherchen bin ich auf einen empfehlenswerten Vermögensverwalter aus Liechtenstein gestoßen, der bankenunabhängig die Konto- und Depotführung bei unterschiedlichen Banken in Liechtenstein anbietet zu hervorragenden Konditionen. Weiterführende Details und Kontaktdaten dieses Vermögensverwalters aus dem Fürstentum Liechtenstein finden meine Leser von Kapitalschutz vertraulich in meiner ersten Monatsausgabe Januar des neuen Jahres 2017.

Weiterführende, freie Grundlagen-Informationen zu dieser Thematik finden Sie zusätzlich auf unserem Portal: 10 Gründe für Ihr sicheres Standbein im Fürstentum Liechtenstein!

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Family Trust: Die Strategien der Superreichen!

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Die Krupp-Familie Bertha und Gustav Krupp von Bohlen und Halbach mit ihren sieben Kindern – Historisches Archiv Krupp

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

letzte Woche hatte ich einen Vortrag auf der DKM in Dortmund. Das ist die Leitmesse der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche.

Dabei habe ich seitens eines Teilnehmers eine Frage gestellt bekommen, die ich von Privatkunden sehr häufig erhalte. Diese lautet: „Kann ich über eine liechtensteinische Versicherungspolice Minderjährige begünstigen bei gleichzeitigem Entzug des Elternzugriffs?“

Trennungswahrscheinlichkeiten bei Kindern belasten Großeltern

Hintergrund dieses Wunsches ist meist der, dass Großeltern ihre Kinder, allen voran die Schwiegertochter oder den Schwiegersohn, in der gesetzlichen Erbfolge bewusst überspringen möchten. Wesentliche Teile des Vermögens sollen direkt den Enkeln zugutekommen, die allerdings oftmals beim Vertragsabschluss noch minderjährig sind.

Die Gründe für diese Vorgehensweise seitens der Großeltern sind dabei sehr vielschichtig. Großeltern haben häufig eine große Liebe für ihre Enkel und nicht selten fallen Kinder, allen voran Schwiegerkinder, in Ungnade oder es fehlt das Vertrauen. Vor allem die Sorge vor einer möglichen Trennung und Scheidung der eigenen Kinder in der Zukunft ist nach meiner Erfahrung sehr hoch.

Viele Großeltern haben den Wunsch, ihre Enkel direkt abzusichern

Übertragene Gelder sollen vor allem nicht vorher verbraucht werden, durch die gesetzlichen Vertreter oder möglicherweise sogar durch Dritte, bei erneuter Heirat der dann geschiedenen Eltern der Enkel. Rechtlich gilt grundsätzlich in Deutschland, dass Auszahlungen von Versicherungsleistungen an Minderjährige nicht möglich sind. Ist eine bezugsberechtigte Person minderjährig, wird an den gesetzlichen Vertreter, in der Regel also die Eltern ausgezahlt. Allerdings gibt es auch hier ganz einfache, rechtssichere Lösungswege.

Praxisbeispiele für die Begünstigung von Minderjährigen

Um Minderjährige rechtssicher zu begünstigen, gibt es drei grundlegende Möglichkeiten:

 1. Ausschluss des Verwaltungsrechts der Eltern

In diesem Fall benennt das Vormundschaftsgericht einen Pfleger. Der Versicherungsnehmer kann eine gewünschte Person dafür in den Vertragsbedingungen benennen. Das Vormundschaftsgericht ist an diese Weisung gebunden.

2. Vereinbarung einer treuhänderischen Auszahlung

Vor allem wenn Versicherungsnehmer den Wunsch haben, dass nicht bereits bei Volljährigkeit der Begünstigten die Versicherungsleistung ausgezahlt wird, macht diese Lösung Sinn.

3. Einräumung einer Term-Fix-Klausel

Die beste Lösung aus meiner langjährigen Erfahrung ist die Einräumung einer sogenannten Term-Fix-Klausel. Über die Versicherungspolice wird ganz unkompliziert festgehalten, dass eine minderjährige Person beispielsweise erst mit Vollendung des 35. Lebensjahres die Versicherungsleistung erhält. Auch andere Bedingungen sind hier flexibel definierbar. So können Sie Menschen, die Ihnen lieb und wichtig sind, zusätzlich vor sich selbst schützen. Beispielsweise bei fehlender Reife in jungen Jahren, oder auch vor Dritten im Falle einer Scheidung.

Der Vorteil dieses Gestaltungsmodelles liegt darin, dass der Vorgang der rechtlichen Strukturierung gegenüber den Kindern beziehungsweise den Familienangehörigen diskret bleiben kann. Eine offene Kommunikation – dass die Schwiegertochter oder der Schwiegersohn gezielt übersprungen werden sollen – zu Lebzeiten oder zu Zeiten, in denen die Familienharmonie stimmt, ist nicht empfehlenswert.

Schutz der Familie bedeutet auch Schutz vor der Ex-Familie

Es ist ja auch nicht sicher, dass die Befürchtungen der Erblasser eintreten. Auch nach dem Tod ist eine derartige Kommunikation über ein Testament aus meiner Sicht nicht ratsam. Ich habe in der Praxis einige, eigentlich intakte Familien erlebt, in denen nach der Testamentsverlesung der Familienfrieden nachhaltig und irreparabel gestört war.

Hier kommt ein ganz entscheidender Hauptvorteil von Liechtenstein-Policen zum Tragen. Sehr häufig ist hier nämlich nicht der angebliche Schutz der Privatsphäre gegenüber dem Staat oder dem Finanzamt am wichtigsten, sondern die Diskretion gegenüber der eigenen Familie. Schutz der Familie bedeutet auch Schutz vor Familienangehörigen, die aus dem Familienzusammenhalt – aus welchen Gründen auch immer – ausscheiden.

Nehmen Sie sich die Strategien der Superreichen dieser Welt zum Vorbild

Große Familien-Dynastien wie die Krupps, die Quandts, die Oetkers, die Rothschilds oder die Rockefellers berücksichtigen diese Werte seit Generationen. Im Beispiel der Oetker-Familie wird übrigens sehr eindrucksvoll deutlich, wie wichtig frühzeitige Strukturierungen sind, vor dem Hintergrund von Familienstreitigkeiten. Sei es über Stiftungen, Vermögensverwaltende Gesellschaften oder angelsächsische Trusts. Versicherungspolicen aus Liechtenstein sind ein weiteres, weil absolut praktikables wie effizientes Werkzeug für Sie, ebenfalls an den über Jahrhunderten bewährten Strategien der Superreichen zu partizipieren.

Mit Liechtenstein-Policen schaffen Sie Ihren eigenen Familien-Trust

Interessant für viele unter Ihnen ist neben der gezielten Begünstigung von natürlichen oder juristischen Personen beziehungsweise Institutionen vor allem die Definition einer flexiblen Quotenregelung für Ihr Vermögen. Das kann natürlich auch bei eigener Kinderlosigkeit komplett innerhalb der Familie geschehen. Beispielsweise 50 % Geschwister, 50 % Nichten und Neffen.

In der Praxis sehe ich oftmals derartige Quotenregelungen für uneheliche Kinder oder Geliebte bzw. Liebhaber. Gerade diese beiden Personengruppen sollen ebenfalls durch Vermögenswerte bedacht werden. Sie sollen der eigenen Familie allerdings natürlich nicht bekannt werden. Auch nicht im Zuge einer testamentarischen Verfügung nach dem Tode.

Mittels einer Liechtenstein-Police kann diese Aufgabe ebenso einfach wie effizient gelöst werden. Selbst bei kleineren Vermögen kann dadurch der Effekt eines eigenen „Familien-Trusts“ geschaffen werden, der ansonsten nur Multimillionären zugänglich ist.

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Brennpunkt Vermögensverwaltung: Checken Sie Ihren Vermögensverwalter!

Zuerst schwindet das Vermögen, dann das Vertrauen. Viele Anleger erkennen zu spät, dass sie ihr Geld dem falschen Vermögensverwalter anvertraut haben. Im Verlustfall hilft nur noch ein Anwalt. Die Vermögensverwaltung gilt unter Finanzberatern als die Königsdisziplin ihres Fachs. Wer für Kunden über Kauf und Verkauf von Aktien, Optionen und Investmentfonds entscheiden darf, muss sich auf dem Börsenparkett zu Hause fühlen.

Nicht gerade einfach. Aber genau deshalb wenden sich viele Anleger an Vermögensverwalter: In der Hoffnung, dass Profis bei der Kapitalanlage die besseren Entscheidungen treffen. Im Interesse der Kundschaft, versteht sich. Das klingt plausibel. Allerdings halten nicht alle Vermögensverwalter, was sich ihre Kunden von ihnen versprechen. „Es ist nicht einfach, den Markt zu schlagen“, sagt Rechtsanwalt Patrick J. Elixmann von der auf Anlegerrecht spezialisierten Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte in Siegburg.

Neben einigen Koryphäen gibt es eben auch bei den Vermögensverwaltern viel Mittelmaß und genügend schwarze Schafe. In ihren Händen schmilzt das Vermögen der Kunden wie Eis in der Sonne. Trotzdem verlassen sich viele Anleger bis zuletzt darauf, dass der glücklose Experte das Ruder doch noch herumreißen kann. Die Hoffnung stirbt eben immer zuletzt. „Der Anleger sollte die Verluste nicht einfach klaglos hinnehmen“, empfiehlt Anlegeranwalt Elixmann. Die rechtlichen Anforderungen an Vermögensverwalter sind so hoch, dass kaum einer ohne Fehl und Tadel ist. Die Suche nach Pflichtverstößen lohnt sich also in jedem Fall. Nur so können die Anleger herausfinden, ob und wie sie sich für die erlittenen Verluste an ihrem Vermögensverwalter oder der Depotbank schadlos halten können. Im Fall von Betrug oder Untreue drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Anleger sollten die Verluste nicht klaglos hinnehmen

Das rechtliche Konstrukt der Vermögensverwaltung sieht typischerweise so aus: Der Kunde schließt mit dem Vermögensverwalter einen Vertrag zur treuhändischen Verwaltung des Vermögens und erlaubt ihm per Vollmacht, Geld bei Banken und Investmentgesellschaften zu investieren. Inhaber der Wertpapiere bleibt der Kunde. Dieser schließt außerdem mit der Depotbank einen Vertrag über ein Aktien- und Wertpapierdepot. Das Dreiecksverhältnis geht oft genug zu Lasten der Anleger. Der Grund: Viele Vermögensverwalter lassen sich für ihre Dienste sowohl vom Kunden als auch von der Bank bezahlen. Sie kassieren nicht nur beim Anleger die obligatorischen ein bis zwei Prozent der Anlagesumme pro Jahr als Verwaltungsgebühr. Sie lassen sich obendrein von Banken und Investmentgesellschaften dafür bezahlen, dass sie mit diesen im Namen ihrer Kunden Geschäfte machen.

In Wahrheit kommt auch dieses Geld von den Anlegern. Bei ihnen wird kassiert, was Banken an Depot- und Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschlägen und bei jeder Aktienorder verlangen. Davon fließt oft genug ein Teil in die Taschen der Vermögensverwalter. Kick-Backs heißen solche Provisionen im Fachjargon. Soweit der Kunde die Kick-Back- Zahlungen laut Vermögensverwaltungsvertrag genehmigt, muss der Anwalt ran. „Letztlich kann man alles mögliche vereinbaren“, sagt Elixmann, „wichtig ist aber, dass der Anleger auch versteht, was er vereinbart.“ In der Praxis ist das nicht immer der Fall. Viele Vertragsklauseln gleichen eher einem Versteck als einer Offenbarung. Wird der Kunde mit einer Vertragsklausel überrumpelt, stehen die Richter zwar auf seiner Seite. Elixmann empfiehlt trotzdem, dem Vermögensverwalter das Abkassieren bei den Banken ausdrücklich zu verbieten (siehe Expertentipps). „Wer im Vertrag klare Verhältnisse schafft, erspart sich das Zittern im Streitfall“, begründet der Siegburger Anwalt.

Der Interessenkonflikt liegt auf der Hand: Lässt sich der Vermögensverwalter von Banken und Investmentgesellschaften bezahlen, kann sich der Anleger nicht sicher sein, dass er ausschließlich in seinem Interesse handelt. Der Vermögensverwalter denkt bei der Kaufentscheidung sehr wahrscheinlich auch an die eigene Provision. Rechtlich ist die Sache längst entschieden, wenn Bank und Vermögensverwalter hinter dem Rücken des Anlegers Provisionen vereinbaren. „Ein derartiges Verhalten enthält eine schwerwiegende Treuwidrigkeit“, stellte der Bundesgerichtshof vor Jahren unmissverständlich fest. Im Verlustfall kann der Anleger Schadensersatz verlangen. Auch von der Depotbank.

Verhältnisse ersparen das Zittern im Streitfall

Die gute Nachricht: „Die Schadensersatzpflicht der Bank ist nicht auf die Höhe der gezahlten Provisionen begrenzt“, erklärt Elixmann. Der Anleger könne vielmehr den „Ersatz aller Verluste verlangen, die er infolge der unterbliebenen Aufklärung durch die Bank erlitten hat.“ Genau so urteilte der Bundesgerichtshof im Jahr 2000 in einem spektakulären Fall (Aktenzeichen: XI ZR 349/99). Der Anleger hatte im Urteilsfall durch seinen Vermögensverwalter mehr als 700.000 Euro verloren. Erst später erfuhr er, dass seine Bank mit dem Verwalter gemeinsame Sache gemacht hatte. Trotzdem wollte ihn die Bank nur mit 3525 Euro abspeisen. Diesen Betrag hatte sie dem Vermögensverwalter für seine Dienste zugesteckt. Doch auf diese Obergrenze ließen sich Deutschlands oberste Zivilrichter nicht ein und entschieden grundsätzlich für den Anleger.

Kernstück der Verträge sind die Anlagerichtlinien

Vermögensverwalter haben bei ihren Entscheidungen in der Regel nicht völlig freie Hand. „Kernstück der Verträge sind die Anlagerichtlinien“, erklärt Elixmann. Hier wird festgelegt, welche Art von Kapitalanlagen der Verwalter kaufen und welche Risiken er eingehen darf. In vielen Verträgen ist nur die Rede von einer „ausgewogenen“ oder „ertragsorientierten“ Anlagestrategie. Das ist gefährlich. „Diese allgemeinen Begriffe sagen so gut wie nichts aus“, warnt Elixmann. Bleiben die Anlagerichtlinien schwammig, vergrößert das die Gefahr von Missverständnissen.

Außerdem kann sich der Vermögensverwalter eher heraus reden. Im Streitfall kommt es darauf an, wie die Richter die Begriffe auslegen. Ein Beispiel: Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Aktenzeichen: 6 U 234/89) hielt bei einer „konservativen Anlagepolitik, die auf Substanzsicherung und kontinuierlichen Vermögenszuwachs ausgerichtet ist“, einen Aktienanteil von 70 Prozent für zu hoch. Akzeptabel erschienen dem Gericht allenfalls 30 Prozent in Standardwerten. Den Hintergrund bilden einschlägige Verwalterpflichten. So gilt für Vermögensverwalter prinzipiell ein Spekulationsverbot. Das zwingt sie zur längeren Perspektive und verhindert die Zockerei mit riskanten Optionsscheinen. Das Gebot zur Diversifizierung wiederum hält die Verwalter davon ab, alles auf eine Karte zu setzen. „Diese Vorschriften sind die Sicherheitsgurte für die Anleger“, sagt Elixmann, „wer als Vermögensverwalter dagegen verstößt, macht sich schadensersatzpflichtig.“ Allerdings muss der Anleger den Verstoß im Einzelfall nachweisen.

Spekulationsverbot als Sicherheitsgurt für Anleger

Wer die Zügel in der Hand behalten will, muss sich gute Anlagerichtlinien ausdenken. „Ich kann Anlegern nur empfehlen, ihrem Vermögensverwalter klare Grenzen zu setzen”, empfiehlt Professor Christian Schröder vom Lehrstuhl für Strafrecht an der Universität Halle-Wittenberg. Über die Anlagerichtlinien lässt sich zum Beispiel der Aktienanteil im Depot eindeutig begrenzen. Oder der Anleger legt fest, wann der Vermögensverwalter die Reißleine ziehen und Aktien beim Kursverfall verkaufen muss. „Hält sich der Vermögensverwalter nicht an die Anweisungen, muss er für Verluste einstehen“, erklärt Elixmann den Nutzen klarer Worte.

So checken Sie Ihren Vermögensverwalter

1. Drum prüfe, wer sich derart bindet!

Fühlen Sie Ihrem zukünftigen Vermögensverwalter auf den Zahn. Lassen Sie sich von ihm Beweise seines Könnens vorlegen. Dokumentieren Sie alle Gespräche. Diese sollten Sie in Anwesenheit eines Zeugen führen. Aufpassen sollten Sie bei oberflächlichen Verwaltern. Wer sich keine Zeit für Sie nimmt und sich nicht ganz genau nach Ihren Finanzen und Zielen erkundigt, verstößt gegen seine Grundpflicht als Vermögensverwalter und macht sich haftbar. Den Vertrag selbst lassen Sie am besten vor der Unterschrift von einem auf Anlegerrecht spezialisierten Anwalt überprüfen. So entdecken Sie am ehesten die für Sie ungünstigen Vertragsklauseln.

2. Achten Sie auf die Erlaubnis!

Vermögensverwalter brauchen eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Wer diese nicht vorweisen kann, ist unseriös und betreibt verbotene Geschäfte. Das gilt auch für Vermögensverwaltungen, die glauben, sie könnten sich im Ausland vor der Genehmigungspflicht drücken. Rechtlich steht fest: Wer vom Ausland aus in Deutschland auf Kundenfang geht, braucht eine Genehmigung der BaFin. Liegt diese nicht vor, kann der geprellte Anleger Schadensersatz verlangen.

3. Verbieten Sie Extraportionen!

Achten Sie im Vertrag darauf, dass der Vermögensverwalter keine Provisionen von Banken oder Investmentgesellschaften kassieren darf. Hiermit beugen Sie zugleich der Spesenreiterei (Churning) vor. Dabei sorgt der Verwalter absichtlich für viele Transaktionen, um an den Umsätzen zu verdienen.

4. Bestehen Sie auf ein Kräftemessen!

Vermögensverwalter müssen ihren Kunden seit Herbst 2007 einen Vergleichsmaßstab mitteilen, damit Sie erkennen, wie gut der Verwalter arbeitet. Schlägt er den Dax oder nicht? Diese Informationspflicht gilt leider nur für den Vertragsabschluss. Wenn Sie die Performance auch später noch bei jedem Jahresbericht am gleichen Maßstab messen wollen, müssen Sie diese Informationspflicht des Verwalters per Vertrag einfordern.

5. Achten Sie auf Verjährungsfristen!

Viele Schadensersatzansprüche basieren auf Beratungsfehlern vor Vertragsabschluss. Hier tut schnelles Handeln Not. Kunden sollten beim leisesten Verdacht nicht zögern, einen Anlegeranwalt aufzusuchen.

Anlageberatung: Provisionen auf den Tisch

Verschweigt eine Bank bei der Anlageberatung, dass sie selbst Provisionen kassiert, wenn sich der Kunde für bestimmte Kapitalanlagen entscheidet, verstößt sie gegen ihre Beratungspflichten. Die Folge: Der Anleger kann sein Geld zurückverlangen. Das entschied das Landgericht München zu Gunsten eines Kunden der Commerzbank (Aktenzeichen: 22 O 523/07).

Aus gutem Grund: Alle Provisionen gehören auf den Tisch!

Sonst kann der Anleger die Qualität der Tipps nicht beurteilen. Bei Provisionen müsste er grundsätzlich befürchten, dass die Bank mit ihren Ratschlägen nicht nur die Interessen des Kunden verfolgt, sondern auch an ihren eigenen Profit denkt. Die Commerzbank hatte ihrem Kunden im Urteilsfall zunächst verschiedene Kapitalanlagen vorgestellt. Damit war der Beratungsvertrag geschlossen. Der Kunde entschied sich für einen VIP Medienfonds. Eine schlechte Wahl. Zumindest für den Anleger. Als der Fiskus das Steuersparmodell

kippte, sollten die Anleger plötzlich Geld nachschießen. Der Commerzbank bescherte der Vertragsabschluss dagegen acht Prozent der Beteiligungssumme. Das hatten die Banker wohlweislich verschwiegen. Ende gut, alles gut: Der Anleger erhält sein Geld zurück.

Diese Recherche stammt von der renommierten Kanzlei Göddecke, welche sich auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert hat. Ich empfehle Ihnen zur Lektüre das kostenlose Mandantenmagazin KAPITALRECHTinfo der Kanzlei Göddecke! Umfassende und weiterführende Informationen finden Sie unter: www.kapital-rechtinfo.de

Mein Fazit:

Honorarberatung (Vermögensverwaltung auf Honorarbasis) in Kombination mit Anwaltlicher Unterstützung ist aus meiner Erfahrung die beste und effizienteste Lösung, von schlechten Vermögensverwaltern loszukommen und intelligente Vermögensverwaltungsstrukturen zu schaffen.

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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