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Zentralbanken und Geldautomaten!

start_opengraph_logga_riksbankenfasad4_1200x630pxSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

eine Zentralbank oder Notenbank ist eine Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Staates, oder Währungsraumes zuständig ist. Zentralbanken wurden in den meisten Ländern mit dem Ziel geschaffen, das Preisniveau unter Kontrolle zu halten, sowie ein wirtschaftliches Gleichgewicht und die Geldwertstabilität zu gewährleisten.

Um diese wesentlichen Ziele zu erreichen stehen den internationalen Notenbanken wie der europäischen EZB, der US-amerikanische FED, der japanische Nippon Ginkō oder der Bank of England zahlreiche Instrumente der geldpolitischen Einflussnahme zur Verfügung. Beispielsweise die Steuerungen der Zinshöhen und der Geldmengen. Aber auch aktive Eingriffe in die Devisenmärkte

Die Schwedische Reichsbank ist die älteste heute noch existierende Notenbank

Als älteste Zentralbank der Welt kann die im Jahre 1609 gegründete Amsterdamer Wechselbank bezeichnet werden. Die im Jahre 1668 gegründete Schwedische Reichsbank Sveriges Riksbank (Bild) ist heute die älteste noch existierende Notenbank der Welt, da die altehrwürdige Bank of England erst im Jahre 1694 gegründet wurde. Die Deutsche Bundesbank wurde hingegen erst am 26. Juli 1957 gegründet, als Nachfolgeinstitution der Bank deutscher Länder.

Wer sind eigentlich die Eigentümer der Zentralbanken?

Im Rahmen meiner Vorträge werfe ich immer mal wieder die Frage ins Publikum: Wer ist eigentlich der Eigentümer einer nationalen Notenbank? Die häufigste Antwort darauf ist: Der Staat. Diese Aussage ist so pauschal allerdings nicht Zutreffend.

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren zahlreiche Notenbanken in Privatbesitz. Die Bank of England wurde erst im Jahr 1946 verstaatlicht. Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) betont auf ihrer offiziellen Internetseite, dass sie „Niemandem“ gehört. Die 12 regionalen Notenbanken in den USA befinden sich allerdings in privatem Besitz von Geschäftsbanken.

Die Europäische Zentralbank EZB wiederum gehört auf Basis eines Verteilungsschlüssels bestehend aus Bevölkerungsanteil und Bruttoinlandsprodukt den jeweiligen nationalen Notenbanken, die überwiegend im Staatsbesitz sind.

Das gilt aber nicht für alle Zentralbanken. Die italienische Nationalbank befindet sich im Besitz der Banken und Versicherungsgesellschaften des Landes. Die Zentralbank Griechenlands befindet sich vollständig in Privatbesitz, die Notenbank Belgiens zu rund 50%. International ist die Zentralbank Südafrikas sogar vollständig in Privatbesitz. Die Bank of Japan ist immerhin zu 45% in privater Hand.

Wussten Sie, dass es börsennotierte Zentralbanken gibt?

Viele Bürger dürften nach meiner Erfahrung sehr überrascht sein, dass es auch börsennotierte Zentralbanken gibt. Die Belgische Nationalbank hat die ISIN-Nr.: BE0003008019, die Nationalbank Griechenlands die ISIN-Nr.: GRS004013009. Die bekannteste börsennotierte Zentralbank dürfte die Schweizer Notenbank SNB sein mit der ISIN-Nr.: CH0001319265. Die drei ISIN-Nr. dienen rein zu Ihrer weiterführenden Information, das sind selbstverständlich KEINE Kaufempfehlungen von meiner Seite!

55% der Aktien der Schweizer Nationalbank SNB gehören den Schweizer Kantonen, 45% der Anteile befinden sich im Privatbesitz. Sie können also als Privatperson Eigentümer einer Zentralbank werden. Das scheint allerdings wenig empfehlenswert, weil die Gewinne in der Regel an den Staat fließen, nicht an die Aktionäre. Das derzeitige System der Zentralbanken ist für mich der Nährboden unseres kranken Geldsystems, das vor dem Geldinfarkt steht.

infografik_9927_geldautomaten_je_1_million_einwohner_nBargeld: Der Geldautomat wurde 50 Jahre alt!

Die derzeitige Wertschöpfungskette unseres Geldes beginnt bei den Zentralbanken und endet im Bargeldverkehr, beispielsweise beim Gang zum Geldautomaten. am 27. Juni 1967 nahm die britische Großbank Barclays in ihrer Filiale in Enfield, nördlich von London gelegen, den ersten Geldautomaten in Betrieb. In Deutschland stellte – fast ein Jahr später am 27. Mai 1968 – die Kreissparkasse Tübingen den ersten Geldautomaten auf. Der erste Geldautomat der mit dem Banksystem online verbunden war, wurde erst im Jahr 1978 durch die Kreissparkasse Köln installiert.

Die skandinavischen Staaten sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung

Der Geldautomat feierte also in diesen Tagen seinen 50-jährigen Geburtstag. Ich gehe davon aus, dass die Tage des Geldautomaten in der heutigen Form bereits gezählt sind. Ich glaube nicht, dass der Geldautomat 75 oder gar 100 Jahre alt wird. Das belegen bereits die Entwicklungen in Skandinavien. Die innovativen und technisch hochaffinen nordischen Länder sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung aus technologischen Gesichtspunkten.

Schweden und Norwegen forschen längst an digitalen Landeswährungen. In Schweden ist das Bargeld faktisch heute schon abgeschafft. Dänemark hat seine letzte Münzprägeanstalt mittlerweile geschlossen. Weniger als 20% aller Transaktionen werden in Dänemark heute noch in Bar abgewickelt. Die Bürger bezahlen längst über Karten oder mobile Applikationen über ihre Smartphones. In Deutschland und Österreich liegt dieser Barzahlungs-Wert hingegen derzeit noch bei rund 80%. Das wird sich zukünftig massiv ändern!

Österreich ist das Land der Geldautomaten in EU-Europa

Bei der Anzahl der Geldautomaten liegen die Österreicher vorn, wie Zahlen der Europäischen Zentralbank EZB belegen. Auf eine Million Einwohner kommen in der Alpenrepublik ganze 1.600 Geldautomaten. Das sind fast doppelt so viele wie der EU-Durchschnitt der bei 879 Geldautomaten liegt.

Generell liegt die Anzahl im Euroraum mit durchschnittlich 940 etwas höher als im Durchschnitt aller EU-Länder. Deutschland liegt auf Rang 6 mit 1.052 Geldautomaten. Blicken wir auf die großen Volkswirtschaften liegt in Großbritannien der Wert bei 1.079, in Spanien bei 1.074, in Frankreich bei 910 und in Italien bei 832.

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden und Finnland

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden. Hier teilen sich eine Million Einwohner lediglich 335 Geldautomaten. In Finnland ist die Anzahl der Bankautomaten in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen und lag 2015 nur noch bei 372. Auch in den Niederlanden ist die Anzahl der Geldautomaten mit 414 sehr gering. Ebenso in Litauen mit 418 und in Tschechien mit 431. Auch diese Entwicklungen sind Indikatoren für das kommende Ende des Bargeld-Zeitalters in Kombination mit der weiteren Digitalisierung des Geldwesens.

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Staatliche Kontrolle: Stromrechnung statt Bankkontoauszug!

Markus Miller - Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. - www.geopolitical.biz

Markus Miller – Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – www.geopolitical.biz

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist definitiv sinnvoll, die Existenz von höchst unwahrscheinlichen Ereignissen, den so genannten „schwarzen Schwänen“ zu thematisieren.

Wenn zahlreiche Medien oder Experten allerdings von möglichen „schwarzen Schwänen“ schreiben, sollten Sie Ihren Blick ganz bewusst auch auf Entwicklungen richten, die eine hohe Wahrscheinlichkeit haben. Die so wichtigen „weißen Schwäne“ werden nach meiner Einschätzung derzeit zunehmend aus den Augen verloren.

Vergessen Sie die weißen Schwäne nicht!

Allen voran die Chancen und Risiken, die sich aus der Steuer- und Abgabenbelastung, der nationalen Gesetzgebung und Rechtsprechung oder internationalen politischen Einflussnahmen (EU) ergeben. Hierzu zählen für mich gerade die zunehmenden Kontrollen und Einschränkungen der Privatsphäre im Hinblick auf mögliche Umverteilungen. Machen Sie sich bewusst, dass derartige Belastungen für Ihr Kapital weit wahrscheinlicher sind als Atomunfälle, Naturkatastrophen oder Terroranschläge. Eine beispielhafte Entwicklung aus meiner langjährigen Wahlheimat Spanien führt Ihnen hier sehr deutlich vor Augen, wohin die Richtung auch in Deutschland oder Gesamteuropa gehen könnte.

Staatliche Kontrolle: Stromabrechnungen statt Bankauszüge

Ein weißer Schwan wird Vermögensinhaber, vor allem Immobilienbesitzer in der Zukunft treffen. Bei allen Vorteilen, welche Immobilien haben, bergen sie einen enormen Nachteil. Sie sind nicht flexibel und mobil. Sie können im Gegensatz zu Steuerbürgern oder Wertpapierdepots weder auswandern noch verlagert werden. Die Immobilienbesteuerung ist somit eine der einfachsten Möglichkeiten, Steuereinnahmen zu erhöhen. Das zeigt sich auch in Deutschland mit der teilweise deutlichen Erhöhung der Grunderwerbsteuern in vielen Bundesländern.

Auslandsimmobilien als Kapitalanlage, Feriendomizile, Zweitwohnsitze oder Altersruhesitze sind auch bei Deutschen sehr beliebte Sachwert- und Lebenswert-Investitionen. Vielleicht besitzen auch Sie bereits eine Immobilie im Ausland oder planen eine derartige Auslandskapitalanlage. Im beliebtesten deutschen Auslandsimmobilienland Spanien gibt es aktuell eine weitestgehend noch unbeachtete Entwicklung. Diese wird jedoch gerade für ausländische Immobilieneigentümer in Spanien erhebliche Auswirkungen haben.

Leere Kassen: Spanien muss dringend neue Geldquellen erschließen

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat südeuropäische Länder wie Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland am härtesten getroffen. Früher konnten diese Länder ihre weichen Währungen abwerten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und den Staatshaushalt zu sanieren. Seit der Euro-Einführung ist dieser Weg verbaut. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Immobilienbesitzer in Zukunft erheblich stärker kontrolliert werden, um hier zusätzliche Einnahmen für die Staatskasse zu erzielen. Dieser Trend beginnt für mich in Spanien. Weitere Länder werden der Entwicklung aus meiner Sicht folgen. Gerade die deutsche Volkszählung mit dem Auskunftsformular für Immobilieneigentümer ist hier ein deutliches Signal in diese Richtung.

Spanisches Kontrollsystem: Steuerfahndung über die Stromrechnung

Der Trend zu Kontrollmitteilungen und einem Informationsaustausch betrifft längst nicht nur Banken. Strom- und Wasserrechnungen könnten beispielsweise über eine Bank erfragt werden. Jedoch ist das nicht unbedingt effizient, weil einer bestimmten Immobilie nicht direkt ein Bankkonto zugeordnet werden kann. Der Immobilieninhaber muss auch nicht identisch sein mit dem Immobiliennutzer. Über einen Energieversorger, der eine Immobilie mit Strom, Gas und Wasser direkt „beliefert“, ist eine derartige Zuordnung jedoch sehr einfach möglich. Spanische Energieversorgungsunternehmen sind mittlerweile dazu verpflichtet, umfassende Informationen ihrer Kunden an die spanischen Finanzämter weiterzuleiten.

Jeder bestehende Stromvertrag in Spanien wird mit folgenden Daten gemeldet:

+ Name des Vertragsinhabers

+ Steuernummer beziehungsweise Ausweisnummer des Anschlussinhabers

+ Anschrift des Stromkunden + Katasternummer der Immobilie, die mit Strom versorgt wird

+ Bankverbindung des Stromkunden

+ und ganz entscheidend: der jährliche Stromverbrauch

Diese Daten werden für jede Immobilie in Spanien an den Fiskus gemeldet. Das Finanzamt kann dann aufgrund dieser Daten sehr einfach einen Abgleich vornehmen, ob möglicherweise Steuern hinterzogen wurden. In Spanien ist es Gesetz, dass Sie als Immobilienbesitzer den sogenannten Nutzungsvorteil Ihrer Immobilie in der spanischen Einkommensteuererklärung als „fiktive Miete“ versteuern müssen. Meiner Erfahrung nach kommen dieser Regelung vor allem viele ausländische Immobilienbesitzer, die in Spanien nicht als Residenten (Hauptwohnsitz) gemeldet sind, nicht nach. Ebenso werden gerade Ferienimmobilien oftmals vermietet. Diese Einkünfte müssen ebenfalls in der spanischen Einkommensteuererklärung angegeben werden. Auch das passiert meist nicht – weil bislang keine effizienten Kontrollmöglichkeiten vorhanden waren.

Was macht das spanische Finanzamt mit den Daten?

Der spanische Fiskus hat durch die Informationsverpflichtung der Energieversorger zwei ganz grundlegende Kontrollmöglichkeiten:

1. Verschwiegene Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung?

Wenn der Eigentümer einer spanischen Immobilie nicht identisch ist mit dem Anschlussinhaber des Stromvertrags, wird – berechtigterweise – davon ausgegangen, dass nicht deklarierte Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung vorliegen müssten. Hier wird es dann mit Sicherheit zu Nachfragen und Problemen kommen.

2. Spanische Steuerpflicht durch Hauptwohnsitz?

Wenn Sie eine Immobilie in Spanien haben, dort aber als sogenannter „Nicht-Residente“ nicht gemeldet sind, wird Ihr Energieverbrauch genau kontrolliert werden. Haben Sie beispielsweise einen sehr hohen Stromverbrauch, wird der Staat davon ausgehen, dass Sie sich mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien aufhalten beziehungsweise dort Ihren Lebensmittelpunkt unterhalten. Das hat wiederum erhebliche Folgen: Sie sind dann mit Ihrem gesamten Welteinkommen in Spanien steuerpflichtig. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Spanien regelt dabei, dass Sie nicht doppelt besteuert werden, sondern rein in dem Land, in welchem Sie den Mittelpunkt Ihres Lebensinteresses haben.

Ich habe bereits mehrere Praxisfälle gesehen, in denen deutsche Steuerbürger auf ihre spanische Immobilie eine Zwangshypothek seitens des spanischen Staates eingetragen bekamen. Diese Bürger zahlen in Deutschland ganz regulär ihre Steuern. Dennoch erhebt Spanien Anspruch darauf aufgrund der Kontrolle von Strom-, Wasser, Gas- und Telefonrechnungen. Derartige Steuerkonflikte werden in Zukunft weiter zunehmen.

Überprüfen Sie bei Auslandsimmobilien Ihre steuerlichen Rahmenbedingungen

Überprüfen Sie bei Auslandsimmobilien Ihre steuerlichen Rahmenbedingungen. Aus meiner Erfahrung sind sich sehr viele Auslands-Immobilienbesitzer der jeweils aktuellen steuerlichen Rahmenbedingungen überhaupt nicht bewusst. In der Vergangenheit hatte die Nichtbeachtung der Steuergesetze kaum Auswirkungen. Das hat sich aber seit einiger Zeit dramatisch verändert. Es können aber auch positive Effekte entstehen. Anstatt Gefahr zu laufen, bei einem häufigen oder dauerhaften Aufenthalt im Ausland eine Steuerhinterziehung zu begehen, kann durch eine gezielte steuerrechtliche Wohnsitzverlagerung nicht selten sogar ein Steuerspareffekt genutzt werden.

Kapitalschutz durch Vermögensstrukturierung und Steueroptimierung

Ein weiteres Damoklesschwert in Spanien – wie in Deutschland auch – ist die Vermögensteuer. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Vermögensteuern europaweit in naher Zukunft vor einer Wiedereinführung stehen werden. Ich möchte Sie vor allem auch dafür sensibilisieren, dass Einschränkungen in den Bereichen Privatsphäre und Diskretion auch in Deutschland nicht nur durch das fehlende Bankgeheimnis drohen, sondern vor allem auch von den – teilweise staatlichen – Energieversorgern oder den Telekommunikationsanbietern.

Nicht nur die Banken werden in Zukunft Daten liefern, sondern Strom-, Gas-, Wasser- und Telefonrechnungen werden den Staaten wichtige Informationsquellen für die Kontrolle und Besteuerung ihrer Bürger sein. Kapitalschutz bedeutet in diesem Zusammenhang gerade auch, Sachwertkapital im Hinblick auf Steuern und Abgaben intelligent zu strukturieren und frühzeitig zu optimieren.

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Globale Sachwerte: Immobilien im Ausland

Mehr als 500 000 Deutsche haben nach einer Studie des Bonner Empirica-Instituts schon Immobilien im Ausland gekauft, jeder Vierte von ihnen ein Apartament, eine Finca oder eine Villa in Spanien.

Die Deutschen sind nicht nur Reiseweltmeister – sie interessieren sich auch für den Erwerb von Auslands-Immobilien. Besonders beliebt sind dabei Häuser in Spanien, Italien oder Frankreich. Doch auch deutsche Urlaubsregionen an der Nord- oder Ostsee sind bei vielen begehrt. Vorteil: Weder Sprachbarrieren noch rechtliche Unklarheiten, wie sie bisweilen beim Erwerb von Auslandsimmobilien bestehen, können sich als Fallstricke erweisen.

Ferienimmobilien: Heimat versus Ausland

Neben den landschaftlichen Reizen vieler Deutscher Regionen sprechen vor allem auch wirtschaftliche Gründe für eine Ferienimmobilie in der Heimat: In klassischen Auslandszielen – insbesondere Spanien – gab es in den vergangenen Jahren drastische Preissprünge. Wer eine Ferienimmobilie im Inland besitzt, hat zudem kürzere Anfahrtswege und kann seinen Ferienaufenthalt ohne großen Vorlauf planen. Die Vermietung des Feriendomizils an andere Urlauber kann zudem die Kosten für den Unterhalt anteilig decken.

Wer eine Immobilie fern der Heimat kauft, sollte auf Nummer Sicher gehen. Besonders wenn es um die Finanzierung geht, ist kompetente Beratung ganz entscheidend. Und allein schon aus sprachlichen Gründen ist oft ein deutscher Baufinanzierer in der Heimat oder auch vor Ort die erste Wahl.

Wichtig ist bei der Finanzierung der Ferienimmobilie ein möglichst hoher Eigenkapital-Anteil. Wer über wenig oder gar kein eigenes Geld für den Ferienhauskauf verfügt, findet im ungünstigen Fall gar keine Bank, die zur Finanzierung bereit ist. Denn für die Bank ist eine Ferienimmobilie in einem fremden Land mit höheren Risiken behaftet: Im Falle der Insolvenz des Käufers kann das Kreditinstitut nicht so einfach die Zwangsversteigerung einleiten, wie das bei deutschen Immobilien der Fall ist. Auch die Beurteilung in Hinblick auf Bauqualität, Werthaltigkeit und Preis einer Immobilie in einem fremden Land ist für eine Bank schwierig. Als Sicherheit kann aber zum Beispiel eine Hypothek auf die lastenfreien eigenen vier Wände in Deutschland dienen.

Eintrag im Grundbuch zur Darlehens-Sicherung

Seit der Liberalisierung des Bankenmarktes in den EU-Mitgliedsländern 1991 können Darlehen aber auch auf der ausländischen Immobilie selbst abgesichert werden. Das kommt besonders Erwerbern von Auslandsimmobilien entgegen, die eine strikte Trennung ihres Wohneigentums in Deutschland von dem ausländischen wünschen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass für die Darlehenssicherung dann auch Hypotheken im ausländischen Grundbuch eingetragen werden müssen, einschließlich notarieller Beurkundung. Erfahrungsgemäß sind aber solche Nebenkosten wie Gebühren für Gerichte und Notare meist deutlich höher als in Deutschland

Andere Länder, andere Sitten: Besonderheiten im Ausland

Die Niederlassungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union öffnet viele Horizonte. Im Prinzip kann man überall zwischen Finnland und Spanien seinen Traum verwirklichen. Der Kauf einer Immobilie im europäischen Ausland ist heute kaum komplizierter als in Deutschland. Allerdings werden Kaufwillige mit fremden Rechtssystemen und anderen Vorschriften und Gesetzen konfrontiert. So gilt zum Beispiel in manchen Ländern schon eine mündliche Absprache als verbindlicher Vertrag. Bei einem Spontankauf muss man unter Umständen mit einem bösen Erwachen rechnen, zum Beispiel, wenn sich herausstellt, dass man das idyllische Häuschen am Meer gar nicht ausbauen darf.

Wichtig: Eine Vertrauensperson vor Ort

Bei der Suche nach der Traumimmobilie sollte man deshalb rational vorgehen. Nur wer das Objekt seiner Wünsche genau unter die Lupe nimmt und fachmännischen Rat einholt, wird wirklich Freude an seiner Ferienimmobilie haben. Eine Vertrauensperson vor Ort ist ebenfalls hilfreich.

Bauen und Renovieren im Ausland erfordert ein höheres Maß an Organisation – und Zeit. Man muss sich genau über die Bauvorschriften informieren und zuverlässige Bauleiter und Handwerker engagieren. Da ist es wichtig, dass man die einheimischen Gepflogenheiten kennt und die Sprache spricht.

Tipps für den Immobilienkauf im Ausland

1. Bewahren Sie kühlen Kopf und lassen Sie sich nicht in Urlaubslaune zu einem Spontankauf verleiten. Auch ein scheinbar einmaliges Angebot muss kritisch begutachtet werden. Stellen Sie Vergleiche mit anderen Objekten vor Ort an. Schnäppchen haben meistens einen Haken.

2. Prüfen Sie, ob die Region wirklich Ihren Bedürfnissen entspricht. Wie sieht die Infrastruktur aus? Liegt Ihnen die Mentalität der Menschen? Lässt sich hier wirklich all das realisieren, was Sie sich für die Zukunft wünschen? Wichtig für einen potenziellen Altersruhesitz: Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung aus?

3. Informieren Sie sich genau über das Objekt Ihres Interesses. Bei Gebrauchtobjekten sollten Sie prüfen: Hat der Vorbesitzer alle Steuern bezahlt? Gibt es spezielle Bauvorschriften oder Nutzungsbeschränkungen? Sind Aus- und Umbauten überhaupt erlaubt? Wie sieht die Bausubstanz aus? Ziehen Sie zur Sicherheit auch einen Sachverständigen zu Rate.

4. Vergessen Sie in Ihrer Kalkulation nicht die Nebenkosten. Für Gutachten, Notarkosten, Erwerbsteuern und Grundbucheintragungen sollten Sie bis zu 20 Prozent des Kaufpreises rechnen.

5. Stellen Sie sicher, dass der Verkäufer auch wirklich der Eigentümer ist. Dazu sind ein Grundbuchauszug, meistens aber auch zusätzliche Nachforschungen durch Makler oder Anwälte nötig.

6. Schalten Sie für den Kaufvertrag einen Notar ein, und zwar auch in Ländern, in denen dies nicht vorgeschrieben ist.

7. Ziehen Sie einen Dolmetscher hinzu und lassen Sie diesen besonders die Vertragsbedingungen Wort für Wort übersetzen.

8. Sind Anzahlungen üblich, in Spanien beispielsweise können das bis zu 40 Prozent der Kaufsumme sein, sollte zuerst ein Vorvertrag abgeschlossen werden. Der Verkäufer muss entsprechende Sicherheiten leisten.

9. Bestehen Sie vor Zahlung der endgültigen Kaufsumme auf einer Eintragung ins Grundbuch, beziehungsweise eines entsprechenden Registers. Nur so verhindern Sie, dass das Objekt anderweitig verkauft oder belastet werden kann.

10. Kalkulieren Sie die Unterhaltskosten genau. Ein Objekt, das wegen Pool und Garten ständig gepflegt werden muss, zieht höhere Folgekosten nach sich. Die Immobilie muss auch in Abwesenheit des Eigners betreut werden. Auch für regionale Steuern, kommunale Gebühren und Wasser muss man mitunter erhebliche Kosten einplanen.

Auslands-Immobilien: Informationen und Immobilien-Angebote

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