Schlagwort-Archiv: Risikomanagement

Rechtsprechung: Kinder haften für ihre Eltern!

01.2.2_ibp_gesetzSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

aus zahlreichen Gesprächen weiß ich, dass viele Anleger mit dem Begriff “biometrische Risiken” nach wie vor nichts anfangen können. Das ist bedenklich, da die Risiken der Biometrie für jeden Bürger weit wichtiger sind in ihren möglichen Auswirkungen als beispielsweise Staatsschulden, Börsen-, Emittenten- oder Währungsrisiken.

Die Biometrie ist eine messende und auswertende Wissenschaft an Lebewesen

Die Biometrie ist eine Wissenschaft, die sich mit Messungen an Lebewesen und den dazu erforderlichen Auswertungsverfahren beschäftigt. Ursprünglich stammt der Begriff der biometrischen Risiken aus dem Bereich der Lebensversicherungen. Allerdings sind biometrische Risiken weit umfassender als das reine Todesfallrisiko. Unter biometrischen Risiken versteht man individuelle Gefahren, die unmittelbar mit dem Leben einer zu versichernden Person und ihres Lebensunterhalts verknüpft sind.

Darunter fallen neben dem nicht zu kalkulierende Risiko des Todes das zunehmende Risiko eines langen Lebens, die Invalidität oder Berufsunfähigkeit, die Pflegebedürftigkeit sowie die Gefahr, von einer schweren Erkrankung (Dread Disease) betroffen zu sein.

Die wichtigsten biometrischen Risiken auf einen Blick

+ (vorzeitiger) Tod

+ Langlebigkeit

+ Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit, Invalidität

+ schwere Erkrankungen (Dread-Disease)

+ Pflegebedürftigkeit

Das Todesfallrisiko ist heute ebenso einfach wie kostengünstig abzusichern. Nicht durch eine kapitalbildende Lebensversicherung, sondern durch Abschluss einer Risikolebensversicherung. Hier können bei überschaubaren Beiträgen bereits sehr hohe Versicherungssummen für den Todesfall erreicht werden. Für das biometrische Risiko der Langlebigkeit gilt das leider nicht. Vor allem dann, wenn ein hohes Alter nicht bei gleichzeitig guter Gesundheit erreicht wird.

Eine Langlebigkeit in Krankheit und Pflege ist ein vernachlässigtes Risiko

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, was ganz grundsätzlich sehr erfreulich ist. Eine der größten Herausforderungen ist dabei jedoch die Tatsache, dass einhergehend mit dieser Entwicklung zwei biometrische Risiken immer stärker ansteigen: der Eintritt einer schweren Krankheit sowie die dadurch bedingte Gefahr der Pflegebedürftigkeit.

Die grundlegende Absicherung und Versicherung gegenüber biometrischen Risiken ist nicht nur eine notwendige Vorsorge, sondern ein ganz wesentlicher Kapitalschutz – vor allem wegen der mittlerweile geltenden Sozialgesetze.

Die Kosten für Altenheime und Pflege übersteigen das Einkommen und Vermögen vieler

Die Sozialämter springen zunächst ein, möchten aber auf diesen Ausgaben nicht sitzen bleiben. Immer häufiger werden dann die Kinder zur Kasse gebeten. Die stark steigenden Fälle von Alzheimer- und Demenzerkrankungen sind beispielsweise sehr betreuungs- und kostenintensiv. Diese schweren Krankheiten können sich über viele Jahre oder gar Jahrzehnte erstrecken.

Die staatlichen Renten- und Sozialversicherungskassen sind immer stärkeren Belastungen ausgesetzt

Die Hauptgründe liegen in der zunehmenden Staatsverschuldung, verbunden mit den negativen demografischen Entwicklungen in Deutschland. Auch die Zuwanderung in unsere Sozialsysteme stellt eine zunehmende Belastung dar. Ihre Ersparnisse und Ihr privates Vermögen, ebenso wie das Ihrer Familienmitglieder (Eltern, Kinder oder Ehepartner) werden zur Finanzierung von Versorgungslücken in Zukunft verstärkt herangezogen.

Eltern haften mit ihrem Vermögen und Kinder haften für ihre Eltern

Der Gesetzgeber hat das Sozialgesetzbuch SGB bereits auf die notwendigen Zahlungsverpflichtungen von Angehörigen vorbereitet. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinen ersten Urteilen diese Gesetze bereits bestätigt. Es wird hier sehr deutlich, dass Eltern mit ihrem gesamten Vermögen für die Kosten einer schweren Krankheit und Pflegebedürftigkeit haften. Gleichzeitig haften Kinder für ihre Eltern für den Fall, dass die Eltern kein Kapital mehr haben.

So steht es im SGB. Hier gibt es den § 2 SGB XII. Dieser besagt, dass der Staat bei der Pflegefinanzierung erst dann zahlen muss, wenn alle eigenen privaten Mittel wie Einkommen, Rente und Vermögen aufgebraucht sind. In der Praxis bedeutet das, dass die staatlichen Leistungen erst dann erfolgen, wenn Sie oder Ihr Angehöriger ein Sozialfall sind.

Kinder_haften_für_Ihre_ElternDas SGB führt im Falle von Krankheit und Pflegebedarf zu Ihrer Enteignung

Dass Eltern ihr Vermögen frühzeitig unter Ausnutzung hoher Freibeträge (400.000 Euro pro Kind) an ihre Kinder verschenken, bringt natürlich auch nichts mehr, denn Kinder und Verwandte in gerader Linie werden nach dem BGH-Urteil (Aktienzeichen: XII ZR 148/09) aus dem Jahr 2010 zur Pflegefallfinanzierung mit herangezogen. Die Regelungen des SGB führen dadurch zu einer Enteignung aufgrund von Krankheit und Pflegebedarf.

Die Haftung der Kinder für ihre Eltern ist weitreichend. So wurde ein Sohn zur Pflegekostenübernahme verurteilt, obwohl sein mittlerweile verstorbener Vater den Kontakt zu ihm vor mehr als 30 Jahren abgebrochen hatte. Nicht nur die Lebensqualität des Sohnes leidet unter diesen finanziellen Ausgaben, auch der eigene Aufbau seiner privaten Altersvorsorge wird dadurch massiv gefährdet.

Schwere Krankheiten und Pflege sind Risiken die auch junge Menschen treffen können!

Der tragische Unfall von Michael Schumacher, der Schlaganfall der Star-Komikerin Gabi Köster, die Alzheimer-Diagnose beim Fußballmanager Rudi Assauer oder Gerd Müller, dem ehemaligen Bomber der Nation und allen voran zahlreiche Krebsdiagnosen bei zahlreichen bekannten Personen führen uns deutlich vor Augen, dass Dread-Disease-Versicherungen bereits für junge Menschen sehr wichtig sind.

Wie Sie sich und Ihre Familie vor diesen Entwicklungen und Risiken schützen können recherchiere und analysiere ich regelmäßig im Rahmen meines Wirtschaftsdienstes Kapitalschutz vertraulich. Beispielsweise in meiner Themenspezial-Sonderausgabe „Dread Disease – Schwere Krankheiten“.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

 

Markus Millers Appell für das Bankgeheimnis!

Markus Miller - Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. - www.geopolitical.biz

Markus Miller – Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – www.geopolitical.biz

Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Kampf den Steueroasen und Kampf gegen das Bankgeheimnis anderer Länder. Derartige Aussagen haben Sie in den letzten Jahren wiederholt in den breiten Medien gelesen. Ich halte diesen meist undifferenzierten Weg für sehr bedenklich für eine freiheitlich, liberale Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

Für mich ist die Kapitalanlage im Ausland, also eine gezielte Streuung von Vermögenswerten bei ausländischen Banken gerade jetzt ein wichtiger Beitrag zu einem professionellen privaten Vermögens- und Risikomanagement. Entgegen der derzeitigen, teilweise sehr polemisch geführten Diskussionen um die Steueroasenthematik, hat dies in Keiner Weise mit der immer wieder angesprochenen Steuerhinterziehungsthematik zu tun!

Steuerhinterziehung oder Schwarzgeld stehen bei vielen Auslandskapitalanlegern schon lange nicht mehr im Vordergrund. Nicht einmal mehr die vollkommen legale Steueroptimierung. Vielmehr der verständliche und absolut legitime Wunsch nach Diskretion und Wahrung der Privatsphäre.

Ich möchte Ihnen aus diesem Grunde einmal einige Praxisbeispiele aufzeigen, welche belegen, dass das Bankgeheimnis oder der Wunsch nach Privatsphäre eben nichts mit der Steuer zu tun hat, sondern mit der Steuerung von Vermögenswerten, getreu meinem Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!“.

8 reale Fälle aus meiner Praxis:

1. Uneheliche “verschwiegene” Kinder

Sie haben ein uneheliches Kind, von dem Ihre Familie nichts weiß und auch nach Ihrem Tod nichts wissen soll. Über eine Vermögensstrukturierung – gerade beispielsweise über Ausländische Versicherungspolicen aus dem Fürstentum Liechtenstein – können Sie hier eine flexible Begünstigung vornehmen, auch für Ihren Todesfall. Vermögenswerte können somit außerhalb des Nachlasses, diskret übertragen werden. Nicht diskret gegenüber dem Staat, sondern diskret gegenüber Ihrer Familie!

2. Geliebte/r

Sie haben eine Geliebte (oder einen Geliebten), von dem Ihre Familie nichts weiß. Sie möchten dieser Person nach Ihrem Tod etwas zukommen lassen. Sie wollen allerdings auch nach Ihrem Tod dieses Geheimnis bewahren und können somit natürlich keine testamentarische Verfügung vornehmen.

3. Probleme im Familienkreis

Sie haben Probleme im Familienkreis, beispielsweise mit Ihrer Ex-Frau (oder Ihrem Ex-Mann), mit Ihren Kindern, mit Ihrer Schwiegertochter oder Ihrem Schwiegersohn. Mir sind hier Fälle aus der Praxis bekannt, in denen beispielsweise drogenabhängige oder charakterlich noch nicht gefestigte Kinder vor dem Geld „geschützt“ werden sollen, bis sie beispielsweise einen Weg aus ihrer Lebenskrise gefunden haben.

Ebenso gibt es immer wieder den Fall, dass Eltern diskret bestimmte Kinder besser stellen wollen, beispielsweise weil diese ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen (Pflege im Alter, Verhalten, Wertschätzung) näher stehen als die anderen Geschwister.

4. Sie sind Homosexuell – Gegenseitige Absicherung

Sie sind homosexuell und möchten sich und Ihren Lebenspartner absichern. Hier stoßen Sie bei der Vermögensübertragung auf erhebliche Nachteile und Hürden, vor allem, wenn Sie sich nicht für die sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft (Homo-Ehe) entscheiden.

Vielleicht haben Sie in diesem Fall auch einen hohen Diskretionsbedarf, wenn Sie Ihre Neigungen nicht öffentlich gemacht haben. Das ist immer noch häufig der Fall. Denn gerade Unternehmer oder Personen im öffentlichen Fokus haben weiterhin Nachteile zu befürchten, wenn sie sich „outen“.

Erben_Vererben_Erbschleicher5. Diskretionsbedarf innerhalb der Familie

Sie wollen nicht, dass Ihre Kinder oder Ihre zukünftige Ehefrau/Ehemann frühzeitig wissen, wie viel Geld Sie wirklich haben. Geld kann ja bekanntlich den Charakter verderben, und viele Eltern oder Partner möchten nicht, dass Kinder zu früh von großen Vermögenswerten erfahren. Sie können in solchen Fällen eine sogenannte Begünstigtenregelung auf einen Zeitpunkt legen, zu welchem Sie davon ausgehen, dass Ihre Erben die nötige menschliche wie fachliche Reife haben.

6. Individuelle, flexible Vermögensübertragungen

Gerade Großeltern übertragen gerne Vermögenswerte direkt auf ihre „Lieblingsenkel“ und wollen die gesetzliche Erbfolge für bestimmte Vermögensbestandteile umgehen. Dies ist ebenfalls durch Strukturen möglich, welche auch diskret vor den eigenen Kindern umgesetzt werden können. Auch der Schwiegersohn oder die Schwiegertochter sollen manchmal „ausgeschlossen“ und stattdessen direkt die Enkel bedacht werden.

7. Vermögens- und Haftungsschutz

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist der Haftungsschutz für Unternehmer: Sie sind beispielsweise Geschäftsführer einer GmbH und gehen somit in Ihrem operativen Geschäft unternehmerische Risiken ein.

Wenn Sie nun auch ein Haus und ein Wertpapierdepot haben, ist es nicht zwangsläufig so, dass Sie bei einer Schieflage Ihrer GmbH nur mit Ihrem Stammkapital haften. In Deutschland gibt es unter Umständen auch eine Durchgriffshaftung auf den Geschäftsführer. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Sie eine Schieflage Ihrer Gesellschaft falsch beurteilen. Dann können – bei entsprechendem Gerichtsurteil – auch Ihr Eigenheim und Ihr Wertpapierdepot in die Konkursmasse mit einfließen.

Viele GmbH-Geschäftsführer haben aus diesem Grunde beispielsweise ihr Eigenheim auf ihre Ehefrau überschrieben, um dieses Haftungsrisiko zu minimieren. Allerdings gehen Sie mit diesem Transfer des Eigentums auf Ihre Frau natürlich ein neues Risiko ein, nämlich das einer Scheidung.

Nicht selten passiert es gerade im Falle einer Insolvenz, dass die daraus auch immer resultierenden psychischen Anspannungen auch Auswirkungen auf Ihr Privatleben haben. Und wenn Ihre Frau Sie dann eventuell verlässt – dieses Risiko ist in Deutschland rein statistisch nun mal sehr hoch, da jede 2. Ehe geschieden wird –, haben Sie Ihr Eigenheim, rein vom rationalen Risikomanagementgedanken her, eben nicht abgesichert.

Ich weiß, dass bei diesem Thema oft viele Emotionen vorhanden sind und die Rationalität ausgeblendet wird, aber auch hier kann ich aus meiner Praxiserfahrung sagen, dass viele ehemals verliebte Paare nur wenige Jahre später die erbittertsten gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt haben. Wenn man frühzeitig und gemeinsam die richtigen Strukturen schafft, ist dies aus meiner Sicht der sehr viel intelligentere Weg.

Jedenfalls immer für den Ehepartner, der entweder das Hauptvermögen mitbringt oder den Zugewinn erwirtschaftet, und das muss natürlich nicht zwangsläufig immer der Ehemann sein! Hier müssen Sie übrigens auch gerade in guten Zeiten (also Ihre Firma ist wirtschaftlich erfolgreich und Ihre Ehe intakt) die entsprechenden Strukturen schaffen. Nicht erst dann wenn Sie kurz vor der Insolvenz stehen und Ihre Ehe kurz vor dem Aus steht. Dann ist es zu spät.

Schutz der Familie bei gleichzeitigem Schutz vor der Familie

Das bedeutet, Sie müssen zum einen für Ihre Familie vorsorgen, falls die Firma in Schieflage gerät, und zum anderen Ihre Firma schützen – also sie vor Ihrer „Familie“ schützen –, falls Ihre Ehe in die Brüche geht. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit für Streitigkeiten mit anderen Familienangehörigen wie Kindern, Eltern oder Geschwistern in der heutigen Zeit ja auch sehr hoch, mit teilweise gravierenden finanziellen Folgen, gerade bei Erbstreitigkeiten.

8. Risikomanagement: Rechtliche Diversifikation und geografische Streuung

Ausländische Versicherungspolicen, beispielsweise aus Liechtenstein sind rechtlich eine eigenständige „juristische Person“. Sie schaffen also durch Abschluss einer Versicherungsstruktur eine eigenständige, rechtlich isolierte Gesellschaftsform für Teile Ihrer Vermögenswerte.

Das ist über Ausländische Lebensversicherungen bereits ab 20.000 Euro möglich. Im Falle von Sparverträgen sogar bei bestimmten Anbietern bereits ab 50 Euro. Für andere Gesellschaftsformen wie Stiftungen oder Trusts beispielsweise würden Sie das 10-fache Anlagevolumen benötigen.

Sie schaffen somit eine rechtliche Streuung Ihres Vermögens und durch Nutzung ausländischer Anbieter, Bankplätze und Rechtsräume zusätzlich noch eine geografische Verteilung Ihrer Werte. Das bedeutet in der Praxis ein besseres Anlage- und Risikomanagement auch über das reine Verwalten Ihrer Wertpapiere hinaus.

Eine ausländische Versicherungspolice beispielsweise wird somit zu einer eigenständigen und isolierten Gesellschaft, die den Schutz Ihrer Vermögenswerte deutlich verbessert. So wie Sie aus Diversifikationsüberlegungen Aktien aus unterschiedlichen Branchen oder Ländern kaufen, sollten Sie auch – je nach Höhe Ihrer Vermögenswerte – überlegen, Ihre Vermögensstrukturen in unterschiedlichen Rechtsräumen und bei verschiedenen Banken zu verteilen. Grundlagen für all diese Modelle sind für mich jedoch intakte Bankgeheimnisse.

Mein Fazit: Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!

Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, differierenden Gesetzgebungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern streuen Sie operative und strategische Risiken, ohne dass grenzüberschreitende Querverbindungen der einzelnen Anbieter negative Einflüsse haben.

Nicht zu vergessen bleibt, dass Sie auf diese Weise auch von den besseren Rahmenbedingungen im Ausland profitieren, zum Beispiel in Form von höher Beratungskompetenz, einem besseren Produktangebot oder flexibleren Anlagemodellen. Das alles schlägt sich schließlich in Ihrer Rendite nieder, was in der Praxis einen höheren Vermögensschutz bedeutet.

Wenn Sie dann noch Teile Ihres Vermögens in eine juristische Person einbringen reduzieren Sie vor allem Risiken, die beispielsweise durch Streitigkeiten, Scheidung, Erbfolgen, Schenkungen oder im allgemeinen negativen Rechtsprechungen und höherer Gewalt entstehen können.

Liechtenstein bietet beispielsweise die einzigartige Kombination: Keine EU-Mitgliedschaft, keinen EURO, keine ESM-Haftungsrisiken, keine EU-Bankenunion aber EWR-Vorteile!

Beichtgeheimnis, Ärztliche Schweigepflicht, Schweigepflicht eines Anwaltes

Das alles hat mit einer möglichen Steuerhinterziehung nichts, aber absolut gar nichts zu tun! Deswegen gehört für mich das Bankgeheimnis in meinem Demokratieverständnis genauso geschützt und anerkannt, wie das Beichtgeheimnis, die Ärztliche Schweigepflicht oder die Schweigepflicht eines Anwaltes!

Das Arztgeheimnis beispielsweise stellt eine wesentliche Grundlage des Vertrauens des Patienten in den Arzt dar. Das Arztgeheimnis ist damit die Grundlage der rückhaltlosen Offenbarungsmöglichkeit für den Patienten gegenüber seinem Arzt. Diese rückhaltlose Offenbarungsmöglichkeit ist aber aus meiner Sicht auch gerade gegenüber dem Vermögensberater des Vertrauens dringend notwendig. Die absolut legitime Grundlage dafür ist ein funktionierendes Bankgeheimnis.

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Kapitalschutzreport 2016: Die große Flucht!

Kapitalschutzreport_2016Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

die Systemstabilität der Europäischen Union und der Gemeinschaftswährung Euro ist aufgrund des starken Anstiegs der Staatsschulden seit Ausbruch der letzten großen Finanzkrise im Jahr 2008 bereits latent gefährdet. Das schlechte Management der aktuellen Flüchtlingskrise wird die Staatsfinanzen zusätzlich stark belasten.

Deutschland befindet sich inmitten einer Fluchtwelle in seine Sozialsysteme!

Die langfristigen Auswirkungen auf unsere Renten- und Gesundheitssysteme sind derzeit noch nicht seriös abschätzbar. Gelingt es nicht, den Großteil der Flüchtlinge, die länger bleiben, in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren, werden unsere Sozialsysteme früher oder später hoffnungslos überlastet sein.

Bei einem negativen Verlauf des Migrations- und Integrationsprozesses werden im besten Fall alle Bürger ärmer werden. Im schlechtesten Fall wird es zu gesellschaftlichen Verteilungskämpfen kommen, die die innere Sicherheit und Stabilität Deutschlands und Europas massiv gefährden werden.

Die Gebrauchsanleitung für die Praxis: Der Kapitalschutzreport 2016 von Markus Miller

Börsensender, Direktbanken, Anlegermagazine, Banken oder viele Vermögensverwalter bieten mittlerweile scheinbar kostenlose „Depot-Checks“ an. Anleger können hier ihre bestehenden Depots einsenden und bekommen dann – meist pseudowissenschaftliche – Auswertungen, mit welchen Maßnahmen und Produkten sich ihr Wertpapierdepot optimieren lässt. Wichtige persönliche Basis-Bausteine wie Anlage- und Risikoprofil, allen voran in Bezug auf die monetäre und emotionale Risikotragfähigkeit werden dabei oftmals überhaupt nicht berücksichtigt.

Im Rahmen meiner Beratungstätigkeiten – vor allem für Vermögensverwalter- und Finanztests – habe ich in den vergangenen Jahren auch unzählige Auswertungen dieser Depot-Checks auf den Tisch bekommen. Zudem werde ich immer wieder von Lesern gefragt, was ich von den jeweiligen „Depotoptimierungsvorschlägen“ halten würde, welche diese als Teilnehmer dieser Checks von Banken und Vermögensverwaltern bekommen haben.

Meine Erkenntnis: Die meisten kostenlosen Depot-Checks sind reine Marketinggags!

Fast alle Anbieter werben damit, dass sich deren computergestützter Depot-Check auf die Erkenntnisse der modernen Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz stützt. Was nach außen als Hilfe für Anleger aussieht, entpuppt sich nach meiner Erfahrung als reines Neukundenakquisitions- und Produktvertriebsprogramm für Banken und Vermögensverwalter ohne jeglichen Mehr- oder Nutzwert für den Anleger. Im Gegenteil!

Oft scheint die Gefahr sehr groß, dass unbedarfte Anleger die teilweise vollkommen unausgewogenen, ohne Beratungsgespräche zusammengewürfelten Depotvorschläge ungeprüft umsetzen. Eine weitere Erkenntnis ist jene, dass die persönlichen Daten der Teilnehmer am Depot-Check von den Anbietern offensichtlich nicht nur für hauseigene Werbeaktionen verwendet, sondern teilweise auch weitergereicht werden.

Lassen Sie Ihr Depot überprüfen: Aber nicht durch einen Anbieter von der Stange!

Sie sollten natürlich Ihr Kapital persönlich fortlaufend überwachen. Ich rate Ihnen jedoch zusätzlich dazu, dass Sie Ihre Strategie und vor allem Ihre Vermögenswerte zumindest zweimal pro Jahr von einer unabhängigen Stelle überprüfen lassen. Auf keinen Fall sollten Sie dafür jedoch die standardisiert angebotenen Depot-Checks in Anspruch nehmen. Das sind lediglich Marketing-Massenabfertigungen, ohne dass sich wirklich ein Mensch intensiv mit Ihrem Depot und vor allem Ihnen, Ihren Rahmenbedingungen und Ihren Bedürfnissen beschäftigt.

Organisieren Sie Ihren eigenen, ganz persönlichen Depot-Check!

Meine Empfehlung: Schreiben Sie ausgesuchte Banken und Vermögensverwalter individuell an! Ich habe meinen Abonnenten von Kapitalschutz vertraulich bereits zahlreiche Adressen von empfehlenswerten Banken und Vermögensverwaltern an die Hand gegeben. Ich habe diese Vorgehensweise bereits mit einer Vielzahl an Lesern ausgiebig getestet.

Einige Leser verwalten dabei ihr Vermögen selbst. Andere sind bei Vermögensverwaltern, mit denen sie sehr zufrieden sind. Das ist ja auch gut so, trotzdem rate ich zu einer Kontrolle durch eine dritte Instanz. Mehrere meiner Leser informieren beispielsweise ihre Vermögensverwalter, dass sie ihr Depot jährlich von einer unabhängigen Kontrollinstanz überwachen lassen.

Die Banken und Vermögensverwalter dieser Leser sind dadurch viel aufmerksamer und besser geworden. Mit den Auswertungsergebnissen – welche die Leser kostenlos von anderen Vermögensverwaltern und Banken übermittelt bekommen – konfrontieren sie dann zweimal jährlich ihre Berater. Dies führt nach meinen umfassenden Erfahrungen dazu, dass sinnvolle Veränderungen vorgenommen werden.

Meine Empfehlungen für Ihre persönliche Vermögensvorsorge!

Vergessen Sie aktiv offerierte Depot-Checks von Fernsehsendern, Finanz-Magazinen oder Direktbanken, denn das ist nur reine Werbung ohne Nutzwert. Im schlimmsten Fall sind die Vorschläge sogar kontraproduktiv.

Wenn Sie ein Beratungs- oder Vermögensverwaltungskunde sind, informieren Sie Ihren Banker oder Vermögensverwalter, dass Sie zukünftig Ihr Depot von einer unabhängigen Stelle kontrollieren lassen. Natürlich sollten Sie Ihren Banker so informieren, dass Ihr Vertrauensverhältnis zu ihm nicht darunter leidet. Er sollte Ihr Vorgehen nicht als Misstrauen auffassen, sondern als legitime, zusätzliche Risikokontrolle, die Sie wünschen.

Sie werden sehen, Ihr Vermögensverwalter gibt sich künftig ganz automatisch mehr Mühe. Halten Sie diese Ankündigung ein und holen Sie Depotoptimierungs-Vorschläge von anderen Banken und Vermögensverwaltern ein. Sprechen Sie diese Ergebnisse dann gemeinsam mit Ihrem Banker durch! Sie werden sehen: Das bringt Ihnen und Ihrem Vermögensverwalter neue Anregungen und oftmals Vorschläge, die dann in die Praxis umgesetzt werden.

Wenn Sie Ihr Vermögen selbst verwalten, laufen Sie noch stärker Gefahr, betriebsblind zu werden. Holen Sie sich auch hier durch die aktive Anforderung von Depotoptimierungs-Vorschlägen Anregungen und Hinweise ein. Sie werden sehen: Auch hier kommen oftmals Anmerkungen oder auch Produktvorschläge zurück, die können Sie dann aktiv zu Ihrem Vorteil einsetzen können.

Sind Sie selbst Banker oder Vermögensberater? Dann hinterfragen Sie sich regelmäßig selbst!

Ich rate Ihnen, wenn Sie vielleicht selbst Banker oder Vermögensverwalter sind, ebenfalls so vorzugehen. Nicht, weil Sie an Ihrer Kompetenz zweifeln, sondern weil das in diesem Fall unter Konkurrenzanalyse, Marktbeobachtung und Marktforschung läuft. Nehmen Sie also ein – anonymisiertes – Kundendepot und reichen es bei der Konkurrenz ein. Ich bin mir auch hier sicher, es wird Ihnen neue Erkenntnisse bescheren.

Die Sonderanalyse von Markus Miller: Der Kapitalschutzreport 2016 – Die große Flucht!

In meiner kommenden Themenspezial-Sonderausgabe stelle ich meinen Lesern und Abonnenten von Kapitalschutz vertraulich unter anderem zwei einzigartige Möglichkeiten vor, wie Sie ihre bestehenden Kapitalanlagen und ihr persönliches Risikoprofil professionell, auf wissenschaftlicher Basis überprüfen können. Verbunden mit einer persönlichen Auswertung durch einen individuellen Anlage- und Risiko-Bericht.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Vergessene Risiken – Interview mit Markus Miller

Ich persönlich empfinde neben den Gesprächen mit meinen Lesern, Kunden, Partnern und Beratern vor allem Diskussionen mit jungen Studenten immer als sehr wertvoll. Bei meinen Zusammentreffen mit Hochschulstudenten ist mir aktuell wieder aufgefallen, dass diese über ein enormes mathematisches wie ökonomisches Wissen verfügen.

Finanzmarktmodelle und Kapitalmarkttheorien Top – Praxisbezug Flop!

Finanzmarktmodelle und Kapitalmarkttheorien werden aus meiner Wahrnehmung an den deutschen Hochschulen bestens vermittelt. Aber das allein reicht nicht. Ökonomie, Kapitalanlage- und Vermögensmanagement unter Laborbedingungen gibt es nicht. Hier habe ich massive Defizite festgestellt bei meinen Gesprächen mit den rein theoretisch ausgebildeten Studenten. Ich habe zahlreiche Studenten beispielsweise gefragt, wo sie denn Ihr Praxissemester oder Praktikas im Rahmen ihres Studiums machen. Alle Studenten mit welchen ich mich unterhalten habe, hatten ihre ersten Praxiserfahrungen in den rein mathematischen Finanzlabors von Banken, Versicherungen oder großen Industriekonzernen erworben. Einen realen Kunden oder gar ein Beratungsgespräch hat kein einziger Student gesehen.

Die Finanzökonomie ist zu einer Laborwissenschaft mutiert

Risikocontrolling, Bilanzstrukturmanagement, Eigenhandel, institutionelles Asset Management, Research und Analyse sowie vor allem die Entwicklung von Finanzprodukten und Anlagestrategien sind die „praktischen“ Haupteinsatzfelder der Studenten. Die Gefahr ist dadurch sehr groß, dass diese zukünftigen Eliten somit nicht einmal in ihrer Ausbildung eine Wahrnehmung für die so wichtigen Bedürfnisse eines Kunden und Kapitalanlegers bekommen. Auch das ist bereits ein Systemrisiko für die Zukunft. Ebenso wie die derzeit vollkommen vernachlässigten geopolitischen Risiken! In der aktuellen Mitgliederzeitschrift des Bundesverbands der Börsenvereine an deutschen Hochschulen (BVH e.V.) habe ich ein ausführliches Interview gegeben zu meinen grundlegenden Einschätzungen der aktuellen Situation. Dieses finden Sie im Wortlaut nachfolgend zu Ihrer Information:

Interview mit Markus Miller

Markus Miller ist ausgebildeter Bankkaufmann und hat an der Universität Freiburg Vermögensmanagement studiert. Er war für verschiedene renommierte Privatbanken unter anderem in den Bereichen Treasury, Wertpapierhandel, Bilanzstrukturmanagement, Private Banking, Internationales Vermögensmanagement, Business Development und Discount Brokerage tätig. Neben dem Bankplatz Deutschland hat der diplomierte Vermögensmanager Erfahrungen bei international tätigen Banken und Beratungsfirmen in Österreich, Liechtenstein sowie der Schweiz gesammelt. Markus Miller ist Gründer und Geschäftsführer des spanischen Medienunternehmens ► GEOPOLITICAL BIZ S.L.U. sowie Chefredakteur des renommierten Anleger- und Wirtschaftsmagazins „► Kapitalschutz vertraulich“.

Herr Miller, wie schätzen Sie derzeit die politische und wirtschaftliche Stabilität in Europa ein?

Markus Miller: Meiner Meinung nach wird in dieser Frage Europa zu undifferenziert betrachtet. Nordeuropa, allen voran die Skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland beurteile ich sowohl politisch wie wirtschaftlich als absolut stabil. Auch die Gefahren gesellschaftlicher und sozialer Konflikte sind hier nach meiner Auffassung nicht besonders ausgeprägt. In Kerneuropa sind für mich darüber hinaus auch Länder wie Liechtenstein oder die Schweiz als relativ stabil in diesem Zusammenhang zu beurteilen. Innerhalb der Europäischen Union und der Euro-Gemeinschaft ist die Lage in den Peripherieländern Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Zypern dagegen höchst bedenklich. Die höchsten Gefahren gehen für mich derzeit von Spaniens absolut marodem Bau- und Bankensektor aus.

Welche Chancen bieten sich an den Kapitalmärkten?

Markus Miller: Die größte Chance an den Kapitalmärkten ist für mich derzeit, sich so zu positionieren, dass man sein Kapital nach Inflation, Steuern und Gebühren erhalten kann. Ebenso muss sich ein Anleger darauf vorbereiten, einen möglichen Aufschwung nicht zu verpassen, bei gleichzeitiger Absicherung vor einem totalen Worst-Case-Szenario wie einem Zusammenbruch unseres derzeitigen Geld- und Bankensystems. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei nicht in der Suche nach der optimalen Assetklasse, sondern in der gezielten Diversifikation und Kombination von Assetklassen mit unterschiedlichen Investment-Strategien. Von Realwert-Strategien über physische Edelmetalle bis hin zu prognosefreien Trendfolgestrategien über Managed Futures.

Was sind die größten Risiken?

Markus Miller: Die größten Risiken – neben den offensichtlichen Gefahren der Schuldenkrise mit Auswirkungen auf unser Banken- und Währungssystem – sehe ich nicht an den Kapitalmärkten, sondern in der Geopolitik. Der Iran, Israel und Nordkorea sind für mich absolut unberechenbare Damoklesschwerter für unsere Welt. Auch Naturkatastrophen oder gravierende Terroranschläge sind mittlerweile nach meiner Wahrnehmung vollkommen aus dem Risikoblickfeld der Bevölkerung verschwunden, weil diese von den Wirtschaftsrisiken überlagert werden.

Wie ist es um die Zukunft unserer Geldwertstabilität bestellt?

Markus Miller: Es wird keine Geldwertstabilität von Fiat Money (Papiergeld) in Zukunft geben. Wenn wir Glück haben und es zu keinem kompletten Systemcrash kommt, dann wird es eine kalte Enteignung durch eine steigende Inflation oder eine finanzielle Repression mit niedrigen Zinsen und harten Regulierungsvorschriften geben. Für Kapitalinhaber bedeutet dies das gesamte Segment der staatlichen Eingriffe von weichen Umverteilungen bis hin zu harten Enteignungen.

Vor allem bei Edelmetallen gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige Gold und Silber als essentielle Portfoliobestandteile sehen, sprechen andere von einer Preisblase und der langfristig deutlich unterdurchschnittlichen Kursentwicklung von Gold und Silber. Wie ist Ihre Einschätzung?

Markus Miller: Ich sehe überhaupt keine Preisblase bei den Edelmetallen. Sachwerte wie Aktien können unbegrenzt emittiert werden. Immobilien können ebenso relativ unbegrenzt gebaut werden. Geld kann absolut unbegrenzt gedruckt oder in rein virtueller Form geschöpft werden. Ganz grundsätzlich können alle langlebigen Wirtschaftsgüter in einer theoretisch unbegrenzten Stückzahl produziert werden. Edlemetalle oder aber auch Strategische Metalle sind auf unserem Planeten nur in einem stark begrenzten Volumen vorhanden. Sie können auch nicht künstlich geschaffen werden. Für mich sind diese Werte daher in einer Welt des unbegrenzten Wachstums an Geldmengen eine Versicherung für den Werterhalt und die Wertaufbewahrung von Vermögenswerten. Gold betrachte ich dabei in meiner Einschätzung inflationsbereinigt. Hier liegen die historischen Höchstkurse bei rund 2.400 US-Dollar. Legt man das exorbitante Geldmengenwachstum zugrunde, dann müsste der Goldpreis derzeit bei rund 7.000 US-Dollar liegen. Rein rational kann man somit bei den aktuellen Goldpreisen in keinster Weise von einer Blase sprechen.

Können Sie uns verraten, mit welchen Anteilen Sie momentan in welche Assetklassen investieren?

Markus Miller: Ich investiere nicht in Assetklassen, sondern in Anlagestrategien. 27% sind derzeit dabei Trendfolge-Strategien. 31% sind marktneutrale Anlagestrategien. 12% sind sogenannte asymmetrische Anlagestrategien, welche von der Seitwärtsentwicklung eines Marktes profitieren. Auf den DAX bezogen bedeutet dies, dass ich hier einen Seitwärtskorridor gewählt habe, der zwischen 4.550 und 9.000 Punkten liegt. Die restlichen 30% liegen überwiegend linear in den Aktien- und Rohstoffmärkten. Sehr hoch gewichtet sind dabei die Edelmetalle, wie auch die Strategischen Metalle. Mit 6% bin ich in diesem Segment aber auch Short in Europäischen Staatsanleihen.

Welche Länder bieten derzeit stabile politische und wirtschaftliche Verhältnisse bei zugleich moderaten Steuern für Privatpersonen bzw. Unternehmen? Ist Auswandern eine echte Alternative?

Markus Miller: Auswandern ist immer eine Alternative. Nehmen Sie meine Wahlheimat Spanien mit 40% Jugendarbeitslosigkeit. Hier sind Sie als junger Mensch fast gezwungen, auszuwandern. Mein Standort Nr. 1 in Europa, außerhalb der EU aber innerhalb des EWR ist ganz klar das Fürstentum Liechtenstein. Dieses Land hat sich aus meiner Sicht hervorragend aufgestellt in der Finanzwirtschaft für die enormen Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft. Vor allem die Versicherungswirtschaft beurteile ich hier als zukunftsweisend.

Was können Sie den Studenten von heute mit auf den Weg geben, die eine Karriere in der Finanzindustrie anstreben?

Markus Miller: Ich habe großen Respekt vor dem Wissen, das heute an den Universitäten und Hochschulen vermittelt wird. Ich kann jedem Studenten bei allem Fachwissen was er vermittelt bekommt nur raten, sich auch mit Menschen, den Endkunden zu befassen. Ich rate dazu Praktikas nicht rein in den Finanzlabors der Banken zu machen, sondern in den Kundenberatungseinheiten direkt am Markt. Das hat mir ganz wichtige Erfahrungen gebracht, welche ich an keiner Universität je lernen hätte können.

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Globales Risikomanagement

Ich stelle in der Praxis immer wieder fest, dass gerade Privatanleger, Investoren aber auch deren Berater viel zu wenig über Landesgrenzen hinausdenken und vor allem handeln. Stellen Sie selbst sich doch einmal die Frage: „Mein Wertpapierdepot ist (hoffentlich) optimiert – Aber sind auch meine „Lagerstellen“ optimiert und strukturiert?

Wenn man sich das Vermögensmanagement von privaten Investoren vor Augen führt fällt auf, dass viele Anleger ihren Focus auf das Management des monetären Risikos legen, das bedeutet, ist das Depot gut strukturiert, sind die richtigen Finanzprodukte und Anlageformen (Aktien, Zertifikate, Investmentfonds, ETFs) risikoadjustiert und strukturiert enthalten, ist genügend Liquidität zur Verfügung, wird das Kapital kostengünstig verwaltet und vor allem, ist das Depot von den enthaltenen Märkten, Anlageklassen und Produkten gut gestreut, entsprechend dem Risikoprofil, den Zielen und Bedürfnissen des Anlegers.

Risiko ist nicht gleich Risiko!

Strategische Risiken wie beispielsweise Rechtssprechung, Steuerliche Regularien, Anbieterauswahl oder operative Risiken wie beispielsweise der Zugang zu Banken und Vermögensverwaltern, oder technische Probleme in Extremsituationen (11. September, Irak-Krieg, globale Bedrohungen, Epedemien, Missmanagement und Unternehmensschieflagen, Systemkrisen) bleiben oftmals komplett außen vor, können aber erhebliche Auswirkungen wiederum auf die finanziellen Risiken haben und deren gutes Management unter Umständen komplett ad absurdum führen.

Selbst auf der Produktebene bedeutet dies auch, dass aktives Risikomanagement eben nicht nur die Beimischung von Teilschutz- oder Garantieprodukten sein kann. Das Emittentenrisiko ist mittlerweile seit dem Lehman Brothers Debakel wohl jedem professionellen Vermögensberater oder Anleger bewusst. Ganzheitliches Risikomanagement bedeutet allerdings nicht nur die Optimierung auf der Produktebene.

Auch Systemrisiken auf der globalen Makroebene (Schieflagen einzelner Banken, möglicher Zusammenbruch der Finanzsysteme, Staatsprobleme, Währungsturbulenzen oder gar eine Währungsreform), aber auch operative Risiken auf der persönlichen und individuellen Mikroebene wie Scheidungs- und Haftungsrisiken oder Nachfolgemodelle sollten unbedingt schon frühzeitig Beachtung finden in der Vermögensstrukturierung sonst habe Kapitalanleger unter Umständen zwar ein tolles Depot mit einer schönen Performance, es gehört aber plötzlich jemand anderem oder aber die Kaufkraft der enthaltenen Geldwerte hat sich in Luft aufgelöst, beispielsweise im Falle einer möglichen Hyperinflation!

Es ist ähnlich wie mit dem beliebten Spruch an der Börse, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Wobei es an der Börse diesen „Anderen teilweise gar nicht gibt“.

Die Hauptrisiken bestehen für Bürger und Anleger aus meiner Sicht vor allem bei den Beschäftigungs-, Sozial- und Vermögensstrukturen. Also müssen diese Ihre Vermögensstrukturen den neuen Rahmenbedingungen der Globalisierten und Krisenbehafteten Welt anpassen. Jeder einzelne muss seine „Vermögenswerte“ (Kapital, Wissen, Gesundheit, Lebenssituationen, Partnerschaften) analysieren und neu ausrichten.

Der altbewährte Leitsatz „Lege niemals alle Eier in einen Korb“ bekommt also eine erweiterte Bedeutung. Es zählt nicht nur, mehrere Körbe zu wählen und die Eier zu verteilen, sondern auch unterschiedliche Transportmittel- und Transportzeiten für die Körbe auszuwählen.

Haupt-Risikoarten

1. Finanzielle Risiken

+ Liquiditätsrisiken
+ Marktrisiken
+ Ausfallrisiken (Bonitätsrisiken)

2. Strategische Risiken

+ Politische Risiken
+ Management Risiken
+ Gesellschaftliche Risiken
+ Rechtliche und regulatorische Risiken
+ Höhere Gewalt

3. Operative Risiken

+ System- und Betriebsrisiken

Die Rettungsschirme, Hilfsmaßnahmen und Konjunkturpakete der Staaten sind ebenfalls Strategische Hauptrisiken, welche es zu managen gilt!

Die Gefahr der Staatsentschuldung durch Geldentwertung (Währungsreform) ist eines der Damoklesschwerter für jeden Vermögensinhaber, welcher in Geldwerte und nicht in Sachwerte investiert ist. Daran sollten vor allem Investoren und auch deren Berater denken, wenn diese glauben kein Risiko in ihren Wertpapierdepots zu haben, weil beispielsweise das gesamte Depot aus Festgeld, Eonia-ETFs, Staatsanleihen oder Bundesschatzbriefen besteht.

Vermögensmanagement = Strukturierung von Mittelherkunft und Mittelverwendung

Für mich ist alles im (Wirtschafts-)leben auf zwei grundlegende Dinge reduzierbar. Die Mittelherkunft und die Mittelverwendung. Das gilt für Private Haushaltskassen oder das Taschengeld von Kindern genauso wie für Unternehmen oder ganze Staatshaushalte.

Wer viel verdient, kann ruhig etwas mehr für eigentlich nicht notwendige Dinge und Luxus ausgeben. Was passiert jedoch momentan in den weltweiten Volkswirtschaften? Die Einkunftsseite, vor allem durch Steuereinnahmen bricht komplett weg. Die Ausgabenseite, durch Konjunkturprogramme und die unzähligen Hilfsmassnahmen und Rettungsschirme hingegen nimmt immer stärker zu.

Wir hören täglich wie Verantwortungsbewusst die Politik mit unseren Steuergeldern umgeht. Das sind doch gar keine Steuergelder mehr, das sind Anlagegelder (Fremdkapital) von Bürgern, die in scheinbar sichere Staatspapiere investieren. Soviel Steuern kann ein Staat in Zukunft gar nicht erheben, um diese Staatsschulden auch nur annähernd zu amortisieren. Sie sind Gläubiger des Staates wenn Sie Staatsanleihen oder Bundeswertpapiere haben. Das ist die Mittelherkunft des Staates. Die Mittelherkunft ist durchaus solide. Aber die intelligente Mittelverwendung von einzelnen Staaten halte ich für stark fraglich, so dass dies ein weiterer Grund ist auch Vermögenswerte in unterschiedlichen Staaten bei deren Banken zu lagern.

Besicherte Zertifikate? – Ja aber durch Sachwerte!

Heute möchte ich einmal wieder einen kurzen Blick auf die Zertifikatebranche werfen. Einige Anbieter aus der Zertifikatebranche begeben mittlerweile durch Staatsanleihen besicherte Zertifikate. Anleger sollten sich bewusst sein, dass dies nicht unbedingt eine Risikoreduktion, sondern eine Risikotransformation von Unternehmen auf Staaten ist. Ich würde mir Wünschen, dass beispielsweise ein Daimler Bonuszertifikat nicht durch den Geldwert einer Staatsanleihe besichert wird, sondern durch den Sachwert der Hinterlegung der Daimler Aktie. Diese Sachwerthinterlegung von (Papierwert)-Zertifikaten ist aus meiner Sicht eine Zukunftsstrategie der Zertifikatebranche. Wenn Anleger derartige Zertifikate dann noch International bei Ausländischen Banken streuen und strukturieren, bedeutet dies intelligentes, proaktives, grenzüberschreitendes Anlage und Risikomanagement.

Fazit – Grenzüberschreitendes Portfoliomanagement ist intelligentes, aktives Anlage- und Risikomanagement

Für mich ist die Kapitalanlage im Ausland gerade jetzt in Zeiten der Unsicherheit, der Globalen Krisen und des Vertrauensverlustes in die Systeme ein wichtiger Beitrag für das Vermögens- und Risikomanagement gerade auch von Privatanlegern.

Die Hauptintention für eine Kapitalanlage im Ausland ist dabei keinesfalls die Steueroptimierung oder gar Steuerhinterziehung. Das Steuern ist wichtiger als die Steuern. An erster Stelle muss immer die Risikoadjustierte Anlageentscheidung stehen. Danach kann der Blick auf eine mögliche Steueroptimierung gerichtet werden.

Anleger sollten sich daher vor allem auch nicht von den aktuellen Medienberichten zu der Diskussion um das Bankgeheimnis verunsichern lassen. Es hat sich Grundlegend überhaupt nichts geändert, im Gegenteil die Entwicklungen sind sogar positiv zu bewerten, vor allem durch mehr Rechtssicherheit und dem „Druck“ auf Ausländische Banken und Berater zu mehr Service- und Beratungsqualität! Das kommt Kapitalanlegern positiv zugute, welche ausländische Bankverbindungen, Anlageprodukte und Servicedienstleistungen in ihre Vermögenssteuerung integrieren.

Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, differierenden Gesetzgebungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern streuen Investoren bei gezielter und professioneller Strukturierung damit operative und strategische Risiken, ohne dass grenzüberschreitende Querverbindungen der einzelnen Anbieter negative Einflüsse haben.

International Banking – 6. Frankfurter Investmenttag

Dieser Themenbereich ist auch Inhalt des meines Vortrages „International Banking – Globalisieren Sie Ihr Vermögen“ auf dem 6. Frankfurter Investmenttag.

Die Inhalte meines Vortrages:

+ Die Hauptrisiken für Vermögenswerte – Wie man sich vor Rechtlichen und Politischen Risiken, einer
Hyperinflation und Währungsreform schützen kann

+ Krisenvorsorge und Vermögensschutzstrategien. Sachwerte statt Geldwerte – Die besten Anlagestrategien mit konkreten Umsetzungsvorschlägen

+ Interessante und innovative Anlagestrategien mit Zertifikaten, Derivaten und ETFs

+ Ausländische Bankplätze – Die aktuellen Entwicklungen in
Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Luxemburg mit einem Blick nach Dubai und Singapur

+ Vorstellung von Sicheren Banken und Discountbrokern im Ausland für ein risikooptimiertes Vermögensmanagement

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Risiko oder Mono-Oligopoly?

Wenn Sie bei google derzeit „Bank Monopoly“ eingeben, dann kommen über 44,5 Millionen Begriffe. Auch in den Medien fällt der Begriff Monopoly im Zusammenhang mit der Banken- und Wirtschaftskrise unglaublich oft. Dabei ist dies aus meiner Sicht gar nicht angebracht. Vielen Bankvorständen oder Managern im Allgemeinen wird beispielsweise auch weiterhin vorgeworfen, Sie hätten ihre eigentlich verantwortungsvolle Tätigkeit – getrieben durch Renditegier und mangelhaftem Risikomanagement – mit einem Monopoly-Spiel verwechselt.

Staatsbanken oder Bankenstaaten?

Aber das kann so natürlich gar nicht stimmen, zumindest nicht im Bankbereich. Beim Monopoly geht es nämlich darum, dass so lange gespielt wird, bis nur noch einer übrig bleibt. Banken brauchen jedoch immer andere Partner und auch wiederum andere Banken, um Ihre Geschäftskonzepte und das System unserer Finanzwelt überhaupt aufrecht zu erhalten in der heutigen Form der virtuellen Papiergeldschöpfung. Auch das Wort „Gelddrucken“ stimmt beispielsweise im Zusammenhang mit den enorm steigenden Staatsverschuldungen nur noch sehr bedingt. Im Prinzip wird das Geld nicht einmal mehr gedruckt, sondern es entsteht virtuell als Digitale-Zahlen auf Bildschirmen, welchen man auf Knopfdruck einfach ein paar zusätzliche Nullen anhängen kann. Dies ist auch kein Monopol, sondern zumindest ein Oligopol zwischen Banken und Staaten. Auch wenn die Banken wiederum teilweise Staatsbanken oder Zentralbanken sind.

Oligopoly statt Monopoly

Im Prinzip bin ich auch der Ansicht, dass einige Banken und auch die Politik ganz bewusst eben nicht Monopoly gespielt haben, sondern Oligopoly. Gerade der Fall der US-Amerikanischen Bank Lehman Brothers war sicherlich von einigen Marktteilnehmern gewollt oder zumindest billigend in Kauf genommen worden, um das eigene, dann kleinere Oligopol für die Zukunft zu stärken und Marktanteile zu gewinnen. Auch wenn vielleicht die dramatischen Folgen und Dominoeffekte im Nachhinein komplett falsch beurteilt und unterschätzt wurden in ihren Auswirkungen. Vielleicht sind wir auch auf dem Weg, dass manche Branchen zwar aussehen wie Oligopole, aber in Wirklichkeit längst Quasi-Monopole sind. Praktisch dass Oligopol als Monopol oder anders ausgedrückt ein Mono-Oligopol.

Mann kann dies dann durchaus auch Kartell nennen, aber Kartelle sind nun einmal nicht erlaubt, darum sorgt man einfach für ein wenig Pseudoökonomischen Begriffswirrwar und keiner merkt mehr was.

Welches alte Brettspiel passt also viel besser als Vergleichsbeispiel?

Dazu muss ich jetzt einmal ein wenig weiter ausholen. Auch wenn manche die mich näher kennen es vielleicht nicht glauben mögen, aber ich war in meiner Kindheit in der Schönstatt-Jugend und wir hatten dort wöchentliche Treffen bei welchen wir vor allem Brettspiele gespielt haben.

Übrigens für alle die diese Bewegung nicht kennen hier die Internetadresse, auf der auch ich heute nach all den Jahren oder besser Jahrzehnten zum ersten Mal war. Damals gab es natürlich auch noch kein Internet: www.schoenstatt.de.

Ja was für ein langweiliger Unterschied zur heutigen Jugend, aber ich fand das immer klasse und statt Komasaufen oder Kiffen haben wir Brettspiele gespielt. Ich habe dort allerdings nie in der Monopoly-Gruppe gespielt, weil mir dieses Spiel nie gefallen hat. Wissen Sie welches Brettspiel ich Stundenlang gespielt habe?

Risiko – Natürlich ein strategisches Kriegsspiel!

Risiko kann als das erste neuzeitliche Strategiespiel unter den Brettspielen bezeichnet werden, da Strategie und diplomatisches Handeln (das war schon damals meine Schwäche) in der weitestgehend vereinfachten Kriegssimulation überwiegend den Spielausgang entscheiden. Es ist übrigens damit auch ein Vorläufer der heute verbreiteten rundenbasierten Computer-Strategiespiele.

Bei Risiko ging es jetzt nicht immer nur darum die Welt zu erobern. Nein, man konnte den Auftrag haben auch nur einen bestimmten Gegner zu vernichten, oder ein bestimmtes Gebiet zu erobern. So konnte es passieren, dass ein Mitspieler zwar fast die ganze Welt erobert hat, aber ein anderer gewann, weil ein bestimmter Gegner vernichtet, oder ein anderes strategisches Eroberungs-Ziel erreicht wurde. Diese Konstellation erinnert mich viel stärker an die derzeitigen Politischen, vor allem Geopolitischen und Wirtschaftlichen Planspiele und Szenarien in unserer Globalisierten Welt.

Krieg ist wie die Schwerkraft

Vielleicht sollte man mal Politiker oder Manager fragen, welches Spiel Sie in der Kindheit gespielt haben, Monopoly oder Risiko. Ich denke jedenfalls „Risiko-Spieler“ haben klar die besseren Grundvoraussetzungen in Sachen Strategie und Taktik, vor allem auch allein schon deswegen, weil da mehr Krieg dabei ist, ganz nach meiner Ansicht: ► Vermögensmanagement ist Krieg! Ich bin natürlich alles andere als ein Pazifist, ich habe nur immer noch deren naive Aussagen und Parolen im Kopf beispielsweise: „stellen Sie sich vor es ist Krieg und keiner geht hin“. Der wichtigste Trieb des Menschen ist nicht der Sexualtrieb und auch nicht der Steuerspartrieb. Es ist der Selbsterhaltungstrieb. Darum stellen Sie sich mal diese Pazifisten-Frage in adaptierter Form: „Stellen Sie sich vor es ist Krieg, Sie müssen mitmachen aber wehren sich nicht!“ Es bringt genauso wenig gegen Krieg zu sein, wie wenn Sie gegen die Schwerkraft sind! Sie werden damit leben und vor allem dafür kämpfen müssen in vielen Bereichen um zu überleben oder erfolgreich zu sein!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Die Weltkarte der Reisewarnungen

Seit kurzem können sich Weltenbummler auf einen Blick über die aktuelle Sicherheitslage für Reisen in alle Welt informieren. Sichere Reiseländer sind auf einer Weltkarte grün eingefärbt, Länder mit problematischen Regionen für die Sicherheit des Reisenden dagegen rot.

Gerade heutzutage, wo einerseits die ganze Welt für Reisende erschlossen ist, sich aber andererseits die Sicherheitsbedingungen ständig ändern, fällt die Auswahl sicherer Reiseziele schwer. Tägliche Nachrichten von Krieg, Terror- und Entführungsgefahr, politischen Unruhen und Epedemien verunsichern und machen einen Überblick fast unmöglich. Selbst westliche Außenministerien beurteilen die Sicherheitslage für Touristen in vielen Ländern der Welt unterschiedlich so die Kartenentwickler. Diese berechnen daher ein durchschnittliches Meinungsbild westlicher Regierungen und können so seine Weltkarte der Reisewarnungen fein abgestuft von grün über gelb bis rot einfärben.

Auf reisewarnungen.org (Interaktive Grafik) sind Sie in der Lage, einfach die sichersten Reiseziele auf allen Kontinenten zu erkennen und in Ihre Reiseplanungen mit einzubeziehen.

Anleitung

1. Klick auf Karte: Vergrößern des Kontinents
2. Klick auf Karte: Vergrößern des Landes
3. Klick auf Info-Symbole: Detailinformationen zum gewählten Land
Klick ins Wasser: Weg zoomen
Rechte Maustaste: Weg zoomen

Woher stammen die Informationen?

Für die Darstellung der Weltkarte der Reisewarnungen werden die Reisewarnungen mehrerer westlicher Außenministerien herangezogen und nach einem von uns entwickelten Schlüssel quantifiziert.
Anschließend berechnen wir ein durchschnittliches Meinungsbild dieser Außenministerien.
Die so ermittelte Durchschnittsmeinung dieser Außenministerien tragen wir in der Karte ab.

Was bedeuten die Farben?

Die Länder werden nach dem Ampelprinzip eingefärbt.

Grün deutet auf ein sicheres Land hin, in dem Sie sich relativ sorglos bewegen können.

In gelben Ländern sollten Sie sehr wachsam sein.

Bei Reisen in orange oder rote Länder sollten Sie sich zuvor genau überlegen, in welche Regionen Sie reisen können, und wie Sie gegebenenfalls das Risiko für Leib und Leben gering halten.

Warum ist die Meinung zu manchen Ländern so negativ?

Da in der Karte jedes Land nur eine Farbe haben kann, werden für die Weltkarte der Reisewarnungen die jeweils ungünstigsten Regionen eines Landes zur Beurteilung der Sicherheitslage heran gezogen.

Beispiele:

Für die Kriegsgebiete im Süden Russlands gibt es Reisewarnungen zahlreicher Außenministerien. Daher ist die Sicherheitslage nicht so zufriedenstellend, als daß Sie sich im ganzen Land sicher frei bewegen können.

Ähnliches gilt für die Türkei. Reisen in die Touristengebiete mögen durchaus sicher sein. Ob Sie sich jedoch frei in Ostanatolien bewegen können ist eine berechtigte Frage, die es vor Reiseantritt zu prüfen gilt.

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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