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Interview mit Markus Miller: “Germany first!”

Interview_Markus_Miller_GEOPOLITICAL.BIZ_Germany_firstSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

aktuell wurde ein sehr umfassendes, analytisches Interview mit Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. - publiziert zu aktuellen Entwicklungen und Fragen der Ökonomie und Geopolitik, über gesellschaftliche und demografische Herausforderungen bis hin zur Geldpolitik und Währungsstabilität.

42586821Das komplette Interview über 4 Seiten können Sie als PDF-Datei über den nachfolgenden Link kostenlos herunterladen: INTERVIEW

 

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Globalsozialismus

Zu einem meiner letzten Beiträge mit dem Titel “vom euro, amero und asiaro zum globo”, bekam ich von Ihnen wieder sehr interessante Zuschriften. Viele von Ihnen sehen es anscheinend ebenfalls als sehr wahrscheinlich an, dass wir eines fernen Tages eine Welteinheitswährung, vielleicht mit dem Namen “Globo” bekommen werden.

Nächstenliebe oder Umverteilung?

Gerade vor oder an Weihnachten denken viele von Ihnen auch natürlich auch an jene Menschen, welchen es in unserer Welt sehr schlecht geht. Wir träumen dann immer von einer besseren und gerechteren Welt, in welcher auch alle Kinder in Afrika beispielsweise genügend zu essen haben, von Frieden, Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, Nächstenliebe und mehr Menschlichkeit. An all diese Dinge Glaube ich nicht! Niemals werden und dürfen Menschen gleich sein. Ich würde jedenfalls nicht in dieser Einheitswelt der Gleichheit leben wollen. Jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied. Allerdings ist es natürlich so, dass ein westeuropäisches Akademikerkind bessere Startvoraussetzungen hat in dieser Welt, als ein Senegalesisches Nomadenkind. Dieser Fakt ist für mich ein Beispiel, welches in dieser oder abgewandelter Form immer da sein wird in den unterschiedlichsten Bereichen. Ich kann auch nicht gegen die Schwerkraft auf der Erde sein. Es gibt Sie nuneinmal und Sie wird immer da sein. Damit können und müssen wir leben. Würde die Schwerkraft nicht mehr da sein, könnten wir allerdings nicht mehr leben. Gleiches gilt für mich für die “Vision” der absoluten Gleichheit der auf dieser Welt lebenden Menschen. Auch dies wäre für mich der Untergang der Menscheit.

Ein Leser hat mir einen Brief geschickt, der sicherlich “hart an der Grenze – in Bezug auf seine Weltanschauung – ist”, allerdings hat mich ein Punkt, welchen er nannte schon zum Nachdenken gebracht.

Gibt es bereits eine Globalsozialistische Weltanschauung?

Ein Leser hat mir sinngemäß (sinngemäß schreibe ich deshalb, weil sein Schreiben wie gesagt sehr hart formuliert war und ich dieses in dieser Form nicht veröffentlichen möchte) folgendes geschrieben:

…Ein Mensch der die Globalisierung nicht begreift ist ein Nationalist, oder in extremerer Form auch ein Nationalsozialist. Derjenige welcher Sie begreift, ist oftmals ein linksgerichteter Globalsozialist. Diese Gefahr der Globalisierung (alle Menschen sollen gleich reich/arm werden) ist für unsere “reiche” westliche Welt, die genau gleiche Gefahr, wie jene, dass die Menschen der “Dritten Welt” weiter ausgebeutet werden durch diese Globalisierung!”

Wie gesagt, dass ist natürlich eine Aussage, welche man diskutieren und vor allem diferenzieren muss. Der Leser hat übrigens auch noch andere Ansichten, welche beispielsweise in Bezug auf unsere Bundesrepublikanischen Politik- und Gesellschaftssysteme dahingehend zielen, dass er beispielsweise der Ansicht ist, dass “Föderalismus eine Art Regionalsozialismus ist”.

Diese Aussagen kann jeder von Ihnen nun natürlich komplett unterschiedlich interpretieren. Jedoch muss man sich – gerade in dieser Phase, in welcher sich unsere “Globalisierte Welt” derzeit befindet mit derartigen Überlegungen sehr wohl auseinandersetzen.

Neue – ausufernde und unkontrollierte – Völkerwanderungen von Menschen der “Dritten Welt” sind beispielsweise genauso eine Gefahr für unsere Gesellschaft, wie Missmanagement oder auch Innere Unruhen. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass ich diese Aussagen bereits in meinem Buch ► Geopolitische Vermögenssteuerung aus dem Jahre 2005 niedergeschrieben habe. Hier wurde ich auch oftmals für meine “Schwarzmalerei” kritisiert oder belächelt. Wenn Sie mal schauen, dass in Süditalien wegen Problemen der Hausmüllentsorgung brutale Unruhen ausbrechen, dass in Griechenland Chaos und Anarchie ausbrechen, dass in Bayern ein Polizeikommissar aus niedrigen Beweggründen niedergestochen wird – um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen – dann bin gerne ein Schwarzmaler. Ich glaube der Vermögensschutz ist derzeit und in Zukunft sehr wichtig. Aber es werden Zeiten kommen, in welchen Sie Ihre Lebensumstände, und die Ihrer Familie nicht nur über Ihre reinen Vermögenswerte absichern müssen. Sondern Sie müssen sich und Ihre Familie auf einer anderen Ebene schützen. Nämlich vor Gewalteinflüssen (welcher Art auch immer), welche aufgrund von Krisen eine zunehmende latente Bedrohung werden aus meiner Sicht.

Vom Vermögensschutz zur Schusswaffe!

Ich sage es mal ganz deutlich, wie ich das sehe. Anstatt strategischer Portfoliostrukturierungsüberlegungen, wie beispielsweise welche Edelmetalle oder Sachwerte Sie zu Ihrem persönlichen Vermögensschutz – vor einer weiter ausufernden Finanzkrise erwerben sollen – müssen Sie sich dann mit anderen Dingen beschäftigen. Nämlich, ob Sie genügend Konservendosen haben, falls die Nahrungsmittelversorgung zusammenbricht. Gold und Silber werden ein Schutz sein. Aber essen können Sie das nicht. Ebenso werden Sie sich die Frage stellen, wie Sie Ihr Eigentum verteidigen. Es gibt sehr viele Indikatoren derzeit aus den USA, welche sinken. Ein Indikator steigt allerdings und wird weiter steigen. Die Zahl der an Privathaushalte verkauften Schusswaffen.

Ich selbst bin seit jüngster Kindheit ein leidenschaftlicher Jagd und Militaria-Liebhaber. Dazu freiheitlich, liberal eingestellt und somit logischerweise auch ein Verfechter eines liberalen Waffenrechts. Auch für “uns Deutsche” oder in Europa. Autos, Küchenmesser, Strom, Wasser, Motorräder, wenig Bildung und Ausbildung oder herunterfallende Kokosnüsse sind für mich persönlich weit gefährlicher als Schusswaffen. Natürlich aber ebenso wie beim Auto nur mit Führerschein. Also die Berechtigung eines Waffenscheins für jeden freien Bürger, auch als persönliche Krisenvorsorge und zum legitimen Selbstschutz. Mittlerweile beneide ich die USA und Ihr Land der “Unbegrenzten Möglichkeiten” fast in keinem Bereich mehr. Einzig und allein das Recht eines freien Amerikaners auf das Tragen einer Schusswaffe zum Selbstschutz, dieses Recht halte ich für ein fehlendes Grundrecht in Deutschland. Ich bitte all jene, die dies anders sehen, einfach auch diese Meinung zu akzeptieren. Toleranz ist eine Größe die eben nicht nur für das einfordern gilt. Gerade jene, welche diese von anderen fordern, legen die Maßstäbe der Toleranz für sich gerade – aus meiner Erfahrung – oftmals einseitig aus.

Nämlich als einseitige Forderung gegenüber den Andersdenkenden. Ich bin mir jedoch bewusst, dass ich gerade in vielen Bereichen eben auch ein Andersdenkender bin. Darüber bin ich froh, aber ich habe mir – hoffentlich – meine Toleranzmaßstäbe zumindest im Rahmen von meinen Grundansichten zu Freiheit, Recht, Gesellschaft, Vermögen, Leistung, Politik und Liberalität bewahrt!

Übrigens ganz kurz einmal am Rande noch. Bestimmte exklusive oder auch limitierte beziehungsweise historische Schusswaffen oder Militaria sind auch eine hochinteressante, lukrative Sachwertanlage. Allerdings gilt hier wie für alle “Alternativen Investments” die Voraussetzung, dass Sie sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigen. Am besten ist es dabei, wenn dies Ihr Hobby ist oder wird. Aus mancher Sammlerleidenschaft ist nämlich schon ein – im Verkaufsfall – geldwertes Vermögensäquivalent enstanden. Von der Numismatik, über die Kunst, Oldtimer, Uhren, Porzellan, Weine oder eben auch Militaria.

Die Militärausbildung – Für mich wichtiger wie meine Bankausbildung

Eines noch zum Abschluss, weil ich hier oftmals fehlende Toleranz auch in meinem erweiterten Bekanntenkreis feststelle. Meine Leidenschaft für das Sammeln von Militaria hat für mich nichts aber auch gar nichts mit der “Verherrlichung” von Krieg, Gewalt oder ähnlichem zu tun. Ich interessiere mich wie gesagt schon seit meiner frühen Kindheit für Themen wie Jagd, Militärstrategie- und Taktik, Historische Schlachten, Geschichte, Politik und Geopolitik. Marketing oder Unternehmertum und auch ein professionelles Vermögensmanagement bedingt für mich übrigens Strategien und Taktiken, welche Ihre Ursprünge im Militärbereich haben. Ich würde auch behaupten meine Militärausbildung hat mir gerade in praxisnahen Krisensituationen weit mehr Methodenkompetenz an die Hand gegeben, als beispielsweise meine Banklehre. Dadurch sind diese Tugenden, Strategien und Taktiken gerade heute auch für Manager, Geschäftspartner oder auch Mitarbeiter wünschenswerte Eigenschaften. Aus meiner Sicht zumindest. Vielleicht erinnern Sie sich selbst noch daran, dass Sie vor allem früher in Vorstellungsgesprächen oftmals gefragt wurden “…haben Sie gedient!”. Meine persönliche Erfahrung ist dabei, die, dass ich in vielen Fällen immer besser mit Menschen klar gekommen bin, welche eben diese Frage mit “JA” beantworten konnten. Auch bei Frauen übrigens, welche in der Regel zwar nicht gedient haben, aber eine positive Grundeinstellung zu dieser Frage haben.

Zum Abschluss noch wie so oft von mir noch ein “Alternativer Vermögenstipp”. Vielleicht haben ja auch Sie auf Ihrem Dachboden, im Keller oder der Garage noch ganz unbewusst Vermögenswerte aus dem Bereich “Militaria” schlummern. Eine meiner Lieblingsseiten hierzu ist übrigens militaria321.com. Hier können Sie mal nachschauen, was Ihr mögliches “Fundstück” wert sein kann.

Dann bin ich einmal wieder auf Ihr Feedback gespannt und wie gesagt freue mich wie immer sehr darüber, auch gerade über Zuschriften, welche kritisch sind! Schreiben Sie mir einfach!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Ungedeckte Schecks: Hoffen ist keine Strategie

Momentan bekomme ich ab und zu die ersten Anrufe und emails von „befreundeten“ Vermögensverwaltern und Bankern, welche mir nun mit Blick auf die aktuelle Verfassung der Aktienmärkte mitteilen, dass ich mit meiner „Schwarzmalerei“ ja nun ziemlich falsch liegen würde. Auch viele Anleger sind nun wieder guten Mutes und voller Hoffnung, weil natürlich wie wir alle wissen die gute alte Hoffnung zuletzt stirbt. Aber dieser Spruch ist auch so eine Floskel, welche Sie aus meiner Sicht getrost in die Tonne treten sollten. Aus meiner Sicht ist die aktuelle Aktienmarktentwicklung eben KEIN Indikator dafür, dass wir nun das Schlimmste überstanden haben.

Die 3 grundsätzlichen Eckpunkte sind für mich:

1. Die Hauptphase der Finanzkrise kommt erst noch.

2. Sie entsteht in dem Moment, wo das Feuer auf die Staaten übergreift (die ersten Brandherde sind schon zu sehen).

3. Von dort wird schließlich das brennende Streichholz an diejenigen weitergereicht, die noch effektiv (Papier)Geld auf dem Konto haben – die Bürgerinnen und Bürger, die vernünftig gewirtschaftet und gespart haben.

Denn eines dürfte ja selbst den optimistischsten Menschen klar sein: Die Schulden des Staates sind Schulden seiner Bürger. Sie müssen die Zeche bezahlen, teilweise über Generationen. Und auch wieder vor allem diejenigen, bei denen noch etwas zu holen ist.

Die Krise des internationalen Bankensystems hat längst das Niveau eines Alptraums erreicht. Denn es geht nicht mehr nur um ein paar kleine Verluste in den Bankbilanzen, es geht um ungedeckte Schecks in Billionen-Höhe.

Ungedeckter Scheck Nr.1

Das gesamte Eigenkapital der Banken brennt lichterloh ab!

Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini ist bekannt als ein Mann der Zahlen, Tatsachen und volkswirtschaftlichen Forschung. Er ist kein Schön- oder Dummschwätzer aus meiner Wahrnehmung wie soviele, welche sich von Interessenskonflikten leiten lassen müssen.

Er hat jüngst darauf hingewiesen, dass die Verluste der amerikanischen Banken sich auf 3,6 Billionen US-Dollar summieren werden, während beispielsweise das gesamte Eigenkapital im 3. Quartal 2008 nur 1,4 Billionen US-Dollar betrug. Die amerikanischen Banken nähern sich im Verlauf des Jahres 2009 also einem Verlust von rund 250% des Eigenkapitals! Eine Bank ohne Eigenkapital ist pleite und kann höchstens noch Schließfächer und Girokonten anbieten. Die Kreditabteilung steht mit leeren Händen da. Und nicht nur das – daran kleben auch noch unbezahlbar hohe Schulden.

Selbst wenn die maximale Verlusthöhe nicht erreicht werden sollte oder die Abschreibungen auf derivative Bankanleihen nicht eingerechnet werden, ist der gesamte amerikanische Bankensektor bereits vor die Wand gefahren worden.

Roubini berechnet daher einen weit höheren Zuschussbedarf, als bislang einkalkuliert ist. Allein der Finanzsektor braucht bis zu 1,4 Billionen US-Dollar zusätzlich, wobei damit noch nicht sonderlich viel erreicht wäre. Wie der brillante und renommierte amerikanische Vermögensverwalter John Mauldin erst kürzlich sagte, bedeutet dies: Selbst wenn all dieses Staatsgeld noch ins Bankensystem hineingepumpt wird, kann die Netto-Kapitalausstattung der US-Finanzinstitutionen bis auf 30 Milliarden US-Dollar fallen – von circa 1.400 Milliarden US-Dollar vor der Kreditkrise.

Ich bin mir bewusst, dass ist eine Amerikanische Rechnung, aber in Zeiten der Globalisierung, der Probleme von Deutschen Landesbanken dürfte wohl jedem nun klar sein, dass die Internationale (Banken)Welt in dieses amerikanischen Problem investiert hat. Das Land der unbegrenzten (Kreditschöpfungs)Möglichkeiten.

Ungedeckter Scheck Nr. 2:

Hinter dem Schleier der Rettungsmaßnahmen liegt ein möglicher Systembankrott!

Ich habe dies bereits einmal beschrieben in meinem Beitrag „Vom Domino zum Bumerang!“. Dass europäische Staaten insolvent werden können, wird Ihnen gegenüber natürlich keine europäische Regierung auch nur leise andeuten. Die Finanzminister beschwichtigen die Öffentlichkeit und vernebeln die Realität. Genauso haben die Manager der HypoRealEstate die Öffentlichkeit ständig beschwichtigt. Ich wünsche Ihnen zumindest, dass Ihr Bank- oder Vermögensberater nicht auch so ein Beschwichtiger ist!

Seit Anfang des Jahres werden die Anleihen einiger europäischer Länder immer kritischer gesehen. Die Risikobewertungen schnellen in die Höhe, und damit auch die Zinsen, die als Risikoausgleich an Investoren zu zahlen sind. Beispielsweise muss Griechenland am Kapitalmarkt bereits mehr als doppelt so hohe Zinsen zahlen wie Deutschland.

Konsequenz: Das Land wird jetzt von zwei Seiten in den Schwitzkasten genommen. Einerseits von schnell sinkenden Einnahmen wegen der Rezession, andererseits von schnell steigenden Ausgaben aufgrund der Finanzkrise.

Stellt Griechenland den Schuldendienst ein, wird dies eine Schockwelle im internationalen Anlagenmarkt auslösen. Die Kurse der Anleihen werden dann das tun, was die Aktienmärkte schon vorgemacht haben: Sie werden im freien Fall sein.

Ein „Systembankrott“ ist kein Gespenst, das Pessimisten erfunden haben, um brave Bürger zu erschrecken!

Es ist ein absolut reales Szenario! Dann fällt eine Nation fast blitzartig um mehrere Wohlstandsstufen zurück.

Und was sind die Konsequenzen?

+ Die Sozialsysteme kollabieren …
+ Die Kriminalität explodiert …
+ Aufstände wüten in den Straßen …
+ Hungerelend breitet sich bis in bürgerliche Kreise aus …
+ Die politische Macht kann in die Hände von Extremisten geraten …

Warum kann dies geschehen, obwohl heute noch alles so beherrschbar erscheint?

Das großzügige Verteilen staatlicher Rettungsringe hat Konsequenzen für die Staatsfinanzen. Bislang haben allerdings viele – vor allem Politiker – nicht so recht darüber nachgedacht aus meiner Sicht.

Erst in jüngster Zeit kratzen sich auch einige Regierungsmitglieder am Kopf, nämlich diejenigen, die Milliarden nicht nur ausgeben, sondern auch damit rechnen können. Ökonomen fürchten, dass die Schuldenblase dadurch noch mal den doppelten Umfang ihrer bisherigen Größe annimmt – und möglicherweise platzen kann. Und wer muss am Ende der Rettungsring für den überschuldeten Staat sein? Sie ahnen es: Wir, die Bürger dieser Staaten.

Rechnen und beten, statt hoffen und raten

Natürlich bin ich auch kein Hellseher, will das auch gar nicht behaupten oder sein. Ich möchte auch nochmals betonen – vor allem für alle neuen Leser meiner Publikationen – dass ich ein grundlegend sehr optimistischer und positiver Mensch bin. Allerdings schon sehr rational. Hoffen ist für mich daher ähnlich wie raten. Mein Tipp an Sie ist aus diesem Grunde vor allem: rechnen statt raten! Sie sollten in jedem Fall selbst ermessen, wie weit Sie mit Ihrer persönlichen Vermögensstruktur betroffen sind von derartigen Entwicklungen, wo die Schwachstellen in Ihrem Vermögen liegen und mit welchen Verlusten Sie schlimmstenfalls rechnen müssen. Auch wenn Sie glauben die Krise ist vorbei. Unterziehen Sie sich und Ihr Vermögen trotzdem einem Stresstest, das ist aktives Risikomanagement und wurde von so vielen sträflichst vernachlässigt. Machen Sie diese Fehler nicht auch!

Helfen Sie sich also selbst, dann Hilft Ihnen auch Gott!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Der Crash nach Oben vor dem Aufschwung nach Unten!

Wirtschaftsgrippe, Konjunkturpaketfieber, Schweinekrise, Immobilienpest, Bankensterben, Rinderwahnsinn, Steuerwüsten, Abwrackpolitik, Piratenüberfälle, Pleitevögel, der Bundesadler mit Vogelgrippe, der Finanzminister (Per Ouagadougou) mit Steueroasendemenz und Klinsmann als Bayern-Trainer mit allen Symptomen zusammen. Die Zeiten waren wahrlich nicht einfach in den letzten Monaten. Die Weltbörsen als Vorlaufindikatoren eines scheinbar kommenden Aufschwungs sind in den letzten Wochen ausgebrochen nach oben, aber ich würde da wirklich schon von einem Crash „nach oben“ sprechen, welchem das Fundament der Nachhaltigkeit fehlen dürfte. Ich kann jedenfalls nicht erkennen, wie sich derartig viel positive Phantasie rechtfertigen lässt bei den fundamentalen Rahmenbedingungen und latenten Risiken in unserer vernetzten und beschwichtigten Welt.

G20 – Papierbeschlüsse mit Papiergeld

Den G20 Gipfel bewerte ich aus heutiger Sicht als eine perfekt inszenierte Marketing und Beschwichtigungsveranstaltung für die Bürger der Internationalen Staatengemeinschaften. Nämlich um diese zu Beruhigen, oder besser gesagt zu beschwichtigen.

Dieser Gipfel hat für viele – scheinbar – vollkommen überraschend zu einem sehr schnellen Handeln geführt. Jedenfalls auf dem Papier. Auch die Börsen haben diese Entwicklungen deutlich honoriert und derzeit scheint die Krise somit durch diese Papierbeschlüsse – auch mit viel Papiergeld der großen Industrienationen – beherrschbar zu sein. Aus meiner Sicht wurden diese Entscheidungen vor allem deswegen so schnell und scheinbar ohne kontroverse Diskussionen getroffen, weil die Lage der Weltwirtschaft eben dramatisch ist und es keine anderen Alternativen mehr gab. Gerade auch um weitere Vertrauensverluste, welche zum Systembankrott führen könnten zu verhindern.

Globale Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik)

Ich persönlich fühle mich in vielen Dingen, welche ich von Politikern, Wirtschaftsführen oder anderen Eliten unserer Gesellschaft derzeit wahrnehme beschwichtigt. Also nach dem Motto, das schlimmste ist überstanden, die Krise ist bald vorbei und wann geht es wieder aufwärts. Appeasement-Politk bezeichnet im Allgemeinen die Politik der Zugeständnisse, der Zurückhaltung, der Beschwichtigung und des Entgegenkommens gegenüber Aggressionen (die Finanzmarktkrise und deren Rahmen- und Folgeerscheinungen als Aggressor) zur Vermeidung von Konflikten. Die Ergebnisse, welche der Englische Premierminister Gordon Brown auf dem G20 Gipfel nach so kurzer Zeit abgelesen und vorgetragen hat sind für mich jedoch in meiner Wahrnehmung Beschwichtigung.

Ich warne jedoch vor allem davor, diese überschnelle Entwicklung und deren mögliche Auswirkungen nun zu positiv zu beurteilen. Papier ist geduldig. Aus meiner Sicht wird derzeit viel – durchaus auch positiv zu bewertendes und lobenswertes – theoretisch gesprochen, niedergeschrieben und eben auf Papier gedruckt. Beispielsweise der Maßnahmenplan der G20, Konjunkturpakete oder Hilfspakete für einzelne Branchen oder Firmen. Auch die Bilanzierungspraktiken und Möglichkeiten (speziell der Banken), welche die Ordnungspolitik weiter zulässt sind für mich wirklich ein Witz. Mein Vertrauen in die Systeme schwindet dadurch weiter und ich freue mich eben nicht, dass Banken auf einmal Milliardengewinne machen, nur weil Sie auf einmal anders bilanzieren.

Konjunkturprogrammismus oder Tod

Derartige Maßnahmen sind aus meiner Sicht zu kurzfristig gedacht und werden sich unter Umständen langfristig umso dramatischer rächen. Ebenso werden die weltweiten, politischen Maßnahmen natürlich finanziert durch auf Papier gedrucktes Geld. Aber die Realen, nachhaltigen Effekte oder auch langfristigen Fehlsteuerungsentwicklungen werden erst weit in der Zukunft zu bewerten sein.

Wenn die Maßnahmen greifen, dann wird dass aus meiner Sicht auch nicht zu einem neuen Weltwirtschaftswunder führen, wie mache prophezeien oder besser gar propagandieren, sondern lediglich zur Verhinderung des Totalen Absturzes. Eine Globale Stagnation auf Jahre, mit Deflation – also im Prinzip weltweite, „Japanische Verhältnisse“ – wären dann die Folge. Wenn die Maßnahmen jedoch scheitern müssen Sie mit dem totalen Systemkollaps rechnen, bis hin zu Staatsbankrotten und Währungsreformen. Auch die politischen Auswirkungen werden dann zu spüren sein.

Nach Jahrzehnten einer blühenden Globalisierung und einer Entwicklung der freien Märkte, weniger Staat und mehr Freiheit werden die Regierungen in ihrem Bemühen, die Wirtschaftszyklen wiederzubeleben, ihre Zuständigkeiten aus meiner Sicht weiter deutlich erweitern. Das muss nicht zwangsläufig negativ sein, aber die Gefahren auch für die Freiheit eines jeden einzelnen von uns werden wieder – zumindest in einigen Ländern – zunehmen.

Die geopolitischen Folgen der Finanzkrise

Geopolitik ist die Lehre von der Wechselwirkung geographischer und politischer Gegebenheiten. Die großen Wirtschaftsräume USA, Asien und Europa bilden heute ein so enges Geflecht wechselseitiger Abhängigkeiten wie nie zuvor. Mit dieser Verflechtung vermehren sich die Globalen Risiken, aber natürlich auch die Chancen. Epochale Veränderungen und die Auswirkungen der Globalisierung auf die Finanz-, Gesellschafts- und Lebensbereiche machen dadurch neue, praxisnahe Lösungsansätze und Umsetzungsmodelle erforderlich. Diese sehe ich jedoch nicht. Wer neue Wege geht mit alten Methoden, wird aus meiner Sicht keinen langfristigen und nachhaltigen Erfolg haben. Das ist etwas was ich für mich in meinem bisherigen Leben gelernt habe.

Die derzeitige Krise sollte anders als andere Wirtschaftskrisen der jüngeren Vergangenheit (Neuer Markt, LTCM, Asien Krise, Russland Krise) jedoch in einem größeren Rahmen betrachtet werden. Als die damaligen Blasen platzten, folgte die Geopolitik in allen grundlegenden Aspekten ihren gewohnten Pfaden. Die Weltpolitik basierte weiterhin auf den gleichen Grundsätzen und die Beziehungen zwischen armen und reichen Ländern erfuhren keinen Bruch.

Jetzt erleben wir nicht nur starke Vermögensvernichtungen, sondern auch einen tief greifenden Wandel der Verteilung. Da die Krise aus meiner Sicht vor allem auch in globalen Ungleichgewichten verwurzelt ist, rechne ich durchaus mit der Auflösung dieser Ungleichgewichte und damit auch mit einem zunehmenden Wandel der weltweiten politischen Beziehungen.

G20 = Staatengemeinschafts-Protektionismus?

Gleichzeitig bereitet die angeschlagene Weltwirtschaft für mich auch den Nährboden für Protektionismus und Nationalismus. Das ist auch durch Zahlen – oder aus meiner Sicht Vorlaufindikatoren – belegbar. Seit dem Beginn der Finanzkrise wurden etwa 78 Handelsmaßnahmen vorgeschlagen oder umgesetzt, wovon 66 Handelsbeschränkungen umfassten. Von diesen wurden 47 tatsächlich umgesetzt, unter anderem 17 von den G20 Staaten.

Da diese dramatische Krise die gesamte Welt im Griff hat, sollte aus meiner Sicht auch eine Globale Lösung erfolgen, ich bin aber sehr skeptisch, ob dies funktioniert. Protektionismus und Strategien welche auf Kosten der Nachbarn (also Herr Steinbrücks Weg ist aus meiner Sicht auch eine Art Protektionismus) gehen würde als Alternative jedoch zu Handels- und Wirtschaftskriegen oder mehr Kriegen führen. Auch ein G20-Protektionismus ist dabei der falsche Weg!

Übrigens zu einem meiner letzten Beiträge mit dem Titel: Strategie – Vermögensmanagement ist Krieg hat für einiges – durchaus auch sehr kontroverses – Feedback gesorgt, was ich ja so liebe, da Harmoniebedürftigkeit für mich ein Fremdwort ist.

Darum nochmals die grundlegendsten Aussagen dieser Kunst des Krieges!

+ Im Frieden bereite dich auf den Krieg vor

+ im Krieg bereite dich auf den Frieden vor

+ Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung

+ Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße die zur Sicherheit oder in den Untergang führt.

+ Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden

Also selbst wenn Sie glauben die Krise ist vorbei und wir haben „Frieden“. Der nächste „Krieg“ kommt bestimmt!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Globale Finanzwelt: Stairway to Heaven oder Highway to Hell?

Ob wir uns an den Internationalen Kapitalmärkten und der Weltwirschaft nach dem derzeitigen Finanz-Supergau zukünftig analog Led Zepellin wieder auf einem Stairway to Heaven befinden, oder ganz nach AC/DC weiter auf dem Highway to Hell kann ich auch nicht beurteilen. Ich persönlich glaube wir werden für lange Zeit irgendwo dazwischen sein, auch wenn ich mir bewusst bin, dass diese Aussage für Sie genauso viel Mehrwert bietet, wie viele Informationen die Sie aktuell erhalten und am nächsten Tag bereits wieder in die Tonne treten können. Aber alles in allem geht es darum Ihre Vermögenswerte zu schützen und zu erhalten. Von Mehrung möchte ich derzeit gar nicht mehr reden. Ich möchte Ihnen allerdings nochmals die aus meiner Sicht 5 zentralsten Risikofaktoren für Ihr Vermögen vor Augen führen. Die ersten beiden stelle ich Ihnen heute vor, die anderen folgen im Rahmen meiner nächsten Veröffentlichungen.

Es war noch nie leicht, ein Vermögen auf Dauer zu erhalten. Aus vielen Gründen glaube ich, dass die vergangenen 30 Jahre diesbezüglich die besten und “einfachsten” Zeiten waren, die es jemals gab und geben wird. Denn es war noch nie so leicht, große Vermögen erfolgreich zu verwalten – Aber eben nur bis 2000/2001!

Risikofaktor 1: Epochale globale Veränderungen

2000/2001 waren die großen Wendejahre sowohl in der Weltwirtschaft als auch in der Geopolitik. Seitdem hat sich einiges geändert.

USA

Die USA sind inzwischen nicht mehr in der Lage, ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen weltweit durchzusetzen – die Großmacht ist angeschlagen. Der Al-Kaida-Terror ist dafür das zeitgeschichtliche Symbol und der Anstieg des Ölpreises von 10 Dollar Ende 1999 auf 70 Dollar in 2006 und vielleicht auch nachhaltig auf über 150 Dollar und mehr im kommenden Jahrzehnt ist dafür die eindeutigste weltwirtschaftliche Kennziffer. Weltweit ist keine andere Wirtschaft so hochgradig abhängig vom Öl wie die USA, selbst China (noch) nicht.

China

China ist zur Wirtschafts-Großmacht aufgestiegen und hat damit sämtliche gewohnten Mechanismen der Weltwirtschaft außer Kraft gesetzt. Das bevölkerungsreichste Land hat seit 2001 sein Brutto-Inlandsprodukt mehr als verdoppelt. Gleichzeitig haben andere Schwellenländer ihr Wirtschaftswachstum enorm hochgedreht. Asien ist heute der Motor der Weltwirtschaft, nicht mehr die USA oder Europa.

Europa

In Europa wachsen zahlreiche Probleme transnational zusammen und entfalten zusätzliche Brisanz. Gleichzeitig läuft der Kontinent auf den letzten Reserven seines technischen Know-hows. Neben der unaufhaltsamen Überalterung der Gesellschaften von Finnland bis hinunter nach Sizilien “vergreist” auch die Wirtschaft. Die Fertigungsindustrien klappen reihenweise zusammen. Übrig bleiben Montagebänder, auf denen oftmals nur noch in Asien hergestellte Produkte zusammengebaut werden. Gleichzeitig nimmt der internationale Know-how-Wettbewerb und Innovationsdruck dramatisch zu. Dem rapiden und äußerst zielgerichteten Ausbau der chinesischen Universitäten hat Europa nichts entgegenzusetzen. Lediglich die USA halten noch mit.

Rohstoffe

Rohstoffe haben sich weltweit verknappt und werden sich weiter verknappen. Es bedarf keiner großen Erklärung, dass Rohstoffe buchstäblich eine fundamentale Bedeutung haben. Neu seit sechs Jahren ist das durchgängig abnehmende Versorgungsniveau. Der ausreichende Zugang zu Rohstoffen wird in Zukunft großen Einfluss auf wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg haben. Außenpolitik wird daher zunehmend zur Rohstoff-Sicherungspolitik.

Auf dem 2. Rohstoffkongress BDI räumte selbst Angela Merkel ein: “Europa hat manchmal ein Tempoproblem.” China agiere bei der Besetzung relevanter Rohstoffmärkte schneller und zielstrebiger. Und wohin in der Welt wir auch kommen, waren fast immer schon andere Politiker da, die sich für ihre Staaten bestimmte Rohstoffreserven gesichert haben und das auf ziemlich lange Zeit, so Angela Merkel auf dem Rohstoff-Kongress. Die Rohstoffpreise sind laut dem Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) von 2003 bis Ende 2006 um über 80 Prozent gestiegen, in wichtigen Bereichen (z. B. Eisenerze) noch wesentlich stärker

Spekulatives und Risikobehaftetes Kapital in Produkten die keiner versteht

Spekulatives Geld und neuartige Finanzaktivitäten haben die verschiedenen wirtschaftlichen Sphären und Regionen para-wirtschaftlich verflochten. Die Niedrigzinsphase nach dem Marktzusammenbruch im Jahr 2000 hat zu einer Aufblähung des spekulativen Kapitals geführt. Es “wandert” um die Welt und findet immer neue “Basiswerte”, auf die in abgeleiteter Form mit geliehenem Geld spekuliert wird (Futures, Optionen, Verbriefungen, etc.) Diese Nebenmärkte stehen heute z.B. in Form von Zertifikaten auch Privatanlegern offen. Das Resultat ist eine Nebenwirtschaft, die völlig anderen Gesetzen folgt, als die althergebrachte Basiswirtschaft, und die teilweise die jeweiligen Basiswerte dominieren kann!

Sogenannte Hedgefonds sind die Treiber dieser Entwicklung. Ihr wesentliches Kennzeichen ist, dass sie im Gegensatz zu sämtlichen anderen Finanzmarktteilnehmern völlig unreguliert und unkontrolliert agieren können. Von den Fehlentwicklungen in diesem Segment sind übrigens regelmäßig große Vermögen überproportional betroffen, weil viele Banken ihren Private Banking Kunden gerne solche “alternativen Investments” ins Depot buchen. Die Hedgefonds sollen inzwischen 1.400 Milliarden Dollar steuern. Circa 70 bis 80% davon sind von den Banken geliehen.!

Die Banken verbriefen solche Ausleihungen meist und verkaufen sie in kleinen Stücken an Pensionskassen und Privatanleger. Die freuen sich über das vermeintlich “sichere” Festverzinsliche Papier in ihren Depots. Fragt sich nur, wie lange noch?! Der Ökonom Roger Kubarych von der HypoVereinsbank USA meinte dazu kürzlich: “Gehen die Wetten der Fonds nicht auf, kann das ganze Finanzsystem in Bedrängnis geraten.”

Mein Fazit

Sie sehen: In diesem Jahrzehnt ist bereits Entscheidendes passiert – und Sie können sich darauf gefasst machen, dass Weiteres geschehen wird. Ihr Vermögen ist heute quasi Zwangsmitglied in einem weltweit verflochtenen Risikokonglomerat. Und hier ziehen Leute die Strippen, bei denen nicht immer sicher ist, ob sie noch wissen, was sie tun.

…ganz nach James Dean gilt für viele Bankvorstände: Denn Sie wussten nicht was Sie tun und wissen es auch heute noch nicht!

Risikofaktor 2: Starres Festhalten an alten Rezepten

Schauen Sie – als Musterbeispiel für traditionelle Vermögenssicherung – einmal auf die beliebte Anlageklasse “Immobilien”. Laut Deutscher Bundesbank stiegen die Baulandpreise zwischen 1975 und 1985 um nahezu 200% – Aus 1 Million DM Baulandvermögen wurde also 3 Millionen DM. In den darauffolgenden zehn Jahren tat sich dagegen im Durchschnitt nur noch sehr wenig, und zwischen 1995 und 2000 ergab sich noch einmal ein Preisaufschwung von rund 25%.

Immobilienblasen gab und gibt es auch in England, Spanien oder Italien

Seitdem geht es aber in Deutschland eher seitwärts oder abwärts mit den Preisen, je nach Region sogar steil abwärts. Im Durchschnitt haben sich die Preise für Wohneigentum von 1999 bis 2005 sogar um 4,3% verringert (Quelle: EZB). Um es klar zu sagen:

Die Renditekurve für Immobilien zeigt in Deutschland nach unten – nur noch Ausnahmesituationen bieten langfristig gute Chancen.

Diese Negativentwicklung ist noch eine Besonderheit in Europa. Inzwischen mehren sich allerdings die Zeichen, dass auch in den Immobilienboom-Regionen von England, Spanien oder Italien die blasenartige Entwicklung zum Stillstand kommt und platzt.

In den USA ist die Immobilenblase bereits mit dramatischen Folgen geplatzt. Institutionelle Investoren und große Immobiliengesellschaften wie die deutsche IVG zum Beispiel haben bereits begonnen, die Investments schneller zu “drehen” – das heißt: Zwischen Kauf und Verkauf einer Immobilie liegen immer kürzere Zeitspannen.

Demografie: Wer soll denn in den Immobilien wohnen?

Außerhalb weniger besonders begehrter Standorte sind bereits herbe Verluste zu beobachten. So wie heute in manchen Regionen Deutschlands Immobilien fast nicht mehr handelbar sind, weil die Nachfrage aus demografischen und wirtschaftlichen Gründen komplett verschwunden ist, so kann es künftig europaweit zu erheblichen Problemen bei der Nachfrage kommen.

Die Anlageklasse Immobilien ist bei vielen übergewichtet

Wo liegt das generelle Problem? Etwa 41% des Vermögens der Deutschen besteht aus Immobilien. Und gerade vermögende Privatinvestoren sind häufig stark und sehr langfristig in Immobilien engagiert. Viele halten Mietshäuser für die sichersten Bausteine Ihres Vermögens.

Eine hohe Investitionsquote in Immobilien bringt freilich noch weitere vielfältige Risiken mit sich

Zu den bekannten Faktoren (Vermietungsrisiko, bautechnische Überalterung, Lage etc.) kommt neuerdings also ein extrem gefährliches Risiko hinzu – das Risiko, dass die errechnete Wertsteigerung nicht eintritt und – noch viel schlimmer – sich sogar in einen Wertverlust umkehrt!

Rechnen Sie nach Abzügen für Zinsen, Instandhaltung, Steuern und Inflation

Lange Zeit wiegt man sich in Sicherheit, schließlich hat sich der Wert von Immobilien mit der Zeit ja noch immer erhöht. Eines Tages, nach 10 oder 20 Jahren vielleicht, will man verkaufen und stellt fest, dass man nach allen Abzügen für Zinsen, Instandhaltung, Steuern und Inflation sein Vermögen komplett falsch geparkt hatte. Es hat sich negativ entwickelt. Mit einer gut sortierten Struktur hätten Sie Ihr Vermögen stattdessen vervielfachen können!

Die Konsequenz kann sich jeder ausrechnen: Anlagefehler im Bereich Immobilien können sofort die Gesamtrendite Ihres Vermögens schwer beschädigen. Das betrifft nicht nur die legendären “Schrottimmobilien”, die viele Menschen in Deutschland buchstäblich ruiniert haben. Auch bessere Immobilien können durch Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Seenot geraten.

Mein Fazit

Wer einen großen Teil seines Vermögens in Immobilien investiert hat, muss jetzt genau überprüfen, ob er überhaupt noch eine Rendite erzielt bzw. ob die Rendite noch akzeptabel ist. Denn anders als in der Vergangenheit gibt es bei Immobilien keinen “automatischen” Wertzuwachs mehr.

Asynchrone Immobilieninvestitionen

Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass Sie jetzt von allen Immobilien die Finger lassen sollten. Vielmehr müssen Sie über den Einsatz von international diversifizierten Immobilieninvestitionen nachdenken, mit denen Sie die asynchron tickenden “Immobilienuhren” der verschiedenen Länder flexibel ausnutzen sowie Vorteile in den steuerlichen Rahmenbedingungen für sich spielen lassen können. Denn nicht überall auf der Welt sehen die Immobilienmärkte gleich desolat aus und sind die steuerlichen Rahmenbedingungen gleich schlecht. Aber das muss man erst einmal wissen!

Die Gewinner von gestern, die Verlierer der Zukunft?

Was ich Ihnen aber eigentlich am Beispiel der Immobilien darstellen möchte, ist ein anderer ganz entscheidender Punkt und ich kann hier nicht eindringlich genug an Sie appellieren:

+ Starres Festhalten an den Rezepten der Vergangenheit gefährdet Ihr Vermögen!

+ Strategien, die in den letzten 30 Jahren erfolgreich waren, können möglicherweise in den nächsten

30 Jahren den Niedergang Ihres Vermögens bewirken!

Das zeigt die Anlageklasse Immobilien beispielhaft. Die Renditen der 70er und 80er Jahre sind dort heute kaum noch zu bekommen und auf keinen Fall so leicht und locker wie in der Vergangenheit. Nur ist dies in den Köpfen der Anleger noch nicht angekommen.

Abgesehen von den vielen steuerlichen Verschlechterungen bei Immobilieninvestitionen ändert sich das demografische, wirtschaftliche und technische Umfeld derartig stark, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit deutschen Immobilien Ihr Geld vernichten, noch nie so groß war wie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.

Dagegen müssen Sie etwas tun, indem Sie rechtzeitig vorbeugen!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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