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Afrika und Illinois!

AfrikaSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

der vergangene G-20 Gipfel oder enorm „wichtige“ Themen wie zuvor die „Ehe für Alle“ überlagern in den breiten Medien gravierende nationale oder internationale Entwicklungen, die von der Bevölkerung überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden. Im nationalen Bereich gehört dazu das in einer Nacht- und Nebelaktion von wenigen Abgeordneten beschlossene Netzwerkdurchsetzungsgesetz, oder die totale Abschaffung des Bankgeheimnisses in Deutschland. Auch international gibt es dramatische Entwicklungen bzw. latente Risikofaktoren, die nur am Rande Erwähnung finden. Beispielsweise im afrikanischen Nigeria oder im US-Bundesstaat Illinois.

Kennen Sie die IOM?

Die UNO, die NATO, die OECD oder der IWF sind supranationale Organisationen die Sie sicherlich kennen. Die IOM hingegen dürfte nach meiner Einschätzung nach wie vor relativ unbekannt sein. Dieser Organisation kommt aber in der nahen Zukunft eine immer größer werdende Bedeutung zu.

IOM steht für „Internationale Organisation für Migration“. Diese weltweit und in diesem Segment führende Vereinigung beschäftigt sich mit der Thematik internationaler Migrationsbewegungen in jeglicher Hinsicht. Die IOM wurde bereits im Jahr 1951 gegründet und arbeitet mit Regierungen und weiteren internationalen Organisationen eng zusammen.

23 Millionen Menschen planen die Auswanderung – 710 Millionen Menschen können sich eine Auswanderung vorstellen!

Die IOM hat aktuell eine ebenso interessante wie auch für mich erschreckende Studie des Gallup-Institutes veröffentlicht. Demnach können sich weltweit sage und schreibe 710 Millionen Menschen aus 160 Staaten ganz grundsätzlich eine Auswanderung vorstellen. In den letzten Jahren ist diese Zahl immer weiter angestiegen.

Die Experten des Gallup-Institutes gehen davon aus, dass sich derzeit rund 23 Millionen Menschen in ganz konkreten Vorbereitungen für ihre Auswanderung befinden. Immerhin 33 Prozent der Auswanderungswilligen setzen diesen Plan dann auch wirklich in die Tat um.

Der Blick auf Afrika: Nigeria ist ein massives Migrationsrisiko für Europa!

Das beliebteste Zuzugsland sind die USA. Es folgen Großbritannien, Saudi-Arabien, Kanada und Frankreich. Auf dem 6. Platz liegt bereits Deutschland. Sehr interessant an der Studie ist für mich der Aspekt, dass rund die Hälfte aller Auswanderungswilligen aus lediglich 20 Staaten stammen.

Acht Staaten davon liegen in Afrika. Nigeria ist der Spitzenreiter. Nigeria hat 182 Millionen Einwohner. In die USA können Nigerianer kaum auswandern. Nach Kanada und Saudi-Arabien auch nicht. Was macht eigentlich EU-Europa und Deutschland, falls es in Nigeria – vergleichbar mit Syrien oder Afghanistan – zu einer großen Migrationswelle nach Europa kommt?

In Deutschland ist zu beobachten, dass in den letzten Jahren verstärkt Millionäre auswandern. Im Jahr 2015 kehrten bereits 1.000 Millionäre Deutschland den Rücken. Diese Zahl verdreifachte sich im Jahr 2016 auf 4.000 ausgewanderte Millionäre.

Wer sich den Gesetzen nicht beugen will muss die Gegend verlassen in der sie gelten!

Schon Johann Wolfgang von Goethe, der zahlreiche Auslandsreisen zu seiner Zeit unternahm, stellte fest: „Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, muss die Gegend verlassen in der sie gelten.“ Die Auswanderung ist die konsequenteste und effizienteste Antwort auf Fehlentwicklungen in Deutschland und EU-Europa.

ChicagoNach Kalifornien ist Illinois das zweite Griechenland der USA

Der US-Bundesstaat Illinois liegt im mittleren Westen der USA. In Illinois befindet sich mit Chicago (Bild: Skyline von Chicago)  immerhin die – nach New York City und Los Angeles – drittgrößte Stadt der USA.

Illinois ist der fünftgrößte US-Bundesstaat und hat mit rund 13 Millionen Einwohnern einen höheren Bevölkerungsanteil als Griechenland mit rund 11 Millionen Einwohnern. Im Bereich der Verschuldung oder besser gesagt der Überschuldung ist der Vergleich zwischen Illinois und Griechenland bestens geeignet.

Die Pleitewahrscheinlichkeit Illinois ist auf 53 Prozent angestiegen

Illinois verfügt mit Baa3 heute schon über das schlechteste Rating aller 50 US-Bundesstaaten. Nach einer Erhebung von Thomson Reuters ist die Pleitewahrscheinlichkeit von Illinois von 18 Prozent im Jahr 2014 auf derzeit 53 Prozent explodiert. Die Ratingagentur Moodys prüft aktuell ob die Zahlungsfähigkeit des Bundesstaates weiter gesenkt wird. Das wäre dann ein Schrottstatus.

Wie dramatisch die Lage ist verdeutlich der Fakt, dass Illinois bereits seit zwei Jahren über kein offizielles Budget mehr verfügt. Allein die offenen Rechnungen belaufen sich mittlerweile auf über 15 Milliarden US-Dollar. Das sind fast schon Peanuts gegen die Beträge, die in der Rentenkasse fehlen in Höhe von 130 Milliarden US-Dollar. Zehnjährige Illinois-Bundesanleihen notieren mittlerweile bei einer Rendite von rund 6 Prozent.

Die staatlichen Insolvenzverschleppungen gehen ungebremst weiter

In den USA gibt es keinen Länderfinanzausgleich oder eine Beistandspflicht für verschuldete Bundesstaaten wie in Deutschland. Ein Bankrott von Illinois wäre verbunden mit massiven Verwerfungen an den US-Kapitalmärkten für Kommunalobligationen.

Weitere Kettenreaktionen würden folgen. Deswegen wird versucht werden, eine Pleite zu verhindern. Wie? Durch noch mehr Schulden, so wird die staatlich geförderte Insolvenzverschleppung schließlich auch im europäischen Griechenland seit Jahren „erfolgreich“ praktiziert.

Die internationalen Staatsverschuldungen sind ein auf die Bürger zurollender Schneeball

Die gigantischen Schuldenberge sind ein immer stärker werdendes Risiko für die Stabilität unseres derzeit noch bestehenden Geld- und Währungssystems. Basierend auf einer ungedeckten Kreditschöpfung aus dem Nichts oder zumindest fern der realwirtschaftlichen Fakten. Das ist vergleichbar mit einem rollenden Schneeball.

Aus diesem Grunde rate ich zur Strukturierung von Geld- und Kapitalanlagen in Ländern, die faktisch keine Staatsverschuldung haben. Dazu zählt das schuldenfreie Fürstentum Liechtenstein mit seinem Banken- und Versicherungssystem. Mein Finanzplatz und meine Haftungsschutz-Oase Nr. 1 in Europa.

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DMarkus Miller: Die Welt vor dem Geldinfarkt!

Die derzeitigen Systemrisiken sind so hoch wie selten zuvor in den letzten Jahrzehnten. Deswegen sind und bleiben reale Werte, die frei von Schulden sind, eine ganz wichtige Strategie zur Schaffung Ihres persönlichen Fort Knox.

Die Probleme unseres kranken Geldsystems zu analysieren und zu erkennen, ist die eine Seite. Gesunde Alternativen aufzuzeigen ist jedoch viel wichtiger. Praktische Lösungsansätze liegen dabei zusätzlich in der enorm hohen Dynamik des technologischen Fortschritts.

Buchbestellung als Hardcover oder eBook!

Ich unterscheide mich von den zahlreichen Kritikern unseres derzeitigen Geldsystems vor allem dahingehend, dass ich die Vorteile der elektronischen Welt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit den Vorteilen der physisch hinterlegten Welt der realen Werte heute schon kombiniere. Mein neues Buch können Sie neben dem Buchfachhandel und zahlreichen Online-Buchhändlern beispielsweise über Amazon bestellen. Als klassische, hochwertige Hardcover-Variante (Gebundene Ausgabe), oder auch als digitales eBook.

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Auswandern: DMSDIS – Der Millionär sucht den idealen Standort

Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, muss die Gegend verlassen, in denen diese Gesetze gelten. Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe ist mittlerweile Bestandteil eines jeden Vortrages von mir, da es die konsequenteste Antwort auf ordnungspolitische Fehlsteuerungen ist.

Jahr für Jahr wandern mehr Bundesbürger aus, vor allem in die Schweiz, die USA und – für mich sehr überraschend – nach Polen. 2007 waren es 161.105 Auswanderer und für 2008 dürfte ein neuer Rekord anstehen. In den einschlägigen „Auswanderungssendungen“ wird aus meiner Sicht jedoch meist ein falsches Bild des Wohnsitzwechslers dargestellt. Der „berühmteste“ Deutsche Auswanderer ist dabei sicherlich Conny Reimann, welcher mit seiner Familie in Texas medienwirksam ein neues Leben angefangen hat. Ebenso werden oftmals Menschen und Familien im Fernsehen dargestellt, welche aus einer „Position der Schwäche“ heraus Deutschland verlassenArbeitslosigkeit, fehlende Anerkennung, Fernweh, Hoffnungslosigkeit, Illusionen, Enttäuschung oder wirkliche Flucht sind dabei Hauptmotive welche ich wahrnehme. Ich würde lieber weit mehr Fernsehsendungen und Portraits sehen von Menschen, welche sich im Ausland eine Existenz aufgebaut haben und Karriere machen. Nicht von „Hartz IV Familien“ oder sonstigen „durchgeknallten“, welche mit 1.000 Euro Startkapital nach Spanien auswandern und glauben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten angekommen zu sein. Derartiges halte ich für Unverantwortlich, vor allem gegenüber den Kindern.

Wie das anders geht haben beispielsweise unsere Nachbarn die Italiener eindrucksvoll bewiesen. Ich habe mittlerweile einen sehr großen, italienischen Freundeskreis und fast alle haben eines gemeinsam. Die Eltern oder Großeltern meiner Freunde kamen aus ganz armen und strukturschwachen Regionen in Italien. Dort gab es nichts und Sie mussten auch aus Aussichtslosigkeit in ihrer Heimat auswandern, aber Sie hatten Ehrgeiz, Willen, Talente, Anpassungsfähigkeit und bildeten sich weiter und passten sich auch an im Ausland. Dadurch wurden sie im Ausland erfolgreich. Unterstützung in Ihrer strukturschwachen Heimat Italien wie „Agrarsubventionen“ oder derartigen Blödsinn bekamen diese beispielsweise nicht.

Deutschland – Das Land der unbegrenzten Sozialleistungen für unwillige!

Das sind für mich die klassischen, nachahmenswerten und vorbildhaften Auswanderer nicht die Leistungsschwachen- und unwilligen, welche glauben im Ausland ist es leichter, aber auf einmal merken diese, wie toll das Heimatland der unbegrenzten Sozialleistungen doch ist. Viele Deutsche – gerade auch aus diesen Fernsehsendungen – wandern zwar mit großen Träumen aber wenig Sachverstand aus. Genauso kommen sie dann eines Tages wieder zurück.

Bildung, Leistung – Leistung, Bildung

Leistungsträger wie Theo Müller (Müller Milch), Michael Schumacher, Otto Beisheim (Metro), aber auch allgemeiner gesprochen gebildete und leistungswillige Menschen, welche proaktiv aus einer Position der Stärke (unabhängig, gebildet und willig) ihr Glück im Ausland suchen sind für mich jedoch die typischen Auswanderer. Vor allem Menschen die einem Land und einer Gesellschaft „Weh tun“ wenn Sie gehen. Sei es weil Wissen oder Kapital mitgeht.

Wegzug aus Gründen der Steuergesetzgebung

Die Eltern und Großeltern meiner Italienischen Freunde haben also Ihre Heimat verlassen, weil diese einfach arm und öde war, ohne Zukunft für junge Menschen. Deutschland hingegen entwickelt sich zu einem Land, welches auch arm und öde wird, vor allem für Vermögensinhaber, welche sich meist in harter, ehrlicher Arbeit und unter großem Verzicht ihr Vermögen absolut legitim erworben haben. Die Steuerlichen Rahmenbedingungen werden sich aus meiner Sicht in Deutschland jedoch weiter dramatisch verschlechtern. Das ist auch ein wichtiger Grund gerade für Vermögende Privatpersonen die Auswandern unter rein steuerlichen Aspekten. Doch auch hier gilt mein Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern“.

Vor einer Wohnsitzverlagerung ins Ausland rein aus steuerlicher Motivation heraus rate ich dringend ab. Ich kenne einige Fälle, in denen Auswanderer an ihrem steuerlichen Wahldomizil nicht glücklich geworden sind, sei es aufgrund der Wahl eines falschen Standortes und Landes, kultureller Unterschiede und gesellschaftlicher Einsamkeit, fehlender Familiengemeinschaft und Freundeskreise oder auch Sehnsucht nach der Heimat. Auch vor Scheinwohnsitzen ist absolut abzuraten. Einen rein steuerlichen Wegzug gibt es nicht – nur einen tatsächlichen.

Die Krise bringt aber auch einen neuen Trend mit sich: Die Rückwanderer

Die Internationale Wirtschaftskrise verstärkt jedoch auch einen Trend, nämlich den der Rückwanderung nach Deutschland. Das Raphaels-Werk ist mit bundesweit 23 Filialen Deutschlands größter Ratgeber für Auswanderer. Das Raphaels Werk bietet aber auch Informationen und persönliche Beratungen an für einstige Auswanderer, welche nun eine Rückkehr nach Deutschland planen. Laut Aussagen einer Sprecherin des Raphaels Werks verzeichnet man dort derzeit mindestens doppelt so viele Anfragen von potenziellen Rückkehrern wie sonst. Das liegt beispielsweise auch daran, dass Deutsche im Ausland oft befristete Verträge haben. Aufgrund der Globalen Krise fallen diese Arbeitsplätze somit als eine erste wieder weg.

Mein Fazit ist ernüchternd

Die intelligenten, gebildeten, leistungsstarken und leistungswilligen, oder Vermögende welche Geld haben werden tendenziell eher auswandern. Die Schwachen, welche es nicht geschafft haben werden Rückwandern um die Sozialleistungen in Deutschland in Anspruch zu nehmen. Ich könnte es auch so sagen, die Millionäre vertreibt man in die Schweiz und gescheiterte wandern wieder ein!

Das kann und wird auf Dauer nicht funktionieren und wenn hier weiter Fehlsteuerungen seitens der Ordnungspolitik stattfinden, dann kann dies zu einem Teufelskreis werden, mit dramatischen Folgen für unsere Gesellschaft.

Die Top Standorte mit idealen Rahmenbedingungen für Vermögende

Normalerweise beende ich meine Publikationen ja immer mit meinem Fazit. Aber dann hätte ich heute wieder einige Zuschriften bekommen nach der Art „Sie malen immer nur schwarz und sehen alles negativ, aber Alternativen und Lösungen bieten sie auch keine“. Hierzu muss ich sagen, ich bin ja kein Politiker und betreibe keine landesspezifische Ordnungspolitik, sondern ich bin wenn dann ein Geopolitiker.

Legoland und Playmobil

Alles andere ist für mich Legoland und Playmobil. Mir ist es egal wo die Rahmenbedingungen gut sind. Hauptsache irgendwo sind diese gut oder zumindest besser! Opportunismus ist für mich keine negative Eigenschaft!

Die Alternativen – Nr. 1 Schweiz, London Nr. 2 , Singapur Nr. 3

Für Wohlhabende, die nicht an einen Ort gebunden hat der Londoner Vermögensberaters Scorpio Partnership ganz aktuell eine sehr interessante und aus meiner Sicht absolut plausible Studie veröffentlicht. Als entscheidende Faktoren zählen in dieser Studie für die „mobilen Millionäre“ Faktoren wie die wirtschaftliche und politische Stabilität, das Rechtssystem, die Bildung und Infrastruktur.

Zu den mobil orientierten Wohlhabenden zählt Scorpio beispielsweise Ärzte, Anwälte und Unternehmer, die die Mehrheit unter den Reichen in der Welt bilden.

Das Endergebnis: DMSDIS – Der Millionär sucht den idealen Standort

     1. Schweiz      6. Jersey
     2. London      7. Cayman Islands
     3. Singapur      8. Isle of Man
     4. New York      9. Monaco
     5. Hong Kong      10. Dubai

Mehr Details und die jeweilis aktullen Einzelrankings finden Sie unter www.scorpiopartnership.com

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

NETZWERK-TIPP: Weiterführende Informationen und Empfehlungen finden Sie auf unserem Portal www.geopolitical.biz bei unseren PREMIUM PARTNERN