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Die wichtigsten Fragen zum Systemcrash bei der SAXO Bank!

Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek von Peres & Partner

Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek von Peres & Partner

Exklusives Interview von Markus Miller, Geschäftsführer von GEOPOLITICAL.BIZ mit Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek von der Kanzlei Peres & Partner

Markus Miller: Herr Rechtsanwalt Sochurek, die Entkopplung des Schweizer Frankens vom Euro durch die Schweizer Nationalbank hat zu großen Turbulenzen auf dem Finanzmarkt geführt.

Haben Sie das auch in ihrer täglichen anwaltlichen Praxis zu spüren bekommen?

Nikolaus Sochurek: Ja, ein Vorgang der uns derzeit in diesem Zusammenhang besonders beschäftigt sind die sogenannten Margin Calls der dänischen SAXO Bank. Hier sehen sich viele Anleger jüngst hohen Nachschüssen bzw. Forderungen ausgesetzt. Zahlreiche Kunden verloren bei Devisengeschäften zum Teil ihr gesamtes eingesetztes Kapital.

Markus Miller: Was sind die Hintergründe?

Nikolaus Sochurek: Bei der Ausführung von sogenannten Stopp Loss Orders im Zusammenhang mit Fremdwährungsgeschäften kam es bei der dänischen Online Investmentbank zu erheblichen Unregelmäßigkeiten. Mit einer Stopp Loss Order bestimmt der Anleger einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung, bei dem ein Verkaufsauftrag ausgelöst werden soll. Sinn ist es, von vornherein Verluste begrenzen zu können.

Als nun die Schweizer Notenbank am 15.01.2015 die Kopplung des Kurses des Schweizer Franken an den Euro überraschend aufgab fiel der Wechselkurs schnell von 1,20 bis auf ca. 0,90. Kurz darauf pendelte er sich im Bereich der Parität ein. Durch diesen rapiden Kursverfall wurden zahlreiche von den Kunden gesetzte Stopp Loss Orders zeitgleich ausgelöst und bei zahlreichen Kunden der SAXO Bank wurden diese in der Onlinemaske als ausgeführt bestätigt.

Die Probleme begannen erst danach: Am Abend desselben Tages wurden Anpassungen der zuvor bereits ausgeführten Orders vorgenommen. Die Konditionen der Order Ausführung wurden nachträglich signifikant zu Lasten der Kunden verändert. Dadurch erlitten zahlreiche betroffene Kunden hohe Verluste, die Konten wiesen in vielen Fällen dann erhebliche Negativsalden auf. Die SAXO Bank forderte ihre Kunden im Nachgang aus diesem Grund auf, entsprechende Nachschüsse zu leisten, um die entstandene Unterdeckung der Konten auszugleichen und kündigte für den Fall, dass die Forderungen nicht beglichen würden, an, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Markus Miller: Konnten die Kurse denn im Nachhinein und nachdem der Auftrag bereits ausgeführt erschien denn einfach seitens der Bank geändert werden?

Nikolaus Sochurek: Unserer Ansicht nach war dies nicht möglich, mit der Folge, dass die von der SAXO Bank geltend gemachten Forderungen auf Ausgleich der Kontosalden nicht bestehen. Im Einzelfall ist es im Gegenteil sogar möglich, dass Kunden gegen die SAXO Bank Ansprüche haben können, vor allem dann, wenn die Konten nicht ins Minus abgerutscht sind sondern sich der Kontostand „nur“ erheblich verringert hat bzw. zeitlich vor der Anpassung noch einen positiven Saldo aufwies.

Markus Miller: Wie begründet die SAXO Bank dieses Vorgehen?

Nikolaus Sochurek: Die SAXO Bank stützt das Vorgehen und ihre Ansprüche im Wesentlichen auf Regelungen der „General Business Terms“, die den Deutschen Kunden bei Vertragsschluss in englischer Sprache zur Verfügung gestellt worden waren. Diese Bedingungen unterfallen ohne Weiteres dem Begriff der „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ nach Deutschem Recht.

Wir sind jedoch der Rechtsauffassung, dass eine Berufung der SAXO Bank auf diese dort getroffenen Regelungen nicht möglich ist.

Nikolaus Sochurek: Woraus ergibt sich das?

Sochurek: Dies ergibt sich daraus, dass aufgrund internationaler Abkommen zu der Frage, welches Recht bei grenzübergreifenden Sachverhalten und Vertragsschlüssen anzuwenden ist, für Kunden, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatten, in der Regel das Deutsche Verbraucherschutzrecht Anwendung finden muss, auch wenn die General Business Terms explizit vorsehen, dass für Streitigkeiten das dänische Recht als vereinbart gilt (Ziffer 30 der „General Business Terms“). Dies folgt im Wesentlichen aus dem Europäische Schuldvertragsübereinkommen („EVÜ“, Abl. 98/C27/34).

Dies bedeutet wiederum, dass die General Business Terms demzufolge nach Deutschem Recht daraufhin zu überprüfen sind, ob sie wirksam in den Vertrag einbezogen wurden und die einzelnen Klauseln auch gemessen am Maßstab des Deutschen Rechts wirksam sind.

Dies ist aber nach unserer Rechtseinschätzung nicht der Fall. Denn obwohl die Antrags- und Vertragsformulare der SAXO Bank auf Deutsch waren, wurden die General Business Terms nur in englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Von einem durchschnittlichen deutschen Verbraucher kann jedoch nicht erwartet werden, dass er diese im Übrigen relativ komplexen Regelungen in englischer Sprache versteht. Wer einmal versucht hat, diese Regelungen zu lesen, weiß, wovon ich spreche. Zu dieser Frage gibt es auch bereits einschlägige Urteile nach Deutschem Recht, die uns vorliegen (zuletzt LG Berlin).

Markus Miller: Bedeutet das, dass die General Business Terms damit als „null und nichtig“ anzusehen sind?

Nikolaus Sochurek: Ja, so könnte man es ausdrücken. Sie wurden nach unserer Einschätzung insgesamt nicht wirksam Vertragsbestandteil des Vertrages zwischen dem Kunden und der SAXO Bank.

Hinzu kommt im Übrigen, dass nach unserer Einschätzung die spezifischen Regelungen (insbesondere in Ziff. 16 und 6 der „General Business Terms“), auf die die SAXO Bank ihr Vorgehen und ihre Forderungen stützt, viel zu weitreichend sind und den Kunden deshalb unangemessen benachteiligen. Dies bedeutet nach Deutschem Recht, dass auch diese einzelnen Regelungen keine Grundlage für die Forderungen sein könnten, selbst wenn man entgegen unserer Einschätzung davon ausginge, dass die General Business Terms insgesamt als AGB wirksam in den Vertrag einbezogen worden wären.

Markus Miller: Gibt es hierzu entsprechende Gesetzesnormen oder bereits Urteile aus denen man das herleiten kann?

Nikolaus Sochurek: Diese Feststellungen ergeben sich allesamt aus der sogenannten AGB-Kontrolle, die in den §§ 305 ff. BGB geregelt ist. Da der Mindeststandard der deutschen Verbraucherschutznormen gilt, sind diese in Deutschen Gesetzen geregelten Standards trotz der Rechtswahlklausel in den „General Business Terms“ unserer Rechtsansicht nach auch anwendbar.

Markus Miller: Welche Gerichte wären denn überhaupt zuständig, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt?

Nikolaus Sochurek: Diese Frage ist zentral und nicht nur für unmittelbare gerichtliche Auseinandersetzungen bedeutsam, sondern insbesondere für die Verhandlungen im Vorfeld. Wir verfolgen das Ziel, die Probleme unserer Mandanten auf Grundlage unserer Expertise und weitreichenden Erfahrung pragmatisch zu lösen. Ich persönlich kann auf Erfahrungen aus weit mehr als 100 geführten bankrechtlichen Auseinandersetzungen zurückblicken, mein Kollege von Wietersheim noch auf eine Vielfach größere Anzahl.

Oftmals ist eine kostensparende Einigung im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung die bessere Lösung. Falls dies nicht der Fall ist, so muss unter Abwägung der Risiken entschieden werden, ob ein Prozess die bessere Alternative darstellt.

Für die Stärke der eigenen Verhandlungsposition im Vorfeld ist es jedoch immer maßgeblich, wie ein potentielles Gerichtsverfahren mutmaßlich verlaufen würde. Wenn man schlüssig darlegt, dass Deutsche Gerichte zuständig wären, so stärkt dies natürlich die Position der betroffenen Kunden.

Nach unserer Einschätzung wären für Forderungen der SAXO Bank gegen ihre Kunden die nationalen Gerichte der Staaten zuständig, in denen der jeweilige Kunde seinen Wohnsitz hat. Den Kunden hingegen stünde es frei, entweder in Dänemark oder am Wohnsitz des Kunden gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus einer Konvention zwischen der EU und Dänemark, die mit der Brüssel-Ia-VO (EU-VO Nr. 1215/2012) im Wesentlichen übereinstimmt. Die Brüssel-Ia-VO ist deshalb im Verhältnis zu Dänemark mittelbar anwendbar.

Zwar sehen die von SAXO Bank gestellten „General Business Terms“ unter Ziffer 30 auch hier vor, dass ein Gericht in Kopenhagen anzurufen wäre, aber auch diese Klausel hält einer rechtlichen Überprüfung nicht stand.

Markus Miller: Können Sie betroffenen Kunden einen Ratschlag geben?

Nikolaus Sochurek: Zunächst ist in jedem Falle anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es sind ohne Rechtsrat keine Konzessionen zu machen und keine Vergleiche zu schließen. Dem Kontosaldo ist auf jeden Fall unverzüglich zu widersprechen, soweit dies noch nicht geschehen ist.

Bei der Auswahl des Anwaltes ist seine Expertise und Erfahrung maßgeblich. Ich erlebe häufig die Frage von Betroffenen: „Wie viele Mandanten vertreten Sie gegen die SAXO Bank?“ Diese Frage ist bedeutungslos. Sie sollte lauten: „Wieviel bankrechtliche Verfahren haben Sie schon geführt?“ Man sollte sich davon überzeugen, dass der betreffende Anwalt etwas von der Materie versteht.

Markus Miller: Nach meinen Informationen hat die SAXO Bank Ihren Kunden geraten, auf anwaltliche Hilfe zu verzichten, da die Anwälte nur teure Prozesse führen wollen. Was halten Sie davon?

Nikolaus Sochurek: Wenn ich die SAXO Bank wäre: Hätte ich dann auf Gegenseite lieber einen Kunden, der von der Rechtlage keine Ahnung hat oder einen Kunden, der durch spezialisierte Anwälte seine Verhandlungen führen lässt. Die Beantwortung dieser Frage liegt auf der Hand.

Ob Prozesse geführt werden müssen oder nicht, wird sich im Laufe der Zeit zeigen und ist in jedem Einzelfall anhand pragmatischer Kriterien abzuwägen und zu entscheiden, wobei unsere Mandanten bei diesen Entscheidungen selbstverständlich immer das letzte Wort haben.

Herzlichen Dank an Herrn Sochurek für die fundierten Informationen!

Ich bin sehr dankbar für direkte Informationen von betroffenen Kunden von Devisenbrokern!

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Weiterführende Informationen zu dieser Thematik:

Provokante These Nr. 11: Die Saxo Bank bricht zusammen!

SAXO BANK – Stop Loss Order & Margin Calls

Das Anwaltsprofil von Nikolaus Sochurek

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Provokante These Nr. 11: Die Saxo Bank bricht zusammen!

Screenshot www.saxobank.ch

Bildquelle: Screenshot www.saxobank.ch vom 10.02.2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Steen Jakobsen ist Chefvolkswirt der dänischen Saxo Bank. Jahr für Jahr veröffentlicht er für die Saxo Bank im Dezember seine mittlerweile viel beachteten „Outrageous Predictions“, was übersetzt „provokante Thesen“ bedeutet.

Bei diesen provokanten Thesen handelt es sich um zehn Szenarien, die relativ unwahrscheinlich sind. Allerdings bergen sie bei Unterschätzung hohe Risiken mit enormen Folgen für die globalen Märkte. Zu den Thesen von Steen Jakobsen für das Jahr 2015 gehört beispielsweise der mögliche Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union oder die Amtsniederlegung von Mario Draghi als EZB-Präsident.

Die provokanten Thesen der Saxo Bank für 2015 auf einen Blick

1. Zusammenbruch des britischen Immobilienmarkts

Studien zufolge wird die Dynamik auf dem britischen Immobilienmarkt, vor allem in London, schnell nachlassen. Durch die bevorstehende Zinserhöhung der Bank of England wird Großbritannien 2015 einen Immobilien-Crash und einen Preisrückgang von sage und schreibe 25 Prozent erleben.

2. Inflation in Japan erreicht 5-Prozent-Marke

Das Vertrauen in den Yen ist durch die aggressive Geldpolitik der japanischen Notenbank erschüttert, deren Chef feststellen muss, dass seine Inflationspolitik einen zu großen „Erfolg“ gezeitigt hat. Es ist ein Symptom dafür, dass Japan die Kontrolle über seine Währung verloren hat.

3. China wertet Yuan um 20 Prozent ab

China wird nach Möglichkeiten Ausschau halten, den enormen Deflationsdruck – die Kehrseite des Kreditbooms – zu verringern. Im Zuge der lauernden Deflationsgefahren schneidet sich China eine Scheibe von der Bank of Japan ab, beschließt eine Entwertung des Yuan um 20 Prozent und folgt so dem Beispiel Japans bei seinen Anstrengungen, Inflation und Nachfrage zu erhöhen.

4. Draghi legt Amt bei der EZB nieder

Um die Deutschen vom QE-Programm der Europäischen Zentralbank zu überzeugen, tritt Mario Draghi von seinem Amt zurück, damit die EZB ihre Politik der quantitativen Lockerung unter einem neuen Präsidenten, Jens Weidmann von der Bundesbank, fortsetzen kann. Draghi sieht größere Chancen für seine Qualitäten in Italien, wo er von Präsident Napolitano als sein Amtsnachfolger vorgeschlagen wird.

Steen Jakobsen - Chief Economist & Chief Investment Officer Bildquelle: Saxo Bank

Steen Jakobsen – Chief Economist & Chief Investment Officer Bildquelle: Saxo Bank

5. Russland wieder in der Schuldenkrise

Aufgrund stark fallender Ölpreise und einer kalten Finanzschulter von Russlands geopolitischen Widersachern, werden russische Großkonzerne oder die Regierung selbst Bestandteil einer immer stärkeren Auslandsverschuldung. Zusammen mit einer diplomatischen Lösung der Ukraine-Frage ist eine Schuldenkrise wie 1998 notwendig, um die Zukunft des Landes zu sichern.

6. Internet-Hacker zerschlagen den E-Commerce

2015 werden die größten E-Commerce-Player Opfer von noch umfangreicheren und schärferen Angriffen sein, die wahre Schockwellen bei Internet- und Cloud-Dienstleistern auslösen. Aufgrund der starken negativen Auswirkungen auf die E-Commerce-Branche und auch seiner Überbewertung erleidet Amazon.com, der größte Internethändler und führender Anbieter von webbasierten Dienstleistungen, einen Rückgang von 50 Prozent.

7. Vulkanausbruch macht Sommer in Europa zunichte

Wie der Vulkan Laki im Jahre 1783, bricht der bereits aktive isländische Vulkan Bardarbunga 2015 aus und setzt enorme Mengen an giftigem Schwefeldioxid und anderen Gasen frei, die den Himmel über Europa verdunkeln. Der Ausbruch führt zu einer Veränderung der Wetterbedingungen und schürt Ängste vor Ernteausfällen in ganz Europa. Die Getreidepreise verdoppeln sich, obwohl sich die Auswirkungen des Vulkanausbruchs als weitaus moderater erweisen, als ursprünglich befürchtet.

8. Kakao-Futures erreichen Rekordmarke von 5.000 USD pro Tonne

Weltweit steigt die Nachfrage nach Kakao, da der westliche Gaumen dunklere Schokolade bevorzugt und immer mehr Asiaten ihre Liebe zu Schokolade entdecken. Aufgrund des sinkenden Kakaoangebots infolge der Sorge vor dem Ebola-Virus sowie der zu geringen Investitionen in wichtigen westafrikanischen Erzeugerregionen, liegt der weltweite Verbrauch von Kakao deutlich über seiner Produktion. Diese Tatsache wird sich 2015 in einem Rekordpreis für Kakao von über 5.000 USD pro Tonne niederschlagen.

9. Großbritannien nach erdrutschartigem Wahlsieg der UKIP vor möglichem Ausstieg aus der EU (Brexit)

Bei den britischen Unterhauswahlen am 7. Mai 2015 erringt die UK Independence Party 25 Prozent der abgegebenen Stimmen und zieht dadurch sensationell als drittgrößte Partei ins Parlament ein. Die UKIP bildet eine Koalitionsregierung mit der konservativen Partei von David Cameron und ruft 2017 zum geplanten Referendum über die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU auf. Die britische Staatsverschuldung nimmt deutlich zu.

10. Spreads bei hochverzinslichen Unternehmensanleihen verdoppeln sich

Nach einer deutlichen Veränderung bei hochverzinslichen Anleihen sind Anleger, die 2015 nach Ausstiegsmöglichkeiten suchen, mit geringer Liquidität und starken Preisrückgängen konfrontiert. Mit dem massiven Abverkauf hochverzinslicher Kredite erschüttern neue Schockwellen wieder die schwache europäische Wirtschaft in ihren Grundfesten. Der Markit iTraxx Europe Crossover-Index verdoppelt sich 2015 auf 700 Basispunkte.

Soweit die provokanten Thesen der Saxobank für das Jahr 2015 (Quelle: Presseaussendung der Saxo Bank)

Ergänzend dazu von meiner Seite nachfolgend ein Bruchteil an Auszügen meiner Recherchen und Analysen:

Was ist mit der Aufhebung des Mindestkurses des Schweizer Frankens?

Was ist mit dem Versagen der Risiko-Managementsysteme bei bestimmten Forex-Brokern?

Die Recherchen, Analysen und Empfehlungen von Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. zur Saxo Bank

Die Recherchen, Analysen und Empfehlungen von Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. zur Saxo Bank

Eine relativ unwahrscheinliche These fehlte bei den Prognosen der Saxo Bank für dieses Jahr eindeutig. Die Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 Schweizer Franken zum Euro durch die Schweizer Notenbank. Die Saxo Bank hat diese Maßnahme schwer getroffen mit nach wie vor unklaren Folgen wie mir zahlreiche Leser und Anwälte aus meinem Netzwerk mitgeteilt haben.

Broker mit massiven Abwicklungsproblemen!

Kunden die Fremdwährungsspekulationen in Schweizer Franken bei der Saxo Bank eingegangen sind, haben durch die Entkopplung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro massive Kapitalverluste erlitten. Bei Stop-Loss Orders kam es seitens der Bank zu massiven Unregelmäßigkeiten. Orderausführungen wurden zum Nachteil der Kunden nachträglich korrigiert (Requotes). Die dramatischen Folgen dieser Maßnahmen sind nicht „nur“ Totalverluste, sondern vor allem Nachschusspflichten, die das investierte Kapital in zahlreichen Fällen um ein Vielfaches übersteigen.

Die Saxo Bank prognostizierte als provokante These die Aufhebung des Mindestkurses bereits für das Jahr 2013

Für das Jahr 2013 hatte die Saxo Bank eine sehr interessante provokante These. Steen Jakobsen, der Chefökonom der Saxo Bank pronostizierte den Fall der SNB-Untergrenze. Das Szenario von Jakobsen sah wie folgt aus: Die Risiken im Euro-Raum verschärfen sich, weshalb es zu einem erneuten Kapitalansturm auf die Schweiz kommt. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Regierung in Bern entscheiden, die Wechselkurs-Untergrenze aufzuheben.

Damit soll verhindert werden, dass die Devisenreserven die Höhe des Bruttoinlandprodukts erreichen. Die Folgen wären fatal: Der Euro-Franken-Kurs würde unter die Parität auf 95 Rappen fallen, dem tiefsten Kurs aller Zeiten.

Fazit: Die Prognose von Steen Jakobsen kam rund 2 Jahre zu früh. Dennoch war die Saxo Bank selbst nicht auf dieses Ereignis ausreichend vorbereitet!

Screenshot-Auszug - Kundenanschreiben der Saxobank vom 05.02.2015

Screenshot-Auszug – Kundenanschreiben der Saxobank vom 04.02.2015

Paradox: Die Saxo-Bank garantiert Liquidität und beruft sich auf fehlende Liquidität

Am 04. Februar hat die Saxo Bank ein umfassendes Schreiben an ihre Kunden versandt, das mir im Orginal-Text vorliegt. Hier steht, ich zitiere im Orginalwortlaut:

“Im Zeitraum unmittelbar nach der Aufhebung der Kursuntergrenze durch die SNB gab es für CHF-Währungspaare auf dem Interbankenmarkt keine verlässliche Liquidität für den Handel mit CHF. Kundenaufträge wurden auch während des erheblichen Kursverfalls (zunächst unter Parität bei 0.95-1.00 und anschließend bei 0.85-0.90) weiterhin ausgeführt, bevor sich der Kurs wieder erholte. Dabei haben wir die Positionen von Kunden geschlossen, die Ihre erlaubte Marginauslastung überschritten hatten. Wir haben uns dabei auf die vermeintlich verfügbaren EUR/CHF Kurse unserer Liquiditätsanbieter gestützt. Diese Kurse waren dabei aber letztendlich nicht handelbar, sondern lediglich Indikationen. Die Ausführungen, die zuerst in den betroffenen Kundenkonten gebucht wurden, entsprachen letztlich nicht den abgerechneten Preisen. Die ursprünglich gebuchten Kurse waren somit offenkundig falsch und wurden daher später den tatsächlich gehandelten Preisen angepasst.”

Quelle: Saxo Bank Kundenschreiben, Hellerup, 04 February 2015

Liquiditätsgarantie Saxobank: http://www.saxobank.com/forex/fixed-spreads

Liquiditätsgarantie Saxobank: http://www.saxobank.com/forex/fixed-spreads

Die Saxo Bank beruft sich also am 04. Februar 2015 auf fehlende Liquidität und begründet ihr Verhalten vom 15. Januar 2015 mit dieser fehlenden Liquidität. Unglaublich für mich! Noch bei der Erstellung dieses Blogs am 10. Februar 2015 hat die Saxo Bank auf ihren Internetseiten nebenstehende Liquiditätsgarantie marketingwirksam publiziert!

So wehren Sie sich gegen die Forderungen der Saxo Bank oder anderer Broker

Gemeinsam mit renommierten Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht aus meinem Expertennetzwerk habe ich eine Analyse und Empfehlung erstellt mit dem Titel „Nach dem EUR/CHF-Crash: So wehren Sie sich gegen die Forderungen Ihres Brokers“. Diese Publikation ist eine professionelle Gebrauchsanleitung und ein einzigartiger Praxisleitfaden für betroffene Anleger mit höchstem Praxisbezug. Leser meines Premium-Magazins haben diese Ausarbeitung im Rahmen der März 2015-Ausgabe erhalten. Sollten Sie Interesse daran haben, können sich sehr gerne für ein PROBE-ABO registrieren, Sie erhalten dann die angesprochene Analyse.

Die provokante These Nr. 11 von Markus Miller: Die Saxo Bank bricht zusammen und wird übernommen

Die massiven Auswirkungen auf des Geschäftsmodell und das Image der Saxo Bank sind aus meiner Sicht heute noch gar nicht absehbar. Eine 11. „Provokante These“ die mir dazu mittlerweile aufgrund meiner umfassenden Recherchen und Analysen einfällt ist: Die Saxo Bank bricht zusammen und wird übernommen, weil sie allen voran die Verluste ihrer Kunden übernehmen muss, aber auch natürlich Gewinne auszahlen muss und zusätzlich massive Imageprobleme bekommt, die ein Aufrechterhalten des Geschäftsbertriebes oder besser gesagt des bisherigen Brokerage-Geschäftsmodelles unter dem Namen Saxo Bank in der Zukunft nicht mehr ermöglichen. Allen voran das eigenständige Weiterbestehen der Saxo Bank Schweiz beurteile ich als höchst fraglich. Mich würde es nicht überraschen, wenn hier mittelfristig ein Verkauf oder eine Fusion angegangen wird, beispielsweise mit dem führenden Schweizer Discountbroker Swissquote der selbst Abschreibungen aufgrund der Aufhebung des Wechselkurses vornehmen musste.

Warten wir es einmal ab, ich bin als deutscher Fachjournalist gemeinsam mit meinem Anwalts-Netzwerk sehr gespannt auf die kommenden Entwicklungen! Meine Anwälte sind mittlerweile so weit, dass sie die Rechtslage sowohl im Hinblick auf das anzuwendende Verfahrensrecht als auch im Hinblick auf das anzuwendende Prozessrecht gegen die Saxo Bank vollständig aufbereitet haben.

Ich bin sehr dankbar für direkte Informationen von betroffenen Kunden von Devisenbrokern!

Schreiben Sie mir – Ich garantiere Ihnen meine absolute Diskretion!

Nutzen Sie dafür ganz einfach das Kontaktformular auf www.geopolitical.biz mit einer kurzen Nachricht und dem Betreff „Forex Broker“. Danach erhalten Sie zeitnah meine persönlichen Kontaktdaten. Als langjähriges Mitglied des Deutschen Fachjournalistenverbandes DFJV garantiere ich Ihnen neben meiner absoluten Diskretion den journalistischen Quellenschutz für Ihre Informationen!

Die Freiheit der Presse in Deutschland hat auch klare Grenzen für eine Bank aus Dänemark die über ihre Niederlassung in der Schweiz allen voran Deutsche und Österreichische Kunden akquiriert hat!

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Kapitalschutz_Vertraulich_Probe-ABOKAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ist ein ganzheitlicher Beratungsdienst unter Führung von MARKUS MILLER als Chefanalyst und Chefredakteur. Neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen werden zusätzlich die für den umfassenden Vermögensschutz so wichtigen Segmente der Politik, Rechtsprechung sowie Steuergesetzgebung berücksichtigt. Testen Sie uns 30 Tage! Nutzen Sie unsere Sonderaktion mit wertvollen Informationen + Prämien und testen Sie KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH einen Monat kostenlos!

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