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Bargeldumsatz fällt Internetkriminalität steigt!

hacker-2883632_1280Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

die Europäische Zentralbank EZB hat aktuell eine Studie veröffentlicht aus der – wieder einmal – hervorgeht, dass die Deutschen nach wie vor am liebsten mit Bargeld bezahlen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr mittels Bank- und Kreditkarten nimmt jedoch weiter zu. Das gilt vor allem für die stark ansteigende Nutzung der ehemaligen EC-Karte, die heute den Namen Girocard trägt. Die kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten werden vor allem von jüngeren Menschen immer stärker genutzt.

In der Euro-Zone werden heute noch vier von fünf Einkäufen bar bezahlt

In den letzten Jahren waren die Barzahlungen in Deutschland lediglich leicht rückläufig. Sie sanken von 79 Prozent im Jahr 2014 auf 74 Prozent im vergangenen Jahr 2017. Auch in der gesamten Euro-Zone werden heute noch vier von fünf Einkäufen mit Bargeld getätigt. Vor allem Kleinstbeträge unter fünf Euro werden überwiegend mit Münzen oder Scheinen getätigt.

Ab einem Zahlungswert von rund 50 Euro nutzen die Bürger hingegen immer häufiger Kartenzahlungen oder alternative elektronische Zahlungsmittel. Dennoch fristen mobile Zahlungsmethoden über Smartphone-Anwendungen (Apps) derzeit in Deutschland noch ein absolutes Stiefmütterchendasein.

infografik_9478_laendern_in_denen_apple_pay_verfuegbar_ist_nDeutschland ist ein Entwicklungsland im Hinblick auf „Mobile Payment“

Ich war vor kurzem in Asien. Hier wurde mir wieder einmal deutlich vor Augen geführt wie – technologisch bzw. digital – rückständig Deutschland ist. Der in Asien führende Mobile Payment-Anbieter „Alipay“ ist dort an jeder Ecke nutzbar. Von Geschäften in großen Einkaufscentern bis hin zu mobilen Verkaufsständen auf abgelegenen Wochenmärkten. An einem Strand auf einer kleinen Insel in der Nähe von Bangkok hat vor mir beispielsweise ein Chinese eine Kokosnuss ganz schnell und einfach mit Alipay bezahlt.

Wenn ich immer in Deutschland im Supermarkt vor einer Kasse stehe und jemand kramt vor mir minutenlang seine Centmünzen für die Bezahlung zusammen, wird mir unsere technologische aber auch – in diesem Punkt – gesellschaftliche Rückständigkeit am deutlichsten bewusst. Aber das wird sich nach meiner Überzeugung massiv ändern in naher Zukunft.

Aktuell ist in Deutschland keiner der großen Mobile-Payment-Anbieter nutzbar. Auch international ist es noch ein weiter Weg, bis Verbraucher überall mit dem Smartphone bezahlen können. Apple Pay ist derzeit in 20 Märkten verfügbar. Zuletzt kamen Dänemark, Schweden, Finnland sowie die Vereinigten Arabischen Emirate hinzu.

In Europa ist Apple Pay mittlerweile in rund 10 Ländern nutzbar. Für den Start von Apple Pay in Deutschland gibt es derzeit hingegen noch keinen fixen Termin. Allerdings betonte Apple-Chef Tim Cook auf seiner Deutschlandreise im letzten Jahr, dass das Unternehmen intensiv an der Einführung arbeitet.

Der deutsche Bargeldumsatz ist mittlerweile unter 50 Prozent gefallen!

Ich bin davon überzeugt, dass – trotz aller Liebe der Deutschen zum Bargeld – die Tage der Scheine und Münzen längst gezählt sind. Nicht nur weil das teilweise politisch so gewollt ist, sondern allein aufgrund des technologischen Fortschritts. Seit 10 Jahren sind die Bargeld-Umsätze in Deutschland rückläufig. Jahr für Jahr geht der Bargeldumsatz um rund 1 Prozent weiter zurück.

Ich prognostiziere hier eine zunehmende Dynamik. Aktuell liegt der Bargeldumsatz in Deutschland noch bei 47,6 Prozent. In einigen Jahren wird der Bargeldumsatz die 10 Prozentmarke unterschreiten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen haben Sie die Aufgabe, die positiven Entwicklungen proaktiv zu nutzen und sich gleichzeitig vor den negativen Entwicklungen zu schützen!

infografik_12706_anzahl_der_von_cyberkriminalitaet_betroffenen_nDie Internetkriminalität explodiert!

Ich weiß, dass viele unter Ihnen der zunehmenden Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche relativ skeptisch bis absolut restriktiv gegenüberstehen. Vor allem im Hinblick auf die weiter fortschreitende Abschaffung des Bargeldes und die die damit ansteigenden Überwachungsmöglichkeiten, aber auch Missbrauchsrisiken durch Dritte. Diese Sorgen sind absolut berechtigt, wie die nachfolgenden Zahlen belegen.

23,4 Millionen Deutsche wurden 2017 bereits Opfer von Cyberkriminalität

978 Millionen Cyberkriminalitäts-Opfer in 20 Ländern zählt der Norton Cyber Security Insights Report im vergangenen Jahr, darunter 23,4 Millionen aus Deutschland. Den Betroffenen ist insgesamt ein Schaden von 172 Milliarden US-Dollar entstanden. Das sind im Schnitt 142 US-Dollar pro Fall.

Die digitalen Hauptgefahren für Ihr Geld: Viren, gestohlene Passwörter und Kreditkartenbetrug!

Die häufigsten Formen von Internetkriminalität sind Viren, gestohlene Passwörter und Kreditkartenbetrug. Opfer von Cyberkriminalität zeichnen sich der Studie zufolge durch erhöhte Nachlässigkeit aus. Im Vergleich zu Nicht-Betroffenen nutzten sie beispielsweise fast doppelt so häufig dasselbe Passwort für alle ihre Online-Konten. Als Antwort auf diese dramatisch steigenden Zahlen habe ich aktuell für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich eine Recherche und Analyse zu Cyberschutz-Versicherungen gemacht.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Geld für den Müll!

1_Euro_Cent_MuenzeSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

mit Italien hat ein weiteres Land beschlossen, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. Finnland und die Niederlande haben diesen Schritt bereits seit langem vollzogen. Italien ist mittlerweile das fünfte Euro-Land, das auf das umgangssprachliche “Klimpergeld” verzichtet. Auf Basis von Statistiken der Europäischen Zentralbank EZB gibt es in der Eurozone rund 122 Milliarden Münzen. Diese haben einen Wert von ungefähr 27 Milliarden Euro. Den größten Anteil machen dabei die Ein- und Zwei-Cent-Münzenn aus. Das verdeutlicht die nachfolgende Grafik von Statista.

1,65 Cent an Kosten für 1 Cent an Wert!

Das Prägen dieser Kupfercent-Münzen ist dabei sehr teuer. Die Prägekosten liegen über dem reinen Materialwert. Es kostet beispielsweise 1,65 Cent, eine 1-Cent-Münze zu produzieren. Zahlreiche dieser Münzen sind darüber hinaus überhaupt nicht im Umlauf. Sie lagern häufig in Spardosen oder sonstigen Gefäßen. Ihr Gesamtwert am Münzumlauf ist zusätzlich sehr gering.

infografik_9657_muenzumlauf_in_den_euro_staaten_nBargeld: Die Abschaffung des Kleingeldes ist längst überfällig und sinnvoll!

Als gebürtigem Schwaben wurde mir einst ein Zitat in die Wiege gelegt, dass ich seit meinen frühesten Kindheitstagen in Erinnerung habe: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. In diesem Sprichwort steckt die Annahme, dass Menschen die mit kleinen Beträgen achtlos umgehen, es zu keinem Wohlstand bringen werden. In unserer Gesellschaft führt das dazu, dass sich zahlreiche Bürger nach wie vor um jeden Pfennig, beziehungsweise Cent bücken, obwohl eine Coladose oder eine Plastikpfandflasche beispielsweise einen weitaus höheren Wert aufweisen.

Wertemaßstab oder Aberglaube? „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“

Wenn Sie einmal in den USA oder in Kanada waren, werden Sie bestätigen können, dass dieses ausgeprägte Verhalten auf Basis der angeblich so begrüßenswerten Einstellung „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“ dort nicht üblich ist. Ich habe selten so viele US-Centmünzen auf den Straßen gesehen, wie beispielsweise bei meinen Besuchen in New York.

Deswegen muss dieses Verhalten hinterfragt werden. In Deutschland bücken sich viele Menschen nicht wegen dem Wert und der damit verbundenen Kaufkraft nach einer Euro-Centmünze, sondern weil es für viele Bürger eben eine generationenübergreifend überlieferte Tugend ist, das zu tun.

Das wurde mir selbst erst vor wenigen Jahren richtig bewusst. Meine Eltern sind Kriegskinder, ich ein Wohlstandskind, dennoch habe ich mir dieses Verhalten aufgrund meiner prägenden Erziehung in der Kindheit angeeignet. Das ist auch grundsätzlich sehr gut so, nur die Zeiten haben sich auch gewandelt. Mir ist mittlerweile Bewusst geworden, dass dieses Verhalten kein rationaler Wertemaßstab ist, sondern ein innerlicher Aberglaube.

Nach wie vor ist der Aberglaube in der Bevölkerung weit verbreitet, dass ansonsten Armut und Unglück folgen, falls man ein auf dem Boden entdecktes Centstück nicht aufhebt. Ich habe auch Jahrzehnte so gedacht und gehandelt. Heute tue ich das nicht mehr. Ich habe sogar vor kurzem zahlreiche, halbverschimmelte und verrostete Centmünzen die ich seit Jahren oder wahrscheinlich sogar seit Jahrzehnten in einer alten Dose aufbewahrt hatte endlich im Müll entsorgt. Das ist für einen bayerischen Schwaben wie mich ein durchaus bemerkenswerter Vorgang. In anderen Ländern Europas allerdings mehr als üblich.

Finland_FlaggeIn Finnland wandern 1- und 2-Eurocent-Münzen regelmäßig auf den Müll

Die finnische Nationalbank hat die beiden kleinsten Centmünzen beispielsweise nie eingeführt, sondern rein für Sammlerzwecke geprägt. Touristen bringen die Münzen allerdings ins Land und die Geschäfte müssen sie annehmen, weil es gesetzliche Zahlungsmittel in EU-Europa sind. Das führt in der Praxis dazu, dass die importierten Centmünzen in Finnland überwiegend im Abfall landen. Bereits im Jahr 2006 sagte Pertti Rauhio, zum damaligen Zeitpunkt Staatssekretär im Finanzministerium Finnlands, dass 1- und 2-Eurocent-Münzen in Finnland auf den Müll wandern, weil sie keinen Wert haben.

Aufgrund der hohen Verbraucherpreise in Kombination mit den hohen Kosten für die Entgegennahme gibt es in Finnland für die Centmünzen schlicht keine ökonomische Nachfrage. Das führt in Finnland – erfreulicherweise – auch dazu, dass es im Einzelhandel keine 0,99 Euro Preisauszeichnungen gibt.

Auch Italien schafft zum 01.01.2018 die 1- und 2-Eurocent-Münzen ab

Dem Vorbild Finnlands folgt nun zum 01.01.2018 auch Italien. 1- und 2-Eurocent-Münzen werden dann nicht mehr geprägt. Sie werden sukzessive aus dem Verkehr gezogen. Preise für Waren und Dienstleistungen werden zukünftig auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag gerundet. Ich begrüße diesen intelligenten Schritt ausdrücklich.

Zahlungsverkehrs-Münzen: Cryptocoins statt Metallcoins!

Den „Metallmüll“ endlich aus unseren Hosentaschen und Geldbörsen zu verbannen ist positiv. Die Münzen des Zahlungsverkehrs-Alltages in der Zukunft werden digital sein, nicht aus Metall. Deswegen rate ich Ihnen: Beschäftigen Sie sich jetzt mit den Funktionsweisen, Möglichkeiten, Chancen aber auch Risiken der digitalen Münzen, den sogenannten Cryptocoins wie beispielsweise dem Bitcoin und Mobile Payments. Das ist die Zukunft unserer Geldsysteme, allerdings ist Deutschland hier noch ein Entwicklungsland.

infografik_9478_laendern_in_denen_apple_pay_verfuegbar_ist_nMobile Payment: Deutschland ist ein Entwicklungsland

Aktuell ist in Deutschland keiner der großen Mobile-Payment-Anbieter nutzbar. Auch international ist es noch ein weiter Weg, bis Verbraucher überall mit dem Smartphone bezahlen können. Apple Pay ist derzeit lediglich in 18 Märkten verfügbar. Gleiches gilt für die Konkurrenz. In Europa ist Apple Pay in sechs Ländern verfügbar. Für den Start von Apple Pay gibt es in Deutschland derzeit noch keinen fixen Termin. Allerdings betonte Apple-Chef Tim Cook auf einer Deutschlandreise Anfang Februar 2017, dass das Unternehmen intensiv an der Einführung arbeitet.

Das Zahlungszeitalter von Papiergeld und Metallmünzen neigt sich dem Ende entgegen!

Die üblichen Dauerpessimisten und Bargeldfanatiker hingegen werden hier selbstverständlich umgehend wieder ein neues Signal für ein kommendes Bargeldverbot erkennen. Erste Berichte und Warnungen habe ich bereits gelesen. Bei allen negativen Entwicklungen der Einschränkung von Bürger- und Freiheitsrechten – über die ich ja auch regelmäßig berichte – sind derartige Schlussfolgerungen und Warnungen für mich schlicht ein nicht belastbarer Unsinn.

Die Diskussion um eine Abschaffung des Bargelds hat zweifelsohne deutlich an Fahrt gewonnen. Dänemark oder Schweden begründen die Abschaffung von Bargeld mit den hohen Produktions-, Zähl- und Bearbeitungskosten. In den nordischen Ländern Europas hat das elektronische Bezahlen das Zahlen mit Bargeld bereits weitestgehend verdrängt. Die Notenbank Dänemarks hat angekündigt, ab 2017 keine neuen Banknoten mehr zu drucken.

Auch Italien begründet die Abschaffung der kleinen Centmünzen berechtigterweise mit den hohen Herstellungskosten. Im Gegensatz zu Skandinavien lehnen in Deutschland nach wie vor drei von vier Bürgern die Abschaffung von Bargeld ab. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der Furcht vor einem absolut gläsernen Menschen. Freiheits- und Eigentumsrechte könnten dann eingeschränkt werden. Ja, richtig!

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DDie Abschaffung der kleinen Centmünzen hat NICHTS mit einem staatlichen Bargeldverbot zu tun, sondern ist ökonomisch sinnvoll!

Selbstverständlich sind diese Ängste grundsätzlich berechtigt. Dennoch sehe ich Bargeld in seiner heutigen Form als Auslaufmodell. Ich erwarte allerdings keine vollkommene Abschaffung. Das Geldsystem wird sich aber allein aufgrund der technologischen Entwicklungen massiv verändern.

Wenn ich jetzt allerdings Berichte oder gar Warnungen lese, dass die Abschaffung der Centmünzen in Italien die Vorboten bzw. ein weiterer Mosaikstein des kommenden Bargeldverbotes sein sollen und die Freiheit dadurch eingeschränkt wird, muss ich schlicht laut lachen. In meinem neuen Buch “Die Welt vor dem Geldinfarkt” befasse ich mich im Detail auf 352 Seiten mit den aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen unserer Geldsystems.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.