Schlagwort-Archiv: Kleinwalsertal

Österreich: Bankensterben in Jungholz und im Kleinwalsertal!

Steuerhinterziehung_Schwarzgeld_Jungholz_KleinwalsertalSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

heute einmal ein kleiner persönlicher Rückblick, verbunden mit einer Analyse. Nicht zurück im Zorn, sondern mit sehr viel Gelassenheit, Dankbarkeit und auch einem sehr breiten Lachen in Bezug auf meine eigene Zeit als Banker. Diese möchte ich heute nicht mehr missen, aber auch nicht mehr eintauschen wollen.

Nach Beendigung meiner im Jahr 1994 begonnenen Banklehre und anschließender Tätigkeit bei einer deutschen Volksbank in Neu-Ulm bin ich 1998 zu einer Genossenschaftsbank nach Österreich gewechselt. Der Raiffeisenbank Reutte mit ihrer Zweigniederlassung, dem Bankhaus Jungholz. Das Bankhaus Jungholz hat zusätzlich auch einen Standort in der Schweiz in St. Gallen.

Von Jungholz über das Kleinwalsertal nach Mallorca

Zunächst war ich für die Raiffeisenbank Reutte bzw. das Bankhaus Jungholz als Wertpapierhändler (Broker), dann als Leiter des Wertpapierhandels und später als Treasurer tätig. Ein Treasurer ist im übertragenen Sinne eine Art „Schatzmeister“, der zuständig ist für das Finanzmanagement eines Unternehmens. In meinem Fall also die verantwortungsvolle Aufgabe der Verwaltung und Steuerung des Eigenkapitals der Bank.

Nach meiner Zeit beim Bankhaus Jungholz bin ich zur Raiffeisenbank Kleinwalsertal gewechselt, die sich heute von ihrem einstigen, schwarzgeldbelasteten Namen gelöst hat und jetzt unter Walser Privatbank AG firmiert. Im Kleinwalsertal leitete ich – auch für die Tochterbank in Liechtenstein der heutigen Raiffeisen Privatbank Liechtenstein – ein Projekt mit dem schönen Namen “Moving Mountains” und dem Ziel neue Wege zu gehen, neue Märkte zu erschließen und somit neue Kunden zu gewinnen. Einer dieser Wege führte mich dabei nach Mallorca, wo ich bis heute geblieben bin. Deswegen bin ich rückblickend für die Möglichkeiten die sich mir damals eröffnet haben sehr dankbar. Ebenso die zahlreichen Erlebnisse und Erfahrungen.

Das „Geschäftsmodell Schwarzgeld“ gibt es nicht mehr

Was war nun das Besondere an den beiden Bankplätzen? Aufgrund der geografischen Lage – eine Zufahrtmöglichkeit besteht nur über Deutschland – war die Gemeinde Jungholz wie auch das benachbarte Kleinwalsertal einst ein sehr beliebtes Zollanschlussgebiet für ausländische Kapitalanleger. Unter dem Schirm und Schutz des einstmals sehr strengen, österreichischen Bankgeheimnisses im Verfassungsrang. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Das damals so lukrative „Geschäftsmodell Schwarzgeld“ der in Jungholz und im Kleinwalsertal beheimateten Banken gibt es heute schlicht nicht mehr.

Die Folgen für die beiden Bankplätze und die dort beheimateten Banken waren gravierend. Im Prinzip begann – ein wenig augenzwinkernd – der massive Niedergang der beiden westösterreichischen Bankplätze, nachdem ich das Kleinwalsertal im Jahr 2005 verlassen hatte, um mich auf Mallorca mit meinem eigenen Unternehmen selbständig zu machen.

Logo_Sparkasse_AllgauWas ist aus den Bankplätzen in Jungholz und dem Kleinwalsertal heute geworden?

Jungholz war bzw. galt einst als der Ort mit der höchsten Bankendichte der Welt. Das liegt daran, dass die Gemeinde Jungholz nur rund 300 Einwohner hat, zur damaligen Zeit aber über drei Banken verfügte. Neben dem Bankhaus Jungholz waren das die Sparkasse und die Volksbank in Jungholz. Mit dem Wegfall des österreichischen Bankgeheimnisses und somit dem Ende des Geschäftsmodelles des Bankplatzes als Steueroase, oder besser gesagt als Steuerhinterziehungsstandort, haben sowohl die Sparkasse Jungholz als auch die Volksbank Jungholz mittlerweile ihre Niederlassungen in dem kleinen Bergdorf in Tirol geschlossen.

Eine vergleichbare Entwicklung musste auch der Finanzplatz im Kleinwalsertal über sich ergehen lassen. Im Kleinwalsertal gab es zu Hochzeiten sogar zwei Sparkassen. Die Dornbirner Sparkasse, die zur Sparkassenorganisation in Österreich gehört, sowie eine Niederlassung der deutschen Sparkasse Allgäu (Bild) in Kempten. Beide Sparkassen-Niederlassungen in Riezlern im Kleinwalsertal gibt es heute nicht mehr. Ebenso hat die Bank Austria im Kleinwalsertal ihre Tore geschlossen.

Oesterreich_Flagge_Jungholz_KleinwalsertalBankplatz Österreich: Die große Zeit ist lang vorüber!

Unlängst wurde die Sparkasse Kempten sogar von ihren österreichischen Altlasten eingeholt, trotzdem dass die Filiale im Kleinwalsertal bereits im Juni 2016 geschlossen wurde. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat Mitte März 2017 Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen mehrere Mitarbeiter der Bank eingeleitet.

Wenn ich mir diese Entwicklungen heute anschaue, dann bin ich sehr froh, dass ich im Jahr 2005 meinen zweisitzigen Kleinwagen aus Zuffenhausen packen konnte und mit einem Koffer (ohne Schwarzgeld) und einer Golftasche Richtung Mallorca gefahren bin, in ein neues Leben! Für den Bankplatz Österreich gilt frei nach der inoffiziellen Nationalhymne Österreichs – I am from Austria – von Reinhard Fendrich: „Dei hohe Zeit ist lang vorüber und a die Höll hast hinter dir, vom Ruhm und Glanz ist wenig über, sag mir wer zieht noch den Hut vor dir, außer mir“.

Das Fürstentum Liechtenstein ist heute mein Finanzplatz Nr. 1 in Europa!

Steueroasen für Privatanleger gehören der Vergangenheit an. Heute gilt es stabile Rechtsschutz- und solide Standortoasen zu nutzen. Nicht um Steuern zu sparen oder gar Steuern zu hinterziehen. Nein, um Ihre Werte und Ihre Lebensqualität abzusichern in einem fragilen Finanzumfeld. Ich bin davon überzeugt, ganz nach dem Titel meines neuen Buches: Die Welt steht vor dem Geldinfarkt!

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Bradley Birkenfeld: Des Teufels Banker!

Des Teufels BankerSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

auf der Finanzmesse Invest 2017 in Stuttgart hatte ich erstmalig die Möglichkeit, Bradly Birkenfeld (Bild unten) persönlich zu treffen. Wir haben intensive Gespräche geführt und durchaus – bei vielem was uns trennt – auch Gemeinsamkeiten entdeckt.

Allen Voran unsere berufliche Historie, dass wir beide einst für Offshore-Banken gearbeitet haben, die Kunden aktiv – durch die unterschiedlichsten Konzepte, Modelle und Strukturen von Nummernkonten bis hin zu Stiftungen – geholfen haben, systematisch Steuern zu hinterziehen und Schwarzgelder illegal zu veranlagen.

Bradley Birkenfeld war für große Banken in der Schweiz in den USA tätig, allen voran für die UBS. Ich für weit kleinere Institute bzw. Privatbanken aus Reutte, Jungholz und Riezlern im Kleinwalsertal in Österreich, Vaduz im Fürstentum Liechtenstein und St. Gallen in der Schweiz. Diese Vergangenheit ist ein wesentlicher Teil meines Berufslebens als Banker, den ich in meiner Vita nicht ausblende. Im Gegenteil, ich habe enorm viel daraus gelernt und längst meine Konsequenzen gezogen.

Markus_Miller_Bradley_BirkenfeldHeute bin ich sehr stolz darauf, dass ich sehr frühzeitig den damaligen Offshore-Banken den Rücken gekehrt habe und in den Medien- und bankenunabhängigen Beratungsbereich gewechselt bin. Durch Gründung meines eigenen Medien- und Consultingunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ im Jahr 2005 auf Mallorca, sowie meiner journalistischen Tätigkeit als Chefredakteur und Chefanalyst für Kapitalschutz vertraulich seit dem Jahr 2006.

Wer ist Bradley C. Birkenfeld?

Vielleicht fragen Sie sich, wer denn Bradley Birkenfeld überhaupt ist? Bradley C. Birkenfeld wurde am 26. Februar 1965, in Brookline, Massachusetts, einem Vorort von Boston, geboren. Er ist nach wie vor glühender Fan des Eishockey-Teams Boston Bruins. Die Unterstützung für das Engagement der Bruins für benachteiligte Kinder steht auf der Liste seiner wohltätigen Aktivitäten weit oben.

Birkenfeld ist heute ein Finanzexperte im Ruhestand. Seinen Wohnsitz hat er mittlerweile nach Malta verlegt. Er ist als wichtigster Whistleblower der Finanzbranche eine Legende. Durchaus vergleichbar mit Edward Snowden für die IT-Branche. Seine Karriere als Banker begann Birkenfeld in Bosten. Später zog er nach Europa, wo er erfolgreich als Privatbanker bei der Credit Suisse, der Barclays Bank und der UBS arbeitete.

James Bond, Robin Hood oder doch nur ein geldgieriger Judas?

Bradley Birkenfeld war Meister im Spiel um Millionen, die er für vermögende Kunden in den Untiefen des Schweizer Bankensystems versteckte. Für die Schweizer Großbank UBS jettete er um die Welt, traf sich mit den Schönen und Reichen und half, deren Vermögen vor den Steuerbehörden oder den Ehe- und Geschäftspartnern zu verbergen. Ein Leben wie in einem James-Bond-Film, mit schnellen Autos, attraktiven Frauen und mehr Geld, als man in einem Leben ausgeben kann.

Bradley Birkenfeld sieht sich selbst als eine Art Mischung aus James Bond und Robin Hood. Für zahlreiche Kritiker oder auch direkt Betroffene seines Weges und seiner Aktivitäten ist er jedoch schlicht ein Judas, weil Datendieb, Denunziant und verurteilter Verbrecher. Vor allem die Schweizer Medien schreiben derzeit relativ häufig zu Birkenfelds Buch Des Teufels Banker – Wie ich das Schweizer Bankgeheimnis zu Fall brachte von einem “Rachefeldzug”. Ich habe für beide Sichtweisen Verständnis.

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Bild: Birkenfelds einstige Original-Visitenkarte von der UBS

Bradley Birkenfeld brachte das Schweizer Bankgeheimnis zu Fall

Im Jahr 2005 – dem Jahr in dem auch ich „meine“ letzte Offshore Bank im Kleinwalsertal verlassen habe – protestierte Bradley Birkenfeld bei der UBS gegen illegale Praktiken, weil Mitarbeiter amerikanische Kunden mit hohem Vermögen beim Hinterziehen von Steuern unterstütze.

Er stieß auf eine interne Anweisung die ihm verdeutlichte, dass die UBS die großen rechtlichen Risiken der illegalen Geschäftspraktiken mit US-Kunden ganz einfach auf die Kundenberater abwälzte im Notfall. Als er Wind davon bekam, dass ihn die UBS für genau jene so lukrativen Tätigkeiten als Sündenbock opfern wollte, brach er sein Schweigen und wandte sich als Whistleblower an die US-Regierung.

Aber anstatt auf offene Ohren zu stoßen, wurde er als Verschwörungstheoretiker abgestempelt, das Justizministerium versuchte, ihn mundtot zu machen. Doch Birkenfeld ließ sich nicht einschüchtern und gab seine Informationen an den US-Senat sowie die Aufsichts- und Steuerbehörden weiter.

104 Millionen US-Dollar Belohnung!

Daraus resultierten nicht nur der Fall des Schweizer Bankgeheimnisses, sondern auch mehr als 15 Milliarden US-Dollar an Steuernachzahlungen, Bußgeldern und Strafen für amerikanische Banken. Allein die UBS musste 780 Millionen US-Dollar Strafe bezahlen und 4.500 Kundendaten an die USA übermitteln. Birkenfeld wurde hingegen in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung verurteilt und saß 30 Monate im Gefängnis. Später wurde er für seinen mutigen Einsatz rehabilitiert und auch finanziell mehr als fürstlich entschädigt.

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Bild: Kopie des Original-Schecks der US-Steuerbehörde an Bradley Birkenfeld

Als Belohnung bekam er seitens der US-Steuerbehörden einen Scheck – nach Abzug aller Abgaben und Steuern – in Höhe von 75.816.958,40 US-Dollar. Weil diese Summe so unglaublich ist nochmals in Worten: Rund 76 Millionen US-Dollar – netto – als Belohnung vom Staat! Die Zahlung vor Steuern betrug – brutto – übrigens 104 Millionen US-Dollar!

9783959720502.jpg.800x0_q85Lucifers Banker – Des Teufels Banker

Heute widmet sich Bradley Birkenfeld der Unterstützung von Whistleblower-Initiativen, die betrügerische Machenschaften aufdecken und bekämpfen sollen. Die New York Daily News schrieben vor einiger Zeit: „Der UBS-Whistleblower Bradley Birkenfeld verdient keine Gefängnisstrafe, sondern ein Denkmal an der Wall Street“.

Ein hoher Beamter der mächtigen US-Steuerbehörde IRS ließ auf die Frage „Hat Birkenfeld die Belohnung von 104 Millionen US-Dollar verdient“ verlauten: „Jeden Cent davon!“. Selbst das US-Justizministerium hat seine Meinung längst geändert. Ein Beamter dieser Behörde lies unlängst verlauten: „Ich bin nicht sicher, ob die US-Regierung dieses massive Betrugsprogramm heute schon aufgedeckt hätte, wenn Birkenfeld nicht im Sommer 2007 zum Justizministerium gekommen wäre“.

Seine einzigartige Geschichte hat Bradley Birkenfeld mittlerweile niedergeschrieben in seinem englischsprachigen Buch „Lucifers Banker“. Erfreulicherweise hat der FinanzBuchVerlag aus München – hier erscheint auch mein neues Buch „Die Welt vor dem Geldinfarkt“ – sein Werk ganz aktuell auf Deutsch verlegt mit dem Titel: „Des Teufels Banker – Wie ich das Schweizer Bankgeheimnis zu Fall brachte“. In Kürze wird das Buch auch in Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Polen, Rumänien, Russland, Spanien und Thailand erscheinen.

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EU-Vorreiter: Österreich hebt staatliche Garantien auf!

EU-Vorreiter: Österreich hebt staatliche Garantien auf!

EU-Vorreiter: Österreich hebt staatliche Garantien auf!

Liebe Mitglieder der GEOPOLITICAL.BIZ Community,

innerhalb der EU richten sich derzeit alle Augen auf Griechenland. In der medialen Berichterstattung vollkommen vernachlässigt werden dabei die gravierenden Entwicklungen und Eigentumseingriffe in Österreich.

Zum ersten Mal in Europa bricht ein zahlungsfähiges Land seine staatlichen Garantieversprechen für die Einlagensicherung.

Jeder Toaster und jeder Eierkocher hat in Deutschland eine Garantie

Eine Garantie ist eine Zusicherung eines bestimmten Handelns in einem bestimmten Fall. Speziell wir Deutschen lieben derartige Zusicherungen und Versprechungen. Jeder Toaster und jeder Eierkocher den wir erwerben ist mit einer Garantieleistung versehen. In diesem Garantiewahn sind mittlerweile zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen die kuriosesten „Produkte“ entstanden.

Im Handel gibt es Preisgarantien für die Rücknahme oder Preisangleichung wenn die Konkurrenz billiger ist. Es gibt Zufriedenheitsgarantien, die ein befristetes Rückgaberecht bei Unzufriedenheit mit dem Produkt versprechen. Darüber hinaus gibt es von Reparaturgarantien über Vor-Ort-Garantien bis hin zu Haltbarkeitsgarantien, Ausfallgarantien, Abnahmegarantien, Liquiditätsgarantien, Währungsgarantien, Geld zurück Garantien oder auch den Einlagensicherungsgarantien der Banken eine Vielzahl an Garantieformen in unserem täglichen Leben. Aber halten diese Garantien auch was Sie versprechen? Nein!

Ich garantiere Ihnen genau zwei Dinge!

Ich bin davon überzeugt, dass wir in einer garantierten Welt der Scheinsicherheiten leben. Ich bin mir bewusst, dass es nicht einmal sicher ist, dass morgen die Sonne wieder aufgeht. Der US-Politiker und Wissenschaftler Benjamin Franklin hat es vor langer Zeit hervorragend auf den Punkt gebracht: Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer!

EU-Vorreiter: Österreich hebt staatliche Garantien auf

Den größten Teil meines angestellten Arbeitslebens habe ich in Österreich verbracht. Im wunderschönen Tirol in Reutte, Jungholz und dem Kleinwalsertal in Vorarlberg. Im Jahre 2005 habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit und Bankenunabhängigkeit vollzogen. Zu meiner Zeit als Bankberater war die Alpenrepublik ein Hort von Solidität und Stabilität. Basierend auf einem verfassungsrechtlich garantierten Bankgeheimnis.

Bankgeheimnis, Einlagensicherung, Stabilität und Vertrauen sind Österreich-Legenden wie Mozart und Sissi!

Das Bankgeheimnis wurde längst aufgegeben. Pauschale Kontoabfragen deutscher Finanzämter sind rückwirkend bis in das Jahr 2011 heute bereits möglich. Spätestens ab 2017 versendet Österreich automatische Kontrollmitteilungen. Die Einlagensicherung wird ebenfalls aufgehoben.

Das schlimmste aber ist der Vertrauensbruch durch das Hypo-Sondergesetz, das im Zuge der Schieflage der Skandalbank Hypo Alpe Adria verabschiedet wurde: Zum ersten Mal in Europa bricht ein zahlungsfähiges Land seine staatlichen Garantieversprechen für die Einlagensicherung.

Mich überrascht es nach wie vor, dass dieser gravierende, sozialistische Eingriff des Österreichischen Staates in das Rechtssystem nicht mehr Empörung in der Bevölkerung auslöst. Nicht nur in Österreich, sondern vor allem auch in Deutschland. Dagegen überrascht es mich durchaus positiv, dass der Deutsche Bankenverband eine sehr kritische und begrüßenswerte Stellungnahme dazu verfasst hat, die aber in den breiten Medien ebenfalls kaum beachtet wurde. Nachfolgend finden Sie diese zu Ihrer Information. Ich teile selbstverständlich die Kritik des Bundesverbandes Deutscher Banken hier absolut!

Die Stellungnahme des Bundesverbands deutscher Banken im Orginalwortlaut:

Am 1. März 2015 hat die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) ein Schuldenmoratorium über die HETA verhängt. Zusätzlich ist zu befürchten, dass vergebene öffentliche Sicherheiten entschädigungslos entzogen werden.

Hintergrund

Die Heta Asset Resolution AG (HETA) ist die Abbaugesellschaft („Bad Bank“) der Hypo Alpe-Adria-International AG und hat „die Aufgabe, ihre Vermögenswerte mit dem Ziel zu verwalten, eine geordnete, aktive und bestmögliche Verwertung sicherzustellen“. Diese unterliegt nicht den aufsichtsrechtlichen Kapitalerfordernissen, was den Abbau der Bank erleichtern sollte. Am 30. Oktober 2014 wurde der HETA zudem die Lizenz zur Ausübung von Bankgeschäften entzogen.

HaaSanG

Der österreichische Gesetzgeber hat am 31. Juli 2014 ein Sondergesetz zur Sanierung der Hypo Alpe-Adria-International AG (HaaSanG) erlassen. Mit diesem Sondergesetz wurden sowohl ausgewählte Forderungen von Gläubigern gegen die Hypo Alpe-Adria als auch deren Sicherheiten und vertragliche Garantien, mit denen die Kreditgeber gegenüber dem Krisenfall der Bank von der Republik Österreich oder dem Land Kärnten abgesichert werden sollten, entschädigungslos beseitigt.

Das Moratorium

Am 1. März 2015 hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), die seit Anfang des Jahres die Funktion der nationalen Abwicklungsbehörde wahrnimmt, per Bescheid die Abwicklung der HETA eingeleitet. Damit verbunden hat sie ein Schuldenmoratorium bis zum 31. Mai 2016 verhängt. Das bedeutet, dass alle Fälligkeiten (Zinsen sowie Tilgungen), die bis zu diesem Datum eintreten, (vorerst) nicht bedient werden. In diesem Zeitraum soll eine unabhängige Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgen, die die Basis für die Erstellung eines Abwicklungsplans bildet. In der Begründung des Bescheides wird zudem angedeutet, dass auch Sicherheiten aus der gegenüber dem Land Kärnten bestehenden Ausfallbürgschaft beschnitten werden sollen. (Quelle: Bundesverband deutscher Banken)

Meine Einschätzung entspricht der nachfolgenden Position des deutschen Bankenverbandes

Das politische Ziel, dass vorrangig Anteilseigner und Gläubiger die Kosten einer Abwicklung eines Kreditinstituts (was die HETA eben nicht ist) tragen sollten, ist richtig. Die Maßnahmen der Republik Österreich dienen jedoch diesem Zweck nicht. Das Vorgehen ist vielmehr von fiskalischen Interessen getrieben und ist zudem ein Verstoß gegen die Kapitalverkehrsfreiheit. Man ist offensichtlich bestrebt, sich durch den Entzug von staatlichen Sicherheiten und Garantien seiner Verbindlichkeit zu entledigen.

Durch dieses unverantwortliche Handeln kann nicht nur das Vertrauen potenzieller Investoren in Haftungen und Garantien Österreichs geschwächt werden. Die negative Vorbildwirkung des österreichischen Vorgehens ist geeignet, das Vertrauen in die Verlässlichkeit staatlicher Institutionen im gesamten Euroraum als verantwortliche Finanzmarktakteure nachhaltig zu erschüttern. Dazu darf es nicht kommen! So ist der Wert des Vertrauens der Kapitalmärkte in die Vertragstreue unermesslich und sollte nicht durch das egoistische Verhalten eines Landes zerstört werden.

Meine Praxisempfehlung: Lösen Sie Bankkonten und Wertpapierdepots in Österreich jetzt auf!

Ich empfehle meinen Lesern spätestens jetzt Konten und Wertpapierdepots in Österreich aufzulösen. Weit bessere Alternativen finden sich außerhalb der EU, des ESM und der europäischen Bankenunion beispielsweise im Fürstentum Liechtenstein oder der Schweiz.

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Österreich

Rasterfahndung nach deutschen Bankkonten in Österreich

Bereits vor mehreren Jahren habe ich begonnen meine Leser von Kapitalschutz vertraulich darüber zu informieren, dass das Bankgeheimnis in steuerlichen Angelegenheiten fallen wird, oder faktisch bereits abgeschafft ist. Ich habe meine Recherchen und Analysen bereits zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, zu welchem einst empfehlenswerte Anlageländer wie Österreich über ihre Banken noch aktiv mit dem scheinbar „verfassungsrechtlich verankerten, Österreichischen Bankgeheimnis“ aktiv geworben haben. Für meine damaligen Einschätzungen und Warnungen habe ich allen voran seitens der Banken in Österreich auch viel Kritik erhalten. Mittlerweile haben sich meine Prognosen längst mehr als bestätigt.

Achtung: Österreich liefert rückwirkend Bankkundendaten an deutsche Behörden

Vielen deutschen Bankkunden mit Konto- und Depotverbindungen in Österreich ist nach wie vor nicht bewusst, dass deutsche Finanzämter seit dem 01. Juli 2014 die Möglichkeit haben, sogenannte Gruppenanfragen an Österreich zu richten. Österreichische Banken sind dann dazu verpflichtet, Auskunft über die Kontoinhaber zu geben, ohne dass diese darüber informiert werden. Vor allem bei Banken in Westösterreich von Kufstein über Kitzbühel, Salzburg, Innsbruck, Reutte, Jungholz dem Kleinwalsertal bis nach Bregenz haben in den letzten Jahren zahlreiche Deutsche Kunden ihre Konten und Depots aufgelöst und ihre veranlagten Gelder abgezogen.

Diese in Fachkreisen als „Abschleichstrategie“ bezeichnete Vorgehensweise bietet in Österreich allerdings keinen Schutz mehr vor einer Entdeckung. Die Abfragemöglichkeiten deutscher Behörden reichen zurück bis in das Jahr 2011. Deutsche Gruppenanfragen können beispielsweise gezielt darauf abzielen, welche Kunden ihre Konten seit 2011 aufgelöst haben. Voraussichtlich ab dem Jahr 2017 melden die Österreichischen Banken dann automatisch die Kapitalerträge ihrer deutschen Kunden an die deutschen Behörden.

Nach meiner Einschätzung unterliegen, gerade auch aufgrund der Falschberatung der Banken die ihre Kunden nicht verlieren möchten, viele deutsche Kapitalanleger in Österreich dem Irrglauben, dass frühestens ab 2017 erst ein Informationsaustausch erfolgt. Fakt ist aber, dass bereits rückwirkend seit 2011 Abfragemöglichkeiten bestehen, trotzdem dass eine Bankverbindung mittlerweile gar nicht mehr existiert.

Prüfen Sie noch im Jahr 2014 die Vorteile einer strafbefreienden Selbstanzeige 

Die effizienteste Möglichkeit derartige Risiken auszuschließen ist die strafbefreiende Selbstanzeige, die ab dem 01.01.2015 allerdings nur noch zu deutlich schlechteren Bedingungen möglich ist. Betroffene Anleger sollten daher gemeinsam mit einem Fachspezialisten in diesem Jahr noch aktiv werden. Über unser Experten-Netzwerk von Kapitalschutz vertraulich stehen meinen Lesern in diesem Bereich die Besten, auf Selbstanzeigen spezialisierten Fachanwälte für Steuerrecht zur Verfügung.

Ausblick: Die Fakten zum automatischen Informationsaustausch von Bankdaten

In meiner nächsten Kolumne für die Kapitalschutz Akte werde ich Ihnen die wesentlichen Grundlagen des Automatischen Informationsaustauschs von Bankdaten erläutern. In meiner aktuellen Januar-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich habe ich darüber hinaus eine fundierte Analyse erstellt über die derzeitigen Fakten zum automatischen Informationsaustausch von Bankdaten.

Neben den Entwicklungen in den Gesetzesvorhaben werfe ich hier exklusiv für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich einen analytischen Blick auf die wichtigsten Details. Beispielsweise welche Arten von Bankkonten sind betroffen? Wie werden ausländische Lebensversicherungen, Investmentfonds oder Juristische Personen behandelt? Hier gibt es gravierende Unterschiede mit einem fast schon unglaublichen Sonderstatus für Juristische Personen oder Rechtsträger außerhalb der Konto- und Depotführung bei Natürlichen Personen.

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