Schlagwort-Archiv: Japan

Vom Windel-Indikator zur Elternhaftung!

WindelmarktSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

täglich wird über die unterschiedlichsten Indikatoren berichtet, um die aktuelle Wirtschaftslage zu erfassen – von Arbeitsmarktentwicklungen bis hin zu Verbraucherpreisen. Doch wie verlässlich sind die Zahlen? Die Praxis zeigt, dass zahlreiche Indikatormodelle der Realwirtschaft hinterherlaufen und für Ihre Anlageentscheidungen nicht hilfreich sind. Die Medienlandschaft ist dabei ambivalent: Krisenszenarien mit Staatspleiten bis hin zu Geldentwertungen gehen einher mit einem Boom an den Aktienmärkten. Die demografischen Entwicklungen hingegen sind ein Risikofaktor, der viel zu wenig beachtet wird.

In Japan werden mehr Windeln für Erwachsene als für Babys verkauft

Japan präsentiert sich als warnendes Beispiel für die Vergreisung einer Volkswirtschaft. In diesem Jahr werden in Japan mehr Windeln für Erwachsene verkauft als für Babys! Jeder Erwachsene, der eine Windel benötigt, hat zumindest die Vorstufe eines Pflegebedarfs erreicht. Dieser erschreckende Windel-Indikator wird schon in wenigen Jahren auch für europäische Länder wie Frankreich und Deutschland relevant sein. Bild oben: Erwachsenen-Windeln von Milton Keynes.

Windelmarkt

Grafik: Der Bedarf an Erwachsenen-Windeln steigt weltweit! (Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken)

Die deutsche Bevölkerung schrumpft seit 1972

Die deutsche Bevölkerung schrumpft, wird aber gleichzeitig immer älter. Bereits seit 1972 registriert Deutschland mehr Sterbefälle als Geburten. Der positive Effekt unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft ist die immer weiter ansteigende Lebenserwartung. Gleichzeitige nimmt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stetig zu. Aufgrund fundierter Expertenstudien, die vor diesen Entwicklungen seit Jahren warnen, hat die Bundesregierung vor Jahren eine gesetzliche Pflegeversicherung eingeführt.

Unterschätzen Sie nicht die Versorgungslücke in den Pflegekosten

Ein realistischer Wert für eine stationäre Vollzeitpflege wird auf Basis einer Durchschnittskostenbetrachtung unterschiedlicher Pflegeheime mit 4.050 Euro monatlich angegeben. Dieser Wert setzt sich zusammen aus den Pflege- und Unterkunftskosten. Die durchschnittlichen gesetzlichen Rentenansprüche betragen bei Männern jedoch nur 1.050 Euro, bei Frauen lediglich 530 Euro. Das führt zu großen Versorgungslücken, die auch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht zu decken vermag.

Vor allem die immer weiter ansteigenden Demenzerkrankungen sind sehr betreuungs- und kostenintensiv. Ein Erkrankter muss dabei nicht gleich ein Pflegefall sein, benötigt aber dennoch eine hohe individuelle und somit teure Betreuung. Demenzerkrankungen können sich dabei über viele Jahre oder gar Jahrzehnte erstrecken.

Der Eintritt eines Pflegefalles kann Ihr Vermögen komplett aufzehren

Zahlreiche Bürger befassen sich mit der Frage, ob ihre Rente oder ihre Ersparnisse für die Altersvorsorge ausreichend sind. Der mögliche und leider auch immer wahrscheinlichere Eintritt einer Pflegebedürftigkeit wird dabei kaum berücksichtigt. Ihnen sollte bewusst sein, dass Ihre Ersparnisse ebenso wie die Ihrer Angehörigen (Eltern, Kinder oder Ehepartner) zur Finanzierung dieser Versorgungslücken herangezogen werden.

Kinder_haften_für_Ihre_ElternSozialgesetzbuch und BGH-Urteil: Eltern haften mit ihrem Vermögen und Kinder haften für Ihre Eltern

Kaum ein Kapitalanleger befasst sich mit dem Sozialgesetzbuch. Hier gibt es den Paragrafen 2 SGB XII. Dieser besagt, dass der Staat bei der Pflegefinanzierung erst dann einspringt, wenn alle eigenen privaten Mittel wie Einkommen, Rente und Vermögen aufgebraucht sind. Das bedeutet, dass die staatlichen Leistungen erst dann erfolgen, wenn bereits ein Sozialfall vorliegt. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle keine Angst machen, aber Sie sollten Folgendes berücksichtigen:

Kinder und Verwandte in gerader Linie werden nach einem BGH-Urteil mit dem Aktienzeichen: XII ZR 148/09 aus dem Jahr 2010 zur Pflegefallfinanzierung mit herangezogen. Die juristische Begriffsbezeichnung dafür nennt sich „Elternhaftung“. In einem aktuellen Urteil wurde ein Sohn zur Pflegekostenübernahme verurteilt, dessen mittlerweile verstorbener Vater den Kontakt vor mehr 30 Jahren abgebrochen hatte. Derartige private Zuzahlungsverpflichtungen führen heute schon in vielen Familien zu einem nicht kalkulierten Verzehr der Kapitalrücklagen für das Alter.

Immer häufiger werden Kinder mit Pflegekostenforderungen konfrontiert. Nicht nur die Lebensqualität der Gegenwart wird durch diese finanziellen Ausgaben belastet, sondern auch der eigene Aufbau der privaten Altersvorsorge wird massiv gefährdet.

Die private Pflegeversicherung ist ein wichtiger Basisbaustein für Ihre private Altersversorgung

Die private Pflegeversicherung führt zu einem verbesserten Schutz Ihres Kapitals vor möglichen Kostenbelastungen im Pflegefall. Ein häufig verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass Pflegeversicherungen für junge Menschen nicht empfehlenswert sind. Je früher Sie eine Pflegeversicherung abschließen, desto besser. Die Leistung steigt dadurch bei Eintritt eines Pflegefalles im Alter erheblich an und der Beitrag fällt bei langen Laufzeiten weitaus geringer aus. Außerdem kann ein Pflegefall auch bereits in jungen Jahren schlagend werden. Auch dafür gibt es leider zahlreiche Fälle, nehmen Sie nur einmal das tragische Schicksal von Michael Schumacher.

Lassen Sie sich für Ihre individuelle Pflegeversicherungsstrategie professionell beraten

Es gibt mittlerweile im Internet zahlreiche Vergleichsportale für Pflegeversicherungen. In diesem Bereich rate ich Ihnen von derartigen Abschlüssen ab. Bei der Pflegeversicherung sollten Sie auf eine individualisierte und professionelle Beratung durch einen Spezialisten setzen. Allein die grundlegenden Versicherungsvarianten müssen auf Ihre persönlichen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse abgestimmt sein. Nur so stellen Sie fest, ob für Sie die Pflegerentenversicherung die Pflegetagegeldversicherung oder die Pflegekostenversicherung am besten geeignet ist. Den Zugang zu Top-Anbietern aus meinem Experten-Netzwerk erhalten Sie als Leser von Kapitalschutz vertraulich.

Werden Sie MITGLIED in einem exklusiven NETZWERK!

Kapitalschutz_Vertraulich_Probe-ABOKAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ist ein ganzheitlicher Beratungsdienst unter Führung von MARKUS MILLER als Chefanalyst und Chefredakteur. Neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen werden zusätzlich die für den umfassenden Vermögensschutz so wichtigen Segmente der Politik, Rechtsprechung sowie Steuergesetzgebung berücksichtigt. Testen Sie uns 30 Tage! Nutzen Sie unsere Sonderaktion mit wertvollen Informationen + Prämien und testen Sie KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH einen Monat kostenlos!

GEOPOLITICAL.BIZ: KOMMUNIKATION ist die ANTWORT auf KOMPLEXITÄT!

GEOPOLTICAL.BIZ_LOGOÜber unser Portal www.geopolitical.biz haben Sie die Möglichkeit unseren Publikationen ganz einfach über das Medium oder Netzwerk Ihrer Wahl zu folgen. Allen voran über unseren kostenlosen NEWSLETTER, unseren TWITTER- oder RSS-Datafeed oder die Sozialen Netzwerke XING, FACEBOOK, LINKEDIN und GOOGLE+. Sehr gerne können Sie diesen Beitrag direkt hier im BLOG unten kommentieren!​​​ Bitte beachten Sie die Dienstleistungen unserer PREMIUM PARTNER!

100_Twitter     100_rss     100_Xing     100_Facebook     100_Linkedin     100_Google+

© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Die Demografie spricht für Aktien der Emerging Markets!

Markus Miller - Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. - www.geopolitical.biz

Markus Miller – Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – www.geopolitical.biz

Sehr geehrte Damen und Herren,

zahlreiche Privatanleger sind in Bezug auf die weiteren Entwicklungen der Schwellenländer aufgrund negativer Meldungen und Analysteneinschätzungen stark verunsichert. Nach meiner Einschätzung wäre es jedoch ein großer Fehler, die Aktienmärkte der Emerging Markets in der Zukunft zu meiden. Für mich bergen die Industrieländer derzeit weit mehr Risiken als Chancen.

Das liegt zum einen an der durchaus ambitionierten Börsenbewertung allen voran beim Deutschen Aktienindex DAX, aber auch bei den Amerikanischen Leitbörsen Dow Jones und dem S&P 500.

Die Demografie wird zu einem Belastungsfaktor der Aktienmärkte werden

Im Gegensatz zur schnelllebigen Börsenwelt, an der sich Kursbewegungen innerhalb von Sekunden abspielen, gehen Demografische Entwicklungen sehr langsam von statten. Auf lange Sicht haben Demografische Veränderungen jedoch dramatische Auswirkungen. Gerade auch im Hinblick auf die Kapitalmärkte. Deutschlands Bevölkerung schrumpft aktuell, was auch in den kommenden Jahrzehnten der Fall sein wird. Das liegt daran, dass in Deutschland mit 1,4 Kindern pro Frau eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt vorliegt. Wir spüren die Folgen der deutschen Geburtenarmut heute schon in allen Bereichen des täglichen Lebens. Besonders gravierend werden die Auswirkungen bei der Altersvorsorge zu spüren sein. Allen voran durch die massive Abnahme der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. 

Das Verhältnis von Beitragszahlern und Leistungsempfängern liegt derzeit noch bei 1,5. In zehn Jahren wird es auf 1,2 sinken bevor im Jahr 2030 auf einen Rentner ein arbeitender Beitragszahler kommt. Die gesetzliche Rentenleistung kann somit nicht sicher sein.

Japan ist den USA und Deutschland im Alterungsprozess rund 10 Jahre voraus

Japan ist schon 10 Jahre weiter in seinem Schrumpfungs- und Alterungsprozess und daher aus meiner Sicht ein interessantes Beispiel für mögliche Entwicklungen in Deutschland. Die Niedrigzinspolitik nach dem Vorbild Japans ist ein weiter Aspekt, der diese möglichen Entwicklungen bestätigt.

Niedrige Zinsen haben zur Folge, dass ein Vermögensaufbau über Geldwerte oder Lebensversicherungen schlicht nicht mehr möglich ist. Es erfolgt eine Verschiebung hin zu den Aktienmärkten. Auch hier tickt allerdings längst die demografische Zeitbombe.

Demografische Entwicklungen wirken sich allen voran durch das Konsumverhalten der Bevölkerung auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Unternehmen aus. Das ist relativ verständlich. Mir ist durch eine fundierte Studie des amerikanischen Zukunftsforschers Harry Dent bewusst geworden, dass die Demografie sich zusätzlich auch auf die Bewertungen von Aktien auswirken wird.

Das US-Konsumverhalten zeigt einen Gleichlauf zu den Aktienmärkten

Der Konsum ist zweifelsohne die treibende Kraft einer Volkswirtschaft und somit auch der Aktienkursentwicklungen. Das hat Harry Dent belegt in einer empirischen Untersuchung die zurückreicht bis in das Jahr 1956. US-Konsumenten geben im Alter zwischen 46 und 50 Jahren das Meiste Geld aus. Davor fehlt ihnen die Finanzkraft, danach sind wesentliche Ausgaben getätigt und die Kauflust nimmt massiv ab. In Relation zu den US-Geburtenraten ist Dents Ergebnis sehr bedrohlich für die USA.

Der Höhepunkt der Konsumausgaben ist längst erreicht und steht vor einem langjährigen Rückgang, der erst in rund 10 Jahren einen Boden finden wird. Deutschland hat aufgrund seines Spar- und Konsumverhaltens noch etwas mehr Zeit. Nach Dents Studie fällt Deutschland 2015 in den Bereich rückläufiger Konsumausgaben, wobei der Boden erst im Jahr 2025 gefunden wird. Ergänzend zu diesen Zahlen hat die US-Notenbank aus San Francisco eine Studie publiziert, die genau diese Prognosen von Harry Dent bestätigen. Die Notenbanker kommen zu dem Ergebnis, dass es einen starken Zusammenhang zwischen dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Aktien in Relation zu den Entwicklungen geburtenstarker Jahrgänge gibt.

Je stärker die Anzahl der US-Bevölkerung zwischen 40-49 Jahren war, bei denen Aktienanlagen sehr beliebt sind, desto höher war das KGV von US-Aktien. Setzt sich dieser Zusammenhang fort, dann würde das in der nahen Zukunft sehr wahrscheinlich eine Belastung für den US-Aktienmarkt bedeuten. Gleiches wäre dann auch auf Deutschland analog der Auswertungen von Harry Dent zu übertragen.

Den Aktienmärkten der Industriestaaten kann ein schweres Jahrzehnt bevorstehen

Sie kennen mich, ich bin nun wahrlich kein Schwarzmaler und halte ebenso wenig von Prognosen. Die Bevölkerungsentwicklung und die damit verbundenen Folgen sind allerdings keine Prognosen, sondern die Geburtenraten und die Auswirkungen auf die Demografie basieren auf realen Zahlen. Ich finde es sehr interessant, dass zwei vollkommen unterschiedliche Analysen (Dent, FED) des US-Aktienmarktes zum gleichen plausiblen Ergebnis kommen.

Für den langfristigen Vermögensaufbau bergen die Aktienmärkte der großen Industrienationen USA, Deutschland, Frankreich oder Japan erhebliche Risiken, die in den negativen demografischen Strukturen der Länder liegen. Die Industrienationen stehen vor einem Jahrzehnt der Überalterung und eines damit verbundenen Konsumrückgangs.

Die Demografie spricht für die Aktienmärkte der Emerging Markets Aktien aus den Emerging Markets werden hingegen in der Zukunft aufgrund der weit besseren demografischen Grundlagen dieser Länder profitieren. Im Gegensatz zu den USA, Europa und Japan haben Afrikanische, Lateinamerikanische- oder Südostasiatische ideale demografische Voraussetzungen mit einem hohen Anteil an jungen Menschen und Konsumenten.

Ein ideales, weil risikooptimiertes Investment für die Aktienanlage in Emerging Markets finden Sie in der Best-Buy-Strategie-Empfehlungsliste meines Premium-Magazins.

Werden Sie MITGLIED in einem exklusiven NETZWERK!

Kapitalschutz_Vertraulich_Probe-ABOKAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ist ein ganzheitlicher Beratungsdienst unter Führung von MARKUS MILLER als Chefanalyst und Chefredakteur. Neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen werden zusätzlich die für den umfassenden Vermögensschutz so wichtigen Segmente der Politik, Rechtsprechung sowie Steuergesetzgebung berücksichtigt. Testen Sie uns 30 Tage! Nutzen Sie unsere Sonderaktion mit wertvollen Informationen + Prämien und testen Sie KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH einen Monat kostenlos!

GEOPOLITICAL.BIZ: KOMMUNIKATION ist die ANTWORT auf KOMPLEXITÄT!

GEOPOLTICAL.BIZ_LOGOÜber unser Portal www.geopolitical.biz haben Sie die Möglichkeit unseren Publikationen ganz einfach über das Medium oder Netzwerk Ihrer Wahl zu folgen. Allen voran über unseren kostenlosen NEWSLETTER, unseren TWITTER- oder RSS-Datafeed oder die Sozialen Netzwerke XING, FACEBOOK, LINKEDIN und GOOGLE+. Sehr gerne können Sie diesen Beitrag direkt hier im BLOG unten kommentieren!​​​ Bitte beachten Sie die Dienstleistungen unserer PREMIUM PARTNER!

100_Twitter     100_rss     100_Xing     100_Facebook     100_Linkedin     100_Google+

© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.