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Aufenthalt statt Staatsangehörigkeit im EU-Erbrecht!

GEOPOLITICAL.BIZ_Markus_Miller_Austria_Italy_BorderSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

von der breiten Öffentlichkeit relativ unbemerkt, kam es im Erbrecht ab 17.08.2015 zu gravierenden Änderungen, die bei vielen Bürgern zu einem Handlungsbedarf führten, oder nach wie vor führen. Seit diesem Stichtag wird die EU-Erbrechtsverordung (EU-ErbVO) bei Todesfällen angewendet. Grundsätzlich beurteile ich das EU-Gesetz sehr positiv, weil es den Bürgern mehr Flexibilität bietet. Allerdings müssen Vorkehrungen getroffen werden, um mögliche Fallstricke der neuen Gesetzgebung für den Todesfall auszuschließen. Vor allem dann, wenn grenzüberschreitende Sachverhalte vorliegen.

Das Aufenthaltsprinzip ersetzt das Staatsangehörigkeitsprinzip

Die relevanteste Änderung ist die Anknüpfung aller Rechtsfolgen für Todesfälle seit dem 17.08.2015 an das Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Diese Rechtsanwendung wird als Aufenthaltsprinzip bezeichnet.

Vorher galt in Deutschland das Staatsangehörigkeitsprinzip, das mit Wirkung zum 17.08.2015 abgeschafft wurde. Diese Aufgabe gilt auch für Deutsche, die außerhalb der EU ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Nachfolgend zwei veranschaulichende Praxisbeispiele:

Immobilienbesitz im Ausland: Besitzt ein deutscher Staatsangehöriger beispielsweise eine Immobilie in Frankreich, wohnt aber in Deutschland, ist bislang für Frankreich der Standort der Immobilie ausschlaggebend (Belegenheitsprinzip). Für Deutschland hingegen ist die Staatsangehörigkeit relevant.

Für die Immobilie kam bis zum 17.08.2015 somit das französische Erbrecht zur Anwendung. Für den übrigen Nachlass galt aufgrund von Staatsangehörigkeit und Aufenthalt das deutsche Erbrecht. Mit der neuen EU-Verordnung kommt allein das deutsche Erbrecht zur Anwendung.

Möchte der Erblasser das nicht, eröffnet sich durch die neue EU-Verordnung die Möglichkeit, durch einen einfachen Wegzug das gewünschte Recht in Frankreich in Anspruch zu nehmen. War bis dato nach deutschem internationalem Erbrecht ein Wechsel der Staatsangehörigkeit erforderlich, reicht nunmehr aufgrund des geltenden Aufenthaltsprinzips ein entsprechender Wegzug, um ein vorteilhafteres Erbrecht im Ausland in Anspruch nehmen zu können.

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Fallbeispiel Deutschland – Italien: Bildquelle Rechtsanwaltskanzlei Reiss GbR – www.kanzlei-reiss.de – Zum vergrößern klicken!

Wohnsitz im Ausland: Wohnt ein deutscher Staatsangehöriger ausschließlich in Österreich, war nach damaligem gültigen Internationalen Privatrecht (IPR) beider Staaten die Staatsangehörigkeit des Erblassers der maßgebliche Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des anzuwendenden Erbrechts. Aufgrund der Staatsangehörigkeit kam übereinstimmend das deutsche Erbrecht zur Anwendung.

Aufgrund des Aufenthaltsprinzips ist seit dem 17.08.2015 hingegen das österreichische Erbrecht maßgeblich, das eine ganz andere Testamentsvollstreckung und Nachlassabwicklungen vorsieht als das deutsche Recht. Hier ist eine individuelle Gestaltung möglich nach der neuen EU-Verordnung, indem die Option des deutschen Heimatrechts gewählt wird für den Fall des Todes.

Stellen Sie jetzt Ihre Verfügung für den Todesfall auf das neue Recht um!

Prüfen Sie bei grenzüberschreitenden Sachverhalten, welches Erbrecht zur Anwendung kommen wird. Davon abhängig müssen Sie entscheiden, ob es für Sie vorteilhafter ist, Ihr Heimatrecht zu wählen oder nicht. Sie haben die Möglichkeit, abweichend vom Aufenthaltsprinzip das Recht des Staates zu wählen, dem Sie zum Zeitpunkt der Rechtswahl oder im Todeszeitpunkt angehören.

Dazu müssen Sie eine schriftliche Verfügung von Todes wegen treffen, welches Recht für Sie gelten soll. Diese Verfügung wird dann automatisch wirksam. Als Deutscher mit einem gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland können Sie damit beispielsweise eine Option zugunsten des deutschen Erbrechts festlegen. Eine derartige Rechtswahl für das anwendbare Erbrecht schafft für Ihre Familie Rechtssicherheit. Nutzen Sie das.

Bedenken Sie aber, dass eine Rechtswahl auch Nachteile mit sich bringen kann. Im deutschen Erbrecht existiert beispielsweise ein Pflichtteilsrecht, das in anderen Ländern überhaupt nicht oder lediglich in abgeschwächter Form gültig ist. Je nachdem was Ihr Ziel ist, können Sie somit auch Pflichteile gezielt ausschalten. Für individuelle Fragen zu dieser Rechtsthematik empfehle ich Ihnen das Hinzuziehen eines Spezialisten. Kapitalschutz vertraulich hat hierfür ein einzigartiges Experten-Netzwerk aufgebaut.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.Bildquelle: Markus Miller

3 tickende EU-Zeitbomben!

European_UnionSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

in Nizza kam es am 14. Juli zu einem weiteren, islamistischen Terroranschlag mit weit über 80 Toten. Ich habe Ihnen vor einigen Monaten geschrieben, dass rund 10.000 Millionäre, aufgrund der sozialen Spannungen, Frankreich verlassen haben. Allein 7.000 Millionäre haben Paris den Rücken gekehrt.

Dieser Trend wird weitergehen. Frankreichs finanzielle und soziale Probleme werden dadurch weiter verstärkt. Diese Entwicklungen sind eine große Gefahr für die gesamte EU und Europa. Nach dem Brexit wäre ein Zusammenbruch Frankreichs nicht verkraftbar für die EU-Systeme und den Euro. Ein weiteres Land mit gigantischen Problemen, allen voran im maroden Bankensektor ist derzeit Italien.

Rentner und Kleinsparer wurden in Italien enteignet

Ist Ihnen bekannt, dass es auch in Italien viele Tote in den letzten Wochen und Monaten gibt, aufgrund sozialer Fehlentwicklungen? Nicht durch medienwirksame Terroranschläge, sondern von der breiten Öffentlichkeit relativ unbeachtet, durch Suizide. Mehrere Bankkunden, darunter zahlreiche Rentner und Kleinsparer, die aufgrund der aktuellen Bankenkrise in Italien ihre gesamten Ersparnisse und ihre Altersvorsorge verloren, haben sich aus Verzweiflung umgebracht.

Ich kann Ihnen leider keine genauen Zahlen liefern. Das liegt daran, dass das italienische Statistikinstitut „Istituto Nazionale di Statistica“ seit drei Jahren keine Wirtschaftsselbstmorde mehr gesondert ausweist. Hier wird nach meiner Einschätzung ganz gezielt ein soziales Spannungsfeld mit dramatischen Folgen vor der Öffentlichkeit verborgen.

Fakt ist, dass der Anstieg der Selbstmorde in Italien derzeit so hoch ist, wie letztmalig im Zweiten Weltkrieg. Ein nicht unerheblicher Anteil dürfte dabei – ähnlich übrigens wie in Griechenland – auf Selbstmorde zurückzuführen sein, die aus finanzieller und wirtschaftlicher Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung heraus erfolgen.

Italienische FlaggeItalien: Der Beginn des Flächenbrandes für das EU-Banksystem und den Euro

In den letzten Wochen hat der Brexit viele weitere negative Entwicklungen für die Staaten und Banken in Europa überlagert. Eine davon ist die immer schneller tickende Bankenzeitbombe in Italien, wo es derzeit eine nie dagewesene Bankenkrise gibt.

Diese wurde durch den Brexit noch verschlimmert, da die italienischen Banken auf gigantischen Bergen fauler Schulden sitzen. Die positivsten Zahlen gehen dabei von einem Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro aus, die zur Rettung des italienischen Banksystems benötigt werden.

Die Bank als Selbstmordgrund 

Ich habe bereits im Februar 2016 meine Leser vor den bedenklichen Entwicklungen in Italien gewarnt. Damals stand jedoch die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt des Medieninteresses. Im Dezember 2015 musste der Italienische Staat vier Banken retten. Das Wort „retten“ ist dabei allerdings für betroffene Sparer ein Hohn.

Zahlreiche Rentner und Kleinsparer mussten nämlich einspringen und haben 750 Millionen Euro verloren. In Folge dessen kam es unter den verzweifelten Bankkunden, die teilweise ihre gesamten Ersparnisse und Altersrücklagen verloren haben, zu einer Selbstmordwelle. Nachfolgend finden Sie mein Editorial aus dem Februar 2016 zu diesen dramatischen Entwicklungen, die sich nun massiv verschärfen werden.

Mein Editorial der Kapitalschutz vertraulich-Februar-Ausgabe 2016  

EURO-Bankensystem: Die Einschläge kommen näher! 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Italien kam es aktuell bei scheinbar sicheren Regionalbanken zu einer Entwicklung, die Vorbildcharakter für Banksparer in anderen EU-Ländern haben wird. Bedenklich finde ich, dass in Deutschland keine nennenswerte Berichterstattung über diese Ereignisse erfolgte.  

Neue EU-Gesetze führen zu massiven Bankpleiten in Italien  

Seit dem 1. Januar kommt die europäische Bankenregulierung zur Anwendung, vor der ich Sie seit Jahren intensiv warne. Banken müssen nun nicht mehr auf Steuerzahlerkosten gerettet werden, sondern können auf Kosten der Eigentümer und Kunden einfach abgewickelt werden.

12.500 Kunden von vier italienischen Regionalbanken und Sparkassen, darunter zahlreiche Rentner, haben jetzt über Nacht die gigantische Summe von 430 Millionen Euro verloren. Teilweise ihre gesamten Ersparnisse. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass derartiges in Italien geschieht. 

PS: Immer mehr Länder fahren Kampagnen gegen Bargeld. Barzahlungsgrenzen von 1.000 Euro haben Italien und Frankreich. In Schweden gibt es eine Initiative zur kompletten Bargeldabschaffung. In der Schweiz hingegen gilt seit 01.01.2016 ein neues Gesetz für Bargeldkäufe mit einer hohen Grenze von 100.000 Franken!  

Achtung! Die EU ist eine Haftungs- und Umverteilungsunion 

Wenn Sie nun in der Annahme sind, die gigantische Bankenkrise in Italien – die seitens der Politik und der Medien heruntergespielt wird um keinen direkten Flächenbrand entstehen zu lassen – betrifft deutsche oder österreichische Bankkunden oder Steuerzahler nicht, dann ist das ein Trugschluss!

Die EU ist längst eine Haftungs- und Umverteilungsunion. Durch die EU-Verträge, den ESM-Vertrag in Kombination mit seit diesem Jahr in Kraft getretenen EU-Bankenunion haften die Steuerzahler untereinander ebenso wie die Bankkunden.

Die italienische Regierung hat zur Bewältigung der aktuellen Bankenkrise nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Steuerzahler müssen einspringen, oder die Sparer und Anleger werden wie im Dezember 2015 bluten müssen.

Das würde allerdings in Italien zu massive politischen Spannungen und gesellschaftlichen Verwerfungen führen, so dass es sehr gut möglich ist, dass der Rest EU-Europas, deren Steuerzahler und Bankkunden für die italienischen Versäumnisse mitbezahlen müssen.

Die Europäische Bankenunion ist ein latentes Damoklesschwert

Denn sie beruht auf dem Haftungsprinzip des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Das rechtliche Klumpenrisiko, das sich aus der Kombination vom automatischen Informationsaustausch AIA mit dem Umverteilungssystem des ESM und der EU-Bankenunion ergibt, sollten Sie unbedingt reduzieren.

Nicht nur das EU-Banksystem ist gefährdet, auch Ihr Geld ist direkt von diesen Entwicklungen betroffen. Die Risiken für die Stabilität und den Bestandes des Euros als Gemeinschaftswährung sind in den letzten Monaten massiv angestiegen. Sie müssen sich bewusst sein: Die Bankenkrise in Italien betrifft auch Ihr Geld und Ihre Bank in Deutschland!

Schweden_FlaggeSchweden: Ein weiteres, krankes Land in EU-Europa

Zahlreiche Anleger und Bürger sind nach meinen Erfahrungen der Ansicht, dass die Probleme EU-Europas hauptsächlich im Süden liegen. Nordeuropa, allen voran Skandinavien ist hingegen solide und stabil.

Im Prinzip ist das grundsätzlich sogar richtig, allerdings gibt es in Nordeuropa ein Land, das ich als absolut „krank“ bewerte. Ich spreche von Schweden. Schweden hat – neben zahlreichen, politischen Fehlsteuerungen – vor allem in den letzten 40 Jahren eine vollkommen irrational-tolerante, großzügige Einwanderungspolitik verfolgt.

Das schwedische Sozialexperiment sollte eine Warnung für Deutschland sein!

Schweden hat damit ein Sozialexperiment mit einem gigantischen Ausmaß in Gang gesetzt. Das Land hat sich gravierend verändert. Heute gehen allein 58 Prozent aller Sozialleistungen an Migranten. Fast die Hälfte, nämlich 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind ebenfalls Einwanderer. Schwedens weltberühmter Sozialstaat steht dadurch vor dem Kollaps. 26 Prozent aller Gefängnisinsassen und 50 Prozent aller Häftlinge in Schweden, die Strafen von mehr als fünf Jahren absitzen, sind ebenfalls Einwanderer.

Die größte Immobilienblase Europas liegt in Schweden 

Weder in Spanien, noch in Großbritannien gibt es die größte Immobilienblase in Europa, sondern in Schweden. Schweden hat den größten Immobilienboom in Europa in den letzten Jahren zu verzeichnen. Gleichzeitig ist die Erschwinglichkeit für Immobilieneigentum in Schweden für die Bevölkerung am schlechtesten. Mein Fazit: Würde es eine Put-Option auf ein einzelnes Land geben, würde ich Schweden Short gehen! Frankreich, Italien und Schweden sind daher für mich derzeit die größten, tickenden EU-Zeitbomben.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Kennen Sie die wertvollste Banknote der Welt?

500_Euro_ScheinSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

seit Dezember 2015 ist die Anzahl der umlaufenden 500-Euro-Scheine bereits erheblich gesunken. Daher war es für mich keine Überraschung, dass der EZB-Rat am 04. Mai 2016 beschlossen hat, die Ausgabe der größten Euro-Banknote gegen Ende des Jahres 2018 komplett einzustellen.

In der Praxis bedeutet das, dass rund 600 Millionen 500er-Banknoten aus dem Bargeldverkehr genommen werden. Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins untergräbt für mich weiter das Vertrauen in die nachhaltige Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank und der Politik in der EU.

Diese Maßnahme dient nicht dem Kampf gegen die internationale Terrorfinanzierung, Geldwäsche, Kriminalität oder Schwarzarbeit. Sondern sie schadet den Bürgern. Die wichtige Wertaufbewahrungsfunktion unseres immateriellen Papiergeldes bzw. Bargeldes wird weiter eingeschränkt.

Norwegische_Krone_100Bargeld wird staatlich reglementiert und technisch substituiert

Die Diskussion um eine Abschaffung des Bargelds hat insgesamt deutlich an Fahrt gewonnen. Europäische Staaten wie Italien oder Frankreich untermauern ihre gesetzlich festgelegte Barzahlungshöchstgrenze von nur noch 1.000 Euro mit dem Kampf gegen Steuerhinterziehung und Kriminalität.

Dänemark oder Schweden begründen die Abschaffung von Bargeld mit den hohen Produktions-, Zähl- und Bearbeitungskosten. In den nordischen Ländern Europas hat das elektronische Bezahlen das Zahlen mit Bargeld bereits weitestgehend verdrängt. Die Notenbank Dänemarks hat angekündigt, ab 2017 keine neuen Banknoten mehr zu drucken. Auch ín Norwegen gibt es starke Bestrebungen hin zu einer bargeldlosen Gesellschaft

Das Bargeldzeitalter neigt sich dem Ende zu!

Im Gegensatz zu Skandinavien lehnen in Deutschland drei von vier Bürgern die Abschaffung von Bargeld ab. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der Furcht vor einem absolut gläsernen Menschen. Freiheits- und Eigentumsrechte könnten dann eingeschränkt werden.

Diese Ängste sind berechtigt. Dennoch sehe ich Bargeld in seiner heutigen Form als Auslaufmodell. Ich erwarte keine vollkommene Abschaffung. Das Geldsystem wird sich aber allein aufgrund der technologischen Entwicklungen massiv verändern.

In Singapur sind 10.000-Dollar-Banknoten im Umlauf

Singapur_Dollar_10.000Der 500-Euro-Schein ist übrigens nicht die wertvollste Banknote der Welt. Die Währung des Insel- und Stadtstaates Singapur, dem kleinsten Staat in Südostasien ist der Singapur Dollar mit dem Währungskürzel SGD.

Die frei gehandelte Währung wird über einen geheim gehaltenen Warenkorb anderer Währungen überwacht. In Singapur ist die wertvollste Banknote der Welt im Umlauf. Der Geldschein mit einem Nominalwert von 10.000 Singapur Dollar. Das entspricht umgerechnet einem Gegenwert von 6.500 Euro. Auch im Sultanat Brunei auf der Insel Borneo gibt es einen 10.000 Brunei-Dollar-Schein, der allerdings 1:1 an den Singapur Dollar gekoppelt ist. Nur zum Vergleich. Der größte Geldschein der USA hat einen Wert von lediglich 100 US-Dollar. In Großbritannien ist die größte Banknote der 50-Pfund-Schein.

Schweiz und Liechtenstein: Der 1.000 CHF-Schein bleibt!

1000_Schweizer_Franken_BanknoteIn der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ist der Schweizer Franken die Nationalwährung. Das Währungskürzel ist CHF. Die größte Banknote, der 1.000er ist hier fast doppelt so viel Wert wie der 500-Euro-Schein. 1.000 Schweizer Franken entsprechen aktuell einem Gegenwert von rund 900 Euro.

Die Schweizer Bundesregierung hat sich aktuell öffentlich zum weiteren Bestand der 1.000 Schweizer Franken-Banknote bekannt. Im Gegensatz zur Politik der EZB sieht der Schweizer Bundesrat keinerlei Anhaltspunkte für eine kriminelle Verwendung oder einen Missbrauch der 1.000er Banknote. Die Wertaufbewahrungsfunktion wird daher auch in der Zukunft ordnungs- wie fiskalpolitisch geschätzt und geschützt!

Warengeld: Zurück in die Zukunft!

Warengelder waren Frühformen unseres Geldes. Darunter gab es viele wertvolle, nützliche oder schöne Dinge, die dem täglichen Bedarf dienten. Beginnend mit Steingeldern in Mikronesien über Schmuckgelder in Neuguinea, Schnecken- oder Muschelgelder in Afrika und Südostasien bis hin zu Kleidergeldern in Form von Pelzen in Nordamerika. Auch aus unserer jüngeren Geschichte kennen wir so etwas wie Warengelder. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten sich Ersatzwährungen wie Zigaretten, Schokoladetafeln oder Schnapsflaschen als werthaltige und allgemein akzeptierte Ersatzwährungen. Zahlreiche Währungen waren in der Vergangenheit ebenso durch Gold gedeckt.

Auf diese Thematik mit entsprechenden Handlungsalternativen und Empfehlungen gehe ich in meiner Juni-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich ausführlich ein. Unter anderem durch die Empfehlung eines weltweiten Warengeldsystems, das Sie heute bereits in der täglichen Praxis nutzen können.

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Kapitalschutz_Vertraulich_Probe-ABOKAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ist ein ganzheitlicher Beratungsdienst unter Führung von MARKUS MILLER als Chefanalyst und Chefredakteur. Neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen werden zusätzlich die für den umfassenden Vermögensschutz so wichtigen Segmente der Politik, Rechtsprechung sowie Steuergesetzgebung berücksichtigt. Testen Sie uns 30 Tage! Nutzen Sie unsere Sonderaktion mit wertvollen Informationen + Prämien und testen Sie KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH einen Monat kostenlos!

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