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Investmentfonds: Die 5 wichtigsten Änderungen 2018!

SteuerberatungSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

nach wie vor beklagen viele Medien und auch zahlreiche Politiker immer wieder die angeblich so hohe Komplexität des deutschen Steuersystems. Edmund Stoiber oder Guido Westerwelle stützten stellvertretend für viele weitere „Experten“ einst die Behauptung, dass 60 Prozent bis 80 Prozent der weltweiten Steuerliteratur in Deutsch verfasst sind. Speziell Steuerberater fördern diesen Mythos ebenfalls. Vermutlich um die Sorge der Steuerbürger vor der Steuerklärung zu bewahren. Ein uninformierter oder verunsicherter Steuerzahler ist nämlich der beste Kunde eines jeden Steuerberaters.

Die angebliche Komplexität des deutschen Steuerrechts ist ein Mythos!

Fundierte Untersuchungen kamen längst zu dem Ergebnis, dass lediglich rund 10 Prozent der Weltsteuerliteratur in Deutsch verfasst sind. Das sind „nur“ rund 200 Regalmeter an Büchern. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich: Die Angst vor dem Finanzamt und Steuersystem ist unbegründet!

infografik_8940_steuer_und_abgabenlast_oecd_vergleich_nDas Steuern ist wichtiger als die Steuern

In unserem aktuellen Steuerrecht gibt es heute noch gültige Gesetze, die bereits über ein Jahrhundert alt sind. Beispielsweise die Schaumweinsteuer aus dem Jahre 1902, die damals zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt wurde und heute noch in Kraft ist.

Bereits im Jahr 1906 hat das Preußische Verwaltungsgericht eine Feststellung getroffen, die ebenfalls heute noch ihre Gültigkeit besitzt: „Niemand ist verpflichtet, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, dass dem Staat darauf hohe Steuern zufließen.“ Das muss für Sie die ein Anspruch sein dem Sie folgen zum Schutz Ihres Geldes und getreu meinem Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!“

Zum 01.01.2018 tritt das neue Investmentsteuerreformgesetz in Kraft

Die Einführung der Abgeltungsteuer zum 01.01.2009 war die letzte wesentliche Änderung, was die Besteuerung von Kapitalanlagen betrifft. Bereits im Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag mit dem Investmentsteuerreformgesetz InvStRefG ein neues Gesetz beschlossen, das die Besteuerung von Investmentfonds ganz grundlegend verändert und das zum 01.01.2018 in Kraft treten wird. Vor allem bei in Deutschland aufgelegten Investmentfonds und ETFs kommt es zu mehreren gravierenden Änderungen.

Die aktuellen Regelungen sind europarechtswidrig

Ausländische Fonds mit Erträgen aus deutschen Quellen waren bislang steuerlich schlechter gestellt als deutsche Fonds. Das widerspricht dem Europarecht. Deswegen waren die Änderungen zwingend erforderlich. Ein weiterer Grund ist das Bestreben, das Steuersystem einfacher und verständlicher zu gestalten. Allerdings ist von einer Vereinfachung des Steuersystems in meinen Augen weit und breit nichts zu sehen, wenn Sie sich die nachfolgenden Punkte betrachten. Aber das war wohl auch nicht wirklich zu erwarten.

5_wichtige_Aenderungen_InvestmentsteuerreformgesetzDie 5 wichtigsten Änderungen ab 2018 auf einen Blick

1. Körperschaftsteuer

Bisher waren Erträge auf Fondsebene steuerfrei, die Besteuerung fand in der Regel erst auf Anlegerebene statt. Ab 2018 müssen deutsche Fonds Dividendenausschüttungen, Mieteinnahmen sowie Kursgewinne aus Immobilienverkäufen mit 15 % versteuern, sofern diese Einkünfte in Deutschland erzielt werden. Sämtliche anderen Erträge bleiben auf Fondsebene steuerfrei, etwa Gewinne aus Veräußerungen von Wertpapieren oder Erträge aus Zinsen und Termingeschäften.

2. Zwischengewinnbesteuerung

Die bisherige Zwischengewinnbesteuerung fällt weg. Steuerliche Kennzahlen wie Zwischengewinn und Immobiliengewinn werden somit abgeschafft.

3. Zufluss-Prinzip

Die Fondsbesteuerung wird auf ein Zufluss-Prinzip umgestellt. Das bedeutet, dass Ausschüttungen zukünftig stets in voller Höhe steuerpflichtig sind. Es wird keine Unterteilung der Ausschüttungen nach steuerfreien und steuerpflichtigen Anteilen mehr geben.

4. Basisertrag und Vorabpauschale

Zukünftig ermittelt die depotführende Bank einen sogenannten Basisertrag, der versteuert werden muss. Er beträgt 70% des sogenannten Basiszinssatzes. Der Basiszins leitet sich aus der langfristigen Rendite öffentlicher Anleihen ab, den die Deutsche Bundesbank jeweils auf den ersten Börsentag des neuen Jahres errechnet. Für das Jahr 2016 beträgt dieser 1,1%. Erfreulicherweise ist dieser Basisertrag auf den Wertzuwachs im Kalenderjahr begrenzt. Dadurch wird nichts besteuert, was nicht auch Erwirtschaftet wurde.

Falls ein Fonds nicht ausschüttet (thesauriert) oder weniger als den Basisertrag ausschüttet, gilt die Differenz zum Basisertrag als sogenannte Vorabpauschale. Durch dieses Verfahren stellt der Gesetzgeber sicher, dass der Fonds-Anleger einen Mindestbetrag zu versteuern hat. Wirtschaftlich betrachtet ist die Vorabpauschale eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen. Daher wird die Vorabpauschale beim Verkauf der Fondsanteile auch vom tatsächlichen Veräußerungsgewinn abgezogen.

Technisch behält Ihre Bank als depotführende Stelle am ersten Tag des neuen Kalenderjahres die Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale ein. Damit es nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt, werden als Ausgleich zukünftige Erträge beim Anleger teilweise freigestellt. Diese Teilfreistellung beträgt zum Beispiel bei Aktienfonds 30%.

5. Bestandsschutzwegfall

Für Investmentfondsanteile, die vor dem 01.01.2009 erworben wurden, entfällt ab 01.01.2018 der Bestandsschutz für erzielte Kursgewinne. Das ist schmerzlich. Allerdings werden die aufgelaufenen Gewinne zum 31.12.2017 automatisch steuerfrei realisiert, ohne dass Sie tätig werden müssen.

Danach erhalten Sie einen hohen, einmaligen Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro. Erst wenn dieser in der Zukunft aufgebraucht ist, müssen Sie wieder Steuern auf Kursgewinne Ihrer Investmentfonds, die einen Bestandsschutz hatten, bezahlen. Für Eheleute erhöht sich dieser Freibetrag sogar auf 200.000 Euro.

Finanzamt_SteuererklärungSie haben die Pflicht, Steuern zu zahlen – nutzen Sie Ihr Recht, Steuern zu sparen!

Der Bundesgerichtshof urteilte im Jahr 1965: „Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, Steuern zu sparen!“ Dieses Urteil müssen Sie sich als Steuerbürger und Steuerzahler zum Vorbild nehmen. Und zwar zur Optimierung Ihrer Steuerlast durch die intelligente Strukturierung und Steuerung Ihrer Vermögenswerte im Hinblick auf den Schutz Ihres Geldes und Ihres Kapitals.

Im Steuerrecht ist es wie in der Medizin: In bestimmten Fällen ist der Weg zum Spezialisten wichtig und richtig!

Sie alle haben einen Hausarzt, einen Allgemeinmediziner. An ihn wenden Sie sich vertrauensvoll bei einer Grippe, bei Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit oder sonstigen leichten Gebrechen. Ein Kopfschmerz kann ganz harmlose Gründe haben, aber sich auch als Gehirntumor herausstellen. Würden Sie jetzt auf die Idee kommen, sich einer Gehirnoperation bei Ihrem Hausarzt zu unterziehen? Sicherlich nicht, weil er kein spezialisierter Chirurg ist.

Ähnlich beurteile ich auch die Zusammenarbeit mit Steuerberatern. Zwischen der Erstellung eines Lohnsteuerjahresausgleichs und der Abgabe einer strafbefreienden Selbstanzeige ist für mich beispielsweise ein ähnlicher Unterschied, wie zwischen einer Grippebehandlung und einer Gehirnoperation. Uli Hoeneß hat die Folgen einer fehlerhaften und somit unwirksamen Selbstanzeige durch einen nicht versierten Steuerberater dramatisch zu spüren bekommen. Er musste ins Gefängnis!

Kapitalschutz_Vertraulich_Markus_Miller_GEOPOLITICAL.BIZDie grenzüberschreitende Steuerkompetenz wird zunehmend wichtiger

Ich bin sehr stolz auf mein internationales Experten-Netzwerk an renommierten Rechtsanwälten und Steuerberatern, das ich mir über die letzten Jahre bzw. mittlerweile sogar Jahrzehnte aufgebaut habe und auch weiter ganz gezielt ausbaue. Auslandsinvestments und Dienstleister in Ländern und Rechtsräumen außerhalb der fragilen Systeme der Europäischen Union sind bereits seit vielen Jahren ein ganz wichtiger Baustein meiner Strategieempfehlungen.

Der Freibetrag für den Altbestandschutz kann erhöht – ja sogar vervielfacht – werden!

Beim Thema internationale Diversifikation stoßen klassische, rein regional fokussierte Steuerberater allerdings häufig schnell an die Grenzen ihrer Beratungskompetenz. In meiner kommenden Ausgabe von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH stelle ich Ihnen eine Steuerberatungskanzlei aus Liechtenstein vor, die sowohl für Steuerbürger aus dem Fürstentum und der Schweiz, aber auch aus Deutschland und Österreich ebenso kompetente wie empfehlenswerte Möglichkeiten bietet.

Dabei präsentiere ich Ihnen ein weitestgehend unbekanntes Gestaltungsmodell – zur mehrfachen Erhöhung des Freibetrages für Altbestände bei Investmentfonds – im Hinblick auf das Investmentsteuerreformgesetz 2018. Diese Gestaltungsvariante ist vollkommen legal, ebenso natürlich auch legitim und wurde mittlerweile durch deutsche Finanzämter bestätigt.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Ihre Bank wird zum Glashaus!

architecture-768432_1280Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

nach dem Bundestag hat am 02.06.2017 der Bundesrat das Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften endgültig verabschiedet. Das neue Gesetz trägt den Namen Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz (StUmgBG). Es tritt zum 01.01.2018 mit weitreichenden Auswirkungen für Steuerbürger in Kraft.

Die Meldevorschriften von Banken und Steuerzahlern werden massiv ausgeweitet

Das neue Gesetz bringt vor allem deutlich erweiterte Meldepflichten für Banken und Steuerzahler mit sich. Die bereits ab dem kommenden Jahr zu erfüllenden Verpflichtungen der Banken in Deutschland gehen weit über die bereits sehr umfassenden Erfassungs- und Meldevorschriften des bislang schon geltenden Geldwäschegesetzes (GWG) und des Finanzkontenaustauschgesetzes (FKAustG) hinaus.

Das betrifft beispielsweise die Pflicht zur Legitimationsprüfung bei Banken, die bislang nur für Kontoinhaber oder verfügungsberechtigte Personen gegolten hat. Diese werden jetzt auch auf wirtschaftlich Berechtigte ausgeweitet. Die Steueridentifikationsnummer von Kontoinhabern, Verfügungsberechtigten und wirtschaftlich Berechtigten wird dazu in Zukunft wie ein Brandzeichen bei allen Bankaktivitäten erfasst und verknüpft.

Deutsche Banken werden zu vorgelagerten Behörden des Staates

Die Banken in Deutschland haften sogar für entgangene Steuern gegenüber dem Staat. Sie können auf Basis des neuen Gesetzes zusätzlich mit Bußgeldern von bis zu 200.000 Euro belegt werden. Das wird in der Praxis dazu führen, dass die deutschen Banken aus administrativer und steuerlicher Sicht faktisch zur Außenstelle der Finanzämter werden, quasi als externe „Bankbehörden“.

Auch Beteiligungen deutscher Banken an ausländischen Gesellschaften müssen zukünftig gemeldet werden. Gleiches gilt für die Herstellung von Beziehungen deutscher Kunden zu Gesellschaften in Drittstaaten (§§ 138 ff. AO). Neben der beschlossenen Aufhebung des steuerlichen Bankgeheimnisses nach § 30a AO werden zusätzlich bereits ein erweitertes Kontenabrufverfahren und ein Sammelauskunftsverfahren diskutiert.

Vermögensverhältnisse, Zahlungsströme und die gesamten wirtschaftlichen Aktivitäten sollen dadurch so transparent werden, dass eine Steuerumgehung mittels einer Domizilgesellschaft im Ausland umgehend aufgedeckt wird. Das Gesetz soll eine Reaktion auf die „Panama Papers“ sein.

Ob es derartige Steuermodelle wirklich effizient einschränkt, wage ich zu bezweifeln. Das Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz führt allerdings dazu, dass deutsche Banken und deren Kunden in der Praxis in einem totalen Glashaus sitzen, bei dem selbst der Boden zum Keller durchsichtig sein wird.

588470983_640x360Bankkonten: Der Automatische Informationsaustausch startet zum 30.09.2017

Zum 30. September 2017 werden erstmals im Rahmen des Automatischen Informationsaustausches (AIA) Steuerdaten zwischen nationalen Finanzbehörden ausgetauscht. Die Staatenliste der Länder die bereits zu diesem Datum starten wurde aktuell veröffentlicht.

64 Staaten beginnen ab dem 30. September 2017 mit dem Datenaustausch

64 Staaten werden bereits zum 30.09.2017 beginnen Daten von Bankkonten und Wertpapierdepots übermitteln. Weit über 50 Staaten, darunter beispielsweise auch die Schweiz werden dann zum 30. September 2018 folgen. Insgesamt haben sich somit bereits über 100 Länder weltweit zur Teilnahme am AIA verpflichtet.

Die komplette Staatenliste zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten zum 30.09.2017

  • Aland Inseln (FI)
  • Anguilla (AI)
  • Argentinien (AR)
  • Azoren (PT)
  • Belgien (BE)
  • Bermuda (BM)
  • Bonaire (BQ)
  • Britische Jungferninseln (VG)
  • Bulgarien (BG)
  • Cayman Islands (KY)
  • Dänemark (DK)
  • Estland (EE)
  • Färöer (FO)
  • Finnland (FI)
  • Frankreich (FR)
  • Französisch-Guayana (FR)
  • Gibraltar (GI)
  • Griechenland (GR)
  • Grönland (GL)
  • Großbritannien (GB)
  • Guadeloupe (FR)
  • Guernsey (GG)
  • Indien (IN)
  • Insel Man (IM)
  • Irland (IE)
  • Island (IS)
  • Italien (IT)
  • Jersey (JE)
  • Kanarische Inseln (ES)
  • Kolumbien (CO)
  • Korea, Republik (KR)
  • Kroatien (HR)
  • Lettland (LV)
  • Liechtenstein (LI)
  • Litauen (LT)
  • Luxemburg (LU)
  • Madeira (PT)
  • Malta (MT)
  • Martinique (FR)
  • Mayotte (FR)
  • Mexiko (MX)
  • Montserrat (MS)
  • Niederlande (NL)
  • Norwegen (NO)
  • Österreich (AT)
  • Polen (PL)
  • Portugal (PT)
  • Réunion (FR)
  • Rumänien (RO)
  • Saba (BQ)
  • Saint-Barthélemy (BL)
  • San Marino (SM)
  • Saint-Martin (französischer Teil) (FR)
  • Schweden (SE)
  • Seychellen (SC)
  • Sint Eustatius (BQ)
  • Slowakei (SK)
  • Slowenien (SI)
  • Spanien (ES)
  • Südafrika (ZA)
  • Tschechien (CZ)
  • Turks- und Caicosinseln (TC)
  • Ungarn (HU)
  • Zypern (CY)

Der Automatische Informationsaustausch macht Bürger und Finanzkonten weltweit transparent

Der Automatische Informationsaustausch wird zukünftig den weltweiten Finanzbehörden ein effektives Werkzeug zur Aufspürung von Steuerhinterziehungen im Zusammenhang mit Auslandsvermögen liefern.

Die internationale Staatengemeinschaft sieht den Automatischen Informationsaustausch berechtigterweise als wirksames Instrument zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Von der Steuerhinterziehung auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden) bis hin zu Hinterziehung von Veräußerungserträgen aufgrund von Kursgewinnen bei Wertpapieren. Zusätzlich stehen Ausländischen Steuerbehörden weitere Mittel zur Verfügung, wie direkte Gruppenanfragen oder Einzelanfragen an Banken.

Eine Gruppenanfrage an eine Schweizer Bank durch den deutschen Fiskus kann beispielsweise lauten: Aufforderung zur Übermittlung aller Kundendaten, die im Jahr 2016 mehr als 5.000 Euro in bar abgehoben haben. Eine Einzelanfrage beinhaltet den konkreten Namen, ob dieser bei einer bestimmten Bank ein Konto oder Depot unterhält.

indexDiese Bank-, Investment- und Versicherungsdaten werden gemeldet!

Die über den Automatischen Informationsaustausch gemeldeten Stammdaten sind bereits sehr weitgehend und umfassen: Name des Kontoinhabers, Adresse, Kontonummer, Steuernummer, Geburtsdatum, Geburtsort, Kontosalden, Zinsen, Dividenden und Kursgewinne.

Meldende Finanzinstitute sind sowohl Verwahr- und Einlageninstitute (z.B. Banken), Investmentunternehmen (z.B. Investmentfonds) als auch spezifizierte Versicherungsgesellschaften (z.B. Lebensversicherungen). In meiner kommenden Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich zeige ich Ihnen eine ebenso legitime wie legale Möglichkeit, die nicht unter den Automatischen Informationsaustausch fällt!

Übrigens: Cryptocoin-Konten fallen ebenfalls nicht unter den Automatischen Informationsaustausch!

Die EU plant die Meldepflicht für Anwälte und Steuerberater!

Zusätzlich zum Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz und Finanzkonten-informationsaustauschgesetz  bahnt sich eine weitere, ganz gravierende Entwicklung an, die zu mehr staatlicher Kontrolle und Überwachung der Bürger führen wird.

Der mittlerweile schon berühmt-berüchtigte französische EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici hat dazu ganz aktuell ein neues Meldegesetz vorgelegt, das in Fachkreisen bereits seit längerem diskutiert wurde. Bereits im März 2017 hat die Bundessteuerberaterkammer vor den Auswirkungen dieses geplanten EU-Gesetzes für Steuerzahler und deren Steuerberater gewarnt.

Kommt nach dem Finanzkonteninformationsaustauschgesetz nun das Steuerberaterinformationsaustauschgesetz?

Nachdem die Banken über den Automatischen Informationsaustausch (AIA) sowie das Finanzkonteninformationsaustauschgesetz weltweit faktisch zu Handlangern der Staaten und Finanzbehörden geworden sind, plant die EU diese Vorgehensweise jetzt auch bei Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern.

Im Klartext bedeutet das, dass diese Berufsgruppen potenzielle Steuersünder – also ihre eigenen Mandanten, denen Sie verpflichtet sind – aktiv an die Behörden melden sollen! In unserem Rechtssystem gilt auf Basis eines Urteils des Bundesgerichtshofes von 1965 schließlich: „Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, Steuern zu sparen!“. Offensichtlich will die EU diesen Rechtsgrundsatz aufheben.

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