Schlagwort-Archiv: Gläubiger

Staatsbürger bürgen für den Staat!

StaatsbürgerSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

vielen Bürgern ist der Begriff des EU-Rettungsschirms über den ESM-Vertrag durchaus geläufig. Die enormen Bedrohungen für das eigene Vermögen werden jedoch weitgehend nach wie vor massiv unterschätzt.

Bürgschaftsrecht – Die Fakten: Darum haften Sie als Staatsbürger mit Ihrem Geld für den ESM

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) hat im Oktober 2012 den befristeten Hilfsmechanismus EFSF abgelöst. Insgesamt stehen im ESM derzeit rund 700 Milliarden Euro an abrufbarem Kapital und lediglich rund 80 Milliarden Euro an Bareinzahlungen zur Verfügung. Die Differenzsumme in Höhe von 620 Milliarden Euro sind somit Bürgschaften.

Die Höhe der Einzahlungen der einzelnen Länder orientiert sich dabei an der jeweiligen Wirtschaftskraft des Bruttoinlandsprodukts. Das führt dazu, dass Deutschland und das deutsche Volk die höchsten Bürgschaftsverpflichtungen zu tragen haben. Auf Deutschland entfällt derzeit eine Haftungssumme von 190 Milliarden Euro.

Der ESM-Vertrag ist eine Bürgschaft des Staates – und gefährdet auch Ihr Kapital!

Im ersten Lehrjahr meiner Banklehre habe ich in der Kreditabteilung meiner Ausbildungsbank den Satz gelernt: „Den Bürgen sollst du würgen, hast du ihn erwürgt, hat er ausgebürgt: Deswegen bürge niemals!“.

In meiner Ausbildungszeit habe ich dann zahlreiche meist tragische Fälle erlebt, in denen unsere Bank Bürgen in Anspruch genommen hat, um für die Kreditverbindlichkeiten eines Anderen einzustehen. Ich weiß daher aus eigener Praxis, wie gefährlich Bürgschaften sind. Aus einer Gefälligkeitsunterschrift für eine Kreditauszahlung ist nicht selten eine Existenzbedrohung geworden.

Politiker verharmlosen Bürgschaften

In Aussagen von Politikern wird oftmals argumentiert, dass Bürgschaften, die Deutschland eingegangen ist, nur Garantieversprechen auf dem Papier sind – ohne direkte Folgen. Es wären ja auch noch keine Zahlungen geflossen. Solche Argumente sind für mich nicht nachvollziehbar: Bürgschaften sind etwas ganz Dramatisches und keine harmlosen oder gar unverbindlichen Zusagen.

Was ist eine Bürgschaft und warum ist diese so gefährlich?

Eine Bürgschaft ist ein einseitig verpflichtender Vertrag, durch den sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, dem Hauptschuldner, verpflichtet, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten einzustehen. Der Gläubiger will sich durch eine Bürgschaft für den Fall der Zahlungsunfähigkeit seines Schuldners absichern.

Nichts anderes ist der ESM. Deutschland ist darin der Hauptbürge für den Hauptschuldner „EU-Europa“. Deutschland haftet für die Schulden der anderen Länder. Da Sie als Kapitalanleger und Staatsbürger wiederum für Deutschland bürgen und haften, bedeutet der ESM eine indirekte Gefahr für Ihr Kapital.

Sie heißen deswegen Staatsbürger weil Sie für den Staat bürgen!

Als natürliche Person sind Sie Staats- oder Steuerbürger eines Landes. Sie heißen Staatsbürger, weil Sie für den Staat mit seinen Staatsschulden bürgen – mit Ihrem persönlichen Vermögen. Im Fall einer Bürgschaft wird dadurch Ihr Privatvermögen automatisch zum Volksvermögen zur Deckung der Volksschulden. Der ESM, der beschönigend Euro-Rettungsschirm genannt wird, erhöht nun Ihre Bürgschaftsverpflichtungen nochmals massiv – zusätzlich zu den bestehenden deutschen Staatsschulden.

Sie bürgen und haften mit Ihrem Privatvermögen nicht nur für Ihr eigenes Land, sondern für die gesamte Staatengemeinschaft der Euro-Länder, die den ESM-Vertrag unterschrieben haben. Sollten dabei große Länder wie Spanien, Italien oder gar Frankreich ausfallen, gehen deren Haftungsanteile auf die verbleibenden Länder über und die Haftungssummen erhöhen sich noch einmal. Das trifft wiederum Deutschland an erster Stelle – es sei denn Deutschland beantragt vorher den Staatsbankrott.

Fazit: Die ESM-Länder sind eine Haftungs- und Umverteilungsunion

Der ESM-Vertrag wurde von Juristen und Politikern konzipiert. Juristen rechnen jedoch nicht (Judex non calculat). Mathematik ist im Gegensatz zu Jura eine Naturwissenschaft. Naturgesetze können durch Menschenhand nicht einfach interpretiert oder geändert werden. Der Tag, an dem diese ESM-Bürgschaften in Anspruch genommen und die Bürger der Länder gewürgt werden, wird mit einer stark zunehmenden Wahrscheinlichkeit kommen. Das ist für mich mathematisch ein Fakt.

Ja zu Kapitalanlagen im Ausland – aber nicht in ESM-Ländern

Meine Konzepte der geografischen Streuung und rechtlichen Diversifikation durch Banken im Ausland dienen der Risikostreuung. Der ESM bündelt aber mittlerweile Risiken. Aus diesem Grund rate ich Ihnen, Ihre Auslandskonten zu überprüfen.

Haben Sie Bankverbindungen oder Depots in einst durchaus empfehlenswerten Ländern wie Österreich, Luxemburg, Belgien oder den Niederlanden, rate ich Ihnen, diese in Länder zu verlagern, die kein direktes ESM-Haftungsrisiko haben. Dazu zählen in Europa beispielsweise die Schweiz, Großbritannien oder Norwegen. Allen voran aber das Fürstentum Liechtenstein als meine absolute Nummer eins.

Werden Sie MITGLIED in einem exklusiven NETZWERK!

Kapitalschutz_Vertraulich_Probe-ABOKAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ist ein ganzheitlicher Beratungsdienst unter Führung von MARKUS MILLER als Chefanalyst und Chefredakteur. Neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen werden zusätzlich die für den umfassenden Vermögensschutz so wichtigen Segmente der Politik, Rechtsprechung sowie Steuergesetzgebung berücksichtigt. Testen Sie uns 30 Tage! Nutzen Sie unsere Sonderaktion mit wertvollen Informationen + Prämien und testen Sie KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH einen Monat kostenlos!

GEOPOLITICAL.BIZ: KOMMUNIKATION ist die ANTWORT auf KOMPLEXITÄT!

GEOPOLTICAL.BIZ_LOGOÜber unser Portal www.geopolitical.biz haben Sie die Möglichkeit unseren Publikationen ganz einfach über das Medium oder Netzwerk Ihrer Wahl zu folgen. Allen voran über unseren kostenlosen NEWSLETTER, unseren TWITTER- oder RSS-Datafeed oder die Sozialen Netzwerke XING, FACEBOOK, LINKEDIN und GOOGLE+. Sehr gerne können Sie diesen Beitrag direkt hier im BLOG unten kommentieren!​​​ Bitte beachten Sie die Dienstleistungen unserer PREMIUM PARTNER!

100_Twitter     100_rss     100_Xing     100_Facebook     100_Linkedin     100_Google+

© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

 

Analysieren Sie Ihre Zahlungsversprechen

„Sachwerte statt Geldwerte!“ Diesen Spruch haben mittlerweile viele Bank- und Vermögensberater ebenso wie zahlreiche Anleger verinnerlicht. Aufgrund der Finanz- und Schuldenkrise lese ich inzwischen häufig auch in Finanzmagazinen Beiträge mit diesem Aufhänger – Anleger sollen vom unsicheren Papiergeld zu realen Sachwerten wechseln. Natürlich ist es richtig, dass Sie Teile Ihrer Vermögenswerte in realwirtschaftliche Sachwerte investieren sollten. Das ist auch ein ganz wichtiger Basisbaustein meiner Konzepte.

Aber deshalb müssen Geldwerte dennoch auch in Zukunft ein ganz wichtiger Grundbestandteil Ihrer strategischen Vermögensaufteilung sein. Meines Erachtens werden derzeit die reinen Inflationsgefahren viel zu stark betont. Eine Inflation liegt zwar im Bereich des Möglichen, aber auch für die Prognose einer langjährigen Depression und Deflation gibt es genügend Argumente.

Stellen Sie nicht pauschal Ihre Papiergeldwerte zugunsten von Sachwerten zur Disposition. Verteilen und übertragen Sie besser ganz gezielt Teile Ihrer Euro-Geldwerte auf Schuldner, die keine direkten Euro-, Euroland- oder Bankrisiken haben. Dazu zählen vor allem Länder mit soliden Staatsfinanzen sowie Schuldner aus der Realwirtschaft. Darüber hinaus gibt es auch Anleihen, die an Sachwerte aus der Realwirtschaft gekoppelt sind.

Meinen Erfahrung nach sind zahlreiche Kapitalanleger der Meinung, dass konservative Investments wie festverzinsliche Wertpapiere keiner großen Kontrolle und Überwachung bedürfen. Auch ich kenne das noch von meiner Bankausbildung: Aktien sind wegen ihrer vielen Chancen spannend, Anleihen hingegen langweilig.

Diese Ansicht ist ein Trugschluss. Gerade auch Anleihen bieten enorme, aktive Handelschancen bei überschaubaren Risiken, wenn man sich detailliert mit dieser Anlageklasse beschäftigt. Die wichtige Bedeutung der weltweiten Zins- und Anleihenmärkte wird aus meiner Sicht nach wie vor vollkommen unterschätzt. Das ist umso verwunderlicher, je mehr uns die Zinsabhängigkeit unseres schuldenbasierten Finanz- und Wirtschaftssystems vor Augen geführt wird – vom Kindergeld über die zahllosen täglichen Geldverwendungen im Laufe eines Lebens bis hin zum Sterbegeld.

Machen Sie sich bewusst: Anleihen sind Zahlungsversprechen Dritter!

Ihre klassische Kapitallebens- oder Rentenversicherung, Ihre Rentenanwartschaften, Ihre Pensionszusagen, Ihre Sparbücher und Festgelder oder auch Ihr Bargeld beruhen ebenfalls rein auf Zahlungsversprechen Dritter. Das ist eine Abhängigkeit, welche es aus meiner Sicht dringend erforderlich macht, dass Sie sich ganz grundlegend über die Entwicklungen von Zinsen, Zinsstrukturkurven, Bonitäten sowie den Modalitäten der „Anleihen-Schuldnermärkte“ informieren.

Nachfolgend finden Sie hilfreiche Informationsseiten, die ich selbst seit Langem nutze. Alle Quellen sind dabei kostenlos zugänglich.

Informationen zu Zinsen / Anleihen / Bonds

www.global-rates.comDieses Portal ist eine umfassende Informationsplattform für internationale Zinssätze. Länder- und Zentralbankzinsen finden Sie hier ebenso wie Wirtschaftsindikatoren – allen voran Indices für die unterschiedlichen Inflationsraten mit Hintergrundinformationen, übersichtlichen Tabellen und Grafiken.

www.investinginbonds.euist eine gemeinnützige Quelle für Sie als Kapitalanleger, wenn Sie sich detailliert über die grundlegenden Modalitäten und Möglichkeiten der Anleihenmärkte informieren möchten. Die Internetseite bietet Ihnen lehrreiche Informationen, Daten, wichtige Konjunkturindikatoren sowie Nachrichten und Kommentare zu den Märkten. Das Angebot ist aus meiner Sicht sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Anleihen-Investoren bestens geeignet.

www.boerse-stuttgart.de – Die Börse Stuttgart bietet in der Tiefe wie Breite umfassende Dienstleistungen für Anleihen-Anleger. Neben dem Anleihenfinder und dem Renditerechner sind für mich vor allem die Zinsstrukturkurven unter dem Menüpunkt „Tools und Services“ in der Praxis sehr hilfreich.

www.boerse-frankfurt.de – Die Frankfurter Börse bietet umfassende Informationen zu Anleihen. Von aktuellen Zins- und Renditeinformationen über Marktindikatoren, fortlaufenden Marktberichten zu den Anleihenmärkten bis hin zu einer sehr empfehlenswerten Übersicht internationaler Neuemissionen.

www.boerse-duesseldorf.de – Die Düsseldorfer Börse hat sich neben Stuttgart als weitere Regionalbörse auf den professionellen Handel mit Anleihen spezialisiert. Mit vielen Serviceleistungen und Informationsangeboten für Privatanleger.

www.bondboard.deBondboard ist ein seit vielen Jahren etabliertes Informationsportal rund um Anleihen – vom Grundwissen bis hin zu aktuellen Informationen. Mittlerweile ist Bondboard in das Online-Angebot der Baader Bank AG integriert. Das Portal bietet umfassende Suchfunktionen für Anleihen. Vor allem die Informationen zu Fremdwährungs- und Unternehmensanleihen sind sehr zu empfehlen. Ich empfehle Ihnen, sich bei dem kostenlosen wöchentlichen Newsletter „Baader Bond Markets“ anzumelden. Dieser wird von den Anleihenexperten der Baader Bank erstellt. Sie finden hier wöchentlich Top-Informationen zu den globalen Anleihenmärkten mit ausführlichen Hintergrunddaten. Ebenso zu Neuemissionen. Vor allem aber finden Sie auch detaillierte Berichte zu aktuellen Entwicklungen zu den unterschiedlichen Anleihensegmenten.

www.bondguide.deDas Dienstleistungsangebot ist ein Informationsportal für Unternehmensanleihen. Empfehlenswert aus meiner Sicht sind vor allem die detaillierten Bewertungen und Einschätzungen zu Neuemissionen von Anleihen aus dem Mittelstand. Der kostenlose Bondguide bietet fortlaufend aktualisiert ausführliche Zahlen, Daten, Diagramme und Statistiken in sehr übersichtlicher und verständlicher Form.

www.bondbook.deUmfassende Informationen speziell zu Mittelstands-Anleihen finden Sie im monatlichen Bond Magazine, welches Sie auf dieser Internetseite kostenlos herunterladen können.

Fazit: Analysieren und strukturieren Sie Ihre Zahlungsversprechen!

Sachwerte, allen voran Edelmetalle welche absolut frei sind von Zahlungsversprechen Dritter, sind ein idealer Gegenpol zu Papiergeldern und schuldbasierten Werten. Sie sind aber kein Ersatz, sondern ein wichtiger ergänzender Baustein. Die Devise “Raus aus Geldwerten rein in Sachwerte” ist keine empfehlenswerte Lösung sondern schafft Klumpenrisiken. Analysieren Sie deswegen Ihre bestehenden Geldwerte und strukturieren Sie diese gezielt auf Ihre Rahmenbedingungen und Bedürfnisse.

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

NETZWERK-TIPP: Weiterführende Informationen und Empfehlungen finden Sie auf unserem Portal www.geopolitical.biz bei unseren PREMIUM PARTNERN